Management bei Entzündung/Veränderung Kiefergelenk

Diskutiere Management bei Entzündung/Veränderung Kiefergelenk im Krankheit/Kastrationsfragen Forum im Bereich Meerschweinchen; Hallo, ich hätte gerne von euch Info's zum, vor allem langzeit, Management von Schweinchen mit Veränderungen im Kiefergelenk...

  1. #1 Bobnzorro, 21.03.2015
    Bobnzorro

    Bobnzorro Schweinchen-Häuptling

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    Hallo,

    ich hätte gerne von euch Info's zum, vor allem langzeit, Management von Schweinchen mit Veränderungen im Kiefergelenk (entzündlich/athritisch).

    Mein Kastrat Eddie ist jetzt gut 2,5 Jahre alt und hat scheinbar ein deutlich angeschlagenses Kiefergelenk rechts.

    Die ganze Geschichte fängt damit an, dass ihm (bereits vor ca 6-8 Monaten) einer der oberen Schneidezähne "abhanden gekommen" ist. Der Zahn würde braun und wächst einfach nicht mehr nach. Das machte ihm soweit keine Probleme. Gefressen hat er super und war eigentlich immer eher zu fett.

    Vor ein paar Wochen hörte er von einem auf den anderen Tag auf zu fressen. Ich hatte schon damit gerechnet, dass das vielleicht mal passiert (eben wegen des fehlenden Schneidezahns). Also auf zum TA. Dort wurden ihm die Zähne gemacht. Ohne Narkose, anschließend gab's noch ordentlich Schmerzmittel und Loxicom für eine Woche.

    Danach wurde er nur leider nicht besser, eher schlechter. Er ließ sich gut päppeln kam aber nicht wieder zum fressen und war einach nur unglücklich. Also wieder zum TA nochmal nach den Zähen geguckt (diesmal unter Narkose) die sahen aber gar nicht schlecht aus. Wieder mit Loxicom für eine Woche nach Hause. Die TÄ erwähnte im Nebensatz, dass neue Studien gezeigt haben, dass bei Meeris mit Zahnproblemen ganz oft das Problem aus dem Kiefergelenk kommt. *hmmmmm*

    Wieder habe ich ein paar Tage gewartet und keine deutliche Verbesserung erkennen können. Mittlerweile habe ich angefangen wieder Wiese zu füttern (ist ja noch recht früh) und das klappt gut. Nur Heu und Gemüse frißt er fast nicht. Mit TroFu (Supreme Science Selective) und Gras hält er zum Glück das Gewicht (!) aber das ist ja keine Dauerlösung...

    Die Bemerkung mit den Kiefergelenksveränderungen hat mich irgendwie nicht in Ruhe gelassen, also hab' ich Eddie's Kiefer mal abgetastet und siehe da, auf der einen Seite hat er eine ordentliche Auftreibung und ist sehr druckenpfindlich. (Mensch, was hab' ich jetzt ein schlechtes Gewissen, dass wir die erste Behandlung ohne Narkose gemacht haben!)

    Also wieder zum TA. Die TÄ hat von einem Röntgenbild erstmal abgeraten, dazu müßte Eddie nochmal narkotisiert werden und die Behandlung wäre eh die gleiche.

    Er hat Cortison gespritzt bekommen (und ich nochmal Loxicom für 5 Tage nach dem Cortison). Das Cortison hat wahre Wunder bewirkt! Kaum zuhause angekommen hat Eddie sich auf's Heu gestürzt. Nur leider hält Cortison nicht ewig vor. 7 Tage nach der ersten Cortisonspritze hat er nochmal eine zweite bekommen, aber so kann es ja nicht weitergehen...

    Also, zurück zu meiner Frage:

    Wie handhabe ich meinen Kleinen Kieferkandidaten in der Zukunft?
    Wer hat Erfahrungen/Tipps für mich?
    Wie sinnvoll wäre ein Röntgenbild?
    Gibt es irgendwelche Mittelchen die ich geben könnte die bei Entzündungen/Athrosen helfen könnten?

    Vielen Dank!
     
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  3. #2 Angelika, 21.03.2015
    Angelika

    Angelika Herr der Schweinchen

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    AW: Management bei Entzündung/Veränderung Kiefergelenk

    Ich lasse bei JEDEM zahnauffälligen Tier (bisher 3) erst einmal ein Röntgenbild machen - schon um zu sehen, was wirklich los ist, und wie und wo man eingreifen muss.
    Beim letzten (vor drei Wochen) waren die Schneidezähne schief abgenutzt: Ein Schneidezahn war locker. Das Röbi zeigte, dass das Zahnfach (geht beim unteren Schneidezahn ja bis weit unter die Backenzähne) durch die Bewegung des Zahnes bereits erste Veränderungen zeigte. Der Wackelzahn wurde gekürzt, die anderen schön beigeschliffen. Nach einer Woche war der Zahn wider fest. Wäre die Veränderung größer gewesen, hätten wir diesen Schritt ausgelassen, und gleich eine Spange angelegt, bzw. im schlimmsten Fall gezogen, ohne vorher groß herum zu probieren.
    Wenn da bei deimen eine Auftreibung ist, ist die Frage, ob es überhaupt mit dem Zahnproblem ist, Arthrose, oder ob ein Tumor oder ein Abszesse vorliegt. Während meines Urlaubs hatte eines meiner Schweine einen Abszess am Unterkiefer, meine Schwester hatte das Tier bei ihrer TÄ vorgestellt, die meinte: Kieferabszess, von einem Zahn (ohne Röngten) - zur Weiterbehandlung kam das Tier in die Klinik: Geröngt, und siehe da, kein Zahnabszess, sondern ein ein eingespiester Heuhalm, der einen Abszess verursacht hatte ...
    Ich kann röntgen (neben einem Zahnspezialisten für kleine Heimtiere!!!) nur empfehlen. Hier in der Klinik wird es ohne gemacht, oder mit ganz kurzer Sedierung, die Bilder sind gestochen scharf (digital).
     
    Nanouk und Heidi* gefällt das.
  4. Heidi*

    Heidi* LIEBHABER

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    AW: Management bei Entzündung/Veränderung Kiefergelenk

    Angelika, darf ich diesen ausführlichen Text für meine HP haben??
    Thx.

    Und bitte noch den TA für, .... Danke.
     
  5. Nanouk

    Nanouk Schweinchen-Guru

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    AW: Management bei Entzündung/Veränderung Kiefergelenk

    Schließe mich Angelika an!
     
  6. #5 Angelika, 21.03.2015
    Angelika

    Angelika Herr der Schweinchen

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    AW: Management bei Entzündung/Veränderung Kiefergelenk

    @ Heidi: Klar kannst du haben (abzüglich der Tippfehler ^^).
    "Meine" Zahnspezialistinnen sind Frau Vetter und Frau Dr. Martin in der Kleintierklinik Egelsbach (beide sind auch Meerschweinchen-Spezialistinnen)
     
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