Familien-Organisation

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  1. #1 boernhard, 12.11.2009
    boernhard

    boernhard Guest

    Liebe Meerschweinchen Gemeinde,

    ich möchte Euch um Eure Meinung zu einer geplanten Strategie zur Meerschweichen-Familien-Trennung und -Wiedervereinigung beten. Dazu zunächst einiges Geschichtliches.

    Wir (Vater, Mutter, Kind; Menschen) haben uns vor ein paar Wochen nach Meeris umgeschaut und von einer Bekannten A gehört: Sie möchte Ihre Meeris abgeben. Diese sind 2 Erwachsene (Walter + Waltraud, ca. 6-12 Monate), sowie ein Wurf von ca. 25.9.09 bestehend aus Trude, Elfriede und Heinz. Damit nicht noch mehr Fellknäuel produziert werden haben wir Walter (unkastriert) bei der Bekannten A gelassen und alle anderen mitgenommen. Nun fing Heinz natürlich vor ein paar Wochen an Mutter und Schwestern zu bebrommseln. Der örtliche Tierarzt macht keine Frühkastrationen, also ist hat Heinz alleine eine Zweitkäfig bezogen. Soweit - so gut.

    Jetzt wird's kompliziert. Eine Bekannte B meldete sich, Sie hätte so gerne zwei Meeris, aber bitte keine zwei Böcke. Also besorgte sie sich einen eigenen Käfig und bekam von uns Klein-Heinz. Und Bekannte A würde gerne auch Walter loswerden, also werden wir ihn holen und in den Zweitkäfig setzen. Er soll dann kastriert werden und darf dann soweit ich gelesen habe nach 6 Wochen zu Waltraud, Trude und Elfriede. In einigen Wochen wird Heinz (bei der Bekannten B) dann soweit sein, dass der örtliche Tierarzt ihn kastrieren kann. Weitere 6 Wochen danach sollte er artgerecht vergesellschaftet werden. Zur Auswahl stehen Waltraud, Trude oder Elfriede. Um das ganze noch komplizierter zu machen: wir (und die Bekannte B) wollen alle Meeris im Sommer in unserem Schrebergarten in einen noch zu bauendes Gehege (mir schwebt 2x2 m vor) auf den Rasen setzen. Im Winter können sie nicht im Garten bleiben, der ist dann vor allem für Menschen zu "unwirtlich".

    Nun meine Fragen:

    a) Wer soll zu Heinz?
    - Walter? Bekannte B will keine zwei Böcke. Ausserdem könnte es zu Kämpfen kommen, wenn im Sommer die Mädels dazu kommen.
    - Waltraud? Vielleicht, aber wird die Mutter den Sohn als Mini-Harems-Führer akzeptieren?
    - Trude oder Elfriede? Die beiden zu trennen würde uns schwer fallen, da sie nicht nur ähnlich aussehen ("Die Zwillinge") sondern auch immer zusammen hocken.

    b) kann das mit der Vergesellschaftung/Trennung alle halbe Jahre funktionieren? Ich habe gelesen, dass Meeris Harems bilden. Demnach wäre jedes Harem im Winter für sich und im Sommer kämen die Harems zusammen.

    Danke im Voraus für Eure Meinungen!
    Björn
     
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  3. #2 schweinchenshelly, 12.11.2009
    schweinchenshelly

    schweinchenshelly überzeugter Außenhalter

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    Letztlich ist es egal, welches Weibchen zu Klein-Heinz kommt. Am besten wäre es ohnehin, wenn es mind. 2 Weibchen pro Kastrat sind. Du hast ja selbst schon geschrieben, sie leben in Haremsgruppen und 1 Weibchen ist kein Harem.;) Muss natürlich nicht von euch sein, es gibt ja noch mehr Schweinchen auf der Welt, die auf ein Zuhause warten.

    Die Vergesellschaftung im Sommer wird nicht funktionieren. Es würde gehen (wobei nicht unbedingt empfehlenswert), wenn insgesamt nur 1 Bock da wäre. Für 2 Böcke ist zum einen das Gehege zu klein und auch zu wenig Weibchen. Es würde nur Stress geben, denke ich. Lieber getrennt, 2 Gehege nebeneinander.
     
  4. Mampfi

    Mampfi Guest

    puh, kompliziert. aber ich sag mal, dass wird nicht funktionieren. wenn die 2 männer im sommer zusammen treffen gibt es streit, das ist eigentlich schon vorprogrammiert.
    da es ein frühkastrat ist, kann er auch zu seinem vater, dass könnte funktionieren. warum holt sich bekannte b denn nicht noch ein anderes weibchen dazu? muss ja keins aus der bestehenden gruppe sein, oder?
    sitzen beide männer jetzt allein? dann setzt sie doch erstmal zusammen damit sie nicht alleine sein müssen. wenn der vater kastriert ist, kann er ja zu den mädels. vielleicht ist bekannte b dann aber auch schon feuer und flamme für ihre bock wg
     
  5. #4 Gohenad, 12.11.2009
    Gohenad

    Gohenad Schweinchen-Häuptling

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    Hallo,

    welche Meerschweinchen ihr letztlich zusammen setzt, ist eure Entscheidung. Eigentlich ist es immer gut, ein erwachsenes mit einem jüngeren Tier zu halten, da die jüngeren Meeris das gesamte Sozialverhalten von den alten lernen. Also könnte man Trude zu Heinz setzen, und den Vater bei seinen Töchtern lassen. Aber es ist kein Muss.

    Eure Sommeridee ist ganz nett (macht doch das Gehege direkt ein bisschen größer ;-) ), kann aber auch gut nach hinten los gehen. Die beiden Böcke können anfangen sich stark zu bekämpfen, blutige Bisse sind da nicht selten. Durch diesen Stress wiederum brechen Pilze und Milben aus. Zwei Männer auf drei Weibchen ist schlichtweg zu viel. In gaaanz wenigen Fällen geht das, aber idR eben nicht. Ein Bock braucht zumindest sechs Weibchen für sich.
    Wie ihr das lösen wollt weiß ich nicht - erst versuchen und im Fall des Scheiterns ein schöner Zaun durchs Gehege? Ich denke das könnte man machen.

    LG, Hannah
     
  6. Shamma

    Shamma Schweinchen-Guru

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    Oh, was für eine schöne Geschichte.
    Also meine Ideen (Die Zahlen bedeuten zB. 1.3; 1Böckchen.3Weibchen)
    1. Walther und Heinz zusammen setzen, damit sie nicht alleine bleiben brauchen bis die Kastrafrist abgelaufen ist. Das wäre für Heinz auch sehr wichtig daß er den sozialen Kontakt behält und lernt wie man mit anderen Schweinchen kommuniziert. Das erhöht wieder die Chance die beiden später wieder in eine Gruppe setzen zu können. Gut sozialisierte Schweinchen.

    2. Ich hoffe, daß Heinz rechtzeitig die Gruppe verlassen hat um keine Nachkommen mehr gemacht zu haben, wenn dies mehr als 8 Wochen her ist, dann wird das wohl schon zu sehen sein. Wenn der Kleine aber schon 8 Wochen alleine sitzt, dann hätte man ihm das ersparen sollen.

    3. Eine 1.1 Gruppe und eine 1.2 Gruppe würden dann entstehen. Und die sollen dann im Sommer zusammen leben. Da sie die Sozialisationsphase nicht gemeinsam verbracht haben sehe ich das als problematisch. Wenn die Charakter passen könnte es klappen. Wenn das Sommergehege groß genug ist könnte es klappen.

    4. Wenn du selber genug Platz in den Wintermonaten hast um 4 Tiere zu halten, dann könnte Bekannte B sich auch eine Notdame zur Gesellschaft holen.

    5. Nach 1-2 Woche erkennen sich die Schweine nicht mehr. Der Familienband ist nicht mehr erkennbar.

    6. Eine Gruppe von 2 Meerschweinchen ist kein Harem. Sicher könnten Waltraud und Heinz zusammen glücklich werden. Meist ist die Dame der Chef. Heinz darf ein wenig brommseln und aufspringen, aber die Dame wird bestimmen wann es genug ist.

    7. Alle halbe Jahre Umgebung und/oder Gesellschaft wechseln wird schon mal öfter gemacht. Bei mir nicht und es bleibt ein Risiko weil es immer gepaart mit Stress abläuft. Da ich aber davon aus gehe, daß es mit den angegebenen Gruppen nicht zusammen klickt, wirst du für den Sommer vielleicht auch zwei Gehege machen müssen. Vielleicht wenn Bekannte B auch genug Platz für 1.2 hat wird die Situation schon etwas anders.

    Meine Erfahrung: Je größer die Gruppe, umso einfacher ist es Meerschweinchen jeglichen Geschlechtes zu vergesellschaften. (Beispiel: 2.7 plus 2.4)

    Ich hoffe meine Antwort gibt dir ein wenig Einblick über die nach meiner Meinung sinnvollen Optionen und nicht sinnvollen optionen.
    Gruß Shamma
     
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