Ist DAS Wahr??

Diskutiere Ist DAS Wahr?? im Rassen, Farben und Zucht (Archiv) Forum im Bereich Archiv; Hallo, beim Stöbern aus www.the-golden-nuggets.de hab ich folgendes gefunden: Geschwisterverpaarung Geschwisterverpaarungen kann man ohne...

  1. Nina

    Nina Guest

    Hallo, beim Stöbern aus www.the-golden-nuggets.de hab ich folgendes gefunden:

    Geschwisterverpaarung
    Geschwisterverpaarungen kann man ohne weiteres vornehmen, wenn beide Elternteile aus bewährten und gesunden Linien stammen, bei denen keine Erbkrankheiten bekannt geworden sind und wenn beide Jungtiere groß und kräftig sind.


    Das ist doch Inzucht oder Sehe ich das Falsch??

    Stimmt das denn wirklich???

    Lg Nina
     
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  3. Monica

    Monica Guest

    so viel ich weiss, darf man das... Meerschweinchen sind ja nicht wie die Menschen.
    Mein Bruder hat mir das mal versucht zu erklären, hab es leider nicht verstanden.. aber laut ihm geht das schon ;)
     
  4. Nicky

    Nicky Guest

    Ich bin ja kein Züchter, aber ich empfinde Linienzucht auch als Inzucht. Was beim Menschen mit Gefängnis bestraft wird soll beim Meerschweinchen gut sein...

    Mehr schreibe ich dazu besser nicht... :mad:
     
  5. Nina

    Nina Guest

    Aha!! aber was anderes Wär es, wenn man z.b. Vater und Tochter oder Mutter und Sohn verpaart oder??
     
  6. Nina

    Nina Guest

    Ich würde nie Geschwister verpaaren!! Ich finde, es ist Inzucht!! uund Inzucht kommt bei mir nicht in Frage!!
     
  7. Monica

    Monica Guest

    also Vater und Tochter sollte doch gehen.. ich finds auch nicht schön :(
     
  8. winny

    winny Langhaarmeeri-Fan

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    09.03.2004
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    Die Gefahr das was passieren könnte ,wäre mir persönlich zu groß.
    Es ist bei Menschen Verboten also gilt das indirekt auch für Tiere , ist zwar nirgens vorgeschrieben , aber trotzdem.
    Damit kann man zwar fehler in der Linie aufdecken , sofern die vorliegen, aber das ist ja zu Ungunsten der Babys.
     
  9. Nicky

    Nicky Guest

    Wollte ja eigentlich nichts mehr dazu schreiben *grins* Über dieses Thema hatte ich schon viele Diskussionen, raus kam dabei immer, dass die meisten Züchter FÜR die Inzucht (unter der Umschreibung Linienzucht) waren und die Liebhaber DAGEGEN.

    Tja, ich als Halter und Liebhaber muss nunmal auch mit den degenerierten Tieren leben - zwei meiner drei Böckchen haben Zahnprobleme, einer davon hat eine Wolfskralle auch noch, der andere sämtliche Krankheiten, die man sich vorstellen kann. Laut den TÄ, bei denen ich war, sind alle Krankheiten, an denen mein Sorgenschwein leidet, durch Inzucht entstanden. :mad:

    Wenn ich es irgendwie verhindern kann werde ich sowas nicht mehr unterstützen und keine Tiere aus Zoohandlungen kaufen und versuchen, mir die Züchter genau anzusehen - leider kann man den Leuten nur vor den Kopf gucken :rolleyes:
     
  10. Yulan

    Yulan Guest

    Dazu kann man nur immer wieder sagen:
    Inzucht ist ein rein religiöses Problem, kein medizinisches.

    Krankheiten, die dabei auftreten, treten in einer kleinen Population sowieso auf. Da ist es irrelevant, ob der Bruder mit der Schwester oder der Cousin mit der Cousine wievielten Grades auch immer zusammengesetzt wird.
    Und bei gesunden Tieren (Menschen) kommt es sowieso nicht zum Auftauchen von Krankheiten. Jedenfalls dann nicht, wenn die Inzucht nicht über mehrere Generationen systematisch durchgezogen wird.

    Das ist alles wissenschaftlich nachvollziehbar. Es gibt absolut keinen Grund, Inzucht zu verbieten. Aber wir leben nun mal nicht in einem säkulären Staat.


    btw. Das wird so in der Humangenetik in der Kieler Uni gelehrt.
     
  11. Queeny

    Queeny Guest

    Ich hab nicht gegen Inzucht, im Gegenteil ist es sinnvoll, ab und zu eine Rückverpaarung von Vater auf Tochter oder Sohn auf Mutter vorzunehmen, weil man dadurch "rauskriegt" welche Erbkrankheiten in der Linie stecken.

    Solche evtl. kranken Schweinchen sind bestimmt nicht toll, dafür kann man dann aber die Tiere die Erbfehler wie z.B. Rolllieder o.Ä. bnringen, aus der Zucht separieren.

    Einzig Geschwister Verpaarung halte ich für nicht so toll, habe aber kein problem mit Onkel x Nichte, Eltern x Kind oder so.
     
  12. #11 Alexandra T., 18.08.2004
    Alexandra T.

    Alexandra T. Schweinchen-Guru

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    Es kommmt drauf an wie man die Inzucht macht und mit wieviel Wissen. Macht man es richtig ist sie nicht gefährlicher als Fremdverpaarungen mit Tieren deren Erbanlagen man nicht kennt.
    Auch in der Kaninchenzucht wird die Inzucht eingesetzt.

    Gruss
    Alexandra
     
  13. Caro

    Caro Schweinchen-Guru

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    Hallo,

    ich bekenne mich hiermit zur Inzucht, ABER nur mit erbdefektfreien Tieren!

    Folgenden Beitrag schrieb ich schonmal in ein anderes Forum:

    "
    Inzucht ist ein gutes Mittel, um schnell reinerbige Tiere zu bekommen. Dabei können positive Eigenschaften, aber auch genauso schnell negative Eigenschaften reinerbig werden, und bei rezessiven Anlagen im Phänotyp auftreten. Für negative Eigenschaften heißt dies, dass eventuelle rezessive Erbkrankheiten in Inzuchtlinien häufiger auftreten können, als bei Fremdzucht. Deshalb sollte man Inzucht nur betreiben, wenn man sich sicher ist, dass die eigene Linie frei von Erbkrankheiten etc. ist, denn dann kann man relativ bedenkenlos Mutter x Sohn, Großvater x Enkeltochter, Halbruder x Halbschwester ...verpaaren, allerdings sollte man es auch hier nicht übertreiben und immer wieder mal ( am besten aus einer anderen Inzuchtlinie) Fremdblut in die Linie einziehen, um ein "Mickrigwerden" und eine zu große Einseitigkeit der Tiere zu vermeiden.
    Stellt man während der Inzucht, Erbfehler fest, sollte man sämttliche Tiere, welche auch Träger dieses Fehlers sein könnten, aus der Zucht nehmen...."


    Caro
     
  14. Tanne

    Tanne Schweinchen-Kenner

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    @ Caro
    Ja das seh ich genau so!
     
  15. #14 Mausbrand, 18.08.2004
    Mausbrand

    Mausbrand Guest

    @Yulan,
    Na mein Lieber, du hast ja Ahnung, gleich null. Inzucht ist sehr wohl ein medizinisches Problem. Oder was glaubst du, warum Geschwister (und ich rede nun vom Menschen) nicht Kinder zeugen sollen? Weil es zu schwersten Mißbildungen kommen "kann". Nicht muß - kann. Aber die Wahrscheinlichkeit ist schon enorm hoch. Ebenso passiert dies bei Nachkommen aus einem Elternteil und den eigenen Kindern. Und dies hat etwas mit den Chromosomen zu tun. Bei Verpaarungen in direkter Linie (sprich Geschwister untereinander oder ein Elternteil mit dem eigenen Kind), verdoppeln sich Chromosome und führen zu Mißbildungen. Oder es entfällt ein notwendiges Chromosementeil welches aber sehr wichtig für die Entwicklung wäre. Endeffekt - auch wieder Mißbildung.

    Nun zu Verpaarungen der Meerschweine - oder zur direkten Frage von Nina.

    Geschwistertiere "sollte" man eigentlich nicht untereinander verpaaren. Was jedoch in der Realität passiert, da hat kein Mensch einen Einblick drin.
    Eine Verpaarung von Vater - Tochter oder Mutter - Sohn, nennt man Rückverpaarung und wird gemacht, um Defekte oder Erbfehler heraus zu bekommen.

    Soviel von mir dazu.

    Gruß Karin
     
  16. Caro

    Caro Schweinchen-Guru

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    hallo


    ?? kannst du das nochmal anders erläutern? Wie können sich Chromosomen verdoppeln? Zumindest wie anders als bei Fremdverpaarungen?

    Dies kann aber genausogut auch bei Nicht-Inzucht geschehen...

    Ich denke Inzucht ist sehr gut, um Defekte aufzuklären, so muss z.B. jedes neue Tier bei mir, erstmal gesunde InzuchtNachkommen bei mir aufweisen (Probeverpaarungen), bevor es vollständig in die Zucht darf, denn durch Inzucht z.B. die schon angesprochene Rückverpaarung, kann man Defekte schneller finden und trägt sie nicht generationlang weiter in der Zucht mit herum...kommt es nun bei Inzucht zu MIßbildungen, dann kann man sofort reagieren und alle beteiligten Träger etc aus der Zucht nehmen...

    Caro
     
  17. #16 Annabelle, 18.08.2004
    Annabelle

    Annabelle Guest

    Ach mal kurz was sagen muß

    ALso Inzucht ist KEIN religiöses Problem und wer das behauptet sollte sich vorher besser informieren;)

    Schau mal in die Bibel oder Talmut oder meinet wegen auch in den Koran. Da ist es durchaus üblich Tochter mit Vater und Schwester und Bruder zu verheiraten (meißt aus politischen Gründen aber immerhin).

    So und es eben doch EIN medizinisches Problem. Denn die warscheinlichkeit liegt bei 80% Behinderte Kinder zu bekommen. Das sagt A die Forschung und B. kann man das auch gut Nachverfolgen es gibt ja immer mal wieder Fälle.
    Wenn Du mal in die Zeitung schaust (besonders ausführlich in der (Ein)Bild(ung), aber auch in allen anderen Zeitungen.) da gibt es gerad eine aktuellen Fall dazu.
    Da haben Bruder und Schwester (die sich vorher nicht mal kannten) zuert in einander verliebt und 3 Kinder bekommen. Alle drei sind geistig behindert.


    Es ist ein medizinisches Problem.

    Gruß Archi
     
  18. Yulan

    Yulan Guest

    @ Mausbrand

    Wär schon nett, wenn wir bei meinE LiebE bleiben könnten ;)

    Weil die Verfassung und das Rechtssystem in Deutschland und in den meisten anderen westlichen Ländern sehr stark auf dem christlichen Glauben beruhen.

    Wie bei jeder Zeugung.

    Eben nicht.

    Sorry, aber wer hat hier jetzt mal keine Ahnung. Eine Chromosomenverdopplung sowie auch ein Entfall von Chromosomen bzw. Chromosomenteilen kann jederzeit bei jeder Gametenbildung (Keimzellbildung) passieren. Dafür braucht es nicht mal zu einer Befruchtung kommen, also hat das wohl kaum mit dem Verwandtschaftsgrad der möglichen Eltern zu tun.

    Ist dir eigentlich klar, daß ein Vater u.U. viel mehr Erbmaterial mit seiner Tochter gemeinsam hat, als Geschwister untereinander. Wenn es ein Problem gäbe, dann eher hier, als bei Bruder und Schwester.

    Wenn ich selbst keine Ahnung von Genetik habe, würde ich mich nicht ganz so weit aus dem Fenster lehnen. Wie gesagt wird das Thema so wie ich es hier berichte in der Humangenetik in der Medizinischen Fakultät in Kiel gelehrt. Vielleicht setzt du dich mal mit den Professoren dort auseinander, wenn du weitergehende Kenntnisse als sie besitzt. ;)


    @Archi
    Du wirst lachen, ich habe sowohl den Koran als auch die Bibel gelesen. Du auch? Beim Talmud muß ich passen, aber in der Bibel steht es tatsächlich drin. Schau noch mal rein ;)

    *grins* Das meinst du nicht ernst, oder? Da hätte ich dann gern einmal die Quellen dazu. In den meisten Fällen von Inzucht (Die im übrigen in dieser Gesellschaft für gewöhnlich nicht an die große Glocke gehängt werden) passiert rein gesundheitlich überhaupt nichts. Aber WENN dann mal was passiert, ist es gleich in allen Zeitungen.
    Obwohl aber jeder weiß, daß die Wahrscheinlichkeit für Mütter ab 35 astronomisch steigt, ein Trisomie21-erkranktes Kind zu bekommen, sagt man da nichts. Das klingt mir sehr deutlich nach christlicher Moral. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf.
     
  19. #18 Mausbrand, 18.08.2004
    Mausbrand

    Mausbrand Guest

    @Yulan,
    also die Humangenetik in Kiel, hat den denkbar schlechteren Ruf. und mein Wissen, hab ich aus den Humangenetischen Instituten in Düsseldorf sowie Köln. Habe in beiden Instituten mit Humanmedizin und Vererbungslehre zu tun. Gehabt und habe. Also zweifel mal nicht so schnell die Aussage anderer Leute an und stelle die deinige als die einzigst richtige hin. Als Betroffene eines Genfehlers, habe ich mir genügend Wissen über Chromosomenfehler und Störungen anhören dürfen. Zumal wenn man ein Kind erwartet hat, wo die Wahrscheinlichkeit eines Gendefekts hätte vorliegen können. Also Yulan, mäßige bitte ein klein wenig deine Ausdrucksweise. Danke dafür.

    Gruß Karin
     
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  21. Caro

    Caro Schweinchen-Guru

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    mmh,

    also 80% Wahrscheinlichkeit ist schon etwas hoch angesetzt, die Wahrscheinlichkeit ist zwar höher als bei Nicht-Inzucht aber so hoch??

    beim Menschen scheint es mir doch das ethische Problem zu sein, aber dennoch, die meisten Königshäuser bauen ja auch auf Inzucht auf ---ok, da kommen verhäuft Krankheiten vor, aber auch nur, wenn der Defekt eben in der Familie drin ist, und da bei Königshäusern eben nicht "selektiert" wird, bleiben die Bluter eben in der "Linie", aber die Inzucht ist nicht die Ursache des Defektes an sich, sondern hat ihn einfach nur zum Vorschein gebracht..ideal also für die Tierzucht um Defekte ans Licht zu bringen....

    Und in der Tierzucht, da kommt Inzucht fast überall vor: bei Pferden (Hochleistungslinien!), Hunden, Kaninchen und und und...und da wird es noch hoch angepriesen, wenn ein gutes Tier mehrmals im Stammbaum vorkommt...

    Bei Inzucht gibt es auch Probleme und zwar:
    1. bei festgestellten Mißbildungen wird NICHT verantwortungsvoll selektiert
    2. die große Einseitigkeit bei Tieren aus vielen Inzucht-Generationen, man muss durchaus auch mal "Fremdblut" mit einbringen, damit das gesamte Genom nicht zu viele reinerbige Allelpaare aufweist, da dies die Widerstandsfähigkeit herabsetzt...aber bei ein, zwei Geschwister/Eltern verpaarungen ist dies noch nicht zu erwarten...

    Caro
     
  22. Yulan

    Yulan Guest

    @Mausbrand

    Also, ich werde mich jetzt sicher nicht mit dir über den Ruf der verschiedenen Institute streiten. Das führt wohl kaum zu etwas Konstruktivem.
    Ich weiß auch nicht, was du mit Genetik "zu tun hast".

    Bei mir war's die Vorlesung in Humangenetik für Medizinstudenten, und wenn die werten Herren im weißen Kittel uns da vorn kompletten Müll andrehen würden, hätten sie wohl ihren Lehrauftrag schon längst nicht mehr.

    Es ist natürlich traurig, daß du mit einem Gendefekt leben mußt, aber der ist vermutlich eher nicht durch Inzucht entstanden. Ich sehe also nicht ganz, warum dich dieser Defekt zu weitergehenden Aussagen über die Thematik qualifizieren sollte.

    Kaum. Wenn du dir mal deinen ersten Post in diesem Thread noch einmal anschaust, wird dir vermutlich auch klar warum. Vielleicht denkst du mal über deinen eigenen Gesprächsstil nach. Das wäre sicher auch in anderen Threads angebracht.
    Wie es in den Wald reinruft, kommt's nämlich gern auch mal wieder zurück.
     
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