Stumpft man als "Viel-Schweinchen-Halter" wirklich so ab?!

Diskutiere Stumpft man als "Viel-Schweinchen-Halter" wirklich so ab?! im Meerschweinchenumfragen (Archiv) Forum im Bereich Archiv; Hallo! Ich habe ja nur drei Schweinchen und wenn da mal eines krank ist zerbricht es mir gleich das Herz und ich mache mir tierische Sorgen....

  1. Marisa

    Marisa Guest

    Hallo!

    Ich habe ja nur drei Schweinchen und wenn da mal eines krank ist zerbricht es mir gleich das Herz und ich mache mir tierische Sorgen.
    Stirbt ein Schweinche ist das für mich, als wenn die Welt untergeht - ich hänge einfach so sehr an meinen Mäusen.
    Außerdem leide ich auch immer sehr mit, wenn hier im Forum Leute um ihre Tierchen trauern oder sich Sorgen machen, weil ein Tier sehr krank ist.

    Mich würde mal interessieren, wie vor allem Züchter und auch Notstationen oder einfach Leute mit vielen Schweinchen mit sowas umgehen, da ihr ja (viel) mehr Tiere habt, als der "Otto-Normal-Schweinchenhalter" und vielleicht dementsprechend nicht so eine extreme Bindung an die Tiere habt?!

    Komme auf das Thema, da ich eine gute Bekannte habe, die züchtet und die hat mir gesagt, dass es ihr zwar immer leid tue, wenn ein Tier bei ihr stirbt, aber dass sie deswegen nicht fertig mit den Nerven sei und die toten Tiere hinterher auch nicht begräbt, sondern in die Mülltonne wirft.
    Mich hat das ehrlich gesagt sehr erschrocken......daher wollte ich mal fragen!

    Liebe Grüße, Marisa
     
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  3. sara]2

    sara]2 Schweinchen-Kenner

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    also ich bin weder züchter noch notstation.
    aber ich hab doch hin und wieder nottiere gehabt... und ich denke schon, dass man zu den eigenen tieren eine tiefere bindung aufbaut als zu nottieren.
    was aber nicht heisst, dass man sich um die notis keine sorgen macht und man mit ihnen nicht mitleidet! in den müll würde ich auch kein nottier werfen. ein ordentliches grab hat jedes tier verdient. (wobei das eher eine grundsätzliche, persönliche einstellung von mir ist)

    wenn *meine* lieblinge krank sind leide ich mit jedem gleich mit. und jetzt, wo ich inzwischen 10 hab sogar noch fast mehr als am anfang als es noch weniger waren, weil ich mich inzwischen viel mehr in meine tiere einfühlen kann.
     
  4. Laryma

    Laryma Guest

    Also ich kann nur sagen mir fällt es immernoch sehr schwer wenn ich ein Vermittlungstier abgeben muß und so.
    Auch wenn eines Krank wird oder stribt zerbricht mir das Herz das lernt man nie und abstumpfen werde ich auch nie.
    Dafür liebe ich alle Tiere viel zu sehr.
    Liebe Grüße Larissa mit den 14Meeris
     
  5. ninash

    ninash Guest

    Nein, man stumpft nicht ab.

    Man leidet und kämpft mit jedem Schweinchen wenn es krank ist, egal ob es ein eigenes ist oder ein Notschweinchen was vielleicht erst zwei/drei Tage hier ist.

    Die Schweinchen wieder abzugeben fällt einem auch nach 30 Tieren immer noch nicht leichter als beim ersten. Und wenn eines über die RBB geht.... :runzl: :heul:

    Vielleicht lernt man irgendwann einfacher damit umzugehen, aber abstumpfen.......

    ........wirklich nicht.
     
  6. #5 Meerli75, 07.01.2007
    Meerli75

    Meerli75 Guest

    Kann ich absolut nicht sagen das ich abstumpfen würde,ich habe momentan 19 Schweinchen hier.16 eigene und eigentlich 3 Vermittlungsschweinchen,aaaaber eines der VT bleibt schonmal definitv und bei den zwei Jungs muss ich noch schauen...

    Ich mache auch keinerlei Unterschied ob Nottier oder "meins",alle bekommen die gleiche Aufmerksamkeit und Liebe und ich leide mit wenn eins krank ist oder ich ein neues zu Hause gefunden habe...Ich würde auch niiieee ein Tier,egal ob NT,eigenes oder meinetwegen auch den überfahrenen Igel in den Müll schmeissen,was ist denn das für ein Abgang???
     
  7. Marisa

    Marisa Guest

    Ich denke genau wie ihr - selbst wenn ich viel mehr Tiere hätte könnte ich mir nie vorstellen so zu werden! Und ein Tier in den Müll schmeißen könnte ich auch nie!

    Dabei ist diese Bekannte/ Freundin immer so nett und hilfsbereit und ich schätze sie wirklich sehr, aber dieses Thema und das was sie dazu sagte hat mich doch schon etwas erschrocken!
     
  8. #7 Meerimiez, 07.01.2007
    Meerimiez

    Meerimiez Guest

    also mit toten meeris hab ich noch kene erfahrung, aber mit ratten und mäusen und hamstern ja und ich muss sagen das ich jetzt nicht losgeheult habe wenn da eins gestorben ist, klar war ich traurig. aber geheult habe ich nie.
     
  9. #8 Sandoria, 07.01.2007
    Sandoria

    Sandoria Guest

    Ich würd auch sagen,dass man nicht abstumpft!
    Ich leide bei den Notschweinchen,wenn sie krank sind,genau so,wie bei meinen eigenen!
    Mir sind auch alle Tiere gleichwichtig und bekommen auch die gleiche Aufmerksamkeit und Liebe!
     
  10. #9 sandaara, 07.01.2007
    sandaara

    sandaara Guest

    Hallo,

    ob Nottier oder Eigenes. Ich find es jedesmal furchtbar wenn ein Tier sich auf die Reise macht. Oft geht dem Tod ja ein längerer Kampf voraus. Und wenn man so einen Kampf verliert ist das absolut traurig und nimmt mich jedesmal mit.

    LG
    sanne
     
  11. Klee

    Klee TA-Empfehlung KI: per PN

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    HI,
    bin zwar kein Vielhalter, hab aber ständig Pflegeaufgaben ;) Man stumpft nicht ab, man wird vllt. mit der Zeit etwas rutinierter und findet seinen Weg mit der Ausnahmesituation evtl. etwas professioneller zurechtzukommen. also, nicht sofort Panik hoch 10 zu schieben, sondern erstmal Selbstbefehl: Ganz ruhig nun, was ist das Problem, was tust du zuerst, was danach... Wenn ich trotzdem merke es läuft mir aus dem Ruder, z.B. fiktive Sache: man findet schwer verletztes, eingeklemmtes schwein vor. Erstreaktion: Sofortmaßnahme, ohne große Überlegung, 2.Reaktion: und nu? Da kommt vllt. Panikauf, also Selbstbeherrschung halten, versuchen sachlich zu bleiben und dann situationsgerecht zu reagieren. HOffentlich zumindest. Hatte sowas zum Glück noch nicht. Aber je häufiger man so neuen Situationen gefordert wird, desto leichter fallem einem diese.
    klee
     
  12. #11 Arme-Schweine, 07.01.2007
    Arme-Schweine

    Arme-Schweine Guest

    Hi,
    abstumpfen....definitiv nein...

    es tut mir immer leid, wenn ein Tier krank ist oder sogar stirbt, aber ich bin nicht am Boden zerstört, wobei ich ehrlicherweise auch zugeben muss, das es da für mich einen Unterschied macht zwischen den Schweinchen und den Hunden....

    ich weiss, klingt für viele warscheinlich ziemlich böse, aber Gefühle kann man nicht wirklich steuern.

    Mülltonne muss nicht wirklich sein, aber auch da sehe ich das Ganze sehr real (meine persönliche Einstellung),...dem toten Tier hilft es nicht, egal, wo es nach dem Tod hinkommt....

    Ich liebe meine Tiere alle sehr, aber es trifft mich bei dem einen auch mehr als bei dem anderen, wobei es da keine Rollespielt, ob eigenes oder Nottier....

    Liebe Grüße
    Andrea
     
  13. #12 Meggimaus, 07.01.2007
    Meggimaus

    Meggimaus Guest

    Wir haben mittlerweile 9 Schweinchen und ich habe schon festgestellt, dass ich mit "kleinen" Krankheiten leichter umgehe als früher. Liegt aber denke ich eher daran, dass ich mich jetzt besser auskennne und weiß, was zu tun ist, wenn z.B. mal wieder ein Haarlingsbefall vorliegt.
    Wenn meine Schweinchen aber wirklich was schlimmes haben, leide ich total mit. Als meine Meggi z.B. im Sommer 2 Tage nicht mehr gefressen hat, war ich total fertig und bin nicht in die Uni gegangen, damit ich sie besser beobachten und päppeln kann.
    Ich glaube, mir würde es auch sehr schwer fallen, Nottiere wieder abzugeben. Da würde ich wahrscheinlich eher schauen, ob nicht doch noch irgendwo in der Wohnung Platz für einen weiteren Stall ist.
     
  14. Snoopy

    Snoopy Guest

    Man stumpft nicht ab aber man geht anders damit um.
    Würde ich mit jedem Schwein sterben könnte ich meinen "Job" längs nicht mehr machen.Vieles geht einfach nicht mehr so nah an mich heran wie es zu Anfang der fall war.Man baut sich eine Schutzhülle auf.Viele Tiere durchbrechen sie,wenn ich etwa einen ganz schlimmen Notfall alle zwei Stunden Päppel,das Tier hart kämpft und nur durch die Schuld blöder Menschen einfach sein Leben lassen muss.Das geht mir sehr nah und meine Trauer vermischt sich mit der Wut über den "Verursacher"
    Man fühlt sich dann so Hilflos und schon mehr als einmal hätte ich meine Arbeit an den Nagel gehängt weil ich einfach das ganze Elend nicht mehr sehen konnte/wollte.Wir haben viele im Verein als Pflegestelle die den Tod weit von sich drücken aber gerade in unserem fall ist es meist unumgänglich da wir einfach viele Tiere zu spät bekommen oder wir ihnen nicht mehr helfen können.Einige Tiere bleiben bei uns weil sie Todkrank sind,wir lernen damit zu leben und schaffen ihnen noch einen schönen Letzten Lebensabschnitt.Mit dem Gefühl mit dem Tier gekämpft und es bis zum schluss liebevoll begleitet zu haben fällt es uns einfach ein wenig leichter aber schwer ist es dennoch.
    In die Tonne kommt keines unserer Tiere,Patentiere kommen ins Krematorium,alle anderen Tiere verbleiben im Garten der jeweiligen Pflegestelle oder werden bei unserer Tierärztin abgegeben.
    Mit dem Umgang von Kranken Tiere verhält sich jede Pflegestelle anders,eine Routinierte, langjährige und Erfahrene Pflegestelle geht mit noch so schlimmen Krankheiten anders um als eine die noch nicht so lange dabei ist.Unter dem strich bangt jede um das Leben des einzelnen Tieres.Man muss sich Vorstellen,dass ein Privathalter im höchstfall mal drei oder vier wochen am Stück vielleicht Päppeln oder in regelmässigen Abständen wenn nicht sogar Täglich zum Tierarzt muss.Wir müssen uns IMMER um irgendein Krankes Tier sorgen.Die Spirale hört nie auf und der Tod begleitet uns bei jedem neuem Notfall täglich mit.Sicher einige zerbrechen daran und können nach nur wenigen Wochen Pflegestelle dieses nicht mehr ausüben aber keine Pflegestelle stumpft ab.Die einen haben eben eine dickere Schutzhülle um sich herum auf gebaut und die anderen eine etwas dünnere.Viele verarbeiten ihren Schmerz durch das Schreiben auf der Regenbogenbrücke,durch Erzählen oder Ausstausch .Ich denke nicht,dass es irgendwo Tierschützer gibt, bei dem der Tod eines geschundenen Tieres abstumpft,man kann sich nicht mal daran gewöhnen................................

    LG
    Tina
     
  15. #14 Aikamaus, 07.01.2007
    Aikamaus

    Aikamaus Guest

    Hallo,

    ich hab seit März 2005 sehr viele Tiere verloren und es ist immer wieder schlimm und abstumpft bin ich jetzt sicher nicht, aber man lernt anders damit umzugehen. Mit der Zeit findet man seinen eigenen Weg damit umzugehen. Ich z. B. denke mir dann immer, dass nichts ohne Grund passiert und gerade bei den Schweinchen hat sich in den letzten 2 Jahren durch den Tod ständig was verändert. Manche Schweine hätte ich gar nicht auch wenn der Preis dafür, der Tod eines anderen Schweins, dafür sehr hoch war. Aber dadurch konnte ich eben anderen Schweinchen ein zu Hause geben.

    Und das mit der Mülltonne... ich persönlich könnte es auch nicht, aber wenn man vielleicht nicht die Möglichkeiten hat jedes Tier (legal!) zu begraben und so gesehen ist es ja nur noch die Hülle, wenn man das so sieht fällt es einem vielleicht "leichter". Nur weil jemand sein Tier in die Mülltonne gibt, ist es noch lange kein schlechter Mensch, diesen Denkfehler sollte man nicht zwangsläufig machen. Es heißt ja auch nicht, dass wenn ein Mensch nicht tagelang tränenüberströmt rumläuft, das er nicht trauert.

    Grüße
    Yvi
     
  16. #15 Schwarze Braut, 07.01.2007
    Schwarze Braut

    Schwarze Braut Guest

    Ich glaube schon, dass man abstumpft. Das ist wohl eine natürliche Reaktion, die zunächst einmal wertefrei ist.
    Ich merke das allein schon an uns. Wir haben mit einem Pärchen angefangen und mit jedem schwein mehr, macht man sich etwas weniger Sorgen prozentual auf das Einzelne gerechnet. Man liebt sie nicht weniger, man leidet vielleicht nru weniger und kann sich weniger einen Kopf drum machen.
    Anfangs waren wir bei jedem Furz, der quer gesessen hat ;) beim TA, nun sind wir eigentlich "nur noch" bei genau richtigen Anlässen beim TA.
    Man schaut bei zweien auch sicher viel mehr auf jeden einzelnen als bei einer Gruppe und ich denke, das ist ein Stück weit normal.
     
  17. #16 Tasha_01, 07.01.2007
    Tasha_01

    Tasha_01 Chaos-Tante

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    Abstumpfen ist finde ich ein zu hartes Wort.

    Ich habe in den letzten 11 Jahren mehr Tiere verloren als mir lieb ist und war, mit der Zeit habe ich mir aber eine gewisse Schutzhülle zugelegt die einer gewissen Belastung auch standhält.

    Dann schaffe ich es auch normal arbeiten zu gehen ohne das meine Kollegen was davon merken, aber oft schaffe ich es eben nicht das so zu verdrängen.

    Manche Tiere werde ich auch niemals vergessen können, von meinem ersten Meerschweinchen hängt heute noch ein Foto am Kühlschrank. Ich laufe jeden Tag mindestens zwanzigmal dran vorbei, und das obwohl Herr Wurst inzwischen zwei Jahre tot ist ...

    Die RBB ist auch ein Teil meiner Homepage den ich absolut ungern bearbeite, da kommt bei mir immer viel verdrängtes wieder hoch. Und es kostet immer und immer wieder viel Kraft mich wieder zu beruhigen.
     
  18. #17 Julchen, 08.01.2007
    Julchen

    Julchen Guest

    Also ich würde das nicht so sagen.
    Ich mache mir bei jeden Tier Sorgen und auch in der Nacht schau ich da lieber nach und passe gut auf.
    Es ist auch so das einfach die Gedanken sich um das Tier dann drehen.
    Jenachdem was ist kanns auch sein das man nicht schlafen kann in der Nacht usw.
     
  19. #18 Schwarze Braut, 08.01.2007
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 08.01.2007
    Schwarze Braut

    Schwarze Braut Guest

    was solldas? Nicole k
     
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  21. Heidi*

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    Abstumpfen? Nein.
    Tut immer wieder weh.... "heilt" dann auch.... und dann "schmerzt" es wieder.
     
  22. #20 Julchen, 08.01.2007
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 08.01.2007
    Julchen

    Julchen Guest

    gelöscht, Nicole K
     
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Stumpft man als "Viel-Schweinchen-Halter" wirklich so ab?!

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