Starke Verhaltensänderung mit drittem Schwein

Diskutiere Starke Verhaltensänderung mit drittem Schwein im Gästeforum Forum im Bereich Meerschweinchen; Hi :) Habe seit fast zehn Jahren Meerschweinchen, aber mit der letzten Vergesellschaftlichung stehe ich vor einem Rätsel, bzw. frage mich, ob sie...

  1. Masormy

    Masormy Guest

    Hi :)

    Habe seit fast zehn Jahren Meerschweinchen, aber mit der letzten Vergesellschaftlichung stehe ich vor einem Rätsel, bzw. frage mich, ob sie das Problem ist.
    Ich hatte bis November drei Tiere, die super zusammen passten. Meine Moni ist dann mit acht Jahren hoffentlich so schön es ging gegangen :/ Hatte sie lange gepäppelt, mind. ein halbes Jahr regelmäßig, manchmal täglich noch dazu.

    Jetzt habe ich:
    Amy - Albino, weiblich, 6 Jahre, seit einem Jahr bei mir
    Merlin - Kastrat, 6 Jahre, seit 1 1/2 Jahre bei mir? Gut möglich auch länger
    Luna - Langhaarmeerschweinchen (habe es gekürzt), 1 Jahr alt, sehr ängstlich.

    Mitte Dezember holte ich Luna dazu, da mir die zwei Schweine ggü. dreien so leer schienen und ich den Verlust erst verarbeiten wollte. Sie kommen alle aus derselben Notstation (Eigenbau mit 2qm, eine Fläche, 2x1m, ständig Heu, verschiedene Fressstellen, Häuser mit zwei Öffnungen etc.)
    Nun ist Luna sehr ängstlich, die Vergesellschaftlichung habe ich auch besten Gewissens wie sonst auch gemacht - neutraler Boden, Zeit lassen, etc.
    Luna hat dann Merlin schon am Auge geleckt und das wirkte gut.
    Amy und Luna brauchten ziemlich lange... bzw. vorgestern hat Amy Luna ständig hinterhergejagt und ist auf sie gestiegen, Luna lässt sich dominieren, aber dann geht es wieder los und wieder. Durch das Quiecken war die Nacht ziemlich schlaflos für uns.
    Amy nahm 80 g zu.
    Merlin nahm 260 g mindestens ab.
    Das fiel zu Weihnachten auf, also kurz nach der Vermittlung. Von zuerst nur in Streifen geschnittes langsam essen kann er nun wieder ungeschnittenes langsam essen, hört dann auf, und isst mehr und länger alleine. Sehe da keine Verbesserung, als ich ihn mit Amy wieder ,,den vorherigen Stand der Dinge" ausprobieren ließ. Er verlor die Nacht wieder an Gewicht und dann habe ich sie jetzt wieder zu dritt, weil ich nicht weiß, ob Experimente mit je einem Tier herausnehmen es bringen (und wie sie dann gut gemacht sind und überprüfbar). Ich frage mich eben, ob es psychisch wegen der neuen Konstellation ist, Luna zu jung, Merlin überfordert, ich weiß es nicht.
    Es gab natürlich mehrere Tierarztbesuche vor diesen Gedanken, sediertes Röntgen vom Kopf, Zähne mehrfach kontrolliert, ausgeschlossen, die Tierärztin gab dann keine Hoffnung.
    Und ich frage mich, ob es etwas mit der Vergesellschaftlichung zu tun hat? Sie beißen sich nicht und es ist nicht offensichtlich schlimm, bis auf diese Besteigungsphasen und den Wesensveränderungen der beiden Alten.
    Aber ich möchte die Hoffnung nicht aufgeben. Und ich kann es ehrlich gesagt nicht.
    Amy ist einfach nun mit einem Kugelbauch unterwegs, scheucht mal von ihrer Essensstelle weg und gibt selten mal angedrohte Bisse ggü. Luna. Dann sitzen alle wieder in einem Haus zusammen, trotz mehrerer zur Auswahl. Merlin isst weiterhin eher alleine dann 30 min durch und natürlich muss ich ihn mehrfach am Tag päppeln und dennoch reicht es nie.
    Ich bin mit meinem Latein am Ende und irgendwo auch mit meiner Kraft. Habt ihr einen Rat?

    Liebe Grüße und vielen Dank fürs Lesen und Helfen ! <3

    Alex
     
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  3. Wassn

    Wassn Schweinchen-Häuptling

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    Ich würde sagen: die sortieren sich noch. Mitte Dezember ist noch nicht so lange her.

    Ich hatte eine ähnliche Situation: ich habe ein schwächelndes Schweinchen aufgenommen. Die anderen haben es nicht ans Futter gelassen, es gejagt, verfolgt, es nicht in Ruhe gelassen; und es selbst hat nur mäkelig gefressen. Die Kontrolle beim Tierarzt hat ein Gebiss ergeben, was korrigiert werden musste, ebenso eine Erkältung mit leichtem Lungengeräusch. Der Tip meiner Tierärztin: die Wutz erst wieder zu den anderen lassen, wenn sie annähernd 600g auf die Waage bringt. Ich habe sie dann tatsächlich alleine sitzen gelassen, ohne den Kontakt zu den anderen und sie hat zugelegt, hat sich eingewöhnt und ist aufgetaut. Ich habe sie mit immunsysthemstärkenden Globuli und Päppelbrei wieder auf die Beine gebracht. Ich habe sie im 2 Std.- Takt gepäppelt. Sie hatte zwischendurch nichts mehr selbst gefressen. Sie hing einfach regelrecht in der Kurve. Und es hat was gebracht. Sie hat zugelegt und wieder angefangen selbstständig zu gefressen, ist gerannt und gepopcornt wie wild. Da habe ich sie dann wieder zu den anderen gelassen. Sie war ca. 1- 1,5 Wochen alleine. Sie ist mit Abstand die Jüngste und die Kleinste, aber auch die Frechste. Sie wird gejagt und sie hopst einfach über die anderen hinweg, um dann in ihrem Rücken, wieder die besten Happen zu klauen. Als sie zu mir kam, hätte sie dies niemals gemacht. Hätte ich sie bei den anderen gelassen, hätte sie sich so schnell nicht erholt.
    Die 4 kommen nun klasse miteinander aus. Die Kleine ist in der 2. Dezemberwoche eingezogen. Aber noch heute ist nicht alles rund. Manchmal zwitschert Benedita nachts noch. Sehr selten zwar, aber sie tut es.
    Hättest du die Möglichkeit, ihn einige Zeit am Tag zu separieren, so dass er in Ruhe fressen kann, oder ihn so von den anderen abzusperren, dass er sie sehen kann? Dann könntest du sein Verhalten beobachten, wie es ist, wenn er nicht gejagt wird, z.B.
    Die Gewichtsabnahme klingt für mich schon recht knackig und dass er so schlecht frisst, könnte vielleicht auch noch etwas anderes dahinter stecken. Aber da kenne ich mich zu wenig aus. Ich hatte bis jetzt auch noch nicht wirklich eine dramatische Vergesellschaftung. Wurde der Kot untersucht? Evtl hat das neue Tier etwas mit eingeschleppt.
    Vielleicht tut ihm etwas anderes weh, Hals zB., so dass es mit den Zähnen gar nicht zu tun hat?
    Als Päppelbrei kann ich auch empfehlen, Haferflocken und Baby-Frühkarrotenbreigläschen unterzumischen.
    Ich drücke ganz fest die Daumen, dass bald alles wieder ins Lot kommt, bei deiner Truppe und dass es dem kleinen Kerl bald wieder besser geht.
     
  4. Masormy

    Masormy Guest

    Liebe/r Wassn,

    Vielen Dank für Deine Antwort! Sie gibt mir wieder etwas Mut - die Vergesellschaftlichung fühlt sich für mich wie schon einen Monat lang an und ich las, dass es sich meist nach einer Woche schon hätte.

    Merlin müsste es dann also besser gehen, wenn sich die Mädchen verstehen gelernt haben?
    Manchmal denke ich auch, der Kastrat müsste doch mehr wiegen als die Weibchen - mit seiner Abnahme und Amys Zunahme hatte sich das ja verkehrt. Merlin war früher immer etwas zu gefräßig und etwas übergewichtig, die 1,3 kg waren dann mit etwas Vorsicht 1,2 kg, die ich ihm eben durchließ. Heute waren es dann 930 g, Amy 980 g, also mehr. Und gleichzeitig dominant, Merlin eben nicht zwischen den Weibchen regelnd (dabei soll ein Kastrat sich zoffende Weibchen ja schlichten, meine ich - könnte ihm aber auch in seinem Alter zu viel sein). Selbst gejagt wird er nicht. Nur Luna rennt manchmal panisch ihre Runden, z.B., als ich zu Beginn nach Hause kam, oder manchmal nur den Arm hob auf dem Sofa vorm Eigenbau, da musste ich echt Gewöhnungsarbeit leisten. Das geht nun schon, das Füttern verschreckt manchmal noch und jedes Rausholen zum Wiegen, Fellschneiden oder nach-Wunden-Sehen sind zig Runden im Eigenbau, na ja.

    Gerade isst Merlin auch einzeln. Ich habe einen Standardmeerschweinchenkäfig nun voller Essen mit ihm drin, der direkt an den Eigenbau steht. Er ist etwas erhöht, aber Amy schaut manchmal durch das Gitter (und knabbert Merlins Heu dort weg).

    Die Tierklinik hatte den Bauch geröngt, Gas darin gesehen, mir Critical Care, ein Schmerzmittel und eines gegen die Gase im Bauch gegeben. Die zweite TÄ befand das Gas nicht so schlimm auf der Aufnahme, verschrieb MetaCam, ein Antibotikum, Vitampräparat, Critical Care. Und gab Hungerspritzen.

    Mittlerweile habe ich das nach einer Woche, wie verordnet, abgesetzt. Es bleibt nur das Critical Care. In der Vergangenheit hatte Merlin mal eine Kopfschrägstellung, ging mit Antibotika zum Glück auch schnell weg. Davor war alles bis auf sein leichtes Übergewicht alles in Ordnung.

    Der Kot wurde untersucht und sie befand nichts Außergewöhnliches.

    Den Brei werde ich mal ausprobieren und morgen dafür einkaufen, danke!

    Da hoffen wir zu zweit :) Ich werde berichten.
    Alex
     
  5. Angelika

    Angelika Herr der Schweinchen

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    Einen Gewichtsverlust von einem Viertel des Körpergewichts kann man kaum mit Vergesellschaftung erklären, wenn die Zähne und Parasiten ausgeschlossen sind bleiben Stoffwechselstörung oder ein tumoröses Geschehen irgendwo.
    Wurde mal ein Bluttest (Meerschweinchenprofil) gemacht?
     
    Hexle gefällt das.
  6. Hexle

    Hexle Schweinchenversteher seit 1997

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    Mein Tipp ebenso: unbedingt Blutuntersuchung, da steckt vermutlich was Inneres dahinter. Schilddrüse überprüfen lassen! Wie sieht sein Fell aus? schön, glänzend oder eher licht und struppig
     
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Starke Verhaltensänderung mit drittem Schwein

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