Viele versch. Fragen - zur VG, Getreide und Krankheiten

Diskutiere Viele versch. Fragen - zur VG, Getreide und Krankheiten im Allgemeine Fragen und Talk Forum im Bereich Meerschweinchen; Hallo, beim lesen bin ich über einige Sachen gestolpert die mir als Anfänger nicht ganz klar sind: z.B. die Sache mit dem Getreide. Darf...

  1. Snaamm

    Snaamm Guest

    Hallo,

    beim lesen bin ich über einige Sachen gestolpert die mir als Anfänger nicht ganz klar sind:

    z.B. die Sache mit dem Getreide. Darf grundsätzlich garkein Getreide gefüttert werden oder nur bestimmte nicht? Was ist der Grund dafür?

    Klar mache ich den Schweinchen TÜV, aber woran erkenne ich Pilz? (Von dem wurde aktuell bei einem Züchterthema gesprochen)?

    Und dann nur Quarantäne:

    Wenn ich mir nun einen Kastraten zu meinen Mädels hole, wurde mir ans Herz gelegt vorher eine Quarantäne zu machen.

    Erstmal, wie lange sollte diese sein? Und wie? Setze ich den Buben erstmal allein? Weit weg von den Mädels oder so, dass sie sich schonmal sehen können?

    Danke euch!
     
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  3. #2 Fragaria, 12.06.2012
    Fragaria

    Fragaria Guest

    Hallo,

    Getreide steht nicht auf dem natürlichen Speiseplan von Meerschweinchen. Sie ernähren sich in der Natur von recht karger Kost, hauptsächlich Gräser (daher Heu Hauptfuttermittel) und was man halt so findet (je nach Saison mal etwas obstiges, Kräuter usw.). Die Verdauung ist also auf sehr karges Futter eingestellt - Getreide hingegen ist sehr gehaltvoll und völlig anders zusammengesetzt als Gräser und Kräuter, ist daher sehr schwer verdaulich, führt zu Verfettung und zu allerlei Krankheiten. Getreide hat daher in der Meerschweinernährung nichts zu suchen - allerdings ist es ok, geringe Mengen z.B. Haferflocken/Dinkelflocken zuzufüttern, wenn ein Tier mal besonders abbaut und schnell viele Kalorien braucht. Z.B. auch Schmelzflocken bei der Aufzucht von Waisenkindern. Oder hier und da mal als Leckerlie. Das vertragen die meisten gut. Allerdings enthalten viele käufliche Futtermittel einen sehr hohen Anteil an Getreide und haben daher im Napf rein garnichts zu suchen, das sind dann auch oft völlig unbearbeitete Körner, die noch schwerer verdaulich sind als schon voraufgeschlossene Flocken.

    Pilz.... naja, man sieht das schon recht gut. Und da wird sich dann auch viel dran gejuckt. Google einfach mal nach Bildern.

    Quarantäne ist wichtig. Allerdings kommt es auch etwas darauf an, woher du das Tier holst. Kennst du die Leute gut und kannst dich wirklich verlassen, dann reicht eine recht kurze Zeit, um durch den Umsetzstress ausgelöste Probleme erkennen zu können (1-2 Wochen). Eine Kotuntersuchung schadet nie, wie gesagt durch den Stress kann alles mögliche rauskommen, was im Heimatstall unauffällig war. Vielle Erreger sind auch in einem gesunden Tier zu finden, werden erst problematisch, wenn z.B. durch Stress ein akuter Ausbruch stattfindet. Wenn das Tier unbekannter Herkunft ist oder z.B. aus einer NS kommt, wo in der letzten Zeit ein ziemliches kommen und gehen war oder man die Leute schlicht nicht kennt, dann würde ich sagen min. 2 Wochen.

    Man sollte daher gucken, dass man mind. 2 Tiere gleichzeitig aufnimmt, das ist die einfachste Variante. Ansonsten muss der Neuankömmling da durch. Sinnvollerweise in einem anderen Raum. Ob Sicht/Hörkontakt sinnvoll ist, darüber scheiden sich die Geister. Sicher ist: eine Quarantäne bringt nichts, wenn Streu usw. fliegen kann und dadurch eine Ansteckungsgefahr besteht, also am besten gesonderter Raum, zumindest für die Anfangszeit. Manche mögen dann die anderen zu sehen und zu hören, andere macht das völlig rappelig. Muss man halt gucken.

    *wink*
    Gabi
     
  4. #3 Tippel3, 12.06.2012
    Tippel3

    Tippel3 Die Wetzerbande

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    Hi,

    was das Getreide angeht, gemeint ist damit eigentlich immer nur der stärkehaltige Kern des Getreides. Also das innere vom Korn, die Flocke usw.
    Oft liest man im Futter auch etwas von Getreidespelzen. Das gilt dann trotzdem als getreidefrei.
     
  5. Muggel

    Muggel Chef der Muggelbande

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    Ich sehe das mit dem Getreide nicht so eng. Man darf auch nicht vergessen das unsere Tiere domestiziert sind und von der Ernährung von den Ur-Tieren in den Anden ganz weit weg sind.

    Ich achte zwar auch drauf das es nicht zuviel Getreide gibt und auch das das Futter kein Zucker enthält. Dann kommt es auch darauf an, wie die Tiere gehalten werden, Innenhaltung oder Außenhaltung? In Außenhaltung brauchen die Tiere im Winter energiereiches Futter und das geht ohne Getreide fast nicht.

    Meine Tiere bekommen auch in Innenhaltung Trockenfutter und ich habe in 12 Jahren Meerschweinhaltung noch nie Probleme damit bekommen. Auch sind die Tiere nicht dick und putzmunter.
     
  6. OhLaLa

    OhLaLa Schweinchen-Guru

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    Zur Quarantäne: da differenziere ich immer. Hat man zwei Mädels und möchte einen Kastraten dazu, rate ich, ihn direkt dazu zu setzen. Aus dem einfachen Grund, dass man ein Schweinchen meiner Meinung nach niemals, nie nie nie, niemals nicht, alleine halten sollte ;) und bei drei Schweinchen lässt sich das nicht einrichten. Zur Not behandelt man dann eben drei anstatt einem Meerschweinchen. So zumindest meine Philosophie. Sind mehr Schweinchen vorhanden und ich nehme nur ein einzelnes Tier auf, setze ich eines meiner eigenen Tiere für die Quarantänezeit dazu. Was für mich auch den Vorteil hat, dass die unterschiedlichen Stallbakterien aufeinandertreffen und wenn was da wäre, das dann auch in den 6 Wochen Quarantäne ausbricht, was ja schlussendlich auch der Sinn einer Quarantäne ist - dass eine mögliche Krankheit bitteschön auch in der Zeit der Quarantäne ausbrechen soll. :verlegen:

    Ein weiterer Punkt, wonach ich auch unterscheide: hole ich ein Tier beim Züchter/Notstation meines Vertrauens und das Tier kam schon von Extern zur Vermittlung, sass dann bei dem Züchter/Notstation in Quarantäne, setze ich es nicht nochmal in Quarantäne, zumindest nicht, wenn ich es in eine Kleingruppe setze. Bei meinen Aussies (aktuell 12 Schweinchen), sichere ich mich womöglich doch lieber doppelt ab. Aus dem einfach Grund, dass wenn ich dort etwas einschleppen würde, eben eine doch recht grosse Anzahl an Tieren betroffen wäre. Ich habe einmal eine Behandlung von 14 Tieren über mehrere Wochen durch - das brauche ich nicht nochmal.

    Von den Tieren, welche ich zur Vermittlung übernommen habe, habe ich damals Kotproben untersuchen lassen. Dazu kam ein neuer Kastrat für die Erziehung der Jungschweine und unterdessen zog auch eines der Mädels in meine Aussengruppe. Diese Tiere dürften also mit 99%iger Sicherheit "clean" sein und müssten meiner Meinung nach extern nicht mehr unbedingt in Quarantäne kommen. Einen Ausbruch von Stresskrankheiten wie Pilz/Milben oder auch mal eingeschleppte Haarlinge, kann man als Vermittler allerdings nie ganz ausschliessen. Man steckt einfach nicht drin.

    Pilz erkennst du durch eine meist relativ gut abgegrenzte haarlose Stelle, gerne auch mit weissem "Belag" auf der Haut. Sie kann - muss aber nicht - aufgekratzt sein. Behandelt wird meist mit einer Pilzsalbe, die grossflächig auf der Stelle eingecremt wird (Radius erhöhen, d.h. auch die umliegende Fläche, welche noch mit Haaren bedeckt ist, mitcremen). Möglichst alles mit wenig Stress (Stress -> Schwächung des Immunsystems -> Begünstigung des Pilzes). Aussehen kann ein Pilz ganz unterschiedlich: von sehr unauffällig als kleine weissliche Stelle (z.B. am Ohr), bis hin zu einer grossen aufgekratzten Stelle oder einem völlig verpilzten Schweinchen ist alles möglich (je nach Ausbreitung des Pilzes).

    Mein schlimmstes Pilzbild:
    [​IMG]


    Pilz, Milben, Haarlinge sind so die drei Erkrankungen, die man bei Meerschweinchen am häufigsten findet und die am schnellsten ausbrechen. Kann jedem passieren. Wichtig für mich ist der Umgang mit dem Thema (da du ja bereits den Thread mit der Zucht angesprochen hast), d.h. ein Züchter oder eine Notstation muss damit offen umgehen, wenn ein Tier in der Gruppe oder das reservierte Tier selbst Pilz/Milben/Haarlinge hat und den Interessenten über den Verlauf/die Behandlung informieren. Abgegeben werden sollten natürlich nur gesunde/fertig behandelte Tiere.
     
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  8. #6 ute + thomas, 12.06.2012
    ute + thomas

    ute + thomas Schweinchen-Kenner

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    Alles andere ist keine Quarantäne sondern beruhigt nur das eigene Gewissen.




    Bei Kaninchen ist das so das Getreide den Darm schadet.Aber eigentlich gehts da immer um das volle Korn, geplättet oder verarbeitet ist es besser verträglich aber lieber in kleinen mengen. In den Futtermischungen die hier verteufelt werden, sind meist auch Farbstoffe und/oder schlimmeres.


    Beim tüven ist mir nun aufgefallen das mein Kastrat sehr viele Haare verliert, die aussehen als hängt unten noch eine Schuppe dran.
    Dann schau ich genauer und man merkt die ersten kahlen Stellen und sieht punkte im Fell (Milben).

    Ich würd den Kastrat sofort zu den Mädels setzen und notfalls auch lieber alle drei behandeln.Sicherheitshalber könntest Du ihn bis zum nächsten Tag alleine setzen um dann eine kotprobe abzugeben, obwohl man die auch über drei Tage sammelt.
     
  9. #7 Fragaria, 13.06.2012
    Fragaria

    Fragaria Guest

    Ganz weit weg? Nein, das sehe ich nicht so..... Sicherlich haben sie sich angepasst, ja - schlicht weil wohl viele Tiere bei der Fehlernährung früher verstorben sind und sich somit nur die vermehrt haben, die vom Darm her robuster sind. Aber da Getreide praktisch nie auf dem Futterplan stand gibt es für mich keinen Grund, das einzuführen. Ausnahmen: besser verdauliche Flocken o.ä. und das auch nur bei Bedarf und nicht für alle immer als Standard. Und auch dann sollt das nur einen kleinen Teil der Ernährung ausmachen.

    Das Hauptproblem ist: wie machst du "Probleme" fest? Es ist ja nicht nur ein aktues Verdauungsproblem. Das könnte man leicht zuordnen. Es kann aber alles mögliche sein. Plötzliche unerklärliche Todesfälle. Zu große Babys. Anfälligkeit für Infektionen aller Art. SD-Probleme (werden beim Menschen von vielen Medizinern auf eine Mangel bzw. Fehlernährung zurückgeführt, auch bei Tieren denkbar), Diabetes und und und....... Ich wäre mit solchen Aussagen daher vorsichtig. Klar sind früher auch Tiere in kleinen Käfigen mit Vitakotz Fertigfutter steinalt geworden - nur leider eben viele auch nicht und sehr oft sind die Todesursachen unklar gewesen.

    *wink*
    Gabi
     
Thema: Viele versch. Fragen - zur VG, Getreide und Krankheiten
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