Ständig wiederkehrender Milbenbefall - langsam ratlos...

Diskutiere Ständig wiederkehrender Milbenbefall - langsam ratlos... im Krankheit/Kastrationsfragen Forum im Bereich Meerschweinchen; Liebe Leute, ich habe vor ca. vier Wochen zwei sehr scheue Meerschweinchenmädchen von ca. 1,5 Jahren aus Mini-Käfig-Haltung adoptiert. Die eine...

  1. Lau

    Lau Schweinchen-Neuling

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    Liebe Leute,
    ich habe vor ca. vier Wochen zwei sehr scheue Meerschweinchenmädchen von ca. 1,5 Jahren aus Mini-Käfig-Haltung adoptiert. Die eine hatte akuten, starken Milbenbefall, hat stark geschuppt, sich in den ersten Tagen mehrmals bis zur Krampfstarre gekratzt und wies Schürfwunden besonders am Hinterteil und an den Seiten auf. Die Tierärztin hat ihr und ihrer Partnerin dann jeweils 30ml Stronghold aufgetragen (WiederholungsAnO in 3-4 Wochen). Nach einer Woche waren zunächst die Schürfwunden besser, das Kratzen jedoch nicht weg. Nach zwei Wochen hatte sie plötzlich mehrere offene, 5mm große Wunden um den Kopf herum. Die Tierärztin verschrieb ihr Antibiotika für 7 Tage und trug jetzt bereits die zweite Dosis Stronghold auf. Das Kratzen wurde dadurch schnell weniger, die Wunden verschoften und heilten, die Schuppen waren fast nicht mehr zu sehen, alles gut. Jetzt nimmt sie seit 4 Tagen keine Antibiotika mehr und siehe da, die Schuppen und das intensive Kratzen sind zurück. Wunden hat sie noch nicht, aber wer weiß... Ich weiß zumindest nicht mehr weiter..
    Die beiden leben bei mir auf ca. 1,90m2 Grundfläche plus 40x40 kleiner "Etage" in Wohnungshaltung mit Auslauf. Unterlage ist Chispi Super Streu (für empfindliche Tiere, denn an Allergien hatte ich schon gedacht). Heu steht rund um die Uhr zur Verfügung, frisches Gemüse kriegen sie drei Mal am Tag. Trinken tun sie deshalb fast gar nicht, Flasche und Napf stehen aber ebenfalls immer zur Verfügung..). Das kranke Schweinchen hatte bei Adoption nur 700g, ist jetzt bei 830g, frisst total super und hatte selbst während der Antibiotikaeinnahme keinen Appetitverlust. Die andere ist etwas schwerer, ca. 900g. Sie ist seit ca. 2 Wochen sehr dominant/aggressiv, brommselt viel, und schnappt auch ab und zu in Richtung des kranken Schweins (hat sie am Anfang nicht gemacht). Könnte es also am Stress durch die Partnerin liegen?
    Ich habe keine Erfahrung mit Paarhaltung, aber mit Meerschweinchen umso mehr, hatte 10 Jahre lang immer eine große Gruppe von 6 bis zeitweise 13 Schweinchen (Gartenhaltung).
    Ich wäre für jeden Tipp dankbar. Die Tierärztin weiß auch nicht mehr wirklich weiter... Eine Spezialistin leiste ich mir gern, wenn es hilft, aber ich würde vorher gern alle anderen (günstigeren) Möglichkeiten ausprobiert haben...
     
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  3. #2 Schokofuchs, 20.05.2019
    Schokofuchs

    Schokofuchs Schweinchen-Kenner

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    Hi erstmal, und gute Besserung an das Sorgen-Schweinchen!

    Fütterst du Ölsaaten? Leinsamen und geschälte Sonnenblumenkerne können zB bei juckender, schuppender Haut unterstützend gegeben werden. Nicht in zu großen Mengen, das macht auf die Dauer dann fett, aber je nach Fütterung sind Saaten eine gute Ergänzungsnahrung.

    Das der Juckreiz nach Behandlung mit einem Spot-On erstmal schlimmer wird ist normal - die absterbenden Parasiten jucken wie Hölle. Prinzipiell ist eine Kombi-Ansteckung mit Milben und Hautpilz denkbar - ich würde bezüglich eines eventuellen Pilzes mal ein Hautgeschabsel machen und prüfen lassen. Das kostet n bisschen, weils ne Labor-Untersuchung ist, wäre aber für eine weitere Behandlung relevant. Wenn das auch nix ergibt würde ich als Alternativ-Streu eventuell mal in Richtung Leinenstreu (Eurolin zB) ausprobieren, das soll bei (möglichen) Allergien wohl eher helfen als einfach nur "staubarme" Streu, aber bisher klingt das eigentlich nach dem typischen Milben-/Pilzbefall.

    Gestresst ist die Wutz sowieso - sie ist grade krank, hat ihr bisheriges Leben auf zu wenig Platz und mit vermutlich schlechter Fütterung verbracht, und die Kombination aus zwei gleichaltrigen Meeries, die wahrscheinlich von Baby an nur einander kannten, ist auch nicht zwingend optimal für ein unstressiges Leben. Wenn sie die ungewollten Mitbewohner los ist, wird das bestimmt wieder - sie von ihrer Partnerin trennen würde wahrscheinlich nur noch mehr stressen. Solange die zwei in ihrem aktuellen Gehege genug Verstecke mit mindestens zwei Ausgängen haben, und keine Sackgassen "eingebaut" sind, sollte sich das schon irgendwie ausgehen.

    In welchem PLZ-Gebiet wohnst du denn? Zwecks Arzt-Empfehlungen. Mit Hautkrankheiten habe ich keine richtigen Erfahrungen und kann da nur wiedergeben, was man online so liest, im Verlauf des Tages werden dir die anderen Forenleutchen bestimmt gute Tipps und Erfahrungen geben können.
     
    gummibärchen gefällt das.
  4. Lau

    Lau Schweinchen-Neuling

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    Hi! Vielen Dank für die schnelle, ausführliche Antwort und die lieben Genesungswünsche, richte ich aus ;)
    - Ölsaaten habe ich noch nie gefüttert, werde die heute dann aber mal in kleinen Mengen anfüttern, vielleicht hilft das ja bereits.
    - Deine empfohlene Streu habe ich im Handel auch schon gesehen, morgen steht die Gehegereinigung an, da wird die auch gleich mal ersetzt.
    - Pilz hatte ich auch vermutet, gerade vielleicht auch durch Antibiotika, manchmal ist das ja der Kontereffekt. Für ein Geschapsel würde ich mir aber vermutlich eine andere Tierärztin suchen, die aktuelle ist wohl eher auf Hunde und Katzen spezialisiert (Entscheidung fiel auf sie wg. Fußläufigkeit und Autolosigkeit). Aber ist eine Idee.
    - Ich würde sie auch wirklich ungern von der anderen trennen, habe beide sehr lieb gewonnen und hätte nicht genügend Platz, mehr Schweinchen unterzubringen. Ich werde aber versuchen, das Gehege noch ein wenig anzupassen bzgl. Versteckmöglichkeiten.
    - Wohne in 12051 (Berlin).
    Die Antwort beruhigt mich jedenfalls schon etwas, dadurch, dass ich deren Vorgeschichte eben nur erahnen kann, macht mich diese langanhaltende Krankheit nervös... denn angefangen hat das sicher schon vor Monaten...
    Danke!
     
  5. #4 Igelball, 20.05.2019
    Igelball

    Igelball Schweinchen-Guru

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    Sowas kann eine Weile dauern.

    Wichtig ist Fellpflege,auch wenn immer wieder gesagt wird, die können das selber. Je nach Alter und Rasse das Tier zu unterstützen ist nie falsch. Vor fast fünf Jahren habe ich einen Langhaarmix hier gehabt, der haatte extrem schuppendes Fell bzw. Haut. Mit ein bisschen auskämmen des Felles sah die Haut innerhalb von drei Wohen gut aus und das Tier schuppte fast nicht mehr.

    Ich habe gute Erfahrungen mit Biotin gemacht, dies kann man nicht überdosieren. Biotin/Vitamin H ist ein wasserlösliches Vitamin.
     
  6. #5 Angelika, 20.05.2019
    Angelika

    Angelika Herr der Schweinchen

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    Der Abstand zwischen den Spot ob Gaben ist zu lang. Erneut spotten nach 7 - 10 Tagen bei Pelzmilben und Haarlingen, alles andere ist zu spät. Es ist normal, dass die Kratzerei wieder anfängt, wenn man länger wartet.
    Natürlich kann auch zusätzlich inzwischen ein Pilz drauf sein. Ich hatte allerdings auch schon derart resistente Fälle, dass nur Ivomec s.c. half.
    Du meinst vermutlich nicht 30 ml - da wäre das ganze Tier nass - sondern mg. Wobei es diese Dosis als Einzeldosis gar nicht gibt, sondern nur 15 mg (zu schwach bei erwachsenen MS) und 45 mg (das wird hier von der TK gegeben).
     
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