Ursachenforschung von Hefepilzen

Diskutiere Ursachenforschung von Hefepilzen im Krankheit/Kastrationsfragen Forum im Bereich Meerschweinchen; Hallöchen, ich habe vergangenen Montag mit meinen 4 Schweinchen Unsummen beim Tierarzt gelassen, weil inzwischen alle Schweinchen Hefepilze im...

  1. Lucy

    Lucy Schweinchen-Guru

    Dabei seit:
    17.02.2002
    Beiträge:
    4.162
    Zustimmungen:
    1.837
    Hallöchen,

    ich habe vergangenen Montag mit meinen 4 Schweinchen Unsummen beim Tierarzt gelassen, weil inzwischen alle Schweinchen Hefepilze im Darm haben. Letztes Jahr im Oktober hatte nur Melli das Problem und es wurde leider von meinem vorherigen Tierarzt falsch behandeln, zwar mit richtigem Medikament aber mit falscher Dosierung und Anwendungsdauer. Nun werden alle 4 mit Nystatin 3x täglich für 14 Tage behandelt, Melli hat es zu der Zeit nur 7 Tage bekommen, inzwischen hat sie wieder einen massiven Blähbauch bekommen, weshalb ich Melli samt alle anderen bei Fr. Hackert vorgestellt habe, von der ich nach wie vor eine 1a Behandlung meiner Tiere gewohnt bin.

    Nun würde man erstmal medikamentös behandeln und sofern es nicht in den Griff zu kriegen ist, müsste man an anderer Stelle schauen, woher es kommt. Sauer bin ich über meinen vorherigen Tierarzt, der mir versicherte, dass Hefepilze nicht ansteckend sind. Diese Aussage kam mir damals schon komisch vor. Nun kann ich zwar erstmal von einer Ansteckung untereinander ausgehen, dennoch frage ich mich, ob nicht doch die Ernährung eine Rolle spielt. Ich habe in den letzten zig Jahren von Meerschweinchenhaltung grundsätzlich Tima Mega C als Trockenfutter gefüttert, dies habe ich nun nach und nach reduziert, nun gibt es nur noch ein paar einzelne Körner davon täglich. Alles andere beschränkt sich auf viel Gemüse, ganz selten mal ein mini-Stückchen Apfel und frische sowie getrocknete Kräuter. Und Heu jederzeit. Als Leckerchen mal Haferflocken oder Erbsenflocken. Zum Knabbern Löwenzahnwurzeln, Apfelbaumäste, Fenchelsamen u. Anissamen.

    Ich kann mir beim besten Willen nicht erklären, ob tatsächlich die Ernährung eine Rolle spielen könnte. Und dass Hefepilze sich immer als Sekundärerkrankung zeigen, kann ich somit auch nicht bestätigen. Neuschweinchen Unna ist kerngesund und hat inzwischen ebenso Hefepilze im Darm. Sie ist erst im Dezember bei mir eingezogen.

    Was meint ihr?
     
  2. Anzeige

    schau dir mal diese Ratgeber an. Dort wirst du bestimmt fündig.
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2 McLeodsDaughters, 17.02.2012
    McLeodsDaughters

    McLeodsDaughters Schweinchen-Guru

    Dabei seit:
    15.05.2010
    Beiträge:
    1.581
    Zustimmungen:
    97
    Hefen hatte ich bei den Schweinchen noch nicht, aber bei meinem einen Kaninchen kann ich davon ein Lied singen...

    Er bekam Nyastin bisher immer 2x täglich.

    Bei ihm hab ich die Ernährung jetzt so reduziert, dass es kein Trofu mehr gibt (getrocknete Blüten, Blätter usw. gibt es weiterhin), Obst ist tabu, Gurke und Paprika ebenfalls, wenn man es viel füttert. Und viele blättrige Sachen geben. Getrocknetes Gemüse/Obst soll auch nicht gegeben werden.
    Bei mir werden die Meerlis so ernährt wie die Kaninchen, nur müssen sie auf nichts verzichten an Leckerlies und meine Häsin bekommt auch mal ne Erbsenflocke zugesteckt wenn Sunny es nciht sieht :rolleyes:
    Aber Gurke weglassen wäre bei meinen Schweinchen tödlich - für mich ^^

    Wobei bei ihm nicht immer Hefen festgestellt wurden, sondern er auch mal "ohne Grund" dünnen Kot hatte. Seit dieser Umstellung und einer 2 wöchigen BeneBac-Gabe ist sein Kot normal.

    Was ist denn genau in dem Trockenfutter drin? Also die Zusammensetzung.

    Ich hab bei meinen Kaninchen wirklich Jahre (lebt seit 3 1/2 Jahren bei mir, hat fast von Anfang an das Problem) herumprobiert. Zwischendurch ging es mal weg, mit Nyastin und/oder einer kleinen Umstellung. Ich hatte es schon aufgegeben, bis ich die Tipps mit dem Frischfutter bekommen habe.
    Natürlich ist ein Meerli kein Kaninchen, aber ich denke, die Ursache für Hefen dürfte das selbe sein.
     
  4. #3 Wallaby, 17.02.2012
    Zuletzt bearbeitet: 17.02.2012
    Wallaby

    Wallaby nicht mehr die Jüngste

    Dabei seit:
    27.10.2004
    Beiträge:
    4.129
    Zustimmungen:
    21
    Wie oft hast Du Kotproben abgegeben?

    Ich habe bei einem Kaninchenpärchen ca. 5 Kotproben abgegeben, immer wurden Massen an Hefen festgestellt. Chester hatte massiven Durchfall!
    Bis bei der 6. Kotprobe wurden endlich die Kokzidien gefunden, die hab ich dann behandelt und jetzt hat Chester keinen Durchfall mehr und er ist wieder fit wie ein Turnschuh.

    Ich würde Dir raten noch mal eine Kotprobe abzugeben. Die Hefen würde ich nicht extra behandeln. Nystatin ist nicht gerade darmfreundlich. Hefen setzen sich meist auf etwas anderes drauf (Würmer, Kokzidien etc.)
    Genau, viel blättriges füttern wie oben McLeodsDauhters geschrieben hat. Gurke füttern find ich ok, denn die enthält viel Wasser und Wasser ist gerade bei Durchfall wichtig.

    Hefen sind meiner Meinung nach auch nicht ansteckend. Ich tippe mal, daß die Schweinchen wirklich was anderes haben und sich die Hefen stark vermehrt haben, weil der
    Darm schon schwach ist. Eine bestimmte Anzahl Hefen sind immer im Darm, nur sollten die nicht zu viel werden. Das werden sie aber wenn da eine Krankheit oder Ungleichgewicht herrscht.

    Wichtig wäre, stärkehaltiges (z.b Körner) weglassen, das ist Nahrung für Hefen.

    Und noch eine Kotprobe, Parasiten werden nämlich nicht immer ausgeschieden, trotz vorhandensein.

    Viele Grüße
    Tina
     
  5. #4 McLeodsDaughters, 17.02.2012
    McLeodsDaughters

    McLeodsDaughters Schweinchen-Guru

    Dabei seit:
    15.05.2010
    Beiträge:
    1.581
    Zustimmungen:
    97
    Amy hatte auch nie Hefen, deswegen würde ich sagen, dass es nicht ansteckend ist. Die beiden kleben ja aneinander und wenn es ansteckend wäre, dann hätte sie ja auch etwas haben müssen.

    Wegen der Gurke: Wie gesagt, mein Kaninchen hatte auch mal Durchfall ohne Hefen. Von daher hab ich alles weggelassen, was irgendwie die Ursache sein könnte. Wenn es natürlich eine Krankheit ist, ist es was anderes, nur bei meinem Kaninchen weiß ich es eben nicht, da auch Untersuchungen nichts anderes ergaben.
     
  6. Heidi*

    Heidi* LIEBHABER

    Dabei seit:
    07.07.2004
    Beiträge:
    13.643
    Zustimmungen:
    370
  7. #6 Lucy, 17.02.2012
    Zuletzt bearbeitet: 17.02.2012
    Lucy

    Lucy Schweinchen-Guru

    Dabei seit:
    17.02.2002
    Beiträge:
    4.162
    Zustimmungen:
    1.837
    Naja, die Hefepilze sind ja definitiv vorhanden und von mehreren Ärzten bestätigt worden. Das Nystatin hatte bei Melli auch angeschlagen, aber eben nicht dauerhaft. Laut Packungsbeilage sind 7 Tage Nystatin ja definitiv zu kurz.

    Kokzidien sind mehrfach und von mehreren Tierärzten ausgeschlossen worden, noch dazu zeigt Melli ausschließlich die Symptomatik von Hefepilzen, nur Neuzugang Unna hat nen leichten Blähbauch. Was heißt ,,Nystatin würde ich nicht geben"? Melli würden anderenfalls weiterhin dermaßen aufblähen, inzwischen ist es wieder gut angeschlagen und sie hat keine Kugel mehr als würde sie jederzeit platzen. Nystatin nicht geben würde heißen, Melli mit ihrem Blähbauch leiden zu lassen und die Hefepilze sich weiter vermehren lassen. Gegen die Anordnung der (sehr kompetenten) Ärztin das Mittel für alle komplett abzusetzen, weil es nicht darmschonend ist (welches Medikament ist das schon?) halte ich ehrlich gesagt völlig sinnfrei.

    Und eine Ansteckung muss in Anbetracht der Tatsache, dass nun auf einmal alle betroffen sind ja stattgefunden haben. Die Frage, die ich mir dabei stelle: welches Futter kann ganz massiv mit Hefepilzen belastet sein? Kann man Firmen diesbezüglich anschreiben, ob es Belastungstests diesbezüglich gibt? (z.B. was das Tima Mega C oder meine Trockenkräuter angehen?)

    Nach 2 Wochen soll sowieso nochmals kontrolliert werden.

    Das sind leider die weit verbreiteten bereits mir bekannten Informationen, die sich aber eben mit meinem Fall nicht decken. Melli hat keine andere Erkrankung und ausschließlich Hefepilze im Darm. Unna hat auch nichts anderes. Lotti ebenfalls nicht. Nur Kasper hat regelmäßige Zahnkorrekturen bei Dr. Schweigart, und er hat den geringsten Befall von Hefepilzen. Ansonsten hat Melli eher mit gestörten Verdauungsvorgängen zu kämpfen, Durchfall also garnicht unbedingt, wie es für Kokzidien ja sehr klassisch ist. Auffallend ist, dass sie manchmal keine normal förmigen Köttel abgesetzt hat, sondern sehr große Köttel und das absetzen ihr auch Schmerzen bereitete. Das meist nach dem fressen von Gemüse, nachdem sie dann sehr aufgebläht ist. Das alles hat sich aber nun nach einigen Tagen Nystatin schon wieder gelegt. Anderenfalls riecht mans im kompletten Zimmer, wenns mal wieder so weit ist.. :nut:


    @Heidi
    Danke für den Link, aber die Unterschiede zwischen Mensch und Schweinchen sind ja doch enorm, von daher wenig übertragbare Infos.

    Nachtrag:
    Gerade eben Gemüse gefüttert und schon quietscht Melli wieder beim ,,verdauen" und Kot absetzen, erneut unförmig und matschig. Hab ihr jetzt nochmal Sab Simplex gegeben und hoffe, dass es gleich wieder besser wird. (ist meist der Fall)
    Nur frage ich mich nun ernsthaft, ob ich vielleicht mal eine Heudiät machen sollte? Nur müssten dann irgendwie alle Schweinchen drunter leiden, und Zahnschwein Kasper kann das am wenigsten gebrauchen.

    Was mir in den letzten Tagen noch extrem auffällt ist allerdings, dass das Gemüse allgemein im Moment weniger gefressen wird als sonst. Die kleinen beiden Portionen werden grundsätzlich nicht mehr auf einmal aufgefressen wie sonst sondern es bleibt erstmal von jedem etwas liegen. Das ist jetzt auch der Fall, nun habe ich Kräuter gereicht und darauf stürzen sie sich. Das Fressverhalten kenne ich so nicht. An Gemüse gibts im Moment Möhren, Broccoli, Tomate, Paprika und Gurke.
     
  8. #7 Wallaby, 17.02.2012
    Wallaby

    Wallaby nicht mehr die Jüngste

    Dabei seit:
    27.10.2004
    Beiträge:
    4.129
    Zustimmungen:
    21
    Meiner Meinung nach kann ein gesunder Darm nicht einfach so von übermäßig vielen Hefepilzen besiedelt werden. Ich glaube auch nicht, daß die Hefepilze übers Futter aufgenommen wurden, selbst wenn, dann dürften sie bei einer intakten Darmschleimhaut keinen solchen Schaden anrichten.
    Ich bin mir fast sicher, daß ein Befall von anderen Parasiten vorliegt und die Hefen nur die Gunst der Stunde nutzen um sich so zu vermehren.
    Das würde auch erklären warum alle von Hefen befallen sind, weil alle diesen anderen Parasit/Erreger in sich haben.

    Ich würde Dir wirklich raten den Kot an ein Labor zu schicken, erst so habe ich erfahren, daß die beiden Kaninchen Kokzidien hatten. Meine TÄ ist gut, sie kann Kokzidien erkennen, aber die Biester werden nur unregelmäßig ausgeschieden.

    Natürlich können es auch Würmer, Giardien oder andere Parasiten sein.
    Der Giardientest ist leider relativ teuer und der Schnelltest oft unsicher.
    Evtl. würde eine Panacur-Gabe nicht schaden, Panacur killt viele Wurmarten (ausser Bandwürmer) und Giardien.
    Wäre zwar ein Schuss ins Blaue, aber besser als nur die Symptome (Hefen) zu behandeln. Panacur hat keine mir bekannte Nebenwirkungen.
     
  9. Shany

    Shany Schweinchen-Guru

    Dabei seit:
    27.01.2010
    Beiträge:
    1.478
    Zustimmungen:
    29
    Bei meiner Trüffel wurden auch mal Hefebakterien fest gestellt. Sie war nie auffällig, sie war nur dünn. Nystatin haben wir auch gegeben, aber es nützte nichts. Dann haben wir auch einen "Schuss ins Blaue" gewagt und alle mit Panacur behandelt. Seitdem ist es besser, und sie hat wenigstens eeeetwas zugenommen. Ein halbes Hähnchen ist sie aber immer noch (knapp 800g)...
     
  10. Lucy

    Lucy Schweinchen-Guru

    Dabei seit:
    17.02.2002
    Beiträge:
    4.162
    Zustimmungen:
    1.837
    Wallaby, danke für die ausführliche Antwort.

    Naja, ne Gewichtsabnahme kann ich bei keinem meiner Tiere feststellen, im Gegenteil.

    Melli wurde anfangs gegen Kokzidien anbehandelt, weil ein Tierarzt vor Ort ohne jegliche Kotprobe gegen Kokzidien anbehandeln wollte. (Baycox) Ganz davon abgesehen hatte ich vor vielen Jahren in einer kompletten Gruppe Kokzidien und das hat sich komplett anders dargestellt als die derzeit beobachtete Verdauungsstörung von Melli.

    Ich werde die Behandlung weiter so fortführen, wie es von meiner Tierärztin angeraten wurde. Wenn das Medikament nicht anschlägt, kann ich immer noch auf Kokzidien testen lassen. Der Allgemeinzustand der Tiere ist nicht schlecht, noch dazu halte ich rein garnichts davon, ohne Diagnostik ein Medikament anzusetzen, diese Taktik fand ich schon von meinem Tierarzt vor Ort unter aller Sau. Sollte dieser Vorschlag von der TÄ kommen, werde ich darauf zurückgreifen, denn Anordnung von Medikamenten sind eher denen vorbehalten. Das sage ich aber auch nur im Falle dieser Tierärztin, zu der ich großes Vertrauen habe, weil ich sie für sehr kompetent halte. Heißt natürlich nicht, dass Meinungen nicht auch unterschiedlich ausfallen können, das ist sicherlich in vielen Berufsgruppen der Fall.

    Mir würden in diesem Thread vielmehr Ernährungsvorschläge/-hinweise weiterhelfen, da ich vorerst keine Medikamentenveränderung anstrebe sondern auch erst einmal sehen möchte, ob die angeratene Behandlung anschlägt. Sollte dies nicht der Fall sein, werde ich die TÄ auch mal auf Panacur ansprechen. Sie hatte auch schon angedeutet, dass wir, sofern es nicht hilft, mal weiter schauen müssten, wie es in den Griff zu kriegen ist.

    Wird eine Heudiät angeraten/sollte man die Gemüserationen reduzieren?
     
  11. Shany

    Shany Schweinchen-Guru

    Dabei seit:
    27.01.2010
    Beiträge:
    1.478
    Zustimmungen:
    29
    Mir wurde damals zu Apfelpektrin (heißt das so?) geraten, weil es gut für den Darm ist.
     
  12. #11 Wallaby, 18.02.2012
    Zuletzt bearbeitet: 18.02.2012
    Wallaby

    Wallaby nicht mehr die Jüngste

    Dabei seit:
    27.10.2004
    Beiträge:
    4.129
    Zustimmungen:
    21
    Pektin scheint nicht zu schaden

    Pektin bildet mit Wasser Lösungen mit großer Oberfläche. Durch diese große Oberfläche bindet Pektin Giftstoffe, die dann ähnlich wie bei medizinischer Kohle über den Stuhl ausgeschieden werden.

    Quelle: http://medikamente.onmeda.de/Wirkstoffgruppe/Mittel+gegen+Durchfallerkrankungen.html


    Was ganz anderes, läuft die Gruppe rund, oder gibts öfters mal Querelen?

    Sorry, wußte ich nicht, hatte mich an den Titel "Ursachenforschung von Hefepilzen" gehalten.

    Du möchtest Ernährungtipps bei Hefen:
    Vermeide Kohlehydrate (Zucker), fütter viel blättriges.

    Vielleicht hilft Dir dieser Link:
    http://www.kaninchenforum.de/kaninchenkrankheiten-gesundheit/17700-hefen-nach-kokzidienbefall.html

    Es ist wurscht ob Kaninchen oder Meerschweinchen das Verdauungssystem ist ja das Gleiche. Vielleicht kannst Du ja was für Dich rausziehen.
     
  13. Lucy

    Lucy Schweinchen-Guru

    Dabei seit:
    17.02.2002
    Beiträge:
    4.162
    Zustimmungen:
    1.837
    Bis Ende Dezember gabs häufig Dauerbrommseln von Lotti ausgehend, weil sie eine winzige hormonell aktive Zyste hatte, die wir aber seitdem mit Ovaria gut in den Griff bekommen haben. Seit Januar ist die Truppe sehr harmonisch, das war aber eigentlich auch schon der Fall, als Neuschweinchen Unna einzog. (Kombi Kastrat und 3 Mädels)
    Ich hatte insbesondere bei Melli vorher nämlich auf dauerhaften Stress getippt, das hat sich aber gelegt. Etwas komisch finde ich nur schon, dass nur sie diese Verdauungsstörungen hat, noch dazu riechen ihre Köttel als einzige wirklich extrem unangenehm, da muss eine extreme Besiedelung vorliegen.

    Apfelpektin werde ich mir auch mal besorgen, danke für den Tipp.
     
  14. #13 wolkenschaf, 18.02.2012
    wolkenschaf

    wolkenschaf Schweinchen-Häuptling

    Dabei seit:
    04.07.2010
    Beiträge:
    410
    Zustimmungen:
    1
    ich hab hier auch so ein Schweinchen sitzen, bei dem ich es nicht in den Griff bekomme. Sie hat ebenfalls bereits 14 Tage Nystatin Behandlung hinter sich, aber es hat praktisch nichts bewirkt.

    Es begann vor ca. 8 Monaten, als sie ein falsches AB von einer "ach so kompetenten TÄ":boese: bekam, welches ihr nach nur einer Gabe die Darmflora zerstörte, nach TA-Wechsel bekam sie ein anderes AB. In dieser Zeit hat sie sehr lange und sehr viel BB, Dimeticon von Al***cht und Lactulose bekommen-überall ist Zucker drin, mein TA hatte mich sogar vorab gewarnt, dass die Gefahr da ist, dass sie Hefen entwickeln würde, aber es war halt eine Schaden/Nutzen Abwägung...okay, die Hefen kamen dann auch und ich musste die ganzen Darmtherapeutika absetzen, durfte gar kein Obst mehr füttern und sollte auch die Möhren weglassen, weil diese auch viel Zucker enthalten.

    Dimeticon bekam/bekommt sie immer noch, denn ohne geht gar nicht, aber ich verwende wieder das Sab Simplex, da es keinen Kristallzucker enthält, sondern einen Zuckerersatzstoff.

    So versuche ich die Hefen in Schach zu halten, aber so das Wahre ist es immer noch nicht. Mittlerweile kann ich ein "Muster" erkennen: Morgens bzw Vormittags ist alles völlig in Ordnung, denn da gibt es nur frisches Heu, mal getrocknete Kräuter-da ist ihr Bauch weich, und sie setzt schöne, geformte Köttel ab.
    Mittags gibt es dann Frischfutter und 2-3 Stunden später geht es los-sie ist aufgegast und hat übel stinkende Matschköttel...mein einziger Trost ist, dass sie dabei nie leidend wirkt, sie ist immer "gutgelaunt".

    Mein TA weiss auch keinen Rat mehr (wenigstens ist er ehrlich:rolleyes:). Was macht man mit einem Meerschweinchen, das kein Frischfutter mehr verträgt, wär ja nicht so schlimm, wenn man nicht gerade ein Meerschweinchen ist...ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Wasser-Heu-Diät das Problem löst, ich bin mir fast sicher, dass es dann nach erneutem Anfüttern von FriFu wieder auftreten wird. Ausserdem hab ich hier auch einen "Mickerling" sitzen, der das gar nicht gebrauchen kann, sie muss auch ab und an ihre Möhren haben, sonst fällt sie mir vom Fleisch.

    Wie kann man beim Meerschweinchen noch eine Darmsanierung durchführen, ich hab mich schon durchs Netz gegoogelt, aber finde keinen neuen Ansatz...und warum müssen diese ganzen Darmtherapeutika Zucker enthalten, bin da echt ein bißchen sauer drüber:ungl:. Denn Zucker geht bei ihr gar nicht mehr, da gibt´s eine Mega-Aufgasung...

    Lucy, schreib bitte bloss, wenn bei Dir was funktioniert hat, ja ?
     
  15. Noel

    Noel Guest

    Ich möchte dir nicht auf die Füsse treten, den anderen auch nicht, bloss manchmal frag ich mich was an Heu und Wasser Diät ist. Eigentlich sollte das die Grundlage bilden für eine Ernährung für solche Tiere.

    Rohfaser erhält die Tiere indirekt am Leben. Der Verdauungstrakt ist schlichtweg darauf angewiesen, sonst gibt es keinen Weitertransport im Darm.
     
  16. #15 Wallaby, 18.02.2012
    Wallaby

    Wallaby nicht mehr die Jüngste

    Dabei seit:
    27.10.2004
    Beiträge:
    4.129
    Zustimmungen:
    21
    Frischfutter ist ja ok, man muß halt nur schaun welches. Wenn viel Zucker drin ist, ist das halt Nahrung für die Hefen. Getreide ist bei Hefen ebenso Gift. Egal ob als Körner (Tima) oder Haferflocken, Getreide ist Getreide, egal in welcher Form.
    DAS würde ich als erstes streichen und eher Endivie, Kohlrabiblätter, getrocknete Haselnußblätter, Gurke, grüne Paprika (keine rote oder gelbe P.)
    Am besten fährst du wenn Du nur grünes fütterst und nichts Rotes oder Gelbes.
    Grünes hat viel weniger Zucker als Rotes oder Gelbes.

    Und natürlich Heu.
     
  17. #16 wolkenschaf, 18.02.2012
    wolkenschaf

    wolkenschaf Schweinchen-Häuptling

    Dabei seit:
    04.07.2010
    Beiträge:
    410
    Zustimmungen:
    1
    Klar, da pflichte ich Dir bei! Rohfaser sind das Grundnahrungsmittel und steht hier auch immer zur freien Verfügung, wird mehrmals täglich frisch "nachgeladen", aber es geht ja darum, ob eine ausschliessliche Fütterung von Heu für eine gewisse Zeit die Hefen langfristig bekämpft-und da hab ich meine Zweifel...und dauerhaft nur Heu und Wasser-ob es da nicht zu massiven Vitaminmangelerscheinungen kommt ?? Also das wär mir zu heikel. FriFu gibt´s bei mir auch nur 1 x tgl., aber ich denke, dass muss schon sein.

    @Wallaby: Danke, die Paprika ist nochmal ein guter Denkanstoss, die gibt´s hier sehr häufig, und sie lieben ja die rote...okay, auch gestrichen-die armen Schweine :rolleyes:! TroFu gibt´s hier keins, bis auf 3-4 Science Selective (angeblich Getreide- und Melassefrei...) pro Schwein/Tag als Leckerchen. 1 x wöchentl. beim TÜV ein paar Sonnenblumenkörner, aber die gab´s für das Hefen-Schwein schon gar nicht mehr.
    Okay, aber die Paprika-da haste natürlich völlig Recht, schmeckt ja auch schon süsslich (rot und gelb), hätt ich auch selbst drauf kommen können...war aber so ein toller Vit. C Lieferant :hmm:, aber nützt ja alles nix.
     
  18. #17 Wallaby, 18.02.2012
    Wallaby

    Wallaby nicht mehr die Jüngste

    Dabei seit:
    27.10.2004
    Beiträge:
    4.129
    Zustimmungen:
    21
    Die supreme science würde ich auch streichen:

    Zusammensetzung:
    Luzernemehl, Weizen, Weizenkleie, Sojaspelze, Sojamehl, Erbsenflocken, Leinsaat (mind. 2%), Zuckerrübe, Sojaöl, Fenchel (mind. 0.5%), Salz, Mineralien, Löwenzahn (mind.0.25%), Brennessel (mind. 0.25%), L-Lysin, DL-Methionin.
     
  19. Lucy

    Lucy Schweinchen-Guru

    Dabei seit:
    17.02.2002
    Beiträge:
    4.162
    Zustimmungen:
    1.837
    Was mir aber zu der ganzen Zucker Problematik einfällt ist die Tatsache, dass im Nystatin selbst, also genau mit dem Mittel, womit die Hefepilze behandelt werden, selbst Zucker enthalten ist. Ich frage mich, was dann an dieser Zucker These überhaupt dran ist, immerhin wird diesbezüglich auch von Bird Bene Bac abgeraten.
     
  20. Anzeige

    Hast du mal hier (hier klicken) geschaut? Bestimmt findest du dort etwas feines.
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  21. #19 Wallaby, 24.02.2012
    Wallaby

    Wallaby nicht mehr die Jüngste

    Dabei seit:
    27.10.2004
    Beiträge:
    4.129
    Zustimmungen:
    21
    evtl. wird Zucker zur Konservierung gebraucht und die Menge darin ist ok.
    Eigentlich ist ja überall "Zucker" drin. Auch im Heu, einfach überall.
    http://www.planetsenior.de/kohlenhydrate_zucker/
    Denke mal, es geht um den "vermeidbaren" Zucker.
    Bin leider keine Chemikerin, kann also nicht sagen welchen Zucker die Hefen besonders schmackhaft finden.

    Frag doch mal in einem speziellen Thread wie das mit dem Zucker ist - würd mich auch interessieren ;)
     
  22. #20 Angie-Tom, 24.02.2012
    Angie-Tom

    Angie-Tom Guest

    Sitze hier mit demselben Problem.
    Kriege nach AB-Gabe Lennys Darm nicht in Ordnung. Gut der Durchfall ist weg, aber er frißt zu wenig. Hat nur noch 1220 g. Vorher 1450 g.

    War gestern mit ihm bei Frau Hackert.
    Er hatte lt. altem RöBi, das von der anderen TÄ als ok eingestuft wurde, noch massive Aufgasung. Das Foto ist eine Woche her.
    Und sie hat gestern ebenfalls wieder Hefen im Kot gefunden.
    Also bekommt er wieder Nystatin - nun 2 Wochen lang.
    Sab bekam er die ganze Zeit.
    Aber auch mich stören die ganzen Nebenstoffe - vorallem die ganzen Benzoate. Die Mengen sind enorm bei 3-mal tgl. Nystatin.
    Und mein Gefühl sagt mir, daß diese Stoffe hier bei Lenny ebenfalls Probleme verursachen. Er hat das Baytril schon nicht vertragen, verträgt definitiv kein Metacam und die Unverträglichkeit gegenüber Konservierungsmitteln würde mich auch nicht wundern.
    Ich päppel hier alle 4 h, nur um ihn auf Gewicht zu halten. Päppelbrei CC mit BBB-Pulver und nun auch etwas Möhrenbrei, Schmelzflocken, Apfelpektin, VitaminB.
    Mein Eindruck ist, daß es mit dem Päppeln auch nicht viel besser ist, aber es muss ja was rein.
    Er kann fressen, Zähne sind in Ordnung. Aber er mag nur noch Gurke, Möhre, Paprika und sogar Sellerie. TroFu verweigert er, Heu frißt er wenig - nur nach dem Päppeln. Es sit alles sehr komisch .
    Frau Hackert meinte, die Hefen können sogar im Heu sitzen. Nun ich habe wechselnde Heusäckchen, daher eher unwahrscheinlich.
    Ich schmeiß hier aber definitiv erstmal das ganze Misch-TroFu weg.
    Alles was Körner enthält kommt weg.
    Versuche weitestgehend nur noch selber das Futter zusammenzustellen.

    Bei Lenny sind aber auch noch kleine Nierensteinchen das Problem. Er hat auf dem RöBi 2 in der Niere und einer war im Harnleiter. Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch sehr groß, daß der in der Harnröhre schon abgegangen ist.
    Sowohl behandelnde TÄ, als auch Frau Hackert sind beide der Meinung, daß die kleinen Steinchen in der Niere abgehen. Aber das kann natürlich dauern und kann schmerzhaft sein.
    Das wiederum kann Ursache des abnormalem Fressverhaltens und der Ausbreitung der Hefen sein. Es kann aber auch die Folge sein, da der vorausgegangene 5-tägige Durchfall zu Flüssigkeitsverlust geführt hatte und zu einer Acidose. Darm komplett im Eimer.
    Ich versuche es dennoch erstmal mit dem Nystatin, Sab und Co., gebe aber gleichzeitig Traumeel-Lösung, die Lenny auch gerne nimmt, in der Hoffnung, daß mögliche Schmerzhaftigkeit genommen wird.
    Wenn es nicht besser wird, werde ich ebenfalls mal 5 Tage Kot sammeln und den wegschicken lassen.
    Es ist auf alle Fälle eine sehr langwierige Angelegenheit, eine durch AB zerstörte Darmflora wieder in den Griff zu bekommen.
    Ich überlege auch, ob es nicht doch sinnvoll ist, Köttel gesunder Meeris mit unterzumischen, da ich bezweifel, daß man mit BBB und Lactobacillen alleine die richtige Keimflora hinbekommt.
     
Thema: Ursachenforschung von Hefepilzen
Besucher kamen mit folgenden Suchen
  1. meerschweinchen würmer pektin

  1. Diese Seite verwendet Cookies um Inhalte zu personalisieren. Außerdem werden auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Mit dem weiteren Aufenthalt akzeptierst du diesen Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden