Böckchen verstehen sich nicht

Diskutiere Böckchen verstehen sich nicht im Bockgruppen-Haltung Forum im Bereich Haltung/Verhalten/Pflege; Wir haben uns vor ein paar Monaten drei Brüder geholt. Das waren die einzigen, die verfügbar waren, und natürlich wollten wir die nicht...

  1. #1 motleycrue666, 21.07.2019
    motleycrue666

    motleycrue666 Schweinchen-Neuling

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    Wir haben uns vor ein paar Monaten drei Brüder geholt. Das waren die einzigen, die verfügbar waren, und natürlich wollten wir die nicht voneinander trennen, also haben wir auch alle drei genommen. Diese waren zu dem Zeitpunkt ca. 6 Wochen alt.

    Leider wurde das dritte Meerschweinchen nach ein paar Wochen immer gejagt und ausgeschlossen, und durfte auch nicht mit den anderen zusammen im Haus kuscheln und brauchte einen eigenen Unterschlupf. Als wir dann Bissspuren am Meerschweinchen gesehen haben, haben wir ihm einen eigenen Käfig geholt und diesen neben den Käfig von den dominanten Meerschweinchen gestellt.

    Wir haben dem dritten Meerschweinchen deswegen noch ein jüngeres Böckchen besorgt, da wir vermutet haben, dass die anderen beiden verrückt werden würden, wenn da plötzlich ein weibliches Meerschweinchen ist. Die Meerschweinchen sehen sich nämlich noch alle, sind aber durch ein Gitter getrennt. Jedenfalls verstehen sich die Meerschweinchen paarweise sehr gut, aber man kann sie nicht zusammensetzen.

    Die Paare kommen aber jedes Mal zum Gitter gerannt und beschnuppern sich und machen den Anschein, unbedingt zu einander zu wollen, aber wenn man das tut, würde das dominante Paar die anderen Schweinchen nur jagen. Wir haben einmal geguckt, wie sich das neue Meerschweinchen mit den dominanten verhält, das wurde dann auch nur gejagt und wirkte verängstigt, also haben wir es sein gelassen und nicht nochmal probiert. Es liegt auch nicht an Platzmangel, wir haben es im großen Gehege im Garten probiert.

    Ich weiß, dass es nicht ideal ist, vier Böckchen zu halten, aber das hat sich irgendwie so ergeben, weil wir die Brüder nicht voneinander trennen wollten und nicht wussten, dass das dritte Schweinchen gemobbt werden würde.

    Ich habe die Schweinchen sehr in mein Herz geschlossen und will auf gar keinen Fall eins abgeben.

    Kann man da noch irgendwas tun? Ist das falsch, wie wir das machen? Ist das mit dem Gitter okay so oder sollten die Paare sich gar nicht erst sehen? Die devoten Schweinchen wirken auch so, als ob sie unbedingt zu den Dominanten wollen, aber das würde nicht gut ausgehen. Nur kommt man sich schon etwas böse vor, wenn man die nicht zueinander lassen kann.
     
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  3. #2 B-Tina :-), 21.07.2019
    B-Tina :-)

    B-Tina :-) NotschweinchenHalterin

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    Hallo ...
    Bitte alle Kerlchen gleichzeitig kastrieren lassen und keinen Sicht- und Riechkontakt mehr. Das ist unnötiger Stress.

    Schweinekinder benötigen dringend einen gut sozialisierten, erwachsenen Erzieher, der ihnen beibringt, wie :wusel: sich benimmt.
     
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  4. Wassn

    Wassn Schweinchen-Guru

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    Hi,
    das klingt nach einem unschönen Start mit der Bande.
    Wieviel Platz steht den Jungs denn zur Verfügung? Die handelsüblichen Käfige werden dem Bewegungsbedrüfnis von Meerschweinchen nicht gerecht. Und bekommen die kleinen Kerlchen Streit ist es wichtig, dass sie sich so aus dem Weg gehen können, dass sie sich nicht mehr sehen.
    Dh: mindestens soviele Häuschen wie Meerschweinchen, eher 1-2 Häuschen /Unterschlupfmöglichkeiten mehr, als Tiere. Die Häuschen brauchen 2 Eingänge, so dass sie keine Sackgasse bilden und der "Gejagte" immer eine Fluchtmöglichkeit hat.
    Bei reiner Böckchenhaltung rechnet man 1 qm pro Tier an Platz, auf einer Ebene.
    Und ja, ein erwachsenes Tier, was den jungen Hüpfern alles beibringt ist auch sehr wichtig. Wie lange leben die drei nun schon bei euch? Du schreibst ein paar Monate?
    Wenn sie mit 6 Wochen zu euch kamen, waren sie noch Babies. Mit 5 /6 Monaten kommen sie in die "Rappelphase, Puppertät sozusagen. Das ist der Zeitpunkt wo es dann gut krachen kann.
    Ich würde die Jungs auch auf jeden Fall kastrieren lassen.
    Und es kann auch sein, dass sie sich nie mehr verstehen werden.
    Schau mal hier, vielleicht bekommst du hier die eine oder andere Antwort, die dir hilft, das Problem zu lösen.

    Meerschweinchen Info - Bockgruppenhaltung bei Meerschweinchen

    Ich drücke ganz fest die Daumen, dass ihr die Bande in den Griff bekommt!
    Alles Gute!
     
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  5. #4 motleycrue666, 22.07.2019
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    Hallo, danke für die Antwort :)

    Wir haben draußen mehrere Gehege, eines davon ist, wenn ich das ungefähr einschätzen kann, vielleicht an die 5 Quadratmeter groß. Da haben die Dominanten den zurückhaltenden Bruder sofort in die Ecke getrieben, sodass er sehr ängstlich auf uns wirkte. Drinnen sind die Käfige nur zum schlafen da, wir haben für sie den kleinen Nebenraum von unserem Wohnzimmer zum Spielplatz umgewandelt. Also am Platz sollte es nicht liegen. Sie haben auch mehrere Häuser und ähnliches zum verstecken.

    Sie leben seit März bei uns und sind inzwischen an die 5 Monate alt. Sie waren aber schon am Anfang problematisch.

    Laut mehreren Quellen wird eine Kastration vermutlich nicht viel am Verhalten ändern, aber ich bin mir natürlich nicht sicher, welcher Quelle man da jetzt vertrauen kann, da überall was anderes empfohlen wird. Wir werden am Freitag zum Tierarzt gehen und den mal dazu befragen.

    Wäre es denn empfehlenswert, ein älteres Meerschweinchen zu adoptieren und dieses mit den anderen zusammenzusetzen? Oder ist das schon zu spät? Es hört sich für mich etwas gewagt an.

    Ist es denn okay, die Meerschweinchen, die sich nicht vertragen, durch ein Gitter zu trennen? Oder ist das, wie schon ein anderer User geschrieben hat, zu viel Stress für die Tiere? Sie wirken sonst sehr glücklich, hüpfen und rennen in ihren Aktivphasen viel, kommen immer ans Gitter gelaufen, wenn ich komme, gurren und quieken fröhlich (nicht laut und panisch), haben keine Appetitprobleme...Angenommen, sie werden sich nie verstehen, sollte man sie dann komplett voneinander getrennt halten?
     
  6. #5 motleycrue666, 22.07.2019
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    Hallo, danke für die Antwort :)
    Wir haben draußen mehrere Gehege, eines davon ist, wenn ich das ungefähr einschätzen kann, vielleicht an die 5 Quadratmeter groß. Da haben die Dominanten den zurückhaltenden Bruder sofort in die Ecke getrieben, sodass er sehr ängstlich auf uns wirkte. Drinnen sind die Käfige nur zum schlafen da, wir haben für sie den kleinen Nebenraum von unserem Wohnzimmer zum Spielplatz umgewandelt. Also am Platz sollte es nicht liegen. Sie haben auch mehrere Häuser und ähnliches zum verstecken.

    Sie leben seit März bei uns und sind inzwischen an die 5 Monate alt. Sie waren aber schon am Anfang problematisch.

    Laut mehreren Quellen wird eine Kastration vermutlich nicht viel am Verhalten ändern, aber ich bin mir natürlich nicht sicher, welcher Quelle man da jetzt vertrauen kann, da überall was anderes empfohlen wird. Wir werden am Freitag zum Tierarzt gehen und den mal dazu befragen.

    Wäre es denn empfehlenswert, ein älteres Meerschweinchen zu adoptieren und dieses mit den anderen zusammenzusetzen? Oder ist das schon zu spät? Es hört sich für mich etwas gewagt an.

    Ist es denn okay, die Meerschweinchen, die sich nicht vertragen, durch ein Gitter zu trennen? Oder ist das, wie schon ein anderer User geschrieben hat, zu viel Stress für die Tiere? Sie wirken sonst sehr glücklich, hüpfen und rennen in ihren Aktivphasen viel, kommen immer ans Gitter gelaufen, wenn ich komme, gurren und quieken fröhlich (nicht laut und panisch), haben keine Appetitprobleme...Angenommen, sie werden sich nie verstehen, sollte man sie dann komplett voneinander getrennt halten?
     
  7. #6 Schokofuchs, 22.07.2019
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    Kastration ist bei männlichen Meeries immer auch (Alters-)Vorsorge! Nach einer Kastration müssen Böcke noch weitere 6 Wochen von Weibchen getrennt leben, um hundert Prozent sicher zu verhindern, dass die Weibchen nicht mehr gedeckt werden können. Vertragen sich Böckchen irgendwann nicht mehr, oder die Partnertiere versterben und eins "bleibt übrig", steht ihnen schlimmstenfalls ein sechswöchiger Einzelhaft (plus Wartezeit zum Kastratermin!) bevor, der psychisch einfach nicht schön und im Trauerfall ggf auch gar nicht zumutbar für die Tiere ist. Zudem wird eine Kastration im hohen Alter natürlich auch ein größeres Risiko für die Schweinchen. Also selbst, wenn die Kastra jetzt nix am verhalten der einzelnen Böckchen ändert, insgesamt bringt es nur Vorteile fürs spätere Schweineleben.

    Wenn die Tiere nur durch ein Gitter getrennt sind, müssen sie sich ja trotzdem sehen, riechen und können sich ggf sogar berühren, wissen, dass da andere Tiere sind, können mit denen aber nicht richtig interagieren, und so auch keine Rangordnung klären - ist also zusätzlicher Stress. Wenn bereits eine Vergesellschaftung gescheitert ist, gehören die beiden Böckchenpaare permanent voneinander getrennt, so dass sie sich eben auch nicht an nem Gitter beschnuppern können, weil sie sich dort wieder als gegenseitige Bedrohung ansehen könnten. Ich schätze Riech- und ggf Hörkontakt wäre in Ordnung, aber sehen und berühren sollten sie sich nicht mehr können. Sicher bin ich mir da aber nicht - ich weiß nur, dass viele (seriöse) Zuchten und auch einige Notstationen auch mehrere Böckchen und Kastrate in Riechkontakt [gleicher Raum zB] halten, und das scheint ja einigermaßen zu funktionieren.

    Ich versteh das mit der Gehegekonstellation ehrlich gesagt grade nicht :aehm:
    Es gibt ein 5qm-Außengehege, in dem die Tiere aber nicht permanent sind, weil es drinnen noch "Schlafkäfige" gibt? Können die Wutzen sich selbst aussuchen, wann sie wo sind, oder sind sie auf menschlichen Transport angewiesen? Ein permanentes Platzangebot von mindestens einem Quadratmeter pro Bock/Kastrat ist wichtig.

    Es ist soweit ich weiß nie zu spät für eine Sozialisierung - besonders Schweinchen unter einem Jahr sollten sich noch Manieren beibringen lassen. Ich hab keine Erfahrung mit Bockgruppen - bei Haremsgruppen hätte ich gesagt, jedes Paar bekommt "einfach" ein sozialisiertes Erzieherschwein dazu und gut ist. Bei Böckchen wird ja aber auch oft von ungeraden Gruppenzahlen abgeraten, und insgesamt zwei Dreiergrüppchen würde heißen, dass jede Gruppe mindestens einen 3qm großen, eigenen Bereich braucht, der möglichst keinen Sichtkontakt zur anderen Gruppe bietet. Wenn man dem "Trio-Risiko" entgegen wirken möchte, müsste man mit 4 Tieren pro Gruppe arbeiten, hätte ingesamt also 8 Wutzen und auch mindestens 8qm an Platzbedarf, von den finanziellen Belastungen durch mehr Futter, mehr Streu und ggf mehr Tierarztkosten mal ganz zu Schweigen.
     
  8. Quano

    Quano Meersäulioldie

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    Komplett voneinader getrennt ist kei artgerechtes Meerileben.

    Alle drei kastrieren lassen, ihnen viel Platz anbieten, wenn es dennoch nicht geht, nach sechs Wochen, jedem Kastrat 2,3 Weibchen dazusetzen. Das würde wahrscheinlich bedeuten, dass du einen oder zwei Kastraten vermitteln müsstest, damit du dem verbleibenden :wusel: 2,3 Weibchrn dazusetzen kannst. Oder du hast so viel Platz, dass du 3 grosszügige Gtuppen halten kannst.

    Für drei kastrierte Böcke mindestens 4 qm ebenerdig, gut strukturierten Platz anbieten. Viel Glück und gutes Gelingen :daumen:
     
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  9. #8 Schokofuchs, 23.07.2019
    Schokofuchs

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    ... Ich weiß nicht, ob ich die einzige bin die's versteht, aber es gibt doch vier Tiere? Anfangs drei, das eine wurde gemobbt, also gabs ein Partnerböckchen fürs dritte, macht insgesamt 4 die zur Zeit wohl in Paaren getrennt, aber mit Sichtkontakt und Berührungsmöglichkeit (?) da Gitter bei einander stehen.
     
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  11. #9 Angelika, 23.07.2019
    Angelika

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    Klar wollen sie mmer zueinander - um die Rangordnung wieder und wieder auszudiskutieren.
    Ich hatte schon zwei Bock- bzw. Kastratengruppen in einem Raum, zur Zeit zwei - denen ist alles egal, was außerhalb des eigenen Geheges passiert.
    Züchter halten ihre Jungs ja auch nicht gruppenweise in separaten Räumen, da sind mehrer Jungsgruppen in einem Raum, und oft im gleichen Raum noch Weibchen.
    Ich würde in der Situation auch die Paare trennen, dauerhaft.
    Und ich würde definitiv keinem älteren Bock oder Kastraten zumuten, in diese Konstellation einzuziehen. Das wäre so als ob man einen erwachsenen Mann bzw. älteren Hernn mit 4 aggressiven, pubertierenden Flegeln zusammensperren würde.
     
  12. #10 Anschi 60, 03.08.2019
    Anschi 60

    Anschi 60 Schweinchen-Neuling

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    Meine beiden Jungs sind nach der Trennung von der Mutter mit den Zuchtböcken aufgewachsen. Eine Stallfreundin hat bei meiner Züchterin Spot, Flash und einen Wurfbruder sowie den besten Freund der 3 als funktionierende Gruppe übernommen. Dann kam ein ausgesetzter, älterer Bock dazu und Spot mit Bruder Flash wurden aus der Gruppe gemobbt. Ich habe Spot und Flash übernommen und gleich kastrieren lassen. Es gibt immer mal Nachfragen, wer der Chef ist, aber das ist mehr Geplänkel. Die Jungs wurden zusammen kastriert und haben alles gut weggesteckt. Auch wenn ich genug Platz für mehrere Tiere habe, werde ich meine Zweierbande nicht aufstocken. Zu oft hab ich in meiner aktiven Zeit im Meerischutz den Störenfried oder die untergebutterten Böckchen aufnehmen und gesund pflegen dürfen. Ich habe auch immer in Beratungsgesprächen zur Kastration von Schweinchen geraten.
     
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