Innzucht ab wann???

Diskutiere Innzucht ab wann??? im Rassen, Farben und Zucht (Archiv) Forum im Bereich Archiv; Ich wollte mal wissen ab wann es bei den MS Inzucht ist ,,, hab ja schon ne Mnege hier gelesen ,aber so ganz steig ich da net durch... Manche...

  1. Petra4

    Petra4 Guest

    Ich wollte mal wissen ab wann es bei den MS Inzucht ist ,,, hab ja schon ne Mnege hier gelesen ,aber so ganz steig ich da net durch...
    Manche schrieben ja schon mal öfter was von Rückzucht Über Mutter und Sohn /Vater und Tochter ??? Und wie wäre es bei Geschwistern ? Ich meine wo kann es auf jeden Fall oder mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit zu Mißbildungen kommen .. bei und Menschen wäre das ja schon möglich bei Muttter/Sohn oder Vater/Tochter ... allerdings gibts da doch auch diese geschwisterpäärchen ... die schon mehrfach Kinder miteinander hatten...

    Ich will zwar keine Babys in der Richtung nur beschäftigt mich das schon ne ganze weile... viele,lciht kann mich ja mal jemand aufklären... :-)
    Danke schonmal...
     
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  3. Caro

    Caro Schweinchen-Guru

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    hier etwas was ich schonmal woanders geschrieben habe:

    Es gibt eine Inzuchtdepression, die sich in anfälligen Immunsystem und Kleinwüchsigkeit äußert, sie tritt durch sie viele reinerbige Gene (nicht unbedingt krankmachende) auf,da durch diese wenige Variation weniger Abwehrmöglichkeiten da sind...diese Depression tritt allerdings nur auf wenn ZU viele Gene reinerbig geworden sind, sprich nach viele Generationen (enger) Inzucht, könnte in dem Rennmausbeispiel so gewesen sein...und verantwortungsvolle Inzucht heißt diese Depression zu vermeiden, sprich lieber etwas weitere Inzucht mit nur noch wenig verwandten Tieren und nicht zu viele Generationen hintereinander...
    Diese Depression hat aber nichts mit Erbkrankheiten zu tun...

    Diese Bruder-Schwester-Geschichte kann schon sein, genauso wie die Bluterkrankheit der Königshäuser, ABER hier ist die Inzucht nur Anlass nicht Ursache der Krankheit oder anders erklärt:

    Beispiel Bluterkrankheit beim Mensch, rezessiv vererbbar, nehmen wir mal das Allel b dafür, tritt es reinerbig auf (bb) dann sieht man es im Phänotyp und der Mensch ist ein Bluter. Ist der Mensch BB (kein Träger) ist er gesund genauso wie wenn er TRäger ist (Bb)...treffen nun ein Bluter(bb) und ein NichtTräger(BB) zusammen, sind alle Kinder gesund(Bb) aber Träger...Treffen nun 2 Träger zusammen (Bb x Bb) so können 25% der Kinder krank sein (bb) , wer die Mendelschen Gesetzte kennt, der weiß das sicherlich sowieso...
    Nun zur Inzucht, habe ich in einer Familie einen Träger oder einen kranken erhöht sich die Wahrscheinlichkeit auf ein krankes Kind durch Inzucht, da es in der Gesamtbevölkerung selten ist. Ist der Vater z.B. Bb kann eines der Kinder mit einer gesunden Mutter auch Bb,also ein Träger sein, würde nun der Vater mit seiner Tochter ein Kind zeugen, bestände eine höhere Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein krankes Kind entsteht, da hätte die Tochter einen fremden Mann aus der Gesamtpopulation gehabt (mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit BB) wären die KInder alle gesund, ein Teil evtl. Träger...
    So gesehen stimmt es dass Inzucht schneller kranke Kinder macht, daher auch in Königshäusern, wo viel Inzucht stattfindet die häufige Verbreitung der Bluterkrankheit, zumindest früher.

    NUN aber zur Tierzucht und dem Vorteil der Inzucht:
    Fremdzucht:Habe ich nun einen Krankheitsträger (Aa) in der Zucht und weiß nichts davon, verpaare ich ihn immer wieder mit fremden Weibchen und die JUngen sind gesund, aber ich gebe das kranke Allel immer weiter, es entstehen viele Träger und irgendwann können auch bei Fremdverpaarungen mal 2 TRäger aneinander geraten und dann hat man die kranken Tiere im Wurf und nimmt hoffentlich beide Eltern aus der Zucht, ABER das kranke Allel hat sich zwischenzeitlich enorm verbreiten können, und am Ende ist die ganze Zucht aus der Zucht zu nehmen...
    Inzucht: Verpaare ich dagegen ein neues Zuchttier, welches Träger einer Krankheit ist gleich am Anfang auf seine Tochter zurück usw, dann ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass seine Trägereigenschaft zum Vorschein kommt. WUNDERBAR, denn ich kann ihn gleich in Rente schicken, OHNE die Trägereigenschaft weiter zu verbreiten und evtl. letztendlich mehr kranke Tiere zu erhalten...

    Anzumerken, es treten durch Inzucht nur schneller Krankheiten auf,wenn die kranken Gene sowieso schon da waren!! In gesunden Linien können keine Inzuchtschäden durch Erbdefekte (außer bei spontanen Mutationen) auftreten.


    Caro
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    Rassemeerschweinzucht Naturburschen http://naturburschen.beep.de
     
  4. Caro

    Caro Schweinchen-Guru

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    und um auf deine eigentliche Frage zurück zukommen, Inzucht ist die Verpaarung verwandter Tiere, ob weiter oder enger verwandt...

    Caro
     
  5. #4 snickizicke, 11.12.2005
    snickizicke

    snickizicke Guest

    hi caro
    na das ist ja mal super erklärt!!!!! :hand:
    jetzt versteh auch endlich ich das mit euren Bb und bb und so weiter...
    ja aber darf man das denn mit der inzucht?und was macht ihr mit den "behinderten" meeris?behaltet ihr sie was geschieht dann mit denen?weil wenn ja krankheiten rauskommen und nich jedes baby muss an den krankheiten sterben...oder seht ihr das anders?
     
  6. #5 Pepper Ann, 11.12.2005
    Pepper Ann

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    Hallo Susi,

    ich glaub da verstehst du was falsch. Inzuchtverpaarungen sind in Zuchten sehr häufig und es kommt so gut wie nie zu fehlgebildeten Babys, wenn das der Fall ist, dann schließt entsprechender Züchter ALLE verwandten Tiere aus der Zucht und so hat man auch nie wieder fehlgebildete Babys (Ausgenommen spontane Mutationen).

    Ein anderer Punkt, was ich noch viel schlimmer finde als Erbdefekte die durch Inzucht aufgedeckt werden, sind die bewusst gezüchteten "Gesundheitseinschränkungen nach Standard". :aehm: :mad: :mad: :mad:

    Ich züchte zwar selber aber bin dagegen Tiere zu ziehen, die sich, wie erwähnt, in ihrer gewollt angezüchteten Physiologie Lebensqualität verlieren.

    Ein Beispiel sind die zu kurzen Köpfe, die eben zu Zahnproblemen führen. Ich habe hier nun schon mehrere Zahnproblemschweinchen gehabt, alle reine Rassetiere aus den unterschiedlichsten Zuchten, alle super typvoll (=extrem runder Kopf). Aber alle mit Zahnproblemen, einige hatten Zahnlücken und Probleme mit den Vorderzähnen die meisten aber hatten Probleme mit den Backenzähnen, die im kleinen Kiefer "Platzmangel" hatten.
    Die meisten der Tiere waren nicht in der Zucht, aber ich kann auch von einem positiven Beispiel bereichten, da die Mutter solche Probleme hatte. Sie verpaart mit einem langköpfigen Tier brachte Nachkommen ohne Zahnprobleme, die Zähne hatten wieder Platz. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass andere Züchter nicht solche Probleme haben.

    Was mir auch nicht gefällt ist die fehlende Selektion nach sauberen Perinealtaschen. Ich denke hier gibt es viele Halter, die ihre Böcke öfter kontrollieren müssen. Ich habe bis jetzt beobachten können, dass eine Tendenz zu unsauberen Perinealtaschen auch vererbt wird. Ich würde das auch auf die unterschiedliche Beckenstellung und Hinterhand zurückführen. Denn es liegt nicht zwangsläufig daran, dass die betroffenen Böckchen sich einfach nicht putzen, das ist unsinn. Meiner Meinung nach gehören solche Tiere einfach aus der Zucht. Stellt euch mal vor solche Tiere kommen in falsche und oder unerfahrene Hände, das wird für die Böcke zur lebenslanger Quälerei, die man als Züchter verhindern kann.

    Ein zweites Beispiel sind die Langhaar. Auch wenn ich jetzt von den vielen Langhaarzüchtern hier bestimmt gesteinigt werde. :uhh: Aber es ist ja wohl nicht übersehbar, dass man Langhaar so unkompliziert und eigenständig leben lassen kann, wie eben die natürlichere Variante der Kurzhaar. Ich betreibe ganzjährige Außenhaltung und Langhaar frierend deutlich mehr, ihr Fell ist nicht so dicht, was evtl. mit gezielter Zucht zu ändern wäre. Schlimmer ist das ständige Fellwachstum, wird nicht regelmäßig abgeschnitten wächst es immer weiter, es verfilzt und Kot und Urinreste sammeln sich im Hinterbereich. Man kann Langhaar nicht immer auf gewöhnlicher Einstreu halten und gekämmt müssen sie auch werden, wenn man das Fell wachsen lässt.

    Aber bevor ich zu weit vom eigentlichen Thema abschweife, höre ich lieber auf ... ;)

    LG Anna
     
  7. #6 Eickfrau, 11.12.2005
    Eickfrau

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    Haj Anna,

    das mit den "unsauberen Perinealtaschen" als erblichen Mangel ist interessant. Meine Böcke haben zum Glück keine Probleme damit. Aber ist dir vielleicht noch etwas anderes in dieser Richtung aufgefallen? Etwas, worauf man verstärkt achten sollte?

    Ganz spontan fallen mir Bockverträglichkeit und gutes Immunsystem ein. Muß jedoch zugeben, daß solche Sachen wie besagte Perinealtasche mir als Zuchtkriterium nie in der Sinn gekommen sind.

    VG Bianca
     
  8. #7 snickizicke, 11.12.2005
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 11.12.2005
    snickizicke

    snickizicke Guest

    hallo anna,
    ich wollte erstmal sagen meine schweinedame heißt susi... :rofl: und ich sandra!! :rofl: :rofl: aber macht nix hab auch gerade gedacht das sehe so aus als würde ich susi heißen...lol..
    mit den anderen sachen,ich habe das schon alles richtig verstanden ich selber bin ja kein züchter hatte das mit den buchstaben nur nie richtig verstanden nun hab ichs verstanden!!! :D
    das was du jetzt noch dazu gesagt hast ist wirklich interessant,ich glaube an solche sachen denken die wenigsten züchter wie mit den perinealtaschen..
    aber dafür gibt es ja auch so foren wo man sowas dazu lernt glaube ich..
    denn wenn jemand seine schweine liebt gehört das dazu das man von anderen erfahrenen lernt nur so wird ein züchter doch immer besser!!
    aber auch ich als nicht-züchter lerne von euch dazu so habe ich jetzt grade 3babys(ein unfall)wo ich nicht die vorfahren kenne und natürlich angst habe das sie auch krankheiten haben könnte die weiterverbt wurden?? :verw:
    man weiß ja nie was in so nem schweinchen steckt...aber ich danke euch für die aufklärung und denke das die thread-aufmacherin auch nun mehr weiß als vorher :D
    ach und was ich eigentlich noch wissen wollte die durch inzucht entstandenen erbkrankheiten oder halt herausgefundenen erbkrankheiten sind ja damit dann aufgeklärt und alle werden aus der zucht genommen,ABER dann gibt es ja trotzdem das ein oder andere schweini was überlebt und halt "behindert "ist was geschieht mit denen?werden die weitervermittelt oder behaltet ihr die??
    den rest hab ich alles verstanden..nur ich meine es muss so eine erbkrankheit ja nicht zwangsläufig tötlich enden sondern kann ja auch sein das das schweini ein behinderten fuss oder ähnliches hat(mir ist jetzt nix besseres eingefallen)

    liebe grüße sandra
     
  9. #8 Pepper Ann, 11.12.2005
    Pepper Ann

    Pepper Ann Ridgeback-Züchterin

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    Hallo Sandra,

    da hab ich mich wohl mit Susi verguckt... :nuts:

    Also ich denke die meisten Züchter würden (auch wenn ich glaube dass viele dies auch geheim halten würden) die missgebildeten Tiere behalten. Und mal ehrlich es gibt ja auch keine Abnehmer für solche Schweinchen. Sofern ich sie artgerecht halten kann (kommt wohl auf die Art der Missbildung an) auf alle Fälle behalten. Ich denke es gehört dazu die Verantwortung für einen solchen Fall zu übernehmen, wenn man sich als guter Züchter bezeichnet.
    Aber im Prinzip geht es ja darum, den entsprechenden Nachzuchten ein gutes Zuhause zu verschaffen und das gilt ja auch für jedes Schweinchen, ob gesund oder krank. ;)

    @ Bianca

    Ich finde es gibt recht viele Aspekte außer Typ und Bau, die man bei der MS-Zucht beachten sollte und die nicht oder nur von wenigen Züchtern beachtet werden.
    Dazu fallen mir ein ...
    allgemeine Dinge wie
    - Wurfstärke, Jungengröße und Kondition der Weibchen etc.
    - Körpergröße
    - Rasse/Farbe/Typ/Bau
    - Krebs/erbliche Missbildungen etc.
    Falls sowas auftritt würde man sofort selektieren
    ... worauf wohl noch die meisten Züchter achten

    und
    - Gesundheit/Immunsystem:
    Wie du schon schreibst, werden die Tiere oft krank, werden sie überhaupt krank und wie schnell werden sie wieder gesund
    - (Bock-)Verträglichkeit
    - ob die Schweinchen "witterungsbeständig" sind. (Für mich ganz wichtig!!!)
    - Zahnprobleme (inklusive der kurzen Köpfchen)
    - Perinealtasche
    - Mindest- und Höchstalter:
    Bisher leben alle Rentner noch bei mir, was ich denke auch sehr wichtig ist. Gibt man ein Elterntier ab, so kann man nicht beobachten, wie alt es wird. Man sollte wohl zumindest ab und an ein ehemaliges Zuchttier behalten, am ehesten diejenigen die viele Nachkommen in der Zucht haben.
    - Ballen und Pfotenstellung:
    Dazu gäbe es zu berichten, dass ich neben den Schweinchen mit krummen Krallen (kann ja auch erblich sein oder eben haltungsbedingt) auch Schweinchen hier hatte, die zu wunden Pfoten neigen. Das sind fast ausschließlich Tiere mit heller Haut auf den Ballen (wie bei Weißscheckung). Gerade bei unserer Haltung müssen die Schweinchen sehr viel laufen (im Gegensatz zu vielen Zuchten oder vielen Privathaltern), hier fällt sofort auf wenn Schweinchen nur ungern weit laufen. Vielleicht kann man so verhindern das die Tiere zu viel sitzen und sich mehr wie in Freiheit bewegen. Das gewisse Computer-Problem, dass wir von uns Menschen kenne, gibt es auch bei Schweinchen. :D
    - Weißscheckung
    Im Aspekt auf mein Zuchtziel und die Probleme meiner Weißscheckenschweinchen mit Sonnenbrand achte ich auch darauf die Weißscheckung los zu werden. Gerade hier spalten sich die Meinungen. Aber ich habe nun schon bei mehreren Tieren das Problem mit Sonnenbrand auf den Öhrchen. Das fängt sogar schon bei Creme- oder Buffschweinchen an, die Weißen, ob ep,e-Weißschecken oder s-Weißschecken sind aber immer am schlimmsten betroffen. :mist:
    Kann mir gar nicht vorstellen, dass andere keine solchen Probleme bei Außenhaltung haben. Auch Nachbars Tiere und Tiere von Bekannten kamen schon mit Sonnenbrand und angefranzten schwarzen Ohrrändern zu mir. :scream:
    - Abszesse
    Es gibt ja die Vermutung, dass gewisse Abszessbildungen auch erblich sind. Neben den häufigen Beißabszessen oder denen die im Gaumen und Halsbereich durch mechanische Verletzungen bei zu rauhem oder hartem Futter entstehen gibt es Schweinchen, die ganz eindeutig anfälliger in der Richtung sind und auch scheinbar plötzlich Abszesse bilden.
    - Futterverträglichkeit
    Sind die Tiere wählerisch?
    Vertragen sie Futterumstellungen und Futtermangel? Heißt nicht das ich die Tiere hungern lassen würde, aber ich muss sagen, das es auch Tiere gibt, die bei normaler Grünfütterung oder eben bei Futter- oder Fütterungszeitumstellung immer mit Blähungen oder Durchfall reagieren. Evtl. wäre sowas durch gezielte Selektion zu verhindern.
     
  10. Caro

    Caro Schweinchen-Guru

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    @ Anna,

    das ist ja alles schön und gut, aber ich bezweifle dass alle diese aufgeführten Eigenschaften einen hohen Erblichkeitsgrad haben, nicht alles ist vererbbar und selbst wenn ja, wird es bei vielen nur gering sein...gerade was Charakter, Höchstalter angeht....es gibt da sooo viele Umwelteinflüsse, dass es sehr schwer ist da überhaupt selektieren zu können...
    gerade bei den Faktoren die polygen vererbbar sind, da hat man bestimmt ewig zu tun um seinen Bestand da zu festigen...

    nicht falsch verstehen, ich finde es gut, dass Züchter sich auch über etwas anderes als Typ und Bau Gedanken machen, nur vieles wird nicht so einfach realisierbar sein...bei mir fliegen Tiere die zu Krankheiten neigen, sei es chronisches Humpeln (bei meiner Laufstall-Auslaufhaltung echt ein Problem, da sie weite Strecken zum Futter haben), chronisch schlechter Allgemeinzustand, ...evtl. hat man Glück und die Selektion hilft es sowas zu vermeiden, sind GottseiDank sehr wenige Tiere die aus gesundheitlichen Gründen bei mir aus der Zucht genommen wurden...kurze Köpfe, ich züchte bewußt auf längere aber breite Köpfe, so nen schönen Ramsnasenkopf anstatt eines "Püppi-Kopfes mit Boxereffekt" , Extreme generell vermeiden...zu dichtes Fell z.B. beim Rex führt zu Kreislaufproblemen, all solche Sachen...

    Abzesse die spontan auftreten, bist du dir sicher, eigentlich müsste doch jede Eiterbildung eine Ursachse haben, oder?

    mmh also mit Weißscheckung hatte ich noch keine Probleme, selbst bei den Ausläufen die nicht unter den Bäumen stehen...könnte ich mir aber vorstellen....arme weiß p.e. Schweine...gibt es da Erfahrungen von weiß p.e. Züchtern?

    @ Sandra,
    wenn es wirklich passieren sollte dass Mißbildungen auftreten (das Risiko ist ja immer da - spontane Mutationen), dann wenn es keine zu stark beeinträchtigenden Dinge sind, bleibt das Tier da oder aber es wird in gute Hände als Liebhabertier vermittelt - also wie bei jedem Tier was geboren wird...wenn sich jemand des Tieres annehmen will und sich dadurch individuell um es kümmern kann/will, warum dann nicht abgeben...es sei denn ein blindes Tier, dies wäre wohl in heimischer Umgebung besser aufgehoben...
     
  11. #10 snickizicke, 12.12.2005
    snickizicke

    snickizicke Guest

    hi,
    ja das finde ich im prinzip gut das die "meisten"züchter solche tiere behalten aber meint ihr ein züchter würde sowas zugeben weshalb ein tier behindert ist?
    also so "normale" wie mich,wenn ich jetzt zu nem züchter kommen würde und der stellt mir sein tier vor das bspw.geh-behindert ist was sagt so ein züchter zum kunden?
    ich kann mir kaum vorstellen das ein "normaler"kunde so ein tier kaufen würde,wenn ja ist es ja super schön aber würde er zugeben oder würdet ihr zwei zugeben das es durch einen gendefekt handelt den ihr durch inzucht hervorgerufen habt?ich meine ich finde es echt super das man durch sowas so ein defekt in der erbanlage rausbekommt ,da wäre ich nie im leben drauf gekommen!!!aber ich glaube das viele züchter wenn auch nich alle und die mehrzahl diese tiere verschwinden lässt...so war es jedenfalls früher zu meiner omas-zeiten noch....auch wenn es niemand zugeben würde...
    naja nur eine vermutung,ehrlich!!!!nich mit steinen werfen bitte!!!!!in deckung gehe!!!!! :eek2:
    wie oft macht man so eine inzucht ?und macht man das mit jedem paar?
    mensch das ist ein so tolles spannendes thema....möchte gerne mehr erfahren darüber!!!ehrlich!!! :hand:
     
  12. Löne

    Löne Guest

    Ich will nicht wissen, wieviele OD Tiere nicht gemeldet werden, wenn das OD auftritt.. wieviele Nachkommen der OC Tiere aus Unwissenheit der neuen Besitzer weiter Nachkommen Zeugen, während es schon längst bekannt ist, dass es aus einer OD Linie stammt.. hm ja.
     
  13. Blondi

    Blondi Guest

    Auf Dauer gesehen hilft Ehrlichkeit einem Züchter am meisten. Wenn ich ein Tier abgebe, dann mit all den Infos, die ich über die Gesundheit/Behinderung usw. habe.
    Wenn die Leute sich auf den Züchter verlassen können, ist das für die "Vermarktung" (blöder Ausdruck, aber mir fällt grad kein besserer ein) auf Dauer auch besser.

    Ich hatte grad ein Schwein mit Zahnproblemen und habe die Besitzer der Nachkommen informiert, da mr die TÄ sagte, die Anlage dazu könne vererbt werden.Sowas gehört meiner Meinung nach auch zum verantwortlichen Züchten.
     
  14. #13 snickizicke, 12.12.2005
    snickizicke

    snickizicke Guest

    seht ihr sowas mein ich wie löne jetzt gesagt hat,es wäre schade wenn es jeder so machen würde....Aber dieses thema interessiert mich irgendwie total sowas mit den genen,gibt es seiten auch im internet darüber?kennt jemand eine gute seite?
    ja blondi so denke ich auch denn wenn ein kunde jahrelang oder halt mehrere tiere dort kauft und immer wieder sterben die oder sind krank dann wird doch spätestens irgendwann jemand sagen also bei dem kauf ich nix mehr der hat immer nur kranke tiere..also langfristig gesehn denke ich auch das es kein gute image ist...
    ja aber nun nochmal zu der frage die ich gestellt hab.
    wie oft macht man inzucht?und macht man das mit jedem paar einmal wo man noch nicht weiß ob es gendefekte hat oder nicht?
    also angenommen man hat 5weibliche und 5böcke
    und die werden miteinander verpaart wie auch immer also am besten jeder hat seine dame wo mit verpaart wird wird dann auch aus jedem dieser verpaarungen einmal eine inzucht gemacht damit man weiß ob es defekte gibt oder nicht?
     
  15. #14 Olyfant, 12.12.2005
    Olyfant

    Olyfant Guest

    Es gibt sicherlich auch schwarze Schafe unter den Züchtern. Ich habe inzwischen schon einige kennen gelernt und soweit ich das beurteilen kann würde nie einer von ihnen ein Tier entsorgen weil es eine Behinderung hat. Es ist sehr schwer für ein krankes oder behindertes Tier ein neues zuhause zu finden. Die meisten Züchter würden so ein Tier wohl selber behalten. Wenn man eine Zucht ordnungsgemäß führt und seine Tiere artgerecht hält kann man mit der Meerschweinchenzucht kein Geld verdienen. Alle Züchter zu denen ich Kontakt habe machen das aus reiner Liebe zu ihren Tieren. Es ist halt ein Hobby. Und dementsprechend kümmert man sich auch um seine Tiere und Nachzuchten. Als Züchter übernimmt man auch die Verantwortung für seine Nachzuchten und es kann immer mal sein das ein Tier aus irgend einem Grund nicht vermittelbar ist. Gar keine Frage das man für so einen Fall immer ausreichend Platz offen hält. Man sollte Züchter nicht immer gleich so negativ hinstellen. Mit den OD-Tieren ist es doch z.B. auch so das viele Züchter daran interessiert sind OD-freie Linien weiter zu fördern. Dazu gehört auch das man bei seinen Satintieren ein wenig Ahnenforschung betreibt und seine älteren Tiere behält um sie zu beobachten. Wenn OD bei einem meiner Satins auftritt würde ich z.B. das Tier, sowie alle verwandten Tiere aus der Zucht nehmen. Auch wenn einem das sehr schwer fällt. Genauso handhabe ich das mit anderen Krankheiten, Mißbildungen etc. Für mich ist es auch selbstverständlich das dann die Käufer meiner Nachzuchten darüber informiert werden. Sowas gehört für mich zu einer verantwortungsvollen Zucht dazu. Das es auch Züchter gibt die sowas nicht so genau nehmen ist mir schon völlig klar und die Erfahrung mußte ich auch bereits selber machen. Aber als Käufer hat man ja auch die Möglichkeit solche Themen mal vor einem Kauf beim Züchter anzusprechen. Ein seriöser Züchter wäre immer bereit dir darüber Auskunft zu geben und hat auch gewisse Genetikkenntnisse.
     
  16. #15 Elfriede, 12.12.2005
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    Tja,

    ab wann ist es Inzucht und was ist noch Linienzucht?

    Ich betreibe seit vielen Jahren eine Linienzucht und das hat nichts mit einer Inzucht zu tun. Ich verpaare immer wieder mal den Vater mit einer Tochter oder die Mutter mit ihrem Sohn. Habe auch schon häufiger mal Halbgeschwister mit einander verpaart.

    Ich denke, eine Inzucht beginnt dort, wo man Nachteile für die Tiere billigend in Kauf nimmt. Wenn ich z.B. weiß, daß in meinem Stamm eine Rezessive Krankheit steckt und ich immer weiter mache und auch eventuelle Träger immer wieder zur Zucht einsetze, das ist in meinen Augen Inzucht.

    Die Linienzucht, die von vielen Züchtern betrieben wird und die viele von Euch mit der Inzucht in einen Topf werfen,ist etwas anderes. Hier werden unter strengster (!) Kontrolle gesunde (!) Tiere miteinander verpaart. Zeigen sich Erbkrankheiten oder auch nur Unstimmigkeiten (gehäufte Todesfälle o.ä.) muß der Sache genauestens auf den Grund gegangen werden, alle (!) betroffenen Tiere müssen aus der Linie.

    Eine richtig betriebene Linienzucht führt zu schönen gesunden Tieren mit aufs genauester bekannter Genetik. Eine Inzucht dagegen ergibt eine große Zahl kranker und/oder behinderter Tiere.

    LG Elfriede :winke:
     
  17. #16 Olyfant, 12.12.2005
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    Olyfant Guest

    Ich sehe das anders. Denn eigentlich ist Linienzucht Inzucht. Nur weil man jetzt gezielt die Tochter mit dem Vater verpaart ist es nichts anderes als wenn es ausversehen oder aus Nachlässigkeit passiert wäre. Linienzucht ist doch eigentlich nur ein anderer Begriff für Linienzucht weil es sich besser anhört. Ich habe auch schon mal eine Rückverpaarung gemacht und war bisher mit den Ergebnissen immer sehr zufrieden. Für mich wäre dann aber schluß. Wenn man jetzt die Meerschweinchenzuchtbücher liest wird dort Linienzucht nicht als eine Rückverpaarung beschrieben sondern da wird die nächste Generation immer wieder mit der ersten Generation verpaart. Aber in meinen Augen ist auch das Inzucht.
     
  18. #17 Elfriede, 12.12.2005
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    Hy,

    natürlich ist Linienzucht eine kontrollierte Inzucht. Aber in diesem Sinne wird der Begriff Inzucht meist nicht gebraucht und ich glaube, so ist es auch hier nicht gemeint.

    Gemeint ist hier wohl Inzucht als etwas verwerfliches und negatives. Ich denke, so wird der Begriff Inzucht generell gesehen. Mir ist schon klar, daß der Begriff eigentlich nur die Verpaarung verwandter Tiere bedeutet, aber so wird er nicht benutzt. Deshalb grenze ich Linienzucht und Inzucht wie oben beschrieben gegeneinander ab.

    Wenn wir uns drauf einigen können, daß Inzucht an sich nichts negatives ist, fände ich das super. Aber ich denke, das werden viele hier nicht nachvollziehen können. Und deshalb betreibe ich eine Linienzucht und keine kontrollierte Inzucht.

    Übriegens: Wer jetzt glaubt, hier werden Tiere gequält, ist im Irrtum. Hier sitzen lauter quietschfidele über 1 kg schwere Meeries, die so gut wie nie gesundheitliche Probleme haben und auf Ausstellungen Preise gewinnen!

    LG Elfriede :winke:
     
  19. #18 Olyfant, 12.12.2005
    Olyfant

    Olyfant Guest

    Diejenigen die Inzucht/Linienzucht gleich negativ abwerten haben sich meisten nicht richtig mit dem Thema auseinander gesetzt. Oft wird das von Leuten gemacht die von Genetik überhaupt keine Ahung haben. Ich denke das Wichtigste in der Zucht ist das man an die Gesundheit seiner Tiere denkt egal ob man Linienzucht betreibt oder nicht. Viel schlimmer ist doch das so viele Züchter keine vernünftige Auslese ihrer Zuchttiere machen.
     
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  21. #19 snickizicke, 12.12.2005
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    snickizicke Guest

    hallo elfriede und olyfant
    Ihr beide habt etwas gesagt das sehr ehrlich und wie ich finde überhaupt nicht negativ ist!!!
    wenn jeder züchter so genau schaut wie ihr dann kann man beruhigt sein!
    ich finde das wort inzucht kann man negativ sowohl als auch positiv sehn und wenn man so etwas positives daraus entwickeln kann dann ist das doch schön,nur ich habe bemerkt das viele zucht-schweinchen viel öfter krank sind als schweinis die jetzt nichts besonderes an sich haben also vom aussehn nicht perfekt sind...wieso ist das dann so?denn bei hunden usw sagt man auch das rassehunde viel öfter krank seien als mischlinge..
    ja und da überlegt man sich schon ob man lieber ein perfektes schweini vom aussehn kauft oder lieber eins das nicht so perfekt ist dafür aber nicht dauernd krank ist..obwohl man das natürlich auch nicht sehen kann....
    aber die genetik und was da hinter steckt interessiert mich trotzdem noch... :hand: gibt es solche internetseiten darüber????
     
  22. #20 Olyfant, 12.12.2005
    Olyfant

    Olyfant Guest

    Es gibt auch sehr gesunde und robuste Rassemeerschweinchen. Das Hausmeerschweinchen aber z.B. Teil robuster sein sollen habe ich auch schon gehört, kann es aber nicht unbedingt bestätigen. Wenn zu mir Leute kommen die nur Meerschweinchen aus der Zoohandlung kennen sind sie sogar manchmal sehr erstaunt wie groß meine Tiere sind. Vor kurzem hatte ich hier jemanden der für seinen Bock einen Partner suchte und ganz erstaunt darüber war das meine 5 Wochen alten Babyböckchen fast genauso groß waren wie sein ausgewachsenes Meerschweichen. Das ein so extrem kleinwüchsiges Tier gesünder als ein Rassetier sein soll kann ich nicht glauben. Und oft hängt es auch einfach mit der falschen Pflege zusammen. Viele wollen Meerschweinchen haben die schön aussehen. Am liebsten mit richtig langem Fell und Locken sind auch noch schön. Das diese Tiere aber auch Pflege benötigen wird oft vergessen. Ich habe hier schon Leute gehabt die mir ihre Texel vorbei gebracht haben die bis zur Haut verfilzt waren. Normalerweise haben diese Tiere auch Parasitenbefall und wenn sie dann krankheitsanfälliger sind ist das doch verständlich.
     
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