Viel Flüssigkeit in der Lunge / Hoffnung?

Diskutiere Viel Flüssigkeit in der Lunge / Hoffnung? im Krankheit/Kastrationsfragen Forum im Bereich Meerschweinchen; Hallo zusammen, ich komme gerade vom Tierarzt und stehe noch völlig neben mir... Kurz zur Vorgeschichte: Phoebe kam vor einem Jahr zu uns,...

  1. tatti

    tatti Schweinchen-Neuling

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    Hallo zusammen,

    ich komme gerade vom Tierarzt und stehe noch völlig neben mir...

    Kurz zur Vorgeschichte: Phoebe kam vor einem Jahr zu uns, aus einer Notstation, mit einem geschätzten Alter von einem Jahr und einem Gewicht von unter 600 Gramm. Sie war natürlich vom Tierarzt gründlich untersucht und beobachtet worden, bevor sie zu uns kam, aber es konnte nie etwas festgestellt werden und das niedrige Gewicht wurde am Ende auf die "Inzucht" geschoben, aus der sie kam. In unserer kleinen, ruhigen 5er-Gruppe fühlte sie sich aber pudelwohl und nahm ganz langsam zu, im Herbst hatte sie dann 950 Gramm. Dieses Gewicht hat sie den ganzen Winter in Außenhaltung super gehalten.

    Letzte Woche dann der Schock: In einer Woche hatte sie plötzlich 150 Gramm abgenommen, ohne dass ich irgendetwas gemerkt habe. Sie hat gefressen, sich völlig normal verhalten und hatte keine offensichtlichen Krankheitsanzeichen.

    Ich bin dann direkt mit ihr in die Tierklinik gefahren. Dort wurden beim Abhören ganz leichte Lungengeräusche gehört und es wurde ein beginnender Lungeninfekt vermutet. Ich sollte ihr 14 Tage lang ein AB geben und morgen zur Kontrolle kommen.

    In der vergangenen Woche hat sie schleichend weiter abgenommen (nochmal 40 Gramm), ansonsten wirkte sie aber völlig normal. Heute kamen dann plötzlich deutlich hörbare Lungengeräusche dazu und die Anstrengung beim Atmen war ihr anzusehen.

    Gerade waren wir also nochmal in der Tierklinik. Heute wurde ein Röntgenbild gemacht. Das Ergebnis: Die gesamte Lunge ist voller Flüssigkeit, es verbleibt kaum noch freies Volumen zum Atmen. Der ganze Brustkorb war auf dem Röntgenbild weiß.

    Die Therapie der letzten Tage ging also in die komplett falsche Richtung. Eine letzte Chance haben wir nun noch: Ich muss Phoebe jetzt bis Samstag Morgen 3 x täglich eine Mittel zur Entwässerung spritzen. Sollte das anschlagen, wird in Richtung Herzfehler weiterbehandelt. Die Chancen stehen allerdings wohl mehr als schlecht. Ich soll damit rechnen, dass wir sie am Samstag gehen lassen müssen, eventuell auch schon eher, wenn es ihr schlechter geht.

    Ich bin nun einfach nur fertig. Ich habe Angst vor dem Spritzen, habe Angst sie mit Atemnot im Gehege zu finden, habe Angst vor Samstag... Was meint ihr? Gibt es Hoffnung? Hat jemand nach so einer Diagnose ein Schweinchen nochmal auf die Beine bekommen?

    Traurige Grüße...
     
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  3. #2 meerinna, 16.05.2013
    meerinna

    meerinna Schweinchen-Kenner

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    Hallo,

    es tut mir sehr leid, dass dein Schweinchen solche Lungenprobleme hat. Entwässerung ist schon mal gut, sowohl bei Herz- als auch bei Lungenproblemen und die einzige Chance, die ihr habt … und es muss schnell passieren. Daher musst du auch so oft spritzen. Allerdings schlagen diese Entwässerungsmedikamente oft erst nach einigen Tagen an.

    Wichtig wäre in einem zweiten Schritt, die Ursache herauszufinden, um gezielt behandeln zu können. Hat die Röntgenaufnahme "nur" Wasser in der Lunge ergeben? Du schreibst, dass der gesamte Brustkorb weiß war … Das kann auch auf ein Herzproblem hinweisen.

    Eines meiner Schweinchen hatte vor 3 Wochen ein ähnliches Ergebnis (Röntgenbild), wie du es beschreibt. Da war es allerdings nicht die Lunge, sondern das Herz, das den gesamten Brustraum einnahm und ihr die Luft zum Atmen nahm. Ein Herzultraschall ergab einen Perikarderguss, an dem mein Schweinchen leider auch verstorben ist.

    Aber vor einigen Jahren hatte ich zwei Schweinchen mit Atemproblemen: einmal wurde eine Lungenfibrose (aufgrund des jahrelangen Haltens auf staubiger Einstreu) festgestellt, einmal eine Herzmuskelerkrankung (die sehr seltene DCM). Beide konnten gut medikamentös eingestellt werden und wurden trotz ihrer Krankheit 8 bzw. 9 Jahre alt. Also Kopf hoch und nicht aufgeben! Wenn das Schweinchen noch frisst, will es leben!

    Alles Gute dem Schweinchen!

    Lieben Gruß
    meerinna
     
  4. #3 schweinchenshelly, 16.05.2013
    schweinchenshelly

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    Ich hatte das einmal bei einem alten Schweinchen und da ging es nicht gut aus. Nach der Feststellung, dass sie Wasser in der Lunge hat, habe ich auch so oft entwässert wie du, 3x am Tag. Das führte dann aber leider dazu, dass sie viel zu viele Mineralien verloren hat und letztlich nicht einen Schritt mehr laufen konnte, weil sie keinerlei Kraft mehr hatte. Die Lunge war zwar besser, aber der Gesamtzustand war nicht mehr vertretbar, ich habe sie dann gehen lassen, weil ich das nicht mehr mit ansehen konnte.

    Tut mir leid, dass ich dir nicht mehr Hoffnung machen kann. :aehm:

    PS: ursächlich war übrigens ein Herzproblem, event. auch SDÜ, aber das konnte und brauchte man nicht mehr testen. Das Wissen hätte uns ja eh nichts genutzt.
     
  5. tatti

    tatti Schweinchen-Neuling

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    Danke für eure Antworten, ihr beiden!

    Wenn ich den Tierarzt richtig verstanden habe, war das Herz sowohl beim Abhören als auch auf dem Röntgenbild unauffällig. Der Herzfehler war einfach nur ins Blaue geraten. Sicher ist bisher nur die Flüssigkeit in der Lunge.

    Phoebe geht es unverändert. Sie ist erschreckend abgemagert. Das Spritzen fällt mir deshalb unheimlich schwer, man kann kaum etwas "packen", und mir fehlt halt einfach die Übung. Heute Mittag hat sie eine Tablette bekommen. Die hat der Tierarzt mir vorsichtshalber mitgegeben, falls das Spritzen nicht klappt. Heute Abend spritzt mein Mann wieder, er hat da einfach das bessere Händchen für...

    Das Fressen klappt weiterhin erstaunlich gut. Vorhin hat Spiky noch ordentlich was auf die Mütze bekommen, weil er Phoebe ihr Leckerli klauen wollte. Wenn ich sie so beobachte, kann ich mir einfach nicht vorstellen, sie morgen gehen zu lassen. Sie kämpft doch so tapfer!
     
  6. #5 Angie-Tom, 17.05.2013
    Angie-Tom

    Angie-Tom Guest

    Das Furosenid (Injektionsware, Hexal oder Ratiopharm) darf auch oral verabreicht werden. Das sollte Dein TA wissen. Spritzen ist zwar besser, aber wenn es schwierig wird auf Dauer, danngeht auch die Injektionsware aus der Humanmedizin.
    Dosierungen stehen in Schweigarts Buch "Arzneimittelanwendungen bei Nagetieren". Sollte ein guter TA da haben.

    Eine Entwässerung kann in einem solchen Fall bis zu 2 Wochen dauern, bis sie anschlägt. 3 Tage ist zu wenig.

    Ein ACE-Hemmer kann in einem solchen Fall schon gegeben werden (z.B. Vasotop für Hunde). Viele TA sehen eine HI bei Meeris nicht auf RöBis.

    Auch eine Blutuntersuchung auf den T4-Wert (Schilddrüsenwert) ist anzuraten.

    Erfahrener TA für Meeris ist aber wichtig.


    Habe leider schon einige Herz- und Schilddrüsenschweine behandeln müssen.
    Es war mit der richtigen Behandlung an sich gut behandelbar.
    Ein Schwein war mir sogar blau angelaufen, so voll war die Lunge. Wir haben ihn durchbekommen.
     
  7. #6 Angie-Tom, 17.05.2013
    Angie-Tom

    Angie-Tom Guest

    Du brauchst sie nicht gehen lassen!!!!!


    3 Tage reicht nicht mit der Entwässerung.

    Es dauert 2 Wochen - das ist normal und sei froh, daß sie selber frisst.
    Das Glück hatte ich nämlich anfangs nicht.

    Wie gesagt.
    ACE-Hemmer zusätzlich. Vasotop - die kleine Tablette für Hunde, ebtsprechend dosiert!!

    Für die Entwässerung die Furosenid-Ampullen (20 mg/Ampulle) von Hexal oder Ratiopharm vom TA verschreiben lassen und die Entwässerung oral verabreichen!

    T4-Wert bestimmen lassen, da eine SDÜ auch das Herz beeinträchtigt (hohe Herzfrequenz) und Gewichtsabnahme in großem Maße verursacht.
     
  8. #7 tatti, 18.05.2013
    Zuletzt bearbeitet: 18.05.2013
    tatti

    tatti Schweinchen-Neuling

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    Guten Morgen Tom und Angie,

    erstmal ganz lieben Dank für die vielen Infos! Ich bin gerade dabei, mir einen Spickzettel mit deinen ganzen Tipps zu machen. Um 10 muss ich da sein.

    Heute erwartet mich eine Vertretungsärztin, die ich gar nicht kenne. Ich weiß also nicht, ob sie Erfahrungen mit Meerschweinchen hat und ob sie sich "auf den Schlips getreten" fühlt, wenn ich gleich mit meinem Zettel ankomme. Wir werden sehen. Aber generell ist mir die Klinik hier im Forum mehrfach empfohlen worden.

    Zur Zeit bekommt Phoebe Diuren gespritzt. Mal sehen, ob ich sie davon überzeugen kann, mir etwas aus der Humanmedizin zu verschreiben. Hast du Argumente für mich, warum das Furosenid die bessere Wahl ist?

    Wir möchten gerne mit Phoebe kämpfen - hoffentlich zieht die Klinik mit!

    Ach, nochwas: Soll ich mir vorsichtshalber was zum Päppeln mitgeben lassen? Wäre das jetzt bei fast 200 g Gewichtsabnahme langsam an der Zeit, auch wenn sie selbstständig frisst?
     
  9. #8 meerinna, 18.05.2013
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    Hallo,

    die Ampullen, die Angie und Tom beschreiben, kenne ich nicht. Ich habe bei meinen beiden Schweinchen auch Furosemid gegeben, allerdings in Tablettenform. Das Medikament heißt Dimazon und gibt es in verschiedenen Konzentrationen. Wichtig ist, dass du dann Dimazon (und zwar Furosemid 10 mg) bekommst. Hier kennen sich auch nicht viele TAs aus. Das nur als Tipp am Rande.

    Viele Glück und alles Gute!
    LG
    meerinna
     
  10. tatti

    tatti Schweinchen-Neuling

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    Danke, meerinna!

    Dimazon sind die besagten "Notfalltabletten", die ich hier habe und mit denen ggf. ab heute Nachmittag weiterbehandelt werden soll, falls wir uns entscheiden, sie nicht zu erlösen. 1/2 Tablette, 3 x täglich. Da ich aber nicht die ganze Packung bekommen habe, steht keine Konzentration drauf. Werde ich gleich erfragen, kommt mit auf meinen Zettel!
     
  11. #10 meerinna, 18.05.2013
    meerinna

    meerinna Schweinchen-Kenner

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    Hallo,

    ja, frag mal nach beim TA wegen der Konzentration! Die Dosierung, die du angibst, ist aber auch nur für kurze Zeit möglich, um das Schweinchen möglichst schnell zu entwässern. Dies sollte nicht länger als 3 Tage gemacht werden. Dosierungshinweise werden im Forum meist auch gleich wieder entfernt, damit keiner seine Schweinchen "einfach mal so" selbst behandelt.

    LG
    meerinna
     
  12. #11 Angie-Tom, 18.05.2013
    Angie-Tom

    Angie-Tom Guest

    Furorese 20 mg Ampullen (Injekt.-Lsg.)

    Furosemid ist der Wirkstoff.

    Die Ampullen enhalten diesen Wirkstoff in der Konz. 10 mg/ml.
    Eine Ampulle (mit 2 ml) enthält 20 mg Furosemid.

    Alles klar?

    Die Ampullen (5 pro Packung N1) gibt es von Hexal und von Ratiopharm.
    Der TA kann es auf Rezept verschreiben. Es ist ein Humanmedi und in jeder Apotheke zu kriegen.

    Die Anwendung der Injektionslösung zur Entwässerung ist beim Meerschwein üblich, da eine Lösung einfaher zu verabreichenund besser zu dosieren ist.
    Das Buch von Guido Schweigart "Arzneimittelanwendungen bei Nagetieren (sollte jeder gute TA da haben) gibt die Dosierungen an.

    Auch die Tablette "Dimazon" (i.d.R. 10 mg/Tablette) ist dort angegeben.
    Nachteil von Tabletten ist aber, daß sie schlechter dosierbar sind und Hilfsstoffe enthalten sind (z.B. Laktose, etc. als technische Tablettierhilfsmittel), die nicht so dolle sind für den Meerimagen.
    In der Ampullenlösung ist der Wirkstoff lediglich in physiologischer Kochsalzlösung gelöst und somit keine überflüssigen Nebenstoffe enthalten.

    In TA-Praxen wird seit einiger Zeit auch eine Entwässerungslösung speziell für Tiere ausgegeben. Allerdings enthält dieses Meikament Konservierungsstoffe, wie Benzoate, etc., die (auf Dauer) nicht gesund sind.

    Bitte überzeuge Deinen TA mit diesen Infos hier. Sie sind Erfahrungswerte und vorallem basieren sie auf den Behandlungsmethoden eines Meerierfahrenen TA's.

    Vlt. wohnst Du ja in der Nähe von Dortmund, dann sollte Guido Schweigart in Holzwickede Deine erste Adresse sein.

    Bei Fragen zu Dosierungen, Medis, Behandlungen, etc. gerne per PN.

    Päppelbrei auf alle Fälle mitnehmen und bei dem Gewichtsverlust auf alle Fälle T4-Wert im Blut bestimmen lassen (Blutabnahme allerdings erst nach der Entwässerung).

    Auch auf dem Vasotop (kleine Tab, die wird dann auch noch dosiert) als ACE-Hemmer bestehen. Das ist keinesfalls verkehrt.

    Und nicht so schnell aufgeben. Leider haben die wenigsten Kliniken, TA-Praxern richtig Ahnung bei Herz- und SD-Leiden bei Meeris.

    Daher gebe ich Dir die Infos.
     
  13. #12 Angie-Tom, 18.05.2013
    Angie-Tom

    Angie-Tom Guest

    Die angegebene Dosierung ist sogar zu hoch.
    Siehe PN!
     
  14. tatti

    tatti Schweinchen-Neuling

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    Guten Abend zusammen,

    ich möchte mich erstmal ganz herzlich bedanken, dass es hier Menschen gibt, die sich die Mühe machen, mir so viele Tipps zu geben, für mich in Büchern nachschlagen und mir Dosierungsanleitungen zukommen lassen, obwohl sie hier wahrscheinlich zum ersten Mal einen Beitrag von mir lesen. Darüber freue ich mich wirklich!

    Phoebe ist heute nicht erlöst worden, sie ist hier bei uns zu Hause. Leider lief der Termin beim Tierarzt trotzdem nicht wie erhofft.

    "Unser" Tierarzt war heute doch da, wir mussten also nicht zu einer Vertretung. In einem Vorgespräch stimmte er mir grundsätzlich zu: Nicht erlösen, weil Phoebe vom Allgemeinzustand einen sehr positiven Eindruck macht und Lebenswillen zeigt, außerdem die Dosis der Entwässerungsmedikamente senken, ab sofort eine mögliche Herzinsuffizienz behandeln... Zuerst machte er aber einer Röntgenaufnahme, welche die Pläne sofort wieder über den Haufen geworfen hat: Die Flüssigkeit in der Lunge hat begonnen, sich zurückzubilden. Nicht viel, aber auch für mich als Laie deutlich sichtbar.

    An den Stellen, an denen nun nicht mehr nur Flüssigkeit zu sehen war, sah man aber statt dessen eine sehr große Gewebeveränderung. Das ganze Ausmaß war noch nicht sichtbar, dazu war noch zu viel Flüssigkeit da. Aber der Tierarzt geht von einem Tumor aus. Von einem sehr großen.

    Da damit nun die Ursache für die Flüssigkeit gefunden sein dürfte, war von Herzinsuffizienz oder Schilddrüsenprobleme keine Rede mehr. Nur eine bakterielle Geschichte, zum Beispiel durch eine Verletzung durch einen eingeatmeten Fremdkörper zieht er noch in Betracht.

    Dagegen bekommt Phoebe nun wieder Baytril. Wobei ich da - mit meinem bescheidenen medizinischen Wissen - wenig Sinn sehe. Zum einen habe ich hier schon so oft gelesen, dass Baytril als Allheilmittel bei Meerschweinchen langsam überholt ist, da zu viele Keime resistent sind. Zum anderen wurde Phoebe ja schon eine Woche lang mit Baytril behandelt, gegen die vermutete Lungeninfektion. Danach folgten 3 Tage Pause. Dann dürfte der Keim - wenn es überhaupt einer ist - nun doch nun eh schon resistent sein, oder? Für mich klingt das eher nach wildem Aktionismus, um überhaupt irgendwas zu tun. Oder irre ich mich da? Der Arzt konnte es zumindest nicht ganz abstreiten, fand es aber einen Versuch wert.

    Nun, dann wird weiter entwässert, mit 1/2 Dimazon (10 mg) 3x täglich. Überdosis hin oder her, es geht nur darum, dass sie nicht erstickt.

    So, nun gibt er ihr wenige Tage, bis sich der Allgemeinzustand verschlechtert und sie erlöst wird. Die Veränderung in der Lunge - was immer es ist - ist einfach zu groß.

    Was meint ihr? Kann man noch irgendetwas tun? Über irgendetwas nachdenken? Die Praxis Schweigart ist nicht direkt um die Ecke, aber durchaus zu erreichen von hier. Aber tue ich Phoebe einen Gefallen, wenn ich jetzt nochmal mehrere Stunden mit ihr unterwegs bin? Kann dort überhaupt noch etwas anderes festgestellt werden? Oder soll ich lieber die letzten Tage mit ihr genießen uns sie in ihrer gewohnten Umgebung lassen?
     
  15. #14 meerinna, 18.05.2013
    meerinna

    meerinna Schweinchen-Kenner

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    Hallo tatti,

    wie schön, dass die Lunge etwas besser aussieht und das Entwässerungsmedikament anschlägt! Dann seit ihr auf dem richtigen Weg.
    Frisst denn Phoebe noch relativ gut? Wie ist ihr Allgemeinbefinden (gesträubtes Fell, tränende Augen)?

    Ein Tumor ist natürlich keine schöne Diagnose ... Ein Fremdkörper kann sein, kommt aber relativ selten vor.
    Das Baytril scheint mir eher eine "Verlegenheitsmaßnahme" deines TAs, weil er nicht mehr weiterweiß ...

    Du kannst aus meiner Sicht dem Schweinchen neben der Entwässerung nur durch Immunstärkung helfen, das heißt für mich, alles, was es gern frisst, anbieten, sodass es seinen Lebenswillen nicht verliert.
    Ein gutes Mittel zur Immunstärkung (gerade bei Lungenproblemen) ist Pulmostat akut. Es ist auf rein pflanzlicher Basis und wird sehr gern genommen.

    Einen anderen TA würde ich derzeit nicht konsultieren, das Schweinchen braucht meiner Meinung nach, erst einmal Ruhe, aber das musst natürlich du entscheiden. Viele im Forum halten Schweigart für die Koryphäe schlechthin, was Schweinchen anbelangt.

    Und noch stirbt dein Schweinchen nicht! Du wirst merken, wenn es kämpfen will, dann kämpfe mit ihm!

    Alles Gute!
    LG
    meerinna
     
  16. Karima

    Karima Schweinchen-Guru

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    Ruf doch mal bei Schweigarts an. Evtl. können Sie Dir anhand des RöBi schon im Vorfeld sagen, ob sie Euch anderweitig helfen könnten...

    Bei meiner Lotti war das blöde AB nicht gerade förderlich für den Krebs. Nur da kamen wir nicht drum rum. :runzl:

    Schweigarts raten nicht immer zur Immunstärkung, der Schuß kann auch nach hinten losgehen, das Immunsystem anzukurbeln...

    Alles Gute, ich wünsche Euch noch eine möglichst schöne und lange Zeit!
     
  17. #16 Chrissi89, 19.05.2013
    Chrissi89

    Chrissi89 Guest

    Da muss dein Schweinchen ja ganz schön was mit machen.

    Wenn man auf den Röntgenbildern nicht richtig definieren kann was dort sein könnte, wäre dann nicht ein Ultraschall hilfreich.
    Dann könnte man gleich das Herz mit schallen.

    Oft hört man keine Veränderungen, sondern sieht sie nur durch ein US.


    Ich drücke fest die Daumen sie wieder auf die Beine kommt
     
  18. #17 capsy, 19.05.2013
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 19.05.2013
    capsy

    capsy Guest

    Hallo,
    lese still mit und drücke fest die Daumen...

    >>Nun, dann wird weiter entwässert, mit 1/2 Dimazon (10 mg) 3x täglich. Überdosis hin oder her, es geht nur darum, dass sie nicht erstickt.>>
    Richtig und es ist nicht überdosiert - da gehen die Meinungen klar auseinander!
    Laut Ewringmann sollte die Entwässerung erst mal hoch dosiert werden und dann runterdosiert werden. Immer auf gute Flüssigkeitzufuhr achten.
    Ich würde ebenso kein Diamazon geben, sondern Lasix oder Furorese in flüssiger Form und ausserdem würde ich es bei so einer Diagnose selbst spritzen!

    Oral liegt hier bei meinen Herzis die Dosierung um Klassen höher, wie wenn sie es gespritzt bekommen - und bei extremen Fällen wirkte hier nur die Spritze! Laß es dir zeigen und trau dich. Ich habs auch gelernt...:ohnmacht:

    Ebenso würde ich das Herz schallen lassen und wenn dann Prillium (flüssiger ACE-Hemmer) geben. Diesen kann man je nach dem auch "über"dosieren, wenns notwenig ist und der Kreislauf es zu läßt.

    Schick das Röntgenbild zu Schweigart - gute Idee!

    Baytril verstehe ich nur als "dazu"-Lösung - wenn Wasser in der Lunge ist, kann dies auch zu Entzündungen führen... naja...

    Falls sie Röchelt, könnte man einen Schleimlöser (Bisolvon) dazu geben oder Ultraschallinhalation mit Schleimlöser (NAC verdünnt mit NaCl) machen. Keine WARME Inhaation - da können sie schlechter atmen dabei!

    Meine Mimi hat damals, als es ganz schlimm war einen Bronchienerweiterer (Solosin) dazu bekommen und das Atmen viel ihr dadurch leichter.

    Wünsche viel Glück!
    Alles Gute, Claudia
     
  19. capsy

    capsy Guest

    Oh, hab gesehen - du spritzt ja. Sorry.

    Wie gehts ihr denn?
    Trau mich garnicht zu fragen... :mist:
    Drück so fest die Daumen...
    Claudia
     
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  21. tatti

    tatti Schweinchen-Neuling

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    Vielen lieben Dank fürs Daumendrücken! :-)

    Sie hat das Wochenede erstaunlich gut überstanden. Seit gestern frisst sie etwas weniger, aber ihr Gewicht hält sie, sie hat sogar 40 g zugenommen. Könnten natürlich auch Wasser oder Tumormasse sein, aber wir gehen vom Besten aus.

    Warte gerade auf eine Mail von der Praxis Schweigart, hab die Röntgenbilder hingeschickt...
     
  22. tatti

    tatti Schweinchen-Neuling

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    Guten Abend zusammen,

    gerade kam der ersehnte Anruf aus der Praxis Schweigart. Leider nicht mit dem gewünschten Ergebnis. :mist: Wir brauchen nicht vorbeizukommen, die Diagnose ist eindeutig. Es ist definitiv viel Tumorgewebe in der Lunge.

    Das AB können wir also ab sofort weglassen. Entwässert wird weiter, allerdings wird ab sofort die Dosis bis auf 1/2 Tablette täglich runtergefahren. Sonst nichts, kein Päppeln, keine Stärkung des Immunsystems, einfach abwarten Mehr können wir nicht tun, da waren sich jetzt alle Ärzte einig.

    Was die Lebenserwartung betrifft, wollte Frau Schweigart sich nicht festlegen. Unser Tierarzt hat ja von Stunden bis Tagen gesprochen, sie behandelt jetzt schon seit 3 Jahren ein Schweinchen mit ähnlichem Krankheitsbild. Irgendwo dazwischen wird es also wohl liegen.

    Bis heute hatte ich noch Hoffnung, dass das alles ein Irrtum ist und Phoebe vielleicht doch noch behandelt werden kann. Jetzt bleibt uns nichts anderes übrig, als die verbleibende Zeit mit ihr zu genießen. Und das werden wir definitiv tun! :love: Sie ist noch immer fröhlich und wuselig und frisst fleißig. Besser wird es sicher nicht mehr, aber wenn es noch eine Zeit lang so bleiben würde, wäre das toll! Danke fürs Daumendrücken!
     
Thema: Viel Flüssigkeit in der Lunge / Hoffnung?
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