Aus vollem Wohlbefinden....

Diskutiere Aus vollem Wohlbefinden.... im Krankheit/Kastrationsfragen Forum im Bereich Meerschweinchen; ....innerhalb etwa einer Dreiviertelstunde tot. Was war schuld? Eines meiner Weibchen (Rex, Grauaguti, geboren 1/2012), bisher nie krank und...

  1. #1 Murmelein, 09.01.2015
    Murmelein

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    ....innerhalb etwa einer Dreiviertelstunde tot. Was war schuld?

    Eines meiner Weibchen (Rex, Grauaguti, geboren 1/2012), bisher nie krank und vor allem auch die letzte Zeit völlig unauffällig in Gewicht, Verhalten, Fressen, Trinken ist heute mittag innerhalb kurzer Zeit gestorben. Am Vormittag habe ich sie zusammen mit zwei von den anderen auf dem Arm in den Garten getragen für einen Freilauf. Es hatte +8°C noch ohne viel Wind und ohne Regen. Bei einer Kontrolle etwas später lag das Rexmädel unter einem vertrauten Busch wie in gemütlicher Schlafposition eingerollt auf der Seite, lief aber nicht weg wie sonst beim Einfangen. Sie war komplett schlaff und schien sich nicht oder kaum bewegen zu können, wirkte aber wach. Habe sie sofort reingetragen und ins frische Heu gebettet. Sie hatte nur noch alle paar Sekunden Schnappatmung, reagierte noch mit Augenschluß bei Berührung am Augenwinkel. Aus Angst, sie könnte gelähmt, aber wach sein, habe ich sogar versucht, sie zu beatmen, und sie schien danach wieder ein paar regelmäßige Atemzüge zu machen, bei denen sich die Flanken leicht bewegten. Aber dann reagierte sie gar nicht mehr (auch der Lidschluß war nicht mehr zu provozieren), hörte auf zu atmen, und das Herzchen blieb stehen.

    Was war das?

    Ich bin in die Tierklinik mit ihrer Wurfschwester und zwei der anderen, die alle klinisch gesund waren. Alle fünf übrigen und die zwei Kaninchen, die ebenfalls draußen waren, sind wie immer. Es war nichts anders als sonst - nicht drinnen, nicht draußen im Garten. Sie sind ausgedehnten Freilauf im Sommer und stundenweisen Auslauf im Winter je nach Wetter gewöhnt, haben nichts anderes zu fressen bekommen oder erreichen können als sonst. Sie leben im Winter in der Diehle, wo ich sie im Blick habe, und zwischen den Jahren habe ich Zeit für "Schweinchen-TV" gehabt, ihnen also auf dem Boden sitzend beim Rumwuseln zugeschaut, und alles ist wie immer gewesen. Sie sind alle zutraulich, und ich fasse sie oft zum Streicheln an, sie fühlte sich noch beim heutigen Raustragen wie gewohnt an; Gewicht bei allen seit Monaten stabil. Sie hatten keinen Kontakt mit anderen Tieren, konnten sich also nicht mit was angesteckt haben. Im Garten hat sich nichts verändert, also gibt's keine neuen (eventuell giftigen) Pflanzen.

    Es passierte nichts bedrohliches, sie hatte auch keinerlei Verletzungen. Die anderen waren in keinster Weise aufgeregt oder gar verängstigt.

    In der Tierklinik hatte man auch keine Idee, was die Ursache bzw. der Grund für diesen plötzlichen Tod gewesen sein könnten. Eine Obduktion wäre natürlich möglich, aber nur begrenzt erfolgversprechend: Freitag abend verschickt könnte sie doch erst am Montag untersucht werden, und bis dahin würde trotz durchgehender Kühlung des Körperchens die Verwesung beginnen und Krankheitsspuren verwischen. Sie konnten mir nur den Tip geben, ein weiteres so rätselhaft gestorbenes Tier auf jeden Fall sezieren zu lassen, wenn die Untersuchung schneller möglich ist.

    Es ist also auf jeden Fall was plötzliches, "perakutes" gewesen. Da fallen mir eigentlich nur Schlaganfall und insbesondere Hirnblutung (zum Beispiel aus einem fehlgebildeten und schließlich gerissenem Blutgefäß) ein.

    Vergiftung wäre rein theoretisch möglich, aber erstens waren der Freilauf nichts besonderes und der Garten wie schon seit Jahren, zweitens haben die anderen nichts krankhaftes, und drinnen ist auch alles wie immer, es gibt keinen Zugang zu irgendwas giftigem.
    Eine Infektionskrankheit mit fulminantem Verlauf ist ebenfalls theoretisch denkbar - aber dann hätten andere ja auch krankwerden müssen.

    Hat jemand hier schon mal ähnliches erlebt? Fällt Euch irgendwas ein, was die Todesursache sein könnte?

    Es sind mir vor vielen Jahren ein Kaninchen und vor noch längerer Zeit ein Meerschweinchen ebenfalls aus völliger Gesundheit heraus jeweils an einem Status epilepticus, also einem nicht mehr aufhörenden Krampfanfall, gestorben, und dafür kam laut Tierarzt am ehesten eine Hirnblutung in Frage. Einen Anfall habe ich diesmal aber nicht gesehen oder vermutet, und das Weiblein lag tatsächlich einfach wie gemütlich zum Schlafen unter dem Busch hingekuschelt da, also in natürlicher Ruhehaltung.

    Es täte gut, aus dem schrecklichen Tod wenigstens irgendwas zum Nutzen der anderen Tiere zu lernen.
     
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  3. #2 Mottine, 09.01.2015
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    Erstmal: tut mir sehr leid, einfach schrecklich.

    Ich kann auch nur raten........weiß nicht, ob Meeries auch einen Schlaganfall (wie beim Menschen) bekommen können.
    Es könnte ein geplatzter Tumor gewesen sein. Milzriß zeigt ähnliche Symptome.
    Es könnte auch, hier ist es gerade sehr stürmisch etwas gewesen sein, das es erschrocken ist, panisch weggelaufen und dann noch blöde wo gegen gerannt.

    Ich hatte sowas noch nie.......also kann ich auch total in die falsche Richtung denken.
     
  4. #3 Murmelein, 10.01.2015
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    Danke, Mottine, die Anteilnahme tut gut.

    Nein, das Wetter kann nicht schuld sein - der Sturm ist erst später heftig geworden, und es kamen auch keine vielleicht erschreckenden Windböen. Theoretisch wäre natürlich eine Schädelhirnverletzung möglich (müßte man von außen ja nicht sehen), aber dafür hätte es einen Unfall gebraucht. Ebenso für den Riß einer gesunden Milz (mit der Folge einer inneren Verblutung). Auf einen Unfall gibt es aber so überhaupt keinen Hinweis, auch nicht im Verhalten der anderen.

    Geplatzter Tumor wäre natürlich denkbar so ähnlich wie ein gerissenes Gefäß.
    Ein Malignom oder eine Metastase davon, das/die Hirngewebe oder -gefäße zerstört haben, habe ich mir auch gedacht. Wäre wieder eine Ursache für einen Schlaganfall.

    Ein Tumor sonstwo im Körper wäre mir doch aufgefallen beim Anfassen/Hochheben/Tragen, denn er hätte ja schon größer gewesen sein müssen.... Und woher dann diese extreme Schlaffheit des Körpers wie eine komplette Lähmung (Tetraplegie)? Es war anders als Entkräftung.

    Sie konnte sich nicht mehr bewegen - allerdings muß sie vorher noch Zeit gehabt haben, sich so bequem hinzulegen, was zu einer sehr schnellen (aber nicht überfallartigen) Erschöpfung wie bei einer inneren Blutung (zum Beispiel im Bauch), aber natürlich wiederum auch zur Eintrübung (so ähnlich wie übergroße Müdigkeit) durch einen Schlaganfall paßt.

    Im Sommer ist mir ein (fünfjähriges) Schweinchen an einer plötzlichen Herzschwäche mit Erguß gestorben (bzw. mußte eingeschläfert werden). Er war ein Zahnpatient, hatte das aber so einigermaßen unter Kontrolle. Plötzlich lag er sehr schlaff und schwach da, und in der Tierklinik zeigten sich in Röntgen und Ultraschall eine Herzvergrößerung und ein Erguß im Herzbeutel; wir versuchten damals noch Entwässerung und Herzstärkung mit Medikamenten, aber am Folgetag ging es ihm nur schlechter. Seine Schlaffheit war anders als die des Weibchens jetzt - er war kraftlos, konnte sich aber noch bewegen, war also nicht gelähmt im neurologischen Sinn.

    Ganz, ganz theoretisch ist die Spekulation, sie könnte sowas wie Nervengift gefressen haben - aber dann müßte man annehmen, daß irgendjemand sowas in den Garten geschmissen hat, und wer sollte das wozu tun? Die Nachbarn hier außenrum ganz bestimmt nicht, da hat niemand was gegen uns oder die Tiere. Außerdem hätten dann die anderen auch krankwerden oder wenigstens geringe Symptome zeigen müssen.

    Es bleibt wohl ein Rätsel, am wahrscheinlichsten scheint mir immer noch der Schlaganfall (durch Hirngefäßblutung bzw. -verschluß oder einen Tumor bzw. die Metastase eines solchen). Leider weiß ich nichts über die leibliche Verwandtschaft des Schweinchens und seiner Schwester.

    Die Schwester, die anderen Schweinchen und die Kaninchen sind auch heute ok und waren so zwei Stunden draußen (mit 13°C und Wind ohne Regen), ohne daß es irgendwas besonderes gegeben hat. Die liebe Chefin der Bande fehlt halt....


    Nochmal die Frage an alle: Hat irgendjemand was ähnliches gehabt bzw. weiß oder hat noch Ideen, was das gewesen sein könnte?
     
  5. #4 Flora_sk, 10.01.2015
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    Es tut mir sehr leid, dass Dein Chef-Schwein so überraschend und unerklärbar gestorben ist. Ohne Obduktion bleibt das aber nur ein Rätselraten...

    Was mir am ehesten einfallen würde, wäre entweder ein Schock durch einen Angriff (Raubvogel, Marder, Katze), der zum Kreislaufversagen führte oder tatsächlich eine Verletzung durch eine Katzen-Krralle, z.B. direkt in den Brustraum/Lunge/Aorta, was zu inneren Blutungen führte, ohne dass man von aussen etwas sieht.

    Weshalb Du Innenhaltungs-Schweinchen mitten im Winter nach draussen setzt, kann ich nicht nachvollziehen, erklärt aber trotzdem einen plötzlichen Tod nicht ausser meine oben genannten Mutmassungen.
     
  6. #5 Schweinchen's Omi, 10.01.2015
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    Naja, "mitten im Winter" - wir haben draußen 10 Grad an den letzten Tagen. Das ist ja nicht, was man unter Winter versteht. Kein großer Unterschied zu den 16 Grad, die wir im August hatten...

    Wir erleben ja immer mal, dass ein abends noch munter bettelndes Schweinchen über Nacht gestorben ist. Da wird der Ablauf dann ähnlich gewesen sein und man kriegt es nur nicht mit.

    Es ist immer schlimm, wenn man sich neben aller Trauer auch noch Vorwürfe macht. Aber das ist sicherlich unnötig. Wenn es allen anderen gut geht, war es einfach Pech. Daneben-stehen hätte sicherlich auch nicht geholfen.
     
  7. #6 Mottine, 10.01.2015
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    Es braucht ja auch nur erschrocken sein und wo gegen gestoßen.......

    Eine gesunde Milz kann auch reißen.......vielleicht blöder Vergleich, versuche nur, zu erklären........Pflegling wurde von anderem Hund fast umgerannt. Tage später wurde Pflegling müde, kam nicht hoch.......absolut nicht normal!
    Ab in TK: Milzriß.

    Verdacht natürlich Tumor. War aber dann ein Bluterguß, der geplatzt war, der sich durch den Rempler gebildet hatte.
    Was ich nicht wußte: beim inneren Verbluten wird das Tier durch den Blutverlust nicht einfach müde und schläft dann für immer ein, sondern das Blut im Bauchraum führt zum Ersticken........wenn man langsam keine Luft mehr bekommt........Sauerstoff fehlt.......führt das dann auch zum Hirntod, weil nichts mehr versorgt wird.

    Aber wie gesagt, tut mir so leid, das Du das erleben mußtest! Schon schlimm genug.
     
  8. #7 RSMerlin, 10.01.2015
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    RSMerlin Highlander-Oberhaupt

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    "Etwas" reißen oder platzen kann auch (wenn vorhanden) unbemerkt, wenn man das Tier hochnimmt, zum raustragen. Ohne Obduktion wird es aber immer eine Spekulation bleiben.

    Mir tut es leid für dich. Ein junges Tier, so ohne Ankündigung... :mist:
     
  9. #8 Manu911, 10.01.2015
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    Manu911 Herr der Schweinchen

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    Ohweh aber das kann leider passieren.

    Schlaganfälle gibt es auch beim Meerschweinchen, habe selbst mal miterlebt bei Bekannten wie ein Meeri im Häuschen saß, Kopf draußen und am Gurke futtern war. Mitten beim Futtern fiel die Gurke aus dem Mäulchen, der Kopf auf die Gurke und das Tier war tot. Von 1 Sekunde auf die Andere. Da wurde damals geschaut was los war und es gab eine Blutung im Hirn.

    Bezüglich raussetzen. Das mit dem geringen Temperaturunterschied seh ich auch, jedoch würde ich zu bedenken geben, dass es im Winter ja zwischendurch doch auch kälter ist und diese Kälte steckt im Boden. Geht man im August bei 15 oder 18°C raus hat der Boden eine andere Grundtemperatur als im Winter bei 8°C wenn es z.B. nur wenige Tage vorher noch 0°C hatte. Wenn da mal ein Schweinchen bissl angeschlagen ist vom Immunsystem her könnte das schnell ne Blasenentzündung oder auch ne Erkältung geben. Die Erkältung weil der Temperaturunterschied von ggf. 24°C innen zu 15 oder 18°C doch geringer ist als zu 8°C.

    Meine dürfen ja auch raus auf den Balkon, allerdings öffne ich den Auslauf erst wenn der Boden nicht mehr zu kalt ist (auch wenn es sonst ggf. schon ein schöner Tag ist) und geschlossen wird im Herbst wenn es zu ungemütlich wird. Dazwischen können sie frei entscheiden ob drinnen oder draußen und es ist interessant zu sehen wie sie morgens durchs Rohr rausgehen, den Kopf ins Freie strecken und bei kühleren Temperaturen direkt noch im Rohr wieder umdrehen und sich lieber innen ins Heu kuscheln. Wenn es dann im Laufe des Vormittags wärmer wird gehen sie dann aber wieder raus. Meine sind also eher Frostbeulen :)
     
  10. #9 Flora_sk, 11.01.2015
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    Der Monat Januar bedeutet in der Nord-Halbkugel "mitten im Winter", daran gibt es nichts zu rütteln.
    Diese 8 oder 10 Grad, von denen Ihr redet, gelten für die Luft-Temperatur, nicht für den Boden. Vor wenigen Tagen herrschten in unseren Breitengraden noch zweistellige Minus-Grade, d.h. der Boden ist noch immer tief durchgefroren und eiskalt, nur grad die obersten Schichten sind aufgetaut.

    Gemäss dieser Beschreibung waren die Schweinchen frei im Garten, nicht in einem gesicherten Gehege. Deshalb gehe ich von einem Angriff aus als erste Vermutung, aber wie gesagt, ohne Obduktion kann das wohl niemand beantworten. Wir können nur mutmassen.
    Wenn sie eine Dreiviertelstunde unbeweglich auf dem Boden sass, wieso auch immer (Angststarre nach Flucht, Verletzung, Herz- /Hirnschlag, etc.), wurde sie dadurch blitzschnell total unterkühlt, so dass der Kreislauf versagte. Vielleicht wäre sie so oder so nicht mehr zu retten gewesen, wie gesagt, wir können nur mutmassen.

    Ich würde Dir dazu raten, solche "Winter-Ausläufe" frei im Garten bleiben zu lassen.
     
    Snow-Snow gefällt das.
  11. #10 Snow-Snow, 11.01.2015
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    Ich muss flora voll und ganz zustimmen.
    Wohnungstiere gehören in dieser Jahreszeit nicht nach draußen.
    Wie warm ist es denn in der Diele in der sie stehen?
    Wie lange waren sie draußen?
    Haben sie druaßen auch die Möglichkeit warme, von unten isolierte Orte aufzusuchen?

    Das Tier kann sich aufgrund einer Kleinigkeit nicht wohl gefühlt haben und hatte liegend auf dem kalten Boden (und der ist kalt!) keine Möglichkeit sich warm zu halten. Meerschweinchen bekommen kein Winterfell sondern legen sich eine Fettschicht an die sie im Winter gut isoliert. Hat man die Tiere eine große Zeit drinnen tun sie das nicht und kühlen draußen umso schneller aus.

    Es ist wirklich schade das dir von der Sektion so abgeraten wurde. Viele Institute arbeiten auch Samstags und bei entsprechender lagerung kann dennoch sehr viel untersucht werden. Bakterien, Viren und Organschäden verschwinden nicht übers Wochenende.
    Die Ganzen Spekulationen wären also hinfällig. Plötzliche Todesfälle hat wohl jeder von uns schonmal erlebt, aber ohne Sektion wird man sich ewig fragen was da los war.
     
  12. #11 Mira, 11.01.2015
    Zuletzt bearbeitet: 11.01.2015
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    Erst mal mein Beileid zum Tod deines Schweinchens.

    Ja, mir ist schon mal ein Schweinchen sehr plötzlich gestorben, auf dem Behandlungstisch eines TAs während einer Zahnkontrolle. Das Schweini erlitt einen Herzstillstand, es war noch keine zwei Jahre alt ...

    Woran dein Schweinchen starb, wird sich nie klären lassen. Mögliche Ursachen wurden schon verschiedene genannt, aber das hilft dir nicht weiter.

    Nichtsdestotrotz würde ich dir auch empfehlen, den winterlichen Ausgang für deine Innenhaltungsschweinchen zu streichen.

    Auch wenn das Wetter derzeit Kapriolen schlägt und es bisweilen sehr mild ist - vor ca. 2 Wochen -11 °C, gestern Mittag +15 °C und heute Morgen Schnee, jetzt wieder Sonne -, es ist nun mal Winter und wird es auch noch eine ganze Weile bleiben. Der nächste Frühling kommt bestimmt, aber bis auch die Bodentemperaturen für einen Schweinchenfreigang tauglich sind, dauert es noch etwas.
     
  13. #12 Murmelein, 11.01.2015
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    Vielen Dank an alle für Mitgefühl und Ideen. Die Kleine fehlt mir natürlich sehr; die anderen Schweinchen wirken etwas ruhiger als sonst, vielleicht vermissen sie sie auch.....

    Macht Euch keine Sorgen von wegen des Winterauslaufs. Ich habe darüber nur das für meine Frage wesentliche geschrieben, nicht aber die geschützte Lage dieses Viertels und die Unterstände im Garten usw. erwähnt. Jedenfalls achte ich schon darauf, daß sie nur rausgehen, wenn das Wetter paßt, und als Indiz dafür, daß es ihnen nicht zu kalt wird, werte ich, daß Pfoten und Ohren beim Reinholen immer gut warm sind. Heute zum Beispiel bringen stürmische kalte Böen immer wieder Graupel mit, also kein Wetter zum Schweinevordietüreschicken. Das ist aber wirklich nur ein Nebenthema, deswegen soll's damit genug sein.

    Das gestorbene Weibchen war weniger als eine Dreiviertelstunde draußen, das habe ich vielleicht mißverständlich formuliert. Die Angabe bezieht sich auf die Zeit zwischen Auffinden und Tod. Ich habe sie ja sofort reingebracht, als ich sie gefunden habe.

    Tja, vielleicht hätte ich die Obduktion doch machen lassen sollen, auch wenn die Tierärztin nur eine Chance von maximal halbe-halbe sah, daß etwas rauskommt dabei.

    Mottine, der Bericht vom Hämatom beim angerempelten Hund ist interessant. Natürlich ist theoretisch ein Unfall möglich - unsereins kann selbst auf einer schon tausendmal rauf- und runtergerannten Treppe mal hinfallen, und einem Tier kann das sicher auch passieren. Aber es gibt halt überhaupt keinen Hinweis auf einen Sturz oder so.

    RSMerlin, natürlich gibt es unendlich viele sogenannte Gelegenheitsursachen. Die Wahrscheinlichkeit, daß das reine Hochheben oder Tragen auf dem Arm ein solcher Auslöser war, erscheint nur sehr gering. Meine Tiere sind es gewöhnt und nehmen es gelassen, also ohne ängstliches Zappeln und dergleichen.

    Mira, wie sah der plötzliche Herztod aus? Hat es panische Angst gehabt und ist einfach so umgefallen und war weg? Oder gab es noch irgendwelche Krankheitssymptome?
    Muß auf jeden Fall schrecklich für Dich gewesen sein.

    Snow-Snow, gerade das ist immer noch meine Frage, ob ob jemand so plötzliche Todesfälle schon erlebt hat und vielleicht etwas über die Ursache erfahren konnte. Ich hatte das nämlich bisher noch nie so völlig unerwartet. Ich bin erfahren im Meerschweinchenbeobachten und Schlüssedarausziehen. Das schockierende war genau das, daß es da nichts, gar nichts als potentielle Warnung gab.
    Kannst Du konkrete Adressen von Pathologieinstituten mit Wochenendarbeit nennen?

    Nochmal danke für die Beiträge und etwaige ähnliche Krankheitsgeschichten.
    Bitte nicht irritiert sein, wenn meine nächste Antwort ein paar Tage dauert, denn ich bin die nächsten Tage vermutlich nicht oft im Internet.
     
  14. #13 Flora_sk, 11.01.2015
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    Aber im Winter kann für Innenhaltungs-Schweinchen(?) das Wetter halt beim besten Willen nicht "passen", geschützte Lage hin oder her.
    Bitte denk nicht menschlich, sondern schweinisch... Meerschweinchen bewegen sich ausschliesslich am Boden, da nützt ihnen eine Luft-Temperatur von 8 oder 10 Grad gar nichts, wenn der Boden durch tagelangen Frost vorher gefroren war. Direkt am Boden ist die Temperatur dann 0 - 1 Grad, nicht 10 Grad wie die Luft.
    Auch Unterstände nützen nichts im Winter, denn damit sitzen sie ebenfalls auf dem eiskalten Boden. Aussenhaltungs-Schweinchen bauen eine sog. "braune Fettschicht" auf, welche sie vor Kälte schützt. Aber auch sie brauchen natürlich isolierten Boden, um darauf sitzen zu können. Unterstände sind im Sommer super, im Winter untauglich.

    Ich will damit nicht sagen, dass das Schweinchen wegen 0 Grad Kälte am Boden gestorben ist. Das kann niemand sagen ohne Obduktion (und vielleicht nicht einmal dann).
    Mir geht es nur darum, das Risiko zu minimieren mit dieser unbedachten Winter-Haltung. Du willst damit den Schweinchen ja nur etwas Gutes tun, berücksichtigst aber offenbar dabei die klimatischen Bedingungen zu wenig.
    Von der Bedrohung durch Katzen, Raubvögel oder Marder schon mal gar nicht zu reden. Auch diese wird häufig unterschätzt, bis dann halt trotzdem mal ein Unfall passiert. Vielleicht wurde sie belauert von einer Katze oder Marder und musste daher viel zu lange unbeweglich unter diesem Gebüsch hocken bleiben (bei 0 Grad Boden-Temperatur). Aber das sind alles nur Vermutungen.

    Ja, so plötzliche Todesfälle kennt wohl jeder langjährige Halter.
    Ich selber habe vor ca. 20 Jahren ein Kaninchen obduzieren lassen, das am Abend noch munter war, am andern Morgen tot im Gehege lag. Das Ergebnis der Obduktion war eine "verkalkte Niere." Damals fütterte ich aber noch falsch, hatte kein Internet und wusste zu wenig über den Kalzium-Stoffwechsel von Kaninchen und Meerschweinchen.
    Auch seither habe ich aber schon von Obduktions-Berichten gehört, dass die Organe sozusagen "verkalkt" waren (Meerschweinchen und Kaninchen). Das kommt von diesem verflixten Kalzium-Stoffwechsel, den die Nager haben, kann aber mit entsprechender Fütterung reguliert werden.

    Andere plötzliche, unerwartete Todesfälle erlebte ich nur etwa 1 - 2-mal, bei denen ich wirklich völlig überrumpelt war, weil es Tiere betraf, die top-gesund, kugelrund, vergnügt und aktiv waren. Dabei habe ich dann auch einen plötzlichen Herztod vermutet, habe das aber nicht abklären lassen. Geplatzte Tumoren, Hirn-Blutungen, etc. wurden ja alle schon genannt.

    In der Regel merkt und spürt man, wenn ein Schweinchen langsam abbaut und es wohl dem Ende entgegen geht. Da ich ein Altersheim betreibe, sehe ich das halt an sehr vielen alten Schweinchen.
     
  15. #14 Murmelein, 16.01.2015
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    AW: Aus vollem Wohlbefinden....

    So, bin endlich auch wieder mal da.
    Flora, danke für den Bericht von den "verkalkten" Organen. Das könnte natürlich selbst ohne Fütterfehler mal passieren, wenn ein Tier ein unerkanntes Stoffwechselproblem hat. Offensichtlich kann sowas dann ja plötzlich ohne Vorzeichen zum Tod führen, wie Du es bei dem Kaninchen erlebt hast.

    Es war genauso wie Du schreibst - eben noch "kugelrund, vergnügt und aktiv", dann tot.
    Ich habe schon so oft erlebt und beobachtet, wie meine Schweinchen alt und manche krank wurden - da war der Tod absehbar wenn auch natürlich der Abschied trotzdem schlimm.

    Aber das jetzt.... Ich halte aus Erfahrung und Ortskenntnis immer noch einen Unfall für ganz extrem unwahrscheinlich, die Temperatur lag bei fast 10°C auch am Boden, die Unterstände haben einen warmen bzw. isolierenden Boden, und bei nochmaligem Durchgehen der Aktionen an dem Tag kann das gestorbene Weiblein nicht mehr als eine halbe Stunde draußengewesen sein.
    Das wahrscheinlichste bleiben wohl doch eine Hirnblutung oder ein Herzinfarkt, und ich nehme aus der Diskussion mit, bei einem nächstenmal (das hoffentlich nicht passiert!) auf jeden Fall eine Obduktion machen zu lassen, auch wenn ein genaues Ergebnis davon nicht sicher ist.

    Die anderen sind in der Woche seither ganz gesund und aktiv geblieben (das Zahnproblem bei dem anderen Weibchen ist ebenfalls erledigt), also muß man nichts ansteckendes vermuten. Sie karteln die Nachfolge der Chefin aus, für deren Rolle sich aber nur eine wirklich interessiert (und der Kastrat jedenfalls nicht).

    Auf jeden Fall allen danke für Eure Beiträge. Und wenn jemandem noch was einfällt, bitte her damit.
     
  16. #15 Murmelein, 14.05.2015
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    ......der Vollständigkeit halber zum Schluß: Vor einer Woche ist mit genau solchen Symptomen - volles Wohlbefinden, dann stilliegen, schlaffwerden und Tod innerhalb von diesmal nur 20 min auf dem Weg in die Tierklinik - ein anderes ebenfalls auf den Monat 3jähriges Weibchen (Sheltie, nicht verwandt mit der Rexdame vom Januar) gestorben. Sie wurde obduziert, und herauskam, daß sie einen bösartigen Tumor an der Milz (ein Sarkom) hatte. Er ist malignomtypisch schnell unbemerkt gewachsen, und dann ist plötzlich und ohne äußeren Anlaß ein Gefäß gerissen (die Milz wird intensiv durchblutet und ebenso das Sarkom darin), woran das Schweinchen schnell innerlich verblutete. Sie haben auch Nieren, Leber, Darm, Lunge und Herz untersucht - alles gesund. Außerdem kein Hinweis auf Verletzung oder Vergiftung.

    Das paßt zu meiner Vermutung, daß das Schweinchen im Januar auch an einer inneren Blutung gestorben ist. Sarkome speziell in der Milz sind laut Tierklinik nicht ganz selten, aber genaue Zahlen gibt es nicht, weil zu wenige Meerschweinchen nach ihrem Tod untersucht werden, um die Todesursache eindeutig herauszufinden.

    Einen Zusammenhang zwischen den beiden Fällen gebe es nicht, zumindest das Sheltiemädchen hatte nichts ansteckendes.
    Die anderen sind fit und gesund.

    Es ist immer noch traurig, aber immerhin sind Freilauf und Gartenpflanzen oder eine Gefahr von außen nicht schuld.
     
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  18. #16 B-Tina :-), 15.05.2015
    B-Tina :-)

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    AW: Aus vollem Wohlbefinden....

    Tut mir sehr leid für Dich. :troest:
    Aber vielen Dank für die Information, ich finde das so wichtig.

    Gute Reise, kleine Wutz, lass es dir auf der Regenbogenwiese gut gehen :angel:
     
  19. #17 Murmelein, 18.05.2015
    Murmelein

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    AW: Aus vollem Wohlbefinden....

    Liebe B-Tina,
    danke für Deine mitfühlenden Zeilen. Ich wünsche meinen Süßen auch, daß sie es sich gutgehen lassen im Schweinchenhimmel und nie mehr leiden müssen. Mir hilft es, soviel wie möglich über Krankheiten und Todesursachen zu erfahren in der Hoffnung, daß das Wissen irgendwann nützlich für andere Meerschweinchen und deren Krankenbehandlung ist.
    Die anderen sind glücklicherweise kerngesund und bleiben es hoffentlich noch ganzganz lange.
     
Thema:

Aus vollem Wohlbefinden....

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