Genveränderte Lebensmittel in Tiernahrung

Diskutiere Genveränderte Lebensmittel in Tiernahrung im Ernährung (Archiv) Forum im Bereich Archiv; Hallöchen, ich bin ja von Prinzip gegen gentechnisch veränderte Lebensmittel (auch wenn man angeblich nur noch überall zb diese Tomaten...

  1. #1 wusel, 15.06.2007
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 15.06.2007
    wusel

    wusel Guest

    Hallöchen,

    ich bin ja von Prinzip gegen gentechnisch veränderte Lebensmittel (auch wenn man angeblich nur noch überall zb diese Tomaten findet, die ewig halten und deren Schale lange fest bleibt, die sind ja wohl auch genetisch verändert worden, aber nirgendwo steht das an der Verpackung dran und man kaufts dann wohl ohne es zu wissen!?). Daher will ich eigentlich, da man ja nie sicher sein kann, nix verfüttern, wo sowas verändertes drin ist. In Critical Care, Rodicare u.a. Produkten sind aber Gentechnisch veränderte Sojaprodukte enthalten =(

    Und warum ich da grade drauf komme? In der aktuellen Zeitschrift Schrt&Korn steht, dass der in der EU zugelassenem Gen-Mais, der von der vertreibenden Firma Monsanto mit einer Füttertudie überprüft worden ist, laut einer erneuten Auswertung dieser Studie durch frz. Forscher (im Auftrag von Greenpeace), zu Vergiftungserscheinungen und Schädigungen an Leber und Nieren der Testtiere geführt hat.

    Also wer weiß, ob andere Genprodukte wie Sojabohnen nicht im Endeffekt auch so eine Wirkung haben auf Dauer (auch wenn das Tierfutter nciht aleine daraus besteht).

    Die Ergebnisse der Studie sind seltsamerweise vom Robert-Koch-Institut und der Lebensmittelbehörde der EU als unproblematisch bewertet worden.

    Ok, vllt weils noch keinen Nachweis dafür gibt, dass Gengeschädigtes Gewebe von Tieren dem Menschen später einen Schaden zufügen...

    Also, irgendwie will ich nicht mehr so gerne CC verfüttern =(
    Die einzige Alternative dazu wäre zb agrob pre alpin herbs.

    Aber wenn ich zb Rodicare ersetzen will, habe ich bisher noch kein Pendant dazu gefunden, ohne Genprodukte drin....

    Wie seht ihr die ganze Sache eigentlich?
     
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  3. #2 Biensche37, 15.06.2007
    Zuletzt bearbeitet: 15.06.2007
    Biensche37

    Biensche37 Herr der Schweinchen

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    Also nicht genveränderte Lebensmittel zu finden, ist eher Syssiphusarbeit als umgekehrt.
    Ich habe keine Angst vor genveränderten Lebensmitteln. Ob die Studie von Greenpeace tatsächlich objektiv ist, wage ich persönlich anzuzweifeln. Ich denke einfach, das diese Lebensmittel, wenn überhaupt, auf gaaaanz lange Sicht hin evtl. mal neue Erkenntnisse bringen werden. Ob dann negativ bleibt abzuwarten.
    Leberschäden....usw......können durch so viele Faktoren eintreten. Ich bin zwar nicht völlig überzeugt von genmanipulierten Sachen, aber ich bin nicht panisch und überängstlich. Ein gesundes Mißtrauen ist auch nicht verkehrt.
    Aber wir sollten es nicht so radikal sehen.
    Vor allem sehe ich so Päppelsachen als wichtig an. Röntgenstrahlen sind ungesund, Bestrahlungen bei Krebs sind schädlich, eine Kopfschmerztablette oder Nasenspray haben auch Nebenwirkungen. Nutzen und Risiko sind abzuwägen. Und wenn du einem Tier das Leben mit CC retten kannst, dann rette es damit. Was willst du sonst machen? Es sterben lassen geht ja auch nicht. Wäre dann ja Irrsinn.

    bine
     
  4. Cypria

    Cypria Guest

    Wie du selbst geschrieben hast kommen eventuell bei längerer Zeit das zeugs essen irgendwelche Schäden. Peppelmittel benutzt du ja (zum glück) nicht die ganze Zeit.
    Da ist so etwas schon mal Akzeptabel denk ich mir.
     
  5. wusel

    wusel Guest

    @ Biensche: ich habe ja eine recht gute Alternative zu CC gefunden

    Allerdings kanns gut sein, was ihr beiden vermutet, dass das ab und zu bissel päppeln vllt wirklich nicht große Auswirkungen haben wird.

    Nun, die Versuche wurden ja nciht von Greenpeace selber untersucht, sondern sie haben sich die Herausgabe der Protokolle vor Gericht erkämpft und anderen Wissenschaftlern zur Untersuchung gegeben. Natürlich muss es nicht heißen, dass die nun sicher objektiv war. Allerdings bezog sich die frühere Beurteilung, die das Ergebnis nicht besorgniserregend fand, ja auch auf die Auswirkung auf den Menschen. Ich denke mal, da das Nutztier die Nahrung für den Mensch darstellt, gehen die halt davon aus: Tier: bekommt Schaden, Mensch isst Tier, da macht der Schaden aber nichts aus.

    Hach, ich hätts einfach ohne krass genveränderte Lebensmittel, das Zeug.
     
  6. TSVOE

    TSVOE Guest

    Ich bin auch gegen genmanipulierte Lebensmittel. Es hat schon Fälle gegeben, wo dem Vertragsbauern sämtliche Kühe eingegangen sind.
    Das größte Problem ist aber, dass wenn der Anbau weiter und weiter erlaubt wird, man bald kein "normales" Getreide mehr hat, denn dass die Mindestabstände nicht ausreichen, hat man ja in Kanada zur genüge bewiesen. Wenn es sich tatsächlich so herausstellt, dass diese Lebensmittel Schäden hervorrufen, dass auch jeder es akzeptiert, wird es zu spät sein umzukehren. Die einzigen, die davon profitieren, sind die Hersteller genmanipulierter Waren, sie machen auch gleichzeitig die Bauern gerade in den Drittweltländern von sich abhängig. Allen die meinen, dass es ja nicht soooo schlimm sein wird, sollten sich mal intensiver mit dem Thema auseinandersetzen, hier wird mal wieder die freie Wahl des Einzelnen, was er Essen will und was nicht untergraben.
     
  7. TSVOE

    TSVOE Guest

    Ich wollte noch weiter zu dem Thema schreiben, aber fliege immer wieder raus????
     
  8. #7 Meerie-Mama, 19.06.2007
    Meerie-Mama

    Meerie-Mama Engel auf Erden

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    ich kaufe schon seit einpaar jahren nach dem greenpeace einkaufsführer ein. das ist ein kleines heftchen in dem stehen alle supermärkte und hersteller der waren drin und ob sie mit genmanipuliertem gemüse o.ä. ihre produkte herstellen usw.

    kann man glaube ich auch auf der greenpeace homepage finden.

    ich bin absolut anti-genveränderung und mir war schon klar, das es langzeitwirkungen haben wird. die ersten versuche verursachten den ratten ja schon magenbluten..

    leider bekommen die tiere ja auch genfutter...die kühe und schweine und das ißt man denn in form eines steaks oder in der milch...also der totale horror im grunde.

    ich kaufe nur ncoh sachen aus deutschem anbau...deutschland hat trotz allem immer noch die härtesten richtlinien.

    leider kann einer bauer aus frankreich biogemüse holen und darf sie daher hier auch als bio verkaufen..dabei ist bei dem bioanbau in frankreich eine palette hier verbotener pestizide erlaubt. da muss man echt immer schauen das da auch deutscher kontrollierter anbau steht...nur bio ist nciht unbedingt gesund...

    schon schlimm alles.

    wobei ich gesthn muss, das ich bei meinem tierfutter nicht darauf achte. da diese schäden wenn dann eh nur über jahrzente zu spüren sind und die tiere nur ein jahrzent alt werden, wäre das wohl übertrieben.
     
  9. Amduat

    Amduat Knutschkugelbesitzerin =)

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    Hallo!

    Diese beiden Aussagen...

    ... finde ich sehr interessant. Wo genau kann man etwas über solche Fälle erfahren? Ok, jetzt nicht unbedingt über Greenpeace, die sind sicherlich nicht gerade objektiv und biegen sich möglicherweise die Ergebnisse so zurecht, dass es ihnen passt (was ich nicht hoffe). Ich meine offizielle, nachvollziehbare Statements, Untersuchungen etc.
    Hab mich nämlich schon immer gefragt, wie Maisgene uns schaden können, da die DNA doch durch unser Verdauungssystem zerstört werden müsste... :verw:

    Ansonsten kann ich mich Biensche37 nur anschließen. :top:

    Außerdem gibt es auch genügend nicht-genmanipulierte Nahrungsmittel, von denen die schädliche Wirkung bekannt ist - Stichwort "Pestizide". Da würde ich abwägen: lieber genmanipulierter Mais, wo niemand weiß, ob der nun tatsächlich schädlich ist oder nicht, oder "gespritztes" Gemüse, wovon bekannt ist, wie schädlich die Auswirkungen sind. Oder wir kaufen alle nur noch Biogemüse, das auf keinen Fall gespritzt ist. So umgeht man sämtliche Risiken. Was ich verdeutlichen will: auch nicht-genmanipuliertes Gemüse ist nicht das Nonplusultra.

    Achja, wen's interessiert, gab schonmal ein ähnliches Thema: *Link* :-)

    LG Jule
     
  10. wusel

    wusel Guest

    Ok, zu Critical Care gibts meiner Meinung nach tatsächlich Alternativen. Critical Care enthält:

    Calcium, Phosphor, Vitamin A/D3/E/C, Kupfer
    Timothy-Grasmehl, Sojaschalen, Weizenkeime, Haferschälkleie, Weizenfuttermehl, Sojaproteinkonzentrat, Kochsalz, Melasse, Hefen, Öle

    Viele Onlineshops verschweigen wie ihr sehen könnt sogar die Herstellerangebe,dass es sich um genveränderte Sojaprodukte handelt.

    Kleie Weizenmehl und Melasse sind eh nicht so der Hit für die Schweinchen.

    Den Rohfasergehalt durch gemahlenes Heu kann man also ganz anders bekommen: kauft euch einfach (es gibt seeehr viele Hersteller) (Wiesen)graspellets, die ohne Zusatzstoffe und Bindemittel hergestellt worden sind. Zermahlt die und fügt dem Brei den ihr anrührt noch Bene Bac und ein kleies Bissel vitamin c zu, und shcon habt ihr einen besseren Brei.
    So werde ich das jetzt machen. u.a. kann man zb bei Cavialand oder Nagerplanet solche Pellets bestellen. Und das ist auch noch viel billiger. Oder schaut, ob eure Geschäfte zb Agrobs pre Alpin Lepo oder sensitive verkaufen.

    Rodicare ist etwas billiger als CC, enthält aber auch Gensoja (hier auch wieder verschwiegen) :

    Sojabohnenschalen 28%, Haferschälkleie 18,8%, Luzernegrünmehl 15,8%, Weizenkeime 14%, Leinschrot 5%, Sojaproteinisolat 4%, Bierhefe getrocknet 2,5%, Sojaöl 1,5%, Pfefferminzblätter 1%, Kümmelfrüchte 1%, Bockshornkleesamen 0,5%, Süßholzwurzel 0,5%, Kurkumawurzel 0,5%, Kalmuswurzel 0,5%, Fenchelsamen 0,5%, Kamillenblüten 0,5%, Natriumchlorid 0,5%, Calciumcarbonat 0,4%

    Ich fand es halt prima, da es sehr gut bei fütterungsbedingten Durchfällen hilft.
    Wahrscheinlich reicht eine Kombination aus zermahlenen Wiesengraspellets, BBB und Rodikolan bzw Colosan aber auch aus, besonders in Verbindung mit Magen-Darm-Tees und Homöopathika wie zb Nux Vomica oder Okoubaka
     
  11. TSVOE

    TSVOE Guest

    @amduat:
    Zu den Kühen gab es mal einen wissenschaftlichen Bericht im Fernsehen, aber ich weiß nicht mehr wo.....
    Ansonsten: Auch genmanipuliertes Gemüse ect. ist nicht automatisch pestizidfrei.....,

    Wenn zum Päppeln nichts anderes mehr geht, nehme ich zur Lebensrettung natürlich auch CC ect., dies ist aber meistens nur nötig, wenn ich anderes nicht so fein mahlen kann, dass es durch di Spritze geht bzw. anderes nicht genommen wird.
    Liebe Grüße
    Anke
     
  12. Amduat

    Amduat Knutschkugelbesitzerin =)

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    Ja, ich finde auch, dass man CC nicht unbedingt braucht. Meine Maxi war ein Zahnschwein und bis zuletzt hab ich ihr einen selbstgemachten Päppelbrei gegeben. Wir hatten zwar auch noch ein bisschen CC, aber das hat sie gehasst wie die Pest... :sick: Schlaues Schwein... :-)

    LG Jule
     
  13. #12 wusel, 27.06.2007
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 27.06.2007
    wusel

    wusel Guest

    Zitat v. Amduat

    ... finde ich sehr interessant. Wo genau kann man etwas über solche Fälle erfahren? Ok, jetzt nicht unbedingt über Greenpeace, die sind sicherlich nicht gerade objektiv und biegen sich möglicherweise die Ergebnisse so zurecht, dass es ihnen passt (was ich nicht hoffe). Ich meine offizielle, nachvollziehbare Statements, Untersuchungen etc.
    Hab mich nämlich schon immer gefragt, wie Maisgene uns schaden können, da die DNA doch durch unser Verdauungssystem zerstört werden müsste...(Zit. Ende)





    Also:


    Am 25. kam gerade beim WDR ein Bericht. Da hat ein amerikanischer Schweinezüchter erzählt, er habe seine Schweine, glaube 6 Jahre lang, ausschließlich mit genverändertem Mais gefüttert. Er hat nciht erzählt dass seine Schweine gestorben seien, aber: Sämtliche Sauen haben über die gesamten Jahre hinweg kein einziges Mal Nachwuchs bekommen. Dh er hat Geld in Massen für dieses Lizenzgenfutter rausgeworfen, und hat am Ende Bankrott gemacht, da er ja nichts zum Verkaufen hatte am Schluß. Und die Herstellerfirma reagierte nicht auf Beschwerden.

    Im Bericht gabs noch mehr, auch zum Thema zurückgehaltene Testberichte der Firmen, aber das habe ich nciht mehr in Erinnerung.

    Jedenfalls wurde da gezeigt, wie unter dem Deckmantel der freien weltweiten Marktwirtschaft alle Länder, besonders die, die als Abnehmer interessant waren, also afrikanische zb. dazu genötigt werden, die Produkte der amerikanischen Firmen zu kaufen. Deren Produkte allesamt gentechnisch verändert sind. Und wie die Amerikaner, voran Herr Bush, die Länder, die das kritisierten, polemisch angegriffen haben mit dem Argument, sie würden den Hungernden Essen vorenthalten wollen usw.

    Falls irgendwer den Bericht aufgenommen hat, kann er sich ja mal melden?
     
  14. Amduat

    Amduat Knutschkugelbesitzerin =)

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    @ Wusel: Danke für die Info! :bier: Muss ich mal ein bisschen recherchieren, ob und wann was im TV kommt (guck sehr selten Fernseh).

    LG Jule
     
  15. wusel

    wusel Guest


    Stimmt, man kann ja bei einigen Onlinetvprogrammen nach Wdh suchen =)
     
  16. Sabine

    Sabine Schweinchen-Häuptling

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    Hier gibt es einen Bericht über genmanipulierten Mais:

    Link

     
  17. #16 lia, 28.06.2007
    Zuletzt bearbeitet: 28.06.2007
    lia

    lia sidefin

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    GMO und wir

    hej,
    zuerst einmal zu GMO (Genetically Modified Organism) zu deutsch: GVO (Gentechnisch veränderter Organismus) im allgemeinen.

    ohne GMOs wäre die bekämpfung einiger krankheiten leider recht schlecht dran. man macht heute versuche in der krebsforschung, aber auch bei grippe forschung. auch das insulin für zuckerkranke wird durch genetisch veränderte bakterien hergestellt. allerdings wird hier nur die mitochondriale und nicht die tatsächliche DNA verändert. man kann sehr wohl von den GMOs profitieren. daher würde ich sie nicht im vornherein verschreien.

    zum anderen gebe ich den kritikern sehr recht, GMOs bringen ein gewisses gefahrpotential mit sich vielleicht hier die wichtigsten probleme:

    zum genaueren verständniss eine kleine beschreibung wie GMOs entstehen: mit einer enzymschere wird die DNA eines organismus geöffnet.( die enzyme trennen dabei immer eine spezifische basensequenz, zum beispiel TTAC. ) die sequenz die eingebaut werden soll (transgen) hat dann gleich geschnittene enden (AATG), die enden überlappen sich also und die neue sequenz wird nach klettverschluss-prinzip eingebaut. 3 probleme entstehen dabei

    -zum einen werden die neuen gene an einer fast beliebigen stelle in der DNA eingebaut (sie muss einfach z.B TTAC sein). durch den einbau können neue sequenzen entstehen, deren auswirkung man nicht kennt.

    - bei kartoffeln wurde ein protein von schneeglöckchen eingebaut, das sie vor frassfeinden schützt. man weiss jedoch nicht ob exakt nur dieses gen eingebaut wird, oder auch andere, die auch säugetiere schädigen können. die ratten, welche die kartoffeln im versuch frassen, hatten kleinere organe und waren nach einigen generationen letal! *artikel hier lesen*
    zudem können von anderen pflanzen auch gene übertragen werden, welche zu unverträglichkeiten und neuen allergien führen können.

    - zum dritten werden auch bestehende gene willkürlich zerschnitten. beim mais wurde durch den einbau eines gens gegen den maiszünsling, ein anderes gen zerstört, welches den mais natürlicherweise gegen frassfeinde geschützt hätte.

    hier wird offensichtlich wie diese technik noch in kinderschuhen steckt und keinesfalls heute schon auf die felder ausgepflanzt werden sollte, geschweigen denn in unser täglich brot gehört. die technik hat viel potential, doch sollte man nicht leichtfertig mit prozessen umgehen, die wir kaum im stande sind zu verstehen!


    dazu kommen noch wirtschaftliche probleme. zum einen werden die veränderten gene von der industrie an gewisse pflanzenschutzmittel angepasst. man ist finanziell auch an die produzierende firma gebunden, von der man saatgut, schutzmittel und anderes kaufen muss. das monopol auf leben ist doch recht streitbar.

    nicht zuletzt hat der maiszünsling eine resistenz gegen das gen entwickelt. das veränderte gen wurde zuletzt in pappeln, allebäume und diverse weitere kulturpflanzen eingebaut. wird ein gen in grossen mengen verwendet setzt auch die evolution wieder ein, denn einige tiere werden sich dem neuen giftstoff wieder anpassen. in der natur würde die pflanze ein stärkeres gift entwickeln (bzw, die mit dem stärksten überleben), aber GVOs werden kaum in der lage sein das fremde gen weiter anzupassen.
    es gibt also wie bei pestiziden/fungiziden auch hier wieder ressistenzen, wodurch GVOs keinen landwirtschaftlichen vorteil mehr bringen.
     
  18. wusel

    wusel Guest

    Wenn Unternehmen fair und für jeden nachvollziehbar jahrzehntelange Studien mit ihren Pflanzen machen würden, die von unabhängigen Instituten begleitet werden, damit ein unternehmen nicht sich Ergebnisse fröhlich basteln kann, und wenn dann am Ende sicher ist, dass weder die Tiere, noch der Mensch, noch die Umwelt durch das veränderte Material gefährdet sind, erst dann könnte ich mich damit anfreunden. Aber da sind wir noch auf einem langen Weg, und wer weiß, ob es überhaupt möglich ist, etwas zu verändern, was am Ende nciht doch irgenwem oder etwas Schaden zufügt.

    Bisher hatte alles, worin der Mensch rumgepfuscht hat, am Ende eine böse Überraschung gegeben, mit Folgen, die nicht mehr behebbar sind. (Man denke nur an die Agakrötenplagen (hießen die so?) und was weiß ich noch)

    Also stimme ich zu
     
  19. #18 PigCasso, 28.06.2007
    PigCasso

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    Moin Moin,

    und wenn ihr schon am recherieren seid, dann recheriert doch gleich mal mit, warum der gelb-blau Supermarkt mit vier Buchstaben bei Greenpeace plötzlich so viel besser abschneiden soll, seit er die Greenpeace-Broschüre in Massen abnimmt und in allen L...-Filialen zum Verkauf anbietet.
    Die Dinger sollen sogar direkt bei Greenpeace gekauft worden sein und somit kann man die unverkauften Exemplare nicht zurückgeben und schmeißt sie dann in das Altpapier.
    Es werden nach Schätzungen nur etwa 4-5 Prozent der Hefte verkauft.
    Und sie werden tapfer weitergeordert.
    Wenn das mit einer Sorte Milch so wäre, dann wäre die schon lange aus dem Sortiment.

    Wie gesagt, ich habe es gelesen entweder im Stern oder Focus.
    Irgendwie wundert es mich.
    Und die Mitarbeiter bei ..dl wundert es auch.

    Ich glaube keinem mehr so einfach alles.

    Gruß
    PigCasso
     
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  21. wusel

    wusel Guest


    Ich hab bei diesen dlfilialen noch nie Hefte von GP gesehen. Aber wenns so wäre, fänd ich es geil dass die das in massen kaufen und dann wegwerfen weils keiner kauft. Ich gehe noch immer davon aus, dass GP die Produkttestergebnisse nicht beschönigt weil sie zu einem unternehmen evtl nen guten Draht haben. aber man weiß es auch nie. Und bedinungslos sollte man eh nie alles glauben. Aber man kann schon meist sehen wer glaubwürdiger ist.
     
  22. #20 gummibärchen, 30.06.2007
    gummibärchen

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    Auch in anderen Futtermitteln (Cavia Korn zählt leider auch dazu) sind genetisch veränderte Sojasprossen oder sowas drin.

    Ich habe mir sagen lassen,dass Spätfolgen dieser genetisch veränderten Dinge erst nach 8-10 Jahren auftreten würden und so lange leben die meisten Meerschweinchen ja leider nicht.

    Ob ich das glauben soll -weiß nicht so recht...

    Man kann doch ohne hin niemandem mehr über den Weg trauen,wenn man nur mal daran denkt, was alles zu Hunde und Katzenfutter verarbeitet wird.

    Wer weiß,was in den Futtermitteln noch so alles enthalten ist,wo wir gar nichts von mit bekommen. Schließlich gibt es kein Gesetz,was vorschreibt,dass auf den Verpackungen alles angegeben wird,was drin ist. Im Gegenteil.

    Wir bin von Cavia Korn überzeugt und halte es nach wir vor für das beste Meerschweinchenfutter, dennoch stört mich dieser genetisch veränderte "Müll"...
     
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Genveränderte Lebensmittel in Tiernahrung

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