Verhalten nach Tod eines Partnertiers

Diskutiere Verhalten nach Tod eines Partnertiers im Haltung und Verhalten (Archiv) Forum im Bereich Archiv; Toi, toi, toi - in den letzten Jahren hält es sich mit der Sterberate in Grenzen, aber ein dreiviertel Jahr nach Didis Tod frage ich mich, wie ich...

  1. #1 Katrina, 29.08.2011
    Katrina

    Katrina Herr der Schweinchen

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    Toi, toi, toi - in den letzten Jahren hält es sich mit der Sterberate in Grenzen, aber ein dreiviertel Jahr nach Didis Tod frage ich mich, wie ich Timos Verhalten von damals beurteilen soll.

    Sowas Liebes habe ich bisher noch nie gesehen. Didi hatte vorher einen anderen Partner, der irgendwann in die Rappelphase kam und später zu meiner damaligen Weibchengruppe gezogen ist.

    Danach kam Timo als Frühkastrat zu ihm und es war so harmonisch. Timo hat sich sofort untergeordnet. Als Didi so plötzlich gestorben ist, habe ich ihn, wie ich es immer nach einem Schweinetod mache, ins Gehege gelegt. Timo hat ihn minutenlang beschnuppert, ist um ihn rumgewandert und hat ihn geputzt (auch über's Auge). Ich musste so heulen bei dem Anblick, weil es so liebevoll erschien. Nach geraumer Zeit ist er dann in sein Häuschen und dann habe ich Didi auch rausgenommen.

    Wie kann man denn sowas verstehen? Meerschweinchen putzen sich ja eher doch verdammt selten gegenseitig, wenn sie nicht gerade eine besondere Beziehung haben (unser Kastrat Flocke und Clara sind z.B. auch so ein Team, das sich ständig gegenseitig putzt oder auch nur sehr dicht nebeneinander liegt). Warum hat Timo sowas denn gemacht?
     
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  3. #2 *Viöli*, 30.08.2011
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    Hallo :)

    Das Verhalten kenne ich, meine Temperance hat meine Trixie (vor exakt einem Jahr) auch abgeschlabbert und gesäubert, auch übers Auge (ich hatte schon Angst, sie würde es annagen...)

    Ich kann mir vorstellen, dass dies wie eine Verabschiedung ist.
    Es hört sich zwar ein wenig "vermenschlicht" an ;), aber die Tiere sind ja befreundet und ich merke oft nach dem Tod eines anderen, wie sie auch trauern.
    Vor allem ist es schwierig, so habe ich das zumindest bemerkt, wenn die Tiere eingeschläfert wurden und die anderen das tote Tier nicht mehr gesehen haben.
    Es ist wohl schwieriger für sie, wenn ein Freund einfach weg ist und eine leere Stelle in der Rangordnung hinterlässt und sie nicht wissen, ob er nochmal wieder kommt etc.

    Wahrscheinlich hilft es ihnen eben, wenn sie sehen, dass ihr Freund nun nicht mehr lebt und sie nehmen so Abschied von ihm...
    Diese Vorstellung finde ich zumindest ganz schön. :verlegen:
    Trixie war mein einziges Tier, was nicht eingeschläfert wurde und automatisch habe ich sie zum Schluss, als sie ihre letzten Atemzüge tat, in ihr vertrautes Gehege zu den anderen gelegt (sie hatte wahrscheinlich Meerschweinchenlähme, es ging alles ganz schnell, zum Glück kam ich gerade nach Hause :wein:)
    (ich lag auch halb drin ;) , um bei ihr zu sein und die anderen Tiere haben sich auch nicht von mir stören lassen, sie schienen viel zutraulicher als sonst und scharten sich um meine Kleine)

    Man bemerkt ja auch immer wieder, dass sich die Gruppe kurz vor dem Tod eines Tieres oder bei einer schweren Krankheit um das Erkrankte schart, um es zu beschützen etc.
    Warum dann nicht auch Abschied nehmen?!

    Mich würden aber auch noch andere Theorien interessieren, gibt es vielleicht auch eine ganz natürliche Erklärung, z.B. dass die Tiere das Verstorbene säubern, damit sich nicht so viele Parasiten einnisten und ihren Lebensraum "verunreinigen" etc...?

    Liebe Grüße :-)
     
  4. #3 Katrina, 30.08.2011
    Katrina

    Katrina Herr der Schweinchen

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    Danke für deine Antwort :-)

    Weitere Theorien würden mich auch interessieren.

    Didis Tod kam recht plötzlich. Freitags hatte er dolle Schmerzen, nichts schlug mehr an und von Sonntag bis Montag blieb er dann in der Klinik, wo er morgens eingeschläfert wurde. Für meinen Freund kam das auch ganz plötzlich, weil er über das Wochenende nicht zu Hause war. Didi hatte aber ominöse Vorerkrankungen, die nie geklärt werden konnten - wahrscheinlich etwas Neurologisches, man weiß es nicht.

    Aber stimmt, Timo lag freitags und samstags dann auch direkt neben Didis Häuschen.
     
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