Kauprobleme (ohne Ursache) - wie weiter verhalten?

Diskutiere Kauprobleme (ohne Ursache) - wie weiter verhalten? im Krankheit/Kastrationsfragen Forum im Bereich Meerschweinchen; Hallo! Mein Kastrat zeigt seit vorgestern ein auffälliges Kauverhalten, das ich mir nicht erklären kann. Er kaut sehr langsam und hat sichtlich...

  1. Conny

    Conny Pinker Wombat

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    Hallo!

    Mein Kastrat zeigt seit vorgestern ein auffälliges Kauverhalten, das ich mir nicht erklären kann.

    Er kaut sehr langsam und hat sichtlich keinen "Druck" hinter der Bewegung (gibt man ihm festes wie Böllerchen, mahlt er lange darauf herum, anstatt die Kugel wie die anderen zu knacken und schnell zu fressen). Als ich das bemerkt habe, war ich noch am selben Abend bei meiner TÄ, die ihn letzte Nacht dortbehalten hat - vorher war er vom Kauen her immer unauffällig und so schnell wie die anderen in der Gruppe.

    Nach eingehender Kontrolle des Kiefers und des Mäulchens konnte sie nichts außer einer leicht schiefen Abnutzung der Zähne feststellen, die sie korrigiert hat. Sonst waren sowohl die Kieferbewegungen als auch der Mundinnenraum in Ordnung (keine Wunden, Schwellungen oder andere Auffälligkeiten).

    Der Herr hat jetzt Schmerzmittel bekommen und ich beobachte sein Verhalten heute und morgen. Er ist fit wie ein Turnschuh, frisst aber immer noch nicht richtig. Er läuft durchs Heu und riecht, als würde er einen ganz besonderen Halm suchen. Fressen tut er von selbst wenig, daher achte ich darauf, dass er genug zu sich nimmt. Er selbst beschränkt sich im Moment auf kleine Halme, mal sehen, was er gleich zum FriFu sagt.

    Zu welchem nächsten Schritt würdet ihr mir raten? Man könnte ja theoretisch auch ein Röntgenbild anfertigen lassen, könnte das noch Aufschluss über die mögliche Ursache geben? Es scheint wirklich ein "mechanisches" Problem zu sein, aber dann müsste man doch optisch irgendwas finden? Die Zahnabnutzung scheint wohl nur ein Symptom von irgendwas anderem zu sein. Ich habe hier leider ein ganz böses Déja-Vu und will diesmal eigentlich nicht nur halb-tatenlos zusehen.

    Ich weiß nicht, inwieweit ich dem Schweinchen helfen kann, wollte aber nachfragen, was ihr in so einem Fall machen würdet. Wenn ich noch ein paar Optionen hätte, könnte ich wenigsten abwägen.

    Danke!
     
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  3. #2 gummibärchen, 25.02.2015
    gummibärchen

    gummibärchen Herr der Schweinchen
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    AW: Kauprobleme (ohne Ursache) - wie weiter verhalten?

    Hallo Conny,

    es kann vieles sein.

    Arthrose im Kiefergelenk, beginnende OD, ein Problem mit den Zahnwurzeln (beginnender Abszess?) oder eine Kaumuskelentzündung.

    Ich würde zunächst wirklich unbedingt röntgen lassen. Eine Aufnahme des Kiefers in verschiedenen Ebenen.

    So kann man schonmal die Zahnfächer etc. beurteilen, genau so, wie auch das Kiefergelenk.

    Solltest du so nicht weiter kommen, muss man weiter sehen.

    Ist der TA, bei dem du warst, ein Tierzahnarzt? (Das wäre auch wichtig, um eine gesicherte Diagnose zu erhalten)

    "Normale" TÄ haben oft nicht so viel Erfahrung mit Nagerzähnen und können auch schnell mal etwas übersehen.
    Wenn die Frontzähne leicht schief abgenutzt sind, liegt das Problem oft bei den Backenzähnen, oder dem Kaumuskel.

    Wie wurden die Zähne denn korregiert? Geknipst, geschliffen...?
     
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  4. Conny

    Conny Pinker Wombat

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    AW: Kauprobleme (ohne Ursache) - wie weiter verhalten?

    Danke schonmal für diese erste Beurteilung! Wie die Zähne genau korrigiert wurden, weiß ich ehrlichgesagt gar nicht (ich war vorhin beim Abholen etwas durch den Wind und habe nicht weiter nachgefragt). Die TÄ arbeitet schon viele Jahre für den ortsansässigen Tierschutzverein und hat durch eine zurückliegende Betreuung einer Meerschweinchen-Notstation viel Erfahrung. Das macht aus ihr zwar keine Zahn-Spezialistin, aber ich denke, ich bin da vorläufig an einer guten Adresse.

    Dann werde ich das Röntgen auf jeden Fall schonmal ins Auge fassen. Mir ist es wichtig, noch vor dem Wochenende einen Plan zu haben, wie ich weiter vogehe. Denn wenn erstmal Samstagabend oder Sonntag ist, ist man immer so mittellos...
     
  5. #4 Angelika, 26.02.2015
    Angelika

    Angelika Herr der Schweinchen

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    AW: Kauprobleme (ohne Ursache) - wie weiter verhalten?

    Wenn sich schiefe Zähne ohne sichtbaren Grund wie z. B. wackelnder Zahn oder Verletzungen ergeben, würde ich auch auf jeden Fall röntgen lassen. In Frage kommt auch eine Inspektion der Rachenschleimhaut mittels Sonde (eines meiner Tiere hatte mal eine Zahnschiefstellung, weil tief im Rachen eine große Verletzung war, die erst in Narkose gefunden werden konnte).
     
  6. #5 Conny, 26.02.2015
    Zuletzt bearbeitet: 26.02.2015
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    Conny Pinker Wombat

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    AW: Kauprobleme (ohne Ursache) - wie weiter verhalten?

    Hier ein kleines Update: Ich war eben bei einem anderen Tierarzt für eine zweite Meinung und er hat direkt vorgeschlagen, das Schweinchen zu röntgen. Dabei sollen mehrere Aufnahmen vom Kopf unter Narkose gemacht werden, wobei auch eine das gesamte Tier zeigt, um andere Ursachen auszuschließen. Wenn das keine Ergebnisse bringt, wollen wir über ein Blutbild nachdenken.

    Er bleibt jetzt die Nacht dort, wird mit Flüssigkeit und CriticalCare versorgt und morgen Nachmittag soll ich wieder hinkommen, damit wir die Röntgenbilder besprechen können. Uff, ich bin leicht durch den Wind :mist:. Bin letzte Nacht um 4 Uhr aufgestanden und habe gepäppelt, weil ich anders nicht mit gutem Gewissen hätte schlafen können. Gut, dass ich bald mein Gehalt bekomme, das wird ja sicher nicht billig. Aber was soll ich machen, alles andere könnte ich mir wohl nicht verzeihen :heul:. Duplic (sprich "Duplitsch") hat noch sehr viel Lebenswillen und ist ein toller machomäßiger Kastrat..
     
  7. #6 gummibärchen, 26.02.2015
    gummibärchen

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    AW: Kauprobleme (ohne Ursache) - wie weiter verhalten?

    Na dann drücke ich mal ganz feste die Daumen.

    Wird mit Injektins- oder Inhalationsnarkose geröntgt?

    Warum genau schlägt der TA ein Blutbild vor? Finde ich bei der von dir beschriebenen Situation etwas merkwürdig...
     
  8. Conny

    Conny Pinker Wombat

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    AW: Kauprobleme (ohne Ursache) - wie weiter verhalten?

    Danke für die Daumendrücker :winke:.

    Das Blutbild hat der TA nur in Erwägung gezogen, falls sich morgen auf den Röntgenbildern nichts findet, das Blutbild würde dann auch erst erstellt werden. Er hat mich gefragt, ob ich persönlich nach meinen Beobachtungen auf eine mechanische Ursache tippen würde, hat dann aber ergänzt, dass wir deshalb zwar erst das RöBi machen lassen, aber trotzdem eine andere Krankheit nicht grundsätzlich ausschließen sollten.

    Ich hatte noch eine leichte Kopfschiefhaltung bei meinem Kastraten die Nacht beobachtet (war mir aber nicht ganz sicher, hätte auch nur Zufall oder ein schiefer Blickwinkel von mir sein können) und beim Kauen des Päppelbreis hat es in seinem Mäulchen immer zwei mal hintereinander komisch geknackt, das hatte ich so vorher nie gehört und dem TA auch direkt gesagt.

    Jetzt kann ich schon wieder auf eine Frage (die mit der Narkoseart) nicht antworten. Ich sollte mir angewöhnen, in der Hinsicht mehr nachzufragen.
     
  9. #8 gummibärchen, 26.02.2015
    gummibärchen

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    AW: Kauprobleme (ohne Ursache) - wie weiter verhalten?

    Viel nachfragen kann nie schaden. ;)

    Zähne, Kiefer und Schädel sollten wenn möglich immer in Narkose geröntgt werden.
    Eine Injektionsnarkose ist dafür aber eigentlich nicht nötig.
    Inhalationsnarkosen sind schonender, werden aber nicht von allen TÄ angeboten.

    Hast du ihm das mit der eventuellen Kopfschifhaltung auch gesagt?

    Das kann auch mal mit den leicht schief abgenutzten Zähnen in Zusammenhang stehen.

    EC und Mittelohrentzündung sollten dann mit ausgeschlossen werden.
     
  10. Conny

    Conny Pinker Wombat

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    AW: Kauprobleme (ohne Ursache) - wie weiter verhalten?

    Ja das habe ich erwähnt. Ich dachte, jede Kleinigkeit könnte helfen. Ich hoffe, es geht alles gut und es gibt keine Komplikationen wegen der Narkose, z.B. Wechselwirkungen. Die TÄ hatte gestern oder vorgestern ein AB gegeben (wohl auf Verdacht), deshalb rufe ich heute abend nochmal beim TA an, um ihm das mitzuteilen. Die Praxis ist leider gerade geschlossen. Wahrscheinlich mach ich aber umsonst Panik. Ich leide immer mit den Schweinchen beim TA mit und bin da nie entspannt.
     
  11. #10 gummibärchen, 26.02.2015
    gummibärchen

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    AW: Kauprobleme (ohne Ursache) - wie weiter verhalten?

    Antibiotika sind in aller Regel kein Problem, bei planbaren OPs werden sie auch manchmal vorher schon gegeben, damit das Tier antibiotisch abgedeckt ist.
    -Aber ruf ruhig trotzdem nochmal an und vergewissere dich. ;)
     
  12. Conny

    Conny Pinker Wombat

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    AW: Kauprobleme (ohne Ursache) - wie weiter verhalten?

    Sooo, das ist heute passiert:

    Vorhin war ich beim TA und wurde von ihm mit den Worten "Schweini macht sich gut" empfangen (wenn das hier vorbei ist und Duplic geht da positiv raus, bekommt er das als neuen Spitznamen). Wir haben uns die verschiedenen RöBis angesehen, die allesamt unauffällig waren. Duplic konnte aufgrund zweier Notfälle erst recht spät geröngt werden, daher lag er noch recht benommen in einer Art Brutkasten, schön gemütlich bei warmen Temperaturen mit Heu neben sich. Der TA hat ihn dann kurz rausgenommen und mir gezeigt (ich hab meinen Kastraten noch nie so "kompakt" erlebt, diese Haltung von ihm war sehr entspannt :hand:).

    Sie haben ihm AB und Schmerzmittel gegeben und seine Verdauung angekurbelt. Daher durfte ich auch direkt frische Köttel von Duplic auf einer Unterlage aus seinem Kasten bewundern - die Böhnchen sahen ziemlich gut aus, zwar nicht perfekt, aber ich hätte schlimmeres erwartet. Eigentlich dachte ich, dass da gar keine Böhnchen hätten kommen können. An Heu hätte er auch schon geknabbert, was bei mir ja gar nicht mehr der Fall war.

    Er bleibt dann noch bis morgen dort, damit die Backenzähne nochmal untersucht werden können, er zu sich kommt und sein Fressverhalten in Augenschein genommen werden kann. Dann nehme ich ihn mit zu seinen Mädels und bekomme voraussichtlich noch Päppelbrei und BBB mit. Wenn er Anfang nächster Woche sich nicht sichtlich bessert, wäre der nächste Schritt ein Blutbild.

    Immerhin ging es schon deutlich bergauf und etwas am Kiefer oder den Zähnen kann jetzt quasi ausgeschlossen werden :cool:.
     
  13. #12 kleinerengel25, 27.02.2015
    kleinerengel25

    kleinerengel25 Guest

    AW: Kauprobleme (ohne Ursache) - wie weiter verhalten?

    Nur mal so als Info, ja dieser Tierarzt hat Inhalationsnarkose und nutzt diese auch.
    Conny, alle heißen dort Schweini oder Hundi oder, oder, oder........so isser der gute Dr. :-)
    ich drücke die Daumen das alles gut geht, aber dort ist er in guten Händen und es wird ganz sicher nichts gemacht was unnötig ist oder mehr leiden verursacht als nutzen.
     
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  14. #13 gummibärchen, 27.02.2015
    gummibärchen

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    Das klingt sehr positiv. Ich drücke die Daumen, dass es so gut weiter geht. :daumen:
     
  15. Conny

    Conny Pinker Wombat

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    Ahh meine Insiderin :nuts:, dann weiß ich jetzt wegen der Narkose Bescheid. Gleich fahre ich los und schaue, was Duplič so macht. Ich bin leicht optimistisch.
     
  16. Conny

    Conny Pinker Wombat

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    AW: Kauprobleme (ohne Ursache) - wie weiter verhalten?

    Der Herr sitzt jetzt wieder hier und zeigt immer noch das seltsame Fressverhalten. Er ist super fit, hat beim TA wohl auch gut gefressen, aber hier will er irgendwie nicht wirklich viel Futter aufnehmen.

    Seine Kaubewegung wirkt sehr seltsam, er beißt nicht richtig zu und es sieht aus, als wollte er das Futter ganz umständlich ins Mäulchen nehmen. Ich habe wie erwartet einen ziemlich großen Rechnungsbetrag (wobei der Betrag den Leistungen angemessen ist, richtig teuer war nur das Röntgen und dann die Steuer) und muss überlegen, wieweit ich weitere Behandlungen jetzt unter den Hut kriege. Das Blutbild würde nochmal 80€ drauf kosten, würde aber bestimmt weiterhelfen.

    Ich muss jetzt einfach beobachten, zufüttern und etwas Bedenkzeit haben. Mir widerstrebt es, das Tierchen einfach aufzugeben :heul:, so ein Sch...
     
  17. #16 Angelika, 28.02.2015
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    AW: Kauprobleme (ohne Ursache) - wie weiter verhalten?

    Wenn er nicht richtig zubeißt, müsste es an den Zähnen bzw. dem Kauapparat liegen - möglich wäre auch noch ein Abszess, ggf. unter dem Kiefer, Halsentzündung, Ohrenentzündung ... Aber das hätten sie eigentlich alles finden müssen.
    Welche Erkenntnis soll das Blutbild denn liefern - das würde ich erfragen, bevor ich es in Auftrag gebe. Ansonsten würde ich, wenn möglich, einen Tierzahnarzt aufsuchen für eine Zweitmeinung. Die Röntgenbilder würde ich mitnehmen.
     
  18. Conny

    Conny Pinker Wombat

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    Müsste man sowas nicht wie du schon meinst auf dem RöBi sehen? Sie haben den Kiefer mehrfach aus verschiedenen Perspektiven geröngt und der TA meinte, er hätte das auch mit einer Kollegin/einem Kollegen besprochen, das wäre völlig unauffällig. AB hatte schon meine TÄ vorher gegeben und der TA jetzt hat es auch wieder verabreicht. Wenn es eine Entzündung ist, müsste es eigentlich Wirkung zeigen...? Das Kauen ist auch leicht besser geworden, zumindest bleibt bestimmte Nahrung jetzt im Mäulchen, vorher kam ja fast alles raus. Aber normal ist es definitiv nicht.

    Im Blutbild wäre alles inbegriffen, das wurde mir schon gesagt. Der TA meinte, er wollte aber auch nicht überbehandeln, daher sitzt Duplič jetzt erstmal wieder hier im EB zur Beobachtung. Später hole ich mir Päppelbrei und füttere nochmal zu. Ich stimme kleinerengel25 eigentlich zu und fühle mich in der Praxis gut aufgehoben. Vielleicht hat Duplič ja nur eine Kleinigkeit, manchmal wünscht man sich wirklich, die Tiere könnten sprechen.

    Er ist so hart im Nehmen, er hatte seine Füßchen keine Sekunde im EB und schon hat er prollig losgebrommselt.
     
  19. #18 meerinna, 28.02.2015
    meerinna

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    Hallo Conny,

    eigentlich müsste man Veränderungen im Kiefer auf dem Röbi erkennen. Das kann aber meistens nur ein Zahnspezialist und oft sind Abzesse erst zu sehen, wenn sie „relativ“ groß sind.

    Was man wohl gar nicht sehen kann, sind evtl. "gebrochene" Zahnwurzeln.
    Bei meinem Paulchen (wollte fressen, konnte aber nicht abbeißen und rannte dann weg) vermutete der TA auch einen winzigen Abzess an einer unteren Schneidezahnwurzel, aber zu sehen war nur mit Fantasie etwas. Paulchen bekam also zunächst die Zähne geschliffen, AB und Schmerzmittel, aber es besserte sich gar nichts. Also entschied sich der TA nach 3 Tagen, den unteren Schneidezahn zu ziehen und siehe da, die Wurzel des Schneidezahns war im Kiefer gesplittert, sodass dass Schweinchen gar nicht mehr zubeißen konnte.
    Ab da ging es aufwärts. Nachdem die Wunde gut verheilt, keine Splitter im Kiefer verblieben waren und Paulchen sich an das Abbeißen mit nur einem Schneidezahn gewöhnt hatte, nahm er auch langsam wieder zu und bis heute ist alles gut. ;-)

    Evtl. liegt bei deinem Schweinchen ein ähnliches Problem vor?

    Und was sollte ein Blutbild bringen, wenn das Schweinchen nicht fressen kann? Das scheint mir momentan zu viel des Guten, nur weil der TA nicht weiter weiß.

    Alles Gute dir und em Schweinchen!

    LG
    meerinna
     
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  21. Conny

    Conny Pinker Wombat

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    Wie seid ihr denn auf diese Ursache gekommen? Deine Geschichte macht Mut, aber sowas muss man erstmal erkennen. Vielleicht ist es ja nur eine Kleinigkeit und es scheitert nur daran, dass man es nicht diagnostiziert bekommt.
     
  22. #20 meerinna, 28.02.2015
    meerinna

    meerinna Schweinchen-Kenner

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    Hallo Conny,

    ich kann dir nicht sagen, wie der TA darauf kam, vermutlich aufgrund seiner langjährigen Erfahrung mit Schweinchen und im Speziellen mit Nagetiergebissen, aber sein Handeln war in dem Moment genau das richtige und bewahrte Paulchen vor Schlimmerem.

    Die Zeit danach war allerdings mega-anstrengend mit Paulchen (ich verbrachte etwa drei Stunden jeden Tag mit Zufüttern und Anreichen von gestifteltem Gemüse) und nachdem alles wunderbar verheilt war, dachte Paulchen, dass er nun wieder genauso wie früher herzhaft und kräftig zubeißen könne … und brach sich prompt seinen zweiten unteren Schneidezahn bis zum Zahnfleisch ab … also wieder alles raspeln, zufüttern und anreichen und TA zur Kontrolle. Aber auch das haben wir gemeistert. ;-)

    Nach weiteren 6 Wochen war alles wieder gut, der Zahn strahlend und weiß nachgewachsen und Paulchen kaute so, dass auch die oberen Schneidezähne wunderbar ihre Länge hielten und nicht dauernd gekürzt werden mussten … da bekam er eine Kehlkopfentzündung und stellte das Fressen ein. Also wieder Brei und Geraspeltes und immer wieder Salbeitee … und was soll ich sagen, heute ist alles bestens und das Geschilderte ereignete sich im letzten Sommer.

    Also, du siehst, es kann gut ausgehen, aber man braucht einfach einen kompetenten und fähigen TA an seiner Seite, einen ungetrübten Optimismus, dass das Schwein gesund wird und natürlich ein Schweinchen, das mitkämpfen und gesund werden will.
    Und ich glaube fest daran, dass die Schweinchen merken, wenn sie liebevoll umsorgt werden und der Halter dem Schweinchen nicht unbewusst „vermittelt“, dass es in seinem Krankheitszustand „lästig“ ist und man eigentlich gar keine Zeit für das Tier hat …
    Dies wiederum ist aber nicht abhängig von so und so vielen Medikamenten, die man an dem armen Schweinchen ausprobiert und ihm zumutet. Weniger Medikamente und gesunder Menschenverstand sind oft mehr.
    Und ich kann mich glücklich schätzen, dass ich im Laufe der vielen Jahre Schweinchenhaltung fähige TAs habe, denen ich vertraue, die aber auch mir zuhören und meine Meinung wissen wollen, denn niemand kennt das Tier so gut wie sein Halter … wenn man sich viel mit den Schweinchen beschäftigt bzw. sie beobachtet.

    So, nun aber genug.
    Ich wünsche dir sehr, dass dein TA die Ursache und die richtige Behandlung für dein Schweinchen findet und es wieder gesund wird!

    Alles Gute!

    LG
    meerinna
     
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