welche züchter wären bereit ihre haltung überprüfen zu lassen für projekt?

Diskutiere welche züchter wären bereit ihre haltung überprüfen zu lassen für projekt? im Rassen, Farben und Zucht (Archiv) Forum im Bereich Archiv; hallo, ich hatte dies bereits im meerieschutzforum geschrieben. wir planen mit unseren Pflegestellen ein projekt(für meerschweine und...

  1. #1 jackylyn, 11.01.2007
    jackylyn

    jackylyn Guest

    hallo,
    ich hatte dies bereits im meerieschutzforum geschrieben.
    wir planen mit unseren Pflegestellen ein projekt(für meerschweine und kaninchen)
    wir suchen verantwortungsvolle (hobby)züchter, die folgende Punkte erfüllen oder ihre Haltung dementsprechend ändern würden.

    die Züchter sollen anschließend ein Zertifikat erhalten und in eine Liste aufgenommen werden. Die Liste soll auch dazu genutzt werden negativbeispele darzustellen, wie es nicht sein sollte(ohne namen oder orte zu nennen selbstverständlich und mit sicherheit wird auch niemand, der sich prüfen lässt einen nachteil daraus ziehen.)

    Es kann allerdings zu zwischenkontrollen kommen und da zertifikat kann dann auch jederzeit entzogen werden, sollte grob dagegen verstoßen werden.

    Das soll verantwortungsvolle züchter unterstützen und vermehrerkäufe vermeiden.

    es kann sein, das manchen leuten die Bedingungen etwas hart vorkommen, aber wir haben sie ersteinmal gesetzt, wenn man diese nicht erfüllt heißt das nicht zwangsläufig, das man nicht verantwortungsvoll ist und ich bitte, das in dem Fall auch kein streit von seiten von Züchtern ausbricht, die sich angegriffen fühlen oder soetwas

    dies ist zunächst nur ein Versuch, der den Tieren helfen soll, wenn er ankommt werden wir ihn weiterführen!

    außerdem würden noch leute benötigt, die Kontrollen ausführen würden.

    -höchstens 7 würfe im jahr(da ich von 6 jungen ausgehe, dann sind es ja bereits 42)

    -pro weibchn höchstens 2würfe/jahr

    -nur je nach unterbringungsmöglichkeiten eine höchstanzahl tragender Tiere gleichzeitig und dann erst wieder jungtiere, wenn alle vergeben sind.

    - mindestgröße für 2 tiere 1m² oder mit zusätzlichem auslauf(festmontiert)

    -Tiere sollten schnellstmöglich(innerhalb von 24 stunden9 dem ta vorgestellt werden, wenn das Tier aptisch ist, abmagert oder sonstige starke Krankheitsanzeichen aufweist, ansonsten(bei gelegentlichem niesen/kratzen etc) wenn es innerhalb von 3 Tagen nicht wieder von allein verschwindet sofort am 4, Tag). Es sollte mindestens einmal jährlich eine kotprobe gemacht werden(pro gruppe die in Kontakt ist), damit kokzidien und Würmer ausgeschlossen sind.

    -Tiere nicht in einzelhaltung abgeben.

    Tiere nicht zur Zucht abgeben(außer an Züchter, die auch die genannten kriterien aufweisen).

    Nur an Leute über 18 abgeben

    Der Züchter muss Tiere jederzeit zurücknehmen, sollte der neue Besitzer sie nichtmehr halten können.

    Tiere nicht an Leute abgeben, die einen käfig unter 1,20m länge besitzen.

    Die Züchter sollten bereit sein sich öfters überprüfen zu lassen.

    Der züchter sollte bereit sein die Daten von interessenten bzw anderen züchtern an uns weiterzugeben, mit der auflage, das wir sie nicht an 3. weitergeben selbstverständlich(im Vertrag vermerken sonst datenschutzrechtlich nicht möglich!), damit die bedingungen auf einhaltung überprüft werden können, sonst hat das ganze keinen sinn.

    auch fände ich es wichtig, wenn die Züchter auch so eine Art schutzvertrag machen würden, in dem steht, das die Tiere nicht zum züchten benutzt werden dürfen(außer an Züchter, dafür würde ich aber einen einzelnen vertrag vorschlagen, da es sonst rechtlich falsch ausgelegt werden könnte).


    ich hoffe, das sich jemand meldet.
     
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  3. Maike

    Maike Staubwedelsüchtige

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    ...der Punkt mit den "höchstens 7 Würfe im Jahr (...) 6 Junge = 42 Jungtiere" bezieht sich aber nicht auf Meerschweine, sondern Kaninken, hm? Meine Damen haben Wurfstärken von 2-4, seltener 5 Babys. Meinst Du, ihr findet Züchter, die sich in der Wurfzahl so einschränken?
    Ich bin mir sicher, dass sehr viele Züchter hier im Forum sich an die weiteren "Bedingungen/Regeln" eh halten.
     
  4. Ivonne

    Ivonne Guest

    Also ich bin jederzeit bereit meine Haltungsbedingungen prüfen zu lassen!!!

    Aber: Ich genauso wie wahrscheinlich viele andere Züchter, Hobbyzüchter oder auch Liebhaber kann mit den Bedingungen und der Herangehensweise eurer Idee nicht einverstanden sein.

    Zur Begründung:
    - Weder Züchter oder Privathalter wird sich von irgendjemandem sagen lassen wieviele Würfe er pro Jahr haben darf (übrigens 6 pro Wurf im Durchschnitt, zeigt mir Züchter die so eine Quote haben). Verantwortungsvolle Menschen ziehen und haben nur so viele Tiere wie sie Artgerecht halten können! Unverantwortungsvolle Leute erreicht ihr mit einer solchen Aktion sowieso nicht!
    - Pro Weibchen nicht mehr als zwei Würfe pro Jahr - ich glaub ebenso kaum es bei richtigen Züchtern und fachkundigen Menschen mehr Würfe pro Sau und Jahr gibt. Tierbesitzer die ihre Böcke bei den Damen lassen und sofort nachdecken erreicht ihr ebenfalls nicht!
    - Punkt drei muss man schon jedem selbst überlassen da wiederrum jeder Verantwortungsvolle Mensch einschätzen kann wie viele Tiere er unterbringen, vermitteln oder behalten kann!
    - Ich denke über Artgerechte Unterbringung muß man selbstverständlich kein Wort verlieren - da achtet doch jeder schon zum Wohle seiner Tiere drauf!
    - Genauso selbstverständlich kann jeder Tierbesitzer einschätzen wann seine Tiere einen Arzt benötigen und wird dann selbstverständlich selbigen aufsuchen.
    - Zur Abgabe der Tiere: Jeder vermittelt sicher seine Tiere nach bestem Wissen und Gewissen, aber man kann niemandem in den Kopf schauen und was der neue Besitzer mit den Tieren macht kann ich schließlich nicht alle zwei Wochen prüfen!
    - Jeder Züchter ist sicher gern bereit sich und seine Zucht bzw. Haltung von "kompetenter Stelle" prüfen zu lassen!
    - Und Verträge zu machen was neue Besitzer mit einem gekauften Tier machen dürfen - Sorry aber wer will die Einhaltung solcher Verträge denn prüfen!?

    Schlußendlich finde ich eure Idee und vorallem Bedingungen völlig unpraktikabel und kann nur wiederholen das ich jederzeit bereit bin die Haltung und Verpflegung meiner Tiere von "kompetenter Stelle" prüfen zu lassen! Aber was ihr da vorschlagt ist Unreif und Unüberlegt!
     
  5. #4 Biensche37, 11.01.2007
    Biensche37

    Biensche37 Herr der Schweinchen

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    @Maike sie schrieb ja:
    ZITAT:
    die folgende Punkte erfüllen oder ihre Haltung dementsprechend ändern würden.

    Hier geht es um Züchter die ihre Zucht umstellen und ändern um die Punkte komplett zu erfüllen.


    viel Glück bei dem Unterfangen


    bine
     
  6. #5 kime, 11.01.2007
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 11.01.2007
    kime

    kime Guest

    Grundsätzlich hätte ich kein Problem, mich dahingehend kontrollieren zu lassen.
    Ich erfülle bis auf den Schutzvertrag, der rechtlich sowieso nicht haltbar ist, eigentlich alle Kriterien (wobei ich mich auch wundere: 6 Babys pro Wurf bei Meerschweinchen? Eher selten..).

    Der Punkt mit dem Weitergeben der Daten von Interessenten und Züchtern empfinde ich allerdings als etwas zu weit gegangen. Ich kann mir kaum vorstellen, dass das jeder mitmacht, selbst wenn er nichts zu verbergen hat.

    Ich selber gebe sowieso mehr Schweine an Liebhaber als an Züchter, weil ich da eben auch sehr kritisch bin, aber ich beschränke mich dann nicht auf die Wurfanzahl des Züchters pro Jahr bei der Beurteilung des jeweiligen Züchters. Natürlich sollten es nicht gerade übermässig viele Würfe pro Jahr sein. Aber das allein macht noch lange keinen verantwortungsvollen Züchter aus.

    Die ganzen Massenzüchter bzw. -vermehrer werdet ihr hier eh nicht erreichen.
     
  7. #6 Myself, 11.01.2007
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 11.01.2007
    Myself

    Myself Guest

    Nun ja, und dann werden Deine tollen fehlerlosen Zuchtweibchen alt und grau, nur weil Du 1,5 Jahre lang ein Böckchen vom letzten Wurf noch da hast?
    Nein, ich denke, das zieht nicht.

    Mein Problem damit wäre außerdem, daß ich gerne erst Mal die Eignung der kontrollierenden Person kennen würde und ihre unbedingte Unbestechlichkeit, Fachkenntnis und klare, transparente Maßstäbe.
    Und genau da liegt auch der Knackpunkt: Ihr stellt wahnsinnige Forderungen und bietet keinerlei Gegenleistung als ein Zertifikat, daß man sich an die Backe zu den anderen nageln kann.;)
    Wer kontrolliert und warum? Wer bezahlt den Verwaltungsaufwand und kontrolliert die Kontrolleure? Das läuft auf einen weiteren Verein heraus...

    Und Kontrollen taugen eigentlich nur was, wenn sie ohne Anmeldung erfolgen, sonst werdet Ihr natürlich stets auf sauberste Käfige mit mehr oder minder glücklichen Tieren treffen.

    Diese Wurfabnahme wäre vielleicht eine Möglichkeit, so wie es bei Hundezüchtern wohl teils gemacht wird, aber dort werden dan auch Jungtiere anderen untergeschoben etc., nur damit man seine Tieranzahl nicht überschreitet. Also auch wirkungslos.

    Ich glaube, nach vorne raus glänzt immer alles, jeder Züchter, jede Notstation. Dahinter zu schauen und den schwarzen Schafen auf die Spur kommt Ihr so auch nicht, steht jedenfalls zu befürchten.

    EDIT:
    *hust* Und wer bitte stellt sowas sicher? Das gibt zu viel böses Blut. Da wird sich gerne was zurecht gelogen. Und vor allem: Wenn man keine Konsequenzen zu fürchten hat, was tut Ihr dann, wenn Ihr auf üble Zustände trefft? Sagt Ihr dann "Du Du Du, so geht das aber nicht!" und geht wieder? Denn mehr dürftet Ihr laut obigem Text nicht tun, denn Veterinärsamt und Offfenlegung widersprächen Euren eigenen Regeln.

    Und wie hier schon jemand schrieb: Man kann den Kunden nur bis vor die Stirn schauen...

    Liebe Grüße
    Kirsten
     
  8. #7 Heissnhof, 11.01.2007
    Heissnhof

    Heissnhof Guest

    Hallo,
    Euer Vorhaben geht sicher von guten Vorsätzen aus, aber ich halte manche Vorgaben für regelrecht tierschutzwidrig.
    Besonders die Vorgabe "pro Weibchen nicht mehr als 2 Würfe pro Jahr" machen mich fast ärgerlich. Überhaupt kann man da aus meiner Sicht überhaupt keinen festen Plan machen, manche Weibchen können ein halbes Jahr Zuchtpause gut vertragen, andere sollten recht bald wieder verpaart werden. Es ist doch keinem WEibchen damit geholfen, wenn sie in einem "Tierschutzplan" verpaart wird, aber dabei so verfettet, daß sie eine Toxikose bekommt. Das liest sich zwar toll, aber für die Tiere - und gute Zuchttiere sind die, die sich schnell erholen - ist es oft besser 2-3 Würfe recht bald hintereinander zu bekommen und dann in die wohlverdiente Rente zu gehen. Das ist eben Ermessenssache des Züchters und das lässt sich nun mal in keinen Kontrollplan pressen. Jeder Plan geht hier an der Individualität des Tieres vorbei. Darauf kann sich KEIN verantwortungsvoller Züchter einlassen - wenn er seine Tiere schützen will
    Genauso unpraktikabel ist das Anstetzen der Würfe erst nach Vermitteln der Jungtiere durchzuführen - da sind die Weiber dann leider oft schon verfettet und zuchtuntauglich.
    Genauso lässt sich die Anzahl der Würfe nicht in einem Plan festlegen. Manche Farben und Rassen finden reißend Absatz - andere kaum. Warum wollt ihr das so eng halten?
    Einen Tierarztbesuch erst nach 3-4 Tagen erfolgen zu lassen entspricht auch in keiner Weise der Züchterrealität. Nach dieser Zeit ist der Besuch oft schon überflüssig, weil das Tier längst vestorben ist oder der Zustand schon so dramtatisch, daß nichts mehr zu machen ist.
    Eine Weitergabe der Käuferdaten der Tierabnehmer ist mit Sicherheit Datenschutzwidrig. Eine Kontrolle von Verträgen ist nicht durchführbar, von daher wende ich mich gegen unnötigen Papierkrieg.

    Wenn Ihr was erreichen wollt, dann klärt die Abnehmer auf - Kontrolle kann immer umgangen werden. Und es wird in einem solch sensiblen Bereich unmöglich sien, vernünftige Kontrollparameter aufzustellen, wie dieses Beispiel genau zeigt. Die beste Kontrolle für jeden Züchter ist, wenn die Tiere leicht einen guten Abnehmer finden und langfristig gesund bleiben!
     
  9. Stefan

    Stefan Guest

    Hallo,

    ein wirklich spannender Beitrag.

    Mir fallen hierzu folgende Anmerkungen ein:

    Wer legitimiert euch, das Wissen und die Erfahrung zu haben, dies alles zu beurteilen?

    - wer entscheidet bei diesem Projekt was richtig oder halb richtig oder falsch ist?

    - wer bezahlt die Auslagen der Kontroleure, die Fahrtkosten und Freizeit opfern um durch die Republik zu fahren?

    - kontrolieren immer zwei Leute um Willkür auszuschliessen?

    -gibt es bei zu weitreichenden Auswirkungen ( die Lizenz zu verlieren) eine Schiedsstelle?

    - wer bringt alle Kontroleure auf den gleichen Wissenstand und Beurteilungstand, dass nicht mit verschiedenen Mass gemessen wird?

    - darf ein Züchter ohne Abmeldung noch "Einkaufen" gehen, oder muss man jeder Zeit den Kontroleuren Zugang gewähren (einen Schlüssel der Wohnung den Verein aushändigen?)

    - muss man Kontroleure verköstigen und kostfrei für Wochen übernachten lassen, damit sie alles wirklich beurteilen können ?

    - muss der Züchter alle Daten von Käufern ( auch gegen deren Willen) weitergeben (Datenschutz)?

    - müssen TA Verstösse denunzieren?

    Ehrlich gesagt, wer so etwas unterschreibt, der gibt seine Persönlichkeits- und Menschenrechte zugunsten einer fragwürdigen, gottartigen Allianz des Allwissens auf.

    LG
    Stefan
     
  10. #9 Nora, 11.01.2007
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 11.01.2007
    Nora

    Nora Guest

    Es reicht doch wenn das zuständige Veterinäramt Kontrollen macht. Und ein Züchter dem das Wohl der Tiere am Herzen liegt geht sorgsam mit seinen Tieren um, er fühlt sich verantwortlich. Vermehrer erreicht ihr damit sowieso nicht.
     
  11. Myself

    Myself Guest

    Noch eines fiel mir ein:

    Geht es nur um die Haltungsbedingungen?
    Es hört sich sehr stark danach an, als würde auch die Zucht an und für sich bald kontrollbedürftig befunden werden, also wohin man aus welchem Grund welche Tiere abgibt oder behält.

    Nur mal einen angenommenen Fall 1:
    Ich züchte und habe ein Weibchen, dessen Zuchteignung sich nicht genau abschätzen läßt. Also behalte ich sie als Nachwuchs, stelle dan aber mit 4-5 Monaten fest, daß sie doch nicht für die Zucht in Frage kommt und gebe sie also ab.
    Während dessen hatte ich aber weitere Würfe.

    Nach Eurer Definition habe ich damit gegen die Regel verstoßen - oder Ihr würdet bereits die erste Einschränkung machen und damit dem Betrug Tür und Tor öffnen.
    Denn es kommt dann bestimmt blitzschnell wer auf die Idee, seinen überzähligen NAchwuchs als "unklare Zuchteignung" zu definieren, um weiter zu züchten.
    Aber andererseits kann man das ja nicht verbieten, man kann ja nicht immer bei allen auf den ersten BLick sehen, wie sie sich entwickeln, ich habe öfter von Züchtern gehört, gelesen, daß sie manchmal Tiere haben, wo sie sich hinterher ärgern, diese abgegeben zu haben oder eben wo sie lange gewartet haben und sich dann erst entschlossen haben, eben zu züchten mit dem Tier oder nicht.



    Angenommener Fall 2:
    Ich züchte und habe nur noch einen Wurf "frei", aber 2 Weibchen, die dringend zum Bock müssen. Wie lange, glaubt Ihr, dauert es, bis jemand auf die Idee kommt, seine Tiere "pro forma" weiterzugeben, woraufhin sie natürlich bei dieser Person mit dem Leihbock des Züchters...
    Es wird schnell findige Leute geben, in deren Umgebung es dann halt von Minizuchten wimmelt.;)

    Ich meine das alles nicht bös, aber Ihr müsstet so viele Regeln, Ausnahmen, Anpassungen machen und dazu Euch rechtlich stark absichern.
    Wer würde denn von Euch die Kontrollen machen? Ein Liebhaber?
    Und was ist so schlimm an einem 1m-Käfig, wenn ich 2 oder drei davon ahbe, die ich kombiniere?

    Nein, in diesem Fall ist gut gemeint leider noch lange nicht gut gemacht, und mit Enthusiasmus kommt man da nicht weit, fürchte ich für Dich/Euch.
     
  12. #11 Allgäu Meerlis, 12.01.2007
    Allgäu Meerlis

    Allgäu Meerlis simply an Otter

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    okay *g*

    jetzt weiß ich, warum ihr auf meinen Vorschlag so krass reagiert habt ;)

    Nö aber mal im Ernst:

    Ich bin nicht bereits sowas einzugehen ...

    Meine Mädels haben zwar auch nur maximal 2 Würfe pro Jahr ...

    Aber das funzt einfach nicht ...

    6 pro Wurf? hatte ich noch nie ... meine Anzahl lag zwischen 1 und 5 und bei insgesamt 12 Würfen war nur 2 Mal ein 5er Wurf dabei ... der Rest lag bei 2, 3 oder 4 Tieren und ein einziger 1er Wurf ...

    Die Sache mit den Boxen ...

    Okay, bin da dann wohl nicht so artgerecht in meiner Unterbringung. Denn nen halben Qm kann ich bei meinen derzeitigen Verhältnissen nicht machen und auf einer QM Fläche halte ich sicherlich nicht nur zwei Schweine ...

    Grüße

    Michi

    PS: sowas wird nie funzen ;)
     
  13. #12 Joelina, 12.01.2007
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 12.01.2007
    Joelina

    Joelina Guest

    Huhu...

    Vor allem - grundsätzlich lassen sich eure "Regeln" überhaupt nicht mit dem Begriff Rassezucht verbinden.

    Ein Züchter züchtet doch in der Regel für sich selbst und für die Rasse - also für andere Züchter und nicht für Liebhaber.
    Wenn man nach eurem "Plan" geht darf man immer nur 3 Zuchtweibchen haben und damit kann man doch kein Zuchtziel erreichen - das wäre also grundsätzlich nur pure Vermehrung, wenn auch im kleinen Rahmen aber eben nicht tiergerecht!

    Übrigens - mir ist schleierhaft wie ihr auf so einen Unsinn wie eine durchschnittliche Wurfgrösse von 6 Babys kommt.

    Im letzten Jahr hatte ich z.B. 13 Würfe mit nur 37 Babys, im Jahr 2005 warens 15 Würfe mit 40 Babys (durchschnittliche Wurfstärke also nicht 6 sondern 2,6 bzw 2,9 Babys pro Wurf).

    Ich denke auf euren Aufruf werden sich nur die Einfach-mal-so-Babys-haben-Vermehrer melden - da richtige Züchter nunmal andere Prioritäten setzen.

    Euer Plan ist nicht gut und tiergerecht durchdacht: Was ist, wenn einer der Züchter, da er ja nicht an andere Züchter verkaufen kann, seine Jungtiere nicht vermitteln kann? Bei 7 Würfen pro Jahr braucht man so gut wie nie Fremdblut, wozu auch? Was ist, wenn besagter Züchter dann eine Jungsphase hat und einige Jungs erst nach einem Jahr vermittelt werden? Eigentlich wäre der besagte Züchter dann gezwungen seine komplette Zucht einzustellen, denn nach einem halben Jahr müssen ja alle Zuchtweibchen in Rente, weil die Zuchtpausen zu lang sind. Unter so einem Druck - jedes Abgabetier möglichst schnell vermitteln zu müssen, weil man sonst nicht weiterzüchten darf, wird denke ich jeder sehr viel eher an egal wen vermitteln. Ihr werdet ja nicht jeden neuen Besitzer überprüfen - und dann wird einfach gesagt, besagte Tiere wurden nach xyz Dänemark, keine Ahnung verschickt, aus den Augen aus dem Sinn und in Wahrheit werden die Tiere vor euch versteckt oder an den erstbesten abgegeben, nur um sie möglichst schnell loszuwerden.
    Desweiteren widerstösst es tatsächlich gegen den Datenschutz euch die Daten von Käufern zu nennen, wenn sie sich damit nicht einverstanden erklären und das werden garantiert die allerwenigsten - weil eben kaum Jemand Lust auf Kontrolle etc hat.

    Auch die Zuchtpausen kann man, wie hier schon gesagt wurde, nicht einfach so allgemein festlegen - das kommt ganz stark aufs Tier an.
    Bei mir ist ein Mädchen wegen zu langer Zuchtpause (4 Monate von Absetzen der Babys bis Zusammensetzen mit dem Bock) fast mal gestorben - verblutet. Die Babys waren einfach zu gross für das bereits ansatzweise verknöcherte Becken und es war pures Glück, dass sie überlebt hat.
    Wenn also jedes Tier eine so lange Zuchtpause haben muss, werden sich diese Fälle extrem häufen!

    Kein Züchter geht mit einem einfachen Milbenbefall zum Tierarzt - das wäre ja auch Quatsch.
    Jeder Züchter kennt die gängigsten Krankheiten (oft besser als ein Tierarzt) und hat zuhause einen kleinen Medizinvorrat um so leichte Krankheiten wie Milben - Pilz, Haarlinge etc selbst zu behandeln. Auch ich gehöre dazu, übrigens mit Unterstützung meines Tierarztes, der gibt mir schliesslich die Medikamente. Ich musste ihm nachweisen, dass ich z.B. einen Haarlingsbefall sicher erkenne, dass ich Milben von Pilz sicher unterscheiden kann, nun muss ich mir nur noch dort die Medikamente abholen. Er hat mir sogar beigebracht selbst Spritzen zu setzen - allerdings trau ich mir das selbst nicht zu und statte ihm dann doch lieber einen Besuch ab - ebenso SELBSTVERSTÄNDLICH , wenn es einem meiner Tiere schlecht geht - wie jeder andere Züchter auch (nur viele Liebhaber zieren sich da oft). Wenn man aber wegen jeder Kleinigkeit zum Tierarzt geht steigen die Kosten ins Unermessliche - ebenso wenn man unnötige Vorsorgeuntersuchungen (wie Kokzidien - Würmer etc) machen muss. Oder erklärt ihr euch bereit solch unnötige Kosten zu erstatten?

    Ihr als Nicht-Kenner dürft euch meiner Meinung nach nicht in die Zuchtpraxis einmischen und dafür Regeln aufstellen, weil ihr euch damit einfach nicht auskennt und so vieles gar nicht beurteilen könnt - Theorie ist immer nur eine Seite der Medaille und Meerschweinchen sind nunmal alles Individuen und ein Züchter muss täglich individuelle Entscheidungen für seine Tiere treffen dürfen.

    Wie wäre es, wenn ihr mit dem gleichen Zeit- und Kostenaufwand einfach zu einigen Züchtern fahrt, intensiv das Genetikwissen und Wissen zur artgerechten Haltung/Ernährung/Behandlung/Aufzucht usw vor Ort abfragt, euch die Zuchtanlage anguckt, die Zuchtbücher, die Zahmheit der Tiere, den Pflegezustand usw, vielleicht auch mal Testkäufer spielt und guckt, wie der Züchter mit Kunden umgeht etc... das würde doch völlig reichen und gibt euch auch einen guten Überblick wie verantwortungsbewusst der geprüfte Züchter ist - vorrausgesetzt ihr habt eben ausreichend Ahnung vom Zuchtgeschehen.

    Ich frage mich, was euch dazu befähigt Richter zu spielen und ob ihr überhaupt das nötige Grundwissen besitzt - eben nicht nur theoretisch - um euch überhaupt eine Meinung, geschweige denn ein Urteil zu bilden? So wie ich es auf eurer HP gelesen habe hast du noch nicht mal Meerschweinchen? Wie gut kennt ihr euch denn aus? Eure Homepage ist ziemlich laienhaft und ehrlich gesagt, würde ich euch nichtmal eines meiner Nottiere anvertrauen...

    Obwohl ich nichts zu verbergen habe (und schlimm genug, dass ich mich genötigt fühle, dass hier extra zu betonen) würde ich mich niemals im Leben freiwillig einer solch unnötigen Kontrolle unterziehen, wozu denn auch? Im Sinne der Tiere ist das jedenfalls nicht, das ist meine Meinung.

    Liebe Grüsse
    Joelina
     
  14. #13 Sarakira, 12.01.2007
    Sarakira

    Sarakira Guest

    @Joelina:
    Besser hätt ichs nicht schreiben können :top: :top: :top:

    Grüßle
    Miriam
     
  15. #14 Klostergarten, 12.01.2007
    Klostergarten

    Klostergarten Guest

    Noch ein kleiner Hinweis zum Platzbedarf:

    Der Liebhaber darf seine Tiere in Käfigen mit 1,20 m Länge unterbringen (bei 0,6 m Breite hat ein solcher Käfig eine Fläche von 0,72 qm). Nach euren Platzvorgaben darf darin aber max 1 Tier untergebracht werden (0,5 qm pro Tier!). Andernfalls verlangt ihr verschiedene Konditionen bei Züchter und Liebhaber. Das kanns doch auch nicht sein.
    Eure Vorschläge sind vielleicht gut gemeint, aber schießen viel zu weit über das Ziel (das Wohl der Tier) hinaus und entbehren ganz einfach eigene Erfahrungen mit Meerschweinchen.
     
  16. Ivonne

    Ivonne Guest

    Habt ihr denn eigentlich selber gar nichts auf die Reaktionen über eurer Vorhaben zu sagen? Find ich irgendwie schade, ich meine ihr stellt hier solche Ideen ein und da nicht nur Zuspruch kommt hört man von euch gar nichts mehr. Verliert ihr denn so schnell den Mut für eure Sache (den Tierschutz) zu kämpfen?

    Ihr habt einfach zu wenig Wissen und nur mit gutem Willen ist dies einfach nicht wettzumachen. Wenn ihr Tiere schützen wollt dann schließt euch doch erfahrenen Tierschützern an oder helft einfach Tieren in Not. Mit eurem unbedachten Alleingang erreicht ihr gar nichts und mit den Punkten die ihr fordert, fördert ihr eher noch den schlechten und nicht Artgerechtem Umgang mit den Tieren!

    Wo bleibt eine Stellungsnahme von euch - ich dachte ihr wollt kämpfen für eure Ziele!? Aber wahrscheinlich ist es eben einfacher mit dem Strom zu schwimmen als dagegen an!
     
  17. #16 laxoberal, 12.01.2007
    laxoberal

    laxoberal Guest

    auch wenn ich nicht züchte: eine Antwort auf Stefans Fragen würde mich doch sehr interessieren!
     
  18. #17 Heissnhof, 12.01.2007
    Heissnhof

    Heissnhof Guest

    Hallo Ihr alle,
    was ich an diesem Thread wirklich hochinteressant finde und was wir alle daraus lernen können, ist folgendes:
    Die Züchter, die sich hier geäußert haben, sind sicher diejenigen, die am Wohl der Tiere und einer vernünftigen, artgerechten Haltung interessiert sind. Genau, wie diejenigen, die diese Idee/Initiative ins Leben gerufen haben.

    Wie aber aus allen Antworten hervorgeht, - sind die Vorgaben praktisch nicht umzusetzen, weil sie einem züchterischen Vorgehen komplett widersprechen.
    Das zeigt deutlich, daß Züchter in einem ganz anderen Gefüge von Notwendigkeiten stecken, als Liebhaber oder Betreiber einer Notstationen. Es zeigt auch deutlichst, daß die Vorstellungen von Tierschützern offenbar vom Machbaren und Sinnvollen sprich von der Realität abweichen (Die Vorgaben sind ja nicht einmal von Liebhabern mit wenigen Tieren durchzuhalten und ich glaube auch nicht, daß die Tiere in Euren Notstationen zu zweit 2 120er-Käfige zur Verfüfung haben).
    DAmit reden Züchter und Tierschützer komplett aneinander vorbeir. Die Tierschützer möchten zwar die Züchter kontrollieren, kennen aber nicht die Zwänge, in denen die Züchter stecken.
    Wie soll da eine Kommunikation funktionieren?
    Daß die Kommunikation nicht funtioniert, zeigt sich auch darin, daß von den Initiatoren hier nichts entgegen gesetzt wird.
     
  19. #18 SoulDream, 12.01.2007
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    Hallöchen,

    grundsätzlich darf jeder zu fast jederzeit bei mir meine Haltung und Tiere anschauen.

    Find ich eigentlich nicht schlecht ABER....
    - wer kontrolliert?
    - Wozu Liste, wenn doch keine Namen & Orte genannt werden?
    - was für ein Zertifikat?

    Ihr wollt verantwortungsvolle Züchter unterstützen und Vermehrerkäufe abwehren? Wie denn?

    Ich denke jeder der wirklich was für seine Tiere empfindet, wird auch schauen das es ihnen an nichts mangelt, weder an Platz, noch am Futter, noch Haltung noch der tierärztlichen Betreuung im Krankheitsfall.

    für den gesamten Zuchtbestand 7 Würfe im Jahr? Was wenn man 30 Weibchen hat?

    dann erklärt das bitte den Herstellern von Käfigen, welche Käfige produzieren von 1,20x0,6m...

     
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  21. #19 teddyfan, 12.01.2007
    teddyfan

    teddyfan Guest

    Ganz meiner Meinung,hätte es nicht besser schreiben können. :top: Ich habe eine sehr artgerechte Haltung,die sich nicht jeder ,vom Platz her ,leisten kann,ich habe auch nichts zu Verbergen,aber trotzdem würde ich da auch nicht mitmachen.LG Bärbel
     
  22. #20 teddyfan, 12.01.2007
    teddyfan

    teddyfan Guest

    Ich möchte noch bemerken:Jeder gute Züchter ist auch ein Tierschützer,nur Massenvermehrer haben keine Gefühle für ihre Tiere,denen geht es nur um das Geld.Wie schon oft gesagt,nimmt jeder ,der eine gute ,verantwortungsvolle Zucht hat,Nottiere bei sich auf.LG Bärbel
     
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