futtergras und düngung

Diskutiere futtergras und düngung im Ernährung (Archiv) Forum im Bereich Archiv; hallo! ich habe da mal eine frage zum gras. wir haben im april ein stück neue wiese angesät. bis jetzt haben wir das stück einmal...

  1. #1 Wollongong, 07.07.2008
    Wollongong

    Wollongong Schweinchen-Senior

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    hallo!

    ich habe da mal eine frage zum gras.
    wir haben im april ein stück neue wiese angesät. bis jetzt haben wir das stück einmal geschnitten, nachgesät und ende mai gedüngt. danach ging die wiese ganz schön ab. wir haben uns gedacht, dass man den ersten schnitt ja nicht verfüttern sollte - also deshalb geschnitten und kompostiert (wegen den vielen Nährstoffen und so), aber habt ihr ahnung und/oder erfahrung, ob man nun den zweiten schnitt nach der düngung verfüttern kann?

    grüße
     
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  3. Cate

    Cate Schweinchen-Guru

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    kommt glaub drauf an, wie lange die Düngung zurückliegt. Allerdings soll man Rasenmäherschnittgras (was ein Wort) überhauptnicht verfüttern, weil Schmieröl an den Messern und somit auch am Schnitt ist.
     
  4. #3 Wollongong, 07.07.2008
    Wollongong

    Wollongong Schweinchen-Senior

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    also, wir schneiden das gras mit ner rasenkantenschere...nicht mit dem rasenmäher..
     
  5. #4 Meerihüterin, 07.07.2008
    Meerihüterin

    Meerihüterin Guest

  6. #5 Wollongong, 08.07.2008
    Wollongong

    Wollongong Schweinchen-Senior

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    wir haben einfach blaukorn draufgehauen...
     
  7. #6 Wollongong, 09.07.2008
    Wollongong

    Wollongong Schweinchen-Senior

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    also nehm ich nun einfach den zweiten schnitt?
    wie is eure meinung? habt ihr denn noch keine erfahrungen damit? :runzl:
     
  8. Yucca

    Yucca Guest

    Hmm zu Düngung von Wiesen nimmt man Kalk-Stickstoff Dünger. Um das Wurzelwachstum anzuregen und Unkräuter zu vertreiben/verdrängen. Was in Blaukorn ist, weiß ich nicht.

    Bei Pferden lässt man die Pferde frühestens nach 4-6 Wochen auf die Weide und es soll wenigstens 1 mal richtig geregnet haben. Der Dünger wird vom Boden aufgenommen, nicht von den Pflanzen.

    Das gedüngtes Gras energiereicher ist, wird oft angenommen, stimmt aber nicht.
    Es kommt eher auf den Schnittzeitpunkt = Verzehrzeitpunkt an.
    Wobei man Temperatur und Tageszeit berücksichtigen muss. (ist ne Wissenschaft für sich) Der Anteil von Fructan (Zucker) ist entscheidend für die Energie im Gras, nicht die länge der Halme.
     
  9. Kugel

    Kugel Guest

    Also, ich würde vom Bauchgefühl her, noch bis nach dem dritten Schnitt warten.

    @Yuka
    Kann man diese Wissenschaft irgendwo genauer nachlesen? Würde mich mal interessieren.
     
  10. #9 Meerihüterin, 10.07.2008
    Meerihüterin

    Meerihüterin Guest

    Blaukorn ist ganz schön heftig und dazu noch eine Art Langzeitdünger, löst sich also nicht so schnell auf. Ich weiß nicht, hätte da große Bauchschmerzen.
    Ich würde ziemlich lange warten mit dem verfüttern.

    LG Sabine

    www.lausitzer-meerschweinchenland.de
     
  11. Yucca

    Yucca Guest

    http://www.landwirtschaftskammer.de.../pferdehaltung/fuetterung/hufrehe-fruktan.htm
    hier ist ein informativer Beitrag über Zucker im gras. ist zwar ein "Pferde artikel, aber die Testergebnisse sind mega interessant. ich hatte ein Rehe-Pferd. deswegen bin ich über diese Dinge informiert. Mein RehePferd kam immer auf gedüngte Weiden, davon hat es nie Rehe schübe bekommen.

    noch mal zur Düngung:
    Man Düngt nie einfach nur mal so. In Blaukorn (Habs nachgelesen) ist in unterschiedlichen Zusammensetzungen Phosphor, Kali, Stickstoff und andere Spurenelemente.
    Man sollte wenigsten 1x eine Bodenprobe untersuchen lassen bevor man Düngt. Weil es schnell zu einem Mangel oder Überfluss kommen kann.

    Gras (Futtergras) würde ich nicht mit Blaukorn düngen, weil es ein Langzeit Dünger ist und somit auf der Grasnarbe über einen längeren Zeitraum verbleibt. Es kann immer was mit ins Futter geraten. Dünger ist nicht zum Verzahr geeignet.

    Düngen mit Kalksticksoff:
    nach ein paar Tagen nach der Düngung wandelt sich der Kalkstickstoff im Boden vollständig in langsam wirkenden Düngerstickstoff um. Das wirkt reinigend auf Parasiten und deren Larven (abtötend)
    Dann wirkt Kalk gegen die Bodenversauerung und der Stickstoff wird nach und nach von den Wurzeln aufgenommen. Die Grasnarbe versichtet sich, bleibt gesund und widerstandsfähig und das Pflanzenwachstum wird angeregt.

    man düngt auch Gemüse wie Tomaten mit dieser Düngeart. oder Salat und Gurken.

    Mit allem Respekt: Niemand schmeisst die ersten 20 Tomaten weg, weil "Dünger" drin sein könnte.

    Ich lerne immer gerne dazu. Wer Fakten hat, bitte immer her damit
     
  12. #11 Meerihüterin, 11.07.2008
    Meerihüterin

    Meerihüterin Guest

    Also ich würde nie im Leben Kunstdünger an Pflanzen geben, die oder deren Früchte ich noch verzehren möchte. Dann kann ich mir ja gleich den ganzen gedüngten Sch... aus dem Supermarkt reinziehen.
    Nein, es gibt soo viele Möglichkeiten der natürlichen Düngung, z.B. Kompost (wenn man die möglichkeit hat) oder Mist vom Kaninchen (supi!)
    Dann gibts da noch Urgesteinsmehl, Hornspäne (noch mehr supi!!!). Man muß sich natürlich die Mühe machen und sich informieren.
    Weder ich, meine Familie noch meine Tiere bekommen von mir Futter / Esssen welches mit Blaukorn gedüngt wurde. Und siehe da, mein ältestes Meeri ist 7 1/2 Jahre alt und mit den Jahren habe ich schon 25 reine Liebhaberschweinchen / Rentner, allen geht es super und keins wird krank. ZUFALL????

    LG Sabine

    www.lausitzer-meerschweinchenland.de
     
  13. Yucca

    Yucca Guest

    @Sabine:
    Ich gebe Dir, was die Alternative Düngung angeht, uneingeschränkt recht.
    Stickstoffdüngung klappt super mit Brennesseljauche. Bodenverbesserung mit Gesteinsmehl, Guano und Hornspäne sind effektiv und günstig.
    Kompost kann man sich an Müllkippen kostenlos abholen (bei uns jedenfalls).

    Jetzt aber die Frage: welche Stoffe gibt der "Biodünger" an den Boden ab und welche das industriell hergestellte Blaukorn?



    Nur zur Info: ich dünge grundsätzlich mit Kompost und dergleichen. Für Blaukorn gebe ich kein Geld aus. ist zu teuer und me zu scharf geschossen.

    Das soll hier kein Blaukorn ist heilig Beitrag werden.
    es geht mir hier nur um den Informationsgehalt.
    in Blaukorn ist enthalten:
    Phosphor, Kali, Stickstoff und andere Spurenelemente, allerdings in geballter Form.

    Was ist im Bio-Dünger?
     
  14. #13 Meerihüterin, 11.07.2008
    Meerihüterin

    Meerihüterin Guest

    @ Yuka, stimmt schon was Du sagst und es muß jeder für sich entscheiden was er tut und läßt.
    Biodünger ist für mich trotzdem die natürlichste Variante und eben nicht chemisch hergestellt. Die Natur bietet für mich immer noch das Beste, bin allerdings auch ein absoluter Verfechter der natürlichen Fütterung bei meinen Meeris, sprich Grünes aus der Natur. Und wenn ich im Frühjahr stundenlang draußen rumkrieche und Löwenzahn für meine Meeris sammle (es sind ja immerhin mind.50 mit Schwankungen :D ) und andere mal schnell was kaufen - wenn ich es mir zeitlich leisten kann, sammle ich lieber draußen was.
    Und Blaukorn finde ich schon extrem heftig, ist ja auch nur meine ganz persönliche Meinung, ich würde es einfach nicht einsetzen und lieber auf natürliche Varianten setzen.

    LG Sabine

    www.lausitzer-meerschweinchenland.de
     
  15. Nellie

    Nellie Guest

    Also Dünger ist Dünger! Egal ob Blaukorn oder "Biodünger", das Zeug, was die Pflanze wachsen läßt ist immer das gleiche.
    Und nach 4 Wochen kann man bedenkenlos nach der Düngung füttern. Das Gras (oder was immer) ist ja nicht schlecht, nur weil es gedüngt wurde! Im Gegenteil! Ansonsten bräuchte man ja nicht zu düngen, wenn das die Pflanze irgendiwe schlecht/ungenießbar/giftig macht!
    Man soll nur lange genug warten, damit der Dünger (welcher auch immer) nicht an der Pflanze mehr haftet, sozusagen im Erdreich verschwunden ist. Und das ist nach 4 Wochen der Fall, wenn es mindestens 1 mal draufgeregnet hat.

    Also, man muß auch den ersten Schnitt nicht wegwerfen, - schade drum.

    Gruß
    Nellie
     
  16. #15 Meerihüterin, 14.07.2008
    Meerihüterin

    Meerihüterin Guest

    Und warum soll man nach Blaukorn eine Karenzzeit einhalten bevor man Früchte o.ä. ißt????
    Ist doch lecker!

    LG Sabine
     
  17. Nellie

    Nellie Guest

    Hallo @ Meerihüterin,

    meinst Du mit "Karenzzeit" die von mir genannten 4 Wochen?
    Wenn ja dann weil:
    Dünger ist nicht zum Verzehr für Lebewesen da, weil "unbekömmlich". Die Inhaltsstoffe sind nur für Pflanzen gut zum Wachsen. Deshalb soll möglichst der Dünger "in", aber nicht mehr "auf" der Pflanze sein.
    Deshalb die lange Zeit (4 Wochen), damit der Feststoff Dünger Zeit hatte durch Regen sich zu verflüssigen, in den Boden einzusickern und in die Pflanze gelangen kann.
    Alles im Dünger sind natürliche Elemente, die in jedem Organismus vorkommen, - auch im Tier, auch im Menschen. Aber Dünger "pur" essen ist ungesund, da zu hoch konzentriert.
    Deshalb abwarten, bis der Dünger seinen Nutzen erfüllt hat, nämlich die Pflanze zu mehr Wachstum angeregt hat.
    Die Karenzzeit gilt übrigens auch für "Bio-Dünger", nur hier ist sie etwas kürzer, da dieser Dünger schneller im Erdreich versickert, - die Inhaltsstoffe sind aber die selben.

    Gruß
    Nellie

    Gruß
    Nellie
     
  18. #17 Meerihüterin, 15.07.2008
    Meerihüterin

    Meerihüterin Guest

    Nun ja, wie ich schon erwähnte soll jeder nach seinem Ermessen handeln. Künstlich hergestellter Dünger findet auch nach Deinen Worten keinen Weg auf mein Grundstück. Ich bin sehr froh darüber alleine entscheiden zu können was auf meinen Teller kommt und ich nicht nur auf den Supermarkt angewiesen bin.
    Das lasse ich mir auch nicht schön reden und so bin ich bisher wunderbar zurecht gekommen und werde es weiterhin tun.

    LG Sabine
     
  19. #18 theresia, 15.07.2008
    theresia

    theresia Schweinchen-Guru

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    Blaukorn wird doch empfohlen für den Gemüsegarten,wir essen dann doch auch die Früchte.
    Einen guten Regenguß würde ich dennoch abwarten,aber den hattet ihr mittlerweile sicher ein paar mal.
     
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  21. #19 Meerihüterin, 15.07.2008
    Meerihüterin

    Meerihüterin Guest

    Wenn ich Blaukorn herstellen würde und davon leben müßte, würde ich es auch empfehlen.
    Andere empfehlen Genmais, der Friseur seine doch ziemlich teueren Produkte usw.
    Schon die Werbung zeigt uns doch, das es eigentlich nur ums Geld geht, um nichts anderes.
    Jeder hat eben eine andere Sicht auf die Dinge und jeder muß eben seine Prioritäten setzen und das ist auch okay.
    Schließlich haben wir unser Köpfchen zum Denken mitbekommen :nuts:

    LG Sabine
     
  22. Nellie

    Nellie Guest

    Hallo,

    na wenn wir "unser Köpfchen zum Denken mitbekommen haben", dann muß ich dazu auch noch mal was sagen!

    Wir reden hier von D ü n g e r und nicht von Pestiziden, Herbiziden und anderen Giften, die zu dem einen oder anderen Zweck auf Pflanzen gesprüht werden!
    Wir reden auch nicht von Genmanipulation oder weiterem Unsinn, den keiner von uns in seinem Essen haben will!
    Das ist einfach Polemik, die Du da in den Raum wirfst, - das sind keine Fakten zum Thema.

    Wir sind bei D ü n g e r!
    Und der enthält in jeder Form zum Großteil Stickstoff, Phosphat, Kalium und einige andere Mineralien. Das braucht die Pflanze zum Wachsen sonst geht sie ein.
    Und diese Stoffe sind in Blaukorn u n d in Biodünger.
    Im Biodünger befindet sich aber zusätzlich noch: Pilze (auch Schimmelpilze), Fäkal- und andere Bakterien, Parasiten aller Art, z.B. Würmer und Wurmeier usw. .... und das landet alles auf Deinem Salat und Du ißt es mit!
    Auch das ist Polemik!

    Also, ob Biodünger oder Blaukorn, das ist eher eine pholosophische Frage und sollte jeder selbst für sich entscheiden, - ohne böse Worte für den anderen.

    Die Frage war eigentlich: "muß ich den 1. Grasschnitt wegwerfen bzw. wie lange muß ich mit dem Verfüttern warten?"

    Antwort: 4 Wochen warten bis der Dünger nicht mehr auf der Pflanze klebt. Und es ist falsch den 1. Schnitt (und natürlich jeden weiteren Schnitt) wegzuwerfen! Der 1. Schnitt ist für Raufutter-Fresser der bessere Schnitt, da er mehr Faserstoffe enthält. Denn im 1. Schnitt sind vermehrt Halme, im 2. Schnitt überwiegend Blätter.
    Das sind Fakten ohne Polemik.

    Gruß
    Nellie
     
Thema: futtergras und düngung
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