Frage zur Bockhaltung an Züchter!

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  1. Fuji04

    Fuji04 Mamaschwein

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    Hallo

    im Frühjahr wird meine komplette Zucht in einen ausgebauten Garten umziehen und für den beginnenden Bau suche ich noch Tipps zur Idealhaltung.
    Die Zucht und Aufzuchtmädels bekommen einen Laufstall mit Katzenklappe in ein Freigehege, welches fürs ganze Jahr den Wetter und Sicherheitsbedingungen angepasst sein wird.

    Meine Überlegung nun zu den Böcken. Einzelne Boxen zum trennen wird es immer geben, ich spreche aber von einer generellen Haltung wo die Zucht und Aufzuchtböcke auch viel Auslauf und Abwechslung durch ein Freihege bekommen sollen.
    In den letzten Monaten hatte ich leider zuviele Streitereien, sodass ich die großen Gruppen in kleinere von 2-4 Tiere pro Gruppe aufgeteilt habe. Inzwischen ist wieder alles OK und es haben sich harmonische Teams gefunden.
    Ich habe im Schnitt 10 feste Böcke von denen ich mich keinesfalls trennen werde. Natürlich wie jeder Züchter hege ich an die 10 Böcke plus je nach Aufzucht und Würfen, sowie Jungböcke für die Zukunft.
    Ein Freihege mit Stall würde bis zu 12 qm möglich sein. ( Stall 2 qm )

    1. Diese 12 qm ausnutzen und eine große Gruppe versuchen?
    2. Aus den 12 qm jeweils 6 qm mit 2 Gruppen machen?
    3. Aus den 12 qm jeweils 4 qm mit 3 Gruppen machen?
    4. Oder es ganz sein lassen und jeder Bockgruppe einen normalen Stall bauen?also Zuchtböcke immer zu Zweit oder mit mehreren Jungböcken vergesellschaften.

    Wie sind eure Erfahrung in Außenhaltung mit größeren Gruppen an Zuchtböcken?


    Ich möchte jedem Bock gerecht sein und nicht das dauernd Wunden entstehen, die mich AB, Salbe und viele Nerven kosten. Einen Partner für jeden zu finden ist weniger schwer wie eine größere Gruppe zu vereinen.

    Also tippt los und schreibt mir eure Vorstellungen zur idealen Außenhaltung mit anspruchsvollen Böcken, was Rosettenböcke in ihrem Temperament so an sich haben:D

    LG Chantal
     
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  3. #2 mause-baer03, 17.12.2007
    mause-baer03

    mause-baer03 Guest

    Hallo Chantal,
    ich habe ein Freigehege gehabt mit bis zu 15 Böcken, es gab zwar auch mal rangeleien ( wenn ein neuer Bock dazukam) aber es waren 3 Häuser im Gehege und nach 1-2 Tagen war jedesmal wieder ruhe. Ich an deiner Stelle würde es auf jedenfall ersteinmal mit einer Großen Gruppe versuchen, teilen kannst Du zur Not immer noch.
     
  4. #3 Heissnhof, 17.12.2007
    Heissnhof

    Heissnhof Guest

    HI,
    ein Versuch wäre es sicher wert. Ich habe mit dem Versuche keine allzu guten Erfahrungen gemacht. WEnn man da auch die Zuchtböcke integriert, muß man sie nach dem Decken immer wieder integrieren. Jungböcke in eine neue Gruppe zu bringen, schmeißt die Gruppe immer wieder durcheinander.
    Mir persönlcih ist der STress zu groß. Ich mag nicht jeden Tag alle auf Bißwunden kontrollieren und das müßte man, wenn man keine dicken Abszesse und sonstwas riskieren will. Das ist mir persönlich viel zu aufwendig. Auch müßte man ständig beobachten, was geht und was nicht - die Zeit habe ich oft nicht
    Ich versuche die Anzahl der Böcke in einem sinnvollen zahlenmäßigen Verhältnis zu den WEibchen zu halten. Ich überlege mir, welchen Bock ich wann brauche und setze einen dazu passenden Jungbock dazu. DA ich die, die nicht schnell verkauft werden eh kastrieren lasse, kann cih die dann nach Kastration ggf. auch in eine Weibchengruppe integrieren. Meine Zuchtböcke untereinander lasse ich nicht zusammen.
    Mir reichen schon die Aufzuchtböcke, die rangeln sich im Moment auch wieder was zurecht. Für meine Begriffe gehören Rangkämpfe bei den Böcken halt dazu und damit riskiert man auch immer wieder Verletzungen, das ist naturgegeben.

    Ich bin gespannt, wie Du es löst. Die meisten Züchter, die ich kenne handhaben es so oder ähnlich, weil es ihnen auch zu stressig ist. Mal schauen, für welche Variante Du Dich entscheidest.

    Ich bin gespannt, wie Du es löst
     
  5. Othi

    Othi Guest

    Da hätte ich auch gleich noch eine Frage:
    Wie viel Quadratmeter sollte für ein Böckchen gerechnet werden, wenn die Gruppe größer ist? Ich denke da auch an ein Freigehege mit mehreren Schlafhäusern zum Verkriechen.
     
  6. #5 Fuji04, 17.12.2007
    Zuletzt bearbeitet: 17.12.2007
    Fuji04

    Fuji04 Mamaschwein

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    Huhu Anja,

    ja daran habe ich auch gedacht. Ich weiß aber leider auch sehr genau wie meine Böcke drauf sind wenn sie von einer Verpaarung zurück in die Gruppe kommen ich muss zugeben meine Herren sind äußerst Temperamentvoll und nehmen den Mund schnell mal zu voll. Ich hab auch überlegt, der Platz ist groß genügend Häuser und tolle Nester zu bauen, wenn Zank da ist geht der hoffentlich nur durchs halbe Gehege:D...
    Ja, aber die bisherige Erfahrung mit 2 größeren Gruppen hat mich doch etwas vorsichtiger werden lassen, es hat monatelang einen nach dem anderen an Wunden vorallem auch eitrigen Wunden gehagelt. Ich kann so etwas weder meinen Tieren noch meinen Nerven nochmal so schlimm zumuten, vom Portmornee mal ganz abgesehen.

    Haben von deinen Böcken denn auch mal welche gedeckt und drei Wochen beim Mädel gesessen? Manchmal wenns hart auf hart kommt sitzen bis zu 3 Böcke im Monat bei einem Mädel, natürlich versuche ich meine Verpaarungen so zu planen das möglichst viel Freiraum entsteht um Vergesellschaftungen besser über die Bühne zu kriegen, aber dies klappt nicht immer.

    LG Chantal
     
  7. #6 Heissnhof, 17.12.2007
    Heissnhof

    Heissnhof Guest

    Hi,
    warum um alles in der Welt hast Du 3 Böcke im Monat bei einer Sau?

    Ich halte Bockgruppen mit in wechselnder Zusammensetzung schlicht für puren STress für alle Beteiligten.
    Würde mich aber dennoch interessieren, ob das jemand so handhabt.
    Manche nehmen den Bock nur zum Decken von einem Kastraten weg und geben ihn danach dorthin zurück. Das halte ich noch am ehesten für durchführbar.
     
  8. Tanne

    Tanne Schweinchen-Kenner

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    Hi

    ich persönlich habe mit großen Bockgrupen auch keine allzu gutenErfahrungen gemacht. Früher oder später gab es immer Probleme, so dass ich nach und nach wieder in kleinere Gruppen unterteilen musste. Ausgewachsene Zuchtböcke packe ich generell nicht mehr zusammen. Ich handhabe es so, dass die ZUchtböcke entweder bei den Mädels sitzen oder wenn dies grad nicht der Fall ist gebe ich ihnen einen oder mehrere Jungböcke mit dazu, eben die, die dann grad von der Mutti weggenommen werden. Das klappt super. Je nachdem wie lange der Bock dann "zuchtpause" hat oder wie lange es dauert die Kleinen zu vermitteln sitzen die halt zusammen. In der Regel vertragen die sich dann auch mind. 1/2Jahr lang, dann kann es jedoch auch kritisch werden, was aber auch immer individuell an den Tieren liegt. Ich lasse meine Jungböcke spätestens dann kastrieren und dann kommen sie halt in dei Mädelsgruppe (z.zt. 10Mädels,3Kastraten). Naja und der Zuchtbock bekommt nen neues Jungtier dazu.

    So kommt es, dass ich immer so ca. 2-3Bockgrupen bestehend aus 2-3 Tieren hab, der Rest sind dann Kastraten.

    Die Zuchtböcke einzeln zu halten ist nicht in meinem Sinne, leider komm ich da aber hin und wieder nicht drum herum. Z.zt. sitzt einer allein, das aber auch nur noch für 2 Wochen, dann bekommt er seine Jungen zur Gesellschaft.

    Im Großen und Ganzen kann ich sagen, dass sich bei mir kleine Gruppen von 2-max. 4 Tieren gut bewährt haben. Große Gruppen hingegen sind viel zu stressig für Mensch und Tier (meiner Meinung nach).

    LG Tanja
     
  9. #8 Heissnhof, 17.12.2007
    Heissnhof

    Heissnhof Guest

    HI Tanja,
    naja - da scheinen sich die Vorgehensweisen der Züchter tatsächlich zu decken. Meine Aufzuchtbockgruppen gehen auch in der REgel ein halbes Jahr ganz gut, manchmal länger, manchmal kürzer. Dann bin ich meistens auch froh, wenn ich anfange, sie einzusetzen.
     
  10. #9 Azurcristall, 17.12.2007
    Azurcristall

    Azurcristall Guest

    Hmmm, die frage wie das mit den Böcken zu handhaben ist, hab ich mir auch schon gestellt. Gerade, wenn man anfängt zu züchten, hat man nunmal nicht immer Jungböcke, die man zu seinen Zuchtböcken setzen kann. Und alleinsetzen ist meiner meinung nach keine Lösung, denn dann geht der Wille zu züchten zu lasten des Schweins, auch wenn dann alle beteuern, die haben ja sicht und riechkontakt. Das ist dann doch eher Schöngerede denke ich. Ein Schwein sollte einen partner zur Verfügung haben. Und 4 Wochen (vom trennen vom Weibchen bis die eigenen Söhne groß genug sind) alleine ist auch schon eine relativ lange Zeit, finde ich.

    Einige Züchter vergesellschaften wohl durchaus ihre Zuchtböcke nach dem decken wieder miteinander oder integrieren sie gar wieder in eine Boygroup. Aber ich denke, man braucht dafür Erfahrung und das richtige Händchen. Man muss ausloten können, wer mit wem harmonieren könnte...
     
  11. #10 SoulDream, 17.12.2007
    SoulDream

    SoulDream Wutzenhalter

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    Hallöchen,

    meine Großen kann ich leider Gottes nicht wirklich miteinander vergesellschaften, sie haben meist die Jungböcke oder ein Mädel bei sich sitzen. Habe ich grade mal keine Jungböcke, dann versuche ich wenigstens 2 Große mittels eines Trenngitters mehr oder weniger zu vergesellschaften. Das artet zwar dann auch immer noch in Zahnegeklapper und Drohgebärden aus, aber es passiert nichts.

    Wäre es platztechnisch möglich, würde ich versuchen den Jungs etwas mehr zu gönnen. doch das ist derzeit leider garnicht möglich. Wie es im Frühjahr ausschaut mal schauen, wenn dann der neue Eigenbau im Gartenhaus kommt.
     
  12. Fuji04

    Fuji04 Mamaschwein

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    Huhu

    ja es kam schon mal vor das ich 3 Böcke gleichzeitig einer Verpaarung hatte, aber generell sind es nach Saison 2 und halt andere Monate keine sowie derzeit. Die nächsten beiden gehen erst nächstes Jahr zum Mädel und sind zusammen trotz allem ein harmonisches Team.
    Eben was genau was Heissnhof beschrieben hat diesen Stress mit den Wundenkontrollen wegen Abzessen und wenn einer da ist diese täglich Aktion das zu behandelt, dass lässt echt haare zu berge stehen.
    Ich schaffe das auch jedem auch wenn kein Jungbock da ist einen Partner zu vergesellschaft, es gibt dann so ne Woche Haare raufen, jagen und Zähneklappern und das wars. Die Gruppen mit den Jungböcken sind fast immer harmonisch;)

    Ich möchte einfach artgerecht bleiben und eine Lösung suchen den Böcken die gleiche schöne Haltung bieten zukönnen wie den Mädels. Fraglich ob da fest ausgemachte Gruppen von ausgewachsenen Böcken möglich ist, trotz Zuchteinsatz.

    LG Chantal
     
  13. devil

    devil Guest

    Hmm, ich denke das ist schwierig. Ich habe ja derzeit einfach alle Jungs, bis auf Zwei, zusammengeschmissen und es klappt. Aber auf lange Zeit weiß ich nicht wie es ist. In dieser Gruppe sind auch drei Jungs, die schon gedeckt haben. Das Alter ist sehr durchwachsen, ich hoffe natürlich, dass sie sich auf jeden Fall über Winter vertragen, und bilde mir ein, dass es momentan eine sehr harmonische Gruppe ist. ;)
     
  14. Fuji04

    Fuji04 Mamaschwein

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    Huhu

    ich meine, meinen derzeit angriffslustigsten Bock, der geht nächstes Jahr noch in eine einzige Verpaarung und wird dann als Kastrat in der Zunkunft die Aufzuchtsgruppe der Mädels leiten, weil er einfach sehr dominant ist und sich wirklich von niemanden was gefallen lässt egal wie groß egal wie stark. Ich habe auch unterwürfige Zuchtböcke, dennoch bange ich davor nachher da alle völlig zerstritten zuhaben und mir die Mühe & Kosten mit dem Freigehege völlig umsonst mache, weil alle in kleinere Gruppe aufgeteilt werden müssen. Dafür müsste ich um die Zäune setzen zukönnen erstmal in Boxen ins Gartenhaus umsetzen bis das alles fertig ist. Ist ja auch ein bissel aufwendig wieder. Es wäre natürlich schön, wenn die meisten Böcke in 1-2 größeren Freigehege Gruppen intergrierbar sein können, ohne sich halb um zubringen, nur weil Jungböcke neu dazu stoßen, denn das befürchte ich dann nämlich denn die Rangordnung wird dann wieder neu aufgemischt.

    LG Chantal
     
  15. devil

    devil Guest

    Hmm, stimmt, wie wäre es denn, wenn du vier Teile machst, die aber untereinander verbunden werden können, dann hast du das Türchen große Gruppe nicht ganz zu.
    Aber wenn es immer um die 10 Böcke sind, dann sollten die bei 12 qm genug Raum haben, sich aus dem Weg zu gehen.
    Ich könnte mich da auch nicht entscheiden. :nuts:
     
  16. #15 kirsten, 18.12.2007
    kirsten

    kirsten Guest

    hallo chantal

    ich würde es auch auf einen versuch ankommen lassen.

    als wir noch ehrenamtlich im tierpark geaarbeitet haben,haben wir auch eine große bockgruppe eingerichtet.ca 30 böcke jeden alters in einer pferdebox mit gut struckturierter einrichtung.leider haben dann die tierpfleger öfter mal einen rausgenommen und zu den dammals noch restlichen weibchen getan(die babys sind doch so süß),so das wir manchmal wöchentlich erneute unruhe in der gruppe hatten.nach ein paar tagen war aber immer wieder alles ok.sicher es hatte mal einer ne kerbe oder ein angerissenes ohr,aber nie ernsthaftere verletzungen.
    unsere beobachtung war; es hat meist eine woche gedauert bis der neue zusammen mit den anderen fressen durfte.die erst zeit mußte er fressen gehen wenn die ranghöheren fertig waren,vorher hat ihn keiner an die näpfe gelassen.

    so nach und nach haben wir damals dann mit hilfe der amtstierärztin ,die weibchen alle vermittelt,so das es zuletut nur noch diese bockgruppe gab.
    seit der park ,seit 4 jahren ,in anderen händen ist,gibt es dort nun keine meerschweinchen mehr.

    ich selbst halte meine böcke in 2er,3er und 4er wgs.auch meine beobachtung ist es das dies oft ein halbes jahr gut geht mit jungböcken.diese dann aber anfangen auf zu mucken den älteren gegenüber.
    bei dem ridgeback meiner tochter hat es fast 4 jahre gedauert bis er den richtigen dauerhaften partner gefunden hat.immer nach einem halben jahr war aus mit freundschaft.
    mein alter justy(6jahre) kommt zum beispiel garnicht mehr mit jungböckchen klar,sie sind ihm einfach zu viel.da er nicht mehr deckt,hat er 2 mädchen bei sich.

    ich denke es kommt immer auf die jeweiligen tiere an.und man sollte als züchter oder auch liebhaber geduld haben und nicht gleich beim ersten streit trennen.oft legt sich das ganze nach einer woche wenn feststeht wer der chef ist.allerdings sollte man da schon bereit sein mal ein paar "kampfspuren" in kauf zu nehmen.


    lg kirsten
     
  17. #16 kneifzange, 18.12.2007
    kneifzange

    kneifzange Guest

    Hallo,
    ich bin keine Züchterin, schreib aber trotzdem mal was dazu.
    Ich würde mich nicht auf eine bestimmte Gruppengröße festlegen, sondern würde die Gruppengröße und -zusammenstellung immer vom Charakter der Böcke abhängig machen.
    Wenn man Böcke vergesellschaftet, muß man flexibel sein.
    Bekanntlich sind die Männer unberechenbar. :nut:
     
  18. keli

    keli Guest

    Ich halte meine Zuchtböcke in einer großen Gruppe, habe aber nur 4 Zuchtböcke.
    Hatte aber schon bis zu 10 Böcke in einer großen Gruppe, da habe ich gesehen, dass die Zuchtböcke in der Regel ruhiger und weniger angriffslustig waren als Böcke die noch nie decken durften.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Nachkommen von bockgruppen gewöhnten Böcken besser in einer Gruppe integrieren kann als Nachkommen von streitsüchtigen Böcken, bei mir werden die Zuchtböcke auch auf Charakter ausgesucht, ein angriffslustiger Bock darf bei mir nicht decken. Weil meist auch seine Jungen streitsüchtiger sind. Die Böcke die sich nicht gut in die Gruppe integrieren werden kastriert. Damit habe ich bisher gute Erfahrungen gemacht.

    Obwohl es immer Böcke gib die sich nicht leiden können, diese Böcke muss man hat in unterschiedlichen Gruppen halten. Dieses Problem habe ich aber auch mit Weibchen und Kastraten, da spielt das Alter keine Rolle
     
  19. #18 Heissnhof, 18.12.2007
    Heissnhof

    Heissnhof Guest

    HI Kneifzange - na da hast Du es aber schön auf den Punkt gebracht.

    Aber ganz ehrlich. Ein Züchter hat genug zu tun, tragende Sauen zu kontrollieren, Babys zu kontrollieren, Weibchen und Babies umzusetzen, Böcke von den weibern weg. Also ums Umsetzen kommt man eh nicht drumrum.
    Für die Böcke bedeutet das immer wieder STress - neue Partnerin, neuen Jungbock.
    Wenn ich mir jetzt vorstelle, ich muß auch noch täglich genau beobachten, wer da gerade wen zerfetzt - ne - nix für mich. Und selbst bestes Beobachten schützt vor massiven Ausfällen und Verletzungen nicht. Das hat aus meiner Sicht nichts aber auch gar nichts mit artgerechter Haltung zu tun - DAS zu denken beruhigt doch nur das Gewissen. Kein Bock bleibt freiwillig unter Böcken, wenn es Zoff gibt, - der unterwürfigere sucht irgendwann das Weite - ok, das ist hier nicht Thema.

    Ich halte aber diese Art der Haltung für Zuchtböcke einfach nicht für praktikabel. Mich würde aber interessieren, ob es einen Züchter gibt, der das bereits langfristig und mit Böcken, die älter als 1-2 Jahre sind und schon oft gedeckt haben, betreibt. Und dann würde ich gerne Bilder von Ohren und Augen der Tiere sehen.
     
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  21. #19 Heissnhof, 18.12.2007
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 18.12.2007
    Heissnhof

    Heissnhof Guest

    Das habe ich auch beobachten können. Ich würde es aber so beschreiben, daß die älteren Deckböcke einfach souveräner und sich ihrer Stärke bewußt sind. Sie attackieren wenn, dann nur sehr kurz, dann aber sehr heftig. Genau das macht die GEfahr aus. Die jüngeren sind hektischer, aber die Angriffe sid weniger entschlossen, die Verletzungen geringer.

    Aber wie willst Du bei 4 Böcken, von denen 2-3 auch noch decken, verschiedene Gruppen machen?
    WEnn Du bei 4 Böcken, den kastrierst, der da nicht klar kommt, dann selektierst Du doch lediglich auf die Sympathie zwischen Deinen Böcken, aber keinesfalls auf die Verträglichkeit generell. Denn wo ein Bock bei dem einen recht umgänglich ist, ist er bei einem anderen eine Furie. Du kannst so nicht unterscheiden, ob es an individuellen Unpässlichkeiten oder genereller Bockunverträglichkeit liegt. Ich jedenfalls würde dies nicht zum Kriterium für Weiterzucht machen - jedenfalls nicht in dieser Handhabung.
     
  22. devil

    devil Guest

    Naja, man hat ja nicht nur Zuchtböcke, in der Regel sind es ja auch mal welche, die hängen bleiben und Abgabeböcke und Jungböcke.

    Na sicher sehen nicht alle Ohren mehr superschön aus, ich würde kein Ausstellungsschwein in die Bockgruppe setzen. Augenverletzung gab es einmal, das finde ich über die Jahre nicht allzu drastisch, wobei diese auch in einer Dreiergruppe, die schon fast ein Jahr zusammen saß aufgetreten ist, und ich mir nicht sicher bin, dass es nicht eine andere Ursache hatte.
    Und man mag es nicht glauben, aber da sind doch tatsächlich noch Jungs mit komplett intakten Ohren. ;)

    Ich finde auch nicht schlimm, die Bockgruppe zu beobachten, eventuelle Dinge zu sehen und behandeln (zu lassen). Nimmt ja nicht mehr Zeit in Anspruch, als bei den Mädchen und den Babys auch und gehört meines Erachtens auch dazu.
     
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