Vergrößerte SD oder Tumor? >Abszessbehandlung

Diskutiere Vergrößerte SD oder Tumor? >Abszessbehandlung im Krankheit/Kastrationsfragen Forum im Bereich Meerschweinchen; Hallo allerseits Bei Harry hab ich kürzlich beim Fressen sowas wie ein Doppelkinn bemerkt, heute hab ich ihn heraus genommen und abgetastet. Es...

  1. #1 Seraphin, 07.12.2014
    Seraphin

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    Hallo allerseits

    Bei Harry hab ich kürzlich beim Fressen sowas wie ein Doppelkinn bemerkt, heute hab ich ihn heraus genommen und abgetastet. Es ist verhärtet, die Form und Größe kann ich ned sonderlich gut beschreiben, scheint mir aber relativ groß zu sein ... 1cm Durchmesser würd ich Daumen mal Pi schätzen. Jedenfalls frag ich mich, ob das einfach nur ne vergrößerte Schilddrüße sein könnte, oder ob sich dort doch ein Tumor gebildet hat? Im Verhalten ist er jedenfalls recht unauffällig, eher das ruhigere Kastrat dem mehr der Sinn nach dem fressen steht. Schmerzen scheint er beim Abtasten keine gehabt zu haben.

    Am Wochenende ist immer etwas doof mit dem Tierklinikbesuch, habe aber erfahren dass es an Wochenende und Feiertag vormittags immer ne Stunde Ordination gibt. Werde da deshalb morgen Vormittag hingehen. Das gerade die Nagerspezialistin Dienst hat, halte ich für eher unwahrscheinlich. Montag ist bei uns Feiertag, ab Dienstag wieder regulär.

    Am 29.10. wurde Harry dort wegen der Zahnbrückenbildung behandelt, hatte damals ja auch einiges an Gewicht verloren. Hat sich da aber bei knapp unter 1kg wieder stabilisiert. Damals wurde auch ein Röntgen des Kopfes gemacht, da scheint damals auch nichts auffällig gewesen zu sein. Allerdings ist mir durchaus bewußt, dass ein Röntgen für eine solche Diagnostik ja auch nicht aussagekräftig ist.

    Nun würd mich interessieren, wer schonmal bzw. was für Erfahrungen mit sowas schon gemacht worden sind bzw. worauf ich noch achten sollte ...
     
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  3. #2 B-Tina :-), 07.12.2014
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    AW: Vergrößerte Schilddrüse oder Tumor?

    Hallo Seraphin,

    das kann ein Abszess sein. Diagnostik zunächst per Ultraschall, ggf. Punktion.
    Hatte meine Welleby: http://www.meerschweinforum.de/welleby-hat-nen-knubbel-hals-t304520.html

    Also auf jeden Fall zum TA, das machst Du ja. Und falls es ein Abszess sein sollte und Harry Antibiotikum bekommen muss ... bloß kein Amoxicillin!!
    Drücke Harry die Daumen, dass es nichts Schlimmes ist. :daumen:
     
  4. #3 Seraphin, 07.12.2014
    Seraphin

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    AW: Vergrößerte Schilddrüse oder Tumor?

    Hallo B-Tina

    Danke für deine Info, an einen Abszess hab ich noch gar nicht gedacht. Im Vergleich zu einem Tumor beruhigt mich der Gedanke ein wenig. Dein Erfahrungsbericht zeigt aber dennoch, dass es auch dann ernst bleibt.

    Dummerweise bin ich drauf gekommen, dass ja heute schon Sonntag ist und morgen Montag. Ich war noch dabei, dass morgen Sonntag ist. Zwar beides Wochenden/Feiertag, doch dummerweise muss ich Montag ganztags arbeiten.

    Hab deshalb doch zusätzlich noch angerufen um zu fragen ob ich in die Notfallambulanz kommen könnte. Da er frisst und auch kotet, war die Empfehlung morgen zur Ordinationszeit zu kommen; hab dafür aber auch zusätzlich noch einen Termin dafür bekommen.
    Nun hoffe ich, die Mittagspause entsprechend vorziehen und gegebenenfalls überziehen zu können, mir vllt. von Freunden den Harry auf halben Weg entgegen bringen zu lassen (Arbeitsstelle liegt zwischen Wohnort und Tierklinik) oder alternativ komplett von ihnen zur Tierklinik fahren zu lassen, wobei ich doch lieber selbst dabei wäre.
     
  5. #4 B-Tina :-), 07.12.2014
    Zuletzt bearbeitet: 07.12.2014
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    AW: Vergrößerte Schilddrüse oder Tumor?

    Ich denke mal, auf einen Tag mehr kommt es nicht an, ist ja kein akuter Notfall in dem Sinne. Hast Du bei der Nagerspezialistin den Termin?

    Bei Welleby habe ich mir im nachhinein ganz schlimme Vorwürfe gemacht, dass ich schnell zum TA im Nachbarort gefahren bin, an dessen Behandlung sie beinahe gestorben wäre, anstatt noch 2 oder 3 Tage zu warten und dann in meinem Frei zu unserer Stamm-TÄ in die TK zu fahren. Denn Welleby hatte sich ja auch völlig normal verhalten.
    Aber hinterher ist man immer klüger. Ich wusste ja nicht, was es war, und wollte es so schnell wie möglich abklären.

    Wenn Du es einrichten kannst, sei lieber dabei & frage der TÄ ein Loch in den Bauch ...
    Alles Gute für Harry.
     
  6. #5 Seraphin, 07.12.2014
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    AW: Vergrößerte Schilddrüse oder Tumor?

    Da hab ich nicht nachgefragt, ob zufällig sie im Dienst ist. Ich vermute eher weniger ...

    Du meinst, besser abwarten und dafür werktags einen Termin ausmachen, bei dem sie da ist? Ich hätt mal gern einfach ne Diagnose, damit ich mich schonmal darauf einstellen kann. Wenn nicht wirklich sofort notwendig, möcht ich mit der Behandlung dann schon abwarten, dass die Nagerspezialistin dann da ist und ihr Auge darauf wirft.
    Allerdings könnte ich mir den Tierklinikbesuch tatsächlich besser unter der Woche einteilen, da ich dort Nacht- und keinen Tagdienst hätte ...
     
  7. #6 B-Tina :-), 07.12.2014
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    AW: Vergrößerte Schilddrüse oder Tumor?

    Ist halt 'ne Gratwanderung, weil Du nicht weißt, was es wirklich ist.

    Für einen Ultraschall bedarf es wohl keines Spezialisten.
    Aber wenn es daran geht, einen evtl. Abszess zu eröffnen und die richtigen Medikamente zu verordnen ...

    Du schreibst, das "Doppelkinn" ist Dir schon vorher aufgefallen. Demnach lebt das Schweinchen ja schon ein paar Tage damit und frisst und köttelt normal. Das meinte ich mit "ist wohl kein akuter Notfall". Aber die Kleinen können Beschwerden auch gut verstecken.
    Ach, es ist schwierig.

    Wenn Du den Termin bei der Spezialistin gleich am Dienstag früh bekommen könntest ...
     
  8. #7 Seraphin, 07.12.2014
    Zuletzt bearbeitet: 07.12.2014
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    AW: Vergrößerte Schilddrüse oder Tumor?

    Vorher hatte ich ihn nocheinmal herausen. Ob's zum Mittag hin größer geworden ist? Im ersten Moment hab ich gedacht, dass schon ... wenn ich ehrlich bin, kann ichs nicht beurteilen. Der Knubbel ist aber nicht genau mittig, sondern rechts. Dort hatte er auch immer wieder mal ein entzündetes Auge, wurde zeitweise mit antibiotischen Augen-gtt's (Tobrex) behandelt; das erste Mal hab ichs einige Tage trotz Besserung weiter gegeben zur Vorbeugung von Resistenzenbildung, das zweite Mal aber nur kurz angewendet und nach Besserung wieder bewußt aufgehört, weil diese Procedur für Harry immer derart streßig/unangenehm war. Obs nun damit zusammen hängt oder doch Zufall ist, weiß ich nicht. Jedenfalls hab ich ihn auch auf die Waage gesetzt, Gewicht weitgehend unverändert, sogar 10g mehr als noch vor 5 Tagen. Im Verhalten unverändert, mir gegenüber scheu, aber trotzdem neugierig am auskundschaften ob ich was zu Fressen bei mir habe. Seinen Fluchtreflex als ich ihn aus dem Gehege holte, auf mir bzw. auf dem Tisch vor mir ruhig und vom Frischfutter fressend. Als seine Geduld zuende ging und wieder ins Gehege zurück wollte, meiner Meinung nach deutlich an seinem Verhalten spürbar.


    Wenn ichs mir irgendwie organisieren kann, werd ich wohl morgen schon in die Tierklinik fahren, und nicht erst auf Dienstag warten ... ich weiß zwar nicht obs nötig ist wenn er keine anderen Symptome bietet, oder was dann überhaupt nach der Diagnose getan werden kann, wenn ich doch eigentlich auf die Nagerspezialistin warten möchte. Aber so ganz geheuer ist mir die Vorstellung eines Abszesses in der Größe und an der Stelle auch nicht, insbesondere wenn diese ja noch relativ schnell weiter wachsen können.


    Der arme Racker ... erst das entzündete Auge, dann die Brückenbildung und jetzt auch das noch ...
     
  9. #8 Seraphin, 08.12.2014
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    AW: Vergrößerte Schilddrüse oder Tumor?

    Der Tierklinikbesuch wurde hinter uns gebracht. Die TÄ vermutet nach dem Abtasten einen Abszess der vom Kiefer ausgeht. Harry hat ein Schmerzmedi und Antibiotika s.c. erhalten. Den Namen des AB hab ich mir nicht behalten, dürfte aber vermutlich Marbofloxacin gewesen sein. Jedenfalls klang es danach, soweit ich mich erinnere. Die TÄ hat ein Röntgen zur weiteren Diagnostik angesprochen, aber das wird morgen von der Nagerspezialistin beurteilt werden. Hab für morgen früh gleich einen Termin bei ihr. Bzgl meiner Bedenken über AB und Darmflora hat die TÄ mir auch ein Päckchen RodiCare mitgegeben.

    Ungünstig ist dass ich heute noch bis zum Abend arbeite, nach Einschätzung der TÄ sollte es zwar keine Komplikationen bei der s.c. Gabe des AB geben, bin da trotzdem etwas verunsichert. Aber werd mal meinen Neffen fragen ob er am Nachmittag nen Kontrollbesuch bei Harry macht. Tja, heut is harry regelrecht ein VIP.

    Ein ganz braver und tapferer noch dazu. :-)
    Neugierig und absolut gelassen, erst nach den beiden Injektionen wollt er zurück in die Transportbox. :-)
     
  10. #9 B-Tina :-), 08.12.2014
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    Gute Besserung dem tapferen kleinen Harry. :streicheln:
    Und ja, Schmerzmedis sind ganz wichtig.
     
  11. #10 gummibärchen, 08.12.2014
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    AW: Vergrößerte Schilddrüse oder Tumor?

    Rodicare ist zwar gut, hilft aber nicht sooo zuverlässig, die Darmflora intakt zu halten. (Auch wenn Marbofloxacin hier immer gut vertragen wurde...)

    Ich würde zusätzlich Darmflora Plus von Dr. Wolz empfehlen, dieses hatte ich mal von meiner TÄ empfohlen bekommen und habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Du bekommst es in der Apotheke.

    Wichtig ist bei einem Kieferabszess, dass die Ursache gefunden und behoben wird, damit man Herr der Lage werden kann.

    Für Harry sind alle Daumen gedrückt. :daumen:
     
  12. #11 Seraphin, 09.12.2014
    Zuletzt bearbeitet: 09.12.2014
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    Also erstmal, Harry hat das AB gut vertragen. Keine Auffälligkeiten bzgl. reduziertem Appetitt oder gar Aufgasungen.

    Nun ist er in der Tierklinik. Die TÄ mit Spezialisierung auf Nagetiere geht auch von einem Abszess aus und informierte mich dahingehend schon vor. Die genaue Diagnostik erfolgt heute im Lauf des Tages, werde dann danach von ihr angerufen. Wenn es zur OP kommt, für die ich mich nach aktuellem Stand der Dinge ausgesprochen habe, hätte er bereits morgen den OP Termin und würde dann bis zum Wochenende voraussichtlich in der TK stationär bleiben. Emmi hatte ich vorsorglich bereits mit in die TK genommen, und jetzt auch bei ihm gelassen damit er die Zeit nich alleine absitzen muss. Rosa und Pia sind nun in der Zwischenzeit allein zu Haus, ob sich die wohl wundern?

    Jedenfalls, zusätzlich zur Entfernung des Abszesses müssten die betroffenen Zähne/Zahnwurzeln mit entfernt werden. Dabei könnten dann die offenen Stellen an der die Zähne dann fehlen nicht vernäht werden, was regelmäßige Spülungen erfordern würde. Die Spülung würde so erfolgen, dass die Abszesskapsel nach dem Ausräumen ja offen gelassen würde und dann von außen bzw. über diese gespült würde und nicht über den Mundraum. Für den Heilungsprozess müsste mit mehreren Wochen (bis zu 6-8, wenn ich mich recht erinner) gerechnet werden. Sie hat mich auch darauf hingewiesen, dass die Pflege davon dann auch recht aufwändig ist und die Wunde nicht schön anzusehen sein wird. Da ich selbst in der Pflege arbeite, wenn auch in meinem Arbeitsfeld selten mit der Wundversorgung konfrontiert bin, wird das mein Magen aber schon aushalten. Hinderlich ist natürlich das, dass ich alleinstehend bin und meist bis zu 12h lange Dienste habe. Teilweise werde ich sicher auf die Unterstützung von Freunden setzen können, eine davon ist selbst Tierpflegerin in der besagten Tierklinik, doch meine Arbeitszeiten werde ich damit sicherlich nicht komplett abdecken können. Im Gegenzug für die langen Dienste und Wechsel von Tag- und Nachtdiensten gibts dafür auch relativ viele Tage, in denen ich zu Hause bin. Und so ich den Aktivitätenrhytmus der Fellknäuel verstehe, sollte es wohl auch egal sein, wenn es sich ergibt, dass auch mal nachts statt tagsüber versorgt wird ...

    Aktuell frisst Harry noch sehr gut, allerdings konnte ich heute schon wieder eine leichte Zahnschiefstellung erkennen. Ich denke das deutet dann wohl auf ein einseitiges Kauen hin, was ich wiederum als Anzeichen für Schmerzen interpretiere. Da ich nicht davon ausgehe, dass Harry etwas davon hätte, dass diese OP hinausgezögert wird, habe ich mich eben nach aktuellem Stand der Dinge dazu entschlossen, die OP durchführen zu lassen.



    Natürlich würden mich nun auch eure Erfahrungen in der Pflege solcher Wunden interessieren.

    Mein Eigenbau (siehe: (Neu-)Einstieg, Eigenbau) ist ja ca. 4,5m² für vier Fellnasen. Die neuste Erweiterung, also unterste Etage könnte ich bei Bedarf gut vom Hauptgehege abtrennen. Bisher habe ich immer mit Kleintierstreu aus Holzspänen eingestreut, dazu Stroh in den "Höhlen" und zweier Heuberge zusätzlich zu den Heuraufen. Was empfehlt ihr an Einrichtung/Einstreu um mögliche Infektionsgefahren zu reduzieren, wenn ja die Wunde am Kiefer aussen offen bleiben wird?

    Umdenken werde ich jedenfalls auch bei der Reinigung müssen, denn bisher habe ich alle 5-7 Tage komplett gereinigt, auf die davorgehende Zwischenreinigung der nassen Ecken verzichtet und stattdessen mit Stroh überdeckt, deshalb weil die "Höhle" der Hauptetage baulich bedingt nur schlecht zu reinigen ist, wenn die Etage darüber eingerichtet ist. Entweder ich ersetze die Schaniere durch Rollen für leichtere Zugänglichkeit, oder ich klappe besagte Etage hoch und verzichte derweil auf diese Fläche. Die untere "Höhle" ist allerdings kleiner, dafür aber durch die Rollenaufhängung der unteren Etage am Hauptgehege auch gut zur Reinigung zugänglich.


    PS @ Moderation: Der Thementitel trifft ja nicht mehr so richtig zu, vllt. könnte ja noch ein "Abszessbehandlung" oder ähnliches ergänzt werden?
     
  13. #12 Snow-Snow, 09.12.2014
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    AW: Vergrößerte Schilddrüse oder Tumor?

    Weist du ob sie eine Marsupialisation machen? Also die Wundränder vernähen um so den Spültunnel offen zu halten?
    Oder ob die "nur" offen lassen.

    Den OP-Ablauf einer Marsu kann man sich hier anschauen (Achtung echte OP Bilder)

    http://www.google.de/imgres?imgurl=...r=2511&page=1&start=0&ndsp=32&ved=0CCAQrQMwAA

    Beim Meerschweinchen ist die Backenzahnextraktion nach außen noch schwieriger als beim Kaninchen und Meerschweinchen kommen in der Regel mit solchen Wunden auch schlechter zurecht, stellen das Fressen ein und kommen schlechter in Gang.
    Kaninchen mit solcher Problematik habe ich sehr viele genesen sehen, Meerschweinchen leider nicht. Ich drück ganz fest die Daumen das es bei deinem Tier anders werden wird.
     
  14. #13 Seraphin, 09.12.2014
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    AW: Vergrößerte Schilddrüse oder Tumor?

    Mhmm, ich habe nun die OP nicht so verstanden, dass betroffene Backenzähne von außen entfernt werden. Sondern so, dass durch die Entfernung des betroffenen Zahnes eine Verbindung zwischen dem Abszess und dem Mundraum offen bleibt, da die Stelle am "Zahnfleisch" selbst nicht vernäht werden könne, und deshalb Nahrungsbrei in die Wunde bzw. die Abszesskapsel gelingen kann bzw. wird.

    Werde da dann aber nochmal genauer nachfragen, wenn sie anruft und die Diagnostik dann soweit abgeschlossen ist.
     
  15. #14 Snow-Snow, 09.12.2014
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    AW: Vergrößerte Schilddrüse oder Tumor?

    In welche Richtung er entfernt wird ist eigentlich auch zweitrangig denn das Ergebnis ist das Selbe und das Vernähen der Abszesskapsel mit der Wangenhaut ist oft die einzige Möglichkeit die Wunde zuverlässig offen zu halten. Beim Kaninchen klappt das wunderbar und wenn der Kiefer sich geschlossen hat (das dauert tatsächlich mehrere Wochen) wird die Wunde aufgefrischt und vernäht. Bei manchen Tieren bleibt es für immer so und erfordert dann spezielle Pflege seitens des Halters.

    Wenn die Zahnwurzel für den Abszess verantwortlich ist dann ergibt es sich meist unter der OP das es sinnvoller ist den Zahn nach außen zu zeihen. Das spart die Manipulation im Maul und verhindert das verschleppen des Eiters in die Maulhöhle wo dieser abgeschluckt oder schlimmstenfalls aspiriert werden kann und das kann zu massiven Komplikationen führen.

    Frag am besten nochmal nach wie die Wunde versorgt wird, mit Drainage oder Marsu oder einfach offen (das brigt die Gefahr das die Wund immer wieder verklebt und eröffnet werden muss, nicht angenehm fürs Tier und kontrakproduktiv für die Heilung).
     
  16. #15 gummibärchen, 09.12.2014
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    AW: Vergrößerte Schilddrüse oder Tumor?

    Bei meiner Kimberly und meinem Earl Grey mussten durch Kieferabszesse ebenfalls schonmal Backen- oder Frontzähne gezogen werden.

    Bei Kimberly wurde eine Drainage gelegt, durch die dann Wundsekret und Eiter in den ersten Tagen abfließen konnten.
    Sie wurde gut mit AB, Schmerzmittel und Spülen der Abszesshöhle von außen versorgt und wir haben das Mäulchen von innen mit Salbeitee (desinfizierende Wirkung) gespült und ihr Mucosa Comp. gegeben.

    Bei Earl Grey war es aufwändiger, der Abszess drücke das Auge raus, daher musste dieses mit entfernt werden, der Zahn musste gezogen werden und in einer weiteren, späteren OP wegen eines Abszesses am Unterkiefer auch der Kiefer von außen eröffnet werden, um Zahnreste und Reste des wurzelbildenden Gewebes zu entfernen.

    Bei beiden Schweinchen heilte es ohne größere Komplikationen innerhalb von 4-6 Wochen ab. Kimberly fraß sofort wieder selber, Earl Grey musste längere Zeit gepäppelt werden.
     
  17. #16 Seraphin, 09.12.2014
    Zuletzt bearbeitet: 09.12.2014
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    Danke für eure Infos, Erfahrungen und natürlich auch euer aller Daumen drücken.

    Ich hoffe jedenfalls das Beste für den kleinen Racker, komplikationsfreie Genesung und hoffentlich dann auch anhaltende Gesundheit.

    Mein Kopfkino dreht nur grad ne ziemlich emotionale Achterbahn aus Angst um ihn und weil ich nicht weiß was ihn dabei erwartet.
     
  18. #17 gummibärchen, 09.12.2014
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    AW: Vergrößerte Schilddrüse oder Tumor?

    Ja, das kennen wir alle hier wohl nur zu gut. -Aber es gehört ja leider dazu, wenn wir haben unsere Schweinis ja lieb.

    Wir hoffen mit dir das beste und drücken weiterhin ganz doll die Daumen für den kleinen Kerl.
     
    B-Tina :-) gefällt das.
  19. #18 B-Tina :-), 09.12.2014
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    AW: Vergrößerte Schilddrüse oder Tumor?

    Hier sind auch alle Daumen und Pfötchen kräftig gedrückt! :daumen:
     
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  21. #19 Seraphin, 10.12.2014
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 15.12.2014
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    An der Stelle folgt ein "Seelen"-Strip, ich denke den durchzulesen könnte Emotional stark treffen, besonders jene die selbst in solchen Situationen waren.

    Weiter unten geht ansonsten der reguläre Text wieder los.

    ---+++---+++---+++---​

    OP-Termin steht, morgen 15:00 würde alles los gehn. Davor könnte ich immernoch absagen.

    Was ich machen soll? Ich weiß es nicht. Meine Entscheidung wird auf jeden Fall in erster Linie Harry "ausbaden" müssen.

    Im Wesentlichen sehe ich wohl 3, oder auch 4 Möglichkeiten:

    1) OP wird durchgeführt, er steht die Strapazen der Abheilung durch und hat danach noch hoffentlich sehr lange Zeit wieder Lebensqualität. Ist aber nicht davor gefeit, dass sowas oder natürlich auch anderes trotzdem wieder auftreten könnte.

    2) OP wird durchgeführt, hat ernste Komplikationen nach der OP (zB Nahrungsverweigerung?) und könnte daran sterben bzw. derart Leiden, dass er eingeschläfert werden muss. Würde dann sterben und hätte davor noch unnötig gelitten.

    3) OP wird nicht durchgeführt, der Abszess nur weiter beobachtet und irgendwann erreicht er ein Stadium, in dem er davon sterben würde oder erlöst werden sollte. Seine Tage wären wohl definitiv gezählt, er "abgeschrieben", aber könnte die verbleibende Zeit noch, gegebenenfalls dann palliativ unterstützt, Lebensqualität genießen.

    4) OP wird durchgeführt und es würde sich irgendwas ergeben, sodass er nich mehr aus der Narkose aufwachen würde bzw. während der Narkose "eingeschläfert" würde. Das Leid bliebe ihm erspart, aber wohl auch diejenige Zeit lang in der es ihm noch gut gegangen wäre und Lebensqualität gehabt hätte.


    Ich würde ihm 1) wünschen, kombiniert mit möglichst guter Gesundheit und ohne spätere Beschwerden. Das hat aber 2) oder auch 4) als Risiko. 3) schließt allerdings 1) aus, zumindest wird der Verlauf jedenfalls sicher negativer beeinflusst, je länger gewartet wird.


    Zumindest rät mir die TÄ nicht von der OP ab und hat sie darauf, dass ich diese Möglichkeit nützen möchte, eingeplant. Meine befreundete Kollegin die in der TK als Tierpflegerin arbeitet meint auch, wenn die TÄ keine Heilungschancen sehen würde, würde sie die OP sicherlich ablehnen. Die TÄ nimmt sich Zeit für meine Fragen, antwortet auch ehrlich und ohne auszuweichen. Verschönert seine Situation nicht. Viele Halter würden eine solche OP ablehnen, allein schon aufgrund des emotionalen Streßes den die OP bzw. deren Nachversorgung auf die Halter selbst schon habe.

    Leider funktioniert die Verständigung mit Harry äußert schlecht, sodass ich seinen Willen dazu nicht einholen kann. Das einzige was ich sagen kann, jetzt scheint er mir noch nicht soweit zu sein. Er frisst gut, ist aktiv, und trotz seiner Scheu auch dennoch zahm; ich glaube er genießt sein Leben. Doch Schmerzen scheint er mir jetzt schon zu haben, nachdem ich gesehn hab, dass seine Nagezähne wieder ein wenig schief waren. Und der Abszess ist ja auch nicht gerade klein.

    Ich denke jeder von euch, der schon ähnliches durchgemacht hat, kennt diese Gedanken. Sie machen krank, führen zu nichts und doch muss eine Entscheidung getroffen werden. Nutzt man die Möglichkeiten die man hat, oder überlässt man sie ihrem Schicksal getreu dem Motto: "In freier Natur würden sie auch nicht operiert werden und irgendwann dann daran sterben."

    Ich neige dazu, die TÄ "entscheiden" zu lassen - entscheiden insofern, dass wenn sie Heilungschancen sieht und mir nicht konkret davon abrät, die OP durchführen zu lassen, dann auch operieren zu lassen. Bin ich mir dabei sicher? Nein, Zweifel bleiben. Hat sie durch die Blume schon versucht mir abzuraten? Ich denke, ich werde sie nochmal anrufen und sie nach ihrer Einschätzung zu fragen, welche Entscheidung zum besseren Wohl von Harry wäre. Doch versprechen wird sie mir sicher auch nichts, wenn sie sich denn überhaupt dazu äußern könnte.

    Sollten mir meine Gedanken und Sorgen sagen, ich solle mich für die "palliative" Variante entscheiden? Auch hier würden wohl Zweifel bleiben.

    Wenn ich meine Gedanken reflektiere, scheine ich mich auf die Verarbeitung seines Todes hin vorzubereiten. Eine etwas pessimistische, melancholische Ader kann ich nicht leugnen, hoffen tu ich dennoch das Beste für ihn ...

    Mein Maßstab soll seine Lebensfreude sein ... doch wie immer, wenn man sie brauchen könnte, ist die Glaskugel immer defekt.

    ---+++---+++---+++---​


    .... bzgl. der OP bzw. dem Offen lassen der Wunde ... sie würde großräumig offen gelassen werden, soll heißen in der Größe des Abszesses, weshalb es ja kein schöner Anblick wäre und er auch die ersten Tage noch in der Klinik stationär versorgt würde. Sie sprach auch von anderen Möglichkeiten als ich sie darauf angesprochen hab, wie die Wunde offen gelassen würde. Der Tamponade mit Wiederverschließen oder auch die Drainage, wobei ich gestehen muss dass meine Aufnahmefähigkeit da am Telefon nicht allzu gut war, und eigentlich würde ich mich ja doch wundern, dass nach dem "großflächigen" Öffnen wie sie es vor hat, die anderen Möglichkeiten überhaupt noch machbar sind, wenn ja erstmal das ganze Gewebe weg ist. Also kanns dann ja nur wieder von innen heraus abheilen. Ob das dann die Marsu ist oder doch einfach nur offen? Jedenfalls sollte dann nach meinem Verständnis die Wundhöhle nicht einfach zuwachsen können, wenn es ja im Prinzip ein "Krater" ist? Der Abszess steht, wie ich dann mal sehen konnte als ich darauf achtete und er zu Hause noch den Kopf mal nach oben streckte, halbkugelförmig hervor.

    Auch sehe sie erst zuverlässig welche Zähne betroffen sind, wenn sie den Abszess entfernt. Bildgebung sei da schwer beurteilbar. Von der Lokalisation her könne es auch der Schneidezahn sein, oder eben ein Backenzahn, oder mehrere Zähne ...


    edit: Gerade wieder hab ich einen klareren Kopf, ich denke ich werde wohl morgen noch vor der OP einen persönlichen Termin mit der TÄ vereinbaren, und diesmal sie nicht fragen, sondern ihr erklären wie ich das Procedere verstanden habe und ob ich die Risiken und Chancen richtig einschätze ... muss nur dann auch dort der Kopf sachlich mitarbeiten, und nicht wieder von Emotionen überschwemmt werden ... hab heute ja schon bei der Dienstübergabe meinen Arbeitskollegen meine Tränen präsentiert als ich ihnen davon erzählte, nachdem sie mich auf mein bedrücktes Auftreten angesprochen haben. :-)
     
  22. #20 B-Tina :-), 10.12.2014
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Thema:

Vergrößerte SD oder Tumor? >Abszessbehandlung

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