Bockgruppe und Mädels in gleichen Raum?

Diskutiere Bockgruppe und Mädels in gleichen Raum? im Bockgruppen-Haltung Forum im Bereich Haltung/Verhalten/Pflege; Hiho, ich mache mir Gedanken zur bevorstehenden "Logistik" meiner kleinen Schweinezucht. Derzeit sitzen jeweils Verpaarungen zusammen. Um die...

  1. #1 Dörthe, 25.10.2019
    Dörthe

    Dörthe Schweinchen-Neuling

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    Hiho, ich mache mir Gedanken zur bevorstehenden "Logistik" meiner kleinen Schweinezucht.

    Derzeit sitzen jeweils Verpaarungen zusammen. Um die angehenden Mütter nicht hochschwanger zu stressen, kommen die Böckchen bereits einige Wochen vor dem Geburtstermin in jeweils (vorübergehende) Einzelhaltung. Da taucht die erste Frage auf: Können die Weibchen dann zusammengesetzt werden? Von positiven Meldungen ("helfen einander bei der Geburt") bis hin zu Katastrophen ("töten Jungtiere anderer Mütter") scheint es ja alles zu geben. Und die nächste Frage: Wenn die voraussichtlichen Entbindungstermine nah beieinander liegen und der Nachwuchs tatsächlich gleichzeitig fallen sollte, wie stellt man dann die korrekte Zuordnung der Jungtiere zu ihren Müttern her? Sie dürften alle ähnlich aussehen. Ergibt es Sinn, die oder eine der angehenden Mütter innerhalb des Mädels-Geheges mit einem hineingestellten Auslaufgitter unmittelbar vor der Geburt bis zur Entbindung zu "separieren" (zumindest ist sie dann nicht in Einzelhaft - oder stresst Einzelhaft bei Schwangeren weniger, als Mädelsgruppe)? Nach der Zuordnung wollte ich die Jungtiere markieren, wenn sie echt so ähnlich sind, dass man sie verwechseln könnte. Werde das zunächst mit Fell-Markierungsstiften versuchen. Mal sehen, wie haltbar das ist.

    Nach der Entwöhnung wollte ich die Mädels dann bei Mutti lassen (beziehungsweise der Mädelsgruppe) - die Jungs jeweils ihrem Vater zugesellen. Nun befänden sich die vorgesehenen Böckchengehege aber benachbart zum Mädelsgehege. Ich hab schon gemerkt, dass die ursprünglich vorhandene Böckchengruppe (3 Böckchen im Alter von damals 3-6 Monaten auf 3qm) sich sofort in die Haare bekommen hatten, sobald das erste Mädel nebenan einzog. Dauerte keine 2 Minuten, da flogen ernsthaft die Fetzen und sie mussten separiert werden. Nun frage ich mich natürlich, ob die Väter überhaupt zu ihren Jungs können, oder ob sie diese Jungtiere direkt, auch wenn sie erst wenige Wochen alt sind, als Konkurrenz einstufen und verkloppen werden. (Mir ist bewusst, dass die Vater-Söhne-WGs ihr voraussichtliches Ende haben werden, wenn die Jungtiere ins Rappelalter kommen - jedenfalls wenn Mädels in Riechweite sind). Also, nach euer Erfahrung - klappt Vater-Sohn-WG wegen benachbartem Mädelsgehege von vorneherein nicht oder kann es funktionieren? Die Grundlagen zur Böckchen-WG sind mir vertraut (Platz, Engstellen vermeiden, mehrere Futterstellen, Unterschlüpfe mit Ausgängen auf mehreren Seiten usw.).

    Mein Ziel ist, dass auch die Böckchen möglichst wenig Zeit in Einzelhaft verbringen müssen. Ja, es bestünde die Möglichkeit, in 6m Entfernung durch Mauer getrennt ein weiteres Gehege für die Böckchengruppen zu bauen. Das würde ich natürlich gern erledigt haben, ehe es benötigt wird und ich würde es nur höchst ungern tun, wenn es nicht benötigt wird oder keinen Erfolg verspricht. Dann steht nämlich dann schon der halbe Garten voll. Würden 6m Abstand als "Geruchspuffer" überhaupt reichen?

    Zur vorübergehenden "Einzelhaft" der Zuchtböcke: Reicht es, ein vorhandenes Gehege mit ca. 50cm hohen Sichtschutz-Trennwänden zu unterteilen oder springen sie drüber, wenn sie nebenan einen anderen Bock hören? Sind Cuys, können also noch höher springen. Aber tun sie es tatsächlich, wenn sie nebenan einen Konkurrenten hören? Oder ist es aus weniger-Einsamkeitsgründen sinnvoller, statt Sichtschutzwänden Gitter zu nehmen? Dass sie also noch Kontakt aufnehmen können? Das müsste dann aber vermutlich höher sein, sonst hüpfen sie bestimmt zueinander? (Die Mädels sind von den Jungs natürlich vollständig und "überkletterungssicher" getrennt).
     
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  3. Silvia

    Silvia Glücksschweinchen

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    Hallo,

    Ich züchte keine Meerischweinchen, war aber schon in einigen Zuchten und mach mir so meine gedanken wie ich es machen
    Würde wenn ich Züchten würde.

    Also einzelhaltung für Böcke geht gar nicht, bei mir würde jeder Bock ein Frühkastrat als Gesellschaft haben, das dauerhaft und wenn es passt
    Immer so lassen. Ich würde potente Böcke nicht zusammen halten, das geht fast nicht gut aus, ich finde auch jeder Deckbock hat ein recht
    Auf ein mindest 2 m2 grosses Gehege.
    Dann kämmen immer zwei Damen gleichzeitig für 4-5 Woche zu besuch, danach kämmen die Damen wieder in ihre gewohnte Gruppe
    Auch dort mit eine Erwachsenen Kastraten, der auch dauerhaft dort ist und hilft die Bays die dort geboren werden zu erziehen.
    Bei Meeris reichen 50cm Gehege Höhe ja aus, aber Cuy könne schön höher hüpfen.

    Wenn die Buben Babys früh genug kastriert werden dürfen sie auch in der Gruppe bleibe. Ansonsten würde ich mit den Frühkastraten die zum verkauf
    Sind eine Gruppe machen, auch dort müsste ein Erwachserner guter Kastrat Chef sein.

    Und wenn du die Mamis mit ihren Babys beobachtest, kannst du die Babys sicher zu ortnen. Du kannst ja schauen das nicht gerade
    Die sich gleichen Mamis in der gleichen Gruppe legen. Oder willst du nur eine Farbschlag züchten.

    So eine Zucht braucht viel Platz viel Zeit und auch viel wissen.
    Hast du vielleicht eine erfahrenen Züchterin die dir zur seite stehen kann ?
    Und wie gross soll den deine Zucht werden, und wie viel Platz hast du ?
    Und wie viele Deckböcke möchtest du den haben ?




    Das sind einfach so mal meine Gedanken
     
  4. #3 Angelika, 26.10.2019
    Angelika

    Angelika Herr der Schweinchen

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    Für einen Bock, der ein brünstiges Weibchen riecht, könnten 50 cm, wenn er sehr sportlich und triebig ist, kein Hinderniss darstellen. Wir hatten hier mal so einen Fall im Forum. eigentlich Liebhaberhaltung - der ist rüber und hat sich in der Mädelagruppe ausgetobt, mit entsprechend zahlreichen Erfolgen. Und auch Weibchen können erstaunliche sportliche Leistungen vollbringen, wenn ihnen ein schmucker Herr gefällt.
    Die Böckchen, von denen du schreibst, sie seien sich in die Haare geraten, hätten in dem Alter sicher auch sonst Wusel gehabt miteinander, ab drei Monate etwas geht es los mit dem Ausdiskutieren der Rangordnung.
    Ansonsten wird es gibt es hier in den eingesessenen Kastratengruppen (ich halte nur Jungs) auch immer wieder Diskussionen, wenn in einer der Gruppen ein neues Tier einzieht - das Gewusel und Gebromsel in dem betreffenden Gegehege motiviert dann auch immer die anderen Gruppen, mal wieder grundlegend über die Rangordnung zu sprechen.
    Ich setze keine deckerfahrenden (kastrierten oder unkastrierten)Tiere in meine Jungsgruppen.

    In den Zuchten, die ich kennen gelernt habe, sitzen die Böcke im gleichen Raum wie die Weibchen, nur in getrennten Gehegen (z. B. Böcke unten, Mädels oben). Da wirkt kein Tier gestresst - vielleicht, weil sie es nur so kennen?
     
  5. #4 Dörthe, 26.10.2019
    Dörthe

    Dörthe Schweinchen-Neuling

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    Der explizit zur Zucht hergerichtete Gehegekomplex besteht aus mehreren Einzelgehegen, die ihrerseits zu jeweils 1qm (bei 50cm hohen Trennwänden) weiter unterteilbar sind. Es besteht also die Option bei jedem der Einzelgehege, Trennwände einzuschieben. Gehege A-C haben jeweils 2 qm, sind gedacht für Verpaarungen und ggf. die hochschwangeren Damen, sofern sie nicht in Mädelsgruppe kommen bzw. Mütter mit Jungtieren bis zur Entwöhnung (ist n.n. entschieden, ist eine der obigen Fragen). Sie sind bis zur Decke voneinander getrennt. Gehege D-H haben jeweils 3,6 qm wobei D+E als Mädelsgehege vorgesehen sind und entsprechend bis zur Decke (!) gegen die Böcke in F-H mit Draht geschützt sind. F-H sind zueinander etwa 1m hoch getrennt. Es besteht die Option, auch die Trennwände zwischen A-C sowie D-E und F-H zu öffnen und flexibel zu konstellieren. Insgesamt also 24qm Gehegegrundfläche, Etagen nicht gerechnet. Sind auch noch keine drin, da es ja auch erst 3 Jungs und 4 Mädels sind. Außerdem gibts noch die Option, ein weiteres Gehege mit 8 qm in 6m Entfernung zu errichten. Bereits im Bestand ist ein Gehege mit 8qm, wo sich auf jeweils 4qm die Ninchen (2 Stk.) und Normalmeerlis (4Stk., 3 betagte Damen und ein Kastrat) tummeln.

    Die Trennung zwischen Böcken und Damen geht bis zur Decke, da kommt keiner drüber. Die optionale Trennungen der Einzelquadratmeter innerhalb der einzelnen Gehege sind 50cm. Es geht also nicht darum, ob ein Bock 50cm auf sich nimmt, um zu Damen zu kommen (tut er garantiert!), sondern ob er 50cm auf sich nimmt, um einen anderen Bock zu verkloppen.

    Ich suche gerade Anschluss an den MFD, wobei ich dessen tatsächlichen Aktivitätsgrad hier in der Umgebung noch nicht recht abschätzen kann. Außerdem hab ich sowohl im Vorfeld, als auch begleitend je nach Fragestellung hilfreiche erfahrene Geister gefunden, die alle miteinander sehr hilfsbereit waren. Zur Farbgenetik musste ich andere Leute fragen, als zur empfehlenswerten Einstreu - Wissen ist unterschiedlich verteilt.

    Ich gehe primär Richtung Creme; heißt automatisch drei Farbschläge (Weiß, Buff, Creme). Entsprechend sind die Elterntiere primär ähnlich, die Nachkommen auch. Zielgröße der Zucht 4-5 Zuchtböcke, 10-15 Zuchtweibchen, wobei ich mich rantaste.

    @Silvia: Wenn Zuchtböcke und Kastratenpartner immer wieder für mehrere Wochen getrennt werden, wenn die Böcke zu den Mädels kommen - dann erkennen die sich danach nach meiner Kenntnis nicht wieder. Da klingt für mich schon eher schlüssig, die Zuchtböcke zu Paarung nur für einzelne Stunden zu den Mädels zu setzen - wobei erfahrene Züchter wohl "erkennen", wenn die Mädels aufnahmebereit sind (WORAN???). Und dann direkt zurück zum Kastratenpartner, bevor das Fremdeln anfängt. Vertragen sich Zuchtböcke mit Kastraten, weil sie eh die Obermachos sind und somit Chef und dem (Früh)Kastraten ist Chefposten einfach generell wurscht?
    @Angelika: Sind die Zuchtböcke zusammen untergebracht oder voneinander getrennt?
     
  6. #5 Angelika, 26.10.2019
    Angelika

    Angelika Herr der Schweinchen

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    Die Böcke, die gedeckt haben, sitzen dort getrennt von anderen Böcken, die ebenfalls bereits gedeckt haben, aber mit anderen (Baby)Böckchen und Kastraten zusammen.
    Das bei dir klingt erst einmal nach richtig viel Platz. Aber theoretisch gibt es bei 15 Weibchen ca. 90 Jungtiere, davon 45 Böckchen im Jahr (ohne die Nachzuchten, die aus den dann ja bereits existierenden und bereits unter 1 Jahr deckfähigen Weibchen-Nachkommen entstehen). Ist die "Marktsituation" bei euch so gut oder gibst du (auch) in den Zoohandel ab? Ich kenne einige Zuchten, die aufgehört haben, weil sie die Nachzuchten nicht mehr - ihren Ansprüchen entsprechend - abgeben konnten, insbesondere, was Böckchen angeht.
     
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  8. Silvia

    Silvia Glücksschweinchen

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    Ja da hast du schön Platz und das gibt eine grosse Zucht :D

    Ich kenne es so das die Deckböcke mit je einem Kastraten zusammen leben und dann auch zusammen bleiben
    Wärend dem das die Mädchen bei dem Bock zu besuch sind. Also der Bock und der Frühkastrat werden nie getrennt.

    In den Zuchten die ich kenne sind die Zuchtböcke nicht zusammen unter gebracht , das gibt nur stress.
    Ich denke die wenigsten unkastrierten Böcke vertragen sich und wenn dann noch Mädchens ins spiel kommen
    Gibt es mord und totschlag.

    Ich finde man sollt schauen das alle Tiere auch Zuchttier so wenig stress mit hin und her schieben haben wie möglich.
     
  9. #7 Dörthe, 26.10.2019
    Dörthe

    Dörthe Schweinchen-Neuling

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    @Angelika: Deshalb ja meine Formulierung: "Ich taste mich ran". In 75 Km Umkreis hab ich keine andere Cuy-Züchter ausfindig machen können - und in ganz Deutschland keinen, der zielgerichtet das züchtet, was ich vorhabe. Für Cuy scheidet der Zoohandel in jedem Fall sowieso aus, ich halte aber auch nichts davon. Ich wüsste auch gar nicht, wo es hier überhaupt noch Zoofachhandel gäbe, die Tiere verkaufen. Die, die ich aus Jugendzeiten kannte, sind alle nicht mehr existent. Mit 15 Weibchen meinte ich nun auch nicht unbedingt, dass alle in jedem Durchgang gedeckt werden. Da würde ich den Überblick verlieren. Ich hab jetzt mit vieren angefangen und hatte genaugenommen nicht vor, bei den 3 anvisierten Paarungsdurchgängen eines Jahres mehr als jeweils 2-5 Weibchen decken zu lassen (5 Damen x 3 Durchgänge = 15 Weibchen). Zur Lebenserwartung von Cuy gibt es zudem auch unterschiedliche Aussagen von 2- allenfalls 5 Jahre; natürlich muss ich damit rechnen, dass auch Tiere existieren werden, die weder zur Weiterzucht geeignet scheinen, noch möchte sie jemand anders haben - da guckt man dann, wie sie sich als Kastrat und Ruhepol im Sozialgefüge machen. Oder wo man noch anbauen kann ;-)
     
    Schokofuchs gefällt das.
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