Meeries in der Grundschule

Diskutiere Meeries in der Grundschule im Allgemeine Fragen und Talk (Archiv) Forum im Bereich Archiv; Hy, mehrere Grundschulen bei uns bieten jetzt die Offene Ganztagsgrundschule an. In diesem Zusammenhang ist die Schule unseres Sohnes an mich...

  1. #1 Elfriede, 20.07.2004
    Elfriede

    Elfriede Schweinchen-Guru

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    Hy,

    mehrere Grundschulen bei uns bieten jetzt die Offene Ganztagsgrundschule an. In diesem Zusammenhang ist die Schule unseres Sohnes an mich heran getreten, ob ich nicht mit meinen Tieren in die Schule kommen wolle, um dort etwas über Tierhaltung zu erzählen.

    Ich habe zunächst mal um Bedenkzeit gebeten. Ich fänds toll. Hab zwar wenig Zeit, würde es aber trotzdem gern machen. Aber, was sagen die Tiere dazu, Meeries und Kaninchen sind Fluchttiere und Grundschüler nicht gerade zimperlich......?

    Ich habe ein paar sehr zahme Tiere(Rentner,Böcke), mit denen würde es vielleicht gehen, aber mit Sicherheit nur mit wenigen Kindern auf einmal (es sind 25 Ganztags-Kinder - uff).

    Außerdem überlegen sie, ob sie Schultiere anschaffen sollen. Die Betreuung in den Ferien ist dabei (natürlich) mehrfach abgesichert! Stimmt es daß Meeries in Schulen und Kigas nicht gehalten werden dürfen?

    Eine Bekannte hat einen Hund, eine andere Ziegen. Die würden beide mitmachen, damit die Kinder auch Infos über größere Tiere bekommen. Natürlich würden die Fluchttiere nicht zusammen mit dem Hund in die Schule kommen, sondern getrennt.

    Würdet Ihr Euren Tieren sowas zumuten? Was würdet Ihr in solchen Stunden machen? Wie würdet Ihr das ganze gestalten?Hat einer Erfahrungen mit sowas? Gibt es bei Euch eine Schule mit Schultieren? Und...... und ....... und ......

    Freue mich auf Kommentare und Anregungen!

    LG Elfriede :winke:
     
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  3. #2 Annabelle, 20.07.2004
    Annabelle

    Annabelle Guest

    Huhu, ich führe hier in Hannover seid

    2 Jahren nen Schulprojekt durch. Da ich der Meinung bin man muß bei den Kleinen mit der Erziehung zur Artgerechten TIerhaltung anfangen.

    Mache das nur an Schulen die von mir als geeignet empfunden werden. Die besten Erfahrungen mache ich immer in derGS.
    Gruß Archi
     
  4. Gast

    Gast Guest

    Hi,
    vor 3 Jahren bin ich auch mit zwei Schweinchen in der Grundschule gewesen.
    Ich habe beide auf dem Schoß gehabt, den Kindern wurde vorher schon gesagt, das die tiere es nicht mögen, wenn sie sehr laut sind.
    Alle haben sich dran gehalten:-)
    Dann durften die Kids erstmal Fragen stellen, und ich habe was dazu erzählt.
    Anschließend durftern sie einzeln nach vorne kommen und aus der Nähe gucken.
    Ich würde nur Schweinchen mitnehmen, die ruhig und gelassen sind, könnte ich nicht mit allen machen.

    Die Kinder, einschl. Lehrerin fanden es toll und meine beiden haben keinen Schaden genommen , sondern fleißig ihre Lecker gefuttert:-)

    Liebe Grüße
    Andrea
     
  5. Nadia

    Nadia Guest

    Puuh...das ist eine Gewissensfrage.
    Denn wie man es handhabt widerspricht es sich. Einerseits sollen Meeries keinem Stress ausgesetzt werden, was ja in der GS leider doch so wäre. Andererseits sollen Kinder ja auch den ordentlichen Umgang mit Tieren erlernen, und das geht ohne Erläuterung nicht. Denn nur da vorne rumstehen und was von Meerschweinchen erzählen (ohne Tiere) langweilt die Kinder bestimmt und ist ziemlich trocken. Bestimmt hören nichtmal die Hälfte der Kinder dann auch zu.

    Also wenn es nicht ausartet, das jedes Kind das Tier auf den Arm nehmen will, könnte man es versuchen mit etwas vermenschlichteren Tieren. Also Deine Rentner oder Böcke, wie Du schon sagtest.
    dann finde ich es eine sehr gute Idee.
    Kinder sollen schon den Umgang mit Kleintieren lernen. Aber viel mehr sollte auch an deren Eltern appeliert werden, denn nur mit dessen voller Unterstützung ist ein Kind in der Lage sich um ein Meerschwenichen zu kümmern. Allein ist es damit überfordert. Die Eltern müssen voll und ganz dahinter stehen.

    Ich würde mal behaupten, dass das Grundschulalter das passende Alter ist, Meerschweinchen und Kinder aneinander zu gewöhnen.

    LG
    Nadia
     
  6. Snoopy

    Snoopy Guest

    Ich habe auch schon mehrere Schulen Besucht und schon einige
    Kindergartengruppen hier bei mir Zuhause gehabt.
    Ich habe extra "ausgebildete" Tiere hier,d.h. der Hund ist Ausgebildet und die Meeris von klein an daran gewöhnt.Schreckhafte und ängstliche Tiere eignen sich nicht dazu.
    Man sollte auch nicht hopp la hopp in die Klasse gehen ohne das
    das Thema vorab besprochen wurde sondern die Tiere sollten
    dann zum schluss als Lebendes Lernobjekt Vorgestellt werden.
    Dabei sitzen die Kinder meist im Kreis und es werden eine menge
    fragen rund um das jeweilige Tier gestellt.Die Tiere sollten auch
    hierbei eine Rückzugsmöglichkeit haben.Dannach darf jedes Kind
    einzeln das Tier mal streichel und das geniesen meine total,sie
    wissen,dass es dannach eine ganz besondere Belohnung gibt.
    Ich habe vier Meeris mit denen ich dies mache und ich wechsel
    diese immer ab,sodass es kein stress für das einzelne ist.
    Kindergärten besuchen mich aber diese Kinder sind meist zu klein
    um den Umgang richtig zu begreifen.Sie kommen nur zum
    Anschauen,dann meist bei schönem Wetter und sie sitzen auf der Wiese und beobachten,Tiere die von sich aus kommen,dürfen
    dann gestreichelt werden (alles unter besonderer Ausicht,damit
    beiden Seiten nichts passiert) Schön finde ich dann die Bilder,
    die mir die Kinder im nachhinein malen und zusenden.darüber
    freue ich mich immer sehr.Was hängen bleibt,gerade bei den großen bekomme ich leider selten mit.Ich weiß aber aus den Gesprächen,dass immer mal das ein oder andere Kind zum
    Nachdenken angeregt wird und sich "ertappt" fühlt.Gerade bei
    dem Thema einzelhaltung kommen immer wieder Kinder die fragen:"ist das bei Hasen auch so? Wir haben nämlich nur einen!"
    Da würde ich Zuhause dann schon mal gerne Mäuschen spielen.

    Ach so,Schultiere und Tiere im Kindergarten sind erlaubt aber ehrlich gesagt im Kindergarten halte ich nichts davon!

    Grüßi
    Tina
     
  7. #6 Susanne, 20.07.2004
    Susanne

    Susanne Guest

    ich würde an deiner stelle einen großen, festen auslauf mitnehmen und eben irgendwas drunterlegen damit der boden nicht dreckig wird.

    dann können die kids sich das von außen anschauen und immer ein oder zwei dürfen mit rein und ein meeri das du ihnen gibts vorsichtig streicheln :-) schließlich sollen die kids ja nicht nur lernen wie man die meeris versorgt, sondern auch das sie eben fluchttiere sind und nicht alle sooo gerne schmussen wie immmer behauptet wird !!

    und frag doch mal die lehrerin ob man das nicht in 2 gruppen aufteilen könnte !!
     
  8. Snoopy

    Snoopy Guest

    Ach so ein Nachtrag: Mit Rentertieren die es vorher nicht kannten
    würde ich es nicht machen,der stress ist einfach zu groß.Wie gesagt ich gewöhne die Tiere von klein an daran,d.h. sie sind
    bis zu einem Jahr in der "Ausbildung" d.h,. da kommen sie noch nicht mit sondern werden hier pö a pö an die "massen" Gewöhnt
    erst wenn sie "gefestigt" sind und es lässig wegstecken,gehen
    sie mit.Meine Milka war dieses Jahr zum ersten mal mit und sie
    fand es klasse.Gewisse Leckereien z.B. Grünrollies oder grünen Paprika gibs eben nur aus Kinderhänden und das merken sich die Schweinis sehr schnell ;)
    Beachten sollte man folgendes: Kinder und Meeris sind nicht alle
    Tag gleich drauf,darauf sollte Rücksicht genommen werden und
    gegebenen falls muß dann der Unterricht auch abgebrochen werden.Ich habe deshalb auch mehrere Tiere und entscheide
    immer am Tag X mit welchem Tier ich gehen kann.Die Tiere sollten
    absolut Gesund sein und vorallem keine Parasiten haben,Vorab
    sollte bei den Kindern auch nach einer evt. Allergie gefragt werden.Übrigens über das Altergerechte Unterrichtmeterial
    verfügt jede Schule!

    Grüßi
    Tina
     
  9. #8 Marion St, 20.07.2004
    Marion St

    Marion St Schweinchen-Häuptling

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    Hallo Ihr! Ich möchte kurz was zu Meeries im KiGa sagen. Genau dort hat meine Tochter ihr Interesse für MS entdeckt, da sind dann immer Kinder eingeteilt, die für das Füttern zuständig sind. Lernen, was für Arbeit die Tiere machen, und gehen in der Schließzeit und am Wochenende zu einigen nach Hause. Das Gehege war groß, viele Häuser drin, die Tiere auch oft draussen, also "Gruppenlärm" gewohnt. Und dort wurden auch die Grundbedürfnisse von Meeries vermittelt. Ich fand es nicht schlecht, da die Kinder, die es wollten, den Umgang und die Pflichten die mit Meerie-Haltung zusammen hängen, vermittelt bekamen. Meine Tochter kann das ja nun zu Hause jeden Tag live erleben, leider ist das Interesse schon etwas abgeflaut (nur bei der Tochter). Naja, die Mama ist ja auch noch da.

    Also, ich finde es nicht verkehrt, wenn es richtig gemacht wird und nicht in Tierquälerei ausartet.

    Marion
     
  10. Lillo

    Lillo Guest

    Also ich finde es sogar sehr wichtig, dass Kinder spätestens in der GS mit Tieren in Berührung kommen!

    Ich werde meine Examensarbeit auch darüber schreiben, dass Tiere für Kinder wichtig sind. Sie lernen so mit anderen und speziell wehrlosen Lebewesen umzugehen. Später kann man dann auch z.B. Hunde mit in den Unterricht einbauen...

    Es gibt da ein ganz tolles Buch von Erhard Olbrich und Carola Otterstedt: "Menschen brauchen Tiere - Grundlagen und Praxis der tiergestützten Pädagogik und Therapie" das ist super-interessant und es gibt auch ein Projekt an der Ernst-Leitz-Schule in Sulzburg (nahe Freiburg), wo ein Lehrer einen "Klassen-Hund" eingeführt hat.

    Ich bin mir sicher, dass ich später, wenn ich erstmal im Beruf bin auch unbedingt sowas machen will.

    Guckt mal
    *HIER*
    und
    *HIER*

    Sehr spannend!!! ;)
     
  11. #10 Elfriede, 21.07.2004
    Elfriede

    Elfriede Schweinchen-Guru

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    Hm,

    wie bereitet man denn die Tiere auf so einen Schulbesuch vor?

    Bei uns im Garten sind immer viele kleine Kinder, die auf die Meeries nicht gerade Rücksicht nehmen. Unsere Tiere sind es gewöhnt, daß laut kreischende Kinder um ihren Stall herumtoben.

    Es gibt da drei Varianten. Die ersten bleiben sitzen, gucken den Kindern zu und finden das spannend. Andere fliehen zwar erst, kommen aber schnell wieder aus dem Häuschen und gucken was läuft. Wieder andere fliehen und bleiben verschwunden. Ich hab mir gedacht, ich versuche es mit denen, die sitzen bleiben. Es ist übriegens nicht so, daß sie in Schreckstarre verfallen, sie sind wirklich interessiert an dem, was da draußen vorgeht.

    Gestern machte jemand den Vorschlag, daß die Kinder ihre Tiere mitbringen sollten. Davon halte ich nicht viel, ich denke für die meisten wäre der Stress zu groß, oder?

    Toll fände ich allerdings noch andere Kleintiere und andere Tierhalten mitzunehmen. Vielleicht könnte man am Ende ein Quiz veranstalten und wer die meisten richtigen Antworten gibt, bekommt einen kleinen Preis.

    Das Beste wäre einige Tage vorher schon mal ohne Tiere hin zu gehen und ein bißchen was zu erzählen. Die Lehrerin gibt offen zu, daß sie nicht viel Ahnung hat und möchte lieber, daß ich die Kinder vorbereite.

    Für mein Kaninchen wäre das kein Problem. Sie tobt immer mit den Kindern durch den Garten. Besondern Spass hat sie am Sandkasten, an Wettrennen und Verstecken spielen......

    Ich glaube, es ist noch viel Planung und Vorbereitung nötig, bis das Projekt wirklich starten kann....

    LG Elfriede :winke:
     
  12. #11 Elfriede, 22.07.2004
    Elfriede

    Elfriede Schweinchen-Guru

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    Schieb,

    erst kamen soviele Antworten und jetzt..........

    Bitte sagt mir doch noch wie ich meine Meeries auf so einen Schulbesuch vorbereiten sollte.

    LG Elfriede :winke:
     
  13. Gast

    Gast Guest

    Hi,
    ups, habe keine Benachrichtigung per Mail mehr bekommen hierzu:-)

    Vorbereiten, hmmm, habe ich eigentlich in dem sinne überhaupt nicht.
    Nimm die Schweinchen, die am ruhigsten und gelassensten sind.

    Mit der Lehrkraft würde ich absprechen, das Du zweimal hingehst, das erste mal ohne Schweinchen, dann kannst du auch in eta abschätzen, wie die Kids reagieren.
    Nimm Bücher, Bilder oder sonstiges mit dabei kannst du ihnen ja schon mal gut erklären, das es keine Kuscheltiere sind und das sie sich schnell erschrecken und angst haben.

    Dann bei dem zweiten Termin würde ich die Schweinchen in einen Nebenraum stellen und erst wieder kurz mit den Kids reden, danach die Schweinchen holen und auf Deinen Schoß nehmen, dann dürfen alle nacheinander nach vorne kommen und anschauen, evtl. auch streicheln (kommt auf Deine Schweine an).

    Liebe Grüße
    andrea
     
  14. #13 Cathrin, 22.07.2004
    Cathrin

    Cathrin Guest

    Hi,
    ich bin selber GS-Lehrerin und habe, als meine Klasse in der 2. war, eine unserer Dreier-Gruppen mitgenommen.
    Ich weiß, dass es ihnen sonst sehr gut geht, ... da mussten sie dann einfach mal durch.
    Die Kinder wissen, dass ich 9 Meeris habe und waren sehr neugierig darauf, weil ich auch oft von ihnen erzähle und alle 9 an der Klassentür als Foto hängen. Man erreicht mehr in Bezug auf artgerechte Tierhaltung, wenn die Kinder mal persönlich diese Tiere kennen.
    Gerade in dem Alter ist es wichtig , mit "Anschauungsmaterial" zu arbeiten.
    Aber es war der Klasse auch klar:
    Es muss sehr leise sein, wenn die Tier ein die Klasse kommen,
    kein Kind bleibt in der Pause drin, da die Meeris Erholung brauchen und ich setze einzelnen Kindern die Tiere zum Streicheln auf den Schoß - es gibt kein Gedrängel und keinen Pulk um die Tiere!
    Verabrede also vorher mit der Klasse Regeln, die du für die Tiere sehr wichtig hälst! Bereite die Klasse vor, nicht die Tiere
    Es wird nicht der beste Tag im Leben deiner Meeris sein,
    aber immerhin:
    Seitdem haben 2 Kinder zu ihren Einzel-Meeris Partner gekauft und die Klasse weiß: Meeri und Kaninchen gehören NICHT zusammen.
    Das war es meiner Meinung nach Wert.
     
  15. #14 Cathrin, 22.07.2004
    Cathrin

    Cathrin Guest

    Vergessen!

    Ansonsten haben m. M. nach Tiere nichts in der Schule zu suchen!
    Wer kümmert sich, wenn die Tiere krank werden?
    Die Schulen sind absolut Lleite!!!
    Oder glaubt ihr, Lehrerinnen (...mit wenigen Ausnahmen:D ) gehen in der Freizeit zumTA und päppeln ggf. die Tiere auf?
    Fluchttiere wie Meeris und Kaninchen sind so oder so ungeeignet.
    Frag mal nach der Kostenübernahme im Krankheitsfall....
    Was ist, wenn ein Hund z.B. ein Kind beißt, weil das Kind sich dumm verhält. Wie ist es mit der Versicherung?
    Was ist, wenn ein Kind plötzlich allergisch reagiert und die Eltern sauer werden....
     
  16. Lillo

    Lillo Guest

    Re: Vergessen!

    Klar, das sind natürlich Sachen, die vorher abgeklärt werden müssen! Die Schulleitung, Kollegen, Eltern und nicht zuletzt die Schüler müssen damit 100% einverstanden sein und der Hund muss sicherlich eine geeignete Persönlichkeit haben:
    "Ein Schulhund muss bestimmte Voraussetzungen mitbringen. Er darf weder schreckhaft noch ängstlich sein, darf bei Menschenansammlungen nicht nervös werden, muss absolut aggressionsfrei sein und einen Grundgehorsam haben."
    Wenn das alles gegeben ist, seh ich da keine Probleme. Und falls plötzlich doch Allergien auftauchen sollten, bleibt der Hund halt zuhause..

    Ich bin natürlich auch nicht der Meinung, dass z.B. ein Käfig mit Meerschweinchen zu jeder Klasseneinrichtung gehört.. Der Hund in dem Beispiel gehört ja auch dem Lehrer. Aber, ich denke wenn der Lehrer sowieso Hunde hat und es gut läuft in der Klasse, dann ist es auf jeden Fall eine Bereicherung für die Schüler. Das gleiche gilt für Meerschweinchen, Kaninchen, Hamster etc: kein Tier kann so einer ganzen Klasse oder der Schule "gehören". Die volle Verantwortung trägt der Lehrer.

    Ich finde es einfach sehr wichtig für die Entwicklung von Verantwortung und sozialen Kompetenzen der Kinder in diesem Alter.
     
  17. #16 Cathrin, 23.07.2004
    Cathrin

    Cathrin Guest

    Natürlich, Lilo, gebe ich dir Recht, dass das Lernen von Verantwortung und soz. Kompetenz für Kinder ungeheuer wichtig ist.
    Ich frage mich nur zunehmend, ob Schule alles leisten kann und muss! Was in 6 Jahren zu Hause verbockt wurde, kann eine GS an mangelnder soz. Kompetenz in 4 Jahren nicht auffangen!!!
    Ich kenne auch eine Schule, an der die Direktorin ihren Hund mitnimmt - und das ist echt Spitze. für Hund, Kind & Direktorin! (... auch wenn viele Kolleginnen es nicht doll finden...)

    Aber wie du sagst: die Tiere müssen EINER Person fest gehören!
    Kaninchen gestiftet bekommt und dann die Tiere jämmelrich eingehen, weil sich im Krankheitsfall keiner verantwortlich fühlt.
    Leider habe ich schon oft die Errfahrung gemacht, dass Lehrerinnen nicht gerade zu der tierfreundlichsten Art Mensch gehören... oder mein Kollegium ist da die Ausnahme...:mad:
     
  18. #17 Elfriede, 23.07.2004
    Zuletzt bearbeitet: 23.07.2004
    Elfriede

    Elfriede Schweinchen-Guru

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    Hy,

    das sind ja schon mal eine Menge Tips! Danke!

    Wenn ich so sehe, wie hier die Nagetiere gehalten werden, bekomme ich das kalte Grausen! Hier werden Meeries zu dritt in Hamsterkäfigen gehalten und Ninis in Boxen, die so groß sind wie ein Din-A4-Seite.....

    Ich merke, daß es nicht reicht, meine Haltung und meine glücklichen (ich hoffe) Tiere zu zeigen. Dann halten die mich einfach für spinnert und machen so weiter wie vorher auch.

    Deshalb hatte ich mich mit dem Schulleiter vor einiger Zeit darüber unterhalten, daß man mit der Aufklärung schon bei den Kindern in der GS anfangen sollte, damit sich was ändert.... Er war auch sehr einsichtig und hat jetzt deshalb den Vorschlag gemacht, ich solle doch mit den Tieren in die Schule kommen....

    Ich denke, daß ein oder zwei Besuche in der Schule nicht reichen werden, um wirklich etwas zu ändern. Wenn mein neuer Stall fertig ist, will ich hin und wieder mal zwei oder drei Kinder zu mir holen. Sie können dann sich zu den Böcken in den Stall setzen und die Böcke und Kaninchen streicheln (natürlich unter Aufsicht und so, daß die Tiere notfalls flüchten können).

    Vielleicht kann ich so ganz langsam durch mein Vorbild etwas ändern!

    Übriegens denke ich nicht, daß es hier mit Schultieren im Krankheitfall oder in den Ferien Probleme geben würde. Der Förderverein ist bereit das Projekt zu unterstützen. Eine Freundin und ich würden die Versorgung im Krankheitsfall oder im Urlaub sicher stellen. Aber so weit sind wir noch nicht, sind ja noch in der Vorplanung.....

    LG Elfriede :winke:
     
  19. Lucie

    Lucie Guest

    Ich bin bisher regelmäßig mitu nseren Frettchen in Schulen gegangen. Dazu mußten die Kinder leise sein (was sie immer auch gern taten), auf den Tischen sitzen, mit Beinen hoch (was ihnen auch Spass machte, weil es sonst verboten war) und dann habe ich unsere beiden Frettchen laufen gelassen. (Vorher alle Gefahrenquellen beseitigt) Die Kinder waren immer mucksmäuschen still und total interssiert und gespannt! Unsere beiden Kobolde rannten dann munter herum, kraxelten in Schulranzen und wieder raus, hüpften auf die Kinderstühle und wieder runter...

    Währenddessen habe ich kindgerecht über artgemäße Frettchenhaltung gesprochen, ihre Pflege, ihre Ernährung, eben alles rund ums Frettchen.

    Dann folgte eine Runde Streicheln, mein Sohn und ich gingen mit je einem Freggel durch die Reihen und jedes Kind durfte sie mal streicheln. Hinterher gab es für die Frettchen Vitaminpaste zur Belohnung. Und sie kamen wieder in ihren Kennel.

    Danach konnten die Kinder noch alles fragen, was sie bewegte. Da kamen wir auch zu Einzelhaltung und zu Fragen wie: "Ich hab ein einziges Kaninchen, das ist aber glücklich so!" Oder: Ich habe ein Meerschweinchen und ein Kaninchen..." etc.
    Ich habe die Kinder gefragt, wie sie sich fühlen würden, wenn zum Beispiel ein Raumschiff sie auf einen fernen Planeten brächte. Da gäbe es Essen und ein Bett und Spielsachen, aber keine anderen Menschen. Vielleicht beköämen sie einen Schimpansen zur Gesellschaft. Wie würden sie sich fühlen?
    Die Kinder wurden immer sehr nachdenklich und es gab noch Tage hinterher Gespräche dazu. :-)

    Am Schluß verteile ich immer Kopien mit den wichtigsten Punkten, mit Fotos dazu. Dazu gibt es noch Anmalbilder.

    Ist immer eine total schöne Sache und ich habe das sehr gern gemacht. Frettchen lieben Abwechslung und unsere beiden haben es sehr genossen. Nun ist die Fähe leider schwer krank, da gibt es solcheBesuche natürlich nicht mehr.

    Ich kann zu solchen Aktionen nur raten, es ist für beide Seiten sehr lehrreich und bringt wirklich viel.
    Mein nächster Hund wird ausgebildet, das habe ich mir fest vorgenommen und dann werden wir Senioren im Altersheim besuchen. :-)

    Ich wünsche Dir viel Spass und Freude mit dieser Aktion!
     
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  21. Blondi

    Blondi Guest

    Ich hatte unsere Welpen mit in der Schule und im Kindergarten. Da die Hunde Lärm und Trubl und Kinder gewöhnt waren, machte es ihnen nichts aus. Und die Kinder waren begeistert. wir haben über Hunde im Allgemeinen und ihre Haltung (Mühe, Urlaub usw )gesprochen und es war toll.
    Wenn man ruhige, gelassene Tiere mitnimmt, die Trubel und Umgebungsänderung gewöhnt snd, dann ist es kein Problem.
    Vor allem sollte die Klasse vorbereitet sein.
    Der leichte Streß, der für die mitgebrachten Tiere entsteht, wird durch das Wohl der anderen Tiere (Einzelhaltung usw) mehr als aufgehoben.
    Eine Alternative wäre ein Besuch bei einem Meeribesitzer/Züchter zuhause: Da bleiben die Tiere in der gewohnten Umgebung und die Klasse ht einen Ausflug!
     
  22. #20 maiglöckchen, 24.07.2004
    maiglöckchen

    maiglöckchen Guest

    Hmm, es wäre ev. auch Hilfreich, einen artgerechten Käfig mitzunehmen. Also genügend gross, ev. mit einer Etage, Hängematte, Kuschelrolle drin, mit frischen Zweigen an denen die Tiere knabbern und natürlich einem Häuschen, da es ja Fluchttiere sind.
    Da könnten die Kinder auch sehen, wir eine glückliche Zweiergruppe lebt, was man ihnen gutes tun kann, und dass sie keineswegs immer nur apatisch in einer Ecke sitzen müssen!

    Noch besser finde ich allerdings Besuche beim Meeribesitzer zu Hause. Wir haben unsern Garten neben dem Gehweg, und bei schönem Wetter sitzen wir oft vor dem Auslauf und beobachten unsere muntere Truppe beim rumflitzen.... Schon mancher Spaziergänger ist stehengeblieben, und kurz reingekommen, und fand: "die haben es aber schön hier". Wenn jemand mal sieht, wie begeistert die in der Gruppe leben und den Platz zu schätzen wissen, tut einem ein einsames Schwein im kleinen Käfig fast automatisch leid :eek:

    Lg, Mirjam
     
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