Kiefergelenkentzündung

Diskutiere Kiefergelenkentzündung im Krankheit/Kastrationsfragen Forum im Bereich Meerschweinchen; Hallo, mein Böckchen Henry hat eine Kiefergelenkentzündung. Bin schon seit Anfang Mai mit ihm in Behandlung bei einer Tierärztin und leider...

  1. womby

    womby Schweinchen-Junior

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    Hallo,

    mein Böckchen Henry hat eine Kiefergelenkentzündung.
    Bin schon seit Anfang Mai mit ihm in Behandlung bei einer Tierärztin und leider wurde durch verschiedene Antibiotika und Schmerzmittel + OP's keine Besserung erzielt...
    Der Kiefer steht dadurch schief und die sonst total gesunden Zähnchen können sich nicht abnutzen.
    Die Tierärztin und ich sind letzte Woche so verblieben, dass wir ihn nicht weiter mit ständigen OP's, AB und Schmerzmittel "quälen" wollen und ich ihm jetzt noch ein paar schöne Tage oder auch Wochen mache, bis er auch aufgibt und wir ihn dann erlösen... :runzl:

    Diese Entscheidung ist nun eine Woche her.
    Seitdem habe ich es leider nicht mehr geschafft, ihm Schmerzmittel ins Mäulchen zu geben. Allerdings frisst er momentan richtig viel und scheint auch munter zu sein.

    Ich frage mich nun, ob man ihm wirklich nicht doch noch irgendwie helfen kann?! Leider sammelt sich durch die Entzündung immer wieder Eiter in seiner Backe, diese wurde fast täglich gespült bisher, seit Anfang Mai der Abzess der sich gebildet hat aufgeschnitten wurde...

    Mein armer Kleiner....ich bin so traurig!
    Hat jemand vielleicht Erfahrungen mit einer ähnlichen Geschichte? Wie lange dauert es, bis man ihn besser erlöst? Will ihn ja auch nicht unnötig quälen....:runzl:

    Würde mich über Antworten freuen!
     
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  3. Mitzi

    Mitzi Schweinchen-Senior

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    Meine Luzi ist 5 und vor ca. einem Jahr wurde eine Kiefergelenksarthrose bei ihr festgestellt. Das sah man am Röntgenbild. Alle paar Monate hat sie dann auch ein entzündetes Kiefergelenk und kann nicht richtig essen. Wenn ich das merke (sieht man am seltsamen Kauverhalten) geht es sofort ab zum TA und dann werden die Zähnchen erst mal geschliffen und sie bekommt so ca. 3-4 Wochen Metacam als Schmerzmittel und Entzündungshemmer. Dann ist es wieder einige Monate gut. Je älter sie wird desto kürzer werden wahrscheinlich die Abstände. Aber sie ist immer gut drauf. Das Metacam nimmt sie freiwillig und gerne. Während der Behandlung mit Metacam gebe ich ihr immer noch etwas für den Magen/Darm (BeneBac und Rodicare akut). Wenn ich das Metacam nicht lange genug gebe, hilft es nicht bei der Entzündung. Ich hatte zuerst gedacht 1-2 Wochen müssten reichen, aber das ist nicht lang genug.
    LG, Mitzi
     
  4. Muggel

    Muggel Chef der Muggelbande

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    Wo wohnst Du denn? Vielleicht kann man Dir ja einen guten Ta für diese Sache empfehlen.
     
  5. womby

    womby Schweinchen-Junior

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    Danke erstmal für eure Antwort!

    Röntgenbilder von Henry wurden auch gemacht, Anfang Mai zu Beginn der Behandlung und vor einer Woche nochmal.
    Darauf sieht man, dass die Entzündung sich minimal verschlechtert hat, die Knochenstruktur auf der kranken Seite ist fast gar nicht mehr zu erkennen rund um die Entzündung. Die Zahnwurzeln sind auch ganz ungleichmäßig, also keine schöne gerade Reihe wie auf der anderen Seite.
    Man erkennt dort eigentlich nur so ein Wirr Warr, auf der gesunden Seite ist alles schön gleichmäßig angeordnet, also Zähne und Knochenstruktur.

    Henry wehrt sich eben inzwischen total, sobald ich ihn rausnehme um ihm Medizin zu geben. Mein Freund und ich haben zu zweit echt große Probleme, ihm Medizin zu geben. Er wehrt sich einfach zu sehr.

    Übrigens wohne ich in Bonn! Was meinst du denn was ein anderer Tierarzt noch machen könnte Muggel?
    Meine Tierärztin ist auch sehr Meerschweinchen erfahren und auch in Zahnheilkunde...
     
  6. Muggel

    Muggel Chef der Muggelbande

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    Ich meinte damit, das Du evtl. mal zu einem zweiten Ta gehen solltest. Evtl. auch einem der sich auf Zahnheilkunde beim Meerschweinchen spezialisiert hat. Da gäbe es u.a. Dr. Schweigart in Unna/Holzwickede. Da fahre ich z.B. mit meiner Abby regelmäßig hin. Sie hatte eine dicke Zahnwurzelspitzenentzündung.

    Aber wenn sich die Knochenstruktur schon auflöst, wird man da nichts mehr machen können. Der Eiter bei Meerschweinchen und Kaninchen ist sehr aggressiv und greift den Knochen halt schnell an. Aufgelöste Knochenstruktur kann man nicht mehr heilen.

    Aber evtl. wäre ja eine zweite Meinung auch gar nicht so schlecht, schon alleine darum das man dann weiß das man wirklich alles mögliche getan hat. Ich bin dann so ein Mensch, der sich schnell Vorwürfe macht wenn ich keine zweite Meinung habe.
     
  7. womby

    womby Schweinchen-Junior

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    War bereits bei einem anderen Arzt zuvor, der sich anscheinend nicht wirklich mit Meerschweinchen, geschweige denn mit Zahnproblemen auskannte....
    Bei ihm hieß es, dass das vom Ohr kommt....äh ja!

    Meine jetztige Tierärztin hat Weiterbildungen in Bereich Nager/Heimtiere und Zahnheilkunde gemacht und kommt wirklich sehr kompetent rüber. Man merkt, dass sie Ahnung davon hat, was sie tut!

    Letzten Freitag hatte die Ärztin wie gesagt nochmal unter Narkose die Zähnchen abgeschliffen und den Eiter aus der Wunde geholt. Danach war dort auch keine Beule mehr, Henry sah endlich wieder normal aus!
    Eben ist mir dann aufgefallen, dass die Backe wieder etwas dicker war. Hab ihn mir dann mal rausgeholt und gefühlt und ja, da ist wieder Eiter drinne....:uhh:

    Die Frage ist jetzt eben, wie lange ich ihn in diesem Zustand lassen soll...
    Wenn du, Muggel, auch sagst, dass man wahrscheinlich nichts mehr machen kann wenn sich der Knochen schon auflöst, wie lange wird er noch haben, ohne sich zu quälen? Kannst du mir dazu vielleicht was sagen?
     
  8. Muggel

    Muggel Chef der Muggelbande

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    Da kann ich Dir leider nicht zu sagen. Jedes Schweinchen ist da anders. Aber wenn der Knochen schon so schwammig aussieht, wird er Schmerzen haben. Ich würde auf jeden Fall Schmerzmittel geben!
    Mag er Combex Na (ehemals Vitakombex)? Wenn ja, dann verabreiche ihm das Schmerzmittel gemischt mit dem Combex. So bekomme ich hier alle Medikamente ins Schwein, ohne das ich das Schwein rausfangen muß. Das wird hier dann total freiwillig aus der Spritze genommen.

    Habt ihr mal Leukasekegel ausprobiert? Damit habe ich einen hartnäckigen Abszeß am Kinn wegbekommen. Das hat aber auch Wochen gedauert. Allerdings war da der Knochen nicht angegriffen.
     
  9. #8 Sternfloeckchen, 21.06.2013
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 21.06.2013
    Sternfloeckchen

    Sternfloeckchen Guest

    Sagen Sie mal "A" - macht das Schwein nicht mehr mit...

    Ich kann mir vorstellen, in welchem Konflikt Du bist.

    Folgendes:
    Die Kiefermuskulatur ist die stärkste Muskulatur am Schwein. Schweine wollen diese auch benutzen können. Das bedeutet, die meerschweinische Lebensqualität ist eng damit verknüpft, das das Fressen Freude macht und schmerzfrei vonstatten geht und der Bauch genügend gefüllt werden kann.
    Wenn wir als Halter unser krankes Tier mit Medis/oral und päppeln vorübergehend bei der Stange halten können auf dem Weg einer Heilung, ist das gut.
    Diese orale Versorgung geht auch nur, so lange das Tier mitmacht - wenigstens einigermassen mitmacht/-machen kann. Früher, als es noch keine fertigen Päppelbreie gab und man die Küche um schmackhaftes Breichen bemühte, kam es häufig vor, dass die "Zwangsfütterung" schlichtweg am Patienten gescheitert ist...das hat sich methodisch schon sehr verbessern können in den letzten 10 Jahren.

    Zahn-/Kieferbeschwerden sind schmerzhaft, sehr schmerzhaft für die Tiere und es verwundert nicht, dass dann die Patientenmitarbeit, auch im Fall von Schmerzmittel Metacam - was den MS auch noch verhältnismäßig gut schmeckt - verweigert wird.
    Wenn der Halter schon das Schmerzmittel oral dem Tier nicht geben kann (weil Tier nicht mitarbeitet) ist die Prognose sowie so sehr schlecht für Deinen Patienten, weil Du ihm die Schmerzen nicht erleichtern kannst.
    Wenn Du ein willenstarkes MS vor Dir hast, wird sich Dein Tier so lange damit selber abquälen, Nahrung aufzunehmen, bis es verhungernd vor Dir sitzt. Haben wir auch alles schon bei Zahnpatienten, die über Monate in Unterstützung waren, erlebt (unsere Sache dauerte mit "alles versuchen inkl. TA" 8 Monate).

    Du hast noch nicht geschrieben, wie weit der Gewichtsverlust im Verlauf bereits
    voran geschritten ist. Kritisch wir die gesamtkörperliche Verfassung bei einem Gewichtsverlust ab 30 % und mehr vom Ausgangsgewicht.

    Also, was ich Dir sagen will:
    Es kommt nicht darauf an, wieviel Zeit Dein Tier noch hat.
    Die Prognose ist nach Deinem Bericht inklusive RöBi und TA-Einschätzung und eurer (vernünftigen!) Absprache gemäß infaust.

    Es kommt jetzt nur noch darauf an, dass Du loslässt.

    Der erste und damit meiner Erfahrung mit derartigen - schlecht prognostizierten - Gebissgeschichten, wo schon Schmerzmittel nicht ausreichend verabreichbar sind, bei der nächsten TA-Behandlung, wie z. B. wenn Zähne kürzen oder Eiter ausspülen o.ä. manuell manipulative Massnahmen am Maul anstehen, da. Solche Massnahmen sind für MS strapaziös und "psychisch belastend".

    Das Gewicht ist auch ausschlaggebend. Sagen wir mal, ein 1000 gr Schwein ist auf 600 gr. abgefallen. Unter 600 gr wirds langsam kritisch, weil sich der Stoffwechsel verschiebt.

    Man lernt als engagierter Halter, da ausdauernd und hart für das Leben eines Schweinchens zu kämpfen, wo die Prognose es hergibt. Da, wo das nicht der Fall ist, hilft eine gutgemeinte Quälerei weder dem Tier noch dem Halter.
    Also keine hoffnungsfrohen Nachrichten...

    Nachtrag: Beisslast
    Bei Mitzis Beispielschwein sind - so lese ich es - die Zähne selber und Kieferknochen grundlegend noch in Ordnung. Demgemäß ist die Beisslast rechts/linksseitig noch gleich, so dass die Gelenksarthrose mit Metacam eine vergleichsweise gute Prognose hat. Bei Deinem Schwein ist das infolge des Kieferknochenzustands und folgend der Zähne einseitig irreparabel defizitär, d. h. die Beisslast wird nicht mehr ausbalanciert werden können. Sollten die Zähne einseitig gekürzt werden müssen, führt das nur zu weiterer Kieferverschiebung auf Dauer. Ich weiss aus Erfahrung, wie das beim Fressen aussieht und wohin das führt...


    LG von
     
  10. womby

    womby Schweinchen-Junior

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    Danke für deine Antwort Sternfloeckchen!

    Das ist alles sehr zutreffend was du da schreibst.
    Henry hat zu Beginn der Behandlung immer brav stillgehalten beim Medikamente oral geben. Inzwischen zieht er immer sein Köpfchen weg und quiekt laut und beschwert sich. Er hat es wohl schon selbst aufgegeben.
    Aus diesem Grund, um ihn nicht weiter jeden Tag unter Stress setzen zu müssen, habe ich die Medikamentengabe nun auch seit Anfang der Woche abgesetzt.

    Momentan läuft er noch munter durchs Gehege und frisst auch. Das Gewicht hält er auch. Solange das alles so bleibt, werde ich den Gang noch nicht wagen.
    Vor der Zahngeschichte hatte er immer so rund 1000g an Gewicht. Während der Behandlung war er mal auf knapp 800g runter, inzwischen hält er aber seit 3 Wochen das Gewicht zwischen 880g und 900g. Ich behalte das auf jeden Fall im Auge!

    Ich denke, mein Problem ist es wirklich, dass ich mich nicht trennen will. Wenn ich ihn so beobachte, wie er munter rumläuft, könnte ich direkt anfangen zu weinen, einfach weil es mir so leid für den Kleinen tut. Letztendlich muss ich selbst dann auch stark sein und ihn gehen lassen, das weiß ich. Trotzdem versuche ich dies noch etwas zu verdrängen, solange er noch in dem momentanen Zustand ist!

    Liebe Grüße
     
  11. #10 Sternfloeckchen, 21.06.2013
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 21.06.2013
    Sternfloeckchen

    Sternfloeckchen Guest

    Das Gewicht ist noch gut! Da wäre also noch Spielraum.

    Er wird quieken, weil er fürchtet, dass ihm das Mäulchen aufgeklappt wird und das tut ihm weh. Er quiekt prophylaktisch.
    Was er unbedingt braucht, ist jeden Tag eine Ladung Metacam. Wer weniger Schmerzen hat, will besser fressen.

    Kennst Du diesen Film? http://www.youtube.com/watch?v=LjNXr98t1zM

    Versuch mal, das Metacam mit der Finger-Übergreif-Methode bei nicht weit geöffnetem Mäulchen ins Schwein zu kriegen. Evtl. musst Du da auch Deine gefühlsmässige Zurückhaltung überwinden. Er braucht auf jeden Fall täglich Schmerzmittel, dann gibts eine Chance ggf. auftretende Abzesse noch bekämpfen zu können.

    P.S.: Bei dem Finger-über-Kopf zugreifen übe mal vorher an einem gesunden Schwein, dass Du nicht mit den Fingern auf die Kiefergelenke drückst/zugreifst sondern vielleicht hinter den Backenknochen zupackst.

    Viel Glück!

    LG von
     
  12. womby

    womby Schweinchen-Junior

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    Ja genau diese Methode versuche ich anzuwenden. Selbst da schafft er es, sich zu wehren, obwohl ich schon echt versuche, ihn so gut wie möglich im Griff zu haben.

    Habe ihm jetzt gerade nochmal Schmerzmittel gegeben, hat auch relativ gut geklappt. Beim zweiten Versuch wars im Mäulchen!
    Zudem ist die Wunde wieder aufgegangen und mir kam wieder ekelhaft stinkender Eiter entgegen...:runzl:

    Ich werde ihm jetzt auf deinen Rat weiter jeden Abend Schmerzmittel geben und dann Anfang nächster Woche nochmal Absprache mit meiner Tierärztin halten!

    Schönen Abend noch!
     
  13. #12 Sternfloeckchen, 21.06.2013
    Sternfloeckchen

    Sternfloeckchen Guest

    Er würde gegen den Eiter auch oral AB brauchen. Wichtig ist, dass die Medikamente den Meerschweinen gut schmecken. Du kannst diesbezüglich bei Deinem TA z. B. mal nach Baytril flavoured (Breitband AB und knochengängig) fragen. Das hat "Katzengeschmack" (wurde für Katzen entwickelt), d. h. es schmeckt MS besser als das normale Baytril.
    Dazu müsste dann auch die Darmflora gleich noch stabilisiert werden (Bene Bac Pulver z. B.) etc pp das volle Programm.

    Gut, dass Du Schmerzmittel rein bekommen hast. Das kann auch mit Päppelbrei gemischt werden oder mit Gurke hinterher "verbessert" werden. Wichtig ist, das Schwein bei der Medigabe/Fütterung so gut wie möglich bei Laune zu halten.
    Ausserdem wirkt Metacam ja auch leicht antientzündlich. Ja, versuch es weiter täglich damit.

    LG von
     
  14. #13 Karima, 22.06.2013
    Zuletzt bearbeitet: 22.06.2013
    Karima

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    Meine alte Dame bekommt immer mal wieder realtiv viel Medikamente und je nachdem auch mal Extraflüssigkeit. Früher nahm sie die Spritze so direkt im Käfig. Dann kamen Sachen die schmeckten nicht usw. Da ging dann nix mehr. Habe dann rumprobiert, sie steht voll auf den Kinder-Apfel/Bananensaft. Den mische ich 1:2 mit Wasser und seither gehts wieder gut, übertönt ja auch den doofen Geschmack. Damit übe ich auch mit gesunden Tierchen ab und an, weil es dann im Ernstfall besser geht.

    Ich hatte auch schon wehrige Schweinchen, dann kam ein Handtuch drum, das kann man besser packen. Wichtig ist finde ich, dass man lernt die Stelle neben den Schneidezähnen zu treffen um weiter nach hinten durchschieben zu können. Finde das zu Zweit auch viel schwieriger. Setze das Tierchen auf den Tisch, so dass es rückwärts gegen mich, meinen Arm, laufen würde und dann los. :rolleyes:
    Mein Kastrat der bäumt sich richtig auf, weil er von seinen Zahnproblemen so genervt ist, aber wenn ich in die Schnute gucken will, dann guck ich!!! :angel:

    Vielleicht setzt Du Dich vorm Aufgeben doch mal mit Schweigarts in Verbindung, telefonisch oder per Mail. Vielleicht haben die doch noch einen Tip, ich weiß, dass die durchaus auch mit anderen Ärzten kooperieren. (Haben selbst genug zu tun, denke ich. Da sitzt das Wartezimmer voll mit Leuten aus dem Saarland, Hamburg, Rheinland-Pfalz und weiß der Geier was))

    Schweigarts empfehlen übrigens für Meeris nur selten Metacam, geht doch sehr auf die Organe und verursacht auch gern Appetitlosigkeit...

    Ich fahre übrigens mit meinem Kastraten alle 4 Wochen zum Zähne korrigieren und das seit nunmehr etwa 1 Jahr. Er wird in Gasnarkose behandelt, wird wach und frisst weiter.... Über das Geld bin ich sauer, aber die einzige Alternative käme für mich nicht in Frage.

    Apropos ABs, wurde je ein Antibiogramm gemacht, dass der Eiter nicht besser wird?


    Alles Gute!
     
  15. womby

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    Ich mische die Medikamente immer mit Critical Care, das macht es für ihn auch etwas erträglicher.
    Momentan klappts wieder ganz gut mit der oralen Medikamentengabe.

    An Schmerzmittel habe ich von meiner Tierärztin auch gar nicht Metacam bekommen, sondern Rimifin. Genau aus dem Grund den du genannt hast. Wir wollen ja das Henry weiter frisst und nicht appetitlos rumhockt.

    Was meinst du denn mit Antibiogramm?
    Habe es zuerst mit dem AB Baytril versucht, über 2 Wochen und es hat nichts gebracht. Danach haben wir auf ein anderes AB gewechselt, mir fällt grad der Name nicht mehr ein. War so milchig und hat irgendwie nach Kräutern gerochen.
    Die Ärztin hätte zwar noch ein drittes da gehabt, aber dies wollte sie auch sehr ungern auprobieren, da dies sehr schwer auf dem Darm schlägt und da Henry die anderen beiden schon nicht allzu gut vertragen hat, haben wir dies dann auch gelassen und etwas homöopathisches probiert.
    Aber auf dem Röngtenbild hat man eben leider nach 1 1/2 Monaten noch keine Besserung gesehen. :(

    Werde die Schweigarts dann wohl mal versuchen per Mail oder Telefon zu erreichen, vielleicht können sie mir ja trotz "Ferndiagnose" einen Rat geben!

    Danke euch und einen schönen Abend wünsche ich!
     
  16. womby

    womby Schweinchen-Junior

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    Ich habe nochmal eine Frage an euch, ich hoffe mir kann jemand Rat geben!

    Henry ist immernoch recht fit, frisst das Frischfutter auch noch, zwar langsam, aber er frisst. Ebenso frisst er getrocknete Kräuter oder auch frischen Löwenzahn ohne Probleme.
    Das einzige was ihm anscheinend Probleme macht, ist das Heu! Da schläft er zwar gerne drinne, aber das er davon etwas frisst, sehe ich leider nicht...

    Er bekommt immernoch Schmerzmittel und täglich BeneBac Pulver.
    Zudem rühre ich ihm täglich auch etwas Critical Care an, wo ich dann die Medikamente reinmische und darauf stürzt er sich dann regelrecht.
    Liegt das vielleicht daran dass er kein Heu mehr frisst?

    Leider hat er aber trotz BeneBac ganz matschige Köttelchen, wo dann natürlich immer alle Schweinchen durchlaufen und dementsprechend nicht gerade sauber aussehen an den Pfötchen....

    Versuche schon, ihm nicht allzu saftiges FriFu zu geben, habe Gurke und Salat reduziert. Habt ihr vielleicht noch einen Rat für mich, was man gegen diese matschigen Köttel machen kann? Irgendwelche Tipps?

    Danke und viele Grüße!
     
  17. Karima

    Karima Schweinchen-Guru

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    Es kommt wohl zuwenig Rohfaser ins Schwein. Da nutzt dann auch kein BBB.
    Hast Du schon verschiedene Heusorten probiert? Grünen Hafer/Mais?
    Ansonsten mal das CC mit wenig(er) Wasser zu Kügelchen formen und dann futtern lassen.

    Gute Besserung!
     
  18. #17 Sternfloeckchen, 03.07.2013
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 03.07.2013
    Sternfloeckchen

    Sternfloeckchen Guest

    Er kann langhalmiges Heu wahrscheinlich nicht fressen weil er nicht genügend "mahlende Aktivität" mit dem Kiefer leisten kann infolge des Befindens.

    Wie schon geschrieben wurde, braucht er Rohfaser für die Stabilisierung der Verdauung. Zuviel BB ohne Rohfaser führt auch zu Matschkötteln.

    CC ist eines der gut rohfaserhaltigen PÄFu's - zu berechnen mit 50 gr auf 1000 gr Schwein täglich, also Zufüttern.

    Hilfsweise versuchen Heuhalme auf eine Länge von 1 - 2 cm mit der Schere kurz schneiden, ebenso Grüne Haferhalme, die auch gern genommen werden.
    Es kann auch ruhig Stroh (zusätzlich) kleingeschnitten mal versucht werden. Der Appetit bzw. die Fresslust muss angeregt werden.
    Diese kurzgeschnittenen Halme u. U. stückweise dem Schwein aus der Hand anbieten und gut zugucken, wie es kaut. Zusätzlich kleine Haufen derselben irgendwo erreichbar halten im Gehege.

    Er wird lange Halme wegen der Spaghetti-Wirkung (der "Endlosfaden" bringt Kieferbeschwerden) womöglich auch nicht wollen, mit kurzen sollte es mal versucht werden. Da ist das Ergebnis nicht ganz so deprimierend für das Schwein im Sinne des Fresserlebens.

    LG von
     
  19. womby

    womby Schweinchen-Junior

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    Ah okay vielen dank, werde erstmal versuchen ihm das heu kleingeschnitten anzubieten.
    Morgen gehe ich dann mal nach einer anderen heusorte schauen!

    Danke erstmal! :)
     
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  21. #19 Sternfloeckchen, 03.07.2013
    Sternfloeckchen

    Sternfloeckchen Guest

    Gerne! Viel Glück!
     
  22. Karima

    Karima Schweinchen-Guru

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    Also 50 gr finde ich zuviel für ein Tier was FriFu und Kräuter frisst!

    Das mit dem Heu ist ne gute Idee :)
     
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