sie war immer allein....

Diskutiere sie war immer allein.... im Haltung und Verhalten (Archiv) Forum im Bereich Archiv; hallo, zuerst muß ich mal die vorgeschichte erzählen. also die mama von meinem freund wohnt gleich unter uns. sie hat ein meerschwein. das tier...

  1. #1 BinaBina, 20.09.2001
    BinaBina

    BinaBina Guest

    hallo,

    zuerst muß ich mal die vorgeschichte erzählen. also die mama von meinem freund wohnt gleich unter uns. sie hat ein meerschwein. das tier wird jetzt 6 jahre alt. leider lebte sie von anfang an allein. (großer fehler!!)

    ich hab im moment 6 meeris. gestern (als die mama nicht da war) haben wir uns ihr schweinchen geschnappt und zu unseren tieren gegeben. dann haben wir die beiden käfige mit einander verbunden.

    es gab nur kurz kleine streitereien und dann war alles ok.

    aber nun meine frage: kann man ein tier, das so lang allein war mit anderen zusammengeben. es gibt zwar keine streitereien, aber vielleicht ist sie total unglücklich (weil sie es nicht gewöhnt ist) und will lieber ihre ruhe.

    was meint ihr dazu?

    gruß bina
     
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  3. #2 Nicole K, 20.09.2001
    Nicole K

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    Hallo,

    ich würde sie alte Dame gut beobachten und dann individuell entscheiden, ob ihr das guttut. Spontan würde ich sagen, es ist zu viel Streß für sie, aber das müßt ihr entscheiden. Sollte sie untergebuttert werden, Futter verweigern oder still im Eck sitzen oder gar Gewicht verleiren, würde ich es rückgängig machen. Wenn halt was anders ist als sonst.
     
  4. #3 BinaBina, 20.09.2001
    BinaBina

    BinaBina Guest

    wir haben sie gestern den ganzen abend beobachtet. da sie sich sowieso so gut wie nie bewegt, ist es schwer zu sagen, ob das éine veränderung ist. sie ist aber nach ca 1 std schon im anderen käfig rumgelaufen und war auch im anderen haus. (sie hätte ja auch in ihr eigenes gehen können).

    futter: wir haben ihnen dann salat gegeben und sie war so frech und hat das salatblatt unserem bock weggeschnappt. also da gab es kein problem.

    sie hat auch keine merkwürdigen geräusche von sich gegeben. eigentlich ist sie wie immer. aber ich kann das so schwer beurteilen, ob es ihr wirklich gut geht.

    hat wer erfahrung mit solchen "zusammenschlüssen" von schweinchen?

    bina
     
  5. #4 Simone Kl, 20.09.2001
    Simone Kl

    Simone Kl Guest

    über meinen Quicki

    Hallo Bina!

    Das erinnert mich sehr stark an meinem Quicki, der im Juni 6-jährig leider eingeschläfert werden mußte :( . Auch ich hatte bei ihm den Fehler gemacht und hielt ihn einzeln, und das ganze 5 1/2 Jahre lang! Aus Unwissenheit durch schlechte Bücher und der Beratung in der Zoohandlung.

    Durch das Internet lernte ich dann andere MS-Halter kennen und sehr gute Homepages und wollte Quickis Situation ändern. Ich holte bei einer Züchterin ein Baby-Böckchen und wollte sie beide vergesellschaften (in einem neuen größeren Käfig, Inventar auch alles neu).
    Das Baby-Böckchen war ja das Sozialleben schon gewohnt, doch Quicki nicht. Er kannte keine Artgenossen und war sein Einzeln-Dasein so gewohnt.
    Die Zusammenführung klappte nicht mehr. Ich mußte beide nach einer Nacht schon wieder trennen. In der Nacht muß es heiß her gegangen sein im Käfig, so sah es zumindest frühs vor dem Käfig aus.

    Quicki fühlte sich durch das Böckchen (es war übrigens mein Yester damals ;) ) bedroht, er traute sich nicht mehr an sein Futter und erschreckte jedesmal, wenn Yester ihm zu nahe kam. Quicki brachte es sogar fertig und sprang bis hoch an's Käfiggitter, weil er nur noch raus wollte. An seiner Lippe war auch schon etwas Blut gewesen.

    Ich konnte das ganze damals nicht mitansehen und habe beide gleich am nächsten Morgen getrennt, da Quicki total unter Streß stand.
    Vielleicht war es zu früh und es hätte vielleicht doch noch geklappt, aber mir tat Quicki leid.

    Beide lebten dann noch im selben Käfig mit einer Trennwand eine Woche lang. Quicki saß die ganze Woche in der selben Ecke und rührte sich nicht mehr vom Fleck.
    Auch beim Auslauf, wo ich auch versuchte, beide zusammen zu bringen, hatte Quicki totalen Schiß vor Yester und suchte das weite.

    Nach einer Woche holte ich Schwips dazu und setzte ihn zu Yester, klappte wunderbar.
    Quicki bekam seinen alten eigenen Käfig wieder und ich stellte ihn aber Gitter an Gitter neben Yester und Schwips.
    Als Quicki seinen Käfig wieder hatte, war er wie ausgewechselt, er freute sich regelrecht, daß er wieder sein eigenens Reich hatte und lebte auch wieder auf.

    Nach vielen Wochen begann er sich sogar für Yester und Schwips zu interessieren, die ja neben ihm standen. Er machte Männchen und schaute rüber in den Käfig, Yester und Schwips ebenfalls. Einmal habe ich Quicki und Yester sogar Nase an Nase am Gitter erwischt :) .
    Doch sobald man sie zusammenließ, beim Auslauf zum Beispiel, bekam Quicki die reinste Panik.

    Also, meine Erfahrung mit Quicki war, daß es zu viel Streß war, da er "sein" Leben 5 1/2 Jahre lang so gewohnt war und auch kein anderes mehr wollte.
    Natürlich hätte ich es mir gerne anders gewünscht, aber man sollte dann auch dabei mit an's Tier denken, ob es überhaupt will. Gerade wenn so viele Jahre vergangen sind.

    Allerdings habe ich auch schon von Fällen gehört, da klappte die Zusammenführung und das ältere Tier hatte Luftsprünge gemacht vor lauter Freude.
    Dies ist halt ganz verschieden und kommt immer mit auf's Tier an. Man kann in diesem Fall nie pauschal sagen, ob es klappt oder nicht.

    Auch läßt mich heute noch nicht die Frage los, ob es vielleicht mit einem älteren Tier geklappt hätte, daß genauso ruhig und besonnen wie Quicki gewesen wäre.
    Doch davon wurde mir auch abgeraten, aber ich hätte es gerne mal probiert.

    Die Petra von der MS-Hilfe riet mir damals auch, ich solle Quicki sein Leben so lassen, wie es ist und immer so war. Denn auch sie sah keine Chance, daß man Quicki noch vergesellschaften könnte.
    Man sollte die Gefühle der Tiere dabei nicht vergessen!

    Ich wünsche Euch trotzdem viel Glück :) !
     
  6. #5 BinaBina, 20.09.2001
    BinaBina

    BinaBina Guest

    ich weiß jetzt echt nicht, ob wir einen riesen fehler gemacht haben und das schweinchen lieber doch allein sein sollte.

    ich werd sie genau beobachten und bei veränderungen wieder weggeben von den anderen.

    in meinem gehege sind 2 jungtiere (1 woche alt), 2 damen (5monate) und dann noch 1 dame +1 kastrierter bock(ca 1 jahr alt).
    die ältesten sind auch schon ruhig und hüpfen nicht mehr so rum wie die kleinen.

    aber ich denk mir, vielleicht gefällt es ihr und wenn wir sie weggeben ist sie wieder traurig. außerdem hat sie ja ihren eigenen käfig, weil wir eben die beiden gehege miteinander verbunden haben.

    wie gesagt, ich werd sie gut beobachten und dann entscheiden.

    tschüss
    eure bina
     
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  8. #6 Simone Kl, 20.09.2001
    Simone Kl

    Simone Kl Guest

    @ Bina

    Hallo Bina!

    Ich wollte Dich auf keinen Fall durcheinander bringen ;) . Ich hab nur von meinen persönlichen Erfahrungen berichtet.

    Jedes Schweinchen ist anders, hat einen anderen Charakter.
    Könntet Ihr das Schweinchen nicht ganz zu Euch nehmen? Und halt so wie jetzt den Käfig in Sicht- und Riechweite neben den anderen MS stehen lassen?
    Vielleicht freut es sich ja auch schon alleine darüber und fühlt sich nicht mehr ganz so alleine. Bei Quicki habe ich diese Beobachtungen nach einer Weile gemacht. Nur zu nahe durfte ihm kein anderes Schweinchen kommen, dann war's aus.

    Ich denke mal, es ist auf alle Fälle so besser, als wenn Ihr es dann wieder weggebt und es ist wieder ganz alleine.
    Natürlich müßt Ihr das entscheiden, möchte Euch da nicht reinreden ;) .

    Meine Meinung ist, man sollte es nicht auf Teufel komm raus probieren zu Lasten des Schweinchens. Man muß auch dabei an das Tier denken.
    Wenn es Gesellschaft annimmt, wäre es natürlich wunderbar, aber wenn ich beobachten würde, es leidet darunter, dann würde ich es weiterhin einzeln halten. Aber trotzdem in Sicht- und Riechweite zu den anderen MS lassen.

    Nochmals alles Gute und viel Glück!
     
  9. #7 Gabriella, 20.09.2001
    Gabriella

    Gabriella Guest

    altes Mädchen...

    Hallo Bina

    Ich schliesse mich der Meinung von Simone an, dass, wenn Du die Tiere wieder von einander trennst, dass Du sie doch in Reichweite lässt, denn dann können Sie einander riechen und hören, so wäre das alte Mädchen nicht einsam, aber doch in ihrem eigenen "Heim", wo sie keiner stört. Auch ich rate Dir, beobachte Sie gut, beschnuppern sie einander, laufen sie gemütlich an einander vorbei, fressen und trinken sie normal, etc.

    Trotzdem wünsche ich Dir viel Glück, dass sie sich gut
    mit den anderen anfreundet....

    Grüsschen

    Gabriella
     
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