Kleines, verfressenes Zickchen

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  1. #1 Unregistriert, 14.05.2011
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    Unregistriert Guest

    Hallo liebe Schweinchenfreunde,

    ich habe folgendes "Problem":

    Ich habe letzte Woche Sonntag zwei Meerschweinchen aus einer privaten Haltung übernommen, da die Besitzer keine Zeit mehr für die Tiere hatten und ich neue Gesellschaft für meine Nala (ist 5 1/2 Jahre alt) gesucht habe. Das Böckchen (Oscar, kastriert, soll 5 Jahre alt sein und ist extrem schüchtern) ist leider seeeeehr dürr und sein Mädel (Lilly, soll ca. 3 Jahre alt sein) dagegen ist ein kleiner dicker Brummer, der quasi Oscar und Nala essen könnte, ohne das man sehen würde, dass sie zwei Meeris verschluckt hat!

    Es ist jetzt so, dass die drei seit gestern Abend im Zimmerfreilauf zusammen sitzen (ich wollte den beiden erst noch ein paar Tage Ruhe gönnen, da es Sonntag auch so heiss war, dass Oscar zusammengebrochen ist, kaum das wir mit den beiden zu Hause angekommen waren, und wir noch zum Notfall TA mussten) und habe deshalb bis gestern gewartet. Ausserdem ist es am Wochenende ja leichter ständig dabei zu sein und die Schweinchen im Auge zu behalten :-)!

    Zu meinem "Problem":
    Nala ist es eigentlich gewohnt untergebuttert zu werden, da ihre verstorbene Freundin (die war 1 Jahr alt als Nala mit ca. 6 Wochen zu ihr kam und ist vor kurzem verstorben :-() eine kleine dominante Futterneiderin war, die sie aber dennoch immer an ihrem Napf hat fressen lassen.

    Lilly dagegen ist so dominant, dass sie die beiden aber gar nicht in Ruhe futtern lässt, weshalb ich glaube, dass Oscar deshalb auch so dünn ist. Nala und Oscar scheinen sich manchmal auch nicht zu trauen zu fressen, wenn Lilly in Sichtweite ist. Die sitzen dann wie erstarrt am Napf, Pfötchen auf dem Rand und rühren sich nicht. Lilly ist gestern relativ schnell zur Chefin geworden. Nala muss auch jetzt zwischendurch noch ein bisschen Fell lassen, meist am Popo oder der Seite, weil Lilly sie manchmal einfach ärgert, provoziert und auch grundlos (wenn Nala vorbeiläuft oder irgendwo liegt und döst ist das schon fies^^) beisst. Blut ist bisher aber noch keines geflossen, weshalb man es wohl noch als "normale" Vergesellschaftung bezeichnen kann?!
    Oscar hält sich aus allem raus und verzieht sich meist und auch Nala sitzt jetzt eher etwas verstört in einer Ecke und weicht fast immer zurück wenn Lilly meint "aufmucken" zu müssen. Nur hin und wieder, falls Lilly zu sehr zu nerven scheint, bekommt sie einen Schnapper auf die Nase, was sie aber nich wirklich davon abhält, Nala, und manchmal auch Oscar, weiter zu ärgern. Die drei haben jeweils 3 Näpfe mit Futter und Wasser verteilt im Freilauf stehen und natürlich auch genügend Heu das überall verteilt ist. Frischfutter gibt es zwischendurch auch genügend und auch so, dass jeder wenigstens ein bisschen bekommt, bis eben Lilly kommt.

    Nala und Oscar scheinen sich zu mögen, denn die beiden beschnuppern sich zwischendurch, schleckern auch manchmal den anderen ab und quieckeln sich ganz leise und freundlich an.

    Lilly und Oscar dagegen führen, dass kann ich jetzt nach der knappen Woche sagen, eine Beziehung wie ein Paar das nach 30 Jahren Ehe eigentlich nur noch nebeneinander her lebt. Keiner interessiert sich wirklich für den anderen und kuscheln ist nicht. Dabei scheint Oscar ziemlich kuschelbedürftig zu sein, was auch auf Nala zutrifft. Deshalb verstehen sich die beiden vielleicht auch.

    Meine Sorge ist jetzt einfach, dass Oscar zuerst verhungert und dann Nala (die hat ja noch ein paar Speckreserven ;-))!!! Ok, dass sie verhungern wird sicher nicht passieren, aber die beiden scheinen sich einfach nicht wohl zu fühlen. Sobald Lilly kommt ist Schluss mit quieckeln, schnuppern und harmonischem Beisammen sitzen. Ausserdem scheint sich Lilly zwischendurch ein bisschen zu langweilen, was ich verstehen kann, denn sie ist ja noch ein jünger Hüpfer. Ich hab auch Angst, dass sie den beiden einfach zuviel Stress zumutet. Nala und Oscar sind eben schon älter und daher sind auch die Ruhephasen länger, die werden aber immer von Lilly unterbrochen.

    Ich wollte euch deshalb jetzt mal fragen (endlich, nach so einem langen Text *g*) ob es clever wäre entweder noch ein jüngeres Weibchen (vielleicht sogar erst ein paar Wochen alt, damit es noch den Babybonus hat?) dazu zu setzen, damit Lilly eine Ablenkung hat und die beiden alten Herrschaften ihre Ruhe haben? Bei drei Schweinchen wird es schliesslich schon schwieriger die alle immer von den Näpfen zu verjagen. Oder sollte ich Lilly von den beiden trennen und ihr eventuell einen anderen Kastraten dazu setzen? Ehrlich gesagt hätte ich in dem Fall aber Angst, dass der dann entweder auch total schüchtern ist und ebenfalls nich ans Futter gelassen wird, oder das er so dominant ist, dass die beiden sich total bekriegen.

    Wie gesagt, die sitzen erst seit gestern Abend zusammen und ich hab immer wieder gelesen, dass so eine VG oft einige Tage oder sogar Wochen dauert und sowohl für die Menschen, als auch für die Tiere sehr stressig ist. Sollte ich jetzt einfach weiter gucken und abwarten wie die sich vertragen? Ich find's halt insofern schlimm weil Oscar und Nala eben überwiegend wirklich verängstigt in einer Ecke oder einem Versteck hocken und sich nicht rühren und weil eben Lilly Nala oft grundlos ärgert, obwohl diese sich schonlängst unterworfen hat. Die brommselt gar nicht mehr und quieckt nur noch ängstlich so nach dem Motto "bitte, lass mich doch in Ruhe!" wenn Lilly sie jagt und hat sich auch so vom restlichen Verhalten her unterworfen.

    Ich würde mich total über gute Ratschläge freuen und die Schweinchen sicher auch! :-)

    Liebe Grüße

    Sabine
     
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