Super-GAU: Tumor im Bauchraum

Diskutiere Super-GAU: Tumor im Bauchraum im Krankheit/Kastrationsfragen Forum im Bereich Meerschweinchen; Ich komme gerade vom Tierarzt und bin fix und fertig. Schoki (3,5 Jahre alt) hat doch eine Umfangsvermehrung am Bauch, ich dachte an...

  1. Katha

    Katha Schweinchen-Kenner

    Dabei seit:
    14.09.2009
    Beiträge:
    920
    Zustimmungen:
    286
    Ich komme gerade vom Tierarzt und bin fix und fertig.

    Schoki (3,5 Jahre alt) hat doch eine Umfangsvermehrung am Bauch, ich dachte an Blähungen... nein, alles voller Wasser und ein großer Tumor im Bauchraum, vermutlich ausgehend von der Niere.

    Wir haben eine Röntgenaufnahme und anschließend Ultraschall gemacht zur Diagnostik.

    Schwein ist fit und munter, Herz und Lunge vom Abhören ok. Dennoch schwebt nun das "Todesurteil" über ihr.

    Tierarzt meint, man kann eine OP auf jeden Fall versuchen. Er traut es sich auch zu.

    Meine Gedanken:

    OP auf jeden Fa ll, die Chance hat sie verdient. Direkt Einschläfern bringe ich nichts übers Herz und warten bis der Tumor platzt ist inakzeptabel (oder?).

    Wenn das Schwein offen ist und man sieht, es ist totale Katastrophe im Inneren: nicht mehr aufwachen lassen.



    Würdet ihr es ähnlich sehen? Gibt es positive Erfahrungsberichte??

    Mein Tierarzt traut es sich zu, habe direkt danach gefragt, er würde auch unterstützend vor der OP Infusionen geben um den Kreislauf optimal zu haben. Klingt gut. Aber hier schwärmen so viele von Dr. Schweigart, wäre es besser dorthin zu fahren?? Mein TA wäre nicht böse wenn ich woanders hingehe, hat auch schon ähnliche OPs gemacht.

    Und wann würdet ihr operieren, so schnell wie möglich, sprich Donnerstag oder bis nächste Woche Montag warten?


    Bin für jeden Rat dankbar.
     
  2. Anzeige

    schau dir mal diese Ratgeber an. Dort wirst du bestimmt fündig.
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2 Angelika, 19.08.2014
    Angelika

    Angelika Herr der Schweinchen

    Dabei seit:
    05.05.2008
    Beiträge:
    10.234
    Zustimmungen:
    3.028
    AW: Super-GAU: Tumor im Bauchraum

    Ich kenne das - furchtbare Entscheidung.
    Ob Schweigart (der ja hier vor allem für Zähne sehr gelobt wird, was ja noch etwas Anderes ist als eine große OP) oder dein TA die richtige Wahl ist, kann dir wohl keiner sagen. Wenn der Tumor sehr groß ist, sind die Chancen schon von daher groß, dass er im Bauchraum noch mit allem möglichen verwachsen ist, und Gefäße umschlingt. Ich würde den TA nehmen, bei dem die Fahrtstrecke kürzer ist - um das Tier nicht durch längere Fahrt zusätzlich vorab zu stressen, und nachher eine kürzere Zeit zu haben, in der ich sie versorgen könnte.
     
  4. Muggel

    Muggel Chef der Muggelbande

    Dabei seit:
    11.04.2005
    Beiträge:
    6.570
    Zustimmungen:
    1.715
    AW: Super-GAU: Tumor im Bauchraum

    Dr. Schweigart Ist nicht nur für die Zähne gut. Du kennst Jenny von Manu911, sie sollte schon oft nicht mehr leben, weil sie zwei schwere OPs überstehen musste. Beide OPs wurden bei Dr. Schweigart gemacht und Jenny hat beide OPs Super überstanden. Das war ja einmal die Augen-OP und einmal einen Golfball großen Tumor am Gesäuge der schon mit Blutgefäßen verwachsen war.

    Ich würde mir dort wenigstens nochmal eine zweite Meinung wegen der OP einholen. Die Aussage Deines TA das er sich das zutrauen würde, hat für mich einen sehr unsicheren Eindruck hinterlassen.
     
  5. Katha

    Katha Schweinchen-Kenner

    Dabei seit:
    14.09.2009
    Beiträge:
    920
    Zustimmungen:
    286
    AW: Super-GAU: Tumor im Bauchraum

    Aber OP würdest du auch versuchen Angelika?

    Ich tendiere auch um Tierarzt hier vor Ort. An die Fahrt habe ich auch gedacht und ich denke, wenn er es sich ehrlich zutraut.. Narkose wäre Einleitung mit der antagonisierbaren Narkose und dann Inhalationsnarkose zur Verlängerung. Ich bin noch nicht lange da aber bisher waren die Behandlungen sehr gut.

    Am besten wäre dann, es direkt Donnerstag zu machen oder?

    Mit dem Darm ist der Tumor zum Glück nicht verwachsen soweit man es beurteilen konnte. Das ist schon mal gut lt. TA.
     
  6. #5 Süße_Schnuten, 19.08.2014
    Zuletzt bearbeitet: 19.08.2014
    Süße_Schnuten

    Süße_Schnuten Outdoorhalter

    Dabei seit:
    11.01.2011
    Beiträge:
    6.375
    Zustimmungen:
    105
    AW: Super-GAU: Tumor im Bauchraum

    Hier bin ich Katha... es tut mir so leid. Ich drück dich ganz ganz ganz feste vorab schon, bevor ich überhaupt was zum Thema sage und muss grad arg schniefen... grade Schoki... bei jedem Schwein furchtbar... aber eine meiner ersten aus den Würfen hier... uff, jetzt steh ich doch auch grad nah am Wasser *schnief* *nochmal drück*

    Ich kann dir nur von Momo berichten und von allem, was ich bislang dazu gelesen habe...

    Momo... Tumor festgestellt, allerdings nicht durch Umfangsvermehrung, sondern weil sie unerklärlich abnahm, aber das tut an der Tatsache ansich nichts...
    Festgestellt, saß mitten in den Organen. Wir haben uns GEGEN eine OP entschieden. Wir wussten dadurch, die Zeit ist begrenzt, definitv, es kann noch dauern, aber auch schnell gehen. Ich hab Schmerzmedis mitbekommen und ich hab Päppel mitbekommen (in Momos Fall hats einfach arg ausgezehrt) und damit im Prinzip auf den Tag X gewartet... Momo kam super damit zurecht, sie hatte keine großen auffälligkeiten, war "nur" schneller k.o., ab und an kamen dann Schmerzsyptome, mit Medigabe aber immer lebenswert und fröhlich rumgedüst.
    Dann kam Tag X... ich wusste es und es war einfach soweit und sie ging ganz in Ruhe in meinem Arm, kein Wehren, kein Auflehenen des Körpers, es war Zeit... und das merkt man, man erkennt DEN (miesen blöden doofen) Tag... und dann lies ich sie gehen...

    WARUM ...
    1. Der Tumor saß bei Momo bescheiden, mitten in allem, das Risiko einfach arg groß und so klingt es ehrlich gesagt in Schokis Fall auch.
    dadurch 2. - hätten wird riskiert, hätte ich damit rechnen müssen, dass bei Feststellung wirklich noch lebensfrohe Nasel direkt zu verlieren, die Chance, dass es klappt war einfach viel zu gering bei ihr
    3. bei Tumoren ist oft schon Streuung da, grade, wenn schon größer... heißt, evtl. klappts um dann nach wenigen Tagen weiterzugehen/wiederzukommen etc.
    Ich habe zwar schon positive Berichte von Ops gehört, aber viel viel mehr leider mit dem Ergebnis, es kam prompt wieder oder OP nicht überstanden.
    So haben wir den Weg des Wartens gewählt und ich bin in unserem Fall froh drum.

    Ich kann schwer einschätzen wie die Chancen stehen, aber so eine OP ist immer ein großes Risiko... klein und unscheinbar wird der Tumor nicht sein, daher wird die OP so oder so arg anstrenegend und ggf. muss sie direkt für immer einschlafen, wo vielleicht sonst noch schöne Wochen oder Monate wären... grade, wenn sie jetzt noch das Leben genießt...

    Schwere Entscheidung und ich will dich auch nicht überzeugen "lass die Op, lass sie so, wies ist, Schmerzmedis für den Fall des Falles da heben und nen TA mit Notdienst, wenns schnell akut wäre, sie gehen lassen zu müssen", aber ich will dir diese Sicht der dinge auch zeigen. Nicht, weil sie eine OP nicht wert ist, das meine ich keineswegs, aber es liest sich nicht nach was kleinem, wo mans gut versuchen kann und das Risiko, dass direkt Ende wäre klein ist... es klingt leider ähnlich zu Momo und damit wäre meine Entscheidung eine ähnliche denke ich...

    Abenehmen kann es dir leider und ich drücke für beide möglichen Varianten unendlich fest die Daumen, dass der schatz mit dir noch so viele wie irgendmöglich viele Stunden, Tage und wochen bleibt und sich dabei so gut wie möglich fühlt. Ich werde alles mitverfolgen und wenn ich sonst irgendwas machen kann, sag mir bescheid :bussi:

    EDIT: Sorry für die Fehler drin, aber ich hab zackig getippt und bin grad bissle ausgewühlt mit :p
     
  7. hoppla

    hoppla Gebrauchtschweinbesitzer

    Dabei seit:
    30.07.2007
    Beiträge:
    11.661
    Zustimmungen:
    3.754
    AW: Super-GAU: Tumor im Bauchraum

    Ich persönlich vertraue meiner TÄ absolut.
    Wenn dein Tierarzt schon komplizierte Sachen gut hinbekommen hat und du ihm wirklich voll und ganz vertraust - dann würde ich das machen, was er rät.

    Ansonsten im Zweifelsfall eine Zweitmeinung einholen lassen, ob eine OP wirklich Sinn macht.

    Bauch voller Wasser, großer Tumor von Niere ausgehend - klingt für mich zunächst nicht sehr Op-Einladend...:nuts:

    Alles Gute! Schließe mich an - eine Entscheidung zu fällen, ist immer echt schwer!
     
  8. Katha

    Katha Schweinchen-Kenner

    Dabei seit:
    14.09.2009
    Beiträge:
    920
    Zustimmungen:
    286
    AW: Super-GAU: Tumor im Bauchraum

    Danke erst mal allen :-)

    Hoppla, einladend klingt das wirklich alles nicht...

    @Silvia: Unsicher klang der Tierarzt nicht, vielleicht kommt es nur so rüber in meinen Worten, ich bin aber selber auch ziemlich durch den Wind.
    Eine Zweitmeinung wäre vielleicht wirklich gut, an den Bildern sieht man nicht wahnsinnig viel, auf dem Röntgenbild ist alles grau von der Flüssigkeit außer Magen und Darm, die erkennt man. Auf dem Ultraschall sieht man schon mehr, klar...

    @ Denise: Danke, dass du schnell lesen gekommen bist! Es ist wirklich verzwackt.. ich will ihr keine schönen Tage nehmen, aber ich habe auch Sorge, dass der Tumor platzen könnte, auf Organe drückt (Herz, Lunge)... oder oder. KANN man da wirklich warten? Ich hab auch Angst, dass sowas grade dann passiert wenn ich auf der Arbeit bin und dann muss die Maus ewig warten bis ich wiederkomme und "helfen" kann.

    Die OP würde auf jeden Fall einen großen Eingriff darstellen, den sie erst mal überstehen muss, selbst wenn man alles entfernt bekommt.


    Ich bin echt ratlos - vorhin war ich mir noch sicher, dass sie operiert wird, aber jetzt nicht mehr.


    Warum sammelt sich überhaupt so viel Flüssigkeit an wegen einem ollen Tumor?


    Gemäß dem Fall, ich würde mich gegen OP entscheiden, was kann man denn dann noch tun (außer Schmerzmittelgabe), damit das Wasser weggeht oder der Tumor weniger wächst?


    Oh mann, jetzt popcornt Alfred wie ein Wilder durch den Stall, der hat den Ernst der Lage noch nicht verstanden:eek3:
     
  9. #8 Angelika, 19.08.2014
    Angelika

    Angelika Herr der Schweinchen

    Dabei seit:
    05.05.2008
    Beiträge:
    10.234
    Zustimmungen:
    3.028
    AW: Super-GAU: Tumor im Bauchraum

    Es ist immer schwer, zu entscheiden, wenn der TA meint, man könne operieren. Es klingt allerdings bei deinem Tier wirklich sehr kritisch - eben weil man von außen nicht sehen kann, was der Tumor bereits alles umschließt oder umwuchert hat. Das sieht der Arzt erst, wenn er das Tier geöffnet hat. Es klingt ziemlich dramatisch - aber wenn dein TA sagt, es ist machbar und du ihn so kennst, dass du es ihm zutraust?
    Flüssigkeit sammelt sich in diesem Falle vermutlich, weil die Nierenfunktion gestört ist (du schriebst, der Tumor ginge von der Niere aus). Insofern ist natürlich die Frage, was nach der Entfernung des Tumors und der Niere wird.
    Allerdings sind diese Flüssigkeitsansammlungen im Bauchraum für das Lebewesen sehr quälend, weil sie Herz und Lunge in Bedrängnis bringen. Insofern wäre die Frage, wie das wäre mit schönen Tagen ohne OP.
    Eine Zweitmeinung wäre vielleicht hilfreich. Den Vorteil habe ich mit meinen Tieren hier in der Klinik - bei derart schwierigen Fällen holen die TÄ immer selbst noch eine zweite Einschätzung dazu, das erleichtert mir die Entscheidung tatsächlich.
     
  10. #9 Baierchen, 19.08.2014
    Baierchen

    Baierchen Schweinchen-Kenner

    Dabei seit:
    12.12.2010
    Beiträge:
    789
    Zustimmungen:
    377
    AW: Super-GAU: Tumor im Bauchraum

    Hallo,

    erstmal tut es mir leid, dass du dir darüber Gedanken machen musst.
    Den Fall beim Schwein hatte ich noch nicht, aber bei der Katze.

    Wir hatten uns gegen OP entschieden..Es blieb uns dann aber nur noch eine Woche.
    Unser TA hatte auch gesagt man könne operieren, er könne es auch, er würde es bei seiner Katze wohl nicht machen.

    Ich schließe mich den anderen an. Von der Prognose her scheint es mir unwahrscheinlich, dass bei der Größe des TU nachher alles gut geht und bleibt.

    Ob man noch warten kann mit Schmerzmitteln, muss dein TA entscheiden. Und so wie es sich anhört, vertraust du ihm ja.
    ICH würde wohl nicht operieren..so aus der Ferne entschieden..

    Tut mir sehr leid!!
     
  11. Katha

    Katha Schweinchen-Kenner

    Dabei seit:
    14.09.2009
    Beiträge:
    920
    Zustimmungen:
    286
    AW: Super-GAU: Tumor im Bauchraum

    Ich kenne den Tierarzt erst seit 4-5 Monaten, bisher (ich musste nun schon öfter hin leider), habe ich mich immer sehr gut aufgehoben gefühlt. Er hat ähnliches auch schon mit Erfolg operiert und er operiert es öfter und nicht nur 1x im halben Jahr, auch Weibchenkastras etc. (habs alles explizit gefragt, war wahrscheinlich schon ein kleines Verhör). Aber natürlich sagt er, Prognose ist vorsichtig zu machen, weil man nicht weiß, wie es drinnen aussieht und jede Tumor-OP anders verläuft.

    Ich werde morgen früh mal anrufen und ihn bitten, dass er eine Zweitmeinung einholt vom Kollegen. Er kann den Befund auch besser beschreiben als ich.

    Noch hören sich Herz und Lunge ja gut an. Vielleicht wächst der Tumor ja auch doch schon lange vor sich hin und hat jetzt die Niere so gestört, dass es zu der Aszites kommt?

    Könnte ein Schwein mit nur einer Niere leben?

    Die Niere ist so ein Verdacht, weil man die beim Ultraschall gar nicht mehr sehen konnte.

    Wenn Schoki nicht so dermaßen fit wäre wäre ich wahrscheinlich ganz schnell gegen eine OP, aber so?
     
  12. Nanouk

    Nanouk Schweinchen-Guru

    Dabei seit:
    30.05.2013
    Beiträge:
    3.419
    Zustimmungen:
    2.961
    AW: Super-GAU: Tumor im Bauchraum

    Versuchs mit der OP, wenn das Tier jetzt noch fit ist.
    Ein großer Tumor, der schon zu Wasseransammlung im Bauchraum führt, ist fortgeschritten. Also wird es so nicht mehr lange gut gehen.

    Das Tier hat also nur die Chance noch länger gut zu leben, wenn man den Tumor evtl. gut rausbekommt.
    Wenn es die OP nicht schafft, dann soll es eben so sein. Aber ohne OP hat es keine Chance auf ein gutes weiteres Leben, denn viel Wasser im Bauchraum ist beschwerlich.

    Wenn es mein Schwein wäre, würde ich es davon abhängig machen, wie das Schweinchen jetzt drauf ist.
    Wär es gut drauf, würd ich die OP versuchen.

    Ich wünsche Dir und dem Schweini alles Gute! :troest:
     
  13. #12 Schweinchen's Omi, 19.08.2014
    Schweinchen's Omi

    Schweinchen's Omi Schweinchen-Guru

    Dabei seit:
    15.11.2008
    Beiträge:
    2.085
    Zustimmungen:
    1.670
    AW: Super-GAU: Tumor im Bauchraum

    Ich bin generell nicht so auf das Operieren versessen. Es ist in jeder Situation nur EINE Möglichkeit, keineswegs immer die beste.

    Bei vielen Menschen spürt man das verzweifelte Bedürfnis, ALLES zu versuchen bzw. alles versucht zu haben. Dabei klingt gerade das für mich oft wie die Suche nach einer Gewissens-Beruhigung für die Tage nach dem Tode des Tierchens. Damit mich niemand falsch versteht: daran ist nichts falsch, finde ich. Man muss nur auch in einer so extrem belastenden Situation noch analysieren:
    was will ich tun?
    was meine ich, tun zu "müssen"?
    wer in meinem Umfeld erwartet offenbar ein gewisses Handeln?
    tue ich das, was dem Schweinchen das Leben schön macht (nicht: was ein langes Leben bewirkt)?

    Ich sehe keinen Grund, ALLES zu versuchen. Es mag unendlich ärgerlich sein, dass die Lebensumstände so gekommen sind. Aber man muss die Situation als gegeben nehmen. Und bei manchen Krankheiten hilft keine noch so energisches Wollen.

    Für mich sieht die Sache auch aus nach einem "zu spät" für eine OP. Daran hat niemand Schuld - das ist die Natur der Schweinchen.

    Auch ich mache jede Woche TÜV mit Abtasten und dennoch habe ich einen Buben mit Verdacht auf Blähungen zum vet gebracht, der einen Ei-großen Tumor im Bauchraum fand. Das Biest war so schnell gewachsen - und holte sich das Schweinchen, während wir noch Pläne machten. Zu schnell für uns - eine nur kurze Krankheitsphase für das Tier.

    Wenn du dich gegen ein OP entscheidest und dem Schweinchen noch das Leben daheim ermöglichst, dann warte nicht zu lange. Nicht immer ist das letzte Ende friedlich und "würdevoll". Arbeite ab sofort daran, sie beizeiten loslassen zu können und erspare es ihr, dass es dann noch jämmerlich wird.

    Schweinchen denken zum Glück nicht wie wir. Sie können keine Tage zählen. Ihnen ist es nicht wichtig, dass sie noch 30 Tage kriegen oder 3 Monate. Sie wollen, dass heute schön ist. Das ist jetzt dein Job.
     
    Hexle, hoppla, Kyrill_und_Lina und einer weiteren Person gefällt das.
  14. Katha

    Katha Schweinchen-Kenner

    Dabei seit:
    14.09.2009
    Beiträge:
    920
    Zustimmungen:
    286
    AW: Super-GAU: Tumor im Bauchraum

    Uff, so viele so verschiedene Meinungen.

    Die Frage ist für mich - wenn ich mich gegen eine OP entscheide - kann ich das überhaupt machen, einfach abwarten, bis es richtig schlecht wird? Wie plötzlich kann das sein und kann ich dann überhaupt handeln (sprich bin ich anwesend)?

    Der Wasserbauch ist bestimmt nicht so angenehm, eben hat Umbra sie auch gejagt, langsam fällt sie also auf (vielleicht auch durch den Stress beim Tierarzt).

    Vom Allgemeinzustand ist sie - noch - fit, aber das kann übermorgen schon anders sein.


    Bisher war meine Denkweise hinsichtlich Tumor/Krebs radikal:

    Entweder OP oder zeitnah Euthanasie, bevor das Tier leidet.

    Und das Wasser wird doch früher oder später auf Organe drücken, es verschwindet ja nicht mal eben so.

    Die Möglichkeit mit keine OP und warten hab ich am Anfang gar nicht erst in Betracht gezogen.

    Deswegen fand ich OP und wenn man sieht, es sieht verheerend aus im Schweinchen, direkt gehen lassen, eine gute Lösung.

    Ich will das Beste fürs Tier (nicht für mich).

    Und ich weiß nicht, ob es jetzt wirklich schönes Leben ist, oder ob sie sich auch verstellt (war ja immerhin immer das Chefschwein). Der Allgemeinzustand ist gut, ja, aber so ein Schwein kann sich ja auch zusammenreißen wenn's muss.
     
  15. Nanouk

    Nanouk Schweinchen-Guru

    Dabei seit:
    30.05.2013
    Beiträge:
    3.419
    Zustimmungen:
    2.961
    AW: Super-GAU: Tumor im Bauchraum

    Sehe ich genauso.



    Auf jeden Fall keine falsche Lösung.
    Und man vergibt nichts.



    Ja, sehe ich auch so, deshalb find ich, so wie Du, abwarten und gar nichts tun die schlechteste Lösung fürs Tier.
     
  16. Katha

    Katha Schweinchen-Kenner

    Dabei seit:
    14.09.2009
    Beiträge:
    920
    Zustimmungen:
    286
    AW: Super-GAU: Tumor im Bauchraum

    Danke Nanouk.

    Ich denke, ich werde die OP am Donnerstag machen lassen. Schlimmstenfalls wird sie nicht mehr aufwachen und hat dann nicht gelitten. Das war auch mein erstes Bauchgefühl und damit bin ich schon mal gut gefahren (bei meinem Hund, scheinbar ein großes Lipom am Bauch, in der Klinik wurde von dr OP abgeraten, was sich bei OP als großes Loch in der Bauchdecke herausstellte, was tödlich hätte ausgehen können).

    Und wenn der Tumor gut operiert werden kann und Schoki die OP übersteht, umso besser. Ich stelle mich aber auf das Schlimmste ein.

    Ich denke, das ist in ihrem Sinne, anstatt von ihrer rangniedrigen Schwester verjagt zu werden die nächsten Tage :(


    Ich müsste Schoki gegen 9 Uhr zum Tierarzt bringen und um 11 würde sie operiert werden, soll ich ihr wohl Olivia als Begleitung mitgeben für die Wartezeit bis zur OP?
     
  17. Nanouk

    Nanouk Schweinchen-Guru

    Dabei seit:
    30.05.2013
    Beiträge:
    3.419
    Zustimmungen:
    2.961
    AW: Super-GAU: Tumor im Bauchraum


    Würde ich auch so machen.

    Und ich hab nie ein Partnerschwein mitgegeben, weil ich denke, das kranke Schwein hat sowieso Streßmit Fahrt, fremder Umgebung und Krankheit und es nützt keinem, wenn ein weiteres Schwein Streß hat. Die 2 Stunden Wartezeit schafft sie auch so.
     
  18. Katha

    Katha Schweinchen-Kenner

    Dabei seit:
    14.09.2009
    Beiträge:
    920
    Zustimmungen:
    286
    AW: Super-GAU: Tumor im Bauchraum

    Eine Fahrt gibts bei uns sozusagen nicht, es sind nur 5 Minuten zu Fuß. Und Olivia ist eigentlich ein recht entspanntes Schwein. Das werd ich noch mal überlegen :gruebel: Auf jeden Fall keinen von den Banausen, die rüpelhaft zu kranken Schweinen sind. Olivia wurde ja auch ganz schon gemobbt von Alfred als sie krank war.

    Es gibt Momente, da verstehe ich, wenn Leute die Haltung aufgeben. Anfangs habe ich das nicht nachvollziehen können.
     
  19. #18 Mottine, 19.08.2014
    Mottine

    Mottine Schweinchen-Guru

    Dabei seit:
    23.09.2009
    Beiträge:
    4.153
    Zustimmungen:
    2.611
    AW: Super-GAU: Tumor im Bauchraum

    Ui!
    Mußte 2x lesen.

    Also ich würde es so machen, wie Du es auch denkst.
    Wenn Schoki sich sonst fit zeigt, nicht abgenommen hat, würde ich es versuchen, so wie Du denkst.
    Denn es kann ja auch sein, das der Tumor nicht bösartig ist oder wenn, das er sich verkapselt hat, gut zu entfernen ist.

    Machst Du nichts, wird der Tumor wachsen und evt. wichtieg Organe abdrücken, was nicht schön für Schoki sein kann.
    Machst Du es, hat er eine Chance.......und wenn der GAU eintrifft, er in der Narkose bleiben soll........kannst Du immer sagen: ich habe alles versucht.

    Pünktchen hatte einen bösen Tumor am Gesäuge. Knapp 5, sonst fit, ließ ich ihn auch entfernen, samt Zitze. Ich war dabei und sah, wie tief er im (zum Glück) Fettgewebe war. Recht tiefe OP.

    Aber Pünktchen lebt, hat noch Zeit und es steht 50:50 ob und wann der Tumor wieder kommt. Aber hatte auch Angst vor der OP, bin aber heute froh, ihr die Chance gegeben zu haben.

    Denn noch warten, der Tumor streut........habe gleich OP Termin nach Feststellung gemacht.

    Ob der TA der richtige ist? Ich weiß von hier, das jeder gute Haus-TA, der auch operiert das kann. Zur Not kläre das nochmal ab. Frage, bis er ei Loch im Bauch hat. Nur so verschaffst Du Dir Gewissheit und der TA kann Dir Deine Angst evt. auch noch nehmen.

    Alles Gute! Drücke die Daumen!
     
  20. Anzeige

    Hast du mal hier (hier klicken) geschaut? Bestimmt findest du dort etwas feines.
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  21. #19 Hexle, 20.08.2014
    Zuletzt bearbeitet: 20.08.2014
    Hexle

    Hexle Schweinchenversteher seit 1997

    Dabei seit:
    08.03.2002
    Beiträge:
    1.160
    Zustimmungen:
    516
    AW: Super-GAU: Tumor im Bauchraum

    Meine Rosi (5 J) starb vor 10 Tagen an Tumoren im Bauchraum, die 1 Woche zuvor festgestellt worden waren. Ich habe die Tumore bis zuletzt nicht tasten können, für die TÄ war es glasklar.
    Rosi war bis zur Diagnosestellung nicht auffällig, war schon immer zu dünn, aber voll fit. Am Vortag der Diagnose atmete sie komisch, drum der TA-Check.
    Zwischen Diagnose und schleichendem Tod lagen 1 Woche in der sie vehement abbaute und die letzten 3 Tage zugefüttert werden musste.
    Auffällig waren ihre hellen Schleimhäute, wodurch die TÄ vermutete, dass einer der Tumore blutet. Sie hat keinen Todeskampf gehabt. Lebte interessiert inmitten der Gruppe, immer mit Blick auf das Geschehen.
    Zum Schluss fehlte die Kraft zum Weiterleben und sie starb ganz friedlich. Ich war dabei. Es war nahezu ein bewegender Moment. Wir haben ihr noch eine wunderschöbe Woche gemacht, bevor sie alleine ging und ich bin heilfroh diese Entscheidung nicht für sie habe treffen zu müssen, was ich getan hätte, wenn ich Anzeichen von Schmerzen festgestellt hätte.

    Ich wollte das erzählen zur Vorstellung davon, was passieren kann, wenn man der Natur den freien Lauf lässt.


    Gruß
    Hexle
     
  22. Anschi

    Anschi Guest

    AW: Super-GAU: Tumor im Bauchraum

    Mein Jerry hatte auch einen fiesen Tumor im Bauchraum. Das Ding saß auf einer Beinarterie und meine Tierärztin hatte richtig Arbeit, das blöden Ding rauszunehmen. Leider war der Tumor nach ungefähr einem viertel Jahr wieder da. Jerry hatte zu dem Zeitpunkt Schmerzen beim Fressen und ich hab noch mal röntgen lassen. Leider hat mein kleiner nicht überleben dürfen. Ausser dem Tumor gab es OD am Kiefer und einen nicht vermuteten Herzfehler. Da sich die Kieferäste bereits in Auflösung befunden haben, durfte Jerry gehen. Die OP und die postoperative Zeit hat er allerdings sehr gut verkraftet und bis zum Ausbruch der OD hatte Jerry hohe Lebensqualität - er war das Agiloschweinchen in meinem Gehege. Ich wünsche dir, dass du für dein Schweinchen und dich die richtige Entscheidung triffst.
     
Thema:

Super-GAU: Tumor im Bauchraum

  1. Diese Seite verwendet Cookies um Inhalte zu personalisieren. Außerdem werden auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Mit dem weiteren Aufenthalt akzeptierst du diesen Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden