Kartoffelschalen sind Giftig!

Diskutiere Kartoffelschalen sind Giftig! im Ernährung (Archiv) Forum im Bereich Archiv; Hallo, habe in einem anderen Thread nochmals gelesen, dass jemand seinen Meerschweinen Kartoffelschalen verfüttert. Deshalb eröffne ich...

  1. #1 susi_maus, 31.01.2008
    susi_maus

    susi_maus Guest

    Hallo,

    habe in einem anderen Thread nochmals gelesen, dass jemand seinen Meerschweinen Kartoffelschalen verfüttert.

    Deshalb eröffne ich diesen Thread um klar zu machen, das Kartoffeln ein Nachtschattengewächs ist und durchaus sehr giftig, sowohl für Mensch und Tier.

    Hier ein Auszug:

    Auch bei Kartoffeln ist große Vorsicht geboten: Bei unsachgemäßer Behandlung ist das Nachtschattengewächs richtig giftig. Kartoffeln bilden zur Abwehr von Schädlingen natürliche Gifte wie das Alkaloid Solanin. Bei falscher Lagerung der Knollen dringt das Gift auch ins Innere vor. Gefahr besteht zum Beispiel, wenn Kartoffeln in durchsichtigen Verpackungen gelagert und Neonlicht ausgesetzt sind. In hohen Dosen genossen, verursachen die Naturgifte unter anderem Durchfall, Übelkeit und Benommenheit.

    Quelle

    Ich will echt keinen vorschreiben, was er verfüttert, aber man sollte sich das doch mal durchlesen. Kann gerne noch mehr I-net Seiten darüber raussuchen.

    Lg
     
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  3. #2 susi_maus, 31.01.2008
    susi_maus

    susi_maus Guest

    Hier noch was:

    Kartoffelschalen und grüne Kartoffeln enthalten gegenüber geschälten normalen Kartoffeln ein mehrfaches an Alkaloiden. Aus diesem Grunde sollte man Kartoffelschalen und grüne Kartoffeln nicht, insbesondere nicht in größeren Mengen, für die Ernährung verwenden. Man betrachtet 200 Milligramm pro Kilogramm Knollen als Grenzwert für eine toxische Dosis.

    Quelle
     
  4. #3 Biensche37, 31.01.2008
    Biensche37

    Biensche37 Herr der Schweinchen

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    Quelle Wikipedia:

    FutterkartoffelPreisgünstigere Futterimporte, besonders von stärkereichen Futtermitteln, machen der Kartoffel auch als Viehfutter große Konkurrenz.

    Seit dem 19. Jahrhundert werden in Mitteleuropa die Schweine mehrheitlich nicht mehr auf die Weide getrieben, sondern im Stall gehalten. Die früher von den Schweinen so geschätzte Eichel und andere Waldfrüchte wurden zuerst vor allem durch die kostengünstigere Kartoffel ersetzt. Eine Ausnahme sind nur Schweine, die zur Herstellung von Spezialitäten wie dem Jamón Ibérico de Bellota gehalten werden. In den letzten Jahrzehnten werden immer mehr Mastmittel auf dem Weltmarkt eingekauft. Gegen die niedrigen Weltmarktpreise des häufig in Entwicklungsländern produzierten Sojas hat die im Inland angebaute Kartoffel einen schweren Stand.


    Inhaltsstoffe, Nährwert und ökotrophologische Besonderheiten
    Gepellte/geschälte Kartoffeln enthalten:

    ca. 15 Prozent Kohlenhydrate (Stärke)
    ca. 2 Prozent Eiweiß
    ca. 0,1 Prozent Fett
    ca. 2,1 Prozent Ballaststoffe
    ca. 78 Prozent Wasser
    ca. 1 Prozent Mineralstoffe und Spurenelemente wie Natrium, Kalium, Calcium, Phosphor und Eisen
    zahlreiche Vitamine, hauptsächlich Vitamin C, aber auch Vitamin A und Vitamine der B-Gruppe
    Stoffe, die für den Geschmack und den Geruch der Knolle verantwortlich sind; etwa 140 chemische Verbindungen wurden in rohen, gekochten oder dehydrierten Kartoffeln entdeckt. Die wichtigsten sind 1-Octen-3-ol, (E)-2-Octenol, (E)-2-Octanal und Geraniol, sowie 2-Isopropyl-3-methoxypyrazin, welches die erdige Note im Geruch und Geschmack hervorruft. Derivate des Pyrazin sind es auch, die das Aroma gebackener Kartoffeln ausmachen.[13]
    Hochwertiges Eiweiß liefert die Kartoffel zwar in bescheidener, dafür um so wertvollerer Menge. Von allen pflanzlichen Eiweißlieferanten hat sie den höchsten Anteil an verwertbarem Eiweiß, das Kartoffeleiweiß verfügt also über eine hohe biologische Wertigkeit. Besonders reich ist das Knollengewächs an den Vitaminen B1, B2 und C.

    100 Gramm frische Kartoffeln entsprechen einer Energiemenge von etwa 298 Kilojoule, das entspricht 70 Kilokalorien.[14]

    Kartoffelschalen und grüne Kartoffeln enthalten gegenüber geschälten normalen Kartoffeln ein mehrfaches an Alkaloiden. Aus diesem Grunde sollte man Kartoffelschalen und grüne Kartoffeln nicht, insbesondere nicht in größeren Mengen, für die Ernährung verwenden. Man betrachtet 200 Milligramm pro Kilogramm Knollen als Grenzwert für eine toxische Dosis.

    Da sind aber frische - also ungekochte, rohe Kartoffeln mit gemeint.
    Wir haben in den 70gern unsere Stallkaninchen als auch die Meerschweinchen mit abgekochten Kartoffelschalen gefüttert. Die Tiere wurden alle alt. Mein Meerschweinchen wurde sogar 10 Jahre alt.
    Man sollte Kartoffelschalen als auch Kartoffeln natürlich niemals roh verfüttern.

    bine
     
  5. Tanja

    Tanja Guest

    Ich sehe keinen Sinn darin, Tiere, deren Verdauung auf Gras- und Kräuter/Heu fressen ausgelegt sind, also Magerköstler sind, mit Kartoffeln zu füttern. Der Stärkeanteil ist doch sehr hoch. Ich würde es lieber nicht riskieren, auch wenn es den Tieren wohl nicht schadet. Heu ist schließlich auch billiges Futter und fördert gleichzeitig den Zahnabrieb.
     
  6. #5 MiZschie, 31.01.2008
    MiZschie

    MiZschie Guest


    Meerschweine sind keine Schweine und ich denke, dass in kein Meerschweinchen gekochte speisen gehören. Meerschweinchen sind Rohfresser und gekochte Sachen sind auch nicht nur annähernd naturgemäß und artgerecht für Meerschweinchen, die in freier Natur nie wie Ratten auch den Müll durchstöbern würden um irgendwo was zu fressen zu suchen.
     
  7. Tanja

    Tanja Guest

    Ein weiteres Problem ist, dass Vitamine durch Kochen häufig zerstört werden. Rohes Gemüse dagegen ist sehr vitaminreich. Da kann man sogar besser den oft verschrieenen Kohl füttern, der ist sehr vitaminreich und nicht gefährlich bei langsamer Anfütterung.
     
  8. #7 Biensche37, 31.01.2008
    Biensche37

    Biensche37 Herr der Schweinchen

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    Richtig oder falsch oder beides?

    Ich möchte nur mal kurz anmerken, das ich meinen Tieren heutzutage keine gekochten Kartoffeln und auch keine gekochten Kartoffelschalen zu füttern gebe.
    Ich wollte mit dem Beitrag oben einen Sachverhalt, neutral darstellen.
    Ich füttere meine Tiere mit Cavia Korn, Heu Heu Heu und zusätzlich mit Möhren, Rote Beete, Äpfeln (in kleinen Mengen) und den ganzen Sommer hindurch mit Gras, Gras, Gras. Nur um das mal klarzustellen!!
    Dennoch gab es in den 70gern und auch danach, noch nicht diese Wissenschaft über die Kleintierfütterung. Was aber heute als völlig schädlich gehalten wird, haben die Tiere damals sehr gut vertragen. Auch gerade die empfindlichen Kaninchen...nur mal so am Rande. Die ganzen "Zivilisationskrankheiten" unserer Tiere heute, kannte man damals nicht. Da wurde nicht so ein Hickhack gemacht.
    Heute hinterfrage ich bei der Ernährung meiner Tiere grundsätzlich: "Ist das was ich füttere gut und für was soll es gut sein". Und nicht: "Ist es unschädlich"?
    Denn auch wenn etwas unschädlich ist, muss es noch lange nicht verfüttert werden, solange es keinen Nutzen hat).

    bine
     
  9. Tanja

    Tanja Guest

    Also mein Beitrag war auch nur als Information und Anregung zum Nachdenken gedacht, nicht als Kritik an einzelne Meerschweinchenhalter. Meistens hilft Aufklärung ja schon zum Umdenken. *optimistischdraufbin* :winke:
     
  10. #9 Biensche37, 31.01.2008
    Zuletzt bearbeitet: 31.01.2008
    Biensche37

    Biensche37 Herr der Schweinchen

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    Ernährungswissenschaftler

    ZITAT:....die in freier Natur nie wie Ratten auch den Müll durchstöbern würden um irgendwo was zu fressen zu suchen.

    Ohh, da wäre ich mir nicht so sicher :fg: Wenn sie doch nur besser klettern könnten.... :eek3:

    Und dann frage ich: Wie sieht die artgerechte und vor allem naturgemässe Ernährung von Meerschweinchen aus?

    Wer von Euch fliegt regelm. in die Hochanden Perus um dort die Gräser einzusammeln und hier einzufliegen?
    Oder finden die Schweinchen dort etwa Karotten vor?

    Ich denke die besten Ernährungswissenschaftler waren vor allem unsere Wutzen selbst. Denn irgendwas musste man ihnen ja geben, als sie über den großen Teich kamen. *grübel*

    bine
     
  11. Muggel

    Muggel Chef der Muggelbande

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    Abgesehen davon ist das Solanin nur im grünen Teil der Pflanze. Also auch die grünen Stellen an der Kartoffel enthalten Solanin. Das normal gelbe Fruchtfleisch der Kartoffel enthält kein Solanin.

    Deshalb sollen von der Paprika ja auch der Stengel nicht mitverfüttert werden, weil der ne Menge Solanin enthält und trotzdem füttern viele die komplette Paprika. Die Kerne allerdings dürfen mitgefüttert werden, die sind keinesfalls giftig oder scharf.

    Das gleiche gilt für Tomaten. Wenn die Tomaten noch grüne Stellen haben, sollen auch die nicht gefüttert werden, weil dort das Solanin gelagert ist.

    Allerdings bin ich auch noch nie auf die Idee gekommen, meinen Schweinen Kartoffeln zu geben.
     
  12. Tanja

    Tanja Guest

    Sogar bei Wurzeln und Co. hat meine Tierärztin schon gesagt, dass es nicht artgerechte Fütterung wäre, weil sie in der Natur dort nicht drankommen. Da ich sie trotzdem füttere, kann ich auch verstehen, dass Leute, die Kartoffeln füttern, davon nicht absehen, weil sie es gewohnt sind und die Tiere keine sichtbaren Schäden davontragen. Aber im Prinzip ist jede Fütterung außerhalb von Gras und Kräutern und Ästen wohl nicht naturgemäß. *grübel*
     
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  14. #12 susi_maus, 31.01.2008
    susi_maus

    susi_maus Guest

    Ähhh,

    ich wollte mit meinem Beitrag keine Grundsatzdiskussionen betreiben/ eröffnen, sondern nur zeigen das rohe Kartoffelschalen (wie manche es verfüttern) durchaus schädlich ist. Auch will ich keinen belabern, was er füttern darf und was nicht, sondern nur einen "Denkanstoß" geben, dass man sich erst überlegt, bevor man verfüttert.

    Und das Kartoffelschalen giftig sind (nicht nur die grünen Stellen), ist nicht von der hand zu weisen. Denn die giftigen Inhaltsstoffe der Kartoffel, soll sie ja vor Fressfeinden schützen.

    Ich mein, ich bin kein Biologe und kann es somit auch nicht direkt nachweisen. Ich kann nur das weitergeben, was andere vorher schon rausgefunden haben.

    Ich hoffe jetzt nur, dass es hier keinen Streit gibt.

    Lg
     
  15. #13 bastelmama, 31.01.2008
    bastelmama

    bastelmama Guest

    Hallo,
    eigentlich schön, daß das mal einer schreibt!
    Ich hatte im Sommer eine Frau mit ihren Kindern da, die dringend ein neues Meerschweinchen für ihres braucht, weil ihr zweites ganz plötzlich gestorben ist. Sie hatte die beiden im Außengehege, hatte alles noch mal durchsucht, ob da vielleicht doch irgendetwas giftiges wächst, nichts gefunden.
    Beim Gespräch kam dann heraus, daß sie in einem Meerschweinchenbuch gelesen hätte, daß die Schweinchen auch Kartoffelschalen gerne fressen würden. Naja, in den Tagen zuvor gab es bei der Familie öfter Kartoffeln, sprich auch öfter Kartoffelschalen für die Schweinchen. Ob das Schweini dann auch daran gestorben ist, kann ich natürlich nicht sagen, bin ja kein Tierarzt und habe das Tier natürlich auch nicht obduziert. Aber es ist wohl recht wahrscheinlich.
    Deshalb finde ich es wichtig, daß dies noch mal zu Sprache kommt, daß Kartoffeln nicht wirklich geeignet sind für Meerschweinchen.
    Übrigens war ich früher oft bei einem Bauern, der immer einen riesigen Topf mit Kartoffeln für seine Schweine. Ich habe dann irgendwann einmal gefragt, warum er bitte schön denn für seine Schweine kocht und er meinte: Ei, Mädsche, Kartoffeln sind doch giftig, wenn die roh sind, da gehen mir doch die Säu' ein! Den Dialekt bekomme ich nicht richtig hin, aber ich nehme eigentlich schon an, daß er wußte wovon er sprach!
    Gruß
    Dunja
     
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