Ich glaub ich spinne...Hundetrainer ...

Diskutiere Ich glaub ich spinne...Hundetrainer ... im Andere Tiere (Archiv) Forum im Bereich Archiv; Hallo ihr Lieben, manchmal glaub ich echt ich bin im falschen Film. Ich bin ja mit Yoshiro in einer Hundeschule, was sich anscheinend als...

  1. #1 Trinity1984, 12.01.2008
    Trinity1984

    Trinity1984 Guest

    Hallo ihr Lieben,

    manchmal glaub ich echt ich bin im falschen Film.

    Ich bin ja mit Yoshiro in einer Hundeschule, was sich anscheinend als Fehler rausgestellt hat.
    Yoshiro mag keine anderen Hunde, er bellt und versucht zu ihnen hinzukommen. Ob er ihnen was tun würde weiß ich nicht, ich will das aber auch lieber nicht ausprobieren, unserem alten Luca tut er nichts.

    Jetzt hat meine Mutter sich vorhin mit dem Hundetrainer unterhalten ( er wohnt bei uns in der Nachbarschaft ). Sie wollte gerne, dass er mit uns Einzelstunden macht. Dazu war er nicht bereit, da er der Meinung ist, dass wir uns eh nicht an seine Anweisungen halten, was aber nicht stimmt, Yoshrio ist schon um einiges ruhiger geworden, es gibt aber einfach Hunde, die er nunmal garnicht austehen kann ( besonders Hündinnen ). :runzl:

    Ich bin vorhin mit Luca und Yoshiro dazu gekommen und da meint der Hundetrainer zu mir ich sollte Yoshiro abgeben, da es Tierqälerei wäre, dass er keine anderen Hunde mag ( was kann ich dafür ? ) und ich sollte ihn abgeben.

    Jetzt gabs hier deshalb schon Streit weil ich mich umgedreht habe und gegangen bin. :heul:
    Er meinte auch noch, dass er ja mal das Ordnungsamt anrufen könnte und dann wäre ich meinen Hund auch los.
    Ich sitz jetzt hier und bin am weinen und weiß nicht mehr weiter.
    Eine andere Hundeschule will ich nicht mehr ausprobieren, da ich der Meinung bin, dass das eh nichts bringt, auf der anderen Seite habe ich Angst, dass er mir meinen Hund wegnimmt.
    Yoshiro hat mir damals über die Trennung von meinem Ex hinweg geholfen und auf keinen Fall würde ich ihn abgeben...

    Könnt ihr mich ein bisschen aufbauen ? Ich bin mit den Nerven völlig am Ende.

    Weinenden Gruß,
    Trinity
     
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  3. #2 anna-hedi, 12.01.2008
    anna-hedi

    anna-hedi Guest

    Wie alt ist denn Dein Hund? Ich würde es mit einer anderen Hundeschule probieren. In meiner Hundeschule gab es auch Problemhunde, mit denen wurde halt gearbeitet.Finde das Verhalten von dem Typ etwas merkwürdig...
    Ruf einfach mal bei einer anderen Hundeschule unverbindlich an und frag nach... das kostet nichts!
    Viel Glück :winke:
     
  4. #3 JessieKr, 12.01.2008
    JessieKr

    JessieKr Guest

    Watt ist das denn für ein Trainer?

    Warum verlangt eigentlich die ganze Welt immer, dass Hunde partout alle anderen Hunde leiden müssen? und tun sie es nicht, sind sie a-sozial? Wasn Quatsch...

    Keine Angst, dir kann weder der Trainer noch das O-Amt irgendwas.
     
  5. #4 Trinity1984, 12.01.2008
    Trinity1984

    Trinity1984 Guest

    Hallo,

    @Anna-Hedi :
    Yoshiro ist nun 7 Monate alt. Ich werde mal sehen, dass ich einen anderen Hundetrainer finde.
    @Tina :
    Danke für deine lieben Worte. Als Yoshiro ganz klein war wurde er 2x von der Hündin meines Ex gebissen, seitdem hat er es einfach nicht mehr so mit anderen Hunden, ganz schlimm sind für ihn Hündinnen, da hat er, meiner Meinung nach einfach Angst vor und reagiert dann aggressiv.

    Gruß,
    Trinity
     
  6. #5 anna-hedi, 12.01.2008
    anna-hedi

    anna-hedi Guest

    Er ist doch noch jung, denke mit einem einfühlsamen Trainer kriegst du das hin. Bei uns wurden Hunde die ähnliche Probleme hatten mit ganz kooperativen Hunden verkuppelt, das klappte ganz gut.
    Meine Freundin bekam ihren Hund auch mit 6 Monaten,er war vorher die ganze Zeit im Keller eingesperrt, den hat sie auch wieder hin bekommen. Er war später ein ganz lieber toller Hund.
    Wie sagt man so schön Mit Geduld und Spucke klappt es!
     
  7. #6 honeyisses, 12.01.2008
    honeyisses

    honeyisses Guest

    Mit 7 Monaten ist Dein Hund mitten in der Pubertät, da kann durchaus noch was zu machen sein. Meiner Meinung nach ist die Symphatie zwischen Hundehalter und Hundetrainer genauso wichtig, wie das Verhältnis zwischen Hund und Hundetrainer. Versuche es auf jeden Fall mit einem anderen Trainer - im Zweifelsfall so oft, bis ihr beide (Du und Dein Hund) Euch gut aufgehoben fühlt.
     
  8. Nancy

    Nancy Schweinchen-Senior

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    Hallo,

    er kann ja gern das Ordnungsamt anrufen, da passiert nämlich gar nix. Nur weil Dein Hund nicht verträglich ist, kann ihn Dir keiner weg nehmen. Außerdem könntest Du ja dann gleich sagen, daß Du mit diesem Trainer arbeiten wolltest, er das aber ablehnte...
    Auf so einen Trainer kannst Du aber getrost verzichten. Such Dir nen guten Hundeplatz oder privat erfahrene Halter mit verträglichen Hunden und arbeite so mit Yoshiro. Du schreibst ja, daß Du nicht weißt, ob er nur hin will oder ob er was tun würde. Das würde ich aber auf jeden Fall mal ausprobieren, wenns sein muß mit Maulkorb.

    Wir haben auch zwei Hunde, Nancy ist mit jedem verträglich, Sam nicht mit großen (unkastrierten) Rüden - er wurde mal von einem angegriffen und seitdem reagiert er so. Er ist mittlerweile 12 Jahre alt, als er jünger war und ich auf dem Hundeplatz mit ihm war wollten sie mir auch immer einreden, daß mein Sam nicht normal ist. Nicht jeder Hund muß jeden mögen. Sam hätte während des Arbeitens keinen anderen, großen Rüden angepackt, nur während den Pausen - also lief er einfach nicht mit den Hunden in der Pause, wenn einer dabei war mit dem er absolut nicht konnte.
    Auch im TH sind immer wieder Hunde, die nur mit bestimmten verträglich sind. Mit vielen kann man dran arbeiten, mit einigen nicht - ist halt so.

    Laß Dich nicht verrückt machen und arbeite mit Yoshiro
    Marion
     
  9. Cate

    Cate Schweinchen-Guru

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    Bin derselben Meinung, dass der Trainer nicht tauglich ist!! :eek3:

    Wenn dein Hund schlechte Erfahrung mit Hündinnen hatte, dann wird ein vernünftiger Trainer mit gelassenen Hündinnen arbeiten, die das Gebelle deines Hundes ignorieren und dein Hund muss bei jedem auch noch so kleinem Erfolg (zB dich kurz angucken; kurze Bellpause) SOFORT!!!! gelobt werden.

    Mit Geduld, Lob und Spielen, wird fast jeder Hund verträglich; Mit Strafe hingegen macht man viel kaputt.

    Suche weiter, du wirst leicht einen besseren Trainer finden und mit guter Suche auch einen richtig guten!
     
  10. #9 bastelmama, 12.01.2008
    bastelmama

    bastelmama Guest

    Hallo, :winke:
    also ich finde auch, daß Du Dir wegen dem Ordnungsamt nun wirklich keine Sorgen machen mußt: immerhin arbeitest Du ja mit Deinem Hund und bemühst Dich. Außerdem gibt es nun mal Hunde, die einfach ein absolut schlechtes Sozialverhalten haben. Unser Hund ist zum Glück recht klein, ein Tibet Spaniel, und der greift alles an, was läuft! Er ist jetzt 6 Jahre alt und mit der Hundeschule wurde es nur noch schlimmer. Er verträgt sich mit genau 3 Hunden, alle anderen, gleich welcher Rasse, würde er fressen, wenn er könnte. Am liebsten irische Wolfshunde, alle Kampfhunderassen und eben alles was möglichst groß und ihm überlegen ist.
    Vielleicht sollte man auch einfach nur akzeptieren, wenn ein Hund kaum andere Hunde mag, immerhin gibt es auch bei den Menschen Eigenbrödler und das wird auch hingenommen. Tiere sind auch keine genormten Maschinen.
    Dein Hund ist auch noch so jung, da kann sich noch vieles ändern. Versuch es wirklich mal mit einer anderen Hundeschule und wie auch schon gesagt: die Pubertät darf man da auch nicht außer Acht lassen!
    Gruß
    Dunja
     
  11. #10 Nicky774, 12.01.2008
    Nicky774

    Nicky774 Guest

    Such dir eine andere Hundeschule!

    Wenn dieser unfähige Trainer tatsächlich das OA einschaltet, kannst du schonmal zeigen, daß es nicht an dir liegt.

    Desweiteren können die dir mit DER Begründung die dieser Hohlkopp geliefert hat, keinen Hund wegnehmen - dann müßten die ja auch allen Leuten die nur 1 Hund halten, die Hunde wegnehmen aus Gründen der Tierquälerei. Also Bullshit.

    Wenn du dir noch unsicher bist, formuliere mir mal den ganzen Fall in einer Email (PN) dann schicke ich das mal über den Tierschutzverteiler, da sitzen genügend Profis!
     
  12. akhuna

    akhuna Guest

    Keine angst vorm Ordnungsamt. Ist ja auch nicht so, als hätte Yoshiro überhaupt keinen Hundekontakt. Es gibt ja euren alten Luca, mit dem er ein normales Sozialverhalten zeigt. Der Trainer ist ein echter blödmann.

    *knuddelt dich mal* mach dir keine Sorgen. Das kriegt ihr schon hin, ich hab früher im Tierheim eine 9 jahre alte Hündin betreut (2 Jahre lang), die war anfangs absolut unverträglich. Jeden Tag habe ich mit ihr gearbeitet, bin zu Zeiten, wo man wenige Hunde trifft, gassi gegangen, hab sie gelobt, hab die anderen Hunde ignoriert, und nach ca einem halben Jahr hat sie gar nicht mehr auf die anderen Hunde reagiert.

    Wichtig ist auch, dass man sich als Hundebesitzer nicht verkrampft, wenn ein anderer Hund kommt. Yoshiro merkt wenn du angst oder stress hast, das wäre genau das falsche. Ich habe Tina immer, wenn ein anderer Hund kam, mit einem Leckerli so abgelenkt, dass sie in die andere Richtung geschaut hat, also weg vom anderen Hund. Wenn sie den anderen Hund fixiert hat, habe ich die Richtung gewechselt, wenn sie zu bellen angefangen hat, auch.

    Ich hab da nicht nach Lehrbuch gehandelt oder so, ein Tiertrainer würde evtl auch über meine Methode die Hände über dem Kopf zusammen schlagen. Aber bei Tina und mir hats geklappt :)

    Lg
    Nina

    P.s. Zur Not kannst ja mal bei HundKatzeMaus anrufen und dir die Tiertrainerin holen *G*
     
  13. #12 Biensche37, 12.01.2008
    Biensche37

    Biensche37 Herr der Schweinchen

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    Hallo!

    Bitte mach` weiter mit der Hundeschule. Mit einer anderen halt. Schildere dein Problem. Übrigens muss dein Hund in Situationen gebracht werden, in denen er mit Hündinnen konfrontiert wird. Das geht in Eurem Garten natürlich nicht.
    A) Hundeplatz. Da sind meist doch genug Hündinnen. Aber ob sie geeignet sind, weiß man natürlich nicht. Denn sie sind ja auch nicht Just for fun dort...muss man also sehen.
    B) Einzelunterricht ja, aber dann raus in die Natur. Und ob man dann gerade bereitwillige Probanden findet, sei dahingestellt.

    Auf dem Hundeplatz sind Leute, die sich darüber im Klaren sind, das es zu Streit kommen könnte. Die Hundeschule ist versichert. Es kann Seitens des Hundetrainers eingegriffen werden. In dem Rahmen hast du mehr Sicherheiten. Ein umzeuntes Grundstück mit Leuten, die bewusst mitmachen, unter dem Know How des Hundetrainers.
    Dein Hund ist wirklich noch jung genug um rehabilitiert zu werden.
    Ich bin vorhin wieder jemandem begegnet, der demnächst eine Anzeige bekommt. Sein Hund ( Rottweiler-Boxermischling) hat "erneut" eine Person "gestellt". Ich und meine Hündin gehen offen und direkt ohne Zögern auf die beiden zu. Unsere Hunde spielen unangeleint prima. Der Rüde ist mir noch nie negativ gekommen. Er legt sich immer flach auf den Boden wenn meine Cindy auf ihn zukommt. Andere Leute haben andere Erfahrungen gemacht.
    Ich denke, bei deinem Hund kommt es wirklich auf die passenden Probanden an. Ich hoffe, du findest sie.
    Ich würde in deiner Stelle sogar jetzt die Hunde-Nanny anschreiben und mich bewerben. Mit genau dem Satz: Sonst werden wir angezeigt und dann nimmt man ihn uns weg....
    Vielleicht klappts dann schneller mit der Hilfe.
    bine
     
  14. #13 Rosalie, 12.01.2008
    Rosalie

    Rosalie Guest

    Ich würde schon eine andere Hundeschule ausprobieren.
    Er ist noch jung und kann und muss lernen.

    Und was das Verhalten des Trainers angeht - ist ja wohl unter aller Kanone. Vor dem Ordnungsamt brauchste aber echt keine Angst zu haben, so schnell können die keinem einfach so den Hund wegnehmen.
     
  15. #14 JessieKr, 12.01.2008
    JessieKr

    JessieKr Guest

    Ich würde dir raten, vor Ort also in deinem Revier mit einem kompetenten Trainer alleine zu arbeiten. Hundeplätze sind gut und schön (ich persönlich halte nix davon), aber das Verhalten dort, wird gänzlich anders sein, als bei Euch zu Hause und genau dort soll ja Ruhe reinkommen....

    Schau mal bei www.animal-learn.de vorbei, viell ist ja ein guter Trainer genau in deiner Nähe...
     
  16. #15 JessieKr, 12.01.2008
    JessieKr

    JessieKr Guest

    GEnau und den Hund mit Sprayhalsband und Legleader kaputt machen.... :rolleyes:
     
  17. #16 Nicky774, 12.01.2008
    Nicky774

    Nicky774 Guest

    @JessieKr: Jam genau das dachte ich mir auch.

    Es gibt genügend andere gute Hundetrainer, da muß man nicht so eine Fernsehtusse nehmen...........

    Mal etwas zu diesen Halsbändern:

    Köpfchen statt Knöpfchen...

    ...das gilt auch für die viel gepriesenen Sprühhalsbänder, die in verschiedenen Ausführungen den Markt erobert haben. Spätestens seit uns Hundenanny Katja Geb-Mann allwöchentlich im deutschen Fernsehen vorführt, wie jeder Hund, ganz gleich welches Problem er seinen Haltern vermeintlich oder tatsächlich bereitet, mit Einsatz einer Fernbedienung in das Verhalten gepresst werden kann, das Herrchen oder Frauchen beliebt, finden die Halsbänder, die einen angeblich völlig harmlosen Spraystoß von sich geben, steigenden Absatz.

    Doch schon der gesunde Menschenverstand lässt einen aufhorchen, wenn Hersteller und Anwender behaupten, dass der jederzeit auszulösende Sprühstoß für den Hund "gar nicht schlimm" sei. Da fragt man sich doch selbst nach nur kurzem Nachdenken, wie es denn möglich sein soll, instinktive, genetisch fixierte Verhaltensweisen wie zum Beispiel das Jagdverhalten durch etwas zu unterdrücken, das dem Hund gar nichts ausmacht?! Dem Hundehalter wird generös angeboten, das Gerät doch selbst mal in die Hand zu nehmen oder um den Hals zu legen, während der Trainer den Auslöser betätigt... und tatsächlich, so schlimm war das doch gar nicht. Ein kurzes "Zischhhh" mit etwas feucht-kalter Luft. "Ja", bestätigt der überzeugte Hundehalter, "das war gar nicht schlimm." Was Hersteller und Trainer jedoch geflissentlich verschweigen (aus Unwissenheit oder in betrügerischer Absicht?!), ist die Tatsache, dass plötzlich auftretende, nicht eindeutig zuzuordnende Zischlaute beim Hund als Angst auslösende, sogar lebensbedrohliche Laute abgespeichert sind, bei denen sofort die Flucht ergriffen werden muss. Jeder kennt den Anblick eines Hundes, der sich selbst im Körbchen `zig mal um die eigene Achse dreht, bevor er sich schließlich gemütlich niederlegt. Es handelt sich bei dieser Verhaltensweise um ein Erbe aus den Zeiten, in denen der Hund noch weitgehend draußen in Freiheit lebte. Bevor er sich hinlegte, drehte er sich mehrfach im Gras oder Laub, um die ausgesuchte Liegestelle als ungefährlich abzusichern. Sollte beim Drehen ein Zischlaut (zum Beispiel von einer Schlange) zu hören sein, würde er sich durch einen Sprung zur Seite in Sicherheit bringen. Biologisch sinnvoll... und diesen genetisch fixierten, Angst auslösenden Zischlaut bringen wir Menschen nun in den unmittelbaren Kopfbereich des Hundes! Und drücken vielleicht gleich mehrfach das Auslöseknöpfchen, worauf der Hund ganz leicht nicht nur in Angst, sondern sogar in Panik versetzt werden kann - ohne die Möglichkeit, sich durch die Flucht zur retten!

    Eigentlich ist dieser Umstand allein schon Grund genug, niemals zu erlauben, dass einem uns anvertrauten Lebewesen ein solches Gerät angetan (im wahrsten Sinne des Wortes!) wird. Es gibt aber noch mehr Probleme:

    Der Hund weiß nie, wann und vor allem warum der Sprühstop ausgelöst wird, befindet sich also in ständiger Erwartungsunsicherheit. Wer wissen möchte, wie sich das anfühlt, dem empfehle ich folgendes Eigenexperiment, das nicht in Anwesenheit eines Hundes durchgeführt werden sollte, damit dieser nicht unnötig verunsichert wird: Bitten Sie ein Familienmitglied oder einen Freund, Sie wirklich stark zu erschrecken, zum Beispiel durch einen lauten Schrei oder dadurch, dass er plötzlich die Stereoanlage zu voller Lautstärke aufdreht oder zwei Töpfe aufeinander schlägt, wenn Sie gerade überhaupt nicht damit rechnen, sich zum Beispiel entspannt im Sessel zurücklehnen oder gerade mit Freunden Karten spielen. Das Experiment sollte mindestens mehrere Stunden, am besten ein oder zwei Tage dauern und der Schreckreiz sollte in dieser Zeit mehrfach ausgelöst werden - ohne dass Sie wissen, wann dies sein wird. Sie werden merken, dass der eigentliche Reiz, wenn er dann endlich auftritt, bei weitem nicht so schlimm zu ertragen ist, wie die zermürbende Warterei auf ihn. Obwohl man ihn fürchtet, wünscht man ihn schon beinahe herbei in der Hoffnung, dann wieder eine Weile Ruhe zu haben, was aber nicht so ist, da er kurz nach dem Auftreten ein zweites oder drittes Mal ausgelöst wird und dann wieder stundenlang gar nicht, ganz wie es Ihrem Helfer beliebt. Keine angenehme Vorstellung, nicht wahr?!

    Aber es gibt noch weitere Probleme. Gleich mehrere ergeben sich aus der Tatsache, dass Hunde über gedankliche Verknüpfung lernen. Trägt der Hund das Halsband und erhält den Sprühstoß, wenn er zum Beispiel auf mehrfachen Zuruf nicht kommt, so möchte der Mensch ihm damit zeigen, dass er dafür mit Schreckreiz bestraft wird, dass er ungehorsam ist. Es kann aber gut sein, dass er in genau diesem Moment zu einem kleinen Kind, einem Jogger oder einem anderen Hund schaut - und den Strafreiz damit verbindet. Das Ergebnis ist dann ein Hund, der noch immer nicht besser auf Abruf reagiert, dafür aber Ängste, evtl. sogar durch die Angst ausgelöste Aggressionen, gegen das entwickelt, was er gerade sah. Die Hundehalter sind dann ratlos, weil ihr Hund "plötzlich" kleine Kinder meidet oder Jogger anknurrt, mit denen er doch bisher bestens auskam. Viele solcher Beispiele finden sich in meiner Hundeschule ein, erst kürzlich ein Rodesian Ridgeback Rüde, dessen Sprühhalsband immer ausgelöst wurde, wenn er zum Wildern durchbrennen wollte. Bei diesen Spaziergängen war allerdings auch immer seine Gefährtin, der Zweithund der Familie, anwesend. Die Halter kamen nun nicht wegen des unerwünschten Jagdverhaltens zu mir in die Hundeschule, mit dem sie sich inzwischen abgefunden hatten, sondern weil der Rüde seit Wochen die Nähe der Hündin mied. Immer wenn diese den Raum betrat oder sich, so wie früher, zu ihm kuscheln wollte, verließ er mit ängstlichem Gesichtsausdruck das Zimmer und das konnte man sich nicht erklären... Was hatte man diesen beiden Hunden angetan! Welche Gefühle wurden in den Tieren ausgelöst?! Der Rüde hatte nun Angst vor seiner Gefährtin, die er früher heiß und innig liebte, während diese nicht verstehen konnte, weshalb er, der vorher immer leidenschaftlich mit ihr spielte und tobte, sie jetzt mied. Die gleiche Trainerin, die den Einsatz des Sprühhalsbandes empfohlen hatte, empfahl jetzt übrigens, einen der Hunde abzugeben, weil die Tiere sich unterschiedlich entwickelt hätten und einfach nicht mehr gut zueinander passen würden. Die Ängste des Rüden erklärte sie über die angeblich dominante Ausstrahlung der Hündin. Man könnte weinen, wenn Hunden mit einem solchen Schicksal gegenüber steht - oder es packt einen einfach nur die Wut.

    Die Probleme gehen noch weiter, denn nichts generalisiert sich bei Hunden so schnell, wie Geräuschangst. Nicht nur dieser Rüde, sondern auch zahlreiche andere Hunde entwickeln nach Einsatz des Sprühhalsbandes Ängste vor allen möglichen Geräuschen. Das Öffnen einer kohlsäurehaltigen Getränkeflasche, das Zischen von heißem Fett in der Pfanne, Knall- und Schussgeräusche, die dem Hund vorher egal waren, versetzen ihn jetzt in Angst und Schrecken. Der oben erwähnte Ridgeback Rüde zum Beispiel verzog sich mit eingezogener Rute unter den Tisch des Besprechungsraums, als ich eine Wasserflasche öffnete. Dies tat ich nicht, weil ich Durst hatte - trauriger Weise gehört es inzwischen schon fast zum Standardprogramm beim ersten Kennenlernen und Analysieren eines mir vorgestellten Hundes auszutesten, ob er schon mit Sprühhalsband gearbeitet wurde und welche Wunden dies an seiner Seele hinterlassen hat. Die Halterin war auch sehr erstaunt, als ich ihr nach dem "Flaschentest" auf den Kopf zusagte, dass an ihrem Hund sicher schon mit Sprühhalsband gearbeitet worden war. Das wollte sie mir eigentlich gar nicht erzählen, weil sie schon gehört hatte, dass ich gegen den Einsatz dieser Geräte bin. Nachdem ich sie auf die Reaktion ihres Hundes hingewiesen hatte, war sie sehr betroffen. Und wütend, nachdem ich ihr erklärte, weshalb ihr Rüde jetzt Angst vor der Hündin und vor allen möglichen Geräuschen hatte. Wütend auf die Trainerin, die sie auf diese "unerwünschten Nebenwirkungen" nicht aufmerksam gemacht, sondern immer erklärt hatte, wie harmlos der Einsatz des Gerätes sei. Für mich stellt sich die Frage, ob Kollegen, die es einsetzen, um diese Nebenwirkungen nicht wissen, oder ob sie diese bewusst verschweigen, weil kaum jemand bereit wäre, den Einsatz zu erlauben, wenn sie bekannt wären. Und ich stelle mir die Frage, was von beiden eigentlich schlimmer ist...

    Last not least gibt es Probleme mit der Technik. Es soll schon vorgekommen sein, dass das Gerät durch andere Funkfrequenzen oder sogar die Fernbedienung eines in der Nähe befindlichen Halsbandes an einem anderen Hund ausgelöst wurde. Der Strafreiz wird dann also einem Hund verabreicht, der einfach nur herumsteht oder gerade spielt oder sonst etwas tut. Das steigert die Erwartungsunsicherheit natürlich noch mehr und erhöht die Trefferquote auf Fehlverknüpfungen immens. Zusätzlich löst es nicht immer zuverlässig aus, kann zum Beispiel durch Wetterlagen mit feuchter Luft (Nebel, Regen) verzögert oder gar nicht reagieren. Schließlich zeigt es auch nicht an, wann die Batterie leer ist, wodurch es passieren kann, dass der Auslöser gedrückt wird und nichts geschieht. Dann käme man durch das Ausbleiben des Strafreizes (wenn der Hund denn überhaupt verstanden hätte, wofür er eigentlich bestraft werden soll) in den Bereich der variablen Bestätigung, was das unerwünschte Verhalten sogar noch verstärkt. Der Hund würde nämlich lernen, dass er das Verhalten nur immer wieder zeigen muss, bis er schließlich wieder zum Erfolg (in diesem Fall das Ausbleiben des Strafreizes und die erfolgreiche Durchführung des Verhaltens) kommt.

    Man kann es also drehen und wenden, wie man will: Sprühhalsbänder sind ganz und gar nicht harmlos, im Gegenteil sogar sehr gefährlich. Manche Hunde werden durch sie so verunsichert, dass sie in die so genannte erlernte Hilflosigkeit fallen, was zur Folge hat, dass sie kaum noch Aktionen zeigen oder Handlungen anbieten, weil sie in ständiger Angst vor dem für sie unkalkulierbaren Strafreiz leben. Um diesen Tieren - und ihren verzweifelten Haltern - zu helfen, braucht es ein meist lang angelegtes, gut durchdachtes Training, das den Hund aus dieser erlernten Hilflosigkeit und seinen vielfältigen Ängsten wieder herausholt.

    Sprühhalsbänder gaukeln dem Hundehalter vor, mal eben schnell per Fernbedienung eine Lösung für vermeintliche oder tatsächlich entstandene Probleme zu haben. Aber so einfach ist das nicht. Hunde sind uns anvertraute, fühlende und denkende Lebewesen, die nicht beliebig manipulierbar sind und deren Lernverhalten sich von dem unseren ganz erheblich unterscheidet. Ich kann deshalb nur dringend empfehlen, jeden Ausrüstungsgegenstand und jede Methode, der/ die durch Hersteller oder Trainer empfohlen wird, vor Anwendung am Hund genau zu prüfen, sich gut zu informieren und im Zweifelsfall nach dem guten alten Motto zu entscheiden, das auch für unsere Hunde gelten sollte: Was Du nicht willst, das man Dir tu, das füg auch keinem anderen zu.

    © Clarissa v. Reinhardt
    animal learn

    P.S.: Hiermit lade ich alle Hundefreunde ein, bei der Verbreitung dieses Textes zu helfen. Ich erlaube als Autorin ausdrücklich, ihn (vollständig und unverändert und unter Nennung der Quelle) auf anderen Homepages zu veröffentlichen, auszudrucken und zu verteilen oder auf ihn hinzuweisen. Je mehr Menschen um die Tücken und Gefahren des Sprühhalsbandes wissen, je mehr Hunden bleibt dessen Anwendung - hoffentlich - erspart. Ein herzliches DANKE an jeden, der diesen Text weiter gibt.
     
  18. akhuna

    akhuna Guest

    ok sorry, das war ja auch eher so scherzhaft gemeint - ich selber habe keinen Hund und schaue mir HundKatzeMaus auch nicht immer an - tut mir leid dass ich es überhaupt erwähnt habe :ohnmacht:

    Ich hab niemals behauptet dass Sprayhalsbänder oder ähnliches gut sind... und auch Trinity hat nie erwähnt dass sie sowas benutzt.

    also mal locker bleiben.
     
  19. #18 honeyisses, 12.01.2008
    honeyisses

    honeyisses Guest

    Jedes Hilfsmittel zur Hundeerziehung kann grundsätzlich Schäden bei einem Hund hinterlassen. Das gilt für das Sprühhalsband genauso wie für andere "Instrumente". Das gilt aber auch für jeden Hundetrainer. Das ist kein geschützter Beruf und es gibt dafür keine Ausbildung. Jeder der meint, ein guter "Hundeflüsterer" zu sein, kann sich selbstständig machen. Genauso, wie sich jeder einen Hund oder ein anderes Tier anschaffen lann *leider* (Vorsorglicher Hinweis: ich rede hier nicht von dem Ausbildern der Zuchtvereine, die sind ein völlig eigenes Thema)

    Bei dem richtigen Hund mit dem richtigen Trainer - mit der richtigen Anwendung (!) - kann ein Sprühhalsband aber durchaus den gewünschten Erfolg bringen. Deshalb würde ich diese Dinger nicht grundsätzlich verteufeln. Wie überall im Leben, kann man auch hier nicht alles über einen Kamm scheren...................... finde ich zumindest.
     
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  21. #19 Biensche37, 12.01.2008
    Biensche37

    Biensche37 Herr der Schweinchen

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    Hallo Nicky774

    Gerne würde ich den Text weiterreichen. Bekannte von mir haben einen Dalmatiner. Dieser ist schon sehr gehorsam, aber er hat eben mal einen sturen Kopf und er kommt manchmal sehr verzögert zu Frauchen/ Herrchen, wenn sie ihn rufen. Er trägt leider schon ein Stachelhalsband. Weil er so zieht. Er kann auch schon gut Bei Fuß gehen, aber auch da kommt der Sturkopf schon mal durch und Frauchen hat weder Bock noch Freude noch Muskeln. Daher das Stachelhalsband. Nun wollen sie ihm den "letzten Schliff" geben und die gelegentliche Sturheit mit einem Sprühhalsband beseitigen. Wie auch immer. Ein Goldschatz dieser Dalmi, gutmütig und verspielt....aber den Leuten nicht abrufbar und Bei Fuß gehend genug. Ich kriege das Ko...wenn ich drüber nachdenke, was sie dem Hund noch antun werden...und irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo er dann durchdreht....fürchte ich.
    Möchte ihnen den Text gerne feierlich überreichen. Daher werde ich ihn mir ausdrucken.
    Was ich aber noch sagen will....zum persönlichen weiterreichen kann er ja so bleiben, aber wenn du auch damit einverstanden bist, ihn auf HP usw. zu veröffentlichen, bist du dir sicher das dies: ZITAT: Spätestens seit uns Hundenanny Katja Geb-Mann allwöchentlich im deutschen Fernsehen vorführt, wie jeder Hund, ganz gleich welches Problem ....so bleiben kann? Das könnte evtl. Ärger mit der Frau geben oder?
     
  22. #20 Nicky774, 12.01.2008
    Nicky774

    Nicky774 Guest

    Biensche, da müßtest du beim Verfasser des Textes nachfragen:

    email: [email protected]

    Was ich über das Stachelhalsband denke, sage ich lieber nicht.....

    aber vielleicht kannste denen das ja auch zeigen:

    gemäß §10 TierSchG nur Hochschulen und ähnlichen Stellen gestattet, und auch denen nur unter ganz bestimmten Bedingungen.

    §10 Abs. 1 TierSchG: Zur Aus-, Fort- oder Weiterbildung dürfen Eingriffe oder Behandlungen an Tieren, die mit Schmerzen, Leiden oder Schäden verbunden sind, nur durchgeführt werden
    1. an einer Hochschule, einer anderen wissenschaftlichen Einrichtung oder einem Krankenhaus oder
    2. im Rahmen einer Aus-, Fort- oder Weiterbildung für Heilhilfsberufe oder naturwissenschaftliche Hilfsberufe.

    Da das Stachelhalsband Schmerzen hervorruft, geht aus dem Text hervor, daß es verboten ist.

    Steht auch hier nochmal:

    http://209.85.135.104/search?q=cach...t?&hl=de&ct=clnk&cd=10&gl=de&client=firefox-a



    @die anderen: Der Text war nicht als Vorwurf, sondern als Info gedacht, viele Hundebesitzer verwenden Hilfsmittel im guten Glauben daß sie nicht schaden, weil sie es eben einfach nicht wissen.
     
Thema:

Ich glaub ich spinne...Hundetrainer ...

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