Zusammensetzung Heu und darin enthaltene Kräuter

Diskutiere Zusammensetzung Heu und darin enthaltene Kräuter im Ernährung (Archiv) Forum im Bereich Archiv; Hallo, habe eine neue Quelle aufgetan, wo ich von nun an mein Heu beziehen möchte. Im Heu enthalten sind laut Angabe des Bauern folgende...

  1. #1 gummibärchen, 08.08.2010
    gummibärchen

    gummibärchen Herr der Schweinchen
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    Hallo,
    habe eine neue Quelle aufgetan, wo ich von nun an mein Heu beziehen möchte.

    Im Heu enthalten sind laut Angabe des Bauern folgende Kräuter:
    Eine Vielzahl von wertvollen Gräsern (Lieschgras, Fuchsschwanz, Goldhafer, Knaulgras, Weidelgras uvm.) einige der aromatischsten Grünlandkräuter wie Bärwurz (Rote-Liste-Pflanze), Stochschnabel, Kümmel, Kerbel, etc., jedoch keine Giftpflanzen wie scharfen Hahnenfuß, stumpfblättrigen Ampfer oder Jakobskreuzkraut.

    Sind diese Kräuter im getrockneten Zustand für die Wutzen genießbar?
     
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  3. #2 gummibärchen, 08.08.2010
    gummibärchen

    gummibärchen Herr der Schweinchen
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    Weiß niemand etwas darüber?
     
  4. lia

    lia sidefin

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    Lieschgras: ein Süssgras, auch Timotheegras (gibts da nicht auch extra Heu?) √
    Fuchsschwanz: ein Süssgras √
    Goldhafer, Knaulgras, Weidelgras: "gewöhnliches" typisches Wiesengras √
    Bärwurz (Rote-Liste-Pflanze),
    Stochschnabel: Geraniaceae, etwas aromatisch, aber oke
    Kümmel, Kerbel √

    Klar kann man alles im getrockneten Zustand füttern. Es ist ja auch so, dass die Giftstoffe in Ranunculus nach dem trocknen abgebaut werden, das wissen sogar die Kühe. Hahnenfuss auf der Wiese wird nicht gefressen, im Heu aber schon. Also gefährlicher werden getrocknete Gräser eigentlich nicht, du kannst das beruhigt füttern...
     
  5. #4 gummibärchen, 08.08.2010
    gummibärchen

    gummibärchen Herr der Schweinchen
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    Okay, danke dir für deine Antwort!

    Wie schaut es mit dem Bärwuz aus? Finde darüber leider nicht im Netz in Bezug auf die Verträglichkeit bei Meerschweinchen...
     
  6. lia

    lia sidefin

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    hej, zuerst kannst du immer hier gucken:

    Giftpflanzen.ch

    wenn eine Pflanze da nicht aufgelistet ist, ist sie höchstwahrscheinlich nicht giftig. Die Liste müsste eigentlich vollständig sein, so weit das geht...

    Sie ist ein Doldenblütler, zu der Familie gehören ganz viele Gewürzpflanzen wie Dill, Kerbel, Petersilie... Natürlich gibt es auch giftige Doldenblütller, aber auf Wikipedia wird beschrieben, dass Bärwurz in Joghurtdips ganz gut schmeckt, für Menschen also harmlos ist. Daher würde ich ähnlich wie Kerbel, Dill etc. füttern, aber nicht in Unmengen. Bzw. werden eh nicht Unmengen im Heu sein, da es eine rote Liste Art ist.
     
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  8. Eliza

    Eliza Herr der Schweinchen

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    Jakobskreuzkraut oder auch Kreuzjakobskraut ist im Gegensatz zu den meisten anderen Giftpflanzen auch noch im getrockneten und abgelagertem Zustand giftig!!!


    Giftpflanze Jakobskreuzkraut

    Die Ausbreitung stellt eine ernste Gefahr dar, da das Jakobskreuzkraut als Giftpflanze nicht verfüttert werden sollte. Seine Giftigkeit beruht auf der Wirkung verschiedener Pyrrolizidin-Alkaloide, die zu chronischen Lebervergiftungen führen. Die Gefahr ist deshalb nicht zu unterschätzen, da die Auswirkungen der Vergiftung kumulativ sind und dadurch chronischen Erkrankungen auftreten können, wobei insbesondere Pferde, aber auch Rinder offensichtlich empfindlicher reagieren als Schafe und Ziegen, siehe Tabelle 2. Die Giftstoffe reichern sich in der Leber langsam an und führen dann zu den chronischen Krankheitsprozessen. Die Pflanze ist nicht nur im frischen Zustand giftig, die Alkaloide werden auch nach Heu- und Silagebereitung nicht abgebaut. Die Gefahr ist erheblich, wenn man sich vor Augen führt, dass ein einzelner ausgewachsener Trieb im Mittel etwa 70 g wiegt. Die im Foto gezeigten 15 Triebe wiegen zusammen bereits 1 000 g. Wird einer 700 kg schweren Kuh diese Menge einhundert Mal angeboten, ist bereits die tödliche Dosis erreicht. Jegliche Verfütterung sollte daher konsequent vermieden werden, denn erste Schäden sind bei einem chronischen Krankheitsgeschehen bereits nach Aufnahme erheblich geringerer Futtermengen zu erwarten.


    Quelle:http://www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/ackerbau/gruenland/jakobskreuzkraut.htm

    Steht noch mehr Info ;)



    LG Claudia
     
  9. #7 gummibärchen, 08.08.2010
    gummibärchen

    gummibärchen Herr der Schweinchen
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    Danke euch ihr beiden!

    Dann kann ich das Heu ja unbesorgt füttern.

    Danke für den Link Eliza. Wusste gar nicht,dass es auch im getrockneten Zustand noch giftig ist. Wieder etwas dazu gelernt.

    Der Bauer sagte,dass Jakobskreuzkraut, Hahnenfuss etc. nicht enthalten sind, denke,darauf kann ich mich verlassen.
     
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