Meerschweinchen aufgegast und frisst fast nichts. Dringend Hilfe benötigt!

Diskutiere Meerschweinchen aufgegast und frisst fast nichts. Dringend Hilfe benötigt! im Krankheit/Kastrationsfragen Forum im Bereich Meerschweinchen; Hallo liebe Mitleser, Ich bin im Moment einfach nur am Verzweifeln. Mein 3-jähriges Meer frisst seit Donnerstagabend fast nichts. Es fing...

  1. #1 Steph_anie, 23.06.2018
    Steph_anie

    Steph_anie Schweinchen-Junior

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    Hallo liebe Mitleser,
    Ich bin im Moment einfach nur am Verzweifeln. Mein 3-jähriges Meer frisst seit Donnerstagabend fast nichts. Es fing Donnerstag nachdem ich von der Arbeit nach Hause kam an. Morgens war alles wie immer. Ich habe meinen 4 Meerschweinchen wie jedes Mal nach der Arbeit deren Endiviensalat gegeben. Alle haben sich wie immer drauf gestürzt ausser Luna. Sie kam angerannt, drehte sich wieder um und ging. Das war für mich das Alarmzeichen schlechthin. Sie war zwar munter, frass Heu und Gurke, ließ aber auch das getreidefreie Trofu stehen (und sie war immer die Verfressenste) . Ich bin mit ihr natürlich sofort zum TA. Sie hatte kein Fieber, Zähne waren in Ordnung (seine Kollegin hatte zur Sicherheit auch rein geschaut). Der Kotabstrich erwies keinen Hefebefall, allerdings war sie sehr aufgeblasen. Nun muss ich dazu sagen dass sie vor 2 Wochen ihre letzte Zysten Hormonbehandlung gehabt hatte, allerdings wachsen diese leider wieder wie der US uns sehen lassen hat nach. Beim US wurden u.a. Gebärmutter und Blase gecheckt. Nichts. Er tippte auf eine Fehlgaehrung vom Futter (meiner Meinung kann es nicht sein) und gab mir Dimeticon, Bene Bac und MCP (Emeprid) mit. Wenn es am nächsten Tag nicht besser wird sollte ich wieder kommen. Natürlich wurde es nicht besser, ich hatte sie auch zwischendurch am Bauch massiert, da hörte man es gluckern. Sie ist zwar (noch) fit, läuft durch das Gehege und kommt immer zum Napf angerannt, isst dann aber nichts. Sie isst nur viel Heu, Gurke, ab und etwas Möhre (etwas!), das Grün davon und Sellerie (sehr wenig). Sonst NIX. Also war ich gestern nochmal dahin. Es wurde ein Röntgenfoto gemacht wo zu sehen ist dass der Magen in der Tat überladen bzw viel zu aufgeblasen war. Weil ich auf die Zähne tippe hat er nochmal geschaut, das Gesicht nach evtl Beulen bzw Unregelmäßigkeiten (Abszess) abgetastet. Nichts. Er meinte dass es sehr wahrscheinlich nicht durch die Zähne kommt, aber ein Röntgen vom Kiefer bedarf einer Narkose meinte er?
    Er hat ihren Bauch abgetastet, der war schon weicher. Herz klang gut. Er hat mir nun baytril und metacam gegeben. Dazu soll ich das dimeticon und mcp weiterhin geben. Meine Kleine lag gestern noch etwas gekrümmt und rund im Gehege rum, heute aber liegt sie schon fast wie immer (liegend zur Seite schlafend). Rennt wie immer rum und kommt auch angerannt zum Futter, aber sie frisst einfach nur das Heu und Gurke und minimal Sellerie /Möhre/Möhrengruen obwohl endiviensalat ihr absolutes lieblingsessen war! Mein TA meint ich muss Montag wiederkommen, dann muss über Blutabnahme gesprochen werden und evtl Narkose wegen des Kieferroentgens. Ich sollte auch Kot ansammeln. Durchfall hat sie nicht, wohl weniger Kot aber diese haben noch ihre normale Form. Nun war ich vor langer Zeit per Zufall bei einer TA die ebenfalls spezialisiert ist in Meeris und diese hatte mal ein Röntgenfoto des Kiefers ohne Narkose hinbekommen (ist aber 1,5 Std fahren, war da mal wegen eines Notfall hin). Wie kann das denn? Ich überlege Montagmorgen dahin zu fahren weil ich immer noch denke dass es vll eine Spaltung im Zahn oder so sein kann. Habt ihr noch Tipps? Ich weiß nicht weiter, sie hat natürlich auch abgenommen. Zur Info: ich füttere Heu (immer da), endiviensalat, Möhren plus Grün, Sellerie, Gurke (nicht zu viel), Romanasalat (nicht zu viel), getrocknete Kräuter (in Maßen) und getreidefreies Trofu, aber auch nicht zu viel. Ich wäre für jeden Tipp dankbar !!
     
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  3. Wassn

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    Ich habe in den letzten Tagen auch viel über Zähne gelernt. Meine kleinste Wutz, ein Zahnschwein hatte Mal wieder ihr Behandlung. Normalerweise hatte sie bis jetzt immer eine Spitze an einem Zahn. Dieses Mal wurden 3 weitere Baustellen entdeckt. Diese waren von den Backentaschen verdeckt. Mit dem normalen Instrument, wo meine Tierärztin ihr immer ins Maul schaut, hatte man dies nicht gesehen. Nur mit dem Maulspreizer könnte sie die anderen Stellen sehen: eine weitere Spitze, eine Stelle zur Brückenbildung und ein teilweise abgebrochener Zahn. Sally hatte noch kein Gewicht verloren, nur langsamer gefressen.
    Was ich sagen will: für eine gute Zahnkontrolle reicht diese kleine Lampe nicht aus.
    Ich würde der Sache weiter auf den Grund gehen.
     
  4. Wassn

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    Verdünnten Fencheltee kann man auch gut geben oder damit Päppelbrei anrühren, anstelle von Wasser.
     
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  5. #4 B-Tina :-), 23.06.2018
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    Ich würde am Montag den Kiefer in Narkose röntgen und bei dieser Gelegenheit Blut abnehmen lassen zwecks "großem Heimtierprofil".

    Fenchel und Dill füttern.
    Bekommen Deine Schweinchen keine Wiese?

    Notfalls Schweini zupäppeln, es darf in der Narkose nicht nüchtern sein.

    Gute Besserung! :daumen:
     
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  6. #5 Steph_anie, 23.06.2018
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    Danke für eure Antworten. Wiese bekommen die auch, aber je nachdem wie die Qualität ist. Fenchel und Dill mag sie nicht :/, nur Sellerie. Mein TA ist gegen Maulspreizer.. Also stimmt es dass man fuer ein Röntgenfoto des Kiefer eine Narkose braucht?? Mein TA hat gesagt dass Blut abnehmen auf jeden Fall möglich ist, aber etwas komplizierter als bei anderen Tieren. Stimmt das?
     
  7. #6 B-Tina :-), 23.06.2018
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    Ohne Sedierung ist ein Kiefer-Röntgenbild nicht aussagefähig.

    Leider habe - musste - ich nun schon 2 Schweinchen wegen retrograden Zahnwachstums in der Narkose schlafen lassen, beide noch viel zu jung, um zu sterben. Aber bei dieser schrecklichen Diagnose gibt es keine Chance auf Heilung, zumal jeweils mehrere Zähne gleichzeitig betroffen waren und der Kiefer bereits verformt. Das verursacht ganz schlimme Schmerzen. Schweini will fressen, kann aber nicht ...

    Die Untersuchung mit Maulspreizer ist wohl umstritten; meine TÄ führt sie durch, hat jahrelange Erfahrung damit. Bisher war sie immer hilfreich.
    Doch wenn ein TA das ablehnt, ist das zu akzeptieren. Evtl. einen Tier-Zahnarzt hinzuziehen.

    Blut nehmen ist immer Stress für die Schweinchen. Das würde ich nicht jedem TA zutrauen. Manchmal sind die Kleinen so verschreckt, dass sie "kein Blut geben".
    Meine TÄ nimmt Blut aus einem Hinterbeinchen. Wenn Schweini einmal in Narkose liegt, würde ich das verbinden.
     
  8. #7 rosinante, 23.06.2018
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    Es ist sehr schwierig, von Meerschweinchen genügend Blut für eine umfangreiche Untersuchung zu gewinnen. Da hat dein TA Recht. Nützt aber im Krankheitsfall nichts, man muss es auf jeden Fall versuchen.

    Dass dein Tierchen Heu frisst, ist aber schon viel wert. Das verhindert, dass die Zahnprobleme, so vorhanden, schnell größer werden. Du kannst noch versuchen, ihr grünen Hafer oder sonstige getrocknete Kräuter unters Heu zu mischen, dann wirds vielleicht noch interessanter.

    Hast du ihr das Schmerzmittel schon verabreicht? Geht es ihr damit besser?
     
  9. #8 B-Tina :-), 23.06.2018
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    Vielleicht ist das die Ursache für die Aufgasung?
    Gras muss, wie alles Ungewohnte, angefüttert und in der Menge langsam gesteigert werden. Wenn Schweinis es einmal bekommen und dann wieder nicht, können Fehlgärungen entstehen ...
     
  10. #9 Steph_anie, 23.06.2018
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    Die letzte Periode haben sie eigentlich keine Wiese bekommen, sondern nur Heu und diverse Kräuter. Oh ja, das ist meine größte Angst: das retrograde Zahnwachstum! Darauf habe ich ihn natürlich auch angesprochen, aber er meinte sowas könnte sich zb durch einen (unentdeckten) Abszess oder Entzündung entwickeln oder Fehlstellung der Zähne entwickeln. Welche Symptome hattest du bei deinen Schweinchen die das retrograde Zahnwachstum hatten @B-Tina :-)? Wie hatte dein TA diese Vermutung bekommen? Ja, sie hat heute das Schmerzmittel bekommen. Vom Verhalten an sich ist sie okay und noch fit, Frisst viel Heu. Nur das Fressverhalten ist unverändert :/
     
  11. #10 Angelika, 23.06.2018
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    Wie oft gibst du den Entschäumer? Da sind die TÄ manchmal sehr zurückhaltend, man kann ihn in akuten Fällen viertelstündlich geben.
    Ohne Maulspreitzer und/oder Kamerasonde kann man beim MS eigentlich gar nichts sehen. Meist muss vorher auch noch das Mäulchen ausgespühlt werden.
    Es macht einen Unterschied, ob der Magen voll Gas ist oder überladen mit Nahrung - da ist die Schilderung aber unklar.
    Luft aus dem Magen könnte der TA mit einer Sonde ablassen.
    Wie sieht es eigentlich mit einer Lanzeit-Kotprobe aus (über drei Tage sammeln), um Parasiten wie Kokzidien oder Würmer auszuschließen?
    Hier hängt es vom Tier ab, ob es sediert wird für ein RöBi, oder nicht. Aufgegaste Tiere werden gewöhnlich nicht sediert da dies für den Organismus zu belastend sein kann.
     
  12. #11 B-Tina :-), 23.06.2018
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    Gewichtsverlust. (Ich wiege meine Schweinchen alle 2 Tage und werde manchmal deshalb belächelt, aber mein aktueller Krankheitsfall gibt mir leider wieder Recht ... die Kleinen sind Weltmeister im Verstecken von Beschwerden.) Auffälliges Fressverhalten: Mäulchen aufreißen, Vorderpfötchen kreuzen oder mit Vorderpfötchen eine Bewegung machen, als wolle Schweini sich etwas Störendes aus dem Mäulchen entfernen. Interesse am Futter: Möhre, Fenchel, Rote Bete oder sonst ein festes Gemüse aufnehmen, dann aber nicht anbeißen, nur anschnuppern, sich frustriert abwenden. In eine Ecke setzen, Fell sträuben. Trauriger/ schmerzerfüllter Blick (ich sehe meinen Schweinchen meist auch an den Augen an, wenn etwas nicht stimmt). Evtl. auch haaren, weniger Glanz im Fell. Letzteres nicht immer. Auf jeden Fall Signalisieren von allgemeinem Unwohlsein.

    Edit: ach ja, und die Untersuchung beim TA mit Maulspreizer ergab keine bzw. marginale Auffälligkeiten. In einem Fall wollte das Schweinchen trotz Schmerzmittel nicht einmal mehr Päppelbrei annehmen; es tat so, als wolle es Blinddarmkot fressen, weil es wusste, dass ich es so lange mit der Päppelspritze in Ruhe ließ. Es war ein sehr kluges Tierchen, Herzensschweinchen ... :wein:
    Deshalb war als nächster Schritt Röntgen in Narkose angesagt.
     
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  13. #12 Steph_anie, 23.06.2018
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    @Angelika: das dimeticon gebe ich 4x tgl. Gestern noch alle 3 Std aber da ihr Bauch schon etwas weicher ist und sie wieder entspannter liegt jetzt 4x, bei Zweifel nehme ich aber auch mehr da man das ja nicht überdosieren kann. Kotprobe sollte ich Montag abgeben, glaube aber nicht dass das die Ursache ist. Mache ich natürlich trotzdem. Ja das dachte ich mir auch: wie kann er sie für ein Kiefer röntgen sedieren wenn sie doch gar nicht fit ist? :/Ich kenne eine ebenso erfahrene TA die es auch ohne macht, allerdings ist die Fahrt ziemlich lange. Ich meine dass der Magen voll mit Luft war und nicht mit essen. Er lehnt eine Sonde strikt ab da es zu viele Risiken gibt?
    @B-Tina :-) das tut mir furchtbar Leid mit deinen Meeris!! Vor allen wenn man den Schmerz und das Leid selbst sehen und fühlen kann :/. Ich habe leider auch schon in den letzten Jahren welche verloren und jedes Mal tut es so verdammt weh dass ich mir schon öfters gesagt habe dass ich nie wieder Meerschweinchen halten werde :/ Diese Symptome zeigt sie nicht, wohl hatte sie letztens mal eine Bewegung gemacht die aussah als ob sie was im Mund hatte bzw zwischen den Zähnen, das war aber einmalig. Trotzdem habe ich da wirklich Angst vor, sie ist zwar noch munter, liegt mittlerweile auch entspannter aber trotzdem. Frass sie denn noch Heu oder Gras oder etwas anderes von alleine? Wie lange hat es von den ersten Symptomen bis zum Röntgenfoto gedauert? Und wieviel Zähne betraf es? Wurde die Ursache dafür gefunden??Ich habe mal gelesen dass man einen Zahn ziehen kann wenn es nur 1 Zahn betrifft der in den Kiefer wächst? Ich bin schon so verzweifelt dass ich mit dem Gedanken spiele mich Montag bei der Arbeit ab zu melden und direkt zum TA zu fahren zwecks des Kiefer Fotos!
     
  14. #13 B-Tina :-), 23.06.2018
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    im ersten Fall (:angel: Berta) zunächst fraß sie noch, zögerlich. Mein Mann und ich suchten ihr die leckersten Grashalme und boten sie ihr an, nach 2 - 3 Minuten war ein Halm im Schweinchen. Später wollte sie nicht mal mehr Päppelbrei. Leider dauerte es von den ersten Anzeichen bis zum Röntgen in Narkose über eine Woche, es gab einige Missverständnisse in der Praxis-Organisation, unsere Stamm-TÄ hatte Urlaub ... geröntgt wurde von einer Tier-Zahnärztin. Die Diagnose war leider eindeutig und grausam. Die ganze Unterkieferseite war betroffen, nicht nur ein Zahn. Der Kieferknochen war bereits verformt, beulte sich nach unten aus. Es konnte nur eine Entscheidung geben. Wir ließen die Kleine in der Narkose schlafen. Sie war erst anderthalb Jahre alt.
    Und vorige Woche, :angel: Kiara. Sie hatte das gleiche auffällige Fressverhalten gezeigt und plötzlich sehr viel an Gewicht verloren. Wir waren am Dienstag bei der TÄ, ließen das Mäulchen untersuchen, minimale Unebenheiten der Zähne wurden begradigt, aber das konnte nicht die Ursache sein. Die Zähnchen waren alle fest, standen im richtigen Winkel. So bekam :angel: Kiara Metacam (und zeigte danach ein leicht verbessertes Fressverhalten), wir vereinbarten für den nächsten Tag Röntgen in Narkose - am gleichen Tag war es nicht möglich, da die TÄ einen OP-Termin hatte. Wäre das Röntgenbild okay gewesen, hätten wir auf Verdacht antibiotisch/ mit Entzündungshemmer und weiter Schmerzmitteln behandelt, denn eine evtl. Entzündung der Zahntaschen kann man auch im Röntgenbild nicht erkennen. Aber der schlimme Verdacht bestätigte sich: auch hier waren mehrere Zähne betroffen und der Unterkiefer bereits verformt. Vielleicht hätte man noch etwas Zeit schinden können durch Abschleifen der Backenzähne (um den Druck zu minimieren; ginge nur regelmäßig in Narkose), Aufdosierung von Schmerzmitteln und Zupäppeln. Doch das Schweinchen war sehr ängstlich, sensibel, stressempfindlich. Die Lebensqualität wäre so oder so m.E. stark beeinträchtigt gewesen, durch Stress und zunehmende Schmerzen und Einschränkungen beim Fressen. So ließen wir auch Kiara ganz schweren Herzens in der Narkose für immer einschlafen. Ich wollte nicht warten, bis es unerträglich für sie wird. Sie hatte noch etwas gefressen, zugepäppelt habe ich nur 2 Tage. Mein einziger Trost ist, dass sie sich nicht lange quälen musste.

    Hier noch eine Info zu den Zähnchen: Meerschweinchen Info - Zahnprobleme
     
  15. #14 Steph_anie, 23.06.2018
    Zuletzt bearbeitet: 23.06.2018
    Steph_anie

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    Danke für deinen ausführlichen Bericht. Es tut mir sehr Leid für euch, vor allem dass es 2x passiert ist und dass sie noch so jung gewesen sind. Das ist einfach nicht fair. :wein: Ich denke aber dass es wenig anders gelaufen wäre wenn du ein paar Tage eher dahin gegangen wärst. Irgendwo habe ich mal gelesen dass es auch genetisch bedingt sein kann; es ändert aber nichts an dem Schmerz. Du hast auf jeden Fall das Richtige getan, es gibt nichts schlimmeres als ein leidendes Tier. Wenn die Prognose bereits so minimal ist wäre das nur eine Quälerei für sie gewesen. Al die ganzen Narkosen würden irgendwann doch auch eine Uberforderung für Körper und Seele sein! Ich hoffe dass es deinen anderen Meeris gut geht und ihr so etwas nicht mehr erleben müsst. :mist:
    Ich werde Montag auf jeden Fall die Zähne röntgen lassen. Mein eigener TA will dieses nur unter Narkose machen, das Ding ist aber dass er sie gleichzeitig wegen der wieder wachsenden Zysten auch kastrieren lassen möchte. Ich versteh ihn zwar, finde es aber im Moment zu früh weil sie noch nicht fit ist und ich gelesen habe dass die Sterberate ziemlich hoch sein soll weil es ein heftiger Eingriff sein soll? Mein TA meinte dass es nicht so wäre, jede OP zwar ein Risiko mit sich mit bringe aber er nicht operieren würde wenn vorn vornherein feststeht dass das Überlebensrisiko so gering sei. Er meinte dass er lieber 1x eine Narkose macht als später in 2 Monaten nochmal. Stimmt das? Na ja, falls sie das retrograde Wachstum hat hat sich das Thema eh erledigt :(. Das Heu geht noch schnell rein, hoffe es bleibt so.
     
  16. Wassn

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    Meine Tierärztin würde genauso handeln. Also 2 Baustellen mit einer Narkose erledigen. Auch die Narkose ist eine Belastung für die Wutz. Stellt sich dann aber eine der Baustellen als sehr groß heraus, würde sie mich sofort anrufen und sich mit mir besprechen.
    Wahrscheinlich bekommt das Tier nach jeder Op Medikamente. Evtl Antibiotika. Dann finde ich es für den Körper schonender, wenn dies nur einmal der Fall ist und sich nicht innerhalb von 2 Wochen wiederholt.
     
  17. #16 B-Tina :-), 23.06.2018
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    Das hast Du wohl falsch verstanden. Ich war - wie bei jeder kleinsten Auffälligkeit - SOFORT beim TA. Nur dass ich leider nicht gleich einen Termin zum Röntgen in Narkose bekommen habe und sich das traurige Ende einschließlich Schmerzen dadurch auf eine Woche verzögert hat.

    Zysten sind ein Thema für sich ... Wenn Schweini ohnehin stark abgenommen hat, würde ich ihr solch eine OP in dem Zustand nicht zumuten, wenn es nicht lebensnotwendig ist.
     
  18. #17 Steph_anie, 23.06.2018
    Steph_anie

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    @Wassn: danke für deine Erfahrung; okay, dann hat mein TA ja nicht ganz Unrecht, aber meine Sorge ist natürlich trotzdem gross. Im Moment ist für mich am wichtigsten zu klären ob es sich um ein retrogrades Zahnwachstum handelt. Denn wenn ja, hat sich natürlich alles andere erledigt und ist die Frage ob sie nicht für immer schlafen soll :wein:.
    @B-Tina :-) Ich meinte wenn das Röntgen eher statt gefunden hätte, sorry hab mich dann etwas falsch ausgedrückt.
     
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  19. #18 trauermantelsalmler, 23.06.2018
    trauermantelsalmler

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    Hallo Stephanie,
    ich sehe es genau so wie B -Tina.
    Ich verstehe deinen Tierarzt da zwar, dass er Narkose nicht 2 mal machen will, aber eine Weibchen Kastration ist ja schon eine größere OP. Ich hätte da auch große Sorge, ein Schweinchen was zur Zeit nicht gut frisst operieren zu lassen, wenn es nicht dringend notwendig ist.
    Zysten sind ja selten akut lebensbedrohlich, wenn sie nicht grade sehr voluminös sind. Daher würde ich das erst mal als Nebenschauplatz betrachten und mich erst mal nur um die Zähne kümmern, das ist doch viel akuter jetzt.
    Kastrieren könnt ihr immer noch, wenn sie wirklich fit ist und das Verdauungssystem intakt und stabil ist.
     
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  21. #19 Angelika, 24.06.2018
    Zuletzt bearbeitet: 24.06.2018
    Angelika

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    Ich würde mich jetzt nicht derart an retrogradem Zahnwachstum festbeißen - das ist glücklicherweise selten. Meine Schweinchen mit Zahnproblemen (und das waren in 22 Jahren einige!) hatten stets andere Diagnosen: Abszesse, Verletzungen im Mund/Rachen durch eingepiekste Halme (übrigens regelmäßig nach Grünhafer mit Ähren, kommt mir daher nicht mehr ins Gehege!), "gekippte" Molaren, veränderte Zahnsubstanz ... Und es ist aktuell doch nicht einmal sicher, ob es überhaupt an den Zähnen liegt!
    Genausogut können Parasiten vorliegen, oder die Zysten sind vielleicht keine, sondern etwas Entzündliches oder Tumoröses (deshalb ja Blutbild).
     
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  22. #20 B-Tina :-), 24.06.2018
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    Angelika hat recht, Spekulieren bringt nichts, eine gesicherte Diagnose muss her. Evtl. eine Zweitmeinung einholen ...
    Daumen und Pfötchen sind gedrückt!
     
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