BRISANT: Todesspritze???

Diskutiere BRISANT: Todesspritze??? im Meerschweinchenumfragen (Archiv) Forum im Bereich Archiv; Hier habe ich eine brisante Umfrage, die mich aber schon eine Zeit lang bewegt, zumindest nachdem ich so manchen Thread hier gelesen habe. Wann...

  1. #1 Iceprincess, 01.02.2005
    Iceprincess

    Iceprincess Guest

    Hier habe ich eine brisante Umfrage, die mich aber schon eine Zeit lang bewegt, zumindest nachdem ich so manchen Thread hier gelesen habe.

    Wann sollte ein Meeri "erlöst" werden?

    Nach meinen Infos leidet ein Meerschwein still, damit die Gruppe es nicht verstößt, da (offensichtlich) kranke Tiere aus der Gemeinschaft ausgeschlossen werden. Wenn ein Meerschweinchen also offensichtliche Krankheitszeichen zeigt (wir reden hier jetzt nicht von sowas wie Milbenbefall etc....!) und sich Diagnosen wie Tumore etc. herausstellen, macht des dann noch Sinn, das Tier so lange wie möglich am Leben zu erhalten?

    Oder ist es sinnvoll, frühzeitig das Leiden zu beenden, auch wenn man damit evtl. die Möglichkeit einer noch schönen verbleibenden Zeit ausschließt?

    Was meint ihr dazu?
     
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  3. #2 Simone Kl, 01.02.2005
    Simone Kl

    Simone Kl Guest

    Hallo!

    Von frühzeitig beenden halte ich nicht viel. Ich könnte ein Schweinchen z. B. nie einschläfern lassen, das noch Willen zeigt und durch den Käfig flitzt (auch wenn's todkrank ist und nicht mehr lange zu leben hat).
    Klar, sie leiden im Stillen, aber ich denke, als Besitzer kann man das auch am besten beurteilen, wie sehr sie leiden.
    Ich sage mir immer, solange sie noch fressen und auch betteln und laufen, solange sollte man noch alles versuchen, auch wenn man später doch verliert.
    Aber irgendwie hat man kein Recht dazu, ihnen vorzeitig das Leben zu nehmen.
    Wenn sie nur noch liegen und sich selber aufgegeben haben, nichts mehr annehmen, nicht mehr wollen und nichts mehr fressen, dann ist die Zeit gekommen. Als Besitzer sieht man das rechtzeitig.
     
  4. #3 Sabine und Thomas, 01.02.2005
    Sabine und Thomas

    Sabine und Thomas Notstationsbetreiber

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    Hallo!

    Wir können uns da auf unseren TA verlassen, denn er weiß genau wan der Schlußstrich gezogen werden muss, was dann auch mit unserem Gefühl übereinstimmt.
    Der Schluß ist erreicht, und das zeigen einem die Kleinen ganz deutlich, wenn das Tier nicht mehr will oder eine unheilbare Angelegenheit vorliegt und das Tier Schmerzen hat oder nur matt herumliegt.
     
  5. juli

    juli Guest

    Hallo!

    Im November mußte mein Fridolin gehen.

    Er hatte eine schlimme Kieferfehlstellung, nicht mehr zu beheben.
    Ich habe ihn noch mit Päppeln erhalten, mehrere Wochen. Er war noch eine Weile ganz fröhlich, irgendwann ließen seine Kräfte dann aber wirklich nach. Es war wirklich eine harte Zeit.
    Eines Morgens hab ichs ihm irgendwie angesehen - er will jetzt nicht mehr.

    Wir sind am selben Tag noch zum Tierarzt und haben ihn gehen lassen.
    Er ist mit einem Gewicht von 680 Gramm gestorben. Sicherlich hätte er noch etwas länger leben können, aber zu welchem Preis? Deshalb habe ich nach meinem Gefühl entschieden und ich denke, es war richtig so. Trotzdem fehlt er mir :runzl:

    Die Tierärzte haben eigentlich gar nicht direkt gesagt: einschläfern. Die haben nur gesagt, daß er nicht wieder gesund wird und mir dann die Entscheidung überlassen und als ich dann kam, haben sie es ganz schnell und zurückhaltend gemacht. Das fand ich sehr nett.

    juli
     
  6. Bambi

    Bambi Guest

    Hallo

    Leider mußte ich letztes Jahr sehr oft entscheiden wann schluß ist.:runzl:
    Von den ganzen 14 verstorbenen Schweinis mußte mich meine Tierärztin am Anfang einmal bremsen indem sie sagte bis hierher und nicht weiter, alles andere konnte und wollte sie als Tierärztin nicht mehr vertreten.
    Ich habe daraus gelernt.
    Jetzt entscheide ich wann schluß ist und meine Tierärztin entscheidet ob meine Entscheidung richtig ist oder falsch.
    Sie will kein Geld an Tieren verdienen die eigentlich keine Chance mehr haben.
    Sie hat schon viel mehr gesehn als wie ich als Laie und sie muß mit mir zusammen entscheiden was noch Lebenswert ist und was nicht.
    Und das tut sie im richtigen Moment und das mag ich an der Frau, sie ist ehrlich.
    Fazit:
    Merke ich, das ein Leben (Tier, egal welches) nicht mehr Lebenswert ist, so habe ich die Pflicht ein Tier erlösen zu lassen.
    Es kann mir einer erzählen was er will, meiner Meinung nach merkt ein Tierbesitzer, der jeden Tag sein Tier um sich hat, wann schluß ist.
    Denn dann helfen auch keine Spritzen oder Tropfen mehr und das Päppeln auch nicht.
    Ich tu mein Menschenmöglichstes aber irgendwann muß schluß sein.
    Alles andere ist ein Hinauszögern.
    Und hat man einen guten TA gefunden der nicht nur auf's Geld aus ist dann wird er früh genug sagen was er noch "im Sinne des Tieres" vertreten kann und was nicht.
     
  7. #6 Elfenstaub, 01.02.2005
    Elfenstaub

    Elfenstaub Guest

    Vor dem Problem mit dem einschläfern hab ich letztes Jahr auch gestanden mit meinem Romeo und meiner Fina. Beide hatten Leukose im Endstadium, und bis das festgestellt wurde, ging eine Reine TA Odysee dahin. Die Tiere hatten massiv abgenommen, trotz zufüttern, sie mochten garnichts mehr fressen, zuerst meinte man, sie hätten Diabetes, aber das war es dann nicht, bis dann die bei uns in der Tierklinik mal auf die Idee kamen bei Fina eine Lymphknotenbiopsie zu machen, und bei Romeo ein Blutbild. Romeo hatte schon soviel Blutarmut das grade minimalen Tropfen kamen wenn überhaupt. Und das Ergebnis war Niederschmetternd, beide hatten Leukose im Endstadium, Romeo hatte noch Nierenkrebs und aktutes Nierenversagen, ich wurde vor die Entscheidung gestellt, ob ich meine 2 erlösen lasse oder nicht, ich hatte immer Angst, was wenn es doch nochmal besser wird und sie sich erholen. Aber dann sah ich auch wie kraftlos sie waren, am Tag als sie eingeschläfert wurden, ließ ich sie bei uns in der Tierklinik auf der Wiese laufen, beide waren so erschöpft das sie sich nach kurzen Minuten ganz schwach hinlegten weil sie keine Kraft mehr hatten. Ich fragte die TA wann sie denn Sterben würden falls ich sie nicht erlösen lasse, und da meinte sie, daß sie max. noch ne Woche hätten, aber dann mehr qualvoll als würdevoll sterben würden, und das wollte ich meinen Schweinen nicht zumuten. Sie sollten nicht aus meinem Egoismus weil ich mich nicht von ihnen Trennen konnte leiden, ich hab gesehn, wie sie von Tag zu Tag schwächer wurden, und als ich wußte was sie haben, ließ ich sie erlösen. Romeo hatte bis zum Schluß gekämpft, er wollte mit der ersten Spritze nicht einschlafen und kuschelte sich an mich, nur dann als die 2. Spritze kam, mußte ich beide gehen lassen, sie haben beide innerhalb des einen Tages Nierenversagen bekommen, und wären dann qualvoll gestorben und das wollte ich meinen Tieren nicht zu zumuten.

    Das war und ist bisher der schwerste Gang zum TA für mich gewesen, und da ich letztes Jahr einige Tiere verloren hab, würde ich heute vor die Wahl gestellt werden ein Tier länger zu haben aber das es leidet, dann würde ich es erlösen lassen, weil die armen es nichjt verdient haben zu leiden, und deshalb verlasse ich mich auf mein Gefühl, wenn ich merke das ein Meeri nicht mehr kämpfen möchte.
     
  8. #7 Melanie, 01.02.2005
    Melanie

    Melanie Guest

    Hi!

    Ich entscheide das selbst wann ein Schweinchen die Todesspritze bekommt. Habe einmal ein Schweinchen einschläfern lassen, da es keinen Lebenswillen mehr gezeigt hat es lag nur in der Ecke rum und hat auch nichts mehr gefressen:rolleyes: Wir hatten ihn 8 Wochen versorgt, und alles für ihn gemacht aber leider haben wir den Kampf verloren:runzl:
     
  9. #8 Iceprincess, 01.02.2005
    Iceprincess

    Iceprincess Guest

    Bislang eine sehr interessante Diskussion.

    Bislang ebenso interessant, dass der Großteil sich auf sein Gefühl verläßt.

    Das ist sehr lobenswert, aber auch sehr hart. Denn dazu gehört, dass man sich selbst eingesteht: *Es geht nicht mehr*. Wo viel Herzblut dran hängt, fällt es umso schwerer...

    :rolleyes:
     
  10. #9 Clara-Cilly, 01.02.2005
    Clara-Cilly

    Clara-Cilly Guest

    Hallo!

    Ich musste bisher noch kein Meeri gehen lassen, aber meinen süßen Renner Speedy kurz vor Weihnachten.
    Ihr ging es wirklich sehr schlecht, wir waren beim TA, haben versucht sie zu päppeln, aber dann hab ich gemerkt, dass sie nicht mehr kann... Hab schließlich um mitternacht beim Notdienst angerufen, wir sind hingefahren und ich hab mir erst total oft versichern lassen, dass es keinen Sinn hat, denn ich würde sie sonst nur noch quälen... :runzl:
    Schließlich musste ich mich von ihr verabschieden...

    Ich lasse Tiere nur einschläfern wenn ich das Gefühl hab, dass sie selber nicht mehr wollen und wenn mit der TA sagt, dass es keine Chance mehr gibt, denn ich möchte meine Süßen ja auch nicht quälen...
     
  11. johnny

    johnny Guest

    hi zusammen

    ich habe option eigenes gefühl angeklickt

    mir wäre die möglichkeit der mehrfachabstimmung lieber gewesen
    da bei mir und meiner partnerin (denn eine solche entscheidung fällen wir gemeinsam)nicht nur der rat des arztes sondern auch das eigene gefühl eine grosse rolle spielt

    wir haben uns schon mal bei zwei kopfschüttelnden tierärzten gegen die spritze entschieden und einem sehr kranken bock zu weiteren 18monaten verholfen
    davon waren 3wochen die hölle(3wochen pflegezeit am anfang für uns) und der letzte tag für den bock (mit kreislaufkollaps)

    im nachhinein hatte sich unser gefühl aber als richtig erwiesen
    zwei ta's haben keine ahnung gehabt(oder keine ahnung wie aufopferungsbereit meeriemaniacs sind) und erst der dritte konnte uns helfen

    bei unserem verstorbenen kater haben wir in unkenntnis der materie dem rat der tierärzte vertraut und sein leiden um sinnlose 3 monate verlängert (kostenpunkt 1200€)
    heute würden wir diesen fehler(nicht die kosten sondern die verlängerung der qual und nichts anderes war es) nicht mehr machen da wir uns besser mit katzen und ihrem verhalten auskennen

    nur auf den rat der tierärtze vertrauen werde ich nicht dafür haben wir schon zu viele unterschiedliche erfahrungen gemacht und auch in diesem und anderen foren gelesen

    leicht macht es sich ein verantwortungsbewusster tierbesitzer
    sicher nicht
    aber zum wohle des tieres zu entscheiden ist manchmal schwierig und da werden auch fehler gemacht - leider

    gruss

    robert
     
  12. Löne

    Löne Guest

    Tiere wollen eigentlich immer leben und daher sollten wir nicht darüber entscheiden, wann ihr Leben beendet wird. Wenn man allerdings seinem Tier anmerkt, dass es nicht mehr leben will und man weiß, dass es auch keine Chance auf Besserung gibt, dann ist es vielleicht sinnvoll einschläfern zu lassen.

    Da es beim Einschläfern aber eigentlich(!) kein zu spät gibt sollte man sich das ganze wirklich sehr sehr gut überlegen, weil ein zu früh gibt es sicherlich nicht selten.
     
  13. Biene

    Biene Guest

    Hallo,

    ich entscheide das ganz alleine für mich, weil ich meine Tiere immer noch am besten kenne. Natürlich hat meine TÄ immer noch eine beratende Funktion, aber da ich so viel Zeit mit meinen Tiere verbringe, sehe ich am ehesten, wann es nicht mehr geht.

    Bei meiner Surprise wurde Anfang Januar ein nicht operierbarer Tumor festgestellt. Trotzdem hätte ich sie deswegen nicht zu dem Zeitpunkt eingeschläfert. Sie ist noch so fit und lebenslustig. Sie will noch leben und nutzt es so richtig aus, dass sie von mir total verwöhnt wird und bei jedem Betteln auch etwas zugesteckt bekommt. Anscheinend wirken die homöopathischen Mittel und solange dies so ist, werde ich sie auch niemals einschläfern lassen!
     
  14. #13 Britta73, 02.02.2005
    Britta73

    Britta73 Guest

    Man kann da, denke ich mehrere Sachen auf einmal anklicken...

    Ich denke, man sollte alles versuchen, um dem Tier zu helfen.
    Wenn aber, wie oben beschrieben, das Tier nicht mehr mag
    (fressen, herumlaufen, betteln) und nur noch ermattet
    herumliegt, denke ich, dass der TA und mein ( u.das der meisten
    hier) Gefühl dann übereinstimmen werden . Man muss keinem
    Tier, das sich merklich quält und bei dem kein Medikament
    mehr hilft länger leiden lassen.

    ...würde das für MICH genau so haben wollen, wenn das
    gehen würde....

    Habe das im letzten Jahr mit meinen 2 Kater´n durchmachen
    müssen. Man, auch wenn das hier ziemlich locker geschrieben
    klingt....das kann soooo hart sein. Aber ich hatte mir vor
    Anschaffung der Tiere geschworen, dass ich sie nicht länger
    leiden lasse, nur weil ICH mich nicht trennen will/kann.....:heul: :schreien:
     
  15. #14 Settergirl, 02.02.2005
    Settergirl

    Settergirl "Danke Milka-Maus"

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    Hallo

    Meine Tiere werden erst dann eingeschläfert, wenn sie selbst nicht mehr wollen oder starke Schmerzen haben. Und ich entscheide das auch selbst, weil ich mit dieser Entscheidung dann weiterleben muss.

    Schoko hatte eine schwere Zahnfehlstellung und ich hab lange beim TA drüber nachgedacht ob ich sie wirklich einschläfern lassen soll. Aber es gab nichts mehr, sie konnte nicht mehr fressen und sie hatte sich auch schon selbst aufgegeben.

    Gipsy hatte einen Tumor im Bauch. Man konnte ihn nicht entfernen. Ich hab sie trotzdem nicht einschläfern lassen. Sie hat gefressen und freute sich wenn man sie streichelte und sie lief auch in ihrem Käfig herum. Sie starb 3 Monate später in meinen Armen. Es war die richtige Entscheidung.
     
  16. Klee

    Klee TA-Empfehlung KI: per PN

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    Hi,
    ich musste die letzten 5 Schweine einschläfern lassen und das nach Absprache zusammen mit dem TA. Aber bisher haben die Schweinis immer gezeigt, wann es soweit war. Das ist zum Glück immer deutlich geworden.
    Von vorzeitigem Einschläfern halte ich eigentlich nichts aber es gibt best. Situationen, wo man das unter best. Umständen andenken kann.
    KLee
     
  17. #16 Trüffel, 03.02.2005
    Trüffel

    Trüffel Guest

    Hey!

    Ich habe bis jetzt noch kein Meeri einschläfern lassen aber ich werde "jetzt" nach meinem Gefühl gehen...Ich betone JETZT, weil ich schon ein Meeri hab sterben lassen, das sich nur gequält hat (wenn ich schon dran denke, habe ich Tränen in den Augen) Aber mir hat die TÄ immer wieder Hoffnungen gemacht, dass es wieder besser wird, ich wollte es einschläfern lassen, aber die TÄ wollte nicht. Als es meiner kleinen eines abends so schlecht ging und ich es mir nicht mehr mit angucken konnte bin ich zu einem anderen TA gefahren aber unterweg ist sie schon eingeschlafen. Ich habe immer noch ein schlechtes gewissen, dass ich nicht anders gehandelt habe. Das werde ich nie vergessen. Stirn runzel

    Habe mitlerweile den TA gewechselt. Dieses Jahr ist´wieder eines von meinen Meeris krank geworden und ich habe zu mir gesagt, wenn es nach einer woche nicht besser oder der Zustand schnell schlechter wird, werde ich es einschläfern lassen.Auch der TA sagte, wenn es nicht besser wird wollen wir das Tier nicht unötig quälen lassen ( da habe ich entlich einen TA gefunden der genauso denkt) . Aber sie hat es zum Glück überlebt und ist wieder kerngesund. grins

    Es gibt TÄ die gehen nur nach dem Geld und nicht nach den Gefühlen des Tieres.
     
  18. Gast

    Gast Guest

    Hi,
    die Entscheidung fällt im Einklang meiner Einschätzung zu der Meinung von meinem Doc.
    Bishr waren wir eigentlich immer übereinstimmend, wann man ein Leiden beenden sollte.

    Ich bin froh, so einen tollen Doc zu haben.

    Liebe Grüße
    Andrea
     
  19. #18 chicitaja, 03.02.2005
    chicitaja

    chicitaja Guest

    ich würde erstmal zum ta gehen und deren meinung einholen, ich denke wir als leihen können nicht beurteilen inwieweit es gut für das tier wäre es einschläfern zu lassen! ich glaube kein ta macht das gerne, einem tier die todesspritze zu geben!und wenn der ty sagt, dass das dringend notwendig ist, weil das tier durch seine erkrankung schmerzen hat und sich quält, würde ich es einschläfern lassen, wenn der ta allerdings sagen würde, dass er sich nicht sicher ist, was am besten ist, würde ich das tier wieder mit nach hause nehmen und dort beobachten und dann selber die entscheidung treffen!! ich finde es kommt auf die erkrankung und den schweregrad an und ob das tier schmerzen hat oder nicht!!!
    hat es keine weiteren beschwerden, bis auf ein paar kleinigkeiten, würde ich ihm noch eine schöne zeit bescheren.
    meinem kaninchen ging es eine zeit lang nicht so gut, er hatte schmerzen im bauch, war total unruhig und unglücklich! also sind wir zur tierklinik gefahren, wo die einen stein in der blase und eine verdickte blasenwand festgestellt haben! die tierärztin war sich auch nicht so sicher was das beste wäre, letztendlich haben wir mori wieder mit nach hause genommen und ihn mit antibiotika behandelt!die tierärztin meinte, dass das wohl nicht mit einer antibiotikabehandlung weggehen würde, aber man sollte es doch versuchen!!
    das ist jetzt ca. 5 monate her, und mori gehts super, also bis auf son paar altersgebrechen, aber ich glaube man weiß nie was die richtige entscheidung ist!!
    das gut war, dass mori durch die behandlung keine schmerzen mehr hatte, hätte er sich weiterhin gequält, weiß ich nicht wie unsere entscheidung ausgefallen wäre!!
     
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  21. Marina

    Marina Guest

    Ich habe bisher zwei Meerschweine einschläfern lassen (müssen).

    Bei Bilbo habe ich gmerkt, dass er nicht mehr konnte, er nahm kein Fressen mehr an und lief alles wieder rauslaufen, er konnte nicht mehr.
    Und bei Zicke haben wir sehr lange gekämpft und sie erlösen lassen, als sie bereits im Sterben lag, wir konnten den langen qualvollen Gang nicht ertragen (sie starb länger als 24 Std.) und wollten es ihr erleichtern.

    Und ich glaube alles richtig gemacht zu haben, habe auch schon gegen Anraten des TAs Juni wieder mitgenommen (lebend) und es geht ihr immer noch gut!

    Ich glaube die Tiere zeigen einem sehr deutlich, wann es soweit ist. Man sollte nur vorsichtig sein, aus Angst zu vorschnell zu sein oder aus Egoismus zu lange zu warten.

    Gruß, Marina
     
  22. Klara

    Klara Guest

    Ich denke, dass man dem Tier gegenüber eine Verantwortung hat, es nicht unnötig leiden zu lassen und es loszulassen, wenn es nicht mehr geht. Diese Entscheidung ist unsagbar schwer, aber manchmal notwendig. Das hat auch nichts mit "Herr über Leben und Tod" zu tun, sondern mit Barmherzigkeit. Ein Tier kann nicht sagen: ich kann nicht mehr, bitte hilf mir. Es kann nur Zeichen setzen, die man erkennen sollte. Bei meinem geliebten Jesse James war es so, dass er nicht mehr gepäppelt werden wollte, er liess alles rauslaufen und sass nur noch im Häusschen wie ein Häufchen Elend. Mir hat es sehr wehgetan, ihm sein Leiden zu verkürzen, aber alles andere wäre egoistisch gewesen.

    Ich hab das damals bei meinem Hund auch entscheiden müssen und ich denke, ich habe zu lange gewartet, weil ich ihn nicht loslassen konnte :( Hab ihn als untergewichtigen 7 Wochen alten Welpen bekommen und hochgepäppelt. Nach 9 Jahren bekam er Knochenkrebs, einmal wurde er operiert. Ich hab diesen letzten endgültigen Schritt erst gemacht, als er nicht mehr fressen und Gassi gehen wollte.

    Beim Rauhaardackel meiner Mutter war es so, dass sie schon innerlich am Verwesen war (sie roch fürchterlich), stockblind und nicht mehr laufen konnte.... meine Mutter konnte den letzten Gang zum Tierarzt nicht machen. Also habe ich es getan. Nicht weil ich ein Monster bin, sondern weil ich dieses Tier sehr geliebt habe und das Leiden nicht mehr mit ansehen konnte.

    Wie gesagt, ein Tier was noch am Leben teilnimmt und sich nicht aufgegeben hat, würde ich niemals einschläfern lassen. Aber in aussichtslosen Fällen gehört es sich einfach, dass man ihm hilft. Dieser schreckliche Moment beim Tierarzt ist schlimm, mir hat es die Kehle zugeschnürt, ich konnte nicht atmen - aber trotzdem bin ich heute froh, dass ich helfen konnte, einfach weil ich entschieden habe.

    LG
    Ulla
     
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BRISANT: Todesspritze???

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