warum züchtet ihr und macht keine notstation auf?

Diskutiere warum züchtet ihr und macht keine notstation auf? im Rassen, Farben und Zucht (Archiv) Forum im Bereich Archiv; das ihr nicht wegen dem geld züchtet ist mir klar sondern weil ihr liebhaber bestimmter rassen sein. aber mir ist der gedanke gekommen das es...

  1. #1 Margera, 04.01.2007
    Margera

    Margera Guest

    das ihr nicht wegen dem geld züchtet ist mir klar sondern weil ihr liebhaber bestimmter rassen sein.
    aber mir ist der gedanke gekommen das es doch sooo viele schweinchen überal gibt die hilfe brauchen.
    warum macht ihr dann nicht lieber eine notstation auf als noch mehr schweinchen zu züchten.
    das soll kein vorwurf sein also bitte bitte nicht falsch verstehen.
    ist nur eine frage,
    gruss margera
     
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  3. #2 Muttuck, 04.01.2007
    Muttuck

    Muttuck Schweinchen-Häuptling

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    Ok, Hand aufs Herz.

    Ich möchte die Farbe goldagouti bei den Rosetten umbedingt erhalten, deshalb züchte ich sie.

    Wenn wir später mal mehr Platz haben, dann würde ich gerne mal ein paar Nottiere aufnehmen und in gute Hände vermitteln.

    Zur Zeit, in der Wohnung, ist das leider nicht möglich.
     
  4. #3 kirsten, 04.01.2007
    kirsten

    kirsten Guest

    es geht auch beides.
    wir züchten seit 6 jahren im kleinen und haben bzw vermitteln auch notschweinchen.
    zur zeit haben die nottiere die oberhand bei uns.

    lg kirsten
     
  5. Ivonne

    Ivonne Guest

    Das ist ne echt gute Frage die ich mir auch in letzter Zeit immer mal stelle!

    Ich beginne gerade mit einer kleinen privaten Zucht, da ich eben auch eine bestimmte Rasse gern mag und züchten möchte.

    Hab auch überlegt vieleicht zusätzlich ne kleine Notstation aufzumachen (würd auf jeden Fall Nottiere aufnehmen wenn es nicht so viele auf einmal sind), aber ich denke das das Problem die Kosten sind. In einer Notstation sind ja oft kranke Tiere und die brauchen ja viele Tierarztkosten oder Kosten um sie überhaupt zu sich zu holen. Wer zahlt das alles!?

    Vieleicht schreibt mal jemand der Erfahrungen mit Notstationen hat!?
     
  6. #5 teddyfan, 04.01.2007
    teddyfan

    teddyfan Guest

    Hallo,auch ich züchte im Kleinen.Außerdem nehme ich immer wieder Nottiere auf,Kaninchen und Meeris,und vermittle sie in gute Hände weiter.Also,ich mache auch beides.Außerdem rette ich immer mal wieder Meeris vor dem Verfüttern.Ich biete auch Urlaubsbereuung an,da ich den Platz bei uns am Stall habe.Dadurch verhindere ich auch,dass Kleintiere in den Ferien im Tierheim landen.LG Bärbel
     
  7. #6 Aikamaus, 04.01.2007
    Aikamaus

    Aikamaus Guest

    Relativ weit oben in der Leiste gibt es den Begriff "Suchen", da kann man dann einen Suchbegriff eingeben z. B. Zucht oder ähnliches und dann wirft einem die Suchfunktion ganz viele Beiträge raus unter anderem auch zum Thema "Warum züchtet ihr" usw. Es wäre sehr nett, wenn man diese Funktion nutzen würde, das würde dazu führen das weniger gestritten wird, weil dieser Thread unter Garantie (wie schon die anderen zu diesem Thema zuvor) ausarten wird. :rolleyes:

    Noch geht es hier friedlich vor, sollte irgendwer wieder meinen hier austicken zu müssen, ist der Thread schneller zu als gedacht.

    Sorry, Margera das ich dir mit dem Beitrag jetzt den Thread "versaue" aber wenn du wüsstest was es hier schon für heiße Diskussionen zu dem Thema gab, würdest du mich verstehen ;)
     
  8. #7 SoulDream, 04.01.2007
    SoulDream

    SoulDream Wutzenhalter

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    Hallöchen,

    damit beides klappt sollte man schon ein wenig mehr Platz haben, als nur das Wohnzimmer. Und die Zeit die man für diese Tiere aufbringen muss ist auch nicht grade ohne. Denn wie man ja immer hört kommen viele Nottiere aus grausamen Verhältnissen und benötigen dem entsprechend Pflege.

    Neben meiner kleinen Zucht, ich züchte weil ich sie so schön finde Sheltie & Texel in creme/buff mit weißer Blesse und weil sie so rar und bezaubernd sind Texel in slate-blue, nehme ich hin und wieder auch Not- und ungeliebte SChweinchen auf und vermittle sie in liebevolle Hände weiter. Allerdings habe ich nicht so viel Platz, sodas ich hier auch immer schauen muss.
     
  9. #8 Heissnhof, 04.01.2007
    Heissnhof

    Heissnhof Guest

    Hallo,
    die Frage wurde mir immer wieder gestellt. Aus dem Grunde habe ich auch einen Button "Gedanken/tierzucht" auf meiner Seite eingerichtet. Ich kopiere hier mal ein paar Abschnitte von rein:


    ...bitte, Du züchtest Meerschweinchen, warum denn das? Es sitzen doch genügend in den Tierheimen!!!

    Welchem Züchter von Meerschweinchen oder anderen Tieren ist diese Einstellung nicht schon zu Ohren gebracht oder welcher ist damit noch nicht konfrontiert worden?

    Ich bin häufig damit angefeindet worden, weshalb ich hier einige Gedanken dazu ausdrücken will.

    Viele Tiere werden heute ausschließlich zur Freude ihrer Besitzer, als sog. Streicheltiere gehalten. Es ist unstreitbar, daß es einen enormen Bedarf an diesen Kleintieren (und Großtieren) in Deutschland gibt. Nicht immer ist dann der Gang ins Tierheim von Erfolg gekrönt. Besonders dann nicht, wenn der zukünftige Besitzer ein paar Vorstellungen über die Eigenschaften seines zukünftigen Hausgenossen mitbringt. Oft werden diese Wünsche dem zukünftigen Besitzer nicht zugestanden. Ein Meerschwein hat ein Meerschwein zu sein, ein Hund ein Hund, ein Pferd ein Pferd. Dem ist aus meiner Sicht nicht so. Ich empfinde es als ausgesprochen verantwortungsbewußt, sich vor der Anschaffung zu überlegen, welche Eigenschaften einem besonders wichtig sind und es sollte keineswegs verwerflich sein, sich diese Wünsche einzugestehen und ein entsprechendes Tier zu suchen.
    Im Rahmen dieser Suche sollte man sich auch gegen Tiere entscheiden, wenn sie nicht den Vorstellungen entsprechen.

    Dieser Wunsch, daß die Haustiere bestimmte Eigenschaften mitbringen sollen, ist so alt, wie das Sesshaft-Werden des Menschen, und geht auf die Zeit zurück, als der Mensch anfing, Tiere zu halten. Wir alle hätten nicht einen so guten Lebensstandard, hätten unsere Vorfahren keine Tierzucht betrieben. Daß manche Tierzucht dabei zu weit führte sei unbestritten. Nur müssen solche Grenzen erst überschritten werden, um zu wissen, das es sie überhaupt gibt und wo sie liegen. Das ist keineswegs eine Wesensart, die nur dem Menschen zu eigen ist.

    Aus den Erfahrungen einer "schlechten" Tierzucht, die Tiere produziert, die am Rande der Lebensfähigkeit sind, ergibt sich erst die Möglichkeit zur Zielbestimmung, hin zu einer verantworungsbewußten und tierfreundlichen Zucht.
    Darunter verstehe ich eine Zucht, die gesunde und lebensfähige Tiere produziert, die unterschiedlichen Anforderungen gerecht werden können.

    Die Anforderungen bei den Kleintieren bestehen neben Gesundheit und Robustheit vor allem im Gefallen. Dabei führt die Unterschiedlichkeit des Geschmacks über die Zeit zur Rassevielfalt. Diese Vielfalt ist ein Ausdruck unserer freiheitlichen Grundordnung !!! Schön, daß wir sie (noch?) haben !!!

    Ob das bei Kleintieren notwendig ist, sei dahingestellt. Im Bereich der früheren Nutztiere, wird jedoch schnell deutlich, wie wichtig diese Vielfalt ist, damit zum Beispiel Pferde ihren Reitern gerecht werden können. Gerade in der Reitszene trifft man bei den größten Tierschützern und Liebhabern die Meinung an, Rasse etc. habe egal zu sein. Oft sind es dann genau die Tierzuchtgegner, die Pferde reiten, die aufgrund ihres Gebäudes einen Reiter nur unter Schmerzen tragen können. Dagegen hat ein Reitpferd mit gutem Gebäude damit viel weniger Probleme. Warum soll ich Züchter verdonnern, die Tiere ziehen, die diese Aufgabe problemlos bewältigen können? Verzichten Tierzuchtgegener und Vegetarier im Gegenzug auf Lederschuhe und Ledersättel, die ein Abfallprodukt der Fleischindustrie und der Tierzucht sind ????

    Die Tiere, die wirklich zum Essen getötet werden, stellen einen Bruchteil der Tiere dar, die wir ohne Wahrnehmung durch Zerstörung von Lebensraum töten. Für Flughäfen, damit wir in den Urlaub fliegen können, Straßen, Häuser, für Freizeitzentren und einen angenehmen Lebensstil.

    Zu diesem gehören auch unsere Mitlebewesen, die Haustiere, denen wir Lebensraum schaffen und die unser Leben offenbar bereichern - warum hielten wir sie sonst? Und woher sollen sie kommen?

    Gäbe es nicht die vielen Hobbyzüchter, die Klein- und Großtiere liebevoll und mit viel Mühe, Liebe und Kostenaufwand großziehen, dann würde der Bedarf an diesen Tieren - der zweifellos da ist - noch mehr durch Massenzüchter und Importe aus dem Ausland gedeckt. So gesehen verhindert eine maßvolle Hobbyzucht, das mit der ziellosen Vermehrung von Tieren unter schlechten Bedingungen Geld verdient wird. Geld verdienen Hobbyzüchter an ihren Tieren nicht.

    Als Züchter sollte man sich darüber im Klaren sein, daß jeder, der züchtet, auch vermehrt, - egal, wie strikt er selektiert.

    - Jeder Züchter vermehrt die Anzahl der Tiere -

    In der Verantwortung des Züchters liegt es, Tiere zu ziehen, die gerne genommen werden und leicht einen guten Platz finden. Unter diesen Aspekten sollte man seine Zuchttiere immer wieder prüfen und lieber eines mehr aus der Zucht herausnehmen, wenn man an ihm zweifelt.

    Tierzucht ist aus meiner Sicht nichts Schandhaftes. Sie gehört zum Menschen und bevor jemand Tierzüchter verurteilt, sollte sich jeder überlegen, inwieweit er davon mitprofitiert. Vieles, was als tierfreundlich verkauft wird, ist es bei weitem nicht.
     
  10. #9 Romina1984, 04.01.2007
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 04.01.2007
    Romina1984

    Romina1984 Guest

    Hallo !

    Ich habe bis Mai 2006 eine private Notstation mit aufgebaut, die Kaninchen- und Meerihilfe e.V. in Bochum und war dort erste Vorsitzende. Auch vorher habe ich schon Meeris aufgenommen, die meine Hilfe brauchten, z.B. unvermittelbare Zahnschweinchen, alte, blinde, kranke, wie auch immer.
    Zu diesem Zeitpunkt habe ich noch bei meinen Eltern gewohnt, dort hatten wir Platz für ein 20m² Gehege, in unserem Haus standen insgesamt 10 Käfige, wo wir tragende und kranke Meeris unterbrachten. Zusätzlich habe ich verschieden Ziervogelarten aufgenommen und weitervermittelt, auch sie lebten in großen Volieren, ich hatte aber auch den Platz, um die Tiere unterzubringen.

    Aber... ganz ehrlich, ich kann nicht jedes Tier retten. Mir ist klar, dass z.B. auch Schlangen fressen müssen, wenn ich dann höre, Zitat : "Wir haben aus einem Zooladen Futtermeeris gerettet, wir konnten zwar nicht alle mitnehmen, aber zumindestens haben wir die Hälfte gerettet"... Da stellen bekomme ich zuviel, da entscheidet irgendwer über leben und tot, sowas nenne ich "Gott spielen". Die, die einem gefallen, werden mitgenommen und von den anderen weiß man, dass sie sterben werden, damit bin ich nicht klar gekommen. Auch zu wissen, dass die tragende, 5 jährige Sau sterben kann, weil sie in dem Alter noch gedeckt wurde, für mich war das zu Nervenaufreibend. Ich habe mich so sehr an die armen Tiere gewöhnt und dann sind sie mir unter den Händen weggestorben, weil ein dummer Mensch umbedingt Babys von einem viel zu alten Tier haben wollte.

    Außerdem gibt es, wenn man eine Notstation mit mehreren aufzieht über kurz oder lang Stress. Erst sind zwei ausgetreten, wegen verschiedenen Ansichten über bestimmte Kaninchenkrankheiten, die für meine Begriffe unheilbar sind und die Erreger immer weiter geben, somit sind sie nicht mehr gruppenfähig, da sie die anderen, gesunden Tiere anstecken und die Krankheit somit immer weiter gegeben wird. Dann gabs Stress, da ich der Meinung war, dass man einem Zoohändler, der seine Tiere schlecht hält, die krank sind und dauerträchtig, nicht einfach die Tiere abnimmt, somit hat er ja Platz für junge, gesunde Tiere, sondern, da hätte das Vet.-Amt mitgemusst, gute Kontakte dazu hatten wir, trotzdem habe ich da zu hören bekommen, dass man ja einem Zoohändler nicht sein Geschäft kaputt machen kann, was er 30 Jahre hat.

    Das waren nur 2 Gründe, warum ich ausgestiegen bin und auch keine Notstation mehr aufmachen werde, ich nehme gerne Nottiere von Privatleuten auf, aber keine Massen an Meeris, Kaninchen oder Vögeln mehr.

    Ich züchte jetzt, weil ich natürlich bestimmte Rassen und Farben habe, die mir sehr gut gefallen, dadurch, dass bei mir gezielt Junge auf die Welt kommen, kann ich abschätzen, ob die diese Tiere gut unterbringen kann, dass sie gesund sind u.s.w. Meine Meeris kommen alle nur in ein gutes Zuhause, wenn mir ein Platz mal nicht gefällt, bekommen diese Leute auch keine Tiere. Solange ein Wurf einer bestimmten Rasse / Farbe nicht komplett ein neues, gutes Zuhause gefunden hat, wird die zweite Sau der gleichen Farbe nicht gedeckt, die Notstationen können nicht abschätzen, wieviele "Überraschungseier" sie gebracht bekommen.

    Eine gezielte Zucht ist für mich Tierschutz.

    So, jetzt ist es wieder lang geworden :nuts:

    LG
    Romina

    EDIT : Gut geschrieben, Sibylle ! :-)
     
  11. mel.s

    mel.s Guest

    Ich bin der Meinung , dass es sowohl Züchter wie auch Notstationen geben sollte... ;)

    Was mich nur sehr erschreckt sind die Massen an Züchtern....Es werden immer mehr... :eek2: Somit auch immer mehr Meeris ...usw...
    Wenn man hier in die Abgabeseiten schaut findet man 100derte an Meeris die auf ein neues Heim warten,-hinzu kommen die vielen Notmeeris...Es sind sooo viele und werden auf beiden Seiten täglich mehr.... :sick:

    Auch ich empfinde es für wichtig,dass gewisse Rassen und Farben durch eine gezielte Zucht erhalten bleiben und dadurch nicht "aussterben" auch das durch Zucht genetische Krankheiten evtl. "rausgezüchtet" werden finde ich sehr wichtig.

    Was mich aber erschreckt ist der Punkt, dass jeder Hans und Franz von heute auf morgen eine Zucht aufbauen darf...es gibt keine Kontrollen und keinen Überblick :sick:

    Ich wäre absolut dafür das es nur geprüfte Züchter und Zuchten geben dürfte,-so das Rassen und Farben in gewissen maßen erhalten bleiben aber nicht unendlich "produziert" werden dürften. Beispielsweise das jeder Züchter angemeldet sein muss und so Kontrollen über die Anzahl der Tiere stattfinden würden und diese nur in einem begrenzten Rahmen sein dürften. Zooladen und andere private Vermehrunggen sollten verboten werden,- würde dies alles Gesetz sein, würde auch die Aufklärungarbeit viel besser funktionieren und es gäbe automatisch viel weniger Notmeeris.
    Nur so könnte man verhindern,dass es unendlich viele Meerschweinchen gibt,die ein neues zu Hause suchen. Fakt ist einfach,dass es viel mehr Tiere sind die ein neues Heim suchen als es je Besitzer geben wird....wenn es anders wäre,würden die Abgabe und Notmeeriseiten nicht so "aus allen Nähten platzen"...

    Ich weiß ja auch,dass dies alles realistisch wohl nicht umsetzbar wäre,da das Gesetzt sich niemals Gedanken um so etwas machen würde.... :sick:

    Schade eigentlich........ :hmm:
     
  12. #11 LaurasMeeribande, 04.01.2007
    LaurasMeeribande

    LaurasMeeribande Guest

    hi hab bis jetzt in einem wirklich kleinen ramen gezüchtet (mit nur 2 paaren) und jetzt wo ich umziehe und meine eigenen schweinchen reduzieren möchte, ist mir auch der gedane an eine notstation gekommen, die ich wahrscheinlich nächstes jahr in angriff nehmen werde.
    jemand der jetzt schon eine notstation betreibt, kann mir gerne infos schicken, was da alles auf einen zukommt...es würde mich interessieren.
    eventuell arbeite ich auch mit einem tierheim aus der nähe zusammen, da diese immer pflegestellen suchen^^
     
  13. #12 Heissnhof, 04.01.2007
    Heissnhof

    Heissnhof Guest

    Auch wenn ich die Gedanken nachvollziehbar finde und Dir in vielen Punkten Recht gebe, läuft mir da ein Schauer über den rücken. Dann sind wir bald wieder wie bei der Planwirtschaft... und staatlichen Kontrolle. Gesetzte nutzen da gar nichts. Das einzige was hilft, ist die Leute, die am Ende die Tiere halten, aufzuklären.
     
  14. Ivonne

    Ivonne Guest

    Also ich finde es ist doch ein großer Unterschied Tiere zu vermehren oder gezielt zu züchten. Ich bin gegen sinnlose Verpaarungen in Kinderzimmern oder von unkundigen Tierbesitzern nur damit man mal Babys hat und ohne sich vorher Gedanken über deren künftiges zu Hause zu machen.

    Verantwortungsvolle Züchter kümmern sich ständig um "Abnehmer" ihrer Nachzuchten, schon aus Eigennutz da sie ja sonst innerhalb kürzester Zeit ihren Platzrahmen sprengen würden. Und sie züchten Tiere die bei ihnen selber gewollt und auch bei anderen gefragt sind! Natürlich gibt es sicherlich auch unter den Züchtern welche die meiner Meinung nach zu viel verpaaren (da sie alles mal haben wollen, oder warum auch immer) aber es gibt eben immer Ausnahmen der guten Regel!

    Für mich kam Anfangs nicht in Frage Meerschweinchen zu züchten, aber wir haben unsere ersten Tiere ewig suchen müssen, nicht weil wir eine bestimmte Rasse wollten, nein weil es keine gab. Wir haben alle Tierheime im Umkreis von hundert Kilometern kontaktiert und waren in zig Zoohandlungen bevor wir zwei ganz normale Glatthaarmeerschweinchen ohne Papiere fanden. Es gab keine Tiere in den Tierheimen und in Zoohandlungen nur vereinzelt Böckchen. Wir wollten aber Mädels da wir eine größere Gruppe aufbauen wollten.
    Und erst dann sind wir an Züchter herangetreten und haben uns Zuchttiere gekauft und sind dann dem Virus einer bestimmten Rasse verfallen.
     
  15. Melody

    Melody Guest

    Ich züchte UND nehme Nottiere auf.
    Es geht beides und ich denke im Gewissen Rahmen sollte jeder Tieren in Not helfen!
     
  16. maica

    maica Guest

    Auch ich züchte seit einiger zeit und zuvor habe ich immer bis heute notfalltiere aufgenommen, die bei mir sogar alt werden dürfen.

    Eine kontrollierte zucht bei jeder tierart finde ich ein absolutes "muss" nur ist es leider schwer zu verwirklichen, weil der mensch sich selten unterordnet und es im wiederstrebt, wenn er was aufgezwungen bekommt, geht mir auch so.

    Auf der anderen seite werden meistens die nichtrassetiere, die kostenlos und verschenkt wurden, die einfach "nichts wert sind", zu notfalltieren gemacht.

    Wir sind leider eine wegwerfgesellschaft geworden auch bei tieren und wenns einem nicht mehr gefällt, muss es weg.
    Das sich jeder wann immer er will unkontroliert ein tier beschaffen kann (zoohandlungen, kleinanzeigen), wird es immer volle tierheime und notstationen, immer leidvolle, unnatürliche, verantwortungslose tierhaltung geben.
    Erst recht so lange es möglich ist mit tieren geld zu verdienen.

    Züchter vermehren in der regel, kontrolliert und ihnen ist es auch wichtig das die tiere gut und artgerecht gehalten werden und nehmen oft, wenns ihnen möglich ist ihre tiere im notfall wieder, zurück :top:
     
  17. Nora

    Nora Guest

    All das hat mich lange erschreckt. Aber anstatt immer wieder Schweinchen aus schlechten Haltungen zu retten finde ich es notwendig eine Grundlage zu schaffen das die einfach mal so Zucht weit unterbunden wird. Wie wäre denn das Gesetz das nur Kastraten in Zooläden verkauft werden dürfen und das gemeldete Züchter Jungböcke zu günstigen Preisen kastrieren lassen können. Das schafft wohl nicht alle Vermehrerei ab aber grenzt das ein.
     
  18. maica

    maica Guest

    Ja,

    das ist garkeine schlechte idee.
    So wie es bei streunenden katzen zum teil schon gemacht wird, sollte man es auch bei (privat) hunden so handhaben und bei allen anderen tiere, die leicht in massen gezüchtet werden können und für jeden zu haben sind.
    Oder man sollte einen bonus einräumen wenn sie kastiert werden z.b. ermässigte hundesteuer, oder tierarztrechnung wir wieder ein teil erstattet o.s.ä. :top:

    Und die tierärzte anhalten, den leute nicht immer zu erzählen, das jedes weibchen einmal im leben junge haben sollte, wenn ich das höre, sträuben sich bei mir immer die nackenhaare :sauwütend
     
  19. #18 anna_knolli, 05.01.2007
    anna_knolli

    anna_knolli Guest

    Ich bin liebhaber und habe nur zwei schweine.
    Natürlich hätte ich gerne mehr, wenns vom platz gehen würde... und da habe ich auch schon ganz bestimmte vorstellungen, was es für welche sein würden.

    Ich finde es gut, wenn es Züchter gibt, die eine bestimmte Rasse erhalten.
    Jeder guter und verantwortungsvoller Züchter wird genau gucken wohin er seine Tiere abgibt und wird die leute aufklären. Somit trägt er dazu bei dass seine Schweinchen nicht als Notschweinchen im Tierheim landen, im ernstfall nimmt er sie ja auch zurück.

    Die meisten schweine in Tierheimen oder verschenkanzeigen kommen von leuten die falsch oder gar nicht über die haltung informiert worden sind. Wo passiert es? Oft in Zoohalndlungen und bei den Vermehrern. Daher entstehen auch die unfall schwangerschaften.

    Je mehr Leute also sich die Schweinchen bei den Verantwortungsvollen Züchtern holen, desto weniger Notschweinchen wird es auch geben.
    Also tragen die Züchter auch dazu bei, allein dadurch dass sie die leute aufklären und bereit sind die schweine wieder zurückzunehmen, dass es weniger Notschweinchen gibt.
     
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  21. #19 Klostergarten, 05.01.2007
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 05.01.2007
    Klostergarten

    Klostergarten Guest

    Meine Zucht ist auch ganz jung. Es ist ein Hobby - punkt. Es macht mir großen Spaß bestimmte Rassen/Farben zu züchten. Ich achte jedoch sehr strikt darauf , dass alle Kriterien einer vernünftigen Zucht eingehalten werden, dass die Tiere genug Platz haben und genug Futter und dass sie artgerecht gehalten werden. Bestätigt in meinem Vorhaben wurde ich durch die Aussage unseres Zoohändlers, als ich ihn fragte, woher er denn seine Tiere bekommen würde, dass er sie von Hobbyzüchtern kriegt und wenns nicht genügend gibt, dann vom "Großhändler", was immer das auch sein soll. Die Vorstellung, dass Meerschweinchen von Vermehrern (vermutlich aus osteuropäischen Staaten, wie die preisgünstigen "Rasse"-Hundebabies) massenhaft "hergestellt" werden, ohne Rücksicht auf Alter genetische Vorbehalte usw. und dann hier über Großhändler auf den "Markt" geschmissen werden, behagt mir gar nicht. Dann finde ich eine gwissenhafte Aufzucht bei einem Hobbyzüchter, der sich mit den einzelnen Tieren liebevoll auseinandersetzt und Freude an ihnen hat eine wesentlich bessere Alternative. Wenn dadurch der hiesige Bedarf gedeckt wird und sogar dazu noch eine Beratung gewährleistet wird für den künftigen Besitzer, dann ist das doch eine gute Lösung. Wenn der Bedarf durch Hobbyzüchter gedeckt ist, braucht man keine Massenvermehrung mehr - sozusagen auch Tierschutz auf anderem Weg.

    Mir persönlich mißfällt es auch sehr, was mit den Hunden aus den Mittelmeerländern geschieht. Diese bedauernswerten Tiere werden von tierlieben Menschen nach Deutschland gerettet. Mit ihnen werden aber Krankheiten hier eingeschleppt, die es bisher hier für unsere heimischen Tiere nicht gegeben hat (Leishmaniose, Herzwurm, Babesiose). Dies wird durch die Tierschützer leider nicht bedacht. Auf diesem Weg wird auch der Tierbestand hier "gefährdet". Ob dies nun letztendlich mehr Tierschutz ist, ist auch wieder fraglich. Jede Handlung hat immer mehrere Konsequenzen und es reicht nicht nur immer die eine Seite der Medaille anzusehen.
     
  22. #20 teddyfan, 05.01.2007
    teddyfan

    teddyfan Guest

    Wie schon erwähnt ,züchte ich auch,habe aber auch nur eine kleine Zucht.Ich habe daher auch immer nur wenige Jungtiere,so dass ich mir die neuen ,,Besitzer" gut aussuchen kann.Ich nehme auch einen angemessenen Preis und lasse da auch nicht mit mir handeln.Sollte ich dann einmal auf ein Schweinchen ,,sitzen" bleiben,na und,dann bleibt es eben.Irgendwann kommt schon der Richtige und möchte es haben.Also,ich züchte nicht,weil ich vermehren möchte,sondern weil ich die drei Rassen,die ich züchte,wunderschön finde.Da ich meine Tiere auch nur in gute Hände gebe,stehe ich auch noch mit vielen neuen ,,Besitzern" in Kontakt und bekomme auch immer wieder Ehemalige in Urlaubspflege. LG Bärbel

    http://www.barbel8357.realxxl.de/
     
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warum züchtet ihr und macht keine notstation auf?

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