Peruaner x Lunkarya

Diskutiere Peruaner x Lunkarya im Rassen, Farben und Zucht (Archiv) Forum im Bereich Archiv; Ich habe eine Frage, die mich seit einiger Zeit beschäftigt... Auf Homepages mancher Züchter ist ein Button "Zur Erhaltung des Lunkaryagens" (oder...

  1. Carla

    Carla Guest

    Ich habe eine Frage, die mich seit einiger Zeit beschäftigt... Auf Homepages mancher Züchter ist ein Button "Zur Erhaltung des Lunkaryagens" (oder so ähnlich), bei einigen Züchtern kann man erkennen, dass nur Lunky x Lunky verpaart wird. Aber ich habe auch schon oft gelesen, dass Peruaner mit Lunkys verpaart werden. In meinen (Laien-) Augen widerspricht sich das irgendwie. Warum macht man so etwas? Was möchte man damit erreichen? Hat das nichts mit der "Erhaltung des Lunkaryagens" zu tun?
     
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  3. Carla

    Carla Guest

    Mmmhhh... Will oder kann mir niemand erklären, warum man Lunkys mit Peruanern verpaart?
     
  4. flo

    flo Guest

    In der Anfangszeit hat man die Peruaner eingezogen um das Lunkarya im Typ zu verbessern. Außerdem auch um für die Lunkarya ein größeres Farbspektrum zu haben. D.h es wurden Farben eingekreuzt die es bei den Lunkys nicht gab. Der Peruaner ist ein Tier was man mit dem Lunkarya kombinieren kann. Also es ist keine Mischmaschverpaarng wie z.b US-Teddy x Rex oder ähnlichem. :-)

    Natürlich führt das mehrfache einkreuzen des Peruaners dazu, dass das Lunkaryafell an Harschheit verliert.

    Es wurde natürlich auch gemacht um schnell an Lunkaryas ran zu kommen, denn dieses Lockengen ist Dominant, d.h aus Peru x Lunky fallen in der F1 schon Lunkaryas...
     
  5. Carla

    Carla Guest

    Klingt doch einleuchtend. Ich dachte immer, wenn man zwei verschiedene Rassen kreuzt, sind es Mischlinge. So wie beim Hund ;-) Da kann man auch einen engl. Cocker mit einem am. Cocker verpaaren und kriegt trotzdem keine Rasse.
    Aber um Peruaner mit Lunky zu verpaaren, sollten sie AT frei sein, oder? Warum ist das so?

    Fragen über Fragen...
     
  6. #5 Caro1989, 09.01.2008
    Caro1989

    Caro1989 Guest

    Naja; man verpaart ja auch GH mit Teddy oder Rex.
    Raus kommen dann halt Trägertiere, aber keine Mischlinge.;)

    Bei deinen Fragen kann ich dir leider nicht weiter helfen.
     
  7. maline

    maline Guest

    Hi Carla,
    mein bescheidener Wissensstand dazu ist folgender:
    Mit der "Reinerhaltung des Lunkaryagens" ist gemeint, dass man nicht Tiere züchten möchte, die zwei verschiedene Lockengene auf einmal, also zum Lunkygen noch ein anderes Lockengen, besitzen.

    Ein Nichtträger-Peru hat gar kein Lockengen, daher ist die F1 dann phänotypisch Lunkarya, zwar spalterbig auf die Lunki-Locke, besitzt aber keine weiteren Lockengene.

    Ist der Peru-Elternteil Alpakaträger oder wahlweise Merino, Mohairträger, trägt er das Rexgen, ein anderes Lockengen, das sich dann im Genotyp des Nachwuchses weitertragen kann. Es kann dann bei dessen Nachkommen (in bestimmten Verpaarungen) dazu kommen, dass beide Gene auch im Erscheinungsbild auftreten- das nennt man dann Minipli-Fell ( Lulu rxrx ll ). Oft ist es schwer zu bestimmen, allein vom Erscheinungsbild her, was für ein Baby man eigentlich vor sich hat.

    Ähnliches gilt wohl auch für die anderen rezessiv vererbten Lockengene- vielleicht kann ja jemand anderes noch näher was dazu sagen.

    LG
    Maline
     
  8. #7 Heissnhof, 09.01.2008
    Heissnhof

    Heissnhof Guest

    Hallo,
    das Problem ist, daß man nicht beweisen kann, daß ein Peruschweinchen das Alpacagen nicht trägt. Man kann nur beweisen, daß es vorhanden ist. Einen Negativ-Beweis zu führen ist logisch nicht möglich. Auch wenn in Generationen vor dem entsprechenden Perutier kein Alpaca gefallen ist, ist dies keine Garantie dafür, daß es nicht da ist. In Lunkys, bei denen Peru mit drin ist, muß daher immer davon ausgegangen werden, daß die Tiere auch noch AT sind. Und das schleppen die Tiere dann mit sich rum. So könnte zum Beispiel aus Lunky (gezogen auch auch Peru) x Peru theoretisch Alpacas fallen und das muß der Züchter dann erst mal erkennen.
    Umgekehrt ist es ohne Partnerrasse sehr schwer, eine Rasse aufzubauen.

    Die Schweinchen sind ja in dem Sinne nur "Haarstrukturrassen" und unterscheiden sich hinsichtlich Bau etc. nicht so deutlich voneinander, wie zum Beispiel Hunde oder Pferde.
     
  9. Carla

    Carla Guest

    Aaaaaha, dadurch komme ich nun zu der Frage, ob es richtig ist, wenn ein Peru nicht völlig AT-Frei ist, mit einem Lunky verpaart wird, die Nachkommen dann evtl. "nur" Alpakas sind, oder ob sie vielleicht auch gesundheitlich nicht in Ordnung sein können. Hintergrund zu der Frage ist, dass mir eine Züchterin (wo ich mir mittlerweile nicht mehr sicher bin...) mir sagte, dass es zu Behinderungen kommen könnte, wenn man Lunkys mit nicht völlig AT-freien Perus verpaart. Also so ähnlich wie man eben keine Schimmel x Schimmel verpaaren soll.
     
  10. #9 Elfriede, 10.01.2008
    Elfriede

    Elfriede Angoraknuddler

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    das kann nicht sein, dann wären ja alle Miniplis behindert. Ist wohl eher so, daß es den Züchter bei der Festlegung der Rasse behindert, denn zwischen Minipli und Lunky eindeutig zu unterscheiden, ist nicht einfach.

    LG Elfriede :winke:
     
  11. #10 sophiamama, 10.01.2008
    sophiamama

    sophiamama Guest

    Zu Behinderungen kommt es mit Sicherheit nicht! Sie sind genauso gesund wie jedes andere Schweinchen. Verstehe die Aussage der Züchterin nicht so ganz :rolleyes:
    Meine Vorredner haben eigentlich schon alles gesagt, dem kann ich mich nur anschließen!
    LG Doris
     
  12. Carla

    Carla Guest

    Vielleicht hat sie einfach keinen Plan von Genetik... Ich wollte das einfach mal hinterfragen, für Laien ist es doch oft unverständlich und sehr kompliziert :wavey:
     
  13. #12 sophiamama, 10.01.2008
    sophiamama

    sophiamama Guest

    Da hast Du recht! Das ist auch wirklich nicht einfach, gerade bei den Lunkys! Aber ich finde, wenn man züchtet, sollte man über die Vererbung Bescheid wissen. Das ist einfach bei den Lunkys und Curlys ein bißchen anders!
    Ich finde es gut, daß Du fragst!
    LG Doris
     
  14. #13 Meerihüterin, 10.01.2008
    Meerihüterin

    Meerihüterin Guest

    Hi, man kann schon herausfinden ob ein Peruaner AT trägt oder nicht. Verpaart man Peruaner die beide AT tragen, fällt theoretisch auch Alpaka. Oder ein Peruaner AT X Alpaka ergibt Peruaner- und Alpakababys.
    Ich hatte z.B. bei Viererwürfen immer ein Alpaka mit dabei wenn beide Eltern AT tragen.
    Bei den Lunkaryas kann man, wenn man sich nicht sicher ist ob sie AT-Träger sind, Rückverpaarungen machen. Dann kann man mit Sicherheit feststellen, ob sie noch Träger eines Lockengens sind. Am besten kann man das sicherlich bei etwas größeren Jungtieren feststellen, wenn die Locken besser entwickelt sind.
    LG Sabine
     
  15. #14 Heissnhof, 10.01.2008
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 10.01.2008
    Heissnhof

    Heissnhof Guest

    Hallo Sabine,
    nein - das geht so leider nicht. Man kann eine Trägerschaft nie ausschließen. Man kann keinen Negativbeweis führen. Stell Dir vor, Du bist im Wald und siehst keinen Fuchs, Du gehst immer wieder hin. Davon kannst Du ableiten: Ich habe keinen entdecken können, die Folgerung: "da gibt es keinen Fuchs" ist nicht richtig.
    Mit TEstverpaarungen kannst Du bestenfalls Hinweise sammeln. Aber die Trägerschaften verhalten sich leider nicht rechnerisch, mit anderen Worten, es gibt Tiere, die rezessive Trägereigenschaften stark und weniger stark vererben.
    Ich habe einen rot-weißen Coronetbock, den ich im Alter von einem Jahr von einer Züchterin übernommen habe - er hat dort in etlichen Würfen nicht ein einziges Lockentier gebracht. Bei mir im ersten Wurf waren gleich 2 dabei. DAvon gibt es zig Beispiele, - von Schimmeln, die erst im 3. Wurf einen Schimmel brachten, von Satinträgern, die es es erst im 20. Wurf zeigten.
    Der Ausschluß einer Trägereigenschaft ist definitiv nicht möglich. Und genau DAS ist ja das Problem. Man kann davon ausgehen, daß es sehr viele Lunkys gibt, die das Alpacagen tragen, genau aus diesem Grund. Einen Vorwurf kann man den Züchtern da so auch nicht machen, denn es gibt genauso viele Gründe für das Einkreuzen, wie es Gegenargumente gibt.
    Die Aktion "Rettet das Lunkygen" hat daher schon ihre Berechtigung und kann für die Zukunft der Rasse einen wichtigen Genpool darstellen.

    Testverpaarungen können also ausschließlich das Vorhandensein von Genen belegen, nicht das Fehlen.
     
  16. Othi

    Othi Guest

    Hallo Sabine!
    Ich kann mich meiner Vorrednerin nur anschließen.
    Mit einer Testverpaarung kann niemals das Vorhandensein einer Trägereigenschaft mit Sicherheit festgestellt oder ausgeschlossen werden. Die Natur hat ihre Launen und hält sich im Normalfall nicht an Statistiken und mathematische Wahrscheinlichkeiten.
    Also wenn Perus mit Lunkaryas verpaart werden, entstehen gesunde Babys. Es kann nur sein, dass diese spalterbigen Lunkaryas das Alpakagen (unentdeckt) mittragen, was dann einmal dazu führen kann, dass bei einer Verpaarung von zwei Elterntieren mit AT auf einmal Miniplis im Wurf sitzen. Und das wäre für einen Lunkaryazüchter, der diese Rasse "rein" erhalten möchte, eine Katastrophe.
     
  17. #16 Heissnhof, 10.01.2008
    Heissnhof

    Heissnhof Guest

    Hallo Brigitte,
    doch - das Vorhandensein NACHWEISEN kann man mit einer Testverpaarung. Wenn aus Peru x Peru Alpaca fällt und auch nur ein einziges mal, dann ist es 100%ig sicher, daß beide Perus Alpacas waren. FAllen keine, heißt es im häufig gemachten Umkehrschluß aber eben nicht, daß es nicht da ist.
    Diese logischen Verbindungen muß man sich als Züchter unbedint klarmachen.
     
  18. #17 Meerihüterin, 10.01.2008
    Meerihüterin

    Meerihüterin Guest

    Hallochen, bisher haben sich also meine Meerschweinchen vorbildlich verhalten
    ;-), bei Elterntieren die AT getragen haben ist hier immer wenigstens ein Alpakababy dabei gewesen.
    Sagen wir mal so, wenn ich z. B. 3 Mädels von ihrem Bruder als Testverpaarung decken lasse, ist doch die Wahrscheinlichkeit versteckte Trägereigenschaften aufzudecken ziemlich groß, es sei denn alle haben nur 1-2 Babys. Ich weiß schon, das bei diesen Babys nicht unbedingt alle Trägereigenschaften im Phänotyp zu erkennen sind, aber wenn viele Nachkommen fallen müßte es doch mit dem Teufel zugehen wenn nicht wenigstens eines seine Trägereigenschaften zeigt?

    LG Sabine
     
  19. Carla

    Carla Guest

    Bis zu welcher Generation spricht man denn von Trägern? Immer? Oder besser gefragt, ab wann ist ein Schweinchen AT-frei?
    Als Beispiel - ich habe eine Peru-Dame, bei den Ur-Großeltern ist AT, ist sie dann auch AT? Oder AT-frei? Nicht, dass ich mit dem Gedanken spiele, sie mit einem Lunky zu verpaaren -warum auch... Aber es wird interessant finde ich ;-)
     
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  21. Othi

    Othi Guest

    @ Sibylle
    Ich meinte nur, dass bei einer Testverpaarung von zwei Perus, die "angeblich" nicht AT sind, mit Sicherheit nicht ausgeschlossen werden kann, dass nicht doch zumindest eines der Tiere AT ist. Es werden ja leider nicht von allen Züchtern bekannte Trägereigenschaften angegeben.

    @ Sabine
    Ich persönlich verlasse mich nie auf eine Testverpaarung. Wenn ich den leistesten Verdacht habe, dass ein Tier AT ist, lasse ich die Finger davon

    @ Carla
    Das ist eine gute Frage.
    Vermutlich ist das Alpakagen nicht auf einem Chromoson...dann wird das ganze etwas kompliziert und es lässt sich sicherlich nicht feststellen, wann ein Tier kein AT ist. Ich würde vorsichtshalber immer ein AT in den Stammbaum schreiben, zumindest dann, wenn jemand mit diesem Tier Lunkaryas züchten möchte - einfach der Fairness halber; denn irgendwann fällt ja das Tier mit dem AT aus dem Stammbaum raus und dann kennt sich keiner mehr aus.
     
  22. #20 Meerihüterin, 10.01.2008
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 10.01.2008
    Meerihüterin

    Meerihüterin Guest

    Hallo Carla, ich habe am Anfang meiner Zucht die Erfahrung gemacht, das Trägereigenschaften sehr lange erhalten bleiben können. Bei mir fielen z. B. bei einer Verpaarung von Alpaka x Peruaner Shelties! Ich war erstmal völlig perplex denn ich kannte diese Rasse bis dahin nur vom Sehen. Ich habe die Züchterin angeschrieben von der ich den Peruanerbock hatte und sie sagte mir, das sie schon Jahre keine Shelties mit in die Zucht einbezieht. Die Alpaka-Dame war aus einer ganz anderen Zucht und das war meine erste Bekanntschaft mit dem Kamerad Zufall. Habe daraus aber eine Menge gelernt und würde mich niemals nur auf den Abstammungsnachweis verlassen!
    Deshalb würde ich wieder eher Testverpaarungungen machen, natürlich auch im Zusammenhang mit dem Abstammungsnachweis.
    Bei Verdacht auf AT lasse ich natürlich auch die Finger von der Verpaarung Lunkarya x Peruaner, aber ich möchte die Trägereigenschaften meiner Tiere gerne grundsätzlich wissen, bzw. den größten Teil davon.
    LG Sabine
     
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