Kastration bei Ovarialzysten?

Diskutiere Kastration bei Ovarialzysten? im Krankheit/Kastrationsfragen Forum im Bereich Meerschweinchen; Hat jemand von euch Erfahrung mit dem Thema Ovarialzysten und Kastration? Meine zwei jährige Vany hat beidseitig Ovarialzysten... dies hab ich...

  1. #1 Tanja_Sunny, 20.05.2019
    Tanja_Sunny

    Tanja_Sunny Schweinchen-Guru

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    Hat jemand von euch Erfahrung mit dem Thema Ovarialzysten und Kastration?
    Meine zwei jährige Vany hat beidseitig Ovarialzysten... dies hab ich Samstag bei unserem Tierarzt erfahren.
    Er sagte man kann operieren aber er macht das nicht und rät auch dringend von ab.
    Er sagt einfach abwarten und viele werden dennoch alt.
    Für mich war die Aussage eher unbefriedigend und ich hab dann im Internet recheriert und da las man nicht nur abwarten.
    Es gibt ja mehrere Möglichkeiten von Hormonbehandlung, Homöopathie, Punktion oder Kastration.
    Ich hab dann mit einer Freundin gesprochen die bei einer Tierärztin in einer anderen Praxis arbeitet.
    Sie sagte mir die haben das sehr oft und die Weibchen werden immer kastriert und es wäre immer gut gegangen.
    Kein Tier wäre dabei gestorben.
    Aber dann hätte man komplett Ruhe mit dem Thema.
    Meine Vany ist top fit, erst zwei Jahre alt und nun überlege ich was richtig ist.
    Wenn das wirklich eine gute Möglichkeit ist dass sie die dann los wird dann wäre es eine Option für mich.
    Mich würden aber Erfahrungen interessieren bevor ich mich dazu entschließe!
    Wäre euch sehr dankbar wenn ihr berichten könntet! LG Tanja
     
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  3. #2 Schokofuchs, 20.05.2019
    Schokofuchs

    Schokofuchs Schweinchen-Kenner

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    Homöopathie ist keine Option - das ist eigentlich einfach nix machen, aber dafür Geld ausgeben. Teilweise platzen Zysten einfach von selbst und deren Inhalt wird vom Körper resorbiert.

    Eine meiner Wutzen, Muffin, hatte Ende 2018/Anfang 2019 mit hormonell aktiven Eierstockzysten zu tun. Die haben wir mit drei Hormonspritzen vorerst in den Griff bekommen - wie auch bei einer Punktion ist bei der Hormontherapie aber eben die Chance, dass das Schweinchen irgendwann wieder mit Zysten zu tun hat, durchaus gegeben. Zu häufige Behandlung mit Hormonen bringt auch nen ganzen Schwung Nebenwirkungen mit - je nach Alter bzw Zustand des Tieres wäre eine Kastration also durchaus denkbar, aber als erste Option würde ich es nicht in Betracht ziehen. Vor allem weil das absolut nicht risikofrei ist - der Eingriff an sich ist nicht zu verachten, die Nachsorge kann aufwendig sein, und es ist ein dauerhafter Einfluss auf den Hormonhaushalt der Wutz.

    Nicht jede Art der Zyste muss behandelt werden - wenn die Zysten so groß sind, dass sie Organe beeinflussen, sollte man was dagegen unternehmen. Ebenso wenn sie hormonell aktiv sind, und das Tier stark in seinem Verhalten beeinflussen. Wenn sie einfach nur da sind und das Tier nicht stören kann man sie vorerst ignorieren, sollte sie aber regelmäßig auf Veränderungen kontrollieren bzw das betroffene Tier besser beobachten um zu prüfen, ob es unruhiger wird, mehr aufreitet und so weiter.
     
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  4. #3 Wutzenmami, 20.05.2019
    Wutzenmami

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    Ich hatte gerade vor 2 Stunden genau dieses Thema beim TA Besprochen(war mit einem anderen Wutzi dort), da bei einem meiner Mädels auch der Verdacht auf Zysten da ist. So wie Schokofuchs sagt, zeigt sie auffälliges Verhalten:ständiges bromseln und aufreiten beim Kasraten und dem anderen Weibchen. Wenn sich der Verdacht bestätigt, könnte man eine minimalinvasive Op-Technik anwenden zur Kastration- von der Leiste aus. Er hat diese OP 5×bereits durchgeführt, immer mit Erfolg. Natürlich werde ich mich auch noch über andere Möglichkeiten informieren, und das dann nach der endgültigen Diagnose mit dem TA entscheiden. Es kommt ja auch auf die Art der Zyste an. Ist hier noch nicht geklärt.
    Von der herkömmlich Kastra-OP(Bauchschnitt) würde er lieber Abstand nehmen, weil sie sehr risikobehaftet ist.
     
  5. Traudl

    Traudl Gurkentaxi seit 89

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    Es ist ein junges Tier ich würde mir einen TA suchen der Meerierfahren ist und Gasnarkose macht. Dort würde ich operieren lassen.
    Alternativ gehen auch Ovogest Spritzen, doch das ist bei einem jungen Tier für mich unbefriedigend.
     
  6. #5 Krümelchen, 20.05.2019
    Krümelchen

    Krümelchen Schweinchen-Häuptling

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    Ein junges Tier würde ich auch operieren lassen, aber auch nur in einer Praxis, die das oft macht und am besten mit Inhalationsnarkose. Wie hat dein TA denn die Eierstockzysten diagnostiziert? Hol doch zunächst mal eine 2. Meinung ein, z. B. in der Praxis, wo deine Freundin arbeitet. Da kannst du dann auch gleich nach der Operationstechnik und Narkoseart fragen.

    Ich habe kürzlich eins von meinen Weibchen auch wegen Eierstockzysten kastrieren lassen (waren groß und hormonell nicht aktiv). Hat gut geklappt, es wurde eine Inhalationsnarkose gemacht, deren Tiefe mittels pulsoximetrischer Messung der Herzfrequenz gesteuert wurde. Es wurde super steril gearbeitet, sodass nach der OP auch keine routinemäßige Antibiose gegeben wurde, nur Metacam. Ich habe mein Schweinchen am OP-Tag nachmittags gegen 16 Uhr schon wieder abholen können. Man hat zwar gemerkt, dass die Kleine angeschlagen war, sie hat aber selber genug gefressen und hat sich gut davon erholt.
     
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  7. Mirax

    Mirax Gurkensklave

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    Für mich ist diese Op die letzte Option.Erst wenn alle anderen Therapien (außer Homöopathie ,das ist Geldverschwendung) erfolglos sind,würde ich der weiblichen Kastration zustimmen.
    2 Mal mußte ich dem zustimmen:
    - Chloe hatte eine blutende Gebärmutterentzündung,die Kastration eine Not-Op. Chloe war 6 Jahre alt und hat es super überstanden.
    - Aeryn hatte hormonell aktive Zysten,alle Therapien waren nur von kurzer Dauer.Aeryn war dadurch agressiv ,hat die anderen Schweinchen extrem gestreßt,Aeryn war 3 Jahre alt und ansonsten Topfit. Sie starb eine Woche nach der Kastration an inneren Blutungen.

    Meine Tä ist sehr Meeri-erfahren und hat viele weibliche Kastrationen erfolgreich operiert,Aeryn war die erste die bei ihr starb.
     
  8. nincy

    nincy Schweinchen-Häuptling

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    Ich habe in den letzten 3 Jahren hier 4 Schweinedamen Operativ die Zysten rausnehmen lassen und würde mich immer wieder so entscheiden.
    Alle Tiere (waren zwischen 2 und 5 Jahre alt) haben diese OP sehr gut weggesteckt und grade bei den Verhaltenauffälligen, ist es so viel besser geworden.
    Von Homöopathie halte ich sowieso nichts und auch Hormonspritzen (wo ich allgemein gegen bin, ich selbst möchte auch keine Hormone nehmen) sind keine Entgültige Lösung.
    Aber natürlich hat auch eine OP immer ein Risiko. Ich habe das Glück das ich hier einen wunderbaren Tierarzt habe, dem ich absolut vertraue.
     
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  9. #8 Wutzenmami, 21.05.2019
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    @nincy
    Darf ich fragen, ob die OP über einen Bauchschnitt oder über kleine Schnitte an den Flanken? Mich interessiert das, da so etwas eventl auf uns auch zukommt..
     
  10. #9 gummibärchen, 21.05.2019
    gummibärchen

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    Ich kann nincys Erfahrungen teilen.
    Bei uns wurde immer über einen Bauchschnitt operiert und alles hat problemlos geklappt. :-)

    Wir hatten vorher alle möglichen anderen Therapiemöglichkeiten gegen die Zysten durch und die waren alle nicht dauerhaft erfogreich.
    Bei einem Herzschweinchen hab ich nicht operieren lassen, weil mir das Risiko zu groß war.
    Sie bekam dann leider im Zuge dessen Mamma Tumore. Wir haben es dann doch noch mit einer OP versucht, diese hat sie auch gut überstanden, aber dann bildeten sich Metastasen.
    Könnte ich die Zeit zurück drehen, würde ich jetzt anders entscheiden und sie trotz der Herzerkrankung direkt operieren lassen. Aber das geht ja leider nicht mehr. :runzl:
     
  11. #10 Paperhearts, 21.05.2019
    Paperhearts

    Paperhearts Schweinchen-Guru

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    Meine Socke wurde vor zwei Wochen (über Bauchschnitt) kastriert, weil Ovogest bei ihren hormonell sehr aktiven Zysten nicht mehr half. Homöopathie haben wir auch erfolglos ausprobiert. Sie hat alles wunderbar weggesteckt, ist allerdings auch erst knapp über zwei Jahre alt. Sie wurde nicht mit Inhalations-, sondern mit Triple-Narkose per Injektion operiert. Es war allerhöchste Zeit, da die Gebärmutter schon übel aussah (konnte man im Ultraschall nicht sehen).
     
  12. VI0NA

    VI0NA Schweinchen-Kenner

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    Hallo Tanja,
    sind die Zysten denn ein Zufallsbefund, oder machen sie Probleme? Wenn das Schweinchen hyperaktiv ist (bei hormonell aktiven Zysten) oder wenn die Zysten so groß sind, dass sie anderen Organen den Platz wegnehmen, dann ist eine OP sinnvoll (und meistens langfristig auch notwendig). Allerdings würde ich mir dann einen Tierarzt suchen, der mit dieser OP schon Erfahrung hat. Je mehr Erfahrung der Tierarzt hat, um so besser sind die Erfolgsaussichten bei der OP.
    Wenn die Zysten allerdings nur zufällig entdeckt wurden und das Schweinchen dadurch keine Probleme hat, würde ich nichts unternehmen. Kleine Zysten ohne hormonelle Aktivität sind kein Problem.
    LG
    VI0NA
     
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  13. #12 Tanja_Sunny, 22.05.2019
    Tanja_Sunny

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    Ich danke euch für eure vielen Antworten!
    Heute kam der Hammer...
    Freitag sollte OP in der anderen Tierarzt Praxis sein wo meine Freundin arbeitet.
    Heute war die Voruntersuchung und Vorgespräch.
    Die Ärztin hat Vany untersucht und war verdutzt weil sie gar nichts tasten konnte.
    Ich habe dann um auf Nummer sicher zu gehen einen Ultraschall zugestimmt mit folgendendem Ergebnis:
    KEINE ZYSTEN!
    Nix! Kerngesundes Meerschwein und Samstag war es wohl nur wie von mir vermutet ein leichter Blähbauch.
    Ich bin sooooo sauer.
    So viel unnütze Aufregung.
    Und heute Stress für Vany durch weiteren Tierarztbesuch der weiter weg war. Dazu etwas rasieren am Bauch damit Ultraschall möglich war.
    Und mich hat der ganze Spaß 55 Euro gekostet.
    Der andere Tierarzt hat ganz klar gesagt sie hätte beidseitig sehr große Ovarialzysten!
    Von große bis komplett gar keine ist wohl ein Unterschied.
    Ich habe schon eine ganz böse Beschwerdemail an die Praxis geschrieben mit Kopie der Rechnung von heute.
    Denke sie werden sich nichts annehmen aber die Luft musste ich mir machen.
    Natürlich freue ich mich dass sie nix hat aber diese komplette falsche Diagnose hätte nicht sein müssen...
     
  14. #13 Krümelchen, 22.05.2019
    Krümelchen

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    Mannometer .... da fehlen mir echt die Worte! Wie ist der erste TA denn darauf gekommen, dass Vany Eierstockzysten hat?
     
  15. #14 Tanja_Sunny, 22.05.2019
    Tanja_Sunny

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    Er hat sie abgetastet und meinte dann das würde man mehr wie deutlich spüren. Sie wären riesig groß. Hat noch meine Hände genommen damit ich selbst taste aber ich hab ehrlich gesagt nur etwas Speck getastet. Etwas dicker Bauch und leicht gebläht. Aber ich bin ja nicht vom Fach und hab auf seine Aussage vertraut.
     
  16. #15 Tasha_01, 22.05.2019
    Tasha_01

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    Ohne Worte :ohnmacht: Aber gut das du noch mal eine Zweitmeinung eingeholt hast :top:
     
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  17. #16 gummibärchen, 22.05.2019
    gummibärchen

    gummibärchen Herr der Schweinchen
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    Au weia, ja sowas gibt es leider auch. Es gibt sooo viele TÄ, die sich mit Meerschweinchen nicht auskennen.


    Für Vany freut es mich dennoch sehr, dass nichts ist und sie nicht unters Messer muss.
     
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  18. #17 HanniNanni, 22.05.2019
    HanniNanni

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    Da hat Vany im wahrsten Sinne des Wortes Schwein gehabt.

    Unglaublich:boese:.Da vertraut man den Ärzten und dann sowas.
     
  19. Traudl

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    mir fehlen die Worte-zum Glück hast du eine 2. Meinung eingeholt
     
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  21. #19 Esmeralda, 23.05.2019
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    das ist echt der Hammer !:eek: Wollte die Praxis Deiner Freundin operieren? Wenn "ja" was sagt die denn dazu??
     
  22. #20 -ELLEN-, 23.05.2019
    -ELLEN-

    -ELLEN- Schweinchen-Senior

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    Da ist man einfach nur sprachlos :evil:
     
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