Was kann man besser machen, meine Meerschweine sind oft krank

Diskutiere Was kann man besser machen, meine Meerschweine sind oft krank im Gästeforum Forum im Bereich Meerschweinchen; Hallo, Seit ich mich vor 4 Jahren entschieden habe zwei Abgabeschweine aufzunehmen (inzwischen sind es vier Stück), bin ich im Schnitt alle drei...

  1. #1 Forenneuling, 27.04.2018
    Forenneuling

    Forenneuling Guest

    Hallo,
    Seit ich mich vor 4 Jahren entschieden habe zwei Abgabeschweine aufzunehmen (inzwischen sind es vier Stück), bin ich im Schnitt alle drei Monate beim Tierarzt. Nicht immer gab es wirklich Diagnosen, aber das alle den Gesundheitscheck perfekt bestehen ist sehr selten. Alle vier Tiere leben noch, dennoch ist die Bilanz besorgniserregend. Es gab eine Pilzerkrankung, die immer wieder aufgekommen ist, Grabmilben, Kokzidien, Zwei Lungentumore, ein Schwein mit Asthma, vermutlich wegen einer Allergie gegen Einstreu, ein riesen Grützbeutel, eine Gebärmutterentzündung inklusive Entfernung, Haarlinge, eine angerissene Beinsehne, zwei Zahnops, Verdauungsprobleme mit Aufgasung, und wenn dann mal gerade Ruhe ist, entwickelt eines Lippengrind.

    Jetzt ist es momentan schon wieder mit Aufgasung und Haarausfall (wiedermal gleichzeitig) losgegangen. Wir sind fast Lückenlos in tierärztlicher Behandlung und die Ärztin ist auch auf Nager spezialisiert und m.A. sehr gut. Also ich geh zum Tierarzt und die Schweine werden immer behandelt, wenn etwas ist, daran hapert es nicht. Nur langsam ist mir der Gang schon peinlich, so oft bin ich dort. Auch die Früherkennung sollte funktionieren, da fast jedes Schwein zur regelmäßigen Medigabe mindestens 1x täglich rausgeholt wird.

    Zur Haltung: Platz ist nicht übermäßig, aber ausreichend mit 3,5qm, ruhiges Zimmer ohne Zug, Die Gruppe hat sich eigentlich gut verstanden, leider muss aufgrund der vielen Krankheitsfälle und OPs öfter mal kurzzeitig getrennt werden. Also Ruhe ist da nicht drin, Stress ist vermutlich ein Faktor, allerdings kann ich das kaum vermeiden. Es gibt ein kastriertes Böckchen und drei Damen, eine eben auch kastriert.

    Mit der Fütterung habe ich viel im Internet gelesen - sie haben eigentlich immer alles das drin, was man im Supermarkt bzw. draußen bekommen kann, also Gemüse (von der Futterliste, die immer alle empfehlen) und Grünzeug. Was es auf jeden Fall jeden Tag gibt sind Fenchel, Paprika und Karotte + 5 oder 6 andere Frischfuttersorten (Habe immer Angst, dass es zu wenig Vitamin C ist). Frische & getrocknete Kräuter gibt es auch mindestens 3x die Woche und ab April gewöhne ich sie an Wiesenfutter. Trockenfutter liegt nur ne Handvoll von dem Getreidefreien drin, aber meist rühren sie es nicht an. Ab und an, gibts Gurke mit Vitamin C-Pulver. Heu ist immer zur Verfügung an mehreren Stellen im Gehege.
    Ich miste immer nach 2-3 Tagen 85% aus und streue frisch ein (die ganz trockenen Stellen lass ich drin). 1x im Monat kommt alles raus und das Gehege wird gründlich ausgewischt.


    Meine Frage an euch ist, woran könnte es liegen, dass die vier so oft krank werden?! Oder gibt es bei euch gar ähnliche Probleme?

    Manchmal denke ich an die schlechte einseitige Ernährung meines Meerschweinchens aus Kinderzeit zurück und wundere mich, dass es damals so viel weniger Probleme gab, obwohl man eigentlich alles falsch gemacht hatte, da gabs nur Heu und Trofu und manchmal Gurken-, Kartoffel- oder Karottenschale, falls Mutti dran gedacht hat

    Entschuldigt den langen Text, er ist aus der Verzweiflung heraus entstanden ;)
     
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  3. #2 Meerschweinchenfibsy, 27.04.2018
    Meerschweinchenfibsy

    Meerschweinchenfibsy Der große Bock

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    Vielleicht sind die häufigen Krankheiten nur altersbedingt und stehen in keinem Zusammenhang mit deiner Haltung?
     
  4. Traudl

    Traudl Gurkentaxi seit 89

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    Leider kann ich die einzelnen Krankheiten nicht bestimmten Tieren zuordnen. deshalb einige fragen.

    Ist es besonders ein Tier was zu Verdauungsbeschwerden, Aufgasungen und Haarausfall neigt. dann wurde ich dies Tier auf eine Überfuktion der Schilddrüse testen lassen. Ein Tier mit Schildrüsenüberfunktion ist Krankheitsanfällig und ständig unter Hochspannung, das stresst die ganze Gruppe, die dadurch für Pilz und parasiten anfällig wird-
    Welche Einstreu verwendest du, und wie wird die Allergie des Teres behandelt? Wie Äussert sich die Allergie?
    Wie lange ist die letzte negative Kotprobe nach den Kokziedien her ?
    wie alt sind sie?
    haben deine Tiere mal Zylexis bekommen. das wäre eine gute Art das Immunsysthem zu puschen.?
    Gute Besserung deinen Salatvernichtern
     
  5. nincy

    nincy Schweinchen-Häuptling

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    Ich bin da wohl jemand der in einer ganz ähnlichen Situation ist wie du. Seit Anfang letztes Jahr habe ich ständig kranke Schweine. Auch bei mir sind es immermal wieder andere, immer wieder "neue" Wehwechen. Über Ballenabzesse, Pilz, zwei Gebährmutterentfernungen, Kieferabzess, chronisches Nierenversagen und Lymphdrüsenkrebs ist alles dabei gewesen. Meine Tierärztin kennt meine Schweine schon in und außwendig.
    Leider kann ich dir nicht groß helfen, da ich keine Lösung habe. Was ich an Tierarztkosten alleine dieses Jahr gelassen habe, so viel waren es sonst nichtmal in einem Jahr!
    Mittlerweile habe ich sowohl Kot als auch Urin einschicken lassen und auch auf ungewöhnliche Krankheiten untersuchen lassen, leider oder gottseidank ohne Befund.
    Esist echt zum verzweifeln und man fragt sich was man falsch macht :(
     
  6. #5 Forenneuling, 27.04.2018
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    Forenneuling Guest

    Oh, das freut mich, dass es so schnell Antworten gibt.
    Die Schweine sind alle zwischen 4 und 5 Jahren und eben von Beginn an oft krank. Wenn Verdauungsprobleme auftreten, dann meist bei allen. Nur die eine Dame hatte auch mal unabhängig darunter zu leiden, die TA und ich denken im Nachhinein, dass das im Zusammenhang mit den ständigen Enzuündungen der Gebärmutter war, und die Verdauung schlapp macht, wenn die Bakterien im Körper überhandnehmen. Nicht alle haben allerdings immer die selben Probleme. Eine neigt zu Magengeräuschen, eine zu Riesenkötteln, die nicht matsch sind, aber ewig feucht und schmierig bleiben und der nächste hat komisch geformte Köttel.
    An Schilddrüse hab ich auch schon gedacht, weil das ja ein bisschen fehlt in der Liste, aber auch eine häufige Erkrankung ist. Aber das speziell einer gestresst ist oder Haare verliert, ist nicht der Fall oder ich kann es nicht richtig einschätzen. Ich werde wohl einfach alle testen lassen müssen. Bis jetzt ging der Haarausfall immer mit Pilz oder Parasiten einher und da hat es fast alle erwischt. Bei den Rosettenschweinchen bemerkt man es nur meist eher.
     
  7. #6 Forenneuling, 27.04.2018
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    Forenneuling Guest

    Achso, die letzte negative Kotprobe war im Ende 2017 oder Anfang 2018. Zylexis habe ich noch nicht gehört, aber gleich gegoogelt :) Da kann ich meine TA mal drauf ansprechen. Die Allergie zu behandeln wäre schwierig, meinte die TA, habe aber vergessen warum, nur dass es einleuchtend war :) Seit wir nur noch Strohstreu benutzen hält es sich auch in Grenzen, nur er schnuffelt eben häufiger geräuschvoll. Da war das Problem bei den meisten anderen Streusorten schlimmer er hatte immer vertränte Augen und ständig genießt.
     
  8. #7 Traudl, 28.04.2018
    Zuletzt bearbeitet: 28.04.2018
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    da ich Selbst Allergiker und Asthmatiker,bin, bin ich über die Antwort deines TA mega verärgert.( Auch wenn diese Antwort sehr häufig gegeben wird). Man kann z. B auf Fleecehaltung wechseln. Auch Leineneinstreu von guter Qualität ist eine Gute Alternative. Du scheinst zum Glück eine Streu gefunden zu haben, mit der es dem Tier besser geht.
    Man kann heißluftgetrocknetes Heu geben, das ist sehr staubarm. Häufige Allergieauslöser sind z. B. Sellerie und Schimmelsporen. Wenn Heu oder Streu leicht nach pilz riecht, ist es mit Schimmelsporen belastet.Man kann mit dem Tier inhalieren, braucht aber ein elektrisches Inhaliergerät dazu, falls man mit Cortison hinhalieren will. Auch die Regelmässige Injekion von Zylexis, so alle 6 Monate hat in einem Fall meinem Tier sehr geholfen.
    Deine Tiere sind in einem Alter, in dem manche Krankheiten, wie Zahnprobleme häufiger werden, doch scheint mir das Alter keine ausreichende Erklärung zu sein.
    Wenn ein Mädchen Ovarialzysten hat, wird das Haar an den Flanken lichter und sie wird mega zickig. das würde auch die ganze Gruppe stressen.Ist ein Tier Verhaltensauffälllig?
     
  9. #8 Wechselrichter, 30.04.2018
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    Wechselrichter Schweinchen-Junior

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    Mir fällt nur Folgendes auf:

    1. Fenchel würde ich nicht täglich füttern. Er hilft gut bei leichten Verdauungsbeschwerden. Ich würde ihn dafür aufheben.

    2. Paprika würde ich vielleicht auch nicht unbedingt täglich füttern. Sie soll ja sehr mit Pestiziden belastet sein.

    3. Du hast offenbar 1 oder 2 Tiere mit Zahnproblemen? Sowas führt dann in der Folge gerne mal zu Verdauungsproblemen.

    4. Ich finde du machst zu viel sauber. Ich habe selber 4 Schweinchen. Ich muss aber nicht alle 2-3 Tage fast komplett sauber machen. Ich denke zu viel Hygiene ist auch nicht gut.

    5. 3x die Woche würde ich auch keine Kräuter füttern. Ich sehe Kräuter eher als pflanzliches Mittel bei leichten Krankheiten. Daher gibt es sowas bei mir nicht als Hauptfutter. Außer Unkraut.

    6. Könnte es sein, dass du dir Ungeziefer/Parasiten durchs Heu einschleppst? Vielleicht wäre ein Anbieterwechsel angebracht.

    7. Woher kommen die Tiere?
     
  10. #9 forenneuling, 03.05.2018
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    forenneuling Guest

    Fleecehaltung und Leinstreu hatte ich probiert, Fleece wurde mir auf dauer einfach zu feucht und die Heureste konnte ich irgendwann nicht auswaschen. Mit Leinstreu habe ich immer das Problem, dass es zu spitz ist. Ein Meerschweinchen hatte sich ein Stück in die Haut gespiest und einen Abszess bekommen, weswegen ich dann bei Strohstreu gelandet bin, das ist ähnlich allergen wie Heu und kann ja sowieso nicht weggelassen werden. Es geht ihm damit auch deutlich besser. Ich war diese Woche wieder bei der Tierärztin und sie hat auch ungefragt mit Zylexisgabe angefangen.
    Zur Verhaltensauffälligkeit muss ich sagen, dass es immer dann Probleme gibt, wenn ich einen von der Gruppe trennen muss, was leider momentan oft der Fall ist. Ist das Böckchen raus, beginnt das kastrierte Weibchen aufzureiten und die anderen zu jagen, ist sie nicht drin übernimmt eine andere die Aufgabe. Zudem neigt das Böckchen dazu alle zwei Wochen circa, alle Mädels extrem zu jagen und mehrfach aufzureiten. Ich musste bereits deswegen zum Tierarzt, da ein Weibchen dabei so geschrien hat und vaginale blaue Flecken und Risse erlitten hat. Jetzt sitzt das Männchen in der Zeit eben immer zwei Tage getrennt von den anderen. Nur so habe ich es in den Griff bekommen. Stress ist das leider trotzdem.
     
  11. #10 forenneuling, 03.05.2018
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    Dass ich generell zu viel Verschiedenes gebe kam mir auch schon in den Sinn, sie picken am Ende oft nur noch ungesundes wie Salat heraus und der Rest bleibt liegen. Danke für die Anmerkung. Mit dem Einschränken werde ich auf jeden Fall beginnen, wenn das Böckchen wieder selbstständig normal frisst (seine Zahnop und Speicheldrüsenentzündung ist noch nicht ganz überstanden) Den Heuanbieter habe ich schon mehrmals gewechselt. Habe diese Woche eine Kotprobe abgegeben und auf Milben testen lassen, alles negativ, zum Glück. Morgen wird nochmal auf Pilz untersucht und Zylexis nachgespritzt. Wenn alles negativ ist, geht es weiter mit Ursachenforschung in Sachen Schilddrüse und vielleicht Blasensteine.

    Zur Sauberkeit, weiß ich nicht recht wie ich stehe, ich habe früher seltener sauber gemacht und habe mir dann Vorwürfe gemacht, dass der Pilz immer daher kam. Die Einstreu ist auch nicht sooo saugfähig und es wird schon schnell feucht. Ein Schwein bekommt ja auch täglich Diuren aufgrund des Wassers in der Lunge, sie pinkelt vermutlich auch mehr als andere Schweine. Ich kann ja ein paar mehr Kötteln drin lassen und etwas von dem feuchten Streu mit dem frischen vermischen?!

    Also ganz klar ist die Herkunft nicht. Mein Böckchen und die erste Dame sind von einer entfernten Bekannten, sie kann Tiere eigentlich nicht leiden, aber wollte was zum Spielen für die Kinder (ganz schlimme Sache, aber anderes Thema). So wie ich das verstanden habe hat sie sie von einem Züchter auf einem Markt gekauft, sie dachte es seien zwei Weibchen und dann kam promt Nachwuchs. Zwei Böckchen waren das und da ihr Kastration und so zu teuer oder umständlich war, wollte sie dann doch die Babies behalten und die Eltern loswerden. Also habe ich die Tiere übernommen und das Böckchen fachgerecht kastrieren lassen und auch lang genug gewartet... Damit es eine Gruppe wird habe ich noch ein Weibchen von einer Notstation aufgenommen. Die Bekannte meinte, sie habe die Tiere sofort getrennt, nachdem sie die Babies gesehen hatte, naja wohl nicht schnell genug. Also hatte ich hier auch noch Nachwuchs und musste selbst zwei Babies abgeben, weil der Platz einfach nicht gereicht hätte. Die Tiere sind aber in gute Hände gekommen. Also hatte ich dann 5 Schweine. Eines ist nach der Op des Abszesses leider gestorben und jetzt sind es noch vier. Also 1 Notstation, 2 Züchter?, 1 „eigener Nachwuchs“
     
  12. #11 forenneuling, 03.05.2018
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    forenneuling Guest

    Ich habe eine Vermutung, warum die neuerlichen Probleme aufgetreten sein könnten, bin mir aber nicht ganz sicher. Vor circa einem Monat, war ich 9 Tage im Urlaub und hatte eine andere Urlaubsbetreuung als sonst. Ein ganz lieber Kollege, der sich bereiterklärt hatte 2x am Tag zu kommen und die Medikamente zu geben, zu füttern und sauber zu machen (das ist ein riesen Aufwand). Ich vermute er hat alles gemacht, war nur zu verpeilt (selbst in der Woche schwer krank geworden) Heu rein zu tun. Damit könnte es angefangen haben, Zähne nicht richtig abgenutzt, Brückenbildung, Stress.... Außerdem ist so vielleicht auch der Bänderriss entstanden (kann nur vermuten, leeres Heuhaus, Beinchen eingeklemmt) also noch mehr Stress, da musste ich ja das eine Schwein mit dem Bänderriss schon trennen, damit es nicht so viel läuft. Allerdings ist es auch schon eine Weile her und direkt erklärt es die Aufgasung des einen Schweinchens nicht (sie bekommt regelmäßig Prednisolon, wegen eines Lymphoms, frisst aber gut). Es könnte allerdings an dem Päppelbrei liegen, den ich im Gehege für das Böckchen anbiete, den schlabbert sie immer weg und Getreide sind sie ja nicht gewöhnt
     
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  13. Enkidu

    Enkidu Schweinchen-Häuptling

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    Ich würde Tiere niemals trennen wegen Krankheit, es sei denn, eines würde von den anderen gemobbt werden. Ich denke, das bringt großen Stress in die Gruppe.
    Trennen ist gar nicht nötig, selbst wenn es etwas Ansteckendes ist wie Milben oder Pilz, in der Regel sind diese Parasiten/Erreger sowieso überall und alles sind bereits damit in Kontakt gekommen. Die robusten Tiere stecken sich nicht an, die Anfälligen haben sich zu dem Zeitpunkt, wo man einen Befall feststellt, schon angesteckt.
     
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  14. #13 forenneuling, 04.05.2018
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    Wegen Ansteckungsgefahr werden sie auch nicht getrennt. Ich mache es nur in Absprache mit der Ärztin. Eben beim Bänderriss, wo es zwingend notwendig war, dass sich das Tier so wenig wie möglich bewegt, nach den Ops, wenn die Tiere noch zu schwach sind und vom Futtern abgehalten werden und halt leider, wenn das Böckchen seine 2 Tage hat. Da zwei der Mädels durch Lymphome eine so eingeschränkte Lungenfunktion haben, ist es weniger Stress wenn er kurz getrennt wird, denke ich. Wenn da jemand eine bessere Idee hat, wie ich ihn davon abhalten kann, wäre ich sehr dankbar. Sie werden auch nur mit einem Gitter getrennt und liegen dann trotzdem noch oft nebeneinander, nach den zwei Tagen muss ich auch nicht neu vergesellschaften, die verstehen sich dann immer noch.
    Ich bin mir wie gesagt bewusst, dass es immer Stress für die Gruppe bedeutet und versuche schon alle beisammen zu halten.
     
  15. Enkidu

    Enkidu Schweinchen-Häuptling

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    Eigentlich sind es ja eher die Weibchen, die ihre zwei Tage haben (und den Bock dadurch animieren)....
    und dann denke ich, dass es mehr Stress ist, wenn sie davon abgehalten werden, als wenn er kurz drauf darf. Wenn die Mädels nicht fit sind, werden sie nicht weglaufen, sondern ihn lassen, denke ich mal. Dann ist das in wenigen Sekunden erledigt.
    Oder sehe ich das falsch?

    Ich habe in 20 Jahren Meeri-Haltung nur 1x eine bestehende Gruppe getrennt. Damals hatte ich ein Schweinchen, das als Baby extrem von anderen Schweinchen gemobbt und zerbissen wurde (Animal Hoarding) und dadurch zeitlebens ein bisschen Angst vor anderen Schweinchen hatte. Als sie dann eines Tages von einer OP nach Hause kam, war diese Angst voll reaktiviert, und als das erste Schweinchen nur neugierig auf sie zugelaufen ist, ist sie sofort in Panik mit der frischen OP-Naht auf die zweite Ebene gehechtet. Da dachte ich, okay, das geht so nicht, und habe sie für kurze Zeit extra gesetzt, bis sie den OP-Stress verarbeitet hatte und sich wieder fitter fühlte. Dann hat es auch wieder mit den anderen geklappt.
     
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  16. #15 forenneulingq, 06.05.2018
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    forenneulingq Guest

    Also schnell erledigt ist da nichts. Mindestens einen Tag und eine Nacht lang werden die Mädels gejagt, Mehrfach bestiegen, bis richtige Schmerzenslaute ausgestoßen werden. Dann gibt es kaum Ruhepausen, sie liegen nicht wie sonst gemütlich rum, sondern sind immer außer Atem und wachsam. Es ist deutlich vom normalen Begatten unterscheidbar. Die ganze Sache hat auch erst vor ca. einem Jahr angefangen und ist eben nicht normal. Das kann ich mit Sicherheit sagen, da ich den Vergleich zum normalen Sexualverhalten habe. Wie gesagt, er ist so brutal, dass Hämatome, Schwellungen und Risse entstehen, wegen denen ich jedes Mal zum Tierarzt müsste. Ich habe schon andere Forumsbeiträge zum Thema gelesen und die Sache wird immer sehr belächelt, weswegen ich es eigentlich auch nicht ansprechen wollte. Man kann es nur glauben, wenn man es selbst sieht denke ich. Die Tierärztin war auch schockiert. Sie vermutete ursprünglich, dass die Hormone, der kranken Gebärmutter zu stark riechen und ihn daher zu sehr animieren. Nach der Entfernung hat sich aber nicht viel geändert. Allerdings ist bei den Untersuchungen vorm Wochenende eine andere Dame mit ähnlichen Problemen aufgefallen. Sie wird nun übermorgen auch kastriert. Hoffentlich bessert es sich danach. Ihn einfach machen lassen, halte ich momentan für keine Option. Ich hoffe ihr glaubt mir, dass das einfach zu krass ist und ich nicht nur übertreibe.
     
  17. Traudl

    Traudl Gurkentaxi seit 89

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    Es gibt Buben, die auch wenn sie kastiert sind, sexuell sehr aktiv sind. sie phasenweise vo den Mädchen zu tennen verschärft das Problem nur. das einzige, was hilft, ist viel Platz und mehr Mädchen. Dann verteilt sich sein interesse auf mehr Köpfe, so das das einzelne Tier auch Ruhephasen hat. Wassilj brauchte mindestens 6 Damen, damit sein Verhalten ok war.
     
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  18. #17 Forenneuling, 06.05.2018
    Forenneuling

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    Oh je, also ist das kein Einzelfall... Am Platz kann ich demnächst noch was drehen, das ist einen Versuch wert und der Eigenbau ist vergrößerbar. Allerdings werde ich warten bis die letzte OP ausgestanden ist und Ruhe eingekehrt ist. Auch ein guter Tipp.

    Davor mir mehr Schweine zuzulegen habe ich allerdings zu viel Angst, bei den ganzen Problemen, die sie bei mir haben, scheine ich ja nicht die beste Haltung bieten zu können. Demnächst werde ich meine Arbeitsstelle wechseln und dann auch zeitlich nicht mehr so flexibel sein. Am liebsten wäre es mir der Gruppe jetzt ein schönes gesundes Leben zu verschaffen.
     
  19. #18 Manu911, 07.05.2018
    Manu911

    Manu911 Herr der Schweinchen

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    Ich für meinen Teil habe die Erfahrung gemacht, je größer die Gruppe desto ruhiger geht es so. Sicherlich muss das nicht für jede Gruppe gelten aber es relativiert sich doch viel.

    Als Kind durfte ich nie mehr als 1 Meerschwein halten, dann konnte ich mich endlich durchsetzen und es waren 2 aber 2 Böcke in einem kleinen Käfig war auch nicht möglich weil es natürlich Zoff gab, also lebten sie getrennt. Alles sehr kontraproduktiv aber unter der Fuchtel der Eltern und zur damaligen Zeit, nunja.

    Als ich auf eigenen Beinen stand habe ich mir 2 Weibchen zugelegt in einem großen Käfig und bin jetzt bei 10 Meerschweinchen in einem großen Eigenbau. Und die Entwicklung hat mir einfach gezeigt, wie es ruhiger wurde.

    Die 2 Mädls am Anfang haben sich oft auch mal gezofft, konnten sich auch nicht wirklich ausweichen und wenn man sich nicht grün ist und muss trotzdem zusammen abhängen ist das immer schwierig.

    Mädl Nr. 3 zog ein, die verbündete sich mit Mädl Nr. 1 und Mädl Nr. 2 blieb auf der Strecke und wurde gemobbt.

    Mädl Nr. 4 zog ein, die schloss sich auch eher der Damengruppe an, mobbte jedoch nicht gegen Mädl Nr. 2.

    Mein erster Kastrat zog als Nr. 5 ein und es kehrte etwas Harmonie ein.

    Ich verliebte mich in weitere Mädls (Nr. 6 und 7) und mittlerweile hatte immer jemand einen mit dem er abhängen konnte oder der auch zum Spielen aufgelegt war oder der lieber seine Ruhe hatte. Mädl Nr. 2 war mittlerweile auch eingebunden, denn es fand sich immer jemand der gleich drauf war.

    Es folgten erst nur 1 weiteres Mädl Nr. 8 und in einem Urlaub konnte mein Mann auch nicht nein sagen und hat 2 Babymädls aus der Kinderzimmerzucht der Tochter eines Bekannten gerettet. Gleichzeitig aber auch dafür gesorgt, dass der Vater den Kopf gewaschen bekam, der Bock kastriert wurde und die Tiere einen großen Bau und mehr Partner bekamen.

    Nun hatte ich 10 Schweinchen. Die Babys brachten erst natürlich viel Unruhe rein, auf der anderen Seite wollte sich jeder um die Babys kümmern und das schweißte auch zusammen.

    Der Kastrat der anfangs eben auch jede Gelegenheit zum Aufspringen genutzt hat, wusste nun nicht mehr ob er überhaupt noch will. Bei 9 Mädls die jeweils alle 2 Wochen brünstig werden hatte er doch ordentlich was zu tun, es war faktisch eigentlich immer wer dran und er bestieg meist nur noch 1 Mal pro Mädl, wenn überhaupt.

    Zwischendurch hatte ich dann auch die Konstellation von 10 Mädls und 2 Kastraten, durch Todesfälle über die Jahre hinweg habe ich jetzt aber wieder 9 Mädls und 1 Kastrat.


    Klar muss ich auch mal zum Tierarzt, allerdings doch vergleichsweise selten. Pilz gab es hier vor 4 Jahren das letzte Mal, Grabmilben vielleicht vor 6 Jahren (und das waren die ersten und einzigen Grabmilben bisher). Verletzungen durch Beißereien o.Ä. gab es vor über 10 Jahren ein einziges Mal, nämlich als der damalige Kastrat einzog, seither nie wieder. Dann hatte ich mal ein Schwein mit Zahnproblemen, zuletzt meinen Hägi mit Leukose aber es sind bei mir meist eben nur noch solche Sachen oder mal ne Blasenentzündung wenn das Balkongehege offen ist und man ja uuuunbedingt nicht wie von mir gelockt nach innen kommt sondern draußen schlafen will und das nicht in einer der Kuschelhöhlen sondern auf blankem Stein macht. Oder eben mal ein Heuhalm im Auge aber das sind die normalen Dinge und selbst von denen hab ich nur 1-2 im Jahr.


    Will sagen - es kann sich durch mehr Mädls durchaus relativieren mit deinem Bock bis hin zu kompletter sexueller Unlust weil zu viele Damen was von ihm wollen. Vielleicht bekommt er aber auch eine dominante Dame vor den Latz, die ihm dann auch mal zeigt wo der Hammer hängt und dass man so brutal nicht mit Mädls umgeht.
     
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  21. #19 Meelimama, 27.04.2019
    Meelimama

    Meelimama Schweinchen-Guru

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    leider gibt es solche fälle. habe hier auch so etwas durch. die tä hier konnten allein durch meine monster schon eine schöne fette reise machen. das immunsystem bei solchen tieren ist leider sehr niedrig und da kann man nichts machen, als das, was man als schweineliebhaber eh für seine süßen tut.
     
  22. Quano

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    Gelöscht. Sehe grad, ist ja von letztem Jahr........
     
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