Gespräch mit dem Vet-Amt

Diskutiere Gespräch mit dem Vet-Amt im Rassen, Farben und Zucht (Archiv) Forum im Bereich Archiv; Hallo, ich wollte euch nur mal berichten was ich heute so erfahren habe. Also ich rief beim Vet-Amt an um mich mal zu erkundigen wegen einer...

  1. #1 nickidaniel, 19.11.2009
    nickidaniel

    nickidaniel Guest

    Hallo, ich wollte euch nur mal berichten was ich heute so erfahren habe.

    Also ich rief beim Vet-Amt an um mich mal zu erkundigen wegen einer Zuchtgenehmigung für Meerschweinchen. So, da wurde ich als allererstes gefragt ob ich denn mit den Tieren Geld verdienen wolle. Ich hab natürlich mit ,,nein,, geantwortet. Dann wurde ich gefragt ob ich denn eine Ausbildung im Bereich Tierpflege oder ähnlichem hätte, hab ich aber leider nicht, also könne ich auch keine Genehmigung bekommen. Ebenso muss man ein sauberes Führungszeugnis vorlegen.
    Naja, Der Mann meinte auch dass ich mir es sehr gut nochmal überlegen sollte mit der Zucht, denn es gäbe genug Meerschweinchen. Er fragte auch was ich mit den Tieren machen wolle die ich nicht vermittelt bekäme usw. Ich meinte dann dass die Tiere natürlich bei mir bleiben dürfen und ich mir auch genau angucken werde wo ich die Tiere hin vermittel. Daraufhin sprach er ein grosses Lob aus für meinen Einsatz, aber wiederum mit der Erläuterung ich solle mir das ganze trotzdem nochmal überlegen.
    Achja, er meinte aber dass es durchaus ok wäre wenn ich eine kleine Privatzucht hätte, er fragte nämlich an wie viele Würfe ich so dachte. Ja, ich meinte dann so 2-3 im Jahr. Das wäre völlig in Ordnung, auch ohne Genehmigung, aber er sagte noch ausdrücklich dazu, dass man die Tiere dann nicht verkaufen dürfe, noch nichtmal wenn da steht als Schutzgebühr auch wenns nur 5 Euro wären, da würde man sich strafbar mit machen und wenn die dahinter kämen gäbe es dick Ärger.
    Achso ,er erwähnte auch immer wieder was für hohe Kosten hinter der Meerihaltung so wie der Zucht stecken.

    Bin ich mal gespannt was ihr dazu sagt!!
     
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  3. Tanja

    Tanja Guest

    Dann ist die Schutzgebühr bei Züchtern nicht erlaubt? Weil es ja ein Gewinn darstellen könnte??? :schimpf: Oh Mann.

    Die restlichen Infos und Bedenken sind aber gut von dem Mann. Der scheint ja wenigstens Ahnung von der Materie zu haben.
     
  4. Hanni

    Hanni Schweinchen-Guru

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    Gespräch mit dem Vet Amt

    Also diese ganzen Vorschriften sind sehr abhängig vom jeweiligen Bundesland. Manche machen es abhängig wieviel Jungtiere man im jahr hat muß aber keine besondere Ausbildung vor liegen und andere machen erst dann Regeln wenn die Tiere generell für den Verkauf ,zB Zoohandel gezüchtet werden.
    LG Hanni
     
  5. #4 ChaoticInfinity, 19.11.2009
    ChaoticInfinity

    ChaoticInfinity Guest

    mal ne blöde frage, warum hast du da überhaupt angerufen. Solange du das nicht gwerblich betreibst brauchst du keinelei genehmigung und auch keine ausbildung im tierischen bereich (vielleicht leider, wenn man sich so manche "hobbyzucht") ansieht.

    irgendwie versteh ich den grund deines anrufes dort nicht so ganz, die antwort kannst du doch schon, oder?
     
  6. #5 vom-seebergerland, 19.11.2009
    vom-seebergerland

    vom-seebergerland Guest

    Also....

    Ich züchte ja auch im kleinen Rahmen habe aber auch keine Genehmigung vom Vetamt. Und trotzdem vermittel ich meine Tiere gegen eine Gebühr.
     
  7. #6 kleinerengel25, 19.11.2009
    kleinerengel25

    kleinerengel25 Guest

    Ich finde seine bedenken gut. Das vet Amt hat ständig mit irgendwelchen leuten zu tun die ihre Ziere nicht mehr halten können , oder dürfen. Wie auch immer. Endlich mal jemand der wirklich im Sinne des Tierschutzes handelt, denn dafür ist das vet Amt ja nun auch da.
     
  8. #7 Biensche37, 19.11.2009
    Biensche37

    Biensche37 Herr der Schweinchen

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    All diejenigen, die eine kleine Pferde-Hobbyzucht betreiben, oder die Kaninchenzüchter verschenken ihren Nachwuchs keineswegs.
    Das gilt als Zufütterungsgeschäft!


    bine
     
  9. Trixl

    Trixl Guest

    Naja, das mit der Gebühr gilt in jedem Bundesland, theoretisch ist das nämlich ein finanzieller Gewinn, den man dem Finanzamt melden und dann versteuern müsste.
     
  10. #9 nickidaniel, 19.11.2009
    nickidaniel

    nickidaniel Guest

    hmm ich hab da angerufen weil ich eigentlich nur ne genehmigung zum züchten überhaupt wollte um nicht irgendwann mal ärger zu bekommen eben weil ich ab und zu mal nachwuchs möchte. ja und dann zieh ich ja um und ich kenn die leute da, es könnte passieren dass die zum vetamt rennen und sich über meine meeris beschweren, derzeit sind es 10. dort werde ich einen garten haben und die kommen ja dann im sommer ins aussengehege und ich weiss das die eine nachbarin kein grosser tierfan ist und wenn die meeris eben mal anfangen sollten zu quieken wirds ja manchmal ganz schön laut und die nachbarin hatte damals das vetamt schonmal eingeschaltet nur weil der hund den ich damals bekam, am anfang wenn er alleine war, gebellt hat. gut das vetamt wird nichts zu bemängeln haben an der haltung und so der tiere, da mach ich mir echt keine sorgen drum, aber was wenn ich gerade dann mal nachwuchs hab und die gucken kommen? da hab ich angst dass ich einen auf den deckel bekomme. gut jetzt weiss ich ja dass man im kleinen rahmen privat nachwuchs haben darf.

    was ich aber nicht wusste das mit dem verkaufen, dass es strafbar ist dafür geld zu verlangen ohne zuchtgenehmigung, aber ich kann doch die tiere nicht verschenken zumal man ja auch laufende kosten hat wie futter, einstreu, ta usw. ihr wisst ja was da so anfällt. nicht dass ich deswegen den nachwuchs möchte. geld verdienen kann man ja mit meeris nicht. das wuurde glaub ich schonmal diskutiert, obs hier war weiss ich net mehr.
     
  11. #10 Zwergle, 19.11.2009
    Zwergle

    Zwergle Guest

    Also ich habe auch eine kleine Hobbyzucht und gebe meine Tiere nicht kostenlos ab (da landen sie nämlich ganz schnell im Schlangenrachen). Da ich außderdem noch Sittiche züchte und dafür natürlich eine Genehmigung brauche und auch eine Prüfung ablegen musste, kommt bei mir öfters mal der Amtstierarzt vorbei. Die wissen von meiner Meerizucht und ich habe noch nie gehört, dass ich die Tiere nicht verkaufen darf!!
     
  12. #11 Nehle, 19.11.2009
    Zuletzt bearbeitet: 19.11.2009
    Nehle

    Nehle Schweinchen-Guru

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    Hallo,
    also bei mir war im Juli ja auch das Vetamt (auf Grund einer anonymen Anzeige) und die haben mir erklärt dass man sich erst ab über 100 Jungtieren im Jahr beim Vetamt als gewerbliche Zucht anmelden muss.
    Ich wohne in Ba-Wü.
    Ich kann mir nicht vorstellen dass man kein Geld für die Tiere nehmen darf! Hab davon auch noch nie gehört.
    LG nehle
    Nachtrag: Man darf ja auch im Jahr eine gewissen Freibetrag verdienen OHNE ihn versteuern zu müssen (jetzt mal abgesehen davon dass man mit der MSZUcht gar nichts verdienen kann...)
     
  13. #12 Allgäu Meerlis, 19.11.2009
    Allgäu Meerlis

    Allgäu Meerlis simply an Otter

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    1. steuerlicher Freibetrag
    2. Wirft eine Meerizucht Gewinn (Einnahmen abzgl. Ausgaben) ab?
    3. Verluste aus Tierzucht dürften gar nicht in die Einkommensteuererklärung.
    4. Jungtier-Grenze

    Letztlich dürfte ich laut den teilweise genannten Gründen j anoch nicht mal was bei Ebay verkaufen! Verdien ich ja auch was bei ...

    Ist also absoluter Schmarrn.
     
  14. rike

    rike Guest

    Und das Finanzamt "überwacht" die Ebayer durchaus. :tippen:

    Sobald man dort als Verkäufer eine gewisse Grenze überschreitet (leider weiß ich nicht mehr genau welche, aber sie war erstaunlich gering und war irgendwie abhängig von der Anzahl der Verkäufe und nicht unbedingt von der Höhe der erziehlten Einnahmen), dann ist es ein gewerblicher Handel, der angemeldet sein muß. :nut:
     
  15. Rexin

    Rexin Schweinchen-Senior

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    Hallo,

    also ich muss meine Meerschweinchen-Hobbyzucht gar nicht anmelden denn ich verdiene keinen Pfennig daran. Einnahmen und Ausgaben gegeneinander gesetzt zahle ich nicht unerheblich drauf. Ein Zuchtbuch sollte man schon führen und ich hebe jede Tierartzrechnung auf falls doch mal das Gewerbeaufsichtsamt oder das Finanzamt auf der Matte steht.
     
  16. #15 ChaoticInfinity, 20.11.2009
    ChaoticInfinity

    ChaoticInfinity Guest

    hm... ganz ehrlich: glaub ich so nicht wirklich. ich bekomme solange ich im elterngeldbezug bin noch ergänzend sozialhilfe. Dort gelten grundsätzlich alle einnahmen die auf dem konto eingehen als Einkunft und werden angerechnet.
    Ich verkaufe aber durchaus dinge bei e-bay ohne das sie mir angerechnet werden solange ich nachweisen kann das ich sie a) selbst gekauft habe (quittung) und b) sie nicht zu einem höheren wert verkauft werden.
    Solange das so ist kann ich soviel verkaufen wie ich will da ich ja nie daran verdient habe.

    denke das das beim FA sicher nicht anders sein wird.

    Selbser der "verkauf" der restlichen rennmäuse aus meiner zucht wurde nicht als "verdienst" angerechnet da ich ihm das so erklärt habe und damit war das in ordnung.
     
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  18. #16 luckybeaker, 20.11.2009
    luckybeaker

    luckybeaker Schweinchen-Guru
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    OT:
    Eine Bekannte von mir verkauft bei Ebay regelmäßig die Klamotten und Spielzeuge ihres Sohnes. Der hat auch reichlich und immer nur Marken. Und siehe da: auf einmal kam die Anfrage bzgl. Gewerbe. Selbst der Nachweis, dass es die Sachen des Sohnes und gebraucht sind haben erstmal nicht viel gebracht. Die musste sich eine ganze zeitlang mit Verkäufen zurückhalten, somit hat sie also erstmal eine "gelbe Karte" gezeigt bekommen.
    Man muss also wirklich aufpassen, wieviel Artikel man in welchem Zeitraum einstellt.

    Zum Thema:

    Ich finde es gut, dass Du Dich vorher erkundigst, bevor das Kind in den Brunnen fällt. Wenn Du schon weißt, dass Du eine seltsame Nachbarin hast...
    Ich finde es im übrigen auch gut, dass das VetAmt solche Aussagen trifft und Dich auf die Nachteile hinweist. Da scheint ja jemand zu sitzen, der Meerifreundlich ist und scheinbar schon schlechte Erfahrungen gemacht hat...
    Wie Du jetzt weiter agieren sollst, kann ich Dir allerdings auch nicht sagen!
     
  19. #17 Biensche37, 26.11.2009
    Biensche37

    Biensche37 Herr der Schweinchen

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    Ich habe heute noch einen altern Zeitungsbericht bei mir in den Unterlagen gefunden. Er stand vor einiger Zeit in der Recklinghäuser Zeitung.

    Es ging da zwar um Pferdezucht, ist aber dann erst Recht auf Meerschweinchen projizierbar, weil es bei Pferden und Meerschweinchen um ganz andere Summen geht, wenn es um den Verkauf geht.

    Die Überschrift lautete:

    Zucht ist oft Liebhaberei

    Steuern: Betriebsgröße ist entscheidend für die Einstufung

    Die ständige Rechtsprechung des Bundesfinanzhofes kommt zu dem Ergebnis, dass eine im Wesentlichen auf die Pferdezucht ausgerichtete land- und forstwirtschaftliche Betätigung regelmäßig nicht mit Gewinnerzielungsabsicht ausgeübt wird.

    Wenn der Betreiber dieser Pferdezucht über andere entsprechend hohe positive Einkünfte verfügt, wird er es schwer haben, dem Finanzamt eine Gewinnerzielungsabsicht nachzuweisen, vor allem, wenn die Pferdezucht anhaltende Verluste verursacht.
    Der Hobbyzüchter hat naturgemäss ein großes Interesse daran, seine roten Zahlen bei der Pferdezucht mit den übrigen Einkünften zu verrechnen und sich so selbst ein Steuersparmodell zu schaffen. Deswegen sind die Finanzämter in diesem Fall besonders argwöhnisch und stempeln eine solche Pferdezucht zu einem Liebhaberbetrieb ab, bei dem alle Verluste steuerlich ins Leere gehen.
    Entscheidend ist dabei der Bestand an Mutterstuten; nach einem Urteil des Bundesfinanzhofes im Jahr 2000 steigt die Chance für ein positives Gesamtergebnis mit der größeren Zahl der Zuchtpferde. Diese Meinung teilen auch die Finanzrichter aus Düsseldorf in einem Urteil aus dem Jahr 1999, bei einer Pferdezucht mit nur wenigen Pferden spreche der Beweis des ersten Anscheins gegen das Vorliegen einer Gewinnerzielungsabsicht. Aber auch bei einem anerkannten Ausbildungsbetrieb mit 150 Pferden, die von 5 Angestellten betreut werden, kam das Niedersächsische Finanzgericht in einem rechts-kräftigen Urteil zum Ergebnis "Liebhaberei" und verneinte die Gewinnerzielungsabsicht. Hier war wohl entscheidungserheblich, dass die Pferdefreunde unvernünftig teure Investitionen bei dem Gestüt getätigt hatten, zumindest betriebswirtschaftlich betrachtet. In einem anderen Urteilsfall kamen die Richter aus Düsseldorf zu dem Ergebnis, dass nur in den ersten 2 1/2 Jahren die Anlaufverluste steuerlich anerkannt wurden.

    Quelle: Dipl. -Finanzwirt W. F. Korte
    und Recklinghäuser Zeitung


    Wenn wir nun hergehen und statt Pferde, Meerschweinchen einsetzen würden, was wäre das dann in der Relation zur Pferdezucht?
    Doch sehr viel geringer, oder?
    Wenn wir nun lesen, das selbst ein Hof mit 150 Pferden und Pflegern noch unter Liebhaberrei fällt, was will uns dann jemand weiß machen, das 80 Meerschweinchen inclusive unvernünftigen Investitionen :fg: mit Gewinnerzielungsabsicht gezüchtet werden?
    Wohl kaum einer!

    Also kopiert Euch den Text, druckt ihn aus und bewahrt ihn für Eure Unterlagen auf. Falls mal ein ganz schlauer Mensch meint, ihr müsstet Eure Zucht anmelden, weil sie steuerpflichtig ist, dann seid ihr eines besseren belehrt.

    Anders natürlich, wenn es so ist, das ihr mehr als 100 Babies im Jahr "produziert". Dann hat man zwar immernoch keine Gewerbepflichtige Zucht, aber mit dem 100. Baby wird man oft (je nach Kommune) als Gewerbsmäßig eingestuft. Das bedarf einer Genehmigung vom Vet.Amt.
    Gewerbspflichtig wird`s erst dann, wenn ihr mehr als 100 Jungtiere produziert, wobei die Gewinnerzielung im Vordergrund steht.

    Letzteres ist eher bei den Scheunen-Vermehrern der Fall.
    Aber wohl kaum bei uns kleinen Hobbyzüchtern.....


    bine
     
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