Arthrose und "Bettlägrigkeit"

Diskutiere Arthrose und "Bettlägrigkeit" im Krankheit/Kastrationsfragen Forum im Bereich Meerschweinchen; Hallo ihr Lieben meine kleine Mulli hat vor ca. 3 Monaten die Diagnose Arthrose bekommen, ist nun schon stolze 7 Jahre und 8 Monate... (Einige...

  1. #1 A-p-i-z, 21.08.2011
    A-p-i-z

    A-p-i-z Guest

    Hallo ihr Lieben

    meine kleine Mulli hat vor ca. 3 Monaten die Diagnose Arthrose bekommen, ist nun schon stolze 7 Jahre und 8 Monate... (Einige kennen ja schon die Storry)

    Zeitweise bin ich hin und hergerissen, ob Mulli noch ein schönes Leben hat :uhh:

    Einerseits ist sie noch fit, frisst und ihre Augen sagen auch noch nicht dass sie nicht mehr leben möchte. Allerdings hat sie Phasen in denen sie nur liegt, und sich kaum bewegt (dementsprechend hat sie auch manchmal Schwierigkeiten beim aufstehen), ebenfalls hat sie am den Vorderpfoten kleine "Rufen", weil sie ja hinten wegen der Arthrose entlasten muss. Ach... mir tut sie leid, aber ihre Augen machen mir Hoffnung, dass sie noch kämpfen will. Ist echt schwer, manchmal wünschte ich sie könnte sprechen, damit sie mir wenigstens sagen kann, wenn sie nicht mehr möchte/kann, damit ich sie erlösen kann und sie nicht leidet.

    Ihr Gewicht ist seit Juni sogar wieder von 950 auf 980 rauf, also auch stabil, und noch ein schönes Gewicht für ihr Alter. Zwischendurch hat sie immer mal wieder leichten Durchfall, allerdings habe ich deshalb immer BB, CC und Vitamin B zu Hause, das bekommt sie dann sofort bei den geringsten Anzeichen von Durchfall.

    Die Pfoten und den Po wasche ich regelmäßig und Creme alles ein (Po ist ja schon lange wegen leichter "Blasenschwäche" etwas unsauben, lt. TA drückt die Arthrose auf Nerven, dass dann häufiges tröpfeln verursacht).

    Es ist manchmal echt auch eine Belastung für mich sie so zu sehen, aber ich LIEBE die kleine Maus - was man nicht alles auf sich nimmt für so ein Tierchen :heart:

    Vielleicht hat mir ja noch jemand ein paar Tipps und Tricks für die Pflege von "Bettlägrigen" Schweinchen.

    Liebe Grüße
    Steffi
     
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  3. #2 bibbili, 21.08.2011
    bibbili

    bibbili Guest

    Bekommt sie nichts gegen die Schmerzen...
     
  4. #3 A-p-i-z, 21.08.2011
    A-p-i-z

    A-p-i-z Guest

    Doch, sie bekommt täglich Zeel und Schmerzmittel...
     
  5. #4 Noodles, 22.08.2011
    Noodles

    Noodles Guest

    Das ist alles?
    Ich würde dem Schwein täglich Cortison ( Prednisolon ) geben, besonders in dem Alter.
    Das haben bei uns bisher alle Arthrose-Schweine gekriegt und es ging ihnen merklich besser.
     
  6. #5 Mrs. Mäc, 22.08.2011
    Mrs. Mäc

    Mrs. Mäc Guest

    Hi Steffi,

    unser Kasimir (wird demnächst 8) hat auch u.a. Arthrose. Er bekommt jeden Tag, morgens & abends, Metacam (Schmerzmittel, auch entzündungshemmend), seit fast 1 Jahr.

    Ohne Metacam sind seine Schmerzen dermassen offensichtlich, dass es bei mir schon weh tut. :uhh:

    Neulich hat Kasi sein Metacam einmal später als sonst bekommen. Der arme kerl hat sich nur versteckt (wie früher, bevor wir wussten, dass er Arthrose hat) und konnte sich kaum bewegen. Metacam + 20 Minuten = hungriges Schweinchen, das nach FRÜHSTÜCK! ruft. :-)

    Wir haben auch homöopatischen Sachen ausprobiert, aber sie helfen Kasi leider nicht, auch wenn ich selber Fan von bin.:rolleyes:

    Ausserdem schläft Kasi am liebsten in Kuschelbetten; egal, ob selbstgemacht oder die schönen Lammfellimitat-Betten von Trixie. Wenn er geschlafen hat ist er nachher "steif" und muss sich zuerst mobilisieren. Das scheint viel besser zu funktionieren wenn er auf Stoff liegt, weil er sich besser stutzen kann.

    Es klingt als ob Mulli es richtig gut bei Dir hat! Nicht jeder würde seine Fellnasen putzen und eincremen. :blumen:

    Das Mulli nicht "sprechen" kann, ist unwichtig. Du wirst schon merken, wenn (falls) sie keine Lebenslust mehr hat.

    Kasimir hat auch Krebs. Es sind viel zuviele Knubbeln, um sie zu entfernen. Ausserdem hat er keine Schneidezähne unten. Sein Frischfutter muss in Sticks bzw. Streifen geschnippelt werden und man muss ihm dabei helfen, das Futter ins Mäulchen zu kriegen. Mampfen kann er selber, aber ohne untere Zähne kann er die Zunge nicht richtig kontrollieren and kann die Futterstücke schlecht selber reinkriegen. Was man alles so macht, für die Fellnasen...:rofl:

    Liebe Grüße,
    Karen
     
  7. #6 A-p-i-z, 22.08.2011
    A-p-i-z

    A-p-i-z Guest

    Cortison? Das ist doch ein Entzündungshammer, was soll der denn bei Arthrose bewirken!? Und das Schmerzmittel ist doch auch schon Entzündungshemmend. Bin auch nicht so der Fan von so "derben" Medis...

    Hallo Karen,

    naja, Mulli hat Anfänglich auch mehr Schmerzmittel bekommen, mein TA meinte ich solle versuchen die Dosis zu reduzieren, wenn irgend wie möglich, da es zu Durchfall führen kann. Aktuell bekommt sie 1/4 der Anfangsdosis. Ich werde diese dann doch wieder steigern, dann geht es ihr vielleicht auch wieder besser.

    Hier habe ich natürlich Panik, weil Mulli letztes Jahr fast an 6-wöchigem Durchfall gestorben wäre; Damals hatte sie nur noch mikrige 630g, irgendwann dann auch noch lahme Hinterbeinchen, wegen akutem Vitaminmangel; Es ist bis heute auch unklar, was das für ein Durchfall war, Kotprobe, Röbi´s Ultraschall, Zähne und was man damals noch so alles untersucht hat war immer unauffällig. Und ich musste die kleine täglich mit zur Arbeit nehmen, damit ich päppeln konnte - arbeite, Gott sei dank, in einem sehr Tierlieben Betrieb, da wird sowas nicht nur tolleriert, sondern es "beten" auch alle Kollegen und Vorgesetzten mit... :einv:

    Homöopatisches: Mulli bekommt/bekam regelmäßig Magnetfeldtherapie, habe hier ein Gerät von meinen Papa bekommen (der baut sowas für ne Firma). Allerdings hat sie sich bei der letzten Behandlung nebenher geputzt, und bekam dann einen "Krampfanfall" sie hat dann die Augen verdreht und total schlimm gezuckt - ich dachte sie stirbt, daher mache ich momentan hier etwas Pause, da ich auch etwas Angst habe (wobei sie sonst die Behandlungen immer genossen hat).
    Habe mich auch zeitweiße mit kolloidalem Gold beschäftigt, allerdings habe ich hier kaum Infos bekommen, und es gibt auch in meiner Gegend keinen TA, der sich mit sowas auskennt, und ich möchte nicht einfach irgendwas herumprobieren...

    Ja Mulli wird von mir richtig umsorgt und verwöhnt, natürlich auch alle anderen Schweinchen, aber zu Mulli habe ich eine viel engere Bindung (Ich gebe zu, sie ist mein Lieblingsschweinchen), und ich würde alles für sie tun. Sie ist für mich mein Sonnenaufgang, denn jedes mal, wenn ich glaubte dass ich sie jetzt los lassen muss, dann hat sie mir das Gegenteil bewießen...

    Aber dein Kasimir wird ja scheinbar auch ganz toll gepflegt. Und der Kleine ist ja noch schlimmer dran ohne Zähne und Krebs... Wünsche ihm auch alles Gute! :daumen:

    Liebe Grüße
    Steffi
     
  8. #7 Noodles, 23.08.2011
    Noodles

    Noodles Guest

    Cortison ist ein Hormon, das entzündungshemmend und schmerzstillend wirkt.
    Gerade bei Arthrose ist es sehr wirksam und ab einem gewissen Stadium, das einzige Mittel, das Linderung bringen kann.
    Zum Glück sieht unsere Tierärztin das genauso, so dass wir schon ein paar Tieren damit helfen konnten.
    Wenn du kein Fan von " derben " Medikamenten bist ist das OK, aber du solltest dabei an das Tier denken, das Schmerzen hat.
    Und auch nicht alle Schauermärchen über die Nebenwirkungen von Cortison glauben, wir haben da bei keinem Schwein etwas bemerkt.
    Abgesehen davon ist dein Tier in einem Alter, bei dem man Langzeitschäden sowieso ausschließen kann.
     
  9. misfit

    misfit in jeder Hinsicht ein

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    Was für ein Schmwerzmittel?

    Das andere Mittel kannst du vergessen. Das gibt dir zwar das Gefühl, etwas zu tun, hilft aber dem Schwein nicht. Cortison wäre durchaus eine Alternative. In diesem Stadium würde ich Medikamente auf jeden Fall auch unabhängig von eventuelle Spätschäden geben. Hauptsache, es hilft.

    Letztlich hat jeder da eine eigene Einschätzung, aber ich lasse eigentlich kein Tier einschläfern, dass noch frißt und wenigstens versucht, sich zu putzen (Hilfe gebe ich dabei gerne). Diese Verhaltensweisen signalisieren für mich einen gewissen Lebenswillen beim Tier. Tiere sind nicht so wie Menschen, wenn es nicht mehr geht, geben sie irgendwie eher auf und fressen z.B. nicht ehr.
     
  10. #9 Angie-Tom, 23.08.2011
    Angie-Tom

    Angie-Tom Guest

    Mit Hyaluronsäurepräparaten kann man Arthrose gut aufhalten.
    Es wird quasi als Gelenkschmniere mit eingebaut.
    Gebe hier Hyalutidin DC für Hunde - wirkt super.
    Hatte anfangs auch Metacam gegeben wegen Kniearthrose, konnte ich aber nach 1 Woche schinauf Traumeel umstellen. Traumeel (Ampullenlösung) und Hyalutidin bekommen meine Arthroseschweine täglich.
    Kein Humpeln mehr. Gebe ich schin 1 Jahr in etwa.
     
  11. #10 A-p-i-z, 23.08.2011
    A-p-i-z

    A-p-i-z Guest

    Mulli bekommt Rheumocum. Und wie geschrieben, mir wurde empfohlen die Dosierung möglichst zu reduzieren, daher bekommt sie auch nur ganz wenig. Schreibe ich jetzt hier nicht, da das ja sowieso entfernt wird. Aktuell steigere ich die Dosis jetzt wieder, und wenn es dann nicht besser wird, dann kann ich auch noch andere Medis dazu geben.

    Ich habe nix gegen Medikamente. Es geht mir auch nicht um "Spätfolgen", sondern darum, ob sie es aktuell verträgt. Mulli war schon immer sehr sensiebel, und bekommt sehr schnell Durchfall. Und da Cortison auch das Immunsystem schwächen kann habe ich bedenken, dass sie noch eher Durchfall bekommt. Sie wäre letztes Jahr fast daran getorben...

    Ich würde alles versuchen und tun, damit sie keine Schmerzen hat, aber einen noch früheren Tod durch sowas wie Durchfall kann und werde ich nicht riskieren. Selbst von den aktuellen Medis bekommt sie regelmäßig ganz leichten Durchfall, das habe ich aber aktuell noch ganz gut im Griff...

    Liebe Grüße
    Steffi
     
  12. #11 A-p-i-z, 26.08.2011
    A-p-i-z

    A-p-i-z Guest

    Mulli wird nicht mehr laufen können...

    Hallo,

    war heute noch mal beim TA...

    Der Grund warum Mulli kaum noch aufsteht sind langsam steif werdende Hinterbeine :schreien: Also hat das nix mit schmerzen zu tun, demensprechend würden andere Schmerzmittel leider auch nix daran ändern.

    Das heißt, sie wird langfristig gesehen nicht mehr laufen können, heißt für mich sehr viel Pflegeaufwand. Da sie teilweiße nicht mal mehr zum pinkeln aufsteht muss ich sie dementsprechend täglich sauber machen bzw. Baden, und eincremen.

    Die "Rufen" an den Vorderpfoten kommen wie ich schon geahnt habe von der falschen Belastung. auch diese sollten täglich eingecremt werden...

    Trotz dieser Tatsache hat er gemeint (der Meinung bin ich auch) dass sie noch leben möchte, da sie frisst, sehr munter und aktiv ist (zumindest die vordere Hälfte von ihr) und für ihr alter ein super Gewicht hat (aktuell wegen dem leichten Durchfall, der wieder am abklingen ist 906g).

    Oh man - wenn ich ihr irgendwie helfen könnte, das ihre Beine so könnten wie sie gern möchte, ich würde es sofort tun...

    Ich finde es so ungerecht, das so ein lebensfrohes Schweinchen so bestraft werden muss... :mist:

    Naja, vielleicht hat ja noch wer Erfahrungen, mit lahmen Schweinchen, der mir noch den ein oder anderen Tipp geben kann, um ihr die verbleibende Zeit so angenehm wie möglich zu machen...

    Liebe Grüße
    Steffi
     
  13. pfesel

    pfesel Schweinchen-Guru

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    Tipps hab ich keine. Du machst alles, was ich auch mache...
    Aber ich will erwähnen, dass du Lupos Geschichte erzählst.
    Gleiches Alter ( 7 Jahre 5 Montate ) , gleiches Leiden ( Arthrose, Versteifung der Glieder ), ... etc. :ungl:

    Ich fühle mit euch. :bussi:

    Anja
     
  14. #13 A-p-i-z, 26.08.2011
    A-p-i-z

    A-p-i-z Guest

    Echt?

    Wie lange läuft denn dein Lupo schon nicht mehr richtig, oder kann er garnicht mehr laufen? Hatte dein Lupo auch schon mal so ne Art Krampfanfall? Mulli hat schon zwei mal richtig gekrampft (einmal kurz nach der Diagnose und jetzt vor ca. 3 Wochen); Äußerte sich durch starkes zucken, "verrenkungen" und verdrehen der Augen - habe sie dann immer ganz behutsam gestreichelt, weil ich dachte, das sie mich verlässt, danach ist sie immer aufgestanden, hat sich geschüttelt, und so getan, als ob nix gewesen wäre...

    Bei Mulli scheint alles wie im Zeitraffer abzulaufen. Ich habe vor knapp 3-4 Monaten die Diagnose Arthrose bekommen, und jetzt fängts schon an mit dem lahmen. Muss dazu sagen, dass sie wohl lange die Schmerzen unterdrückt hat, das die TÄ damals meinte, sie hätte noch nie so dolle Arthrose bei nem Schweinchen gesehen; Und sie war verwundert, dass Mulli nicht schon vorher irgendwie auffällig war...

    Liebe Grüße und auch alles Gute für deinen Lupo, und dir viel Kraft
    Steffi
     
  15. #14 Fränzi, 26.08.2011
    Fränzi

    Fränzi Guest

    Da kann ich mich auch anschliessen... Nelly, 7 Jahre alt, aber erst seit knapp 4 Wochen bei mir.
    Sie liegt immer leicht seitlich weggekippt, wirklich rennen kann sie nicht mehr. Ab und zu hoppelt oder "fröschelt" sie noch durchs Gehege.

    Für sie war es besonders kritisch, weil sie ja neu zu mir kam und in eine der Altersgruppen eingegliedert werden musste. Das ist dann doppelt schwierig, wenn man so ein behindertes Schweinchen vergesellschaften muss.

    Ich habe die Gitter-Methode angewendet und das Gitter dann 10 Min. während der Fütterung, dann eine halbe Stunde, dann 1 - 2 Std. usw. weggenommen.

    Die anderen waren sehr sozial, nur die Rangtiefste wollte sie am Anfang jagen ("Hurra, endlich habe ich ein schwächeres Mitglied gefunden, das ich plagen kann..."), aber das hat sich völlig gelegt.

    Trotzdem setze ich sie noch immer über Nacht unters Gitter, damit sie genügend frisst und von den andern nicht über den Haufen gerannt wird. Sie trampeln auch völlig ungerührt über sie hinweg, weil sie natürlich liegenbleibt, wenn die andern daher gerannt kommen.

    Sie ist aber noch immer interessiert und aktiv und hält ihr Gewicht stabil.

    Sie bekommt Metacam und Glucosamin, nur habe ich keine Illusionen, dass sich an ihrer Arthrose noch etwas verbessern könnte. Die ist schon lange chronisch, da gibt es nichts mehr aufzuhalten oder rückgängig zu machen.

    Ich kann nur schauen und beobachten, ob sie noch immer Lebensqualität hat. Das ist momentan noch der Fall, denn sie ist im Grunde eine ganz fidele, alte Dame... nur ihre Beinchen werden leider steif und immer steifer.:uhh:
     
  16. pfesel

    pfesel Schweinchen-Guru

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    Am 29.06.11 wurde durch Röntgenaufnahmnen die Diagnose Arthrose gestellt. Meine TÄ meinte, das tut ihr schon beim hinschauen weh. :-(

    Genau wie bei Lupo. 2 mal hatte er es schon. Das war für mich mindestens so schlimm wie für ihn. :wein:
    Lupo hat momentan wieder einen Schub:ungl:. Er läuft sehr schlecht, fällt seitlich um und liegt daher viel. Aber wenn die Schübe dann vorbei sind, läuft er wieder wie ein junger Gott. :heart:

    Er bekommt übrigens auch Metacam und Hyalutidin DC. Schübe bleiben aber deshalb nicht aus und er hat dann auch Schmerzen.

    Danke dir herzlich. Wünsch ich dir auch. :streicheln:

    @Fränzi - auch deiner Dame alles Gute. :heart:
     
  17. #16 Noodles, 27.08.2011
    Noodles

    Noodles Guest

    Hallo,
    ich wiederhole mich zwar, aber mMn gibt es nur eine Möglichkeit.
    Täglich Cortison in Tablettenform und zwar hoch dosiert.
    Traumeel, Zeel usw. ist in dieser Situation nur rausgeschmissenes Geld.
     
  18. #17 Fränzi, 27.08.2011
    Fränzi

    Fränzi Guest

    Ja, darauf hatte ich meine Tierärztin auch angesprochen.

    Sie war nicht meiner Meinung, hat Nelly aber trotzdem einmalig eine Cortison-Spritze gegeben.
    Es ist ja bekannt, dass Cortison in Langzeitbehandlung nicht nur entzündungshemmend wirkt, sondern auch den Knochenaufbau hemmt, d.h. es entsteht Osteoporose und evtl. Knochenbrüche.

    Bei einem Meerschweinchen glaube ich zwar nicht, dass diese negative Wirkung von Cortison eintritt, bevor das Meerschweinchen tot ist, schon gar nicht bei meiner alten Nelly.
    Aber trotzdem habe ich auf weitere Cortisongaben verzichtet, denn bei Nelly ist das ja eine alte Geschichte, ihre Arthrose ist schon längst chronisch. Deshalb nützt ein Entzündungshemmer da schon längst nichts mehr.
    Ich konnte auch keine Veränderung feststellen bei ihr, da ich gleichzeitig das Metacam wegliess während dieser 2 Tage Cortison-Wirkung (Nieren und Leber!!!)

    Daher beschränke ich mich jetzt auf Schmerzbehandlung und versuche mit Glucosamin die Gelenke noch etwas positiv zu beeinflussen. Viel mehr gibt es da wohl bei alten Arthrose-Schweinchen nicht zu tun.:uhh:
     
  19. #18 A-p-i-z, 27.08.2011
    A-p-i-z

    A-p-i-z Guest

    Hallo,

    ich glaube über die Medikation kann man ewig diskutieren... Jedes Schweinchen ist anders, beim einem wirkt das besser, und beim anderen etwas anderes.

    Und wenn ich ehrlich sein soll, dann glaube ich nicht, das Cortison die Gelenke wieder beweglicher macht... Zumal mein TA meinte, das die Versteifung der Gelenke zwar die Bewegung einschränkt, aber dass dann zumindest nicht Knochen auf Knochen reibt, was dem Tier im Endeffekt weniger Schmerzen bereitet...

    Hier stellt sich dann für mich nur die Frage, was ist für ein Meerschweichen die bessere alternative:

    Ein Leben ohne Bewegung und auf ständige Hilfe beim putzen angewießen zu sein
    oder
    ein Leben mit ständiger Medikamentengabe, wobei man nie 100% ausschließen kann, dass das Schweinchen nicht doch Schmerzen hat.

    Diese Frage sollte jeder für sich entscheiden, wobei beides grausam für das Schweinchen ist.

    Aktuell Ist Mulli zwar unbeweglich, aber sie hat noch Freude am Leben, das ist für mich das wichtigste.

    Liebe Grüße
    Steffi
     
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  21. #19 Noodles, 27.08.2011
    Noodles

    Noodles Guest

    Ich frage mich da nur, ob ein Fluchttier, das sich nicht bewegen kann, wirklich Freude am Leben haben kann.
     
  22. #20 Fränzi, 27.08.2011
    Fränzi

    Fränzi Guest

    Was interpretierst Du denn als "Freude am Leben?"

    Ich stimme Noodles zu, dass ein Fluchttier, das sich nicht mehr bewegen kann, wohl dauernd unter Stress steht und ganz bestimmt keine Lebensfreude oder Lebensqualität mehr hat.

    Darüber mache ich mir sogar bei Nelly Gedanken, obwohl sie noch nicht unbeweglich ist, sondern nur reichlich ungelenk und natürlich nicht mehr flink. Wie gesagt, die andern trampeln einfach über sie hinweg, weil sie nicht schnell genug ausweichen kann.

    Wenn sie aber tatsächlich unbeweglich wird und immer nur an derselben Stelle liegen würde, dann würde ich sie gehen lassen. So jedenfalls habe ich es mir zurecht gelegt und das sind meine Massstäbe, wie ich den "richtigen Zeitpunkt" finde, sie gehen zu lassen.
    Man muss aufpassen, dass man nicht dem Irrtum verfällt, ein Schweinchen habe noch Lebenswillen oder "Lebensfreude", nur weil es noch frisst. Meerschweinchen versuchen mit allen Mitteln, selbst wenn sie totkrank sind, einem eventuellen Raubtier vorzuspielen, dass sie topfit seien.

    Wenn ein Schweinchen dann mal mit Fressen aufhört, steht es wirklich sehr schlimm, dann hat es sich aufgegeben.
    Ob man so lange warten will... ich weiss nicht.:gruebel:

    Aber das muss jeder für sich selber entscheiden.
     
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Arthrose und "Bettlägrigkeit"

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