Blutuntersuchung ging schief - was tun?

Diskutiere Blutuntersuchung ging schief - was tun? im Krankheit/Kastrationsfragen Forum im Bereich Meerschweinchen; Hallo Zusammen, heute geht es mal wieder um meinen Opa Snape (8 Jahre alt). Kurz zur Vorgeschichte: Snape hat seit einigen Wochen stark an...

  1. #1 Guerkchen, 21.04.2015
    Guerkchen

    Guerkchen Schweinchen-Senior

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    Hallo Zusammen,

    heute geht es mal wieder um meinen Opa Snape (8 Jahre alt).

    Kurz zur Vorgeschichte:
    Snape hat seit einigen Wochen stark an Gewicht verloren (von 900g auf ca. 650g). Vor etwa 3 Wochen fiel uns dann auf, dass er Blut im Urin hat. Wir sind zum Tierarzt (wo wir ohnehin alle 2 Wochen hinmüssen, weil Snape auch noch einen Mammutzahn hat, der gekürzt werden muss) und Diagnose lautete: Blasenstein. Weil wir unserem TA die OP nicht zugetraut haben, sind wir nach Hannover in eine Tierklinik (kann ich sehr empfehlen), wo Snape der Blasenstein rausoperiert wurde. Er hat alles - trotz seines Alters - gut überstanden. Die OP ist jetzt 12 Tage her, seitdem war er richtig aufgeblüht und hüpfte wieder durch den Eigenbau.

    Leider hat er bis heute noch kein Gramm zugenommen (allerdings auch nicht weiter abgenommen). Am Fressen liegt es nicht: Snape hat alles gefuttert, was ihm vor die Nase kam. Wir füttern ihn zusätzlich täglich mit Päppelbrei und geben viel Dickmachergemüse (Fenchel&Co) und haben noch so ein spezielles Futter für ihn gekauft. In der Tierklinik meinten sie, wir sollen ihn mal auf Diabetes testen lassen, was wir bei unserem alten TA gestern auch gemacht haben, weil eh die Fäden gezogen werden mussten. Sie wollte ihm Blut aus dem Bein entnehmen - es kam aber nichts, daher brauchte sie mehrere Versuche (mit einer vergleichsweise sehr großen Nadel), bis sie einen Tropfen herauspressen konnte. Seitdem humpelt Snape und zieht sein Bein nach. Wenn er sich hinlegt, steht sein Bein ab. Er ist auch wieder aufgeplustert, bewegt sich kaum und schläft viel - ein Zeichen für mich, dass er Schmerzen hat. Ich wollte mich heute nach dem Testergebnis erkundigen - leider, so teilte man mir mit, sei das Blut auf dem Weg zum Labor geronnen und somit nicht verwertbar gewesen. Mein Freund ist jetzt stinksauer - nach allem, was Snape durchgemacht hat, wurden ihm unnötige Schmerzen zugefügt. Er will keinen zweiten Versuch.

    Fragen:
    - Welche Alternativen gibt es außer der Blutuntersuchung, um Diabetes bei einem Meerschweinchen festzustellen?
    - Falls es keine Alternative gibt: Wo kann einem Meerschweinchen am besten Blut abgenommen werden (Körperstelle)?
    - Welche Gründe könnte es noch haben, dass Snape nicht zunimmt (Käckelchen sehen übrigens normal aus)?
    - Kennt jemand einen guten TA im Raum Celle? Ich glaube, wir werden da nicht nochmal hingehen. Die TA ist zwar nett, scheint aber von Meerschweinchen nicht viel Ahnung zu haben.
     
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  3. Noel

    Noel Guest

    AW: Blutuntersuchung ging schief - was tun?

    Als erstes würde ich das Beinchen abklären lassen, was da los und evtl Röntgen lassen ob ein Bruch oder was ausgerenkt ist.

    Ich denk mir eher hat die Niere was ab, wenn er nicht zunimmt und er einen Blasenstein hatte.
     
  4. Muggel

    Muggel Chef der Muggelbande

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    AW: Blutuntersuchung ging schief - was tun?

    Ganz ehrlich? Ich würde Snape diesen Stress mit der Blutabnahme ersparen. In diesem Alter ist es eigentlich ganz normal das sie abnehmen, ist ja mit alten Menschen teils nicht anders.

    Das ihm das Beinchen weh tut ist eigentlich auch noch relativ normal. Er wird dort einen Bluterguss haben. Es gibt TÄ die können es und TÄ die können es einfach nicht.

    Ich würde ihm etwas Traumeel geben und evtl. noch VitB, falls bei der Blutabnahme ein Nerv getroffen wurde.

    Alles Gute dem Opi Snape!
     
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  5. Anima8

    Anima8 Schweinchen-Guru

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    AW: Blutuntersuchung ging schief - was tun?

    Glucose kann man auch mit einem Harnteststreifen testen.

    Ansonsten braucht man zur Blutzuckermessung ja wirklich nicht viel Blut, wenn der TA da ein Blutzuckertestgerät da hat reicht ein kleiner Tropfen, bei Katzen macht man das oft aus dem Ohr.

    Ich überlege ja fast im Fall einer nötigen Blutentnahme bei einem Schwein ne Kralle abschneiden zu lassen. Ist etwas gemein, aber da muss man das Schwein dann auf jeden Fall nicht lange stressen, weil man dann doch keine Vene findet...
    Und ob der TA das gut kann oder nicht weiß man ja leider oft erst hinterher.
     
  6. #5 Angelika, 21.04.2015
    Angelika

    Angelika Herr der Schweinchen

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    AW: Blutuntersuchung ging schief - was tun?

    Beim MS kann man den Tropfen Blut, den man für die BZ-Bestimmung braucht, aus einer Ohrvene nehmen - mehr braucht es nicht.

    Experimente mit Krallen würde ich nicht machen - ist für BZ absolut überflüssig. Und ich habe einmal erlebt, dass mehrere Versuche mit dem Kauter erforderlich waren, um die Blutung zu stoppen. Da ein MS nur ca. 60 ml Blut hat, ist das für mich keine akzeptable Methode, abgesehen davon, dass die Probe aller Wahrscheinlichkeit erheblich verunreinigt wäre.

    Leider regen sich manche MS bei der Blutentnahme am Bein so auf, dass das Blut schon auf dem Weg ins Röhrchen gerinnt (ich habe auch zwei solche Kandidaten hier sitzen - und ich habe hier in der Klinik wirklich Top-Leute!): Dann ist es halt so. Was diagnostisch nicht machbar ist, ist eben nicht nicht.

    Du könntest Snape einmal röntgen oder schallen lassen, um zu sehen, ob irgendwo ein Tumor sitzt, der den Stoffwechsel stört, und ob etwas Anderes als eine Zerrung für das Humpeln verantwortllich sein könnte.
     
  7. #6 Hermanns-Harem, 22.04.2015
    Hermanns-Harem

    Hermanns-Harem Schweinchen-Guru

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    AW: Blutuntersuchung ging schief - was tun?

    Mein Tinchen hat auch noch zwei Tage lang nach der Blutentnahme (Hinterbeinchen) gehumpelt. Lag aber an dem Bluterguss, der sich gebildet hat. Danach war alles wieder gut. Das war übrigens eine Spezialistin für Meerschweinchen, die hat das total toll gemacht und musste auch nur einmal stechen. Trotzdem ist das fürs Schweinchen schmerzhaft gewesen. Sie hat mir aber gleich gesagt, dass das Wutzi das Beinchen die nächsten Tage eventuell etwas schonen wird und ich mir keine Sorgen deshalb machen bräuchte.
     
  8. #7 hoppla, 22.04.2015
    Zuletzt bearbeitet: 22.04.2015
    hoppla

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    AW: Blutuntersuchung ging schief - was tun?

    Von 900g auf 650g innerhalb von ein paar Wochen findest du altersentsprechend normal?
    :verw:
    Man kann ja bzgl. Diagnostik seine Meinung haben und schauen, was noch zumutbar ist. Aber wenn innerhalb von ein paar Wochen 1/3 des Gewichts flöten gehen, ist das sicher nicht " das Alter".
    Edit: ( Siehe Edit im nächsten Post...Muddis Schlafmangel zermatscht das Gehirn - bitte mein Geschreibsel ignorieren...)

    @Gürkchen: Dem Schweinchen alles Gute! Mehr kann ich nicht beitragen, wurde ja schon vieles genannt ;) .

    Edit:
    Wir entscheiden bei alten Tieren immer mit der Tierärztin, was an Diagnostik noch zumutbar ist.
    Ob jetzt ein Ultraschall weniger Stress ist, als eine gekonnte Blutentnahme, wäre ja auch die Frage.
    Wir hatten jetzt auch eine alte Dame, die hatte massive Herzrhythmusstörungen ( da war kein einziger normaler Herzschlag) und eine zunehmende Lähmung in den Hinterbeinen. Röntgen etc. war auf grund ihrer Herzproblematik nicht mehr möglich - zuviel Stress. Wir haben sie dann gehen lassen, als sie sich immer schlechter bewegen konnte...

    Schaut einfach, wie es dem kleinen Kerl geht und was noch Sinn machen würde, ohne ihn zu sehr zu belasten. Im Zweifelsfall würde ich ihn ordentlich verwöhnen, mit Schmerzmitteln abdecken ( wegen dem Beinchen) und ihm so lange es ihm gut geht ein schönes Leben bereiten.
    Qualität vor Quantität.

    Vielleicht findest du ja nochmal einen guten Tierarzt, dem du vertrauen und alles besprechen kannst.
    Ansonsten kann es bei jedem medizinischem Eingriff zu Komplikationen kommen.
    Ich selbst finde es absolut bewundernswert, wie man bei so einem kleinen, behaartem Tier überhaupt ne Vene treffen kann...Ist ja selbst bei uns Menschen nicht immer ganz einfach. Gerade bei Senioren....
     
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  9. #8 Pepper Ann, 22.04.2015
    Pepper Ann

    Pepper Ann Ridgeback-Züchterin

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    AW: Blutuntersuchung ging schief - was tun?

    Dass dein Böckchen mit 8 Jahren nicht mehr zu nimmt, nach einer Krankheit ist normal. Das, denke ich, hat auch Muggel gemeint.
    Ich würde sagen so lange er sich wohl fühlt ist das Gewicht zweitrangig.
     
  10. hoppla

    hoppla Gebrauchtschweinbesitzer

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    AW: Blutuntersuchung ging schief - was tun?

    Die Nacht war zu kurz...
    Jetzt hab ich es auch verstanden....

    @Muggel: Sorry! Asche auf mein übernächtigtes Haupt...:blumen:
     
  11. Muggel

    Muggel Chef der Muggelbande

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    AW: Blutuntersuchung ging schief - was tun?

    Ja danke, das habe ich gemeint. Hab mich blöd ausgedrückt!

    Ich habe das mit den wenigen Wochen schon zur Kenntnis genommen, aber aufgrund der Blasengeschichte bin ich von dem Gewichtsverlust ausgegangen. Da sind schnell mal 1/3 des Gewichtes weg, vor allem wenn die Tiere schon älter sind. Sie nehmen dann meiner Erfahrung nach auch nicht mehr wirklich zu und dümpeln mehr oder weniger bei dem erreichten Gewicht rum.

    Eine Blutabnahme die ein TA nicht hinbekommt, würde ich dem Tier nicht mehr zumuten. Im Grunde ändert es nichts. Liegt eine Diabetes vor, muss man die Ernährung anpassen, das wiederum bedeutet aber das die Dickmacher die er ja dringend braucht nicht mehr so wirklich gut gefüttert werden können, weil sie einfach zu viel Kohlenhydrate/Zucker enthalten. Sicherlich würde man da einen guten Mittelweg finden, was die Ernährung angeht.

    Trinkt Snape denn übermäßig viel? Wie sieht seine Urinabgabe aus, ist die normal oder auch vermehrt? Frisst er denn wirklich viel und nimmt trotzdem ab? Wenn das alles nicht vorliegt, würde ich nicht auf eine Diabetes untersuchen lassen.
     
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  13. Muggel

    Muggel Chef der Muggelbande

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    AW: Blutuntersuchung ging schief - was tun?

    Kein Thema ;) Manchmal drücke ich mich aber auch total blöd aus, weil ich gedanklich der Meinung bin, das ihr ja wisst wie ich es meine :D
     
  14. #12 Guerkchen, 22.04.2015
    Guerkchen

    Guerkchen Schweinchen-Senior

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    AW: Blutuntersuchung ging schief - was tun?

    Hallo, vielen Dank für eure Antworten.

    Die Gewichtsabnahme kam tatsächlich durch den Blasenstein - der muss ihm ja viele Schmerzen bereitet haben. Den Mammutzahn darf man auch nicht vergessen, ich muss ihm z.B. das Gemüse in Streifen schneiden, sonst kann er es teilweise gar nicht essen, obwohl wir regelmäßig zum Zähnekürzen gehen.

    Mein TA macht das übrigens durch Abknipsen - ich hab mal gehört, die Methode sei veraltet. Stimmt das?

    Direkt nach der OP hat er mehr getrunken als sonst, das hielt ein paar Tage an. Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass er nach der Entfernung des Blasensteins ein ähnliches Gefühl hatte, wie wir Menschen bei einer Blasenentzündung und das vermehrte Trinken daher rührte. Er frisst wirklich viel - ich lege ihm Abends immer einen großen Haufen Gemüse hin und der ist bis zum Morgen weg (wir selektieren ihn nachts von der Rasselbande, damit er seine Ruhe hat). Ich sehe ihn auch sehr oft Wiesenheu mümmeln.
    Er hat außerdem eine leichte Augentrübung, die für Diabetes charakteristisch wäre. Die könnte allerdings auch mit seinem Alter zusammenhängen.

    Kann man die Diabetes auch Zuhause selbst feststellen? Wir könnten uns ein Blutzuckermessgerät kaufen, das wäre immer noch billiger als die Laboruntersuchung.

    Dem Bein geht es noch nicht besser - er läuft zwar, aber dann knickt das Bein so komisch ab - jetzt nicht im rechten Winkel, aber er belastet es nicht. Und heute morgen hat er lange an seinem Bein rumgeknabbert, also versucht, sich zu kratzen.

    Wir geben ihm jetzt schon länger kein Obst mehr. Durch das Spezialfutter wollten wir auch Getreide weglassen, allerdings mag er das nicht und hat danach sogar etwas abgenommen, daher geben wir ihm auch ein wenig handelsübliches Futter als Dickmacher, auch wenn ich weiß, dass das Getreide darin nicht unbedingt gesund ist. Das ist aber das einzige Trockenfutter, was er frisst.

    Ich habe ihm die letzten 2 Tage Metacam gegeben, das war noch von der OP übrig. Aber das kann ja keine Dauerlösung sein. Die ganze Situation ist wirklich ärgerlich - wir haben die letzten Wochen viel Stress gehabt und fast 600€ in das Schweinchen gesteckt und wollen jetzt nicht, dass er nach der überstandenen OP wegen einer popeligen Blutuntersuchung erneut Schmerzen hat.
     
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