Etwas zum nachdenken!

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  1. #1 bateba1, 28.01.2008
    bateba1

    bateba1 Guest

    Eigendlich habe ich andere sorgen. Ein meerschweinchen von uns ist sehr krank. Was ich so gelesen habe gibt’s nicht sehr viel hoffnung. Aber wir werden weiter kämpfen. Warum ich schreibe ist eigendlich eine privatvermittlung von österreichischen meerschweinchenverein. Da kam ich mir ziemlich diskriminiert vor. Nur weil ich kinder habe komme ich für die vermittlung nicht in frage. Ich weiss schon das es viele eltern gibt die kinderspielzeug anschaffen. Aber man darf doch nicht alle in einen topf werfen. Nur weil ich kinder habe bin ich doch kein schlechter meerschweinchenhalter oder? Warum ich dieses thema anspreche ist eigendlich weil ich auch in diesem forum manchesmal feinseligkeit gegen kinder gespürt habe. Also wir haben unser meerschweinchen auch nur bekommen weil unsere kinder ein haustier haben wollten. Meine älterste war damals 5 jahre alt. Natürlich musste ich oft eingreifen. Natürlich muste ich sie oft errinnern das sie verantwortung hat und die meeris füttern muss. Natürlich ist ihr einmal ihr liebling die anika runtergefallen. Natascha hat tagelang geweint. Aber lernenen nicht auch kinder dadurch. Wie sollen sie lernen ohne tiere. Ich finde verantwortungslose kinder gibt es nur mit verantwortungslose eltern. Unse anika ist schwerkrank. Sie hat ein bösartiges kartzinom. Wir wissen noch nicht wie es weitergeht. Aber früher hatte ich auch die meinung das es eine grenze gibt wo ich finanziell aufhöre. Heute machen wir weiter. Wie soll ich meiner tochteter in die augen sehen und sagen das ist mir zu teuer. Sie würde mich sofort fragen und wieviel € bin ich dir wert? Meiner tochter ist ihr meerschweinchen heilig und sie würde ihr leben für sie geben. Noch hofft sie das der tierarzt eine therpie für sie findet und ich weiss nicht wie ich ihr sagen soll es wahrscheinlich ans abschiednehmen geht. Ich weiss nicht wie wir ohne anika mal weiterleben. Ich weiss nur meine tochter hat mich beigebracht das es auch bei einem tier keinen € betrag zum aufhören gibt. Ich war bestimmt kein mensch ohne kinder dem tiere nichts wert waren. Aber was mich meine tochter gelehrt hat, da kann bestimmt noch jemand davon lernen.
    Denkt ein bisschen nach wenn ihr kinder verurteilt
    Alles liebe aus wien
    beate
     
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  3. #2 Caro1989, 28.01.2008
    Caro1989

    Caro1989 Guest

    Hallo Beate,

    erstmal alles Gute für deine Tochter und ihr Schwein! :troest: Lasst den Kopf nicht hängen.

    Ich kann nur für mich sprechen: Ich habe bisher keine Feindseeligkeit gegen Kinder hier gespürt.
    Vielleicht habe ich nicht genau genug hingeschaut.

    Ich persönlich gebe sehr gerne Tiere zu Kindern. Allerdings nur wenn mir die Eltern sympatisch sind.
    Wie du schon schreibst verantwortungslose Eltern => verantwortungslose Kinder

    Ich bin erst 18 und ich erinnere mich noch sehr genau an meine eigene Kindheit mit Meerschweinchen.
    Ohne Tiere wäre ich nicht so geworden wie ich bin.

    Ich hoffe, du schmeißt uns nicht alle in einen Topf...
     
  4. #3 bateba1, 28.01.2008
    bateba1

    bateba1 Guest

    nein charo ich schmeisse auch nicht alle in einen topf! ich weiss ja es gibt sollche und solche! aber ich hab auch in diesem forum schonh forurteile über kinder gelesen, und als ich heute im meerschweinverein in a eine privatanzeige gelesen habe das die meerschweinchen nur an erfahrenen menschen ohne kinder abegeben werden ist mir ich muss es mal auf österreichisch sagen "das gimpfte aufgangen". ich verstehe wenn die meerschweinchen schlechte erfahrung haben und beissen, dass man sie nicht an kinder abgeben will. aber das man automatisch schlecht ist weil man kinder hat das kann ja wohl nicht sein oder? die meerschweinchenbuben waren 7 wochen und anscheinend aus guter haltung alos welchen grund kann es da geben das man sie nicht an kinder mit verantwortungsbewusten eltern abgibt. wie können kinder die tiere und natur lieben lernen wenn man ihnen keine change dazu gibt. mit meiner ältersten tochter kann ich kaum mehr in eine tierhandlung gehen weil sie sich lautstark darüber aufregt wie die tiere oft gehalten werden. wie kann man dann so ein kind verurteilen.
    wollte nur etwas zum nachdenken anregen und das man wenn man tierschutz betreiben will auch die nächste generation ins boot einsteigen lassen muss.
    liebe grüsse aus wien
    beate
     
  5. Rellau

    Rellau Schweinchen-Kenner

    Dabei seit:
    11.09.2005
    Beiträge:
    740
    Zustimmungen:
    8
    Hallo Beate,
    ich habe ja auch 10 Jahre gezüchtet und meine Tiere gingen fast ausschließlich in private Hände und zu 80 % der neuen Meeribesitzer waren Kinder mit im Haushalt und das ist auch gut.

    Ich habe viele Rückmeldungen erhalten wo sich die Kinder aufopfernd um die Tiere gekümmert haben und ich frage mich auch des öfteren warum man den Kindern überhaupt nichts zutraut, ihnen einfach Verantwortung und Liebe zu einem Tier abspricht und das ist sehr schade

    Auch ich hatte seit frühester Kindheit immer Tiere um mich und ich kann mich nicht erinnern, das ich mich nicht um die *Lieblinge* gesorgt und auch gekümmert habe.

    Wahrscheinlich sind hier auch so viele Meeris die ein neues Zuhause suchen, weil ihnen die Fürsorge von Kindern erspart werden soll, sehr schade :rolleyes:

    Mal ehrlich gesagt, ich kenne kaum Erwachsene ohne Kinder die Meerschweinchen haben, die Züchter und wenige Liebhaber mal ausgenommen.

    Ich wünsche Deinem Schweinchen alles Gute

    LG Ilona

    www.vonderrellau.de
     
  6. #5 Sumpfdrache, 29.01.2008
    Sumpfdrache

    Sumpfdrache Guest

    Morgen,

    ich mag jetzt hier keine riesen Diskussion vom Zaun brechen, aber ich kann schon auch verstehen, das Züchter oder Notstationen erstmal nicht an Kinder vermitteln wollen. Hab da ein paar negativ Beispiele.
    Erstens ich selbst. Als Kind hatte ich schon Schweine. Immer alleine in viel zu kleinen Käfigen. Meine Eltern waren nicht verantwortungslos, aber schlecht informiert.
    In der Pupertät hab ich das Interesse fast gänzlich verloren, so dass sich mein Vater um Brain gekümmert hat bis er starb.
    Und nun 3 aktuelle Beispiele aus dem Bekanntenkreis.
    1)Die Schwester (7 oder 8) meiner Kollegin hatte ein Schwein das auch ungeklärten Umständen in Aussenhaltung aus dem Käfig verschwand. Neues Schwein gekauft (nur eines, trotz zureden meinerseits), neues Schwein nicht so zutraulich wie das Alte. Langweilig, wieder abgegeben.
    2)Kind einer Freundin, wirklich nettes Mädchen. Ist jetzt aber in der Pupertät. Hat kein Interesse mehr an den Schweinen. Hab schon 3 Mädels übernommen, den Bock kann ich nicht nehmen da nicht kastriert und ich hab keinen Platz mehr. Mädchen möchte jetzt lieber einen Hamster.
    3)Kind einer anderen Kollegin, 7 Jahre. Hat vom Vater einen Hamster bekommen. Ich hab zu meiner Kollegin gesagt, dass ich Hamster für Kinder nicht so dolle finde, wegen des Schlaf/Wachrythmus. Kollegin hat das ihrer Tochter erzählt, jetzt möchte Kind ein Schwein haben, weil man das auch besser kuscheln kann. Den Zahn hab ich ihr direkt mal gezogen.
    Bis auf den ersten Fall kenne ich die Eltern oder zumindest die Mutter und weiß das sie verantwortungsvolle Menschen sind. Aber wenn die Kids kein Interesse mehr haben, muss schon jemand da sein, der die Tiere auch für sich haben möchte und nicht nur für das Kind.
    Wenn jetzt jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat, und gerade bei Vermittlungstieren wird das häufiger vorkommen, kann ich echt verstehen, wenn man seine Tiere nicht unbedingt an Kinder vermitteln möchte.
    Man soll nicht alle über einen Kamm scheren. Das stimmt, aber die Station wird vielleicht ihre Gründe haben, dass sie euch keines vermittelt haben. Wobei das nichts mit euch zu tun hat, sondern eben mit den negativen Erfahrungen die sie gemacht haben.

    Reg dich nicht drüber auf, es gibt ja genug Notstationen, die zwar zusehen das die Tiere in gute Hände kommen, aber auch der ansicht sind, das Kinderhände auch gute Hände sein können.

    Schönen Tag noch, Gruss Sumpfdrache
     
  7. #6 icestar87, 29.01.2008
    icestar87

    icestar87 Guest

    ich möchte mich Sumpfdrache anschließen. Ich selbst hatte mit 6 Jahren meine ersten Haustiere(Meerschweinchen und Kaninchen). Und meine Mutter war sehr Verantwortungsbewust aber sie war nicht immer im raum als ich mit den Tieren gespielt habe und mein Kaninchen als Pferd missbraucht habe. Das ninchen ist mit nem gebrochenen Bein davon gekommen (Ich mag garnicht drandenken). Auch ich war kein böses Kind, welches Tiere gequält hat, ich wusste es einfach nicht besser. Und heute schäme ich mich dafür. Also auch ich kann den Tierschutzverein ein bisschen verstehen.

    Gruß nadja
     
  8. Viebi

    Viebi Guest

    Hallo!
    Ich selbst bin ja auch Mama von einem 2,5 jährigen Jungen, die Schweinchen gehören mir und meinem Mann. Trotzdem ist Max Interesse schon geweckt.....er kennt die Tiere mit Namen, weiß wenn sie *muig muig* machen, das sie "Essen wollen".....und fragt immer mich ob er "Ei machen" darf! Er steht dann vor mir mit erhobenen Zeigefinger und sagt ganz laut "Vorsichtig Ei machen"!
    Ich finde es wichtig ihnen schon von Anfang an zu erklären (egal wie alt sie sind) das es Lebewesen sind mit denen man behutsam umgehen muß!
    Es ist schon viel dran......verantwortungslose Eltern=verantwortungslose Kinder! Traurig aber Wahr!

    Kann deine Enttäuschung über die Notstation schon verstehen, aber denke ebenfalls das die wohl sehr schlechte Erfahrungen gemacht haben und es einfach daran liegt! Das hat sicherlich nichts persönlich mit dir und deiner Tochter zu tun!
    Wie alt ist deine Tochter denn nun und wie alt das kranke Meeri? Vielleicht ist es einfach an der Zeit deiner Tochter behutsam zu erklären das die arme, kleine so krank ist und man sie wohl nur noch erlösen kann!?
    Vermutlich ist das sehr schwer und tut wahnsinnig weh......aber man muß ja auch an das kleine Schweinchen denken.....nicht das es sich quält!

    Ich wünsche dir alles Gute dafür.....Kopf hoch :troest:
     
  9. Lutzi

    Lutzi Guest

    Also ich hab auch nix gegen Kinder und Tiere, aber in erster Linie sollten die Eltern sich da bewusst sein, dass sie sich hauptsächlich um die Tiere kümmern sollten...

    Mein kleiner Cousin zum beispiel (4 1/2 Jahre) liebt meine meerschweinchen, er plückt ihnen gras, gibt ihnen heu und freut sich riesig wenn sie das dan fressen. Anfassen tut er sie so gut wie gar nicht, weil meine tante ihm erklärt hat, dass die das nicht so mögen. Ihm reicht es sie zu beobachten.

    Der Sohn einer arbeitskollegin meiner Mutter dagegen (5 Jahre glaub ich) hat sein Meerschwein zerdrückt!!! Die Mutter dachte sie könne den Knirps alleine mit seinen schweinen lassen, naja er wollte es halt drücken, weil er es so lieb hat und hat es erstickt!!!

    Ok der Mutter tat das total leid, aber ich würde dieser frau keine tiere mehr geben.
    Es ist ein lebewesen und basta.
    Deswegen verurteile ich trotzdem keine eltern, wenn sie so verantwortungsbewusst sind wie du ist das voll schön wenn die kinder die möglichkeit haben mit tieren aufzuwachsen, denn viele studien belegen ja, dass Kinder die mit Tieren aufwachsen ausgeglichener, reifer und auch glücklicher sind. Diese Kinder haben wesentlich weniger Probleme in der schule und so weiter.

    Aber wie gesagt, in erster Linie sind die Eltern für die Tiere verantwortlich!

    Lg Lutzi
     
  10. hertha

    hertha Guest

    Hallo,
    erstmal tut es mir auch sehr leid um Euer Schwein. Zu wissen, dass man nichts mehr machen kann, tut schon sehr weh.
    Verurteilen würde ich nie die Kinder, sondern immer die Eltern. Leider sind es doch die, die so verantwortungslos sind, ihrem Kind den Wunsch nach einem Tier zu erfüllen ohne über evtl. Konsequenzen nachzudenken. Die Konsequenz bei einem Tier ist nun einmal, dass die Gefahr besteht, dass Kinder das Interesse verlieren. Also muss quasi die komplette Familie hinter einem Tierkauf stehen. So sehe ich das zumindest. Ich denke nicht, dass man kleinen Kindern die komplette Verantwortung für Haustiere (generell) übergeben kann. Zumindest muss ich als Mutter/Vater ein Auge drauf haben, was da passiert. Bekommt das Tier ausreichend Futter, wird es regelmäßig saubergemacht, artgerecht behandelt usw. usw. Andererseits lernen Kinder natürlich nur den artgerechten Umgang mit Tieren, wenn sie die Chance dazu überhaupt bekommen. Und die bekommen sie nicht, wenn Tiere nicht mehr in Haushalte mit Kindern abgegeben werden.
    Ehrlich, wenn ich auch das hier wieder lese: Ich habe manchmal schon den Eindruck, dass ein Teil der Notstationen oder auch Züchter ihre Tiere gar nicht wirklich abgeben wollen oder eben nur in den perfekten Meerschweinhaushalt. Aber wer hat den schon wirklich?
    Gruß Gabi
     
  11. #10 Desperados, 29.01.2008
    Desperados

    Desperados Guest

    Guten Morgen,
    ich bin zwar erst ein Neuling hier, trotzdem möchte ich von unseren Schweinchen und berichten, die in einer Familie mit 2 Kindern leben.
    Wir haben unsere Schweinchen Anfang Dezember aus der Meerschweinchenhilfe geholt. Wochen zuvor habe ICH mich informiert was Meerschweinchen für Bedürfnisse haben und genau das meinen Kindern weitergegeben. Die wussten - Meerschweinchen sind keine Kuscheltiere !!!
    Es ist MEINE Verantwortung für Futter zu sorgen, auszumisten, die Schweinchen täglich zu beobachten, zu beschützen...etc. Unsere Kinder helfen sehr gerne und haben gelernt wie sie mit den Schweinchen umgehen müssen. Ein absolutes Tabu ist die Schweinchen rauszunehmen (ausser TÜV). Meine Tochter hat jetzt 4 Wochen mit einer Eselsgeduld Gurkenscheibchen hingehoben und gequasselt ohne Ende..........erste Erfolge kommen - 2 Schweinchen fressen schon aus der Hand und unser scheustes traut sich schon sehr nahe ran.................
    Fazit - wenn die Kinder es richtig lernen und die Eltern verantwortungsvoll damit umgehen sind Schweinchen in einer Familie eine schöne und große Bereicherung !!!

    PS: Wenn Elern es einfach so erlauben, dass wenn Hamster und Co. langweilig werden ein neues, anderes Tier anzuschaffen, handeln sie in meinen Augen keineswegs ´verantwortungsvoll !!!
     
  12. #11 bateba1, 29.01.2008
    bateba1

    bateba1 Guest

    hi, habe grad wenig zeit muss aber ganz dringen was richtigstellen was falsch rübergekommen ist. es ist nicht die notstation die nicht an kinder vermittelt (von dort haben wir 2005 ein notmeerschweinchen geholt). auch der meerschweinchenverein ist eigendlich sehr posetiv eingestellt zu meerschweinchen und kinder (verteilen immer bei ausstellungen nette zetteln an kinder wo kingerecht aus sicht des meeschweinchen erzählt wird über die haltung und pflege). ich möchte nicht das hier unschuldige schlecht gemacht werden. mich hat nur so aufgerägt das der meerschweinchenverein eine privatanzeige auf ihrer hp lassen das in meine augen diskriminieren ist.
     
  13. #12 Sana-bell, 29.01.2008
    Sana-bell

    Sana-bell Guest

    Ersteinmal viel Glück für euer Schweinchen, sicher wird es schwierig sein wenn sich deine Tochter von ihrem Schwein verabschieden muss, aber leider gehört auch der Abschied zu den Erfahrungen die man im Leben machen muss.

    Ich bin selbst mit Tieren aufgewachsen und das hat mich zu einem tierlieben Menschen gemacht. Ich hatte mein ganzes Leben Tiere und könnte mir ein Leben ohne Tiere auch nicht mehr vorstellen.

    Was Kinder und Tiere angeht denke ich, das da die Erziehung und der Rückhalt der Eltern sehr wichtig ist.
    Ich würde wohl ein Tier nur dann an Kinder abgeben, wenn ich mir sehr sicher wäre, das die Eltern da auch ein Auge drauf werfen würden.
     
  14. #13 EngelHedwig, 29.01.2008
    EngelHedwig

    EngelHedwig Guest

    Hallo,

    Ich kann die Skepsis bei der Vermittlung an Kinder schon nachvollziehen.

    Ich finde jedoch, es gibt solche und solche und alle über einen Kamm zu scheren ist in der Tat nicht ok.

    Ich beispielsweise habe mir seit ich denken kann Tiere gewünscht! Dieser Wunsch war so unglaublich stark, jedes Mal wenn's an Weihnachts- oder Geburtstagswünsche ging, habe ich gesagt, ich will ein Tier, dafür braucht ihr mir mein ganzes Leben lang nichts mehr schenken.

    Erst als ich 13 war, durfte ich endlich, EIN Meerschweinchen haben ("Keins mehr!", hieß es). Ich habe mich schlau gelesen und schon eine Woche später saß ein 2. Schweinchen dabei. Da bin ich schon stolz drauf, dass ich damals, in diesem doch noch recht kindlichen Alter, darauf bestanden habe, dass ein 2. Schwein sofort einzieht, da es dem 1. sonst nicht gut geht. So musste meine Hedwig nur eine Woche leiden.

    Ich gehöre wohl zu den wenigen "Kindern" (mit 17 bin ich jetzt wohl keins mehr), die nie das Interesse an ihren Tieren verloren haben. Mein Tierwunsch und meine Tierliebe war in jedem Alter gleich groß. Schon mit 7 Jahren beschloss ich aus eigenen Stücken, Vegetarier zu sein, weil ich Tiere so liebe, und immer an die armen Schweine und Kühe denken musste, wenn ich Fleisch aß.

    Ich gebe zu, dass die beiden Meerlis anfangs in einem 1-m-Käfig lebten, aber das auch nicht lange und in meinem Buch stand, dass das ausreichend sei.

    Leider ist meine Mutter hier die Verantwortungslosere. Ich muss sie oft daran erinnern, dass Meerschweinchen keine Kuscheltiere sind (wenn sie mal wieder eins durchs ganze Gehege jagt weil sie es mal wieder "durchkneten" will) und verbiete ihr mittlerweile, meine Schweinchen zu füttern, da das jedes Mal mit vergammelten Frifuresten im Gehege und manchmal auch mit Durchfall bei den Schweinchen endet.

    Aber ich denke das bei uns ist eher eine Ausnahme. Ich habe leider schon viele, viele Fälle gesehen, wo Tiere einfach nur auf den Wunsch der Kinder angeschafft wurden und bei all diesen Fällen haben die Tiere leider drunter gelitten und die Eltern haben sich nicht drum geschert!

    Aber wie gesagt, ich bin sicher es gibt auch verantwortungsvolle Eltern. Man muss nur die Skepsis gegenüber Familien mit (jüngeren) Kindern verstehen.
     
  15. #14 bastelmama, 29.01.2008
    bastelmama

    bastelmama Guest

    Hallo Beate, :winke:
    ich wünsche Dir ganz, ganz viel Glück für Euer Schweinchen!
    Was Kinder und Schweinchen angeht, da habe ich meine Meinung ja durchaus schon mal geschriebe: ich finde sie einfach super wichtig für Kinder. Natürlich müssen die Eltern sich darüber im Klaren sein, daß die Verantwortung und ggf ein Teil (großer Teil) der Arbeit an ihnen selbst hängen bleibt. Deshalb halte ich auch nichts davon mit der Anschaffung eines Tieres zu warten, bis die Kinder "alt genug" sind, die Verantwortung selbst zu übernehmen. Dann kommt nämlich schon bald die Pubertät wo das Interesse nachläßt oder aber der große Streß mit Klausuren, Lehrstellensuche etc in der Schule. Letzteres habe ich selbst erlebt, da war noch viel Interesse für meine Tiere, aber ich hatte beim besten Willen nicht mehr Zeit: saß fast nur noch am Schreibtisch und habe gebüffelt. Meine Eltern haben dann die Arbeit für mich übernommen, obwohl ich alt genug war.
    Ich denke, Tiere sind wichtig, um aus unseren Kindern verantwortungsbewußte Menschen zu machen. Dafür erforderlich sind aber eben auch verantwortungsbewußte Eltern, die wissen, was auf sie selbst zukommt und eben auch gut informiert sind.
    Ich züchte zur Zeit selbst Schweinchen und ich freue mich immer, wenn Eltern mit ihren Kindern kommen und die sich dann welche aussuchen dürfen. Die großen, glänzenden Augen der Kleinen sind einfach toll. Ich biete den Eltern dann auch immer an, daß sie uns jederzeit bei Fragen anrufen können, gebe auch immer meine Karte mit.
    Gruß
    Dunja
     
  16. #15 Babelchen, 29.01.2008
    Babelchen

    Babelchen Guest

    Ich finde auch, man kann die Vermittlung von Tieren an Kinder auch nicht über einen Kamm scheren...

    Ich hab auch seit ich denken kann, mit Tieren zusammengelebt und muss auch sagen, das ich nicht mehr ohne könnte.
    Nur waren in früheren Zeiten die Tiere (Hund, Katze), die wir hatten, bis auf auf mein Kaninchen (da war ich 14) immer meiner Mutter. Ich hab immer mitgeholfen beim Katzenklo ausmisten usw, nur es waren halt nie meine Tiere. Als ich dann mit 14 mein Kaninchen bekommen hab, war ich überglücklich und hab mich auch gut um sie gekümmert.

    Bei uns ist es jetzt so, das meine 2 Jährige Tochter die Schweinis sehr gern beobachtet und sie auch gern streichelt, aber immer nur unter meiner Aufsicht und nie auf ihrem Arm oder so. Das Lustige ist, das wenn sie zum Freilauf geht, sie am mit Minou (die Scheueste,rennt bei mir grundsätzlich weg) sehr gut zurechtkommt und sie als einzige streicheln darf :rolleyes: warum? Keine Ahnung...
    Sie hat mir sogar letztens geholfen, Frieda abzulenken, wo ich ihre OP-Naht kontrollieren und einschmieren musste, und hat ihr immer Salat als Leckerlie gegeben, sodass ich in Ruhe mich um die Naht kümmern konnte.

    Ich hab aber auch ein sehr sehr schlechtes Beispiel:

    Ehemalige Nachbarn von uns haben Kaninchen gehabt (extra für die 6-Jährige Tochter gekauft) Nach einem halben Jahr hatte diese Familie insgesamt 2 Kaninchen und 2 Meerschweinchen gehabt wovon keines länger als einen Monat gelebt hat. Die Ninchen + Schweinchen standen im Zimmer von der Tochter (ein Käfig) und hatten weder Haus noch genug Platz im Käfig und die Mutter hat sich gewundert warum die Tiere nach dem Staubsaugen tot im Käfig lagen. Die Meerschweinchen hatten eine wahnsinnige Panik vor allem und jedem der auch nur die Kinderzimmer-Tür aufgemacht hat...

    Die Eltern hat es einfach nicht interessiert, was für Bedürfnisse diese Tiere haben! Ich habe zigmal gesagt, baut oder kauft ein Häuschen, macht dies und das und jenes...nur ohne Erfolg. Für mich wäre es eine Schande, meiner Tochter jeden Monat erklären zu müssen, warum die Tiere gestorben sind und ihr jedesmal ein neues "Kuscheltier" zu kaufen. So lernt ein Kind doch keine Verantwortung!!!

    Andererseits kann ich ein gutes Beispiel nennen, von meiner Freundin:
    Ihre Tochter (7) und sie haben sich letztes Jahr zwei Notschweinchen angenommen, die zur Fütterung vorgesehen waren. Sie lieben ihre zwei Böcklies ungemein, die Kleine gibt ihnen jeden Morgen Wasser, FriFu usw. mistet regelmäßig. Aber alles unter Aufsicht der Mutter. Dadurch lernt die Kleine aber auch, was Verantwortung bedeutet, nicht wie im obigen Beispiel wo das alte einfach durch ein neues ersetzt wird...

    Ich kann manche schon verstehen, die bei Vermittlungen in Familien mit Kindern vorsichtig sind, aber da sollte man doch lieber ein besonderes Auge auf die Eltern haben, als auf die Kinder, denn Kinder sind immer ein Abbild ihrer Eltern (nicht jeder, aber die meisten).
    Es gibt solche und solche.

    Respekt denen gegenüber die sich für die Tiere einsetzen, ich stell mir den "Job" arg schwierig vor und es setzt eine gute Menschenkenntnis vorraus. Ich würde mir so etwas nicht zutrauen...

    LG
     
  17. #16 susi_maus, 29.01.2008
    susi_maus

    susi_maus Guest

    Hallo,

    da ich selber 3 - fache Mutter bin, weiß ich durchaus, wie wichtig Tiere für Kinder sind. Allerdings weiß ich auch, dass die Hauptverantwortung für die Tiere bei mir liegt. Ich muss mich um die Tiere kümmer, und den Kindern auch Nahe legen, dass ein Tier kein Spielzeug ist. Mein älltester Sohn wünscht sich, für nächstes Jahr zum Geburtstag, Kaninchen. Und damit er sieht, das ein eigenes Tier zu haben, nicht nur schönes mit sich bringt, lernt er jetzt, u.a. durch mithelfen beim Ausmisten der Meerschweinchen. Und ich finde, dass sollte Kinder auf jeden Fall lernen, bevor sie ihr eigenes Tier bekommen. Aber auch da, sollten die Eltern immer einen Blick drauf haben.

    Auch wissen meine Kinder(bis auf das Baby), dass sie vorsichtig und behutsam mit dem Tier um zu gehen haben, weil ein Tier auch verletzbar ist. Auch das ist halt eine Aufgabe der Eltern, es ihnen beizubringen.

    Solange das so gehandhabt wird, ist dagegen auch nichts einzuwenden.

    Aber auch ich weiß, dass manche Erwachsen, da nicht groß drüber nachdenken, wenn sie kleine Kinder mit "ihrem" Tier alleine spielen lassen. So hat der Sohn (4J.) eines Arbeistkollegen meines Mannes, versehentlich ein Kaninchen getötet, weil er es alleine versucht hat, aus dem Käfig zu ziehen. Das ist auch deswegen passiert, weil sie dem Jungen erstens, nicht klar gemacht haben, das auch ein Kaninchen verletzbar ist. Und zweitens, dass der Mann, seinen Sohn alleine zum Kaninchen hat gehen lassen. Dafür war der Junge definitiv zu klein. Aber sie haben wenigstens was draus gelernt und zwar bringen sie dem Jungen die Kaninchenhaltung näher. (Positiv auch, dass sie von anfang an 2 Kaninchen hatten).

    Als Tiervermittler (egal ob Züchter oder Notstationbetreiber), sollte man jedoch nie alle in einen Topf werfen, sondern durch gezieltes Nachfragen erkennen, wie die Leute es mit den Tieren und den Kindern handhaben.
     
  18. Meerle

    Meerle Herr der Schweinchen
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    Die Hauptverantwortung für ein Tier muß - bis zu einem bestimmten Alter der Kinder- immer bei den Eltern liegen. Ich hab dafür Sorge zu tragen, dass die Tiere genug Futter haben und das sorgfältig mit ihnen umgegangen wird. Die Verantwortung kann und darf man kleineren Kindern auf keinen Fall komplett übertragen. Habs bei Freunden gesehen, zwei Meerris wurden für die Kinder angeschafft (damals 5 und 9), und die armen Schweinchen wurden "totgespielt" (mit zum Nachbarn genommen, nur mit einer Hand festgehalten, mit zum schauken genommen).....Meine Kinder sind im gleichen Alter, und wissen dagegen sehr genau, wie man mit Meeris umgeht...
     
  19. #18 Shelley_EU, 29.01.2008
    Shelley_EU

    Shelley_EU Guest

    M. E. liegt das Problem darin, daß es Menschen gibt, für die Tiere Lebewesen sind und Menschen, für die Tiere Sachen sind, die man nach belieben austauscht oder wegwirft.

    Wenn die erste Sorte ihren Kindern Meerschweinchen (oder andere Tiere) schenkt, dann werden diese Leute ihren Kindern den nötigen Respekt und den vernünftigen Umgang mit den Tieren beibringen, werden dafür sorgen, daß die Tiere ihren Bedürfnissen entsprechend versorgt und untergebracht werden.

    Wenn nun die zweite Sorte Menschen Tiere für ihre Kinder anschafft, wird all das nicht passieren und die Kinder werden nie lernen, was es heißt, für ein Tier Verantwortung zu übernehmen.

    Und da finde ich, sollte man Abwägen, bevor man ein Urteil trifft. Allerdings ist es einer Notstation oder einem Tierheim kaum möglich, in der Kürze der Zeit so ein genaues Urteil über die Menschen zu fällen. Ich stelle mir das sehr schwierig vor.

    Und ich bin ganz ehrlich: Mir stehen jedesmal die Haare zu Berge, wenn ich in Tierhandlungen Eltern mit kleinen Kindern sehe, ICH würde auch kein Tier in eine Familie mit kleinen Kindern geben, wenn ich die Familie nicht kenne. Denn das, was ich bisher erlebt habe, schreckt mich da ganz extrem ab. Ich könnte das nicht mit einem guten Gewissen tun, auch wenn ich da der Famlilie und den Kindern vielleicht Unrecht tue. Das Risiko, einen Fehler zu machen in der Vermittlung, wäre mir persönlich zu groß.

    Damit möchte ich niemandem zu nahe treten, ich weiß, daß es auch anders sein kann, ich bin selbst mit Tieren aufgewachsen und die haben es immer gut gehabt und haben auch das volle Programm an tierärztlicher Betreuung bekommen. Was ich meinen Eltern "ankreiden" muß, ist, daß sie sich nicht ausreichend informiert haben, das Vögel nicht einzeln gehalten werden dürfen. Aber damals gab es kein Internet und in "Fachbüchern" wird sogar heute noch Einzelhaltung propagiert, leider. Aber Verantwortung und Respekt und daß Tiere kein Spielzeug sind, daß haben mir meine Eltern beigebracht. Immerhin.

    Aber solange man Menschen immer nur vor den Kopp gucken kann, wäre mir das Risiko zu groß. Wobei ... genaugenommen bezieht sich das noch nicht einmal nur auf Menschen mit kleinen Kindern ... ich müßte mir wohl jeden Haushalt erstmal ganz genau ansehen, wo ich irgendein Tier hingeben WÜRDE.

    Irgendwie bin ich froh, daß ich diese Aufgaben nicht zu lösen habe und ohnehin noch nie ein Tier abgeben mußte und hoffentlich auch nicht werde abgeben müssen.
     
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  21. #19 YRachel, 29.01.2008
    YRachel

    YRachel Guest

    Meiner Meinung nach kann man nicht pauschal sagen, dass Familien mit Kindern keine Meerschweinchen haben sollten. Es hängt stark davon ab, welche Einstellung die Eltern den Tieren gegenüber haben. Eltern leben ihren Kindern vor, wie sie mit den Tieren umzugehen haben und sollten daher ihren Kindern schon frühzeitig ein gutes Vorbild sein. Des weiteren können Eltern auch nicht davon ausgehen, dass wenn sie ihrem Kind ein Haustier bzw. mehrere anschaffen, dass das Kind solange wie das Tier/-e lebt, das Interesse behält. Gerade dann sollte man das/die Tier/-e behalten und den Kindern zeigen, dass man ein Tier nicht nach Belieben an- bzw. anschaffen kann, sondern sich vor der Anschaffung reiflich Gedanken machen sollte. Daher sollten die Eltern sich von vornherein darauf einstellen, dass sie eventuell die Pflege der Tiere übernehmen müssen.
     
  22. Heike

    Heike Guest

    Unsere 2 Meeris gehöhren auch meiner 6 jährigen Tochter und sie leben auch bei ihr im Zimmer. Das saubermachen übernehme natürlich ich. Füttern tue auch hauptsächlich ich, ab und zu die Kleine und dann nur unter meiner Aufsicht. Sie weis das sie die Meeris nicht aus dem Käfig nehme darf , das sie kein Spielzeug sind. Und besonders laut ist meine Kleine auch nicht. Toben tut sie nur im Rest der Wohnung. Meine Kleine liebt es vor dem Auslauf zu sitzen und zu schauen wie die Meeris dort rumtoben. Sie ist auch immer ganz stolz wenn sie die Meeris füttern darf oder sie mir beim ausmisten helfen kann. Ich finde mit Tieren lernen Kinder Verantwortung zu übernehmen.
     
Thema:

Etwas zum nachdenken!

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