Zahnschweinchen mit deformiertem Kiefer...

Diskutiere Zahnschweinchen mit deformiertem Kiefer... im Gästeforum Forum im Bereich Meerschweinchen; Hej, vor 2 Wochen haben wir bei unserem Kastraten einen Gewichtsverlust festgestellt und sind natürlich ab zum Tierarzt- Diagnose: Zähne stehen...

  1. #1 Unregistriert, 03.07.2011
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    Hej,

    vor 2 Wochen haben wir bei unserem Kastraten einen Gewichtsverlust festgestellt und sind natürlich ab zum Tierarzt- Diagnose: Zähne stehen total krumm und schief im Maul, nur wenige Zacken und keine Verletzungen der Schleimhäute...

    Aufgrund des Gewichtsverlusts haben wir dann für eine bessere Narkose 1 ,5 Wochen gepäppelt (RodiCare, Babybrei und Schmelzflocken) und er hat sogar selbst angefangen weiches Heu zu mümmeln...
    Dann am Freitag haben wir ihn in Narkose legen lassen und zur Sicherheit ein Röntgenbild machen lassen, da der kleine evtl. Satinträger ist (auf Risiken wurden wir von der "Züchterin" natürlich nicht hingewiesen) und wir diese Knochenerkrankung ausschließen wollten, es bringt ja nicht viel ihn x-mal die Zähne zu machen, wenn der Kiefer sich auflöst...

    Naja, Knochen sind zwar an sich ok- aber der Kiefer ist starkt deformiert und der Tierarzt rät uns davon ab weitere Behandlungen durchführen zu lassen - ok, das verstehe ich, ich finde es auch nicht gerade artgerecht ein Meerschweinchen alle paar Wochen in Narkose zu legen (ohne ging es nicht, haben wir probiert)...

    Das heisst im Endeffekt: wenn er das nächte mal Probleme hat wird er eingeschläfert=(


    Jetzt ist es aber so, dass er auch nach der Korrektur ganz schlecht frisst, fast noch schlechter als vorher!
    Er frisst seine Schmelzflocken, Löwenzahn und andere Blätter - aber gaaaanz langsam, Möhren gehen irgendwie nicht etc.
    Ich bin am überlegen, ob ich ihn nun zwangsfüttern soll, was ich eigentlich nicht so schön finde, oder was man noch machen kann... ist doch bescheuert, ihm noch das Leben so stressig zu gestalten, wenn es nur noch was weiß ich wie lange geht, oder?
    Oder sollte ich es einfach durchziehen und ihn ein paar Wochen päppeln und dann läufts besser?
    Ich will ihn nicht auf Teufel komm raus am Leben erhalten - es soll ihm in der Zeit, die er hat noch so richtig schön gehen und er soll seine Zeit genießen!
    Teils setz ich ihn jetzt auch schon in einen abgetrennten Teil des Geheges, damit ihm die Mädels nicht alles wegfuttern, die sind so schnell!!

    Er bekommt auch schon Schmerzmittel, falls ihm doch etwas weh tun sollte...

    Habt ihr Tipps, wie ich jetzt am besten vorgehen sollte?

    Zwangsfüttern oder nicht?
    Kann man ihm irgendwas geben um die Zähne möglichst lange zu halten, falls er wieder ganz alleine frisst? Jetzt mümmelt er halt ab und an (ich steh ja nicht 24 Stunden am Gehege, daher weiß ich nicht, wie viel) Heu vom II Schnitt (also das weiche)

    Liebe Grüße
    Leonie
     
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  3. #2 Pennywise, 03.07.2011
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    Hi

    Das ist natürlich ein Härtefall. Ich war mal in einer ähnlichen Situation. Wir haben es so gelöst: das Meeri wurde 3x am Tag zwangsgefüttert. Bei nur dreimal hält sich der Stress für alle Beteiligten in Grenzen.

    Unser Schweinchen hat trotzdem langsam abgenommen. Man hat dann gesehen, dass es irgendwann "aus" war. Dann haben wir sie einschläfern lassen.

    Sprich wir haben das unvermeidbare hinausgezögert.

    Wie alt ist denn eurer Schweinchen und wieviel wiegt es denn noch?

    lg
     
  4. #3 Unregistriert, 03.07.2011
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    Unregistriert Guest

    Hej,

    also der Kleine ist 3 Jahre alt (mich wundert es, dass die Zahnprobleme nicht früher auftraten) und wiegt 730 Gramm, er war aber schon immer ein sehr schlanker Kerl... (was m.M. auch mit den Bedingungen zu tun hat, unter denen er aufgewachsen ist =( )

    Darf ich ihm denn so viele Schmelzflocken geben wie er mag oder gibt es da eine Grenze?


    Liebe Grüße
     
  5. #4 Pennywise, 03.07.2011
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    Hi

    Nach meiner Erfahrung ist drei Jahre gar nicht so untypisch für Zahnsachen.

    Wegen der Schmezflocken: einem gesunden Tier kann man zum päppeln ruhig 3 Teelöffel Flocken pro Tag geben. Damit "bläst man sie auf".

    Ganz Ehrlich: wenn der TA recht hat, hat dein Schweinchen nicht mehr lange und wenn er Haferflocken selber frisst und mag, dann gib ihm soviele er möchte.

    Hast du schon probiert Brei im Schälchen anzubieten? Sein Lieblingstrockenfutter in Wasser eingeweicht und gepampt? Wenn er Gras gewöhnt ist, hast du es schonmal damit probiert? Lieblingsgemüse in Streifen geschnitten?

    Theoretisch können Schweinchen mit Zahnsachen leben, solange sie fressen.
     
  6. #5 Fragaria, 04.07.2011
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    Fragaria Guest

    Hallo,

    das ist ja eine blöde Situation.... Ich kann die Entscheidung verstehen, das nicht endlos rauszuzögern noch dazu, wenn die Behandlung keinen deutlichen Positiv-Schub bringt. Und das Gewicht ist ja auch schon nicht mehr soooo doll. Zufüttern muss aber nicht unbedingt stressig für das Tier sein. Meine Roxy ist einige Zeit zugefüttert worden und hat das praktisch sofort akzeptiert und sich auf ihre Spritzen total gefreut. Wenn die anderen nicht gestört hätten, dann hätte ich sie garnichtmal dafür rausnehmen müssen. Das hatte it "Zwang" garnichts zu tun. Probiers doch einfach aus. Entweder akzeptiert er das zufüttern und es tut ihm gut oder nicht, dann hat sich das erledigt, denn Stress für nix halte ich auch nicht für sinnvoll. Aber ihm die letzte Zeit so gut wie möglich machen schon und Hunger ist sicher nicht schön. Vielleicht probierst du auch mal verschiedene Breie, CC kam hier nicht gut an, aber Rodicare und Herbicare. Da ist halt auch jeder Geschmack anders. Teilweise (mein Urmel macht das,wir habens einfach mal mit den Resten probiert) wird der Babb auch direkt vom Tellerchen geschleckt. Zu viele Haferflocken sind nicht gut, ist ja Getriede. Lieber auch ein paar andere Dickmacher wie Erbsenflocken versuchen und mischen. Wie fütterst du die Möhren? Du könntest sie in feine Stifte schneiden oder raspeln, damit er sie essen kann, genau wie alles andere harte.

    *wink*
    Gabi
     
  7. Mara

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    Hallo,

    wo wohnst Du denn? Vielleicht holst Du Dir noch eine zweite TA-Meinung ein. Bei Zahnschweinchen ist Dr. Schweigart in Holzwickede sehr empfehlenswert. Viele Forumsmitglieder fahren auch weite Strecken bis zu ihm und er hat bei viele Schweinchen mit Zahnproblemen regelrechte Wunder vollbringen können.
     
  8. #7 Unregistriert, 04.07.2011
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    Unregistriert Guest

    Hallo,

    also zugefüttert wird er natürlich!
    ich habe gerade neues Päppelpulver, ne Wackelzahn Trockenfutter Mischung und gemahlenes Heu bestellt (von Kräuter Kate), das müsste die Tage ankommen (das RodiCare wird auf die Dauer einfach zu teuer, der haut ja eine Packung in der Woche weg)
    Das RodiCare hat er- je nach Stimmung- auch freiwillig genommen, ich hoffe, das neue Päppelfutter mag er dann auch.

    Die 700 Gramm sind auch bei ihm gar nicht soooo wenig, der hat nie über 950 Gramm gewogen, meist so um die 800.

    Möhren habe ich ihm geraspelt angeboten (fand er total eklig) und in dünnen Scheiben (auf denen hat er rumgelutscht) - Stifte probier ich nochmal!
    Und Erbsenflocken versuch ich auch zu organisieren!

    Aber ansonsten stimmt ihr meinem Tierarzt schon zu, dass es eher wenig Sinn macht ihn nochmal zu behandeln?
     
  9. #8 Fragaria, 04.07.2011
    Fragaria

    Fragaria Guest

    Wie gesagt, kommt drauf an wieviel Erfahrung der TA grad bei Zahnproblemen hat...... Wenn da wirklich alles ausgereizt ist..... Aber ein Fachmann kann auch nicht schaden. Der TA ansich gibt nämlich selten zu, wenn er Murkes baut oder nicht wirklich Ahnung hat und oft ist es nach seinem Bildungsstand auch wirklich das Optimum, was er macht. Nur andere sind halt auf einem anderen Stand.... also wenn du einen guten Zahn-TA in erreichbarer Nähe hast würd ich das versuchen.

    Stifte von allem ging bei mir immer am besten. Raspel mochten auch die gesunden nicht, andere stehen aber lt. Beiträgen und TA total drauf. Muss man halt probieren.

    *wink*
    Gabi
     
  10. #9 Pennywise, 04.07.2011
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    Eine ZAHNtierarzt aufzusuchen wäre natürlich ideal. Der könnte dann feststellen *wie* verändert der Kiefer ist.

    Bei meinen Schweinchen war ein durch einen Abszess veränderter Kiefer der Moment wo wir auf die Uniklinik gefahren sind und die haben das kleine Schweinchen ins riesige CT geschoben :nut: Die Diagnose war: der Eiter löst den Kiefer auf - da kann man nur mehr bei Hund/Katze oder Mensch was tun, aber bei einem kleinem Nager nicht. Wir haben ihn dann gar nicht mehr aufwachen lassen :wein:

    Worauf ich hinauswill: *wodurch* hat sich der Kiefer verändert? Ist vielleicht ein Zahn schuld, den man ziehen könnte, oder wächst eine Zahnwurzel in die verkehrte Richtung, oder ist es ein Tumor oder Eiter von einem Abszess etc.? Eine genaue Diagnose ist Gold wert (und wenn man mich fragt auch Geld, weil man dann nicht mehr rumdoktort sondern nur mehr gezielt das macht was Sinn macht.)

    Berichte bitte auf jeden Fall weiter.
     
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  12. #10 Unregistriert, 04.07.2011
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    Ich wüsste jetzt keinen besseren Tierarzt (komme aus Bremen) Dr. Schweigart ist zu weit weg... ich habe auch kein Auto...=/
    Ansonsten wurde er ja von zwei Tierärzten behandelt, meinem "alten" und der neuen Vertertung und bisher war ich auch mit allem, was er so an Behandlungen durchführte zufrieden und kann nicht meckern...


    Ansonsten scheint es dem Kerl langsam besser zu gehen, Möhre in Stiften fand er zwar auch furchtbar doof (wurden ignoriert) aber er hat dann heute Nachmittag doch noch zwei Scheibchen gefressen *freu*

    Fenchel wurde auch gemümmelt (nur der Stiel nicht)...

    Das Problem ist, das ich nicht weiß, wieviel Heu er nun frisst... ich hab halt zwei riesen Heuberge für alle drin und seh ihn auch mal ein Hälmchen mümmeln - aber wieviel er jetzt genau frisst kann ich gar nicht sagen! Wäre halt blöd, wenn ich ihn jetzt mit FriFu dichtstopf und kein Platz/Hunger für Heu da ist...
     
  13. #11 Unregistriert, 05.07.2011
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    Unregistriert Guest

    So, insgesamt scheint es von tag zu Tag besser zu werden, heute gabs zum Frühstück 1EL Flocken, dann vorhin zwei Scheiben Möhre und ich habe ihn sogar beim Heu mümmeln erwischt!

    Und er brommselt auch schon seine Mädels wieder an! *freu*

    Wenn er Heu frisst, soll ich ihm dann trotzdem den Päppelbrei anbieten?
    Oder erstmal nur die Wackelzahn-Futtermischung?
    (Die Zusammensetzung unserer Mischung "Wackelzahn":
    Karotten, Rote Beete, Pastinaken, Sellerie, Paprika, Erbsen, Breitlauch, Löwenzahn, Pfefferminze, Spitzwegerich, Brennessel, Salbei, grüner Hafer, grüner Weizen, Mariendiestel, Schafgarbe, Birkenblätter, Himbeerblätter, Haselnussblätter, Brombeerblätter, Dill, Petersilie, Selleriestiele, Sonnenblumenblüten, Kamilleblüten, Gänseblümchen, Rosen, Kornblumen, Ringelblumenblüten, Äpfel, Bananen, Kiwis, Ananas und Weinbeeren, Kräuterpellets, Wiesenpellets, geschnittenes aromatisches Heu )



    Habt ihr denn grobe Erfahrungen, wie lange es jetzt bis zum nächsten Zahnproblem dauert?


    Achso, der Tierarzt meinte, das es eine angeborene Felstellung wäre, die wohl aufgrund der Kopfform (kurz und rund) auftritt, man sah das auch gut auf dem Röntgenbild (bin ich froh, dass ich um dieses Bild gebeten habe!), der Kiefer war viel zu stark gebgen, als hätte man den zusammengestaucht.

    Gibt es denn in Bremen einen Tierarzt, der sich gut mit Schweinchen auskennt?
     
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