Neuzugänge - Einschätzung Verhalten

Diskutiere Neuzugänge - Einschätzung Verhalten im Haltung/Verhalten/Pflege Forum im Bereich Meerschweinchen; Hallo, ich bin leider noch nicht freigeschaltet, deshalb die Frage im Gästeforum. Habe es bereits in einem anderem Schweinchenforum gestellt,...

  1. bonniy

    bonniy Guest

    Hallo,

    ich bin leider noch nicht freigeschaltet, deshalb die Frage im Gästeforum. Habe es bereits in einem anderem Schweinchenforum gestellt, aber hätte gerne mehrere Meinungen.

    Folgende Situation:

    Seit letzem Wochenende bin ich Besitzer zweier Meeries. Vor etwa 8 Jahren hatte ich schon Meerlies, nach dem Tod der zweien allerdings eine lange Pause.

    Ich habe mich für eine Kastratengruppe entschieden, aus dem Grund, da meine 2 Damen beide an Eierstockzysten gestorben sind. Da Mädels ja leider oft mit diesen Problemen zu kämpfen haben und ich das leidige Thema nicht nochmal durchspielen wollte, fiel meine Entscheidung eben auf Kastraten.

    Nun habe ich hier einen 9 Monate Alten und einen 9 Wochen alten kastrierten Bock von einer ganz netten Züchterin hier sitzen.
    Mir ist bewusst, dass 2 Meerschweinchen keine richtige Gruppe sind und für die sozi auch eine 3-er Gruppe besser ist, aber ich war mir zu unischer. Man hört ja auch immer, dass 3-er Gruppen eher schlecht wären (klar, Ausnahmen gibt es immer!) und man lieber einer 4-er Gruppe haben sollte. Da reicht aber einfach der Platz nicht.
    Ich habe momentan 2 qm Platz für die beiden, könnte man vllt. noch auf 2,5 qm ausdehnen aber dann ist Schluss. Ist denke ich auch verständlich, dass nicht jeder grad 3-4 qm Platz hat.

    Aber nun zum Problem:

    Der Große (9 Monate) ist ziemlich dominant gegenüber dem Kleinen 9 Wochen alten. Am Anfang dachte ist.. okay lass die beiden erstmal ankommen. Es war auch eigentlich nur so, dass der Kleine einfach angeknottert wurde und leicht gezwickt, sodass der Große z.B. den ganzen Platz in der Hütte hat. Oder wenn der Kleine dem Großen hinterherläuft und sich verstecken wollte. Da wurde er auch angeknottert und danach weggepisakt. Beim Fressen allerdings gab es noch keine Probleme, daher habe ich mir auch noch eine großen Gedanken gemacht.

    Jetzt konnte ich gestern abend aber beobachten, wie der Große den Kleinen richtig durch das Gehege gejagt hat. Wenn der Kleine nicht rechtzeitig von seinem Platz weg war, hatt der Große ihn auch ziemlich heftig gebissen, sodass der Kleine richtig laut geschrien hat,
    Das fande ich dann nicht mehr normal.

    Wie ist eure Einschätzung dazu? Würde hier vielleicht ein dritter Kastrat als Streitschlichter helfen? Oder kann man das Gewusel noch auf die Anfangszeit schieben und das legt sich? Ich bin mir echt nicht sicher, die Situation hatte ich noch nicht.

    Danke für eure Hilfe im Voraus!
     
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  3. Eliza

    Eliza Herr der Schweinchen

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    Sobald Du freigeschaltet bist verschiebe ich den Thread in den entsprechenden Fachbereich.

    Ideal wäre es wenn Du ein Video hochladen könntest das man schauen kann wie sich die beiden verhalten.

    Das der Kleine dem Großen hinterherläuft zeigt das er sich ihm anschließen will.

    Der Altersunterschied ist zwar knapp aber meiner Erfahrung nach OK, ich halte es eher so das der ältere mindestens 1 Jahr Altersunterschied zum nächst jüngerem haben sollte.

    Der Große scheint ein eher rabiater Erzieher zu sein, vielleicht auch weil ihm eben noch die Reife fehlt.

    Hattest Du die Züchterin explizit nach Bubenerfahrenen Kastraten gefragt.

    Seid dem letztem Wochenende ist ja noch ganz frisch, da geht noch was. ;)

    So aus der Ferne würde ich jetzt erst mal pauschal sagen das ich das oder die Häuschen rausnehmen würde und stattdessen durch Weidenbrücke, Heuberge und Unterstände (kleine Tische) austauschen würde.

    Auch wenn es nett aussieht Häuser sind Streitobjekte und gerade bei einer noch nicht gefestigten Rangordnung kann es deswegen immer mal Streß geben.

    Futter streust du frei ins Gehege ein?
    Hast Du mehrere Wasser und Heustellen?

    Heuberge entspannen die Situation oft noch zusätzlich.

    Klar sind Gruppen immer besser wie ein Paar, aber nicht jeder hat die Möglichkeit.
    Dreiergruppen können Super laufen wenn ein klarer Bubenerzieher vorhanden ist, der souverän an der Spitze steht.

    Mal schauen was unsere Herren Spezialisten sagen :-)



    LG Claudia
     
  4. bonniy

    bonniy Guest

    Herzlichen Dank:-)

    Das Häuschen hatte ich gleich am WE rausgenommen, es waren zwar 2 Eingänge drinnen, aber wie man sehen konnte, wurde es trotzdem beschlagnahmt. Ich habe jetzt eine 55 cm lange Hütte selber gebaut, also quasi ein einfaches Haus, nur das es keine Vorderwand gibt. So kann der Kleine immer gleich flüchten.

    Explizit nach einem bubenerfahrenen Kastrat habe ich nicht gefragt, sie meinte das er schon seit längerem mit einem unkastrierten Bock zusammen sitzt und die sich auch wunderbar verstehen. Daher wäre es auch kein Problem, ihn mit einem Jungen zusammen zu setzen.

    Anonsten habe ich nur 2 Weidenbrücken drinstehen und eben diese Hütte ohne Front. 2 Wasserstellen habe ich und eine große Rundheuraufe.
    Für das Futter habe ich einen großen Teller (hier gab es noch keinen Streit, da mümmeln sie in Ruhe vor sich hin).

    Das mit dem Video werde ich mal versuchen, muss schauen ob ich das heute noch zeitlich gebacken kriege.
     
  5. #4 Angelika, 12.03.2014
    Angelika

    Angelika Herr der Schweinchen

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    Hallo, und herzlich willkommen!
    Ich halte seit vielen Jahren ausschließlich Jungs, inzwischen alle (zur Zeit 7 in zwei Gruppen) kastriert.
    Erfahrungsgemäß kann ein Kleiner schon mal einen großen nerven, und mit 9 Wochen ist er durchaus auch für den Älteren bereits ernstzunehmenden Konkurrenz.
    Man darf auch nicht davon ausgehen, dass sich zwei Tiere mögen, bloß weil sie einer Art angehören, die in Rudeln lebt. Und auch, wenn ein Böckchen oder Kastrat in einer Bockgruppe gelebt hat, muss es nicht heißen, dass er mit allen Böcken dieser Welt klar kommt.
    Ich hatte in 16 Jahren nur einmal beim Zusetzen eines Jungbocks (den ich kurz darauf kastrieren lassen hätte) Probleme hatte, weil er (gerade 8 Wochen alt) sofort den Chef der Gruppe angriff. Die beiden konnten einander absolut nicht ab, und ich habe ihn der Züchterin zurück gegeben. Dort hatte er vorher in einer Bockgruppe gelebt, und obwohl er 5 Tage bei mir gewesen war, hat er sich bei seiner Rückkehr dort auch nahtlos wieder eingefügt, ohne das leiseste Gerangel. Das Tier war also durchaus bockverträglich - nur mit dem einen eben nicht. Ich habe kurz darauf aus der gleichen Zucht ein anderes Böckchen geholt, mit dem vor und nach der Kastra überhaupt kein Problem in der Gruppe entstand.
    Ich versuche darauf zu achten, ob es zwischen den Partner harmoniert - und das hieß dann für mich, auf dieses eine Tier zu verzichten.
    Was ich damit sagen will: Wenn sich heraus stellt, dass die beiden nicht miteinander können, kannst du vielleicht bei der netten Züchterin ein anderes Tier finden, das dem Partner besser gefällt.
     
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