Inhaltsstoffe von Kräuter & co

Diskutiere Inhaltsstoffe von Kräuter & co im Ernährung Forum im Bereich Meerschweinchen; Mir ist aufgefallen, dass hier sehr viele Pflanzen aufgrund von bestimmten Inhaltsstoffen als giftig eingestuft werden. Ich beschäftige mich ja...

  1. #1 sabrina, 05.04.2015
    sabrina

    sabrina Gelöscht

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    Mir ist aufgefallen, dass hier sehr viele Pflanzen aufgrund von bestimmten Inhaltsstoffen als giftig eingestuft werden. Ich beschäftige mich ja sehr intensiv damit, bin auch seit kurzem in einer Pflanzenbestimmungsgruppe auf facebook wo wiederum die Pflanzen als fressbar gelten.

    Deshalb würde ich gerne über ein paar Inhaltsstoffe fachsimpeln und freundlich diskutieren.

    Zu giftigen Inhaltsstoffe gelten ja bestimmte Alkaloide, Saponine, Glykoside und ätherische Öle. Oft werden Wildkräuter auch wegen ihres Oxalsäuregehaltes und Cumarin als giftig eingestuft.

    Diese Inhaltsstoffe sind aber in so gut wie allen Kräutern vorhanden. Cumarin ist beispielsweise auch in Petersilie, Bibernelle, Giersch enthalten. Oxalsäure auch nicht automatisch giftig, nur in größeren Mengen ungesund.

    Giftstoffe machen Wildkräutern zu Heilpflanzen. Allerdings in Maßen.

    Ich persönlich denke im richtigen Gemisch ist sehr vieles durchaus fressbar. Nebenwirkungen heben sich oftmals gegenseitig auf. Außerdem selektieren viele Schweinchens sehr gut.

    Würde gerne viele unterschiedliche Meinungen dazu zu hören, bzw. lesen ;)
     
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  3. Uddi

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    AW: Inhaltsstoffe von Kräuter & co

    Meiner Meinung nach gibt es nur sehr wenig hier in Deutschland wild wachsene Pflanzen auf den Wiesen, die tatsächlich stark giftig für Meerschweinchen sind und wie immer macht die Dosis das Gift.

    Der Begriff Wiese beinhaltet für mich schon, dass es sich dabei um ein Gemisch aus vielerlei Gräsern und Kräutern handelt, hauptsächlich jedoch Gräser. Ich gebe auch zu, dass ich jemand bin, der nicht auf die Wiese geht und dort selektiv etwas sammelt, sondern grob mit der Hand die Wiese abrupft und das ganze dann als Haufen ins Gehege schmeisse. Wie du schon sagtest Meeris können sehr gut selektieren. Dazu brauchen sie allerdings auch die Chance, d.h. eher eine ad libitium Ernährung statt einer durch den Menschen stark vorselektierte/rationierte Frischfutterernährung. Ein großer Haufen Wiese kommt dem im Prinzip nahe.

    Die von dir genannten Inhaltsstoffe sind zu allgemein, um wirklich darüber fachsimpeln zu können. Alleine die Stoffklasse der Alkaloide umfasst mehr als 10.000 Verbindungen mit ganz unterschiedlicher Wirkung auf den menschlichen/tierischen Organismus, sodass man nicht per se sagen kann, dass diese als giftige Inhaltstoffe gelten.

    Ein weiterer Fehler bei der Bewertung der Toxizitiät gewisser Stoffe ist deren, von der Matrix getrennte, isolierte Betrachtungsweise.
     
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  4. #3 sabrina, 05.04.2015
    sabrina

    sabrina Gelöscht

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    Zu den Alkaloiden, z.B. Nicotin,Solanin und Coffein. Drei Inhaltsstoffe die durchaus in fressbaren Wildkräutern vorkommen.

    Oftmals wird bei den Wildkräutern aber auch nur dieser Oberbegriff Alkaloid verwendet und zu den Alkaloiden gehört ja auch Morphin, Cocain und Atropin.
     
  5. Uddi

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    Richtig, aber jeder weiss ja auch, dass z.B. Koffein und Nikotin in geringeren Dosen als Stimulanz; Kokain analgetisch wirken, also durchaus erwünschte Effekte und nicht toxisch. Daher das allgemeingültige Zitat von Paracelsus. So kann ein Stoff je nach Dosis völlig gegensätzliche Wirkung haben.

    Es ist eben auch nicht alles so gut untersucht bzw. falsch untersucht (z.B. durch direkte Injektion in den Blutkreislauf unter Ignorierung der Magen-Darm-Passage).

    Ein Beispiel was mir grade einfällt ist das Jakobskreuzkraut. Wird/wurde von vielen für Meerschweinchen als giftig eingestuft, habe auch schon viel gelesen, dass es Meerschweinchen garnichts macht.

    Finde es aber auch nicht verkehrt auf Nr. Sicher zu gehen, wenn man es eben nicht genau weiss.
     
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  6. #5 Angelika, 06.04.2015
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    Ich füttere nur mir bekannte, als "harmlos" anerkannte Pflanzen und experimentiere nicht herum.
    Klar mögen Tiere allgemein selektieren (meine allerdings halten MICH für den Vorkoster). Und dabei wird es immer wieder welche geben, die trotzdem generell oder gerade für sie (wegen individueller Unverträglichkeiten, z. B. bei Nierenerkrankungen Pflanzen mit hohem Oxalsäuregehalt) unverträgliches Futter fressen (wie Menschen auch ^^).
    Wer für seine Tiere damit verbundene Erkrankungen oder Todesfälle in Kauf nehmen möchte, wird sich durch keine Diskussion hier hindern lassen. Und wir werden davon natürlich auch Nichts erfahren.
    Ich gehöre jedenfalls nicht dazu.
     
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  7. #6 HikoKuraiko, 06.04.2015
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    Ich für meinen Teil "scanne" die Wiesen auf denen ich Sammel nur einmal kurz mit meinen Augen und wenn mir nicht direkt was wirklich giftiges ins Auge springt sammel ich auch ungesehen ;) Mittlerweile weiß ich das hier auf den Wiesen wo ich sammel aber nix wirklich 100% giftiges wächst. Das einzige was hier wächst wo ich auch nen Bogen drum mache ist Aronstab (das Zeug verbreitet sich hier echt wie die Pest -.-) und der wächst eher nicht auf den Wiesen sondern bei uns in Wäldern, Brachliegenden Flächen, an Feldwegen usw. Ansonsten sehe ich das so das die Menge das Gift macht. Meine futtern auch nicht immer die gleichen Kräuter (das was heute der Renner ist, kann morgen schon wieder eklig sein) und picken sich wirklich geziehlt raus was sie wollen und gerade brauchen.
     
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  8. #7 Eliza, 07.04.2015
    Zuletzt bearbeitet: 07.04.2015
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    ... ein paar Infoseiten vorweg zum belesen ...

    => http://www.vetpharm.uzh.ch/reloader.htm?clinitox/toxdb/WDK_002.htm?clinitox/wdk/toxiwdk.htm

    => http://www.vetpharm.uzh.ch/reloader.htm?perldocs/toxsyqry.htm?inhalt_c.htm

    => http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_giftiger_Pflanzen

    => http://www.mlul.brandenburg.de/media_fast/4055/giftpfla.pdf

    => http://www.kraeuter-buch.de/magazin/giftige-kraeuter-auf-wiesen-und-weiden-38.html

    weitere Infoseiten ...

    => http://www.wild-kraeuter.de/naehrstoffe.htm

    => http://www.kraeuterhuegel.at/herbarium/a_wild.php


    Bei der Wildkräuterfütterung bin ich auch der Meinung das die Menge das Gift macht,
    aber dies gilt für mich nicht generell für alle Wildpflanzen, sondern nur für die unbedenklichen Wildkräuter!


    Die empfohlene Faustregel in der Wiesenfutterfütterung ist ~ 80-90% Grassorten und ~ 20-10% verschiedener Wildkräuter,
    per Augenmaß.


    Ich persönlich bin nicht der Meinung das Schweinchen generell die Fähigkeit haben zu selektieren,
    dies ist mir doch für meine Tiere zu unsicher.

    Denn wenn Tiere/Meerschweinchen Giftpfanzen 100% selektieren könnten,
    warum kommt es dann immer wieder zu Vergiftungsfällen?

    Auch die Dunkelziffer der Vergiftungsfälle wie Angelika schon bemerkte sollte man nicht außer acht lassen,
    wer weiß wieviel Erkrankungen hier auf schleichende Vergiftungen von Fütterung bedenklicher Pflanzen zurück zu führen ist?!

    Und das ist für mich einer der wichtigsten Gründe keine bedenklichen Pflanzen zu empfehlen.

    Aspekte die man sicher auch nicht außer acht lassen sollte, sind wie sind die Schweinchen aufgewachsen,
    wie groß ist der Heißhunger auf WiFu gerade im Bezug wenn sie es denn unregelmäßig bekommen,
    verdeckte Krankheiten worauf das Meerschweinchen dann individuell sensibler auf bestimmte Pflanzenstoffe
    reagiert wie im Normalfall u.v.m. ...

    Zum Jakobskreuzkraut das ist definitiv keine zu empfehlende Pflanze zum verfüttern
    weder im frischen noch im getrockneten Zustand, da sie leberschädigender Pyrrolizidinalkaloide enthält!
    Alle Teile des Krauts sind hochgradig giftig. Insbesondere die Blüten haben es in sich,
    denn ihr Gift ist doppelt so hoch, wie das Gift im Stängel.

    Quelle: http://www.kraeuter-buch.de/magazin/giftige-kraeuter-auf-wiesen-und-weiden-38.html

    Das "scheinbar" ist mir persönlich zu vage!

    Wenn man in einem Forum wie diesem hier Pflanzenempfehlungen ausspricht muß man auch immer bedenken
    das sich hier viele User tummeln welche nicht so pflanzenkundig sind,
    dies ist der Grund warum man hier mit diesem Thema sensibler umgeht.

    Pflanzenkunde ist sehr umfangreich, es gibt Pflanzen wo man nur bestimmte Pflanzenteile nicht verfüttern darf/sollte,
    z.B. die Vogelwicke hier sind es die Fruchtkapseln (Samen) giftig sie enthalten Blausäureglykosid
    ansonsten wäre hier zu beachten das die Vogelwicke sehr eiweißhaltig ist.

    Bei anderen Pflanzen ist es die Verwechslungsgefahr, Stumpfblättriger Ampfer z.B. hat einen
    deutlich höheren Oxalsäuregehalt wie der Wiesenampfer.
    Nun läßt sich hier beides gut auseinander halten.

    Beim Ackerschachtelhalm mit dem giftigen Sumpfschachtelhalm der auch auf Feuchtwiesen
    wächst ist das dann schon etwas für das geübtere Auge.

    Vielleicht mache ich es mir zu einfach, aber ich bin lieber auf der sicheren Seite,
    die Vielfalt der unbedenklichen Wildpflanzen und Heilkräuter reicht mir völlig aus,
    da muß ich nicht experimentieren bzw. meine Schweinchen gefährden.

    Ich persönlich möchte auch nicht gerade stehen müssen für die Fütterungs Empfehlung einer bedenklichen Heilpflanze.





    LG Claudia
     
  9. #8 sabrina, 07.04.2015
    sabrina

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    Super Links, einige waren mir schon bekannt. Es lohnt sich für jeden da mal rein zuschauen. Danke Eliza!

    Klar, ist doch aber, dass es viel weniger Giftpflanzen gibt wie fressbare (das sieht man ja auch auf den Infoseiten).

    Und auch in fressbaren Pflanzen sind Stoffe die giftig werden können, wenn sie in zu großer Menge, nicht im richtigen Gemisch oder bei Vorerkrankungen gefüttert werden.

    Lieber vorsichtig zu sein, wie zu leichtsinnig finde ich auch vernünftig. Aber ohne grundlegendes Hintergrundwissen und da reicht oftmals nicht nur eine Seite über Kräuter, Pflanzen & Co, sollte man solches auch nicht vorschnell als giftig einstufen. Finde ich. Das meine ich im Allgemeinen, an niemanden hier gerichtet.

    Die allgemeine Vorgehensweise ist doch: Ich druck mir ne Futterliste aus und das ist dann alles gut geeignet und gesund. Oder man fragt nur ein paar Personen.

    Eine Fütterung bei der die Kräuter nur aus Löwenzahn und Spitzwegerich bestehen ist meines Erachtens auch nicht super gesund.

    Schleichende Vergiftung ... weiß ich nicht. Aber wir wissen alle nicht wie viele Giftstoffe, die krebserregend, leberschädigend usw. sind, wir tagtäglich zu uns nehmen. Sind bestimmt ne Menge.
     
  10. Eliza

    Eliza Herr der Schweinchen

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    Nun mit den Infoseiten ist das so eine Sache, ich finde man sollte sich nicht nur an eine halten und dabei drauf achten das der Autor bzw. die Infogebenden nicht immer die selben sind.

    Ich würde eher eine Pflanze als bedenklich einstufen als das ich sie als unbedenklich einstufe, wobei ich wie schon oben erwähnt da schon recht weiträumig recherchiere und auch Rücksprache halte mit Leuten die sich auch mit dem Thema beschäftigen.

    Verfüttert ist eine Pflanze schnell, aber eine Vergiftung zu heilen kostet Geld, Nerven und mit unter auch das Leben des Schweinchens.

    Das ist richtig auch in fressbare Pflanzen sind Stoffe die wenn diese Pflanzen im Übermaß gefüttert werden auch giftig sein können.

    Deswegen werd ich da nicht müd das Gemisch von 80-90% Grassorten und 20-10% verschiedener Wildkräuter zu erwähnen.

    Ja das ist richtig!

    Wobei es doch deutlich mehr Wildkräuter gibt die unbedenklich sind ;)

    Glaub jeder von uns hat klein angefangen, man geht über die Wiese findet eine unbekannte Pflanze und schon hat einen das Fieber gepackt.
    Man schlägt in Büchern nach, durchforstet das Internet und fragt sich durch.




    LG Eliza
     
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  11. Uddi

    Uddi Schweinchen-Häuptling

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    Da ich das Jakobskreuzkraut angesprochen habe, möchte ich auf folgende Studie verweisen - http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/6665808 - über die ich in dem Zusammenhang gestolpert bin. Es gibt Gruppen z.B. in Facebook, wo man sich eingehend mit der Fütterung div. Wildkräuter beschäftigt und dort habe ich auch gelesen, dass es dazu wohl tatsächlich großangelegte Studien gab.

    Ich stelle es nur in den Raum, empfehle nicht es zu füttern. Ich weiss nur, dass die Giftigkeit div. Pflanzen oft von ihrer Wirkung auf Pferde und Menschen abgeleitet werden, was aber auf Nager nicht zutreffen muss.

    Desweiteren wird nicht umsonst empfohlen immer im Gemisch zu füttern und selbst bei rationierter Ernährung nehmen Meerschweinchen i.d.R. von sich aus keine größeren Mengen giftiger Pflanzen auf. Im Gemisch sind einige Pflanzen in geringen Mengen verträglich. Dies gilt z.B. auch für Gundermann und Efeu. Letzteres wirkt in geringen Mengen als Heilpflanze.

    Es geht ja nicht darum bewusst und gezielt häufig und große Mengen solcher Pflanzen zu verfüttern, um eine akute Vergiftung hervorzurufen, sondern, dass man nicht zwangsläufig in Panik verfällt, wenn mal kleine Mengen davon im Futter sind.

    Mir persönlich sind keine Vergiftungsfälle bekannt, in denen es wirklich durch Obduktion nachgewiesen(!) ist, ich lasse mir aber gerne dokumentierte Fälle zeigen. "Dunkelziffern" bleiben spekulativ und eine "schleichende Vergiftung" wird oft mit Organschäden/-versagen in Verbindung gebracht, die aber auch vielerlei andere Ursachen haben können. So weisen bestimmte Rückstände von Pflanzenschutzmitteln auf Gemüse eine nicht mindere chronische Toxizität auf.
     
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  12. #11 Angelika, 08.04.2015
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    Man gewinnt ständig an Erkenntnis ... ein aus der Salatsauce nicht wegzudenkendes Kraut war bis vor kurzem Borretsch. Er ist auch integraler Bestandteil der Original Frankfurter grüne Sauce. Inzwischen hat man heraus gefunden, dass er so lebertoxisch ist wie JKK, und kanzerogen obendrein. Die in den Mischungen enthaltenen Mengen enthalten ein vielfaches der maximalen Tagesdosis für einen Erwachsenen ... Meine Mutter hatte es im Garten, und es gab das Zeugs täglich im Salat. Wir leben noch. Und wir haben schließlich auch DDT gefressen damals. Ist aber für mich kein Argument, Zeugs, von dem ich weiß, dass es schädlich ist, gezielt zu geben.
     
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  13. #12 HikoKuraiko, 08.04.2015
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    Ich halte es mittlerweile so, dass das was wir Menschen an Wildkräutern essen können, auch meine Tiere bekommen. Auch der immer wieder als Giftig eingestufte Wiesenbärenklau ist für den Menschen Essbar und eine alte Heilpflanze und von daher bekommen ihn auch meine Tiere in kleinen Mengen in einem guten Gemisch. Kann auch zumindest für meine Wutzen sagen das sie sehr gut selektieren können wenn man sie denn lässt. Sie picken sich an Kräutern ganz genau das raus was sie brauchen (konnte ich sehr gut bei meinem Shiko damals sehen: jedesmal wenn er nen Rückfall wegen seiner Lunge hatte fing er im Sommer an Spitzwegerich förmlich zu inhalieren ohne das man äußerlich irgendwas ausmachen konnte das es ihm wieder schlechter ging... das ganze war dann aber für mich der Hinweiß wieder nen Termin beim TA zu machen um noch mal die Lunge abhören zu lassen und ggf. mit Medikamenten nach zu helfen).
     
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  14. #13 Eliza, 08.04.2015
    Zuletzt bearbeitet: 08.04.2015
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    In diesem Rahmen sammel ich unter anderem auch, wobei hier noch darauf zu achten ist ob die Kräuter explizit nur äußerlich angewendet werden dürfen.


    Wiesenbärenklau
    ist eine Futterpflanze und ist in kleinen Mengen im Gemisch so wie du beschreibst unbedenklich!

    Nicht zu verwechseln mit dem Riesen-Bärenklau oder auch Herkulesstaude dieser dagegen ist hochgiftig!



    LG Eliza
     
  15. #14 Snow-Snow, 08.04.2015
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    Und weist du bei dieser Empfehlung auch darauf hin das die häufigsten (nachgewiesenen) Vergiftungen an Weidetieren durch Pilzsymbioten an Futtergräsern auftreten?
    Geht jemand bei dieser Empehlung ohne Wissen um Wiesenqualität sammeln dann füttert er am ende 80-90% Mutterkorn-ähnliche Gifte. Beim Heu ist das noch interessanter weil nur die wenigsten sich überhaupt Gedanken machen was sie da füttern.

    Jede Pflanze enthält Frassschutzgifte die bei häufigem Schnitt/Verbiss sogar noch ansteigen. Es ist also unbedingt nötig ganzheitlich aufzuklären und nicht nur giftig von ungiftig zu trennen. Denn auch völlig harmlos erscheinende Futtergräser können bei falscher Bewirtschaftung hoch giftig sein ohne das man die Pilze sehen kann.

    http://www.artgerecht-tier.de/kateg...giftungen-von-pferden-durch-graesergifte.html
     
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  16. #15 sabrina, 08.04.2015
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    Super interessant was ihr da alle schreibt!

    Das mit dem Efeu habe ich auch erst ganz neu gelernt. Wobei ich mich da einfach nicht traue, sitzt noch sehr tief, dass das giftig sein soll (auch in kleinen Mengen).

    Stimmt Angelika, Zeugs von dem man wissentlich weiß, dass es schädlich ist sollte man natürlich nicht füttern. Ich denke aber, dass man bei den meisten Futtermitteln sich in einer Grauzone bewegt. Weshalb ja auch viele Anfänger total überfordert sind, wenn auf Futterlisten plötzlich Worte wie Oxalsäure oder Phophor-Calcium-Verhältnis steht.

    Auf jeden Fall ist tatsächlich zu bedenken, dass viele Kräuter eher oder sogar nur äußerlich wirken. Ich finde, dass viel zu selten erwähnt.

    Das mit den Gräsern und Heu finde ich genauso. Beispielsweise musste ich jetzt auf mein altbewährten Heuballen warten und war gezwungen im Zoofachhandel Heu zu kaufen. Das rühren meine Schweinchens nicht an. Ich will gar nicht wissen was da drin ist.

    Gras genauso: Meine fressen nicht alles an Gras. Es kommt vor, wenn auch selten, dass meine Jungs Gras liegen lassen und damit meine ich nicht eine Sorte, sondern "die Ernte", die ich gerade getätigt habe. Für mich ist das ein Zeichen, dass damit was nicht oK ist und es wird ausgewechselt.
     
  17. Eliza

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    Das mit dem Efeu habe ich auch erst ganz neu gelernt. Wobei ich mich da einfach nicht traue, sitzt noch sehr tief, dass das giftig sein soll (auch in kleinen Mengen).

    Efeu kommt mir in keins meiner Tiere rein!


    Wird unter anderem hier als giftig geführt!

    => http://www.tierarztpraxis-eckes.de/Page1.aspx?pageid=5&subid=1



    LG Eliza
     
  18. #17 sabrina, 08.04.2015
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    Efeu soll sogar für den Menschen eine Heilwirkung haben. Aber da ich das nicht ausprobieren würde bei mir, kriegen das meine Schweinchens natürlich auch nicht.

    Die Liste gefällt mir, einfach gehalten, aber wichtige Infos enthalten.
     
  19. #18 sabrina, 08.04.2015
    sabrina

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    Beispiele, die mir noch einfallen: Beinwell, super Heilwirkung, aber halt äußerlich angewendet und drüsiges Springkraut, hat auch ne Heilwirkung, aber als Brechmittel. Füttere ich beides nicht. In mini Mengen werden sie davon nicht tot umfallen, aber ist mir zu riskant und hat von der Wirkung her keine Bedeutung innerlich angewendet.
     
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  21. Eliza

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    Beinwell verfüttere ich wegen der enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide nicht.

    => http://www.vetpharm.uzh.ch/perldocs/index_x.htm

    ... äußerlich angewendet ist Beinwell eine tolle Pflanze.

    drüsiges bzw. indisches Springkraut löst Brechreiz aus, hier wird die Info gegeben dieses nicht innerlich anzuwenden!

    => http://www.heilkraeuter.de/lexikon/springkraut.htm

    somit fällt es für mich als Futterpflanze raus.


    Ich denke im allgemeinen ist es so das man beim sammeln hin und wieder auch mal ein Blättchen erwischt was man nicht füttern sollte.
    Beim verfüttern schaue ich noch mal grob drüber ob mir Hahnanfuß oder ähnliches dazwischen gerutscht ist, in Panik braucht man deswegen sicher nicht auszubrechen wenn doch mal was dazwischen gerutscht ist.

    Nur das bewußte sammeln von Heilpflanzen mit bedenklichen oder gar giftigen Inhaltsstoffen sollte man eben nicht, insbesondere dann nicht wenn man am anfüttern ist, denn dann läuft man Gefahr das alles was grün ist im EB gierig aufgesaugt wird.




    LG Eliza
     
  22. #20 sabrina, 08.04.2015
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    Ja, stimme ich dir zu!

    Da kommt mir auch die Frage auf wie viel beträgt die medizinische Dosis eines Krautes für ein Meerschweinchen? Das ist als Laie ja kaum einzuschätzen. Ich weiß das ja nicht einmal für den Menschen, nur, dass wir von der Menge her einfach nochmal mehr vertragen.

    Wenn wir davon ausgehen, dass das Wildmeerschweinchen selektieren konnte und das aufgenommen hat was es gerade benötigt und unser heutiges Meerschweinchen darauf angewiesen ist was wir ihm vorsetzen, dann müssen wir ja auch bestimmen was wann und wie viel gesund ist. Spitzwegerich z.B. ist super bei Husten. Aber wie viel?

    Das mit den 10 - 20% Kräuter habe ich schon verstanden. Aber wenn ich Wiese sammeln gehe, muss ich schon nach Kräutern Ausschau halten, weil nicht alles gut gemischt irgendwo wächst und wenn ich es zu medizinischen Zwecken reiche, ist das ja auch nochmal was anders.

    Bei getrockneten Kräutern ist die Wirkung ja wieder ganz anders. Aber wie viele Leute stellen 2x täglich einen Futternapf getrocknete Kräuter hin und denken, das ist gesund, weils ja kein Trofu ist?!

    Das geht alles ja weit über die Kategorisierung "giftig, ungiftig" hinaus.
     
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