Was beachten bei Aufnahme eines Notschweins?

Diskutiere Was beachten bei Aufnahme eines Notschweins? im Krankheit/Kastrationsfragen Forum im Bereich Meerschweinchen; Hey, passt vielleicht nicht richtig zum Thema Kankheiten!? Ich nehme vermutlich demnächst ein Notschweinchen aus Einzelhaltung aus,...

  1. Milchi

    Milchi Guest

    Hey,

    passt vielleicht nicht richtig zum Thema Kankheiten!?

    Ich nehme vermutlich demnächst ein Notschweinchen aus Einzelhaltung aus, vermutlich vernachlässigt und in schlechtem Futterzustand.

    Die Frage ist: was muss ich beachten im Bezug auf meine bereits vorhandenen Meerschweinchen?

    Das Notschweinchen kommt mit seinem Käfig neben das Gehege. Der eigentliche Plan ist, es nur solange zu behalten, bis es woanders unterkommen kann. Also kein direkter Kontakt zu meinen Schweinchen.

    • Was kann so ein fremdes Einzelhaltungs-Schwein für Sachen einschleppen?
    • Wie kann ich verhindern, dass meine Tiere was davon abbekommen? Was muss man unbedingt beachten?
    Danke euch!
    LG
     
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  3. #2 monsterbacke, 17.12.2011
    monsterbacke

    monsterbacke Katastrophenmagnet

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    Das willste dem Schweinchen doch nicht ernsthaft antun?
    Bis zur Vermittlung kann es Wochen dauern ( ich weis, von was ich rede)

    Geh zum TA.
    Lass Komplettcheck machen
    - Parasiten
    - Kotprobe
    - Abhorchen auf Infektionen der Atemwege

    Und dann setz es in deine Gruppe, wenn sein Mädel ist.
    Fürn Bub evtl. Kameraden?

    Wenns kein Notschwein wäre, würdest du doch auch nicht so ein Primborium machen, oder?
     
  4. Milchi

    Milchi Guest

    äh, was genau meinst Du??

    ich würde bei jedem Schwein Primborium machen, das zu mir in die Wohnung kommt und von dem ich von der vohergehenden Haltung und Gesundheutsfürsorge einen schlechten Eindruck hätte.

    Ich habe dieses Jahr über 800€, Zeit und Nerven wegen kranken oder mittlerweile gestorbenen Meerschweinchen gelassen und habe keinerlei Lust, wegen einem neuen Tier schon wieder irgendeine großangelegte Tierarztaktion zu starten, nur weil ich im Vorfeld eine einfache Vorsichtsmaßnahme nicht getroffen habe.
     
  5. #4 monsterbacke, 17.12.2011
    monsterbacke

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    Ja, ich verseh dich ja.
    Ich meinte, ob du dem Notschwein ein wochenlanges alleinesitzen antun willst?

    Das du abchckst, ist ok.
    Die Kosten kenn ich, über 800 wär ich froh.
    Ich hab dieses Jahr knapp 3000.

    Lass alle Eventualitäten checken und dann ab unter Artgnossen, genau as ist es, was es braucht.
     
  6. Milchi

    Milchi Guest

    3000€ sind auch nicht schlecht. Aber ich hab nur 3 Schweinchen, da sind 800€ kein Pappenstiel. (wenn's nicht mehr ist, ich hab aufgehört nachzurechnen).

    Klar ist Gesellschaft wichtig.
    Wenn es bei mir wenigstens schon mal ausreichend und das Richtige zu Fressen bekommt (was bisher nicht der Fall ist), ist das schon mal eine große Verbesserung. Dass es Artgenossen hören und riechen kann, ist vermutlich auch ein Fortschritt.

    Ich bin froh, wenn mein kleiner Haufen endlich mal wieder harmonisch und ruhig ist (mein Zystenweichen hat monatelang alle, inklusive sich selbst, gestresst mit Verfolgen und Aufreiten.Sie hat unter anderem deswegen 100g abgenommen.) und bin derzeit deshalb nicht scharf auf eine Vergesellschaftung.
     
  7. #6 monsterbacke, 17.12.2011
    monsterbacke

    monsterbacke Katastrophenmagnet

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    Aber warum willstes denn dann aufnehmen?

    Ich hab auch Notschweinchen hier.
    Aber die sind alle in Gruppen oder minimum zu zweit.
     
  8. OhLaLa

    OhLaLa Schweinchen-Guru

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    Was ich tun würde: ein eigenes Schweini dazu und den Käfig weg vom Rudelgehege stellen, evtl. sogar in einen anderen Raum. Und dann die Quarantänefrist abwarten und gut beobachten. Abstriche und Kotproben, falls du es für nötig hälst, während der Quarantänezeit.

    Ich bin halt strikte gegen Einzelhaltung, dann behandel ich zur Not eben zwei Schweinchen anstelle von einem. Ich könnte ein Schweinchen nicht wochenlang alleine sitzen lassen, das würde einfach gegen meine Überzeugung sprechen. Habe ich kein eigenes "passendes" Schweinchen da, kann ich zur Not bei einer befreundeten Züchterin eines leihen. Ein Vermittlungsbock aus 4-jähriger Einzelhaft bekam so noch am Tag der Übernahme Gesellschaft und blühte richtig auf. Bis zur Vermittlung hatte er alle eingerosteten Verhaltensweisen wieder perfektioniert und hütet nun ein Weibchenrudel. Er hatte eine solche Freude, endlich Gesellschaft zu bekommen, dass mich das in meiner Einstellung nur bestärkt hat, nie ein Schweinchen auch nur einen Tag in Einzelhaft zu halten. Und auch ich hab mir schon Chlamydien durch ein neues Tier eingeschleppt, weiss also wie nervenaufreibend und kostspielig sowas sein kann. Aber der Unterschied von einem zu zwei zu behandelnden Tieres ist nun wirklich nicht der Rede wert. Bei mir steckte sich damals ein Rudel von 14 Tieren an, das war dann eine ganz andere Grössenordnung und war mir mehr als eine Lehre (nie ein Schweinchen direkt ins Rudel, auch wenns von einem erfahrenen Züchter stammt). Quarantäne ist wichtig, aber Einzelhaltung dennoch für mich einfach nicht vertretbar.

    Was ein fremdes Schweinchen wohl am wahrscheinlichsten einschleppen kann:
    - Parasiten
    - Hautpilz
    - Chlamydien
    - Kokzidien

    Wie man eine Ansteckung des eigenen Rudel verhindert:
    - Kein Körperkontakt der Schweinchen untereinander
    - Sicherheitshalber sollten die Gehege nicht zu nah beieinanderstehen, da Chlamydien so wie mir gesagt wurde, wohl auch durch die Luft übertragbar sei
    - Immer erst das eigene Rudel versorgen, danach die sich in Quarantäne befindenden Schweinchen
    - Hände nach Kontakt zu den Quarantäneschweinchen immer gut waschen und mit genügend Desinfektionsmittel desinfizieren
    - Wenn du es ganz genau machen willst, wäre auch ein Kleiderwechsel angebracht

    .. in den häufigsten Fällen schleppen die fremden Tiere jedoch "nur" Parasiten oder Pilz ein und bei solchen Dingen wasche ich mir nur gründlich die Hände und desinfiziere sie.
     
  9. hoppla

    hoppla Gebrauchtschweinbesitzer

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    Kann mich OhLaLa nur anschließen.
    Nur wenn das Schweinchen offensichtlich krank ist, würde ich es noch weiter alleine lassen.
    Ansonsten eben mit Gesellschaft und wenn Quarantäne, dann auch richtig.
    Finde es immer sehr kurios, wenn alle Welt Angst vor Clamydien und Co. hat, dann aber, bis auf eine räumliche Trennung der Tiere, nichts unternimmt.
    Wenn man Sorge hat, dann sollte man sich so verhalten, als hätten die Tiere Krankheit XY, bis ein negatives Ergebnis kommt.
    Hatte das auch mal bei Pflegechins durch - meine Küche war ein Hochsicherheitstrakt. :rofl: Hab sogar ein paar extra Latschen gehabt ( neben extra "Schutzkittel", Hände-und Flächendesinfektionsmittel usw. ).
     
  10. #9 Fränzi, 17.12.2011
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 17.12.2011
    Fränzi

    Fränzi Guest

    Ich unterscheide ganz genau danach, woher die Schweinchen kommen. Die meisten Schweine, die ich aufnehme, kommen aus Privathaltung, meist "Restposten" aus Käfighaltung.
    Bei solchen Privathaltungen bin ich rel. unbesorgt, dass sie mir Krankheiten einschleppen könnten.
    Meist sind solche Schweinchen eher verfettet und ohne Muskulatur, vielleicht noch falsch gefüttert vorher, so dass eine Futter-Umstellung sehr sorgfältig geplant werden muss, mit zu langen Krallen oder evtl. Haarlingen. Das kann alles rel. einfach behandelt werden.

    Grad heute habe ich drei 6-monatige Schwestern aufgenommen aus Privathaltung, die in einem winzigen Käfig sassen. Die habe ich nur auf Parasiten und Gewicht kontrolliert und werde sie in den kommenden Tagen natürlich sorgfältig beobachten. Vorläufig sitzen sie noch abgetrennt von den andern.

    Ein ganz anderer Fall sind hingegen Massen-Vermehrungen, aus dem Ruder gelaufene Haltungen, "explodierte Volieren" und Vermehrer, welche von überall her wild durcheinander Schweinchen kaufen und wieder verkaufen. Aus solchen Haltungen nehme ich prinzipiell kein Schweinchen auf, das Risiko ist mir viel zu hoch.
    Da helfe ich dann lieber mit, dass sie alle gemeinsam in einer Not-Station unterkommen, ohne Vermischung mit andern Schweinchen.

    Die wirklich gefährlichen Quellen für Chlamydien, Kokzidien, etc. sind überfüllte Vermehrer-Haltungen oder überforderte Züchter und Privathalter mit viel zu vielen Schweinchen, aber nicht die privaten Käfighaltungen, die zwar nicht "schön" sind für die Schweinis, aber viel weniger Gefahr von Krankheits-Erregern bestehen.

    In Deinem Fall mit dem Einzelschwein rate ich Dir dasselbe wie OhLaLa: Sicher nicht weiterhin in Isolations-Haft lassen, sonst ist das ja keine bessere Haltung als vorher ausser dass Du wahrscheinlich besser fütterst und mistest als der Vorbesitzer.

    Also Kurz-Check, evtl. Tierarzt und Kotprobe und danach mit einem ruhigen, sozialen Schweinchen zusammen setzen, da ein Einzelschwein mit einem Rudel ja sowieso zuerst mal überfordert wäre.
    Danach kannst Du weiterschauen, ob und wie Du es vermitteln kannst, was aber Wochen bis Monate dauern kann.
     
  11. #10 Saphira, 17.12.2011
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 17.12.2011
    Saphira

    Saphira Guest

    Da wäre ich aber vorsichtig! :ungl:
    Ich würde das neue Schwein auch alleine sitzen lassen, bis ich vom TA das Okay habe es zu vergesellschaften.
    Gesellschaft hin oder her, aber solange ein Tier bei mir nicht tierärztlich "freigegeben" ist, sitzt es hier alleine. Ist kein schöner Zustand, ist mir die Gewissheit, dass meine Schweine außer Gefahr sind aber wert. Deswegen führt mich mein erster Weg ja auch immer zum TA. ;)

    So hab ich mir hier schon eine Wurminfektion erspart, den mein damals aufgenommenes Neuschwein mitgebracht hat - und der sah absolut fit aus.

    Daher meine Empfehlung: Schwein aufnehmen, erster Weg zum TA, durchchecken inkl. Kotprobe und erst, wenn da alles okay ist, vergesellschaften. Die 20€ oder was das kostet (denn mehr wird es kaum sein) sind mir die Beruhigung, dass meine Schweine sich nichts einfangen werden, auf jeden Fall wert. :-)
     
  12. Milchi

    Milchi Guest

    So denke ich auch und ich werde die Kleine zum TA bringen, bevor es weiter nach Hause geht.

    Und von wegen keine Haltungsverbesserung:

    das finde ich von ein paar Beitragsschreibern sehr schwarz-weiss gesehen.
    Ich denke schon, dass es einen Unterschied macht, ob das Schwein ständig in seinen eigenen Ausscheidungen sitzt, kein Heu hat, Zigarettenqualm inhaliert oder ob es zwar noch alleine sitzt, aber die anderen Lebensumstände sich verbessern.
    Vor allem hat es dort, wo es jetzt ist, gar keine Chance. Außer die, dass es irgendwann krank wird, niemand was mitbekommt und es vor sich hinsterben muss. Bei mir hat es die Möglichkeit, in ein schönes Restschweineleben vermittelt zu werden. Auch wenn es nochmal ein paar Wochen keine Gruppe hat.

    Wenn ich manche Beiträge lese, habe ich gar keine Lust mehr, dem Schwein zu helfen. Verstehe die Einstellung nicht. Mit der Radikalo-Tour ist niemand gedient.
     
  13. hoppla

    hoppla Gebrauchtschweinbesitzer

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    Naja, aber wenn man um Meinungen bittet, dann schreibt man doch auch seine Meinung. Macht doch sonst keinen Sinn....:verw:
    Versteh nicht, wieso man dann gleich keine Lust mehr hat einem Schwein zu helfen...
    Die einem finden eine "Radikalotour" sinnvoll, andere eben nicht. So ist das eben mit Meinungen.
    Meinungen sind doch dafür gedacht, dass sich der Fragende die für sich sinnvollste Variante heraussucht.
     
  14. Milchi

    Milchi Guest

    Ich habe aber nicht um Meinung bezüglich der Haltung gefragt, sondern um Tipps/ Infos, was ich vorbeugend machen soll, damit meine eigenen Schweinchen sich möglichst nix einfangen. Bin, wie gesagt, für dieses Jahr bedient mit Krankenstorys.

    Und das Schweinchen will ich ja trotzdem rausholen. Wenn man manche Beiträge liest, bekommt man eher das Gefühl, das man nichts Gutes bewirkt für das Schweinchen. Und das das nicht motiviert, ist ja klar.
     
  15. #14 Saphira, 18.12.2011
    Saphira

    Saphira Guest

    Ich kann dich gut verstehen.
    Helfen ist gut und sinnvoll, aber meine erste Priorität sind meine eigenen Schweine. Die will ich weder gefährden, noch ihnen unnötigen Stress antun.

    Ich persönlich würde das Neuschwein direkt zum TA schaffen, durchchecken lassen und wenn wirklich alles okay ist (wie gesagt, ohne Kotprobenuntersuchung geht bei mir gar nichts), würde ich am nächsten Tag eines meiner Schweine dazusetzen, von der ich weiß, dass sie absolut verträglich ist, mit jedem Schwein klarkommt und alles total lustig findet. :-)

    Ich würde mit dem Vergesellschaften bis zum nächsten Tag warten. Umzug, Fahrt und TA-Besuch sind genug Stress und als Einzelschwein ist es Gesellschaft in dem Moment nicht gewohnt und Schweine sind nunmal Gewohnheitstiere, da bezweifel ich, dass Gesellschaft in dem Moment für das Schwein tröstlich wäre.
    Ist aber nur meine persönliche Meinung dazu.

    Als Tipps würde ich sagen:
    - kein Kontakt zu den eigenen Schweine ohne TA-Check

    - wenn das Schwein was hat, würde ich es bis zum Behandlungsende alleine sitzen lassen. Kommt natürlich drauf an, was es hat. Wegen nicht-infektiösen Sachen, Pilz oder Milben würde ich kein Fass aufmachen und trotzdem vergesellschaften, aber mit Kokzidien oder anderen potentiell tödlich endende Infektionen sitzt das Schwein bei mir alleine bis zum Ende der Behandlung und Nachuntersuchung durch den TA.

    - Langsame Futterumstellung! Wenn das Schwein bisher kein Heu etc. gewöhnt ist, dann langsam umstellen, sonst gibt es schnell Darmprobleme. Lass dir vom Vorbesitzer eine Aufstellung geben, was das Schwein bisher gefressen hat (am besten das bisherige Futter mitnehmen) und änder den Speiseplan erst nach und nach. Nicht zu plötzlich alles umschmeißen, nur weil es gesund und "meerschwein-konform" ist.

    Ein zuviel an allem ist immer schlecht. Der Weg zur Hölle ist mit guten Absichten gepflastert - so sagt man ja sehr treffend. ;)
     
  16. Milchi

    Milchi Guest

    Hi Saphira,

    danke für die Tipps!
    So werde ich's machen. Schon wieder Kokzidien wären ein Albtraum.:nut:

    Jetzt mal sehen, wann sich meine "Kontaktperson" meldet, dann geht's weiter.

    LG
     
  17. #16 Heidi*, 18.12.2011
    Zuletzt bearbeitet: 18.12.2011
    Heidi*

    Heidi* LIEBHABER

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    Na, dann frag mich mal, warum ich mittlerweile so pupseklein bin ;)
    Das waren nicht nur die Baustellen privat. Mein größter Horror wären Chlamydien und Co.


    Hier wird auch ein Partnertier gewählt, oder die Neuen sind bereits zu 2t.

    Die Reihenfolge der Schweregrade wäre hier:

    Chlamydien
    Kokzidien
    Parasiten/Hautpilz.


    Also, da kann ich dir wen schicken, der dir anderes erzählen kann. So einfach lässt es sich nicht selektieren.

    Du kannst es dir von Privat holen, von Zucht und von Vermehrern, Zoohandel.
    Gabs alles schon zu hauf.

    Klarer Schutz hierfür ist die Quarantäne und der Gesundheitscheck in diesen langen Wochen - für alle Neutiere, egal woher!

    Chlamydientest ist in einer Woche durch. Tupfer mit Nährboden, Tupfer ohne Nährboden, einen Abstrich machen, ab zum TA.

    Kokzidien sind intermittierend. Mindestens 10 Tage Kot sammeln, den nicht austrocknen lassen, nicht zu feucht halten, zum TA - braucht auch ca ne Woche, bis das Ergebnis da ist.

    Pilz und Co zeigen sich i.d.R. in den ersten 2 Wochen. Umzug ist immer Stress - und da blüht alles auf.
     
  18. #17 OhLaLa, 18.12.2011
    Zuletzt bearbeitet: 18.12.2011
    OhLaLa

    OhLaLa Schweinchen-Guru

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    Guckst du hier:

    Ich vertrete nur meine Meinung, die sich durch das schweizerische Gesetz, durch eigene Erfahrung und durch die Praxis der Züchter/Notstationen meines Vertrauens gefestigt hat. Aber eben, das ist halt meine Meinung, mir blutet sonst einfach mein Herz. Mir persönlich ist es lieber, ich behandle im Notfall ein eigenes Schweinchen mit, als dass ich ein Übernahmetier bis auf unbestimmte Zeit alleine halte (mal abgesehen davon, dass ich mich dadurch auch strafbar machen würde).
    Mit meinem Posting wollte ich nicht gegen die Übernahme des Schweinis reden, ich wollte nur sagen, dass ich das nicht optimal finde und es gegen meine Überzeugung spricht. Die Sorge der Ansteckung kann ich sehr gut nachvollziehen, bei mir kommen neue Schweinchen seit meiner Erfahrung mit den Chlamydien strikte in Quarantäne, egal woher sie kommen. Ich weiss aus eigener Erfahrung, wie man an einer solchen "Seuche" im Rudel nur noch auf dem Zahnfleisch geht und fast verzweifelt. Ich habe daraus meine Lektion gelernt, halte nun immer strike Quarantäne ein. Nur dennoch eben nicht in Einzelhaltung (siehe oben, das würde einfach gegen meine Überzeugung sprechen).
    Fühl dich durch meine Ausführungen bitte nicht angegriffen, das ist nicht meine Intention. Reine Meinungsäusserung. :blumen:

    Zu deinen Fragen betreffend Ansteckungsvermeidung usw. habe ich ja eine ausführliche Auflistung zusammengestellt, was meiner Meinung nach beachtet werden sollte.

    Berichte wie es weitergeht, ja? Und stell dann mal Fotos ein, sobald du das Näschen zu dir geholt hast. :fg:

    Edit:
    Mein Überträgertier damals kam von einer relativ grossen Zucht mit viel "Durchlauf". Da waren die Chlamydien noch nicht mal ausgebrochen. Ich habe wohl grad das "falsche" Tier erwischt und durch den Umzug ist es ausgebrochen. Erst durch meine schriftliche Bestätigung der Chlamydieninfektion wurden dann stichprobenhafte Tests in der Zucht gemacht und tatsächlich Chlamydien nachgewiesen. Obwohl alle Tiere symptomfrei waren. Das hat mich dann schon sehr geschockt, es können also auch bei augenscheinlich gesunden Tieren bzw. einem augenscheinlich gesunden Bestand Chlamydien vorhanden sein. Beim unserem Umzug und dem Neubau des Geheges wurde deshalb gleich eine Quarantäneebene miteingeplant. Alle neuen Tiere kommen hier erstmal in Quarantäne. Mir ist es lieber, es bricht etwas aus, als dass ich dann schlimmstenfalls Trägertiere habe. Der Umzugsstress und die verschiedenen Stallbakterien, die aufeinandertreffen (wenn ich ein eigenes dazu setze), machen einen Ausbruch wahrscheinlich, falls denn da was schlummern sollte. Bis auf den einen Fall waren bisher alle gesund, bis auf einen Milbenausbruch bei einem Tier von privat.
     
  19. #18 Heidi*, 18.12.2011
    Zuletzt bearbeitet: 18.12.2011
    Heidi*

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    So wird es hier auch gemacht oder ich habe eben 2 MS (aus einem Stall) gekauft, die dann zusammen in Quarantäne sitzen.

    Hier wird sogar räumlich getrennt. Nicht in dem Raum meiner MS.


    Geschockt war ich in 2008 auch, ...da war es in einer kleinen Zucht ein Tier. Null Symtome, Trägertier.
    Es war GSD weit vom Schuss, da das Thema Chlamydien da schon einmal durch war.
    War ne wilde Zeit - da schoss es aus allen Ecken.
    Und das zum Thema Stallbakterien, wenn arglos ZT von Stall zu Stall getauscht werden.
    Selbst, wenn es die guten Bac's sind, müssen diese Tiere ständig damit ihr Immu updaten, dem hält das stärkste Tier auf Dauer nicht stand.

    Wenn ich denn wieder Fremdblut brauche, kaufe ich nur aus einem Stall. Am besten 2. Als Zucht sollte man sehr sorgsam mit umgehen.
    Doch auch der Liebhaber muss Quarantäne einhalten. Ich denke die Krankheitsecke spricht da für sich.
     
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  21. Milchi

    Milchi Guest

    Schwein gut untergekommen!

    Ich habe die Kleine eben abgeholt und habe sie weiter zu einer Pflegestelle vom Meerschweinchenschutz gefahren. Dort wurde sie gleich vergesellschaftet - anscheinend haben nicht alle solche Bedenken wie ich.;)
    Sie machte einen sehr aufgeweckten und netten Eindruck, eine ganz Süße - am liebsten hätte ich sie zu mir nach Hause gefahren, aber so ist es wirklich besser. Wenn sie in der Gruppe gut tut, darf sie auch dort bleiben.
    Der Anfang der Vergesellschaftung sah gut aus, es war alles recht entspannt. (mehr habe ich nicht mitbekommen, bin dann gegangen).

    Also, happy End. :-)
     
  22. #20 Fragaria, 19.12.2011
    Fragaria

    Fragaria Guest

    Also ich mache da nicht viele Unterschiede. Auch fit und gesund aussehende Tiere aus augenscheinlich ordentlicher Haltung können alles mögliche einschleppen. Eine Quarantänezeit und eine Grunduntersuchung vom TA sind daher bei mir Standard. Alles abklären lassen, mhm, käme da wirklich drauf an woher das Tier stammt, wie der Gesamtzustand ist usw.

    Ich weiß das willst du nicht hören, aber wenn das Tier wirklich nur zur Vermittlung dableiben soll, dann fänd ich es besser, du gibts es eine NS. Oder nimmst von da ein weiteres Tier auf bis zur Vermittlung. Vermittlung kann uU sehr lange dauern und das sollte man keinem Tier zumuten, noch dazu, wenn es die anderen vor der Nase hat.

    Ich kann verstehen, dass man die eigenen Tiere nicht gefährden will. Und auch, dass es dem Tier jetzt besser geht als zuvor. Aber Einzelhaltung ist wirklich übel und nur kurzfristig unter gewissen Umständen vertretbar, aber nicht als Dauerzustand ungewisser Länge.

    *wink*
    Gabi
     
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