Verknöchert Schambeinfuge auch bei langer Zuchtpause?

Diskutiere Verknöchert Schambeinfuge auch bei langer Zuchtpause? im Nachwuchs Forum im Bereich Meerschweinchen; Hallo zusammen, kann mir jemand sagen, ob die Schambeinfuge bei einem Weibchen, das bereits ein/mehrere Würfe hatte (rechtzeitig und...

  1. Arcoub

    Arcoub Guest

    Hallo zusammen,

    kann mir jemand sagen, ob die Schambeinfuge bei einem Weibchen, das bereits ein/mehrere Würfe hatte (rechtzeitig und problemlos) mit der Zeit verknöchern kann wenn die Zuchtpause zu gross wird?

    Falls jemand hierzu Informationen hat: Wie lang sollte die Zuchtpause längstens sein um eine Verknöcherung der Schambeinfuge auszuschliessen?
    Und weiss jemand, ob es zu diesem Thema Literatur gibt?

    Zur Verknöcherung vor dem ersten Wurf und frühzeitigem Decken der Sau findet man an jeder Ecke Informationen. Hierüber aber kann ich nirgendwo etwas finden...
    Würde mich freuen wenn mir jemand weiterhelfen kann :-)

    Liebe Grüsse,
    Beate
     
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  3. #2 nickidaniel, 16.09.2009
    nickidaniel

    nickidaniel Guest

    hmm also ich hab mal gehört das die pause zwischen zwei würfen nicht länger wie höchstens ein jahr sein sollte, denn dann kann es durchaus sein dass es auch verknöchert ist. aber ich hab das nur mal nebenbei irgendwo gelesen, vielleicht weiss jemand mehr drüber und kann das besser erklären, wenn ich falsch informiert bin!!
     
  4. urmel

    urmel schweinelos

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    10 Monate, um eine Verknöcherung ausschliessen zu können.
    12 Monate um einigermassen sicher zu sein

    puh aber in welchem Buch oder Fachartikel ich das gelesen habe, kann ich Dir gerade nicht mehr sagen.

    Grüße
    Petra
     
  5. #4 Nico2209, 19.09.2009
    Nico2209

    Nico2209 Guest

    frühstens 3 Monate spätestens 14 Monate
    & am besten sind zwischen 8-10 Monaten !
     
  6. Arcoub

    Arcoub Guest

    Vielen Dank für Eure Hilfe!!

    Also wenn auch der Zeitpunkt nicht so ganz genau eingegrenzt werden kann ist es scheinbar wirklich so, dass die Schambeinfuge nicht nur bei Jungtieren verknöchert sondern auch bei älteren Tieren....

    Das ist mit ehrlich gesagt völlig neu und ich bin sehr überrascht, dass es scheinbar recht vielen Züchtern bekannt ist :-) Habe nämlich leider weder in einem Buch noch im Internet irgendwo einen Hinweis hierauf gefunden.
    Schade, dass erst ein Wurf schiefgehen muss, ehe man so weit denkt :-(( Habe eine ganze Reihe medizinischer Wälzer, und kein Einziger wusste das :-((

    Ich denke mal dann mache ich am wenigsten falsch, wenn ich eine Sau spätestens mit 6 Monaten wieder zum Bock setzte. Unter der Voraussetzung, dass sie recht schnell aufnimmt, dürfte die Zeit zwischen zwei Würfen dann maximal ein Dreiviertel Jahr betragen und nach Euren Angaben müsste das ja passen.

    Dankeschön :-))

    Liebe Grüsse,
    Beate
     
  7. #6 reiskeks, 20.09.2009
    reiskeks

    reiskeks Guest

    Zum Thema "Zuchtpausen" gibt es schon einige Infos, finde ich. Von "mindestens" bis "höchstens" werden durchaus Angaben gemacht. Ist ja auch ein ganz ganz wichtiges Thema. Und die Länge der Zuchtpausen sind hier im Forum auch schon diskutiert worden, mehrfach. Vielleicht wirst du ja über die "suche" fündig.
     
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  9. #7 Nico2209, 21.09.2009
    Nico2209

    Nico2209 Guest

    nicht spätestens nach 6 Monaten !
    Ab 6 Monate
    Du musst aber auf auf das Gewicht des Weibchens/Männchens
    Auf die Rasse, die Gene der Vorgenerationen etc. achten !
    Wenn sie mit 8 Monaten nicht aufgenommen hat, würde ich sie
    nicht mehr bei einem unkastrierten Männchen lassen !
    Also meine Sau war nur 3 Tage bei einem Bock und wurde schwanger!
     
  10. #8 Pepper Ann, 22.11.2009
    Pepper Ann

    Pepper Ann Ridgeback-Züchterin

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    Wollte das Thema mal wieder auskraben, da ich genau da schon nachgeforscht habe und es keinen Bewies für eine Verknöcherung, also die Einlagerung von Calcium ins Knorpelgewebe gibt! Eine Verknöcherung in dem Sinne finden also nicht statt!!! Nicht mal Böcke haben grundsätzlich sowas. Ich selber habe auch noch nie ein verknöchertes Becken bei einem Bock gesehen. Der Grund warum ältere Weibchen oft Probleme haben liegt daran, dass die Früchte zu groß werden, da bei älteren Tieren und bei großen Zuchtpausen nur wenige Eizellen heranreifen. Aus dem Grund bleibt für die wenigen Babys mehr Energie und sie werden größer. Außerdem vermutet man, dass die Bänder (und damit Beckenknochen) sich während der Geburt nicht mehr optimal dehnen und somit die großen Babys nicht aus dem Becken kommen. Da dies unter Hormoneinfluss geschiet und auch Muskeltätigkeit notwendig wird, sollen/sind quasi die älteren Weibchen oder bei sehr langen Pausen nicht mehr "trainiert". Zudem vermutet man, dass durch das fehlende Training auch oft Wehenschwäche auftritt.
    Große Babys und/oder seltener in Kombination Wehenschwäche sind wohl der häufigste Grund für Probleme. Ob sich das Becken wirklich inoptimal dehnt, konnte ich auch nicht 100%ig erfahren. Also dieser Punkt scheint auch nicht wirklich klar zu sein.

    Ich spreche auch aus Erfahrung mit gut konditionierten Zuchttieren, wo man bei angepasster Fütterung mit keinen derartigen Problemen rechnen muss. Bei Mischlingen und Mix-Zuchten kommen noch andere Komplikationen hinzu, nämlich Unterernährung, schlechte Kondition, zu kleiner und unterentwickelter Körper der Mütter durch falsche Selektion und/oder Fütterung. Auch die falsche Ernährung sorgt schnell für zu große Babys und dann hat man sogar bei Rassetieren große Problem, auch bei kurzen Pausen. Daher darf man Weibchen unter einem gewissen Gewicht auch nicht verpaaren, weil die Babygröße schnell die Kapazität des Beckens erreicht hat. Außerdem, für Gebärmuttervorfälle und Steißlage soll auch eine Folge von zu großen Babys sein, die sich aufgrund der Größe immer wieder falsch drehen und den Geburtsausgang auch für kleinere Geschwister versperren. Auch Totgeburten sind oft Folge von langsamen Geburten durch zu große Babys. Man muss da sehr sehr aufpassen, was die Fütterung und Konditionierung der Mütter angeht.

    Also wie gesagt, ich denke das man bei inoptimaler und zu energiereicher Fütterung einfach nur große Früchte umgeht, indem man die Mütter mit stark energieraubende Zuchtpraktiken (kurze Zuchtpausen) dauerhaft auf Energieentzug setzt. So bleiben die Früchte einigermaßen klein. Immer mehr Züchter gehen aber nun dazu über energieärmer zu füttern und längere Pausen zu machen.

    LG Anna
     
Thema:

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