Päppelschwein / Zahnschwein - bitte um Ratschläge

Diskutiere Päppelschwein / Zahnschwein - bitte um Ratschläge im Krankheit/Kastrationsfragen Forum im Bereich Meerschweinchen; Hallo zusammen, :winke: ich bin hier schon ne Weile registriert, hab mich vor Urzeiten auch mal vorgestellt, aber kann leider aus Zeitgründen...

  1. #1 Tante Karl, 22.02.2012
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 22.02.2012
    Tante Karl

    Tante Karl Guest

    Hallo zusammen, :winke:

    ich bin hier schon ne Weile registriert, hab mich vor Urzeiten auch mal vorgestellt, aber kann leider aus Zeitgründen hier nicht so aktiv sein, wie ich möchte :runzl:

    Beizeiten lese ich aber dies und jenes nach und erfreue mich sehr oft an euren Bildern und Geschichten von den Meeris :hand:

    Nun zu meinem Sorgenkind - ich hab hier ein ca. 3jährigen unkastrierten Bock sitzen. Zu seiner Vorgeschichte bei den Vorbesitzern sei folgendes gesagt: Er hat ungefähr seit Weihnachten nicht mehr (richtig) gefressen. Er saß dort zusammen mit einem anderen Böckchen. In der ersten Januarwoche kam man dann mit ihm zu meiner TÄin, um ihn einzuschläfern :eek: Sie hat ihm dann in Vollnarkose große Zahnspitzen an den Backenzähnen entfernt. Die Zunge war ein bisschen verletzt, so dass er 14 Tage AB bekam. 2 Wochen haben die Vorbesitzer dann versucht, ihn zu päppeln, was wohl aus Zeitgründen nicht in dem Maße möglich war, wie es nötig ist. So wurde er dann Ende Januar wieder in die Praxis gebracht, um ihn einzuschläfern. Meine TÄin empfand in dem kleinen Schwein aber noch zu viel Lebenswillen, um ihn einzuschläfern. So kam der Anruf, ob ich mich um ihn kümmern wollte...

    Wir haben dann angefangen, ihn zwangs zu ernähren, weil er echt nur noch Haut und Knochen ist... Dies ging anfangs sehr mühsam, dann immer besser, bis er Ende der ersten Woche die Spritze mit dem Päppelbrei freiwillig annahm :juhu::juhu: So weit so gut...

    Übers WE hatte ich mir dann noch Tipps und Anregungen geholt und noch eine TÄin genannt, die viel Erfahrung mit Zähnen bei Kleinnagern hat. Wir waren dann dort am 6.1.2012 und sie meinte, dass er einen Schiefstand hat von Grund aus und die Zähne recht braun seien (was ich an den Schneidezähnen auch erkennen konnte). Zur Absicherung hat sie ihn geröntgt und auf dem Röntgenbild war zumindest kein Bruch oder etwas am Knochen zu erkennen, was hätte chirurgisch behoben werden können. Aufgrund ihrer Einschätzung und dem Röntgenbild hat sie die Vermutung geäußert, dass er eine Schlundkopflähmung hatte und dadurch halt immer Speichel und Futterbrei im Mundraum war, was die Zähne angegriffen hat... Sie hatte nicht viel Hoffnung und würde ihn wohl einschläfern lassen, weil sie in dem Stadium der Krankheit keine Behandlungsmöglichkeit mehr sieht...

    Am nächsten Tag hatte ich dann eigentlich bei meiner HausTÄin einen Termin zum Einschläfern... was sich durch einen Notfall verzögerte... Am Nachmittag hatte ich dann noch ein Gespräch mit meiner HausTÄin, welche die Diagnose/Vermutung der anderen TÄin nicht teilte. Sie meinte, das Krankheitsbild wäre bei einer (ehemaligen) Schlundkopflähmung anders... Sie wollte ihn ungern aufgeben. Er war dann bis zum WE in der Praxis, wurde dort gepäppelt, gelasert und mit Magnetfeldtherapie behandelt Ebenfalls bekam er Flüssigkeits/Elektrolytlösungen. In der Praxis hat er dann sogar angefangen, den Päppelbrei selbstständig zu fressen *Jubel* (jetzt sind meine Smileys weg *grummel*.

    Wir haben ihn dann freitags wieder mit heimgenommen und weiter mit Brei mit Schmelzflocken usw. gefüttert. Zum Teil hat er auch in seinem Gehege den Brei vom Teller gefressen, aber in erster Linie nur dann, wenn man ihn rausnimmt und ihn "betüdelt". Wenn man ihn auf den Boden setzt, läuft er mittlerweile aktiv rum. Sein Gesamtzustand hat sich seit seinem Ankommen bei uns sehr verbessert!

    Zum Ende letzter Woche waren wir nochmal zum Gespräch bei der TÄin und er bekam nochmals Infusion. Wir berichteten, dass das Fressen schlechter geworden sei und er immer sein Mäulchen spreizt und mit der Pfote rangeht... Sie hat dann nochmal ins Maul geschaut und wieder angefangene Zahnspitzen weggeschliffen. Danach gings gut bergauf. Er hat doppelte Portionen gefressen und gelernt, selbstständig aus dem Napf zu trinken. Aus der Nippelflasche trinkt er eigentlich nur beim "Betüdeln"... Er hat auch zwischenzeitlich viel mehr "Meerligeräusche" gemacht als am Anfang...

    Nun treten wir aber auf der Stelle, es wird nicht besser... Er sabbert auch ein wenig und nun hängt er immer mit seinem ganzen Fell im Wassernapf und ist klitschnass :-( Seit heute frisst er auch nicht mehr so gut.... Es scheint ihn immer noch/wieder was im Maul/Hals zu stören.... Wir sind so ratlos.....

    Er ist so ein lieber Kerl, steht am Gitter, wenn er Hunger hat und lässt sich liebend gern bekuscheln... Nur wie bekommen wir ihn an normales Fressen?? Er riecht auch am Salat, aber er beißt nicht zu. Möhrengeraspeltes hat er anfangs genommen, jetzt nicht mehr...

    Wir wissen nicht mehr weiter... und ich hoffe, vielleicht hier den ein oder anderen Tipp zu bekommen oder vielleicht hat jemand die gleichen Erfahrungen gemacht??

    Wir würden alles tun, damits ihm wieder besser geht - denn er hat einen starken Willen, der kleine Muck...

    Sorry, dass der Text so lang geworden ist - aber danke fürs Lesen...

    Viele Grüße,
    Tante Karl
     
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