Hitze - eine ernstgemeinte Frage

Diskutiere Hitze - eine ernstgemeinte Frage im Allgemeine Fragen und Talk (Archiv) Forum im Bereich Archiv; Die Sache mit den ICE's hat mich nachdenklich gemacht. Man könnte denken, was haben Meeris mit ICE's zu tun...... Sagte doch ein...

  1. max

    max Schweinchen-Guru

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    Die Sache mit den ICE's hat mich nachdenklich gemacht. Man könnte denken, was haben Meeris mit ICE's zu tun......

    Sagte doch ein Konzernsprecher, als diese Züge entworfen/konstruiert wurden, war nicht daran zu denken, dass es mal dauerhaft über 35 Grad warm sein könnte.

    Wir haben ja hier unsere Temperaturen gepostet, viele waren dicht an der 40 Grad Marke dran. Und in ihren Heimatländern ist eine Jahresdurchschnittstemperatur von 15 bis 20 Grad üblich. Das ist ja bei uns eine Verdopplung!!!!

    Ich frage mich ernsthaft, ob ich in 10 Jahren überhaupt noch Meeris halten kann. Brandenburg ist dafür vorgesehen, der heisseste Ort Deutschlands zu werden. Lange Hitzeperioden mit kaum Niederschlag.

    Werden die Tiere überhaupt so anpassungsfähig sein?

    Ein erstes Hitzeopfer hab ich ja nun leider schon. :runzl: Graumaus, die dem wohl heissesten Tag nach ihrer OP zum Opfer gefallen ist. Ich hab sehr sehr lange mit meinem Mann gesprochen. Über die Tiere....über die Hitze, wie es weitergehen soll.....ob es weitergehen soll. Eine Klímaanlage gehört nächstes Jahr dazu, um wenigstens bei Krankschweinchen reagieren zu können. Ebenfalls ein Dach mit Dachziegeln für die Schutzhütte.

    Eigentlich müssten bald alle Haltungsempfehlungen umgeschrieben werden. Aussenhaltung nur noch mit massiver Bedachung ect..... PVC no go.....


    Aber langfristig frage ich mich, ob bauliche Veränderungen reichen werden, um den Meerschweinchen wirklich ein schönes Leben bieten zu können. Oder wird der Hitzetod in den kommenden Jahren unser grösstes Problem? Wie anpassungsfähig sind sie denn? Wo liegt überhaupt genau der Punkt, wo sie den Hitzetod sterben können?
     
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  3. #2 Anoulie, 16.07.2010
    Anoulie

    Anoulie Guest

    Darüber hab ich auch schon nachgedacht. Vielleicht ist es mir nur nie richtig aufgefallen, aber es ist schon krass: Im Winter - 20 °C, im Sommer bis zu 40 °C... ich bin froh, dass meine Mädels nächstes Jahr in Innenhaltung kommen. Also Außenhaltung... wenn das so weiter geht... ich würd's nicht machen.
     
  4. #3 MeerieSandra, 16.07.2010
    MeerieSandra

    MeerieSandra Meerieland

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    Hmmm... irgendwie kann ich nicht nachvollziehen wieso sich so viele Sorgen machen. Meine Schweine haben kaum ein Problem damit. Gut, sie wohnen in einem Art zwinger, der bis auf das Dach was nur aus Draht besteht betoniert ist. Sie legen sich da unter die Ställe und finden es anscheinend erträglich, denn sie laufen zwar weniger herum, aber auch das tun sie.

    Einige liegen sogar im Gartenhaus, das auch Teerpappe oben drauf hat, hab zwar schon überlegt, da ein weißes Laken drauf zu legen, aber bisher liegen sie gerne dadrinne und am Boden ist es auch nicht so war. Ob das der 5 cm Styropor auf dem Boden macht? kA aber es ist ein großer unterschied, direkt unter dem Dach und am Boden, merke es immer wieder wenn ich drinne stehe und mal in die Hocke gehe.

    Nun ist es so, jedes Tier hat mit der Hitze zu tun und ich denke gesunde Tiere kommen damit gut klar. Klar ist es für kranke Tiere schlimmer, aber das ist nicht nur bei Tieren so, auch alte Menschen haben Probleme mit so einer Hitze.

    Und wenn in einer Wohnung 35°C Plus ist, dann sollte man alleine für sich auch eine Klimaanlage kaufen.

    Ich denke schon, dass man da bisschen umplanen muss, aber nur Meeriehaltung erlauben wenn es ein richtiges Dach hat... hmm nee, man kann auch anders kühle Plätze schaffen.

    Jedoch stehe ich jeden morgen um 10 auf (hab grade Urlaub) um die zwei Notböckchen die Türe ins Gehege aufzumachen, denn in einem Kaninchenstall von 2x1 m, der nur etwa 60 cm hohe Wände hat, staut sich die Hitze eindeutig zu sehr. Also würde ich sagen eine Sommerhaltung nur in Ställen ist mittlerweile unmöglich.
     
  5. Nellie

    Nellie Guest

    Hallo @max, ..... oder mach einfach ein Sonnensegel über die Hütte oder eine Markise, wenn die Hütte nah genug am Haus steht, denn das Gartenhaus heizt sich ja nur dann so stark auf, wenn die Sonne direkt auf´s Dach draufbriezelt.

    Gruß Nellie
    die dieses Jahr in eine Markise über das gehege investiert hat, ... zur Freude der Schweinis
     
  6. max

    max Schweinchen-Guru

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    Die Tiere gehen bei mir zur Zeit in den "Ersatzstall" der so lange leer stand und können von dort aus ja auch das gesamte Gehege nutzen. Mit 150cm Länge und 80 Breite ist er auch recht gross. Der Ersatzstall steht extrem verschattet, da kommt kein Sonnenstrahl ran. Er ist um einige Grad kühler als die grosse Hütte. Bloss gut, dass ich den aufgehoben hab. Es ist also keine direkte Gefahr. Das Freigehege selbst ist ja nun auch komplett massiv verschattet und auch kühler als bei mir in der Wohnung.

    Meine Frage richtet sich eher allgemein. Viele können ja auch in den Wohnungen nicht kühler halten als ich draussen.

    Bloss - wird es dann so, dass nur noch die Meerschweine halten können, die eine Klimaanlage haben - die in der Anschaffung teuer ist - und die laufenden Stromkosten müssen ja auch bezahlt werden. Son Teil hat ja bis zu 2000Watt :eek:
     
  7. #6 hopeless, 16.07.2010
    hopeless

    hopeless Guest

    Hallo,

    ich kann schon verstehen, dass du dir darum Gedanken machst und ich bin froh, dass meine Schweine schon letzten Herbst in den Keller gesiedelt sind wo es maximal bis zu 25° hat.
    Leider ists dort ein bisschen dunkler als im Freien, aber ich glaub das geht trotzdem ok so, vor allem weil sie bei schönem Wetter ja eh den ganzen Tag im Freien verbringen.

    Was die Temperaturen draußen angeht, haben meine Schweinchen eigentlich absolut kein Problem damit, und nutzen noch nicht mal ihre Abkühlungsmöglichkeiten (Kühlakku, Wasserschale). Nur in die direkte Sonne gehen sie absolut nicht, und über Mittag verziehn sie sich in die Schutzhütte zum schlafen. Allerdings halten die beiden auch im Winter und an regnerischen Tagen im Keller ein Mittagsschläfchen, also bezweifel ich dass das etwas mit der Hitze der letzten Wochen zu tun hat.

    Ich glaub die beiden hätten auch kein Problem damit dauerhaft draußen zu leben, solang sie gesund und fit sind. Für kränkliche oder eben erst operierte Schweinchen stellt die Hitze aber wahrscheinlich ein großes Problem da.
    Ich glaub schon das sich das in den nexten Jahren zum Problem entwickeln wird, und nur noch wirklich lebensnotwendige Not-OPs im Sommer gemacht werden, und sich vielleicht auch bessere Kühltechniken entwickeln werden, um eine Kühlmöglichkeit in der Zeit der Genesung zur Verfügung stellen zu können.

    Aber ich glaub die Haltung gesunder Meerschweinchen wird auch in den nexten Jahren noch unproblematisch bleiben.

    btw. du vergleichst in deinem Eingangspost Jahreshöchsttemperaturen mit Jahresdurchschnittstemperaturen. Es ist natürlich schon so das die Temperaturen bei uns extremer sind als in den Herkunftsländern, dort kanns allerdings auch schon mal an die 30° haben. ;)
     
  8. max

    max Schweinchen-Guru

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    Ja, genau die GESUNDEN.....die schaffen es.

    Und die Alten ....Kranken....Abwehrschwachen?

    Ist dann jede OP im Sommer ein Todesurteil? Ist dann nicht mehr die Inkektionsnarkose das grösste Risiko, sondern die Temperatur - die grad herrscht?

    Und werden dann entsprechende Internetseiten erneut korrigiert......erst senkt man das Lebensalter von 7 bis 8 Jahren auf 5 Jahre.....

    ......um es dann auf 3 oder 4 Jahre zu senken.....weil sich dann bei den Schweinchen erste "Wehwehchen" einstellen.....die es mit normalen Temperaturen verkraften würde und gesunden würde, aber mit den tropischen Temperaturen keine Kraftreserven mehr hat?

    Mir macht das richtig richtig Sorge.
     
  9. #8 Sunshine, 16.07.2010
    Sunshine

    Sunshine Fellnasen-Verwöhnerin

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    Das Thema ist schon eine Überlegung wert. Ich hab vor knapp 2 Wochen meinen Jambo nach einer OP verloren und da hat die Hitze auch ihr übriges dazu getan :wein:.

    Die Anpassungsfähigkeit der Meeris hat mittlerweile ihre Grenze erreicht, so scheint mir. Obwohl man ja meinen könnte, dass im Laufe der Evolution sich Tier und Mensch an die äußeren Umstände gewöhnt.

    Im Moment kann ich das Freigehege kaum nutzen, weil es einfach zu heiss ist. Mein Lunky lag vorgestern so flach, dass ich geglaubt habe, er hat einen Hitzschlag in der Wohnung gekriegt :gruebel:. Ich hab ihm dann das Fell so kurz geschnitten, dass er augenscheinlich auf die Hälfte seiner normalen Größe geschrumpft ist :lach:. Gestern hat er sich dann wieder erholt, weil's etwas kühler war.

    So schlimm wie dieses Jahr war's aber noch nie. Ich wohn im EG und hab normalerweise eine kühle Wohnung. Aber z. Zt. komme ich nicht unter 25 Grad :cool:. Die Fliesen im EB werden komischerweise nicht genutzt zum Draufliegen. Abkühlung ist auch nicht in Sicht. Nächste Woche bleibt's wieder heiss ohne Ende... Hoffen wir auf bessere Zeiten :wavey:
     
  10. hoppla

    hoppla Gebrauchtschweinbesitzer

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    Man sollte aber nicht aus den Augen verlieren, dass die wilden Verwandten unserer Schweine nahezu über ganz Südamerika verteilt zu Hause sind.
    Daher denke ich schon, dass sie höheren Temperaturen stand halten können.
    Wichtig ist, dass man ihnen kühlere Ort zur Verfügung stellt, wo sie den Tag verbringen können.
    Wie hier in den Threads beschrieben eben Erde kühlen, Kühlakkus, Schatten usw.
    Klar, dass sie bei den Temperaturen tagsüber Ruhe halten und "platt wirken". Ist ja auch sehr sinnvoll.

    ....und nicht nur Meerschweinchensenioren macht die Hitze zu schaffen - so geht es ja auch uns Zweibeins.
    Gerade wenn es so extreme Werte wie im Moment sind.

    Ansonsten erreichen die 7-8 Jahre so oder so nur sehr fitte Tiere.
    Hier im Forum gabs ja zig Umfragen zum Thema und trotz guter Haltungsbedingungen hier bei Fories, sterben viele Schweinchen auch ohne Hitze oftmals früher.

    Für mich wäre eine moderate Klimaerwärmung nun kein Grund keine Meerschweicnhen zu halten.
    Ich hätte sicher auch keinen Platz für Kamele oder Giraffen. ;)
     
  11. #10 cuddles, 16.07.2010
    cuddles

    cuddles *notmeerivermittlerin*

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    och jenny, die geeignete steppe hätten wir doch schon :hand:
     
  12. #11 Pimboli, 16.07.2010
    Pimboli

    Pimboli Guest

    Ich denke, der Vergleich mit den wilden Vorfahren hinkt, denn die bei uns lebenden Tiere haben sich im Laufe der Generationen bereits HIER angepasst.

    Insgesamt meine ich schon, dass es überlegenswert ist (nicht nur bezüglich der Meeris), wie das mit den steigenden Temperaturen zu verkraften sein wird. Auch die Menschen, die jetzt hier leben und die nachfolgenden Generationen haben mit den Veränderungen zu kämpfen, bis sich eine Anpassung einstellen wird. Und genauso denke ich, dass die Meeris sich einfach in den folgenden Generationen den veränderten Lebensbedingungen anpassen werden.

    Die "Informationen" über die Veränderungen werden ja immer zur nächsten Generation weitergegeben (genetische Veränderungen - denkt an die Kriegserfahrungen und die damit verbundenen genetischen Veränderungen beim Menschen z.B. bezüglich Nahrungsverwertung) und insofern kann eine Anpassung relativ schnell erfolgen.

    Insofern sehe ich eigentlich nicht schwarz, was eine Meerschweinchenhaltung in der Zukunft betrifft :-)
     
  13. #12 Daisy-Hu, 16.07.2010
    Daisy-Hu

    Daisy-Hu Herr der Schweinchen

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    Wir hatten hier im Ort mal einen Cirkus.Um Reklame dafür zu machen,sind sie
    hier mit Kamelen auf der Strasse gelaufen.
    In der Stadt.
    Das war für mich hier schon ein ungewohntes Bild,wenn man sonst eher die
    Hunde auf der Strasse gewohnt ist.
    Oder noch die Pferde.;)
     
  14. hoppla

    hoppla Gebrauchtschweinbesitzer

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    :rofl:

    Eben. ;)
    Deswegen können sie sich auch wiederum den neuen Gegenheiten anpassen.
     
  15. #14 Sumpfdrache, 17.07.2010
    Sumpfdrache

    Sumpfdrache Guest

    Morgen,

    Ich denke im Laufe der Zeit werden sich nicht die Tiere an die Hitze anpassen sondern die Menschen bzw. die Menschen werden ihre Umwelt wieder so formen, wie es passt. Heisst Klimaanlagen boomen, noch besser isolierende Dämmstoffe werden entwickelt, es kommen andere Pflanzensorten zum Einsatz, die Trockenheitsresistenter sind, die Bauern werden sich umstellen und vielleicht gibts in ein Paar Jahren in Brandenburg grosse Lavendelfelder und keine Kartoffeln mehr.

    Die Menschen schaffen überall ihr eigenes Kleinklima, sei es im Haus oder durch geschickte Anordnung von Mäuerchen, Bäumen und Sprenkelanlagen im Garten. Und genauso wird sich die Tierhaltung ändern. Heute ist es ohne allzugrossen aufwand möglich ein Feuchtbiotop in einem Terrarium zu schaffen. In Privathaushalten werden Echsen und Schlangen gehalten, die eine hohe Luftfeuchtigkeit und Raumtemperatur brauchen sowie unterschiedliches Licht alle paar Stunden, ein Hoch auf Zeitschaltuhren. Ich bin kein Repilienexperte, meine aber zu wissen, das man noch vor 10 Jahren viele Arten gar nicht Privat, nicht mal in Zoos, halten konnte. Es gibt sogar Aquarien, die die Tiefsee simulieren können.
    Und habt ihr schonmal ein Terrarium mit Nackmullen gesehen?

    Vielleicht ist eines Tages die Schweinehaltung auch aufwendiger als heute. Nur das wir im Gegensatz zu den Reptilien kein warmes Klima schaffen werden sondern eben ein kühleres. Vielleicht leben Schweine in 30 Jahren nicht mehr in HolzEB´s sondern in Terrarien mit elektrischer Luftzirukulation und Kühlaggregaten. Aussengehege werden Isoliert und es gibt keine Häuschen oder Unterstände mehr, sondern es werden Erdhöhlen aufgeschüttet (wird ja auch heute schon praktiziert). Die Gehege werden so bepflanzt, dass sie einem Waldstück ähnlich sehen.

    Wir sind schneller und bis sich die Schweine an die höheren Temperaturen angepasst haben, haben wir schon längst eine Umgebung geschaffen die den Anden ähnlich sein wird..... Oder zumindest den Umweltbedingungen von 2000 in Mitteleuropa, als Klimakatastrophen hier noch Sience Fiction waren.

    .... wenn uns bis dahin nicht der Himmel auf den Kopf gefallen ist.

    Gruss Sumpfdrache
     
  16. lia

    lia sidefin

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    Stimmt, ich denke es gibt jetzt schon echt gute Technik, mit der so ziemlich jedes Klima nachgestellt werden kann. Ich hab selber Frösche, das Terrarium hab ich fertig occasion gekauft und das hat wirklich jeden Luxus: automatische Regenanlage, automatisches Licht, Heizkabel, Bachlauf... Nur füttern muss ich die Tiere noch etwa 3 mal die Woche.

    Ich habe mein Gehege unter eineigen Weissdornsträuchern gebaut und das stellt sich jetzt als Segen heraus. Die ältesten beiden bewohnen daher auch den hinteren Teil unter den Sträuchern, obwohl sie die grössere Schutzhütte haben. Den vorderen Teil habe ich anfang Sommer mit einer grossen Plache abgedeckt und so haben sie auch dort Schatten. Gerade mit etwas geschickter Planung kann man sich sehr gute Gehege bauen, die keineswegs ungemütlich sein müssen.

    Zum Klima: Nun die Klimaerwärmung wird etwa 1-2 Grad in den nächsten Jahren sein, und da wir es eh nicht schaffen Energie zu sparen etwa 5 Grad in den nächsten 100 Jahren :runzl: Dass es extreme Temperaturen gibt hat mit dem Wetter zu tun (ist also nicht Klima) und das kann jährlich enorm schwanken. Es muss also nicht zwingend jeden Sommer so heiss werden...

    Zu Epigenetik: Nein, Tiere können ihre Gene nicht schnell mal verändern, auch wir Menschen tun das nicht. Für eine Anpassung braucht es immer noch selektion und die findet über viele Generationen statt, genau weil nur die einen Überleben und die anderen nicht. Was aber herausgefunden wurde, ist dass sich Epigenetisch etwas sehr schnell ändern kann. Was bedeutet das? Wenn extreme Situationen auftreten, können gewisse Gene, die aber schon so existieren, hoch oder runter reguliert werden und der Organismus so über eine längere Frist an eine solche Situation angepasst werden. Man kann sich vorstellen dass jedes Gen eine Art Ettiket (z.B. Methylierung) haben kann, welches sagt, ob es nun gerade verwendet wird oder nicht. Manche Gene sind an, wenn sie das Ettiket haben, manche sind dann aus. Die Proteine, welche nun Gene abschreiben, wissen so, welche Genprodukte (=andere Proteine) nun gerade gebraucht werden und produzieren diese in grösseren Mengen. Dieses Muster wird auch weiter vererbt, also über Jahrmillionen. Ändert sich das Muster wärend dem Leben, wird es hauptsächlich dann weitere vererbt, wenn eine Frau in einer extremen Situation schwanger ist, ansonsten sind die Gameten von solchen Veränderungen recht gut abgeschirmt. Wir haben also viele Gene noch genau so an/aus wie unsere Urvorfahren. Denn eigentlich sind zuviele Veränderungen in den Gameten nicht erwünscht, da die meisten Veränderungen Nachteile mit sich bringen (Vererbung ist recht konservativ). Zum Beispiel könnte eine Anpassung an höhere und niedrigere Temperaturen einen erhöhten Metabolismus verursachen, was zu einem erhöhten Organverschleiss führen könnte, was wiederum die Lebenserwartung herab setzt.
    Fazit: ein Organismus kann sich im Verlauf seines Lebens an seine momentane Umwelt anpassen in dem vorhandene Gene an oder ausgeschalten werden. Aber das wird nicht zwingend vererbt und das ist auch gut so.
     
  17. max

    max Schweinchen-Guru

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    Ja, ich hab ja auch schon eine solche Höhle, über einen Meter lang ....hoch aufgeschüttet und plane weitere solche Gebilde.

    Komisch, erst wollte ich aus Holz eine ganze Stadt bauen.....nun plane ich Erdhöhlen. :ungl:
     
  18. #17 Sternfloeckchen, 17.07.2010
    Sternfloeckchen

    Sternfloeckchen Guest

    Hitzeanpassung - Erbbar oder Vererbbar?

    Eine Klimaerwärmung von 1 - 2 Grad oder wieviel gibt nur eine durchschnittliche Temperaturerwärmung an. Das sagt aber nichts über die sich daran anschließenden Wetterentwicklungen aus.
    Natürlich hört sich eine durschnittliche Temperaturerwärmung von geringen Graden noch ganz nett an. Dass das aber regional zu Wasserknappheit und längerfristigen Hitzeperioden führen kann oder in anderen Regionen zu extremen Wetterereignissen, die an der Tagesordnung sein werden, ist das "Gesicht" des Klimawandels, in das jeder Bewohner vor Ort blicken wird.

    Wäre dem so, dass sich Meerschweinchen über die - kürzeren - Generationen - jetzt nicht Jahrhunderte gesehen, die sie schon in Europa leben - anpassen würden, dann müsste man doch aus den von Züchtern in ihren Regionen geführten Linien der letzten 20 Jahre, seit dem die Wetterveränderungen in Deutschland deutlich spürbar sind, bereits besonders konditionierte Exemplare der Gattung erzüchtet haben?

    Eine genetische und damit physiologische "Anpassung" des Meerschweinchens an anhaltende starke Hitze oder anhaltende extreme Kälte hier in Europa kann ich mir nicht innerhalb von so kurzen Zeiträumen, wie 20 bis 50 Jahren vorstellen.

    Würde man das angesichts der Wetterbedingungen vorantreiben wollen, würde es auch einer gezielten Zuchtselektion von Yeti-Schweinen und Scheich-Schweinen bedürfen, die über besondere Stoffwechselfunktionen verfügen müssten. Das wäre ein sicher sehr interessantes wie gleichermassen teures Forschungsprojekt.

    Und es würde sich dann auch noch die Frage stellen, welche Ausgangstiere man dazu am besten nimmt: Europäische oder Südamerikanische?

    LG von
     
  19. #18 Sternenbande, 17.07.2010
    Sternenbande

    Sternenbande Guest

    Ich weiss gar nicht wo das Problem ist. Mein Meerschweinstall steht im Schatten, mehr als 26 Grad hatte ich darin bislang nicht. Das Klima ändert sich alle 30 Jahre. Dass heisst, Meerschweinchen habe schon viele Klimaveränderungen überlebt ohne auszusterben und solange keine Eiszeit kommt, werden sie es auch weiterhin überstehen.
     
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  21. Nikola

    Nikola Futtersklave

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    Hab jetzt nicht alles durch gelesen, möchte aber dazu sagen, dass im Falle von Haustieren keine natürliche Selektion stattfindet. Die Selektion übernimmt der Mensch. Und der selektiert nach Haarfarbe, -länge, Wirbel etc. Bei Wildmeerschweinchen kann ich mir das schopn vorstellen, dass sich diese anpassen werden.

    Nikola
     
  22. max

    max Schweinchen-Guru

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    Der Meinung bin ich eigentlich auch, ohne selbst zu züchten.

    Die meisten Tiere werden doch nach "Schönheit" gezüchtet.

    dann müsste man ja mit den Tieren gezielt weiter züchten.....deren Eltern, Grosseltern und Urgrosseltern TROTZ HITZE ein langes Leben geführt haben...... und Schweinchen,die nur 3 oder 4 Jahre alt wurden - da müssten ja die Nachkommen aus der Zucht genommen werden.

    Oder seh ich als Laie falsch?

    Welche Rassen haltet ihr überhaupt für die hitzebeständigsten? Glatthaar, weil sie sowenig Fell haben und zu den ursprünglichsten zählen?
     
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Hitze - eine ernstgemeinte Frage

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