Weibchen verhalten sich wie Männchen

Diskutiere Weibchen verhalten sich wie Männchen im Haltung und Verhalten (Archiv) Forum im Bereich Archiv; Hallo! Ich habe einen interessanten Bericht in der neusten Ausgabe von der Zeitschrift "Ein Herz für Tiere" über Meerschweinchen entdeckt. In...

  1. Biene

    Biene Guest

    Hallo!

    Ich habe einen interessanten Bericht in der neusten Ausgabe von der Zeitschrift "Ein Herz für Tiere" über Meerschweinchen entdeckt. In diesem Bericht geht es um die Zwischenbeziehungen von Männchen und Weibchen, dabei wird sich auf die Erfahrungen der Uni Münster gestützt, die jeweils zwei Großgruppen mit 50 Meerschweinchen halten.
    Mich hat besonders ein Artikel über das Verhalten von agressiven Weibchen interessiert:

    "(...) Wie intensiv die Embryonen dem Stress ihrer Mütter im Mutterleib ausgesetzt sind, konnten die Forscher eindrucksvoll am späteren Verhalten der Jungmeerschweinchen nachweisen.
    Junge Weibchen, deren Mütter in einer stabilen Umwelt die Tragzeit verbrachten, entwickelten sich normal weibchengemäß. Waren die Mütter jedoch während ihrer Schwangerschaft gestresst, verhielten sich iher Töchter später fast genauso wie junge Männer, das heißt agressiver, und zeigten sogar männchentypisches Werbeverhalten. Die vermehrte Produktion der Stresshormone bewirkt scheinbar eine Vermännlichung des heranwachsenden weiblichen Embryos."

    Was meint ihr dazu? Habt ihr ähnliche Weibchen, die sich so verhalten? Und wie verstehen sie sich im Umgang mit anderen Männchen?

    Liebe Grüße Daniela
     
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  3. #2 clementine, 02.09.2001
    clementine

    clementine Guest

    hallo Daniela!
    Klingt ja echt interessant. Naja, ich hab eine "Dame" hier, die ist schon fast wie ein Kerl, könnte man sagen. Allerdings wurde mir auch mal gesagt, daß Rosetten im allgemeinen eher zickig sind, natürlich nicht alle! Ich hab sie aus einer Zoohandlung, deshalb kann ichnicht sagen, wie es ihr in ihrer Embryonenzeit so erging. allerdings war sie schon immer so.
    Dann hab ich eine Mama aus schlechter Haltung, damals in der ca. 4. Woche. Tja, die babys sind topfit, allerdings haben sie sich wirklich sehr unterschiedlich in den bisherigen 2 Monaten entwickelt. Von total schüchtern bis echt dreist + nicht einzufangen. Die Mama ist nach wie vor sehr sensibel.
    Ich weiß nicht, ob ich Dir damit weiterhelfen konnte.
    viele Grüße Chris
     
  4. Knopf

    Knopf Guest

    Hallo,
    wie Knöpfchens Embryonenzeit war, weiß ich nicht, ich war mit ihren ca 3-4 Monaten allerdings ihr 4ter platz!
    Den anderen weibchen gegenüber zeigte sie Werbeverhalten und zwar so, daß ich sie auch nochmal vom TA anschauen ließ, ob sie nicht doch ein Männchen ist:-)
    Aggressiv ist sie nicht, nur recht selbstbewußt/dominant.
    Mit Bagira, ein kastriertes Männchen, hat sie allerdings gar keine Probleme, Streit gibts nie.

    Liebe Grüße
    Christine + Knöpfchen + Bagira
     
  5. #4 Alexandra T., 03.09.2001
    Alexandra T.

    Alexandra T. Schweinchen-Guru

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    Hallo

    Ich habe den Artikel auch gelesen.

    Ich frage mich zb. wie die Tiere "unter Stress gestellt" wurden. Mir fehlen da die genaueren Infos. Es ist zu oberflächlich geschrieben.

    Was die Erkenntnis mit den Böcken und deren Hauptweibchen sowie das Verhalten mehrer Böcke in einer grossen Sippe anbelangt: Meine Freundin und ich hatten diese Erkenntnis bereits vor 10 Jahren - allerdings ohne Studie. Nur durch artgerechte Haltung von 21 Tieren in einem Garten. Wir haben für einen Artikel in unsere Zeitschrift die Meerschweinchen etwas genauer beobachtet. Dies ist also für jeden "Laien" zu erkennen. ;)

    Gruss
     
  6. Kaori

    Kaori Guest

    Hallo Alle,
    Ich denke der Artikel ist zu pauschaliesierend. Demnach müsste es in Deutschland sehr viele "agressive" Meerschweinchen geben (mindestens jedes 2). Denn als die Tiere hier eingeführt wurden gabe es das Wort artgerechte Haltung noch nicht einmal. Was die lieben Wissenschaftler wohl übersehen haben ist die Tatsache das die Kleinen das Verhalten ihrer Mütter nachahmen. Und wenn die nunmal etwas zickig sind, benehmen die Kleinen sich auch so. Das ist doch ganz normal, machen Kleinkinder ja genauso...:rolleyes:.
    Die wahren Auswirkungen auf Stress in der Schwangerschaft kann man nur in Langzeitstudien näher analysieren, aber dafür fehlte bestimmt wieder das liebe Geld :eek3:.
    Und wenn sie nicht gestorben sind so werden sie weiterforschen und versuchen ihre Theorien zu beweisen.:D

    Ps: Ich denke skrupellose "Vermehrer" werden wohl seltener die Zeitschrifft Ein Herz für Tiere lesen... leider:heul:
     
  7. #6 Alexandra T., 03.09.2001
    Alexandra T.

    Alexandra T. Schweinchen-Guru

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    Hallo Kaori

    Ich schliesse mich Deiner Meinung an.
    Viele Muttertiere standen unter Stress bevor sie hochträchtig zu mir kamen. Die Jungen waren keineswegs durchs Band hinweg agressiv. Auch die Muttertiere wurden wieder ruhig.
    Der Nachahmeffektiv ist - wie Du schon geschrieben hast - wohl am ehesten massgebend für das Verhalten der Jungtiere.

    Gruss
    Alexandra
     
  8. Biene

    Biene Guest

    Vielen Dank für die Antworten

    Hallo!

    Vielen Dank für die Antworten, ich hatte schon gedacht, dass dieser Beitrag niemanden interessieren würde.
    Wie ich bemerkt habe, ist der Bericht sehr geteilt aufgenommen worden.
    Ich habe ihn überhaupt erst hier reingesetzt, weil ich mich mit dem Thema "dominante Weibchen" im Moment sehr befasse. Leider konnte auch durch diesen Beitrag mir niemand genau weiterhelfen.
    Ganz lieb möchte ich mich bei Knopf und Clementine bedanken, dir nicht nur auf den Text eingegangen sind, sondern auch meine Fragen wegen dominanten Weibchen beantwortet haben. Scheinbar ist meine Surprise ein Sonderfall. Sie ist zwar auch keineswegs agressiv, aber sie nimmt bei mir total die Rolle eines Männchens ein, auch wenn ein richtiges Männchen anwesend ist, deshalb hat mich der Bericht erst überhaupt interessiert.

    Was ich nicht genau verstehen kann ist die negative Haltung von Alexandra und Kaori. Ich finde es toll, wie die Tiere da gehalten werden und ich denke, dass es der artgerechten Haltung schon sehr nahe kommt, wenn man überhaupt sagen kann, dass man domestizierte Tiere artgerecht halten kann, aber dies es ein ganz anderes Thema.
    Nicht jedem ist es möglich, eine große Sippe von Tieren zu halten, deshalb finde ich es gut, wenn man von den Erfahrungen von anderen hört, auch wenn diese Tiere mehr als Forschungsobjekt dienen, aber es wird wohl kaum ein Schwein in Deutschland oder in der Schweiz geben, denen es besser geht als dort in der Uni und das es den Tieren dort so gut geht, obwohl sie "nur" als Forschungsobjekt gesehen werden, ist schon ein kleines Wunder. Ich habe schon ganz andere Erfahrungen während meines Studiums gemacht.
    Ich denke eigentlich, dass die Weibchen so ähnlich unter Stress gesetzt werden wie die Männchen und das wurde in dem Bericht erwähnt.
    Natürlich ist der Bericht oberflächlich geschrieben, da man in zwei Seiten nicht genau auf jede Einzelheit eingehen kann und weil der Bericht auch für Laien geschrieben worden ist. Kaum einer, der sich optimal mit Meerschweinchen auskennt, wird wohl die Herz für Tiere als Ratgeber nehmen. Wenn der Bericht nicht das Niveau dieses Forums ist, dann tut es mir leid. Ich fande es aber wichtig, ihn hier reinzusetzen, weil ich auf das Verhalten meiner Surprise eine Antwort suche.
    @ Kaori: Die Langzeitstudien sind durchgeführt worden, das stand in dem Bericht, seit ungefähr 20 Jahren. Ich habe es nur nicht extra erwähnt.

    Wo ich euch beiden recht gebe, ist dass es durch diese Theorie viele agressive Weibchen geben muss. Ich habe letztes Jahr selber ein Wurf groß gezogen, der in der Schwangerschaft viel Stress hatte. Das Weibchen war aber keineswegs agressiv.

    Gruß Daniela
     
  9. Kaori

    Kaori Guest

    Hallo Daniela,
    Ich wollte damit nicht die Haltung der untersuchten Meeris runterputzen. Ich meinte damit die ersten Meerschweinchen die in Europa gelebt haben. Und zufolge des Artikels sind Meerschweinchen deren Mutter während der Schwangerschaft gestresst ist aggressiv. Wenn diese Tiere also agressiv sind dann bekommen die Weibchen ja ebenfalls aggressiven Nachwuchs usw. usf.. Was ich mit meiner Antwort eigentlich zeigen wollte ist, wenn man etwas unbedingt versucht zu erklären dann kann man sehr schnell einfache Tatsachen und Sachverhalte ins völlig Komplizierte (was auch logisch erscheinen mag) verdrehen. Das es wohl einen Zusammenhang gibt mit Stresshormonüberschuss undAggressivität ist schon klar. Doch der Charakter eines jeden Lebewesen setzt sich durch soviele Faktoren zusammen. Da geht es um Vererbung von Genen (zb.um diejenigendie einwandfreie Hormonenzyme herstellen können),das hat was mit dem erlernen(bzw. schnelle Bildung von festen Nervensystemen im Gehirn) von Reaktionen auf äußere Einflüße zu tun. Und instiktivem Verhalten das ebenfalls vererbt wird. Das sind grob die entscheidenden Faktoren die zur Ausbildung des individuellen Charakters eines Lebewesen führen. Ich will hier auch nicht die Arbeit dieser Wissenschaftler niedermachen. Ich bin sicher da ist schon was wahres dran. Stresshormone (vorwiegend Adrenalin und Testosteron ) müßen kompensiert werden. Sinkt der ständig überhöher Spiegel davon ab,produziert der Körper automatisch wieder nach. Die Folge, ein dauergestresst aggressives Verhalten. Und nun Konkretzu deiner Frage. Hast du mal dem Hormonspiegel deiner Surprise überprüfen lassen? Vielleicht hat deine Süße einen Gendefekt der eine Überproduktin von Testosteron oder Adrenalin bewirkt? Oder sie hat 2 X und 1 Y Chromosom. Das bewirkt das sie beide physischen Anlagen bezitz aber die dominante weibliche voll ausgebildet wurde. Sowas gibt es auch bei Menschen,oft hilft da nur eine Hormonzugabe damit sich der ständige "Hormonkrieg" endlich beruhigt. Oder willst du deiner Surprise Yoga beibringen;). (bitte nicht falsch verstehen). Glaube mir, wenn es daran liegt,sollte schnelltens was gemacht werden, den alle leiden ja an ihrem Zustand und sie am meisten. Nochwas zu der Sache mit den "Versuchsschweinen". Ich bin sicher dort haben sich alle bemüht die Tiere artgerecht zu halten. Aber bei einer Gruppe von 50 Tieren muß man gar nicht "künstlich" für Stress sorgen. Der ist automatisch vorprogrammiert. Wildmeerschweinchen leben auch nur in kleinen Gruppen von 10- max.20 Tieren zusammen. Ok. in freier Wildbahn sind die Tiere schon sehr gestress und Hausmeerschweinchen sind da etwas ruhiger, doch man sollte sich immer an den Gruppengrößen der wildlebenden Arten orientieren. Und die Anzahl der Individuen nicht wesentlich überschreiten. Einzige Ausnahme wäre für mich wenn ich mehrere Hektar Land hätte und jedes Schwein einen Platz von 2 qm² zur verfügung hätte. Ich hoffe ich habe jetzt etwas klarer gemacht warum ich so zynisch auf den Artikel reagiert habe.Denn irgend ein weiser Mann hat einmal gesagt das die einfachste Erklärung der Wahrheit oft am nächsten kommt.:love: :lach: :love:
     
  10. Biene

    Biene Guest

    An Kaori!

    Hallo Koari!

    Ich hatte schon verstanden, was du an diesem Bericht auszusetzen hattest, schließlich soll man ja nicht direkt alles glauben, was einem vorgetischt bekommt.;)
    Ich denke, dass das große Problem dieses Berichtes ist, dass er erstes für die Zeitschrift ein Herz für Tiere geschrieben worden ist. Bei dieser Zeitschrift stehen nun mal leider Katze und Hund im Vordergrund und das Meerschweinchen wird dort leider immer noch als Kindertier angesehen:mad:.
    Zweitens wurde der Bericht nicht von dem Professor, der die Meerschweinchen seit 20 Jahren beobachtet, oder von einem seiner Mitarbeiter befasst, sondern von einem Journalisten der Zeitschrift, das dann zu Verständnisproblemen kommt, ist kein Wunder.
    Ein Thema ist die Gruppenhaltung. In dem Text stand das die Tiere in zwei Großgruppen von 50 Meerschweinchen gehalten. Ich habe dies auch so weitergegeben, ich weiß auch nicht, was ich mir dabei gedacht habe. Jedoch sieht man auf den Bildern und bei einer Filmreportage über die Meerschweinchen der Uni Münster ganz klar nur kleinere Gruppen, die sich ungefähr ein halbes Zimmer teilen. Das war ein Fehler von mir. Tut mir leid.

    Ich will hier auf keinen Fall aber den Anschein erwecken, dass ich voll hinter dem Bericht und dieser Uni stehe. Mir gefällt es nur, wie die Tiere dort leben.
    Was die Theorie über die agressiven Weibchen angeht, denke ich, dass sie einen großen Haken hat. Wie du schon gesagt hast, treten niemals so viele agressive Weibchen auf. Man müßte wohl mal die Uni anschreiben, um genaueres über die Untersuchung dieser Weibchen zu erfahren. Leider kann man dem Bericht auch gar nicht so richtig entnehmen, was der Autor mit agressiv meint, aber der weiß das wahrscheinlich selber nicht so genau. Dieses Problem habe ich bereits oben erwähnt.

    So, jetzt zu meinem Problem. Bis jetzt habe ich noch keinen Hormontest machen lassen. Ich denke auch nicht, dass dies nötig ist. Surprise verhält sich wie in dem Bericht beschrieben, wie ein Männchen: sie ist sehr dominant, geht bei Streitigkeiten dazwischen und wirbt auch ab und zu um Angel und Cherokee, auch in Gegenwart eines richtigen Männchens. Das einzige, was nicht auf sie zu trifft, ist die Agressivität, das ist sie keineswegs. Nur in Gegenwart des besagten Männchens bekommt sie manchmal agressive Anfälle, die halten sich aber auch im Rahmen.

    Mein Problem an der Sache ist, dass ich eigentlich vorhatte, meinen dreien ein Männchen, kastriert natürlich, dazu zusetzen, deshalb meiner erster Beitrag "Kastrat: ja oder nein!. Mit den Antworten war ich aber nicht so zufrieden gewesen, deshalb kam mir dieser Bericht ganz gelegen.

    Liebe Grüße Daniela :-)
     
  11. Kaori

    Kaori Guest

    Hallo Daniela,:)
    Da haben wir wohl sprichwörtlich aneinander vorbeigeschrieben:D . Ich hatte bei dem Gedanken an 50 Tieren halt nicht an insgesamt sondern pro Gruppe gedacht. Also haufenweise Meeris:D. Ich muß auch gestehen das ich noch niemals eine Tierzeitschrift gekauft habe. Und nun gibt es ja das Internet. Tja es spricht ja nicht gerade für Ein Herz für Tiere das sie noch immer glauben Kleintiere sind für Kinder und "Einsteiger". Doch das zeigt leider auch die Haltung der Mehrheit gegenüber Tieren. Sofort kaufen, kurz "benutzen" dann wegstellen, und wenn es Platz wegnimmt fortschmeissen. Das es sich dabei um ein fühlendes Wesen handelt realiesieren viele nicht mehr. Wie sollen da die Kinder Verantwortungsbewußtsein für andere lernen:runzl:.
    So nun zu Surprise. Es tut mir leid ich habe deine Frage davor nicht intensiv verfolgt weil ich ersten noch keinen Kastrat bei mir habe( erst seit März besitze ich 2 Meeris) und ich später den Kastraten meiner Cousine bekomme , von dem meine 2 mächtig begeistert waren als er uns einmal besuchen kam. Ich bin davon ausgegangen das du schon eine Kastraten in der Gruppe sitzen hast und die Zwei sich ganz schön anstressen. Also mal so pauschal gesagt versuchs mit einem jungen Bock den du schnell Kastrierst. der tut sich am Anfang sowieso Unterordnen und lernt dann mit ihr Umzugehen. So würd ich es als "Böckchenlaie" versuchen.
     
  12. #11 Alexandra T., 05.09.2001
    Alexandra T.

    Alexandra T. Schweinchen-Guru

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    Hallo Daniela

    Ich versuch es Dir zu erklären: Ich habe meine Mühe damit, wenn ein Wissenschaftler nach x-Jahren Forschung Erkenntnisse zustande bringt, welche Meerschweinchenbesitzer zu Hause schon lange gemacht haben.

    Seit Jahren wird mir berichtet wie sich grosse Sippen verhalten. Bei vielen Tieren mit mehreren Böcken teilt sich die Sippe in div. kleinere. Sie benutzen dieselbe Futterstelle aber jede "Untersippe" hat ihren eigenen Schlafplatz und eine Struktur innerhalb der Sippe. Diese Erkenntnis haben schon Kinder gemacht. Braucht es dazu wirklich eine Forschung?
    Was die agressiven Jungtiere anbelangt kann ich mich der Meinung von Kaori nur anschliessen. Was ist mit den vielen anderen Faktoren wie z.B. der Nachahmungseffekt? Wenn ein Muttertier agressiv ist werden dies die Kleinen nachahmen.

    Die Haltung dort habe ich nicht kritisiert. An dieser ist nichts auszusetzen.

    Verstehst Du jetzt meine kritische Haltung gegenüber diesem Bericht?
    Ich bin jederzeit bereit mit Dir darüber weiter zu diskutieren.

    Ganz liebe Grüsse
    Alexandra
     
  13. Eva

    Eva Guest

    Verhaltensforschung

    Hallo Daniela, hallo alle anderen!

    Verzeihung, dass ich in Eure Diskussion hereinplatze! Aber ich habe da einen Tip für alle, die sich näher für das Verhalten und vielleicht auch für die Psychologie der MS interessieren.

    Es gibt ein Buch " Stress und Life-History weiblicher Hausmeerschweinchen in instabiler sozialter Umwelt", von P. Beer. (Hoffentlich habe ich jetzt nicht den falschen Autorennamen angegeben)

    Auch dieses Buch beschäftigt sich mit der Forschung innerhalb der Gruppen. Die eine Gruppe bleibt immer gleich, in der anderen werden ständig neue Weibchen integriert und "alte" kommen weg. Innerhalb dieser beiden Gruppen wurden die Verhaltensweisen in der Schwangerschaft, Aufzucht aber auch beim Fressen und Umgangsweise miteinander beobachtet.
    Also ich finde das sehr interessant. Es ist mir schon klar, dass jeder, der eine mehrjährige Erfahrung mit mehreren MS gemacht hat, über solche Dinge wahrscheinlich fast gleichwertig Bescheid weiß. Aber ich werde nie mehr als 3 MS haben und interessiere mich daher für solche Gruppenbeobachtungen. Dabei spielt es auch gar keine Rolle, dass das Buch von Wissenschaftern oder TÄ geschrieben worden ist.

    Also, vielleicht kann jemand mit diesem Buchtipp etwas anfangen.
    Gibt´s bei Amazone.
     
  14. Biene

    Biene Guest

    An Kaori, Alexandra und Eva

    @ Kaori: Ja, das aneinandervorbeischreib en kann leider sehr häufig im Internet passieren. :-)
    Ich habe schon als kleines Kind mir diese Zeitschrift gekauft und seit diesem Jahr habe ich sie im Abo. Leider gibt es nur wenig über Meerschweinchen in der Zeitschrift, aber da ich mich auch für andere Tiere interessiere, finde ich sie im allgemeinen sehr gut, aber sie könnte auch um einiges verbessert werden.
    Ja, das Problem Meerschweinchen sind Kindertiere kenne ich zu genüge. Aber den meisten, denen ich dann erzähle, dass diese Tiere keineswegs für Kinder sind, belächeln mich nur und halten mich wahrscheinlich für ein bißchen bescheuert. :mal: Man kann nur hoffen, dass sich das irgendwann ändern wird.
    Leider gibt es zum Thema Böckchen viele Meinungen. Andere meinen, ich sollte schon ein erfahrenes Böckchen dazunehmen, damit Surprise lernt sich unterzuordnen. Ich weiß im Moment gar nicht, was ich machen soll. Ich tendiere auch zur Zeit kein Böckchen dazu zunehmen und vielleicht einfach später ein viertes Weibchen, damit die Anzahl gerade ist, zu holen, aber wie gesagt, ich weiß es im Moment einfach nicht. Mal schauen. :-)


    @ Alexandra: Um deine schon verhandenen Erkenntnissen zu sammeln, muss man die Möglichkeit haben, ein große Sippe zu halten. Diese Möglichkeit hatte ich bis jetzt nicht. Ich hoffe, dass ich sie irgendwann habe werde. Deshalb finde ich so einen Bericht, auch wenn er jetzt von einem Wissenschaftler stammt, interessant. Du findest ihn unnötig oder vielleicht auch langweilig, weil du schon dieselben Erfahrungen gemacht hast. Dies ist logisch, weil wir beide andere Voraussetzungen haben. :)
    Was das Thema der agressiven Weibchen betrifft, habe ich dieselbe Meinung wie Kaori und du, daher ist eine Diskussion unnötig.
    Ich kann deine kritische Meinung schon nachvollziehen, bitte bedenke aber auch, dass nicht jeder über denselben Erfahrungsschatz verfügt wie du und für diese Leute ist der Bericht schon interessant. :-)

    @ Eva: Vielen Dank für deinen Buchtip. Mal sehen, vielleicht kaufe ich es mir ja.


    Liebe Grüße Daniela
     
  15. #14 Alexandra T., 05.09.2001
    Alexandra T.

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    Hallo Daniela

    Ich bin da nicht ganz derselben Meinung wie Du. Ich finde jede Diskussion interessant. Auch dann wenn alle dieselbe Meinung haben. Auch dann kann man davon profitieren.

    Kann sein, dass ich mehr Erfahrung habe als andere. Du solltest aber auch kritische Meinungen zulassen. Also von denen, welche mit dem Bericht "nicht allzuviel anfangen" können. Wer etwas ins Forum setzt muss die Antworten akzeptieren. ;)

    Liebe Grüsse
    Alexandra
     
  16. Biene

    Biene Guest

    An Alexandra!

    Hallo Alexandra!

    Tut mir leid, aber jetzt verstehe ich dich überhaupt nicht.

    Wieso aktzeptiere ich denn keine andere Meinungen? Ich habe doch geschrieben, dass ich deine Meinung nachvollziehen kann oder nicht?

    Also, ich finde eher, dass du meine Meinung nicht akzeptierst. Oder habe ich dich jetzt etwa mißverstanden.

    Ich weiß jetzt wirklich absolut nicht, wass dein letzter Beitrag soll.
    Ich stehe eigentlich jeder Kritik offen gegenüber.

    Daniela
     
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  18. #16 Alexandra T., 06.09.2001
    Alexandra T.

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    Hallo Daniela

    In Sachen Diskussionen habe ich mich auf diesen Satz gestützt.

    Zitat:
    <Was das Thema der agressiven Weibchen betrifft, habe ich dieselbe Meinung wie Kaori und du, daher ist eine Diskussion unnötig.>

    Deshalb schrieb ich, dass man auch bei gleicher Meinung über ein Thema diskutieren kann.

    Ich akzeptiere Deine Meinung voll und ganz. Ich habe damit überhaupt kein Problem. Bloss hatte ich bei Deinem letzten Schreiben an mich das Gefühl, dass Du meine kritische Meinung nicht so ganz akzeptieren kannst. Du hast zwar geschrieben, dass Du die Meinung nachvollziehen kannst. Aber wie gesagt, dass Du sie auch akzeptierst kam bei mir nicht so richtig an. Vermutlich haben wir schlichtweg aneinander vorbeigeredet, bzw. geschrieben.

    Nichts für ungut. Aber besser man fragt nach als sich im Stillen zu ärgern.

    Verstehen wir uns wieder?;)

    Liebe Grüsse
    Alexandra
     
  19. Biene

    Biene Guest

    Hi Alexandra!

    Natürlich vertragen wir uns wieder. War ja alles kein Problem. Ich hatte mich eben nur über deinen Beitrag etwas gewundert, weil er bei mir etwas komisch ankam.

    Ich diskutiere eigentlich sehr gerne. Ich habe aber ein Problem damit, eine Diskussion zu führen, wo alle gleicher Meinung sind. Der Strang besteht dann eigentlich ihnhaltlich nur aus denselben Beiträgen, aber anders formuliert. Ich finde so etwas bringt mich nicht weiter, wenn dann jeder eigentlich dasselbe sagt. Das erinnert mich dann wieder an meine Schulzeit, dort haben dann auch unzählige Leute dasselbe zu einem Thema gesagt, nur anders formuliert.
    Damit habe ich ganz einfach Probleme. Ich mag so eine Diskussion eben nicht. Aber das muss ja jeder selber mit sich ausmachen. :)

    Liebe Grüße Daniela
     
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